-
Selbsttätig durch einen Dehnungskörper geregelter und von Hand an-
und abstellbarer Niederdruckdampfheizkörper Die Erfindung bezieht sich auf einen
selbsttätig durch einen Dehnungskörper geregelten und von Hand an- und abstellbaren
Niederdruckdampfheizkörper, insbesondere für Eisenbahnwagen, nach Patent 7:r o68.
-
Das Dampfeinlaßventil eines Heizkörpers dieser Art wird durch die
Dehnungsunterschiede eines der Temperatur des entspannten Dampfes ausgesetzten Rohres
oder des Heizkörpers selbst gegenüber einer in diesem Dehnungsrohr oder in einem
im Heizkörper festen Röhr achsengleich angeordneten Glied, insbesondere einer Stange,
selbsttätig gesteuert, wobei es durch die Verstellungen dieser Stange mittels einer
äußeren Verstellv orrichtung auch gleichzeitig von Hand aus regelbar ist.
-
Um bei solchen Heizkörpern einen möglichst großen Kalthub des Darnpfeinlaßventils
zu erzielen, ist es notwendig, die Baustoffe einerseits für das Dehnungsrohr oder
den Heizkörper und andererseits für das das Dampfeinlaßventil verstellende Glied,
nämlich für die Stange, so zu wählen, daß das Dehnungsrohr oder der Heizkörper eine
möglichst große Wärmedehnung hat, wogegen die erwähnte Stange eine möglichst geringe
Wärmedehnung aufweisen soll. Man hat daher das Dehnungsrohr oder den Heizkörper
meist aus einem :Metall großer Wärmedehnung, z. B. aus einer Kupferlegierung oder
aus Aluminium hergestellt und die Stange aus Invarstahl. Invarstahl ist aber teuer
und schwer beschaffbar.
-
Die nachbeschriebene neue Bauart eines solchen Niederdruckdampfheizkörpers
verwendet demgegenüber Holz als Baustoff für den Verstellgliedteil, der zwischen
der Handverstellvorrichtung und der ventilseitigen Führung liegt. Es ist dies möglich,
weil dieser Teil der Stange in dem im Hauptpatent beschriebenen dampffreien Hohlraum
angeordnet
ist, der die an der Handverstellvorrichtung gelegene
Führung mit der freien Luft verbindet und der bis zur ventilseitigen Führung der
Stange im Heizkörper verlängert ist. Dieser im Hohlraum liegende Stangenteil ist
somit vor Feuchtigkeit geschützt. Wegen der dem leicht beschaffbaren, billigen Holz
in der Richtung seiner Längsfaser fehlenden Wärmedehnung erhält man nun unter Beibehaltung
der gleichen Dehnungsrohr-oder Heizkörperabmessungen den größtmöglichen Kalthub
für das Dampfeinlaßventil.
-
Die Zeichnung stellt zwei Ausführungsbeispiele von erfindungsgemäß
durchgebildeten Niederdruckdampfheizkörpern in den Abb. i und 2 in senkrechten Längsschnitten
dar.
-
Der Heizkörper nach Abb. i besteht aus einem '.%Iantelrolir i, dessen
linke Seite im gezeichneten Beispiel durch ein Bußeisernes Kopfstück 2 und dessen
rechte Seite durch eine Kappe 3 abgeschlossen ist. Das KopfstiidZ 2 enthält ein
Einlaßventil .I, das in der Führung 5 durch eine Feder 6 in der Richtung zum Ventilsitz.
? gedrückt wird. Dem Hochdruckraum 8 des Dampfeinlaßv entils .1 strömt der Dampf
aus der unter dem Eisenbahnwagen liegenden, nicht gezeichneten, mit Lokomotivdampf
gespeisten Hauptdainpfleitung der Heizanlage über das Rohr g zu. Durch das Rohr
io fließt aus dem Innenraum des :Mantelrohres i das Niederschlagwasser ins Freie
ab. Der Dampfweg durch den Heizkörper ist durch Pfeile angedeutet.
-
Achsengleich im Mantelrohr i des Heizkörpers ist bei i i im Kopfteil
2 das Dehnungsrohr 12 durch Einschrauben befestigt und dampfdicht durch die Öffnung
13 der Kappe 3 ins Freie geführt. Es trägt an dem ins Freie ragenden Ende das Versteilstück
1¢ mit der von Hand verstellbaren Schraube i@. Außen ist das Dehnungsrohr 12 dem
entspannten Dampf des Heizkörpers ausgesetzt, während sein innerer Hohlraum
26 mit der freien Luft in Verbindung steht und sich von dort bis zur ventilseitigen
Führungsstelle 18 der Stange 16, 17, 17' erstreckt. Die Stange ist im Dehnungsrohr
12 achsengleich angeordnet und überträgt die Wärmedehnungen des Dehnungsrohres 12
mittels der am linken Ende befestigten und bei 18 dampfdicht im Kopfstück 2 geführten
Verlängerung 17, 17' auf das Dampfeinlaßventil d., das gegen das durch die Öffnung
des Ventilsitzes 7 hindurchgreifende Stangenende 17' durch die Feder 3 gedrückt
wird.
-
Der zwischen der Verstellschraube 13 und der Führung 18 liegende Teil
16 der Stange besteht aus Holz, dessen Fasern parallel zur Stangenachse liegen.
Der Stangenteil ist im Hohlraum 26 des Dehnungsrohres 12 gegen Feuchtigkeit gut
geschützt. Er führt sich im D:hnungsrolir 12 mittels der Köpfe der Nagel ig. Die
Herstellung dieses Stangenteiles i6 aus Holz, das leicht beschaffbar und billig
ist, ergibt den Vorteil, daß mangels jeglicher Wärmedehnungen des Holzes in der
Längsrichtung der Fasern der größtmögliche Kalthub des Dampfeinlaßventils 4 bei
Verwendung der gleichen bisher üblichen Dehnungsrohrlängen gewährleistet ist.
-
Im Heizkörper nach der Abb. 2 ist das Mantelrohr 2o gleichzeitig das
Dehnungsrohr. Das Kopfstück 2 und das Dampfeinlaßventil d. sind wie beim Heizkörper
nach Abb. i ausgebildet. Unterschiedlich ist aber der Holzstangenteil 16 achsengleich
in einem Rohr 21 angeordnet, dessen rechte: Ende durch Einschrauben in der Heizkörperkappe
22 befestigt ist, die gleichzeitig auch die Verstellschraube 1 5 aufweist. Das linke
Ende des Rohres 21 trägt ein Reduzierstück 23, dessen verjüngtes Ende 24 an der
Stelle 23 ini Kopfstück 2 steckt und seinerseits die Verlängerung 17 der Holzstange
16 bei 18 dantpfdiclit umgreift und führt. Der rechts mit der freien Luft in Verbindung
stehende und links durch das ReduzlerStüdi 23 abgeschlossene Hohlraum 27 des Rohres
21 erstreckt sich innerhalb des mit entspanntem Dampf erfüllten Dehnungsrohres 20
von außen bis in die Nähe des Danipfeinlaßv entils .4.. In ihm liegt der aus Holz
bestehende Teil 16 des das Dampfeinlaßventil-i verstellenden Gliedes gegen Feuchtigkeit
ge-
schützt. Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist dieselbe wie die der
Einrichtung de Heizkörpers nach Abb. i.