DE7410301U - Schleifvorrichtung, insbesondere für Kugeln - Google Patents

Schleifvorrichtung, insbesondere für Kugeln

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DE7410301U
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Description

Hanau, den 18. März 1974 PA-Zw/gs
W. C. Heraeus GmbH, Hanau (Main)
Gebrauchsmasteranmeldung
"Schleifvorrichtung, insbesondere für Kugeln4'
Die Neuerung betrifft eine Schleifvorrichtung, insbesondere KugelschleifVorrichtung, bei der zwischen zwei horizontal oder angenähert horizontal angeordneten drehbaren Scheiben ein Schleifmittel und der zu schleifende Körper zugegeben wird.
Werden die Rohlinge zwischen zwei Schleifscheiben aus einem Hartmetall gegeben, so kommt es wegen dee hohen Anpreßdruckes häufig zum Bruch derselben, wenn diese zwischen den beiden horizontal angeordneten Schleifscheiben hin- und herbewegt werden, ganz abgesehen davon, daß hier nur ein Feinschleifen in Frage kommt»
Es kann auch grob geschliffen werden. Wegen der Sprödigkeit und Unrundheit ist ein Schleifen der Rohlinge zwischen starren Schleifscheiben aber nicht mißlich. Es kommt in diesem Fall zum Bruch, weil ggb. die Kugeln wegen ihrer Unrundheit den Schleifdruck erhöhen und zerbrechen. Man hat daher insbesondere für das Feinschleifen auch bereits vorgeschlagen, elastisch gebundene Scheiben zu verwenden,
Die Neuerung stellt sich die Aufgabe, eine Schleifvorrichtung der eingangs erwähnten Gattung dahingehend zu verbessern, daß das Schleifgut sowohl beim Grob- als auch beim Feinschleifen zwischen zwei horizontal angeordneten drehbaren Scheiben durch das Anpressen nicht bricht.
Gelöst wird diese Aufgabe neuerungsgemäß dadurch, daß die eine Scheibe aus einem Hartetoff und die ihr gegenüber' angeordnete andere Scheibe mit einer auf der der einen Scheibe zugekehrten Scheibenoberfläche angeordneten Schicht aus einem gummielastischen Werkstoff versehen ist.
Bewährt hat sich, daß die eine Scheibe aus einem Hartmetall oder gehärteten Metall besteht und die ihr gegenüberliegende Scheibe mit einer Gummischicht belegt ist.
Besonders bewährt hat sich eine Schleifvorrichtung , die dadurch gekennzeichnet ist, daß die eine Scheibe aus einem verschleißfesten, nichtmetallischen Werkstoff, wie Oxidkeramik, besteht.
Die Vorteile der Neuerung sind offensichtlich. Dadurch, daß einer harten Scheibe eine andere Scheibe zugeordnet ist, die auf ihrer Oberfläche eine der ersten Scheibe zugekehrte Schicht aus gummielastischem Werkstoff aufweist, kann sich das Schleifgut, wie Kugeln, in die Schicht eindrücken, wenn der Anpreßdruc] zu hoch wird. Hierdurch werden Brüche des Schleifgutes vermiede:
Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung ist in der beigefügten Zeichnung rein schematisch dargestellt.
In allen Figuren sind gleiche Teile mit jeweils gleichen Bezugszeichen versehen.
Es zeigen;
Figur 1a eine aus Metallpulver durch Pressen und Sintern
hergestellte Kugel,
Figur 1b eine aus d.er Schmelze hergestellte Kugel,
Figur 2 die neuerungsgemäße Schleifvorrichtung mit zwei Schleifscheiben, die entv/eder gleich- oder gegensinnig angetrieben werden können und deren Drehachsen miteinander fluchten,
Figur 3 eine abgeänderte Ausführung der neuerungsgemäßen Schleifvorrichtung mit nicht miteinander fluchtenden Drehachsen,
Figur 4 ein Ausführungsbeispiel der Neuerung mit abgeänderter oberer Schleifscheibe,
Figur 5 ein Ausführungsbeispiel der Neuerung mit teilweise unrundem Schleifgut.
Wie der Figur 1a zu entnehmen, weisen auf pulvermetallurgischem Wege hergestellte Kugeln meist einen Kern oder ähnliches auf, wodurch die ideale Kugelform verlassen wird. Aus Figur 1b ist eine aus der Schmelze gewonnene Kugel, z. B. aus Glas, Metall oder Keramik, ersichtlich, die einen Vorsprung nach Art einer Nase aufweist. Solche Unrundheiten können, wie eingangs ausgeführt, beim Schleifen erhebliche Schwierigkeiten bereiten.
Aus Figur 2 ist eine neuerungsgemäße Schleifvorrichtung - hier für Kugeln dargestellt - zu entnehmen, wobei zwei Schleifscheiben 1 und 2 etwa horizontal und mit Abstand zueinander angeordnet sind. Der vertikale Abstand der beiden Schleifscheiben zueinander ist einstellbar. Die Drehachsen der Schleifscheiben 1 und 2 sind in der Figur mit 3 und 4 bezeichnet. Jede Schleifscheibe ist mit einem eigenen gewünschten Antrieb verbunden. Die Drehrichtung kann für beide Schleifscheiben gleichsinnig oder gegenläufig sein. Die Drehwellen ' - U -
und die Antriebsvorrichtung sind der besseren Übersicht wegen nicht dargestellt. Die obere Scheibe 1 besteht aus einem Hartstoff und die ihr gegenüber angeordnete andere Schleifscheibe 2 weist auf der der ersten Scheibe 1 zugekehrten Scheibenoberfläche eine Schicht 7 aus einem gumniielastischen Werkstoff auf. Die Schleifscheibe 1 weist Ausnehmungen 5 zum Führen des Schleifguts 6 auf. Die untere Schleifscheibe mit der Gummischicht 7 an der Oberfläche trägt das Schleifgut Die Schleifscheibe 2 braucht nicht aus Hartstoff zu bestehen. Sie kann aus anderen metallischen oder nichtmetallischen Werkstoffen bestehen. Zwischen den beiden Schleifscheiben 1 und mündet eine Schleifmittelzufuhrleitung ( nicht dargestellt), durch die während des Schleifens vorzugsweise flüssiges Schleifmittel zuführbar ist. Wie den Figuren zu entnehmen, können die Führungsrillen 5 in ihrer Form und Größe entweder so gewählt werden, daß sie für eine Vielzahl von Kugeln oder anderem Schleifgut 6 geeignet sind (Figuren 2, 3, 5) oder daß sie zur Aufnahme einzelnen Schleif guts 6, ζ. B1, in spiralförmigen Rillen 5 (Figur 4),dienen.
Mit dieser Vorrichtung ist das Rundschleifen von verhältnismäßig unrunden und sehr spröden Ausgangskugeln möglich (z. B. Kugeln aus Glas, Hartmetall, Oxidkeramik etc.).
Als Hartstoffe im Sinne der Neuerung können verwendet werden:
Hartmetalle oder gehärtete Metalle, wie z. B. gehärteter Stahl oder Stahlguß, Legierungen oder Verbindungen von Metallen, wie hochlegierte Stähle oder Legierungen refraktärer Metalle; Boride, Karbide, Nitride, Suizide der Übergangsmetalle, wie W, Ti, Zr;
Oxidkeramische Stoffe, wie Al2O^, ZrO2, BeO, MgO, aber auch
BN, B^C, SiC;
Metall-Keramikverbundstoffe (Cermets) oder Träger mit harter oder gehärteter Oberfläche.

Claims (4)

  1. •ν
    Schutzanc, Brüche
    ι.) Schleifvorrichtung, insbesondere Kugelschleifvorrichtung, bei der zwischen zwei horizontal oder angenähert horizontal angeordneten drehbaren Scheiben ein Schleifmittel und der zu schleifende Körper zugegeben wird, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Scheibe (1) aus einem Hartstoff besteht und die ihr gegenüber angeordnete andere Scheibe (2) mit einer auf de"? der einen Scheibe (1) zugekehrten Scheibenoberfläche angeordneten Schicht (7) aus einem gummielastischen Werkstoff versehen ist.
  2. 2.) Schleifvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Scheibe (1) aus einem Hartmetall oder gehärteten Metall besteht und die ihr gegenüberliegende Scheibe (2) mit einer Gummischicht (7) belegt ist.
  3. 5.) Schleifvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Scheibe (1) aus einem verschleissfesten,nichtmetallischen Werkstoff, wie Oxidkeramik, besteht.
  4. 4.) Schleifvorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3» dadurch gekennzeichnet, dass die eine Scheibe (1 ) Ausnehmungen (5) zum Führen des Schleifgutes (6) aufweist.
DE7410301U Schleifvorrichtung, insbesondere für Kugeln Expired DE7410301U (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2021244693A1 (de) 2020-06-05 2021-12-09 Schaeffler Technologies AG & Co. KG Schleifvorrichtung für wälzkörper und verfahren zur ermittlung des füllgrads einer schleifvorrichtung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2021244693A1 (de) 2020-06-05 2021-12-09 Schaeffler Technologies AG & Co. KG Schleifvorrichtung für wälzkörper und verfahren zur ermittlung des füllgrads einer schleifvorrichtung
DE102020115019A1 (de) 2020-06-05 2021-12-09 Schaeffler Technologies AG & Co. KG Schleifvorrichtung für Wälzkörper und Verfahren zur Ermittlung des Füllgrads einer Schleifvorrichtung

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