DE72373C - Photographische Camera, welche als Guckkasten benutzt werden kann - Google Patents

Photographische Camera, welche als Guckkasten benutzt werden kann

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DE72373C
DE72373C DENDAT72373D DE72373DA DE72373C DE 72373 C DE72373 C DE 72373C DE NDAT72373 D DENDAT72373 D DE NDAT72373D DE 72373D A DE72373D A DE 72373DA DE 72373 C DE72373 C DE 72373C
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DE
Germany
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opening
light
film
way
box
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT72373D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. C. KEMPER in Chicago
Publication of DE72373C publication Critical patent/DE72373C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B19/00Cameras
    • G03B19/02Still-picture cameras
    • G03B19/04Roll-film cameras

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Structure And Mechanism Of Cameras (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 57: Photographs.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein in einen Guckkasten verwandelbarer photographischer Apparat, in welchen die auf Filmstreifen hergestellten Bilder später als Transparente betrachtet werden können.
Der Apparat besteht im wesentlichen aus einem lichtdichten Kasten, in welchem sich ein Rollenhalter befindet, welcher bestimmt ist, die lichtempfindlichen Streifen sowohl vor, als nach Aufnahme der Bilder aufzunehmen. Auf der vorderen Seite des Kastens befindet sich eine durch einen Deckel geschlossene Oeffnung mit einer verhältnifsmäfsig schwach vergröfsernden Linse.
In der gegenüberliegenden Wand befindet sich eine zweite Oeffnung mit einem lichtdicht schliefsenden Deckel. Wird der Apparat als photographische Camera verwendet, so bleibt dieser Deckel geschlossen; will man sich aber des Apparates als Guckkasten bedienen, so wird der Deckel entfernt, so dafs die Bilder im durchscheinenden Licht betrachtet werden können.
Fig. ι ist eine perspectivische Ansicht der neuen Vorrichtung.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie 2 der Fig. 1.
Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie 3 der Fig. 2.
Fig. 4 ist eine perspectivische Ansicht eines .Rollenhalters, der den Rückentheil sowie einen Theil der Seitenwandung des Deckels bildet.
Fig. 5 zeigt einen Schirm, der beim Photographiren das Bild begrenzt.
Fig. 6 ist die Ansicht einer der Spulen oder Rollen mit einem daran befestigten Filmstreifen.
A ist der den Apparat enthaltende Kasten, welcher mitten in seiner Vorderseite A1 mit einer Oeffnung t versehen ist. In die Oeffnung t ist eine Linse t1 eingesetzt. Aufsen an der vorderen Wandung A1 befindet sich eine Platte n> mit einer kleinen Oeffnung jp1. Die Platte ist an der vorderen Wand A1 auf einer Seite der Oeffnung t scharnierartig befestigt.
Auf der entgegengesetzten Seite ihres Drehstiftes ist die Platte zu einer Handhabe ji>2 ausgebildet. Die Platte w kann aus der in Fig. ι in ausgezogenen Linien gezeichneten Stellung, in welcher ihre Oeffnung n>^ mit der Achse der Linse zusammenfällt, in die in derselben Figur punktirte Stellung herabgeschoben werden. Auf der inneren Seite der Vorderwand Ax befindet sich ein Schlitzschieber s. Dieser sitzt auf dem Stift r, der sich durch eine Oeffnung in A1 hinein erstreckt. Am Stift aufserhalb A1 befindet sich ein Kopf r1 mit einer Klinke r2. Aufsen an der Kopfseite Ä1 des Gehäuses befindet sich eine andere federnde Klinke q, die normal bis in die Bahn des freien Endes der Klinke r2 ragt und mit zwei Verstärkungen oder Ansätzen q1 q2 vesehen ist, welche mit der Klinke in Eingriff kommen.
Im Gehäuse befindet sich eine Feder p, deren eines Ende mit dem Schieber s und deren anderes Ende mit der Seitenwand A3 des Gehäuses verbunden ist. Die Feder ρ ist bestrebt, den Schieber an der Seite Aa des Gehäuses festzuhalten.
B ist der Spulen- oder Rollenhalter; derselbe ist in Nuthen geführt.
B1B2 sind Rollen oder Spulen, deren jede an einem Ende mit einem Kopfe / versehen, am anderen Ende aber zur Bildung von Drehzapfen abgesetzt ist (Fig. 6).
Wird der Apparat zur Aufnahme verwendet, so wird der Spulenhalter aus seinem Gehäuse entfernt und die Rollen B1B2 zurückgezogen, so dafs die Zapfen aus den Oeffnungen A:1 austreten. Ein Ende eines Streifens lichtempfindlicher Film D wird in die Spalte der
Rolle B2 eingeführt, und hierauf wird der Streifen auf die Spule gewunden. Das freie Ende des Streifens der Film wird dann in die Spalte der anderen Spule B1 gesteckt. Alsdann werden die Spulen zurückgeschoben.
C ist ein mit centraler Oeffnung h versehener Schirm. Derselbe wird am besten aus federndem Metallblech gestanzt, und zwar so, dafs an den vier Ecken ein Streifen angeschnitten und auswärts gebogen ist, wie Fig. 5 zeigt.
Es entstehen auf diese Weise an den Ecken die vier Federn h1. Nachdem ein Streifen lichtempfindlicher Film in den Rollenhalter in der beschriebenen Weise eingeführt worden, schiebt man den Schirm C in die Nuthen i il des Rollenhalters hinein, so dafs seine Rückseite sich an die gespannte Film legt. Die Eckfedern h1 dringen in die Nuthen i i1 hinein und üben ihre Wirkung auf die durch die Seiten der Nuthen gebildeten Ansätze aus, in der Weise, dafs der Schirm mit dem lichtempfindlichen Band jederzeit in Berührung steht.
Obere und untere Leisten g verhindern das Licht, um die obere und untere Kante des Schirmes C herum bis zum Band zu dringen, und die Nuthen i i1 bieten ihrerseits den Seitenkanten des Lichtschirmes ähnlichen Schutz.
Ist ein lichtempfindlicher Streifen im Rollenhalter ausgespannt, so wird der Schieber nach der Seite A* hin verschoben, indem hierzu die Klinke r'2 mit dem Ansatz q2 des federnden Verschlusses q in Eingriff gebracht wird. Während der Verschiebung des Schiebers von As nach A^ mufs der Finger vor die Oeffnung t gelegt werden, um durch diese nicht Licht eindringen zu lassen. Nun wird der Verschlufsschieber w in die in ausgezogenen Linien gezeichnete Stellung (Fig. 1) gedreht, wodurch der Apparat zur Aufnahme bereit gemacht wird.
Man drückt die Verschlufsfeder q nieder; hierdurch wird die Klinke r- vom Ansatz q'2 gelöst und der Schieber s wird durch die Wirkung der Feder ρ nach As gezogen. Während nun der Schieber s auf diese Weise von einer Seite zur anderen gleitet, fällt während eines kurzen Zeitraumes sein bogenförmiger Schlitz s1 mit der Oeffnung t zusammen und es findet Belichtung statt.
Anfangs wird das gesammte lichtempfindliche Band, wie Fig. 2 zeigt, auf die Spule B2 gerollt. Nach der Aufnahme dreht man jedoch die Spule B1 und windet auf dieselbe einen Theil des Bandes, welcher der Länge der Oeffnung h des Lichtschirmes entspricht, auf, damit ein weiterer Theil des Bandes zu neuer Aufnahme bereit steht. In dem Mafse, als die Rolle B1 an Durchmesser zunimmt, wird der Schirm C auf jener Seite mehr und mehr vorwärts gedrückt, wobei der Widerstand der Feder h1 überwunden wird.
Während andererseits der Durchmesser der Rolle B'2 immer geringer wird, veranlafst die Spannkraft der Federn h1 den Schirm, auf dieser Seite immer mehr und mehr zurückzutreten. Auf diese Weise ist stets um die Oeffnung h herum ein »lichtdichter« Verschlufs hergestellt, während der Schirm dabei gleichzeitig zur gehörigen gleichmäfsigen Spannung der Film beiträgt.
Der Filmstreifen kann von beliebiger Länge sein und von einem Ende bis zum anderen mit Negativen bedeckt sein. Ist auf diese Weise das gesammte Band verbraucht, so wird es aus dem Gehäuse herausgenommen und in der üblichen Weise entwickelt. Sodann werden die Bilder auf ein anderes ähnliches (ebenfalls durchscheinendes) Band copirt. Das zweite Band wird nun an Stelle des ersten Bandes in der gleichen Weise auf die Spulen gewunden. Alsdann entfernt man den Deckel m1 aus der hinteren Wandung des Kastens, und die Platte w wird in die punktirte Stellung (Fig. 1) gedreht. Man bringt dabei die Klinke r2 mit dem Ansatz ql der Feder q in Eingriff, so dafs der Schlitz s1 mit der Oeffnung t vor der Linse zusammenfällt. Durch die Oeffnung t erblickt man nun die transparenten Photographien, die man durch Drehung der Spulen der Reihe nach vor sich vorübergehen lassen kann, wobei die Linse dieselben vergröfsert.
Soll der Apparat als Guckkasten verwendet werden, so würde die Oeffnung w1 der besagten Scheibe vv zu klein sein, um eine Besichtigung der Bilder zu gestatten. Aus diesem Grunde ist n> drehbar, so dafs sie nach Wunsch zur Seite geschoben werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine als Guckkasten zu benutzende photographische Camera, bestehend aus einem lichtdicht verschliefsbaren Gehäuse mit einer mit Linse (tl) und Verschlufs versehenen Belichtungsöffnung (t) und einer dieser Oeffnung gegenüberliegenden, bei der Aufnahme lichtdicht verschliefsbaren Oeffnung fm) zum Einlassen von Licht beim Reproduciren, dadurch gekennzeichnet, dafs der hintere Theil des Gehäuses durch einen abnehmbaren Rollenhalter gebildet wird, an welchem die den Film bezw. die transparenten Bilder tragenden Rollen derartig gelagert sind, dafs sie von aufsen gedreht und somit der Film bezw. die Bilder durch das Lichtfeld bewegt werden können, während ein Rahmen (C) federnd gegen die beiden Rollen so geprefst wird, dafs er einen fortwährenden Lichlabschlufs gegen den hinteren Theil der Kammer bewirkt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT72373D Photographische Camera, welche als Guckkasten benutzt werden kann Expired - Lifetime DE72373C (de)

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