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Kontrolluhr-Stempelbeleg Die Erfindung betrifft einen Stempelbeleg
für Arbeiter zum Einführen in Arbeitszeithontrolluhrem.
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Dieser für die Stempelung verwendete Beleg, die sog. Stempelkarte,
muß aus festem Karton bestehen, damit -er beim zumeist unachtsamen Gebrauch nicht
knickt, wodurch eine falsche oder überhaupt keine Stempelung zustande kommen würde.
Auch der längere Gebrauch der Stempelkarte (bis zu 3 1 Tagen) erfordert als
Materialeinen guten, handfesten Karton. Ein, solcher haltbarer Karton ist vor allem
auch deshalb notwendig, weil besonders beim Arbeitsbeginn oft viele Lohnempfänger
sich an einer einzigen Kontrolluhr zusammendrängen und ihre Stempelung sehr schnell
durchführen wollen. Eine Stempelkarte aus weniger festem Karton könnte sogar beim
Einstecken und Entnehmen zerreißen, in der Einführungsöffnung Kartonrückstände zurücklassen
und die Öffnung verstopfen, wodurch infolge Ausfall der Kontrolluhr eine unliebsame
Verzögerung in der Betriebsbereitschaft eintreten würde. Da die Stempelkarten aber
aus teurem, in der Kriegszeit schwer zu beschaffendem Karton hergestellt sind, wird
bezweckt, hierfür einen billigeren und leichter erhältlichen Ersatz zu finden.
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Die Erfindung erstreckt sich deshalb darauf, für die Stempelkarte
keinen Karton, sondern Papier zu verwenden" ohne aber auf die obenerwähnten Vorteile
des Kartons, die nicht entbehrt werden können, verzichten zu müssen. Dies wird dadurch
erreicht, daß die Stempelung auf .eine aus Papier hergestellte Stempelhülle erfolgt,
die die gleiche Größe und die gleiche Beschriftung hat wie die bisherige Stempelkarte
aus Karton. Zur notwendigen Versteifung des Papiers wird in die Stempelhülle eine
Karte gesteckt, die der Größe der bisherigen Stempelkarte :entsprechen muß. Hierzu
kann sein unbedruckter Karton, Makulatur, besser noch die in den vergangenen Zeiträumen
verbrauchten alten Stempelkarten benutzt werden. Während jedes neuen Lohnzeitraumes.
wird an Stelle der bisherigen Stempelkarte reine neue Stempelhülle erforderlisch;
dagegen
kann die Dauerversteifungskarte auf lange Zeit hinaus wiederholt verwendet werden,
bis sie nach zu starker Ab-
nutzung durch eine andere ersetzt werden muß.
Die Handhabung ist sehr einfach.
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Jeder Lohnempfänger erhält erstmals eine Stempelhülle b mit eingesteckter
Dauerversteifungskarte a. die er zusammen in der -]eichen Weise verwendet wie die
bisherige Stempelkarte. Die Stempelung .erfolgt als--) auf die Stempelhülle, während
die inliegende Dauerversteifungskarteunbedrucktbleibt. Nach Ablauf des Stempelzeitraumes
:entnimmt der Lohnempfänger oder Betriebsschreiber der Stempelhülle die Dauerversteifungskarte
und steckt sie in die neue Stempelhülle.
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Zur Erleichterung des Einsteckens oder der Entnahme der Dauerversteifungskarte
aus der Stempelhülle ist eine der beiden oberen Ecken der Stempelhülle abgeschnitten,
so daß eine Ecke c der Dauerversteifungskarte herausschaut. Falls die Stempelhülle
auf beiden Seiten gestempelt wird, bietet diese abgeschnittene Ecke einen augenfälligen
Hinweis für den Lohnempfänger, in welcher Weise, ob mit Ecke links oder rechts,
er die Stempelhülle in die Kontrolluhr zum Stempeln einstecken muß.
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Bei der Ablieferung der Stempelhülle an das Lohnbüro können die Lohn-
und Akkordkarten in die Stempelhülle eingesteckt «-erden, wodurch das Lohnbüro sämtliche
Lohnunterlagen in geschlossener Form bekommt und Sortierarbeit einspart.
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Die gestempelte Stempelhülle kann nach unier "(,wissen Aufbewahrungsfrist
noch als Lolinbetitel ti. dgl. benutzt werden. Hierfür steht auf der Stempelhülle
über der gestempelten Zeit auf Vorder- und Rückseite genügend freier Raum zur Verfügung,
der entsprechend beschriftet werden kann.
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Die linsten für die Stempelhüllen «-erden besonders gering, wenn für
die Stempelhüllen Maktilatur verwendet wird. Die Druckkosten für Stempelhüllen lassen
sich einsparen, wenn für die Herstellung der Stempelhüllen durchsichtiges Papier
genommen wird und als Dauerversteifungskarte die bisherige bedruckte Stempelkarte
eingeschoben wird, deren Druck dann bei der stempelhülle durchscheint.