DE716508C - UEberspannungsableiter mit Widerstandskoerper und Funkenstrecke - Google Patents

UEberspannungsableiter mit Widerstandskoerper und Funkenstrecke

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Publication number
DE716508C
DE716508C DES107380D DES0107380D DE716508C DE 716508 C DE716508 C DE 716508C DE S107380 D DES107380 D DE S107380D DE S0107380 D DES0107380 D DE S0107380D DE 716508 C DE716508 C DE 716508C
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DE
Germany
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surge arrester
pressure
resistance body
housing
spark gap
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Expired
Application number
DES107380D
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English (en)
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Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE716508C publication Critical patent/DE716508C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01TSPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
    • H01T1/00Details of spark gaps
    • H01T1/14Means structurally associated with spark gap for protecting it against overload or for disconnecting it in case of failure

Landscapes

  • Thermistors And Varistors (AREA)

Description

  • Überspannungsableiter mit Widerstandskörper und Funkenstrecke Die Erfindung bezieht sich auf einen überspannungsableiter mit Funkenstrecke, dessen Gehäuseinneres in zwei Räume unterteilt ist, von denen der eine besonders druckfest ausgebildet ist. Die bekannten überspannungsableiter dieser Art haben den Nachteil, daß der druckfeste Raum für den vollen, beim Ansprechen des Ableiters auftretenden Überdruck bemessen werden muß.
  • Es ist zwar ferner an sich bereits vorgeschlagen worden, die Isoliergehäuse von Überspannungsableitern derart mit einem Boden auszurüsten, daß bei einem Überdruck im Gehäuse der Boden mit der an ihm befestigten Erdleitung abfällt. Größere Isoliergehäuse sind aber bei dieser Befestigung des Bodens noch nicht gegen Zerstörtwerden geschützt bei solchen Drücken, die bei hohem Erdschlußstrom rasch eine beträchtliche Höhe erreichen und eine brisante Sprengwirkung zur Folge haben. Ist dabei der überspannungsableiter mit einer Bruchsicherung, insbesondere in Gestalt eines mit dem Isoliergehäuse aus einem einzigen Materialstück bestehenden Abschlußbodens geringer Festigkeit versehen, so muß zur Erreichung einer wirksamen Entlastung die Bruchsicherung so schwach sein, daß die Gefahr besteht, daß sie schon beim Transportieren oder bei der Montage zerstört wird. Zur Vermeidung dieser Gefahr ist eine gewisse Bodenstärke erforderlich, die nicht unterschritten werden darf. Daraus würde sich bei dem bekannten überspannungsableiter die Notwendigkeit ergeben, die Wandungen des ganzen Gehäuses stärker zu machen, als es aus mechanischen Gründen erforderlich wäre.
  • Demgegenüber wird nun der Innenraum des Isoliergehäuses, wie es auch schon bei Überspannungsableitern ohne abfallenden Boden bekannt ist, so unterteilt, daß nur ein Teil des Gehäuses oder ein besonderer Einsatz so stark ausgeführt wird, daß er den bis zum Absprengen des Bodens sich entwickelnden Überdruck aufzunehmen imstande ist. Die Erfindung besteht dann darin, daß der besondere druckfeste Raum, welcher mindestens einen Teil eines mit der Funkenstrecke in Reihe liegenden Widerstandskörpers enthält, bis an die Außenfläche des Gehäuses heranreicht und an dieser Stelle durch eine an sich bekannte Bruchsicherung in Gestalt eines Bodens von geringerer Druckfestigkeit abgeschlossen ist, während der andere Raum mit dem erstgenannten überhaupt nicht oder nur durch kleinere Strömungsquerschnitte ver- Bunden ist. Der durch den druckfest ausgebildeten Raum aufgenommene Hauptdruck entsteht dabei z. B. an der Stelle. an der
    eines der Ableiterelemente, z. B. der Wider-
    s eng tandskörper, n umgeben van wird. der Die Wandung in dem des engen Gehäus Spa -1
    zwischen Ableiterelement und Wandung btfindliche Luft wird durch die ein Ableiterelement entwickelte Stromwärme rasch erhitzt, und es wird damit ein plötzlicher starker Druck gebildet, der dem Isoliergehäuse gefährlich werden kann, wenn nicht die Entlastung durch Abfallen des Abschlußbodens erfolgen würde. Der druckfest ausgebildete Raum, in dem das Ableiterelement angeordnet ist, braucht hierbei nicht für den vollen, beim Ansprechen des Ableiters auftretenden Cberdruck bemessen zu werden, da beim L'Iberschreiten einer bestimmten Druckhöhe die Entlastung durch Abfallen des Abschlußbodens erfolgt.
  • ',Mach einer weiteren Erfindung kann die Anordnung so getroffen werden, daß sich in dem aus keramischem Werkstoff bestehenden Isoliergehäuse eine Querwand befindet und daß von den beiden durch die Querwand getrennten Räumen der eine durch den bei Überdruck abfallenden Boden abgeschlossen ist, im übrigen aber besonders starke Wandungen besitzt und von dem in ihm enthaltenen Teil des Widerstandskörpers nahezu ganz ausgefüllt ist, während der andere Raum die übrigen Elemente des Ableiters enthält, welche ihn aber nur teilweise ausfüllen. Hierdurch wird das aus keramischem Werkstoff bestehende Isoliergehäuse des Überspannungsableiters in einer besonders vorteilhaften Weise von dem durch die auf den auftretenden Kurzschluß- oder Erdschlußstrom zurückzuführende Erhitzung der Widerstandskörper und die dadurch verursachte Gasentwicklung entstehenden Überdruck entlastet, so daß das Isoliergehäuse zum größten Teil mit verhältnismäßig geringer Wandstärke ausgeführt werden kann, ohne daß die Gefahr besteht, daß der Isolierkörper zersprengt wird.
  • Eine andere erfindungsgemäße Möglichkeit, einen druckfesten Raum im Isoliergehäuse so zu schaffen, daß das Isoliergehäuse mindestens zum größten Teil verhältnismäßig dünnwandig ausgeführt werden kann, besteht darin, daß ein im Isoliergehäuse angeordnetes, oben fest verschlossenes Rohr aus Hartpapier oder einem ähnlichen druckfesten Isolierstoff vorgesehen wird, das unten durch den bei überdruck abfallenden Boden verschlossen ist und einige oder alle Elemente des Überspannungsableiters enthält. Da das Hartpapier o. dgl. gegenüber dem spröden keramischen Werkstoff, insbesondere Porzellan, des Isoliergehäuses größere Festigkeit und eine gewisse Elastizität besitzt, so vermag ein aus einem derartigen Isolierstoff bestehender rohrförmiger Körper Formänderungsarbeit auf-
    zunehmen, ohne zersprengt zu -werden.
    # Werden hierbei sämtliche aktiven Teilu d(s
    nerspannungsableiters, also auch die Fun-
    kenstrecke, von dem i-iartpapierronr umscniossen, so schützt das Hartpapierrohr das Isoliergehäuse auch in vorteilhafter Weise gegen die Einwirkungen eines an der Funkenstrecke etwa auftretenden Lichtbogens, während die Lichtbogenhitze ohne Anbringung eines Hartpapierrohres unmittelbar auf den keramischen Werkstoff einwirken und dadurch die Widerstandsfähigkeit desselben gegen inneren L'berdruck herabsetzen würde.
  • In den zig. i bis 3 sind Ausführungsbeispiele nach der Erfindung dargestellt.
  • In den Figuren ist das aus kerainischein .Material bestehende Isoliergehäuse des Überspannungsableiters mit io bezeichnet. Das Isoliergehäuse wird oben durch eine Metallkappe i i abgeschlossen, die die eine Elektrode 12 der zum überspannungsableiter gehörenden Funkenstrecke trägt. Nach Fig. i ist der untere Teil des Isoliergehäuses als druckfester Raune mit verstärkter Wandung ausgebildet und dieser Raum gegen den übrien Raum im Gehäuse durch einen starken' Zwischenboden 13 abgeschlossen. Der dl;uckfeste Raum ist von einem `fei. 14 des Widerstandskörpers nahezu ganz ausgefüllt. In dem über dem druckfesten Raum befindlichen weiteren Raum des Isoliergehäuses befindet sich der andere Teil 15 des Widerstandskörpers mit der zur Funkenstrecke gehörenden zweiten Elektrode 16. Der druckfeste Raum des Isoliergehäuses «-ird unten durch den mit der Anschlußklemme i,- versehenen Boden i S abgeschlossen. Der Boden ist mittels der Schraubenbolzen i9 und 2o an dem Sockel 21 des Isoliergehäuses i o befestigt, der von zwei U-Eisen 2- und 23 getragen wird. Der Boden ig ist ferner mit einer kreisförmigen Einkerbung 2q. versehen, so daß bei einem Überdruck im Druckraum des Isoliergehäuses der mittlere Teil des Bodens herausgebrochen wird und mit der an der Anschlußklemme 17 befestigten Erdleitung abfällt.
  • In Fig.2 ist das aus Löschfunkenstrecke und Widerstandskörper bestehende Ableiterelement 25 innerhalb des Isoliergehäuses io in einem Hartpapierrohr 26 angeordnet, das oben durch die metallene Kappe 27 fest abgeschlossen ist. Die .Metallkappe trägt die andere Elektrode 16 der Funkenstrecke und ist mit dem Ableiterelement 25 leitend verbunden. Das in den Sockel 2 i eingesetzte Hartpapierrohr 26 wird unten durch den Boden iS abgeschlossen, der wie in Fig.i mit Schraubenbolzen 19 und 2o am -Sockel zi befestigt und mit einer Einkerbung 2:1 versehen ist.
  • In Fig.3 sind alle Elemente des Überspännungsableiters, d. b. Widerstandskörper 25 und Funkenstrecke mit den Elektroden 12 und 16 im Hartpapierrohr 26 angeordnet.
  • Um das Abreißen des Bodens vom Gehäuse zu beschleunigen und damit den Erdschlußstrom durch Fortschleudern der `Er dleitung möglichst rasch zu unterbrechen, kann erfindungsgemäß die Druckbildung im druckfesten Raum des _ Isoliergehäuses dadurch unterstützt werden, daß man in diesem Raum eine Substanz, z. B. ein schwachwirkendes Schwarzpulver, vorsieht, aus der bei Erwärmung eine größere Menge Gas entwickelt wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Überspannungsableiter mit Widerstandskörper und Funkenstrecke, dessen Gehäuseinneres in zwei Räume unterteilt ist, von denen der eine besonders druckfest ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der besondere druckfeste Raum, welcher mindestens einen Teil eines mit der Funkenstrecke in Reihe liegenden Widerstandskörpers enthält, bis an die Außenfläche des Gehäuses heranreicht und an dieser Stelle durch eine an sich bekannte Bruchsicherung in Gestalt eines Bodens von geringerer Druckfestigkeit abgeschlossen ist, während der andere Raum mit dem erstgenannten überhaupt -nicht oder nur durch kleinere Strömungsquerschnitte verbunden ist.
  2. 2. Überspannungsableiter nach Anspruch i., dadurch gekennzeichnet, daß sich in dem aus keramischem Werkstoff bestehenden Isoliergehäuse eine Querwand befindet und daß von den beiden durch die Querwand getrennten Räumen der eine durch den -bei Überdruck abfallenden Boden abgeschlossen ist, im übrigen aber besonders starke Wandungen besitzt und von dem in ihm enthaltenen Teil des Widerstandskörpers nahezu ganz ausgefüllt ist, während der andere Raum die übrigen Elemente des Ableiters enthält, welche ihn aber nur teilweise ausfüllen (Fig. i).
  3. 3. Überspannungsableiter nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein im Isoliergehäuse angeordnetes, oben fest verschlossenes Rohr aus Hartpapier oder einem ähnlichen druckfesten Isolierstoff, das unten durch den bei Überdruck abfallenden Boden verschlossen ist und einige oder alle Elemente des überspannungsableiters enthält (Fig. 2 und 3). Überspannungsableiter nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Substanz im Druckraum des Gehäuses, die . zur Steigerung des Druckes bei Erwärmung eine große Gasmenge cnt@yickelt.
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