DE73590C - Verschlufs für Branntwein- und andere Fässer - Google Patents

Verschlufs für Branntwein- und andere Fässer

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DE73590C
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DE
Germany
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closure
barrels
bung
brandy
barrel
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Application number
DENDAT73590D
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Original Assignee
O. VON HAHN, Haupt-Amts-Assistent, in Eberswalde, Bismarckstr. 261
Publication of DE73590C publication Critical patent/DE73590C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D45/00Clamping or other pressure-applying devices for securing or retaining closure members
    • B65D45/02Clamping or other pressure-applying devices for securing or retaining closure members for applying axial pressure to engage closure with sealing surface
    • B65D45/28Elongated members, e.g. leaf springs, located substantially at right angles to closure axis and acting between the face of the closure and abutments on container
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D39/00Closures arranged within necks or pouring openings or in discharge apertures, e.g. stoppers
    • B65D39/08Threaded or like closure members secured by rotation; Bushes therefor
    • B65D39/082Bung-rings and bungs for bung-holes
    • B65D39/084Separated bung-rings made by one element

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Closures For Containers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Für die bezüglich ihres Inhalts einer amtlichen Controle unterliegenden Branntweinfässer ist ein leicht lösbarer und in der Gebrauchslage doch sicher schliefsender Verschlufs sehr erwünscht, und da die bisher gebräuchlichen Verschlüsse diesen Anforderungen nicht entsprechen, wird hiermit ein neuer Verschlufs vorgeschlagen, dessen Einrichtung namentlich die vorgenannten beiden Bedingungen erfüllen soll.
Der Verschlufs besteht aus folgenden Theilen:
1. einer gufseisernen Büchse α, welche auswendig mit einem in das Spundloch des Fasses eingreifenden Schraubengewinde und am oberen Rand mit einem auf der Fafsdaube aufliegenden Flantsch a1 versehen ist, während das Innere der Büchse ein sich nach unten konisch verjüngendes Zapfloch darstellt;
2. dem in das Zapfloch passenden konischen Spund b mit einer umschliefsenden äufseren Gummiabdichtungsmanschette b1 und einem dachförmigen Vorsprung b2 auf der Oberfläche, in welchem ein eiserner Tragering δ3 zum Herausheben des Spundes angebracht ist;
3. zwei gegenständigen Schrauben cc', welche durch Löcher des BUchsenflantsches a1 in die Fafsdaube eingeschraubt sind und von denen die eine c einen unterschnittenen Kopf c2 und die andere c1 einen gelochten Kopf mit angesetzter Nase c3 besitzt;
4. einem Verschlufsbalken d, dessen eines Ende aufgebogen und dessen anderes Ende geschlitzt, sowie mit einem Drehdeckel d1 und Drehhaken d'2 versehen ist;
. 5. vier den Büchsenflantsch a1 seitlich begrenzenden Schutzleisten e, welche auf den Fafsdauben festgeschraubt sind, und
6. einem die eigentlichen Verschlufstheile verdeckenden Schutzblech f.
Die Vereinigung der vorgenannten Theile mit dein Fafs zu einem Verschlufs geschieht wie folgt:
Nachdem die Büchse α und die Schrauben c c1 in die Fafsdaube eingeschraubt worden sind, wird der Spund b mit seinem umgelegten Abdichtungsring b1 mittelst des Trageringes bs in das Zapf loch eingesetzt, der Ring auf den Spund flach niedergelegt, der Verschlufsbalken d mit seinem aufgebogenen Ende unter den ausgehöhlten Kopf c2 der Schraube c gehakt und dergestalt über den Spund heruntergedrückt, dafs eine Aussparung des Balkens den Vorsprung b'2 des Spundes Uberfafst und der Balkenausschnitt auf dem anderen Ende über den Kopf der Schraube c1 greift. Hierauf wird der Haken d2 in den Kopfausschnitt der Schraube c1 geschoben, und das Fafs ist verschlossen.
Nachdem bei gefülltem Fafs die steueramtliche Plombenschnur g durch ein Loch des Hakens d2 gezogen, um den Schraubenkopf geschlungen, verknüpft und plombirt oder mit einem Siegel versehen worden ist, wird der 'Deckel d1 über den Plombenausschnitt des Balkens d gedreht, wobei das aufgebogene Deckelende in eine untere Aussparung der Schraubenkopfnase c3 einschnappt, so dafs der amtliche Verschlufs vor Verletzung geschützt ist.
Zum weiteren Schutz des ganzen Verschlusses werden rings um denselben die nach aufsen abfallenden eichenen Schutzleisten e an die Fafsdauben angeschraubt, und über dem Verschlufs wird das Schutzblech f auf den Schutz-
leisten befestigt, so dafs der Verschlufs vor Staub und Schmutz beim Rollen der Fässer geschützt ist.
Die amtlichen Controlvorschriften bringen es mit sich, dafs jedes gefüllte Fafs bei der ersten amtlichen Abfertigung einmal provisorisch zu schliefsen, dann zu öffnen und wiederum zu schliefsen ist. Nach den gesetzlichen Bestimmungen wird nämlich der Branntwein von einer Anzahl F'ässer erst dann gemeinschaftlich alkoholisirt, nachdem das Biuttogewicht sämmtlicher Fässer bestimmt worden ist, da nur diejenigen Fässer in einer gemeinschaftlichen Durchschnittsprobe alkoholisirt werden dürfen und müssen, deren Bruttogewicht nicht über iopCt. von einander abweichen. Die Fässer werden daher erst, nachdem sie gefüllt sind, brutto verwogen, dann geschlossen und ins Freie gerollt, um dort später nochmals zur Alkoholbestimmung geöffnet und schliefslich wieder verschlossen zu werden.
Infolge dieses nochmaligen Oeffnens und Schliefsens ist es zweckmäfsig, das Schutzblech f nach der ersten provisorischen Verschliefsung nur leicht abnehmbar festzumachen, so dafs es zwar vollständig den Verschlufs beim Herausrollen der Fässer ins Freie schützt, aber ohne besondere Mühe und Zeitaufwand für die nachträgliche Alkoholbestimmung abgenommen werden kann.
Zu diesem Zwecke ist das Schutzblech an mehreren Stellen geschlitzt, und durch diese Schlitze f1 werden Hakenschrauben f'2 in die Schutzleisten e eingeschraubt, wodurch das Blech vorläufig genügend festgemacht ist und leicht wieder gelöst werden kann. Fig. 3 a und 3 b lassen das geschlitzte Blech und eine Hakenschraube in kleinerem Mafsstabe erkennen. Ist die Alkoholisirung beendigt, so wird das Schutzblech mittelst Nägel auf den seitlichen Schutzleisten e befestigt.
Die vorbeschriebene Verschlufseinrichtung hat gegenüber dem jetzt gebräuchlichen, aus Holzspund, Dichtungslappen, Siegellack und Blech bestehenden Verschlufs die Vortheile der absoluten Dichtigkeit, schnellen Handhabung und nicht unwesentlichen Kostenersparnifs. Die Theile des alten Verschlusses werden nämlich beim jedesmaligen Oeffnen mittelst Spundhebers oder eines Schlägels ganz oder theilweise beschädigt und ebenso erhält das Fafs selbst sehr leicht Beschädigungen. Die Theile des neuen Verschlusses dagegen erleiden durch das Oeffnen und Schliefsen keine besondere Abnutzung.
Aufser für Branntweinfässer kann der Verschlufs auch für andere Fässer, namentlich für Wein- und Biertransportfässer benutzt werden. Der Verschlufs bietet in allen Fällen eine Gewähr, dafs der Inhalt der Fässer nicht heimlich und unerkannt berührt und verändert werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verschlufs für Branntwein- und andere Fässer, dadurch gekennzeichnet, dafs der mit einer Abdichtungsmanschette (bl) versehene Spund (b) innerhalb einer geflanschten Büchse (α αx) mittelst eines Verschlufsbalkens (d) und dieser durch Hakenverschlüsse (c cl, cl c3, d1 d'2) und einen Plomben- oder Siegelverschlufs auf der Spundbüchse niedergehalten, und dafs diese Verschlufstheile von auf dem Fafs befestigten Leisten (e) und einem auf den Leisten befestigten Deckblech (f) umhüllt werden.
    Hierzu i Blatt Zeichnungen.
DENDAT73590D Verschlufs für Branntwein- und andere Fässer Expired - Lifetime DE73590C (de)

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