DE722682C - Verfahren zur Herstellung von gruenen keramischen Dekoren, insbesondere Unterglasuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gruenen keramischen Dekoren, insbesondere Unterglasuren

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DE722682C
DE722682C DED72019D DED0072019D DE722682C DE 722682 C DE722682 C DE 722682C DE D72019 D DED72019 D DE D72019D DE D0072019 D DED0072019 D DE D0072019D DE 722682 C DE722682 C DE 722682C
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beryllium
oxide
chromium
green ceramic
color bodies
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DED72019D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/0009Pigments for ceramics

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von grünen keramischen Dekoren, insbesondere Unterglasuren Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von grünen keramischen Dekoren, insbesondere Unterglasuren, gemäß welchem aus Chromoxyd und Berylliumoxyd bestehende Farbkörper verwendet werden, ,die durch Erhitzen eines Gemisches von Chromoxyd und Beryll:iumoxyd, das auf etwa i Mol Berylliumoxyd etwa o,o5 bis o,2 Mol Chromoxyd und gegebenenfalls noch Aluminiumoxyd oder Kieselsäure enthält, auf Glühtemperaturen von z. B. iloo bis i5öo°, vorzugsweise i2oo bis 1450°, entstanden sind und gegebenenfalls durch Auswaschen gereinigt worden sind-.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, Farbkörper durch Glühen von Mischungen von Oxyden zweiwertiger und dreiwertiger Metalle herzustellen und die so erhaltenen Erzeugnisse für die Herstellung von Dekoren zu verwenden. Hierbei wurde,der Standpunkt vertreten, daß man auf Kombinationen von Spinellstruktür, wie z. B. Co O # Cr, 03, Fe O # Cr, 0, Co O # Ale 0, Fe O # Ale 0, hinarbeiten müsse, also den Herstellungsvorgang nach Versatz und Brennweise so wählen müsse, daß möglichst weitgehende Spinellbildung und bei komplizierten Fanbkörpern möglichst vollkommene Mischkristalibildung erreicht werde, was am sichersten auf dem Wege molekularer Verteilung der Farbkörperkomponenten erreicht werde. Durch das Hinarbeiten auf Spinelle sollten Farbkörper erzielt werden, welche in bezug auf Farbe und Konturen bessere und schönere Dekore liefern als unvollständig umgesetzte Farboxydkombinationen (vgl. die Veröffentlichung von K r a u s e und T h i e 1, Berichte der Deutschen keramischen Gesellschaft, März 1934, S. i i i bis I27.
  • Die vorliegende Erfindung beruht demgegenüber auf der Erkenntnis, daß man grüne Farbkörper von ausgezeichneten Eigenschaften und sehr schönen reinen Farbtönen dadurch erhalten kann, daß man zwei ganz :bestimmte Oxyde, nämlich Berylliumoxyd und Chromoxyd, in den oben angegebenen Verhältnissen innig mischt, die Mischungen glüht und gegebenenfalls durch Auswaschen reinigt. Bei Anwendung von Berylliumoxyd und Chromoxyd, welche Kombination in der vorstehend angegebenen Veröffentlichung nicht erwähnt ist ist man, wie gefunden wurde, nicht darauf angewiesen, die Verhältnisse und die Arbeitsbedingungen so zu- wählen, daß einheitliche Erzeugnisse, z. B. solche von Spinellstruktur, entstehen. Hierdurch wird der Vorteil erzielt, daß man die Mengenverhältnisse der Ausgangsstoffe innerhalb der angegebenen Grenzen nach Belieben ändern und hierdurch Erzeugnisse erzielen kann, welche die jeweils gewünschten Farbtönungen liefern. Alle diese Farbkörper besitzen ausgezeichnete Eigenschaften, insbesondere mit Bezug auf Feuerfestigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Einwirkungen von Schmelzen und liefern einwandfreie rein grüne Dekore. Erzeugnisse mit geringeren Chromoxydgehalten liefern z. B. zartrüne, Erzeugnisse mit größeren Chromoxydgelialten leuchtend grüne reine Farbtöne.
  • An Stelle oder neben Berylliumoxyd und/ oder Chromoxyd kann man auch BeryIliuniverbindungen, wie z. B. Berylliumhydroxyd, Berylliumnitrat oder Berylliumsilikat, oder Chromverbindungen, wie z. B, Chromsäure, Chromnitrat oder Bichromate, anwenden. In gegebenen Fällen kann man auch durch Ver-«-endung oder Mitv erwendung von natürlichen Berylliumverbindungen, z. B. von Beryll, grüne Farbkörper von .einwandfreier Beschaffenheit erhalten.
  • Bei Verarbeitung reiner Oxyde erhält man Glüherzeugnisse, die nach üblicher Vermahlung ohne weiteres verwendbar sind. Bei Verarbeitung unreiner Ausgangsstoffe oder von Verbindungen, die bei Durchführung des Brennvorgangs störende Nebenerzeugnisse zu liefern vermögen, hat es sich zumeist als zweckmäßig erwiesen, die Glüherzeugnisse nach Zerkleinerung zu reinigen, z. B. durch Auswaschen.
  • Den Mischungen der berylliumhaltigen und Chromhaltigen Ausgangsstoffe können auch noch Aluminiumoxyd oder Kieselsäure zugefügt werden.
  • Durch Mitv erwendung dieser Zusatzstoffe kann man die Eigenschaften der Farbkörper beeinflussen und die Enderzeugnisse gegebenenfalls verbilligen. Die anwendbaren Zusatzstoffe und die Mengenverhältnisse können durch Vorv ersuche leicht ermittelt werden. Die '.l,litverwendbarlceit dieser Zusatzstoffe war nicht vorauszusehen. Es ist z. B. bekannt, daß Gemische von Chromoxyd und Tonerde durch Glühen Erzeugnisse ergeben, die bei höheren Clironioxydgehalten schmutziggrüne Farbtöne und bei geringen Cliromoxydgelialten rötliche Farbtöne zeigen. Durch Mitverarbeitung von Berylliumoxyd in geeigneten Mengenverhältnissen erhält man demgegenüber Farbkörper von einwandfreier griiner Farbe.
  • Es können erfindungsgemäß z. B. Farbkörper verwendet werden, die durch Glühen von Mischungen erhalten sind, die Be0, Cr.03 und A103 in folgenden Molverhältnissen enthalten 1,o Be0 # 0,05 Cr. 03 # 0,95 Al. 0,3 bis 1,o Be0 # o,4. Cr. 03 # o,6 Al. 03. Diese Mischungen besitzen etwa folgende prozentuale Zusammensetzungen:
    19 bis 170'o Be0,
    75 - 4201o A1203,
    6 - 41 0;o Cr203.
    Der Brennvorgang kann z. B. derart durchgeführt werden, daß Sinterungen stattfinden. Als Brenntemperaturen kommen i ioo bis i5oo°, vorzugsweise 12oo bis 145o°, in Betracht.
  • Die erfindungsgemäß verwendeten Farbkörper sind durch hohe Feuerbeständigkeit, schöne Farbtöne, große Leuchtkraft und Beständigkeit gegenüber der Einwirkung geschmolzener Silikate (Glasbestandteile) ausgezeichnet. Sie können z. B. in der Porzellan-oder Steingutindustrie, `vorzugsweise als Unterglasurfarben für Dekoration von Porzellan, Steingut o. dgl., Verwendung finden. Beispiele i. Eine innige Mischung von 50-. reinem fein verteiltem Berylliumoxyd und 50g fein verteiltem Chromoxyd wird bei 14.20° geglüht.
  • 2. Eine innige feinpulverige Mischung von 25 g Berylliumoxyd, 28g Chromoxyd und 72g Tonerde wird etwa 2 Stunden lang bei 1300° geglüht.
  • 3. ioo g fein gepulverter Beryll werden mit 30,9 Natriumchromat innigst gemischt, die Mischung bei 1200` 3 Stunden gebrannt und das Glüherzeugnis nach Zerkleinern gut ausgewaschen. .

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von grünen keramischen Dekoren, insbesondere Unterglasuren, unter Verwendung von aus Chromoxyd und Berylliumoxyd bestehenden Farbkörpern, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch von Chromoxyd und Berylliumoxy d, welches auf etwa i Mol Berylliumoxyd etwa 0,05 bis 0.2 Mol Chromoxyd und gegebenenfalls noch Aluminiumoxyd oder Kieselsäure enthält, auf Glühtemperaturen von z. B. iioo bis i5oo°, vorzugsweise i2oo bis 14.5o°, erliitzt und gegebenenfalls durch Auswaschen gereinigt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Farbkörper verwendet werden, welche durch Glühen von lischungen entstanden sind, die etwa 23 bis 551/o Cr=03 auf etwa 4.5 bis 77°;° Be0 enthalten.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Glüherzeugnisse von etwa folgender molekularer Zusammensetzung verwendet werden: 1,o Be0 # o,o5 Cr203. o,95 A1.,0; bis 1,o Be0. o,4. Cr203. o,6 A1..03. Verfahren zur Herstellung von grünen keramischen Dekoren, dadurch gekennzeichnet daß Farbkörper verwendet werden, welche gemäß den Ansprüchen z bis 3 mit der Maßgabe hergestellt wurden, .daß an Stelle oder neben Berylliumoxyd Berylliumverhindungen, wie z. B. Berylliumhydroxyd, Berylliumnitrat, Berylliumsilikat oder natürliche Berylliumverbindungen, z.. B. Beryll, und/oder .an Stelle oder neben Chromoxyd Chromverbindungen, wie z. B. Chormsäure, Chromnitrat, Bichromate, verwendet werden.
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