DE7336834U - Harnröhren-Endoskop - Google Patents
Harnröhren-EndoskopInfo
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Description
Anmelder: Richard Wolf GmbH, 7134 Knittlingen, Pforzheimer Str.
Harnröhren-Endoskop
Die Neuerung bezieht sich auf ein Harnröhren-Endoskop mit durch einen Schaft führbarer Optik und Beleuchtung.
Bei Männern wird im fortgeschrittenen Alter häufig die eigentliche
Harnröhre im lumen kleiner, was bis zum Harnverhalten führen kann, so daß der behandelnde Arzt gezwungen ist, die
Harnröhre an der Verengung zu schlitzen, d.h. eine sogenannte Striktur0purcAzufuhren. Da sich die Wunde beim Heilen zusammenzieht,
besteht die Gefahr, daß der geschaffene freie Durchgang der Harnröhre wieder zuwächst oder sehr stark eingeschränkt
wird.
Die Aufgabe der Neuerung besteht daher darin, dieses beim Heilen der Wunde auftretende Zuwachsen oder Einschränken des <
durch die Striktur9fgeschaffenen Durchganges zu vermeiden.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Harnröhren-Endoskop verwendet, welches gekennzeichnet ist durch eine in den Endoskopschaft
einführbare Einheit aus einem Optikführungsrohr mit
Optik und lichtleiter und aus einem parallelen Rohr mit einem in ihm längsverschieblichen Zangenschaft, der distal in ein
sich federnd spreizendes Klauenmaul endet, dessen Durch-
ret (I
messer sich durch distal gerichteten Vorschub des Zangenschaftes
mittels eines proximalen Antriebes gegen die Innenfläche einer in eine Strikturfaer Harnröhre einzusetzenden, beidendig offenen
Kunststoffhülse spreizt und sich beim proximal gerichteten RücL-hub zur Freigabe der Hülse auf den Durchmesser des nit dem
distalen Ende führend in das zugekehrte Ende der Hülse einpassenden Zangenschaftrohres zusammenzieht.
Durch diese Lösung ist es möglich, eine Hülse aus physiologisch
unbedenklichem Kunststoff mit dem einen offenen Ende auf das distale Ende des Zangensohaftrohres der Einheit und die gegebenenfalls etwas aus diesem Rohr herausragenden, zusammengezogenen Arme des Klauenmaüles aufzuschieben, dann unter Festhalten der Hülse den Zangenschaft distalwärts vorzuschieben,
so daß sich die Klauen des Zangenmaules unter Anlage an die vorteilhaft zylinderische Innenfläche der Hülse anlegen und in der
Hülse vorschieben. In dieser Stellung wird die Einheit mit der
Kunststoffhülse unter Beobachtung durch den Endoskopschaft geschoben und gemeinsam mit dem Schaft In^ der Harnröhre vorwärtö*
bewegt bis die Hülse in der Striktui^'BiegJ. Durch das dann f
erfolgende Zurückziehen der Zange bzw. des Zangenmaules w*rd
die Kunststoffhülse frei und bleibt in der Striktuirfliegen,
worauf die Endoskopeinheit mit dem Schaft zurückgezogen wird. Zur Entfernung der Hülse kann nach Heilung der Wunde la
umgekehrter Weise vorgegangen werden «Hit dem neuen Endoskop
ist es unter Verwendung einer Kunststoffhülse möglich, die gestellte Aufgabe auf einfache Weiße au lösen,
?$t§tt*ittf* '
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Ein Aueführungsbeispiel eines Harnröhren-Endoskops nach der
Neuerung wird nachstehend anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 das Harnröhren-Endoskop ohne Schaft in Seitenansicht mit Achsschnitt durch eine distal
▼on einem Zangeninaul abgestützte Kunststoffhülse,
Endoskops nach Figur 1 mit Achsschnitt durch
die Kunststoffhülse und zurückgezogenem Zangenmaul,
Figur 3 einen vergrößerten Achsschnitt durch die Kunststoffhülse,
Das Harnröhrenendoslcop nach der Neuerung besteht aus einem
nur distal gestrichelt dargestellten Schaft 1 und einem Einsatz t>8W. einer Einheit 2, die durch den Konus 3 und ein Verbindungsstück 4 mittels des Zapfens 5 eines Bajonettvercchlusses im
Schaft verriegelt wird. Mit dem Teil 4 ist ein Fingergriffstück
und eine Vierkantführung 7 mit Anschlußteil 8 verbunden. In das Verbindungstück 4 ist distalseitig ein Optikführungsrohr 9
eingelötet, duroh das und eine Achabohrung der Vierkantführung
ein· Qptik 10 mit licaleiter verläuft, die proximal verriegelbar
int. JtaraU·* wm Opttkführuneerohr 9 verläuft «in Itohr 11»
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welches ebenfalls im Teil 4 eingelötet ist und einen Zangenschaft 12: aufnimmt, der am distalen Ende zwei eine Zange bildende,
nach außen federrd ausgebildete Arme 13 mit an den Enden nach außen gerichteten Greifklauen 14 aufweist. Proximalseitig ist
der Zangenschaft 12 mit einem auf der Vierkantführung 7 zwischen
dem Fingergriff 6 und dem Anschlußstück 8 verschiebbaren Transporteur 15 durch eine Fixierschraube 16 verbunden. Der Transporteur
15 ist mit einem Daumengriffring 17 versehen und wird in
der Ruhelage durch eine Blattfeder 18 ge^en das ftnschlußstück
gedrückt gehalten, und in dieser Ruhelage nehmen die Greiferklau
3n 14 die in Figur 2 gezeigte Lage ein, in der der Abstand der Greiferaußenseiten gleich dem oder kleiner ist als der
Durchmesser des Zangenschaftrohres 11, d.h. in dieser Lage sind die Zangenmaularme 13 durch das Rohr 11 zusammengezogen.
Zu der Endoskopeinheit 2 gehört gemäß der Aufgabe der Neuerung
eine Kunststoffhülse 19 vorteilhaft mit ovalem Außenprofil und innerer Zylinderfläche. Diese aus einem physiologisch
unbedenklichen Kunststoff bestehende Hülse 19 ist an beiden Enden 20 und 21 offen, jedoch ist es vorteilteft, den Durchmesser
der offenen Enden etwas einzuschnüren, wie in Figur 3 dargestellt ist.
Zur Einbringung der Kunststoffhülse 19 in eine vorgenommene
Striktur°$er Harnröhre wird zunächst der Tndoskopschaft 1
in die Harnröhre eingeführt. Es wird sodann die Hülse 19 in
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der Ruhelage des Transporteurs 15 und des Zangenmaules nach Figur mit dem einen offenen Ende 20 über die Greiferklauen 14 und das
distale Ende des Zangenschaftrohres 11 geschoben. In dieser
Stellung wird die Hülse 19 mit geringem proximalwarts gerichteten Handdruck gegen die Einheit 2 gehalten und sodann werden
die Griffe 6 und 17 durch die Finger und den Daumen zusammengedrückt, womit der Transporteur 15 den Zangenschaft 12 im Rohr
distalwärts schiebt, so daß sich die federnden Zangenarme 13 spreizen und sich die Greiferklauen 14 an der Hülseninnenwand
vorschieben bis sie die Lage nach Figur 1 einnehmen. In dieser Stellung wird die Endoskopeinheit 2 durch den Schaft 1 geschoben
und verriegelt. Das Endoskop wird dann unter Beobachtung vorsichtig in der Harnröhre jvorwärtsgeschoben bis sich die
Hülse 19 in der Striktur löefindet. Dann wird der Finger- und
Daumendruck an den Griffen 6 und 17 gelöst, wobei sich der Transporteur 15 durch die Federung 18 proximalwarts bewegt und das
Zangenmaul in die Stellung nach Figur 2 mitnimmt, in der die Hülse 19 frei ist, so daß die Einheit 2 mit dem Schaft 1
aus der Harnröhre herausgezogen werden kann, während die Hülse
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19 in der Striktur ^Legepi bleibt und damit den Harnabfluß
zuläßt, aber eine Verengung der Harnröhre beim Heilen der Wunde verhindert. Etwaige Blutungen der Striktur Wonnen dadurch
abgeleitet werden, daß die Hülse 19 mit einer Anzahl längsverlaufender Wandschlitze 22 versehen ist.
Nach Heilung der Strikturwunde geht man zum Herausnehmen der Hülse aus der Harnröhre in umgekehrter Weise mit dem Endoskop
vor, wobei die Verengungen der offenen Hülsenenden 20, 21
auf jeden Fall ein Mitnehmen der Hülse duroh die Öreiferklauen Η
des Zangenmaules gewährleisten.
733183431.1»
Claims (5)
1. Harnröhren-Endoskop mit durch einen Schaf+ führbarer Optik
und Beleuchtung, gekennzeichnet durch eine in den Schaft einführbare Einheit (2) aus einem Optikführungsrohr (9) mit Optik
(10) und Lichtleiter und aus einem parallelen Rohr (11) ait
einem in ihm längsverschieblichen Zangenschaft (12), der distal in ein sich federnd spreizendes Klauenmal (13, H) endet, dessen
Durchmesser sich durch distalvärts gerichteten Vorschub des Zangenschaftes (12) mittels eines proximalen Antriebes gegen die
Innenfläche einer in eine Striktur «lter Jiarnröhre einzusetzenden,,
beidendig offenen Kunststoffhülse (19) sprei -t und dsich beim
proximal gerichteten Rückhub zur Freigabe der Hülse auf den Durchmesser des mit dem distalen Ende führend in das zugekehrte
Ende (20) der Hülse (19) einpassenden Zangenschaftrohres (11) .. zusammenzieht.
2. Harnröhren-Endoskop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die in den Endeskopschaft (1) einzuführende Einheit (2)
mit einem feststehenden Fingergriff (6) versenen ist, auf dessen proximaler.ipeite ein mit dem Zangenschaft (12) verbundener Transporteur (15) mit Daumengriff (17) aus einer proximalen Endlage gegen eine Federung (18) distalwärts verschiebbar
geführt ist.
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3. Harnröhren-Endoskop nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kunststoffhülse (19) aus einem physiologisch unbedenklichen Kunststoff, m**m*msmm* besteht, ein äuferee
Ovalprofil besitzt und einen zylinderischen Innenraum mit Einengungen an den offenen Enden (20, 21) entsprechend dem
Querschnitt des Zangenschaftrohres (11) aufweist.
4. Harnröhren-Endoskop nach einem der AnSprüche 1 bis 3» dadurch
gekennzeichnet, daß die Wandung der Kunststoffhülse (19) mit längsverlaufenden Schlitzdurchbrechungen (22) versehen ist.
5. Harnröhren-Endoskop nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die nach außen federnden Schenkel (13) des
Zangenmaules in nach außen gerichtete Klauen (H) enden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7336834U true DE7336834U (de) | 1974-01-31 |
Family
ID=1297905
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7336834U Expired DE7336834U (de) | Harnröhren-Endoskop |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7336834U (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4137920A (en) * | 1976-01-20 | 1979-02-06 | Richarg Wolf Gmbh | Endoscopes |
| US4250873A (en) * | 1977-04-26 | 1981-02-17 | Richard Wolf Gmbh | Endoscopes |
| EP0144132A1 (de) * | 1983-10-13 | 1985-06-12 | Hobbs Medical, Inc. | Empfängnisverhütende Vorrichtung |
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- DE DE7336834U patent/DE7336834U/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4137920A (en) * | 1976-01-20 | 1979-02-06 | Richarg Wolf Gmbh | Endoscopes |
| US4250873A (en) * | 1977-04-26 | 1981-02-17 | Richard Wolf Gmbh | Endoscopes |
| EP0144132A1 (de) * | 1983-10-13 | 1985-06-12 | Hobbs Medical, Inc. | Empfängnisverhütende Vorrichtung |
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