DE73499C - Durch Ebbe und Fluth in Wirksam, keit gesetzte Abfangvorrichtung für Seeschlicl^ und andere Begleiter des Fluthwassers - Google Patents

Durch Ebbe und Fluth in Wirksam, keit gesetzte Abfangvorrichtung für Seeschlicl^ und andere Begleiter des Fluthwassers

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DE73499C
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F_ DRAEGER in Wilhelmshaven, Göckerstr. 15. Vor^ 23. Juli 1893 ab
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B3/00Engineering works in connection with control or use of streams, rivers, coasts, or other marine sites; Sealings or joints for engineering works in general
    • E02B3/02Stream regulation, e.g. breaking up subaqueous rock, cleaning the beds of waterways, directing the water flow
    • E02B3/023Removing sediments

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Cleaning Or Clearing Of The Surface Of Open Water (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 84: Wasserbau.
Begleiter des Fluthwassers.
Durch den Fluthstrom werden, vermengt mit thonhaltigen Erden in Form von Seeschlick, sowohl vermoderte, Ueberreste abgestorbener, als auch lebender Organismen des Meeres aller Art über die Watten an den Fluthstränd gebracht. Ueberall, wo die Geschwindigkeit der Fluth- und Ebbeströmung durch irgend ein Hemmnifs eine Abschwächung erfährt, fallen Seeschlick und Moderreste schnell zu Boden, wo sie gröfstentheils liegen bleiben, während die lebenden Organismen (Seefische u. s. w.) mit der ablaufenden Ebbe wieder in tieferes Wasser zurücktreten.
Diese im Meere enthaltenen und durch die Fluth mitgeführten pflanzlichen und thierischen Bestandtheile lassen sich zur Bereitung eines guten und billigen Düngers mit gröfstem Vortheil nutzbar machen, sofern es gelingt, dieselben ohne besondere Förderungsmittel (Bagger, Netzfang u. s. w.) dem Meere abzugewinnen. Nach vorliegender Erfindung geschieht die Gewinnung unter Benutzung von Ebbe und Fluth durch künstliche Abfangvorrichtungen, welche innerhalb des Fluthgebietes am Meeresstrande angelegt werden.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine derartige Anlage in Fig. 1 durch eine Oberansicht und in Fig. 2 durch einen Querschnitt als Beispiel dargestellt. Dieselbe besteht im wesentlichen aus einem Abfangbassin α und einem dasselbe umgebenden Abflufsbassin b, welche auf den Aufsendeichsländereien über Ebbespiegel mit zu beiden Seiten schräg abfallenden Böschungen ausgegraben sind. In das Abfangbassin α führt von der offenen See her ein Einströmungskanal c bis etwa zur Mitte hinein, dessen Wände zweckmäfsig gleichfalls durch Ausgrabung hergestellt sind. Der Kanal c besitzt die Einströmungsschütze d, welche bei eintretender Fluth geöffnet bezw. hochgezogen und bei beginnender Ebbe geschlossen bezw. niedergelassen wird. Ferner sind vorn am Eingang zwischen dem Abflufsbassin b und dem Einströmungskanal c zu beiden Seiten die Ausströmungsschützen c c angeordnet, welche bei eintretender Fluth geschlossen, bei beginnender Ebbe aber geöffnet werden. Zwischen den beiden Bassins α und b sind engmaschige Filterwände f angeordnet, welche nur das Wasser und kleinere Begleiter desselben hindurchtreten lassen, gröfsere aber zurückhalten.
Endlich ist zwischen den beiden Bassins a und b noch ein Zugangsdamm g zur Aufstellung der Abpumpvorrichtungen für den gewonnenen Seeschlick vorgesehen. Das Abflufsbassin kann auch neben dem Abfangbassin angeordnet sein; auch können mehrere Abflufsbassins in oder neben einander verwendet werden.
Das Fluthwasser tritt durch den Kanal c ein und findet an der Rückwand des Bassins a einen Widerstand, wodurch, wie eingangs erläutert, Seeschlick und Moderreste auf den Boden niederfallen und hier liegen bleiben. Lebende Organismen dageg'en treten mit dem Wasser um die Kanalwände herum und suchen einen Ausgang durch die Filterwände/, welche
nur das Wasser durchlassen, seine gröfseren Begleiter aber zurückhalten. Letztere sammeln sich während der Fluthdauer in dem Abfangbassin in um so verstärkterem Mafse an, je mehr Wasser in das Abflufsbassin abzuflieisen vermag.
Bei beginnender Ebbe wird Kanalschütze d geschlossen und Ausströmungsschütze c c geöffnet. Das Wasser ist somit gezwungen, durch die Filterwände ff hindurch unter Zurücklassung seiner Begleiter wieder abzufliefsen.
Da die Anlage derart getroffen ist, dafs die Sohle der Bassins über Ebbespiegel liegt, so bleiben schliefslich sämmtliche abgefangenen Begleiter des Fluthwassers in jenen zurück.
Nunmehr werden zunächst die efsbaren Nutzfische (z. B. Schollen, Seezungen, Kabeljau, Granaten, Krabben u. s. w.), welche hier neben dem Hauptzweck der Erfindung gewissermafsen als Nebenproduct gewonnen werden, abgesondert und zu Markte gebracht. Die mitgefangenen Raubfische dagegen (Tümmler, Dorn haie, Katzenhaie, Seeteufel u. s. w.), welche sich jederzeit in grofser Zahl im Gefolge der Nutzfische befinden, werden in Verbindung mit dem niedergeschlagenen Seeschlick zu Dünger verarbeitet. Die Behandlung und Verarbeitung dieser Düngerbestandtheile ist Gegenstand zweier besonderen Patente desselben Erfinders. Durch die Unschädlichmachung der Raubseefische wird aufserdem der Seefischerei ein hervorragender Dienst geleistet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Durch Ebbe und Fluth in Wirksamkeit gesetzte Abfangvorrichtung für Seeschlick und andere Begleiter des Fluthwassers, bestehend aus über Ebbespiegel liegenden, durch Filterwände von einander getrennten Behältern (a und bj, welche durch Zu- und Abflufsschützen (d und e) derart in und aufser Verbindung mit der offenen See gesetzt werden können, dafs bei beginnender Ebbe nur das eingetretene Fluthwasser wieder abfliefsen kann, während seine Begleiter in dem Abfangbehälter zurückgehalten werden..
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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