DE716112C - Biegungsfeder - Google Patents
BiegungsfederInfo
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- DE716112C DE716112C DER97253D DER0097253D DE716112C DE 716112 C DE716112 C DE 716112C DE R97253 D DER97253 D DE R97253D DE R0097253 D DER0097253 D DE R0097253D DE 716112 C DE716112 C DE 716112C
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Links
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16F—SPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
- F16F1/00—Springs
- F16F1/02—Springs made of steel or other material having low internal friction; Wound, torsion, leaf, cup, ring or the like springs, the material of the spring not being relevant
- F16F1/18—Leaf springs
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Springs (AREA)
Description
Die Erfindung ^erstrebt eine Verbesserung
der auf Biegung beanspruchten Federn, insbesondere der Blattfedern, indem durch Vorbehandlung
und Gestaltung des Federquer-Schnitts einmal die unter der Belastung auftretenden
Zug- [und Druckdauierbiegungsbeanspirachungen
in ihren Größen den entsprechenden zulässigen Werkstoffwerten angepaßt werden, und weiterhin durch Einbringung von Vorspannungen
in die. durch das äußere Biegungsmoment am höchsten beanspruchten Randfasern des Federquerschnitts mit einer den
dort auftretenden Belastungsspannungen entgegengesetzten Größe die zulässige tatsächliche
Belastungsfähigkeit der Biegungsfedern zu steigern bei größter Sicherheit und höchster
Lebensdauer.
Die Ergebnisse bekannter Festigkeitsuntersuchungen zeigen, daß für den gleichen Werkstoff
bei der für Biegungsfedern zugrunde zu legenden Dauerbeanspruchung die im Quer
schnitt der gebogenen Feder auftretenden Druckspannungen erheblich größer sein dürfen
als die größten Zugspannungen. Diese Tatsache ist darin begründet, daß die reine
Dauerfestigkeit gegenüber einer Druckbeanspruchung bei Federwerkstoffen höher liegt
- als gegenüber einer Zugbeanspruchung, ferner daß die -bei Dauerbeanspruchung auf die zulässigen
Spannungsgrößen vermindernd einwirkenden Einflußzahlen der Oberflächenbeschaffenheit
der Feder und der Werkstoffkerbempfindlichkeit der Druckbeanspruchung gegenüber im allgemeinen wesentlich kleiner
sind als gegenüber der Zugbeanspruchung. Diese Erkenntnisse haben bereits zur Ausbildung
von Federblattquerschnitten geführt, bei denen bei der üblichen, rein elastischen
Beanspruchung die Zugspannungen kleiner sind als die Druckspannungen, indem in dem
Federquerschnitt die neutralen Fasern von der gezogenen Randschicht einen kleineren
Abstand hatten als von der auf Druck beanspruchten Randschicht.
Zur Erhöhung des Arbeitsvermögenseiner
Blattfeder wurde ferner bereits ein anderer Weg beschriften, indem Biegungsfedern eine
Belastung durch eine Vorbehandlung von einer solchen Größe erfuhren, daß in den Randschichten
des Federquerschnitts bis zu einer gewünschten Eindringtiefe die Fließgrenzenspannung
überschritten wurde, somit eine Kaltverformung der Randscbichten eintrat. Nach Wegnahme der zugehörigen Belastung
verblieben in den Randfasern Eigenspannungen, die den. Spannungen aus der betriebsmäßigen
Belastung entgegengesetzt sind. Die aus der äußeren Belastung der Feder herrührenden
Spannungen können nun um die in den Randschichten vorhandenen Eigenspan-
*) Van dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Theo Held in Düsseldorf und Dipl.-Ing. Theo CIeff in Krefeld.
nungen vergrößert werden, ohne daß hierdurch die tatsächlichen Spannungen in den Rand
zonen sich erhöhen. Dieses bekannte Mittel der Spannungsminderung durch Einbringung
entgegengesetzter Vorspannungen wurde zur Erzielung gleich hoher Vorspannungen in
beiden Randschichten bisher nur bei Federblattquerschnitten zur Anwendung gebracht,
bei denen die neutralen Fasern gleiche Abstände von den Randfasern hatten.
Der Erfindungsgedanke besteht darin, aus unter Vorspannung stehenden Biegungsfedern
die größtmögliche Werkstoffatisnutzung herauszuholen, indem in den Randfasern des
Federquerschnitts Vorspannungen erzeugt werden, deren Richtungen entgegengesetzt den
eigentlichen Betriebsspannungen sind, wobei der Federquerschnitt so gestaltet ist, daß sich
die tatsächlichen Betriebszug- und -druck-Spannungen zueinander verhalten wie die
Dauerfestigkeiten auf Zug und Druck des Federbaustoffes. Durch Vorbehandlung der
Feder werden in dem Querschnitt zunächst Eigenspannungen erzeugt, die in den gedrückten
und gezogenen Randschichten durch eine entsprechende Wahl der Querschnittsform verschieden
groß sind, deren Werte in den Randschichten etwa den zulässigen Werkstoffwerten entsprechen, die für die Zug- und
Druckseite verschieden sind. Da der Querschnitt der Biegungsfeder so zu gestalten ist,
daß· auf der Zug- und Druckseite die jeweils höchstzulässigen Vorspannungen und tatsächlichen
Belastungsspannungen nach Möglichkeit erreicht werden sollen, ergibt sich je nach der Einzelgröße dieser gegebenen Werte
eine unterschiedliche Lage der neutralen Fasern, Jedenfalls muß aber der Abstand
der höchstgespannten Druckfasern von den neutralen Fasern ein kleinerer sein als der
Abstand der höchstgespannten Zugfasern von den neutralen Fasern, und zwar um mindestens
80/0.
An Hand eines Ausführungsbeispiels sei der Erfindungsgedanke nochmals erläutert.
Die Abb. 1 zeigt in Ansicht eine an Fahrzeugen allgemein übliche, als Blattfeder ausgebildete
Tragfeder.
Die Abb. 2 gibt den Querschnitt nach der Schnittlinie 2-2 stark vergrößert wieder.
Die Abb. 3 zeigt einen anders gestalteten Blattfederquerschnitt, zu dem an Hand der
Abb.. 4 die Spannungen erläutert werden. Der in Abb. 3 dargestellte Blattfederquerschnitt
ist in der Zughälfte beiderseits ausgenommen, so daß die neutralen Fasern
N ~· — Ν einen größeren Abstand e, von der
Grenzschicht der Zugseite haben als von der Grenzschicht der Druckseite. Der Abstand
der höchstgespannten Druckfasern von den neutralen FasernN~·-Ν ist mit e-d bezeichnet.
Die Eigenspannungen in dem Querschnitt seien durch Kaltverformung hervorgerufen.
Die Größen und Richtungen der Spannungen sind beiderseits der Nullinie A — · — Ä aufgetragen.
Die durch die Vorbehandlung sich ergebenden Eigenspannungen sind erkennbar aus dem Linienzug BC O' C B' in Verbindung
mit der Nullinie A — · — Ä. Die diese Spannungen
darstellende Fläche ist schraffiert. Die in den Randschichten verbleibenden Spannungen
A B und A' B' sind in diesem Fall den durch die Betriebsbelastung hervorgerufenen
Spannungen entgegengesetzt. Die in Abb. 1 dargestellte Feder wird bekanntlich in der
Mitte am Bund unterstützt und an den beiden Federenden belastet, so daß sich in der oberen
Hälfte jedes Federblattes Zugspannungen und in der unteren Hälfte Druckspannungen
ergeben. Die Betriebsbelastung bewirkt Span- 8«
nungen, die sich über den Querschnitt gemäß der von dem Linienzug B C O' C B'
und D E E'D' eingeschlossenen Fläche verteilen.
Bei Betrachtung der Randschichten zeigt sich, daß die in diesen verbleibenden Eigenspannungen
A B bzw. A' B' in einer bestimmten Gesetzmäßigkeit mif dem Abstand des betreffenden
Randes des Quei'schnitts von den neutralen Fasern N — · — N anwachsen. Die
der äußeren Belastung entsprechenden Spannungen i?Z> und B' D! in den Randschichten
sind direkt verhältnisgleich den Abständen^ ' und ea der Randschichten von den neutralen
Fasern, jedoch ist die höchste tatsächliche Spannung in den betrachteten Randschichten
bei der größten äußeren Belastung, der die Gesamtspanniing B D und B'D' entsprechen
soll, kleiner, nämlich nur gleich AD und A1D'. Je größer die Vorspannung, desto 1°°
größer kann die Belastung" werden, ohne daß die tatsächlichen Spannungen A D und Ä D'
überschritten werden. Nach Wahl der Lage der neutralen Fasern N — · — N kann also die
Größe der Vorspannung den höchstzulässigen '"5 Werkstoffwerten angepaßt werden und damit
die der äußeren Belastung entsprechende Spannung B D und B'D' auf die höchst erreichbare
Größe gebracht werden, ohne daß die tatsächlichen Spannungen A D und A'D' uo
sich vergrößern und damit die Lebensdauer der Feder gefährden. Weiter wird durch die
Wahl der Lage der neutralen Fasern N — · — N die tatsächliche Beanspruchung des Querschnitts
auf der Zug- und Druckseite entsprechend den Spannungen A D und A' D' in den
Randfasern nach den Erfahrungen der Dauerbeanspruchungsforschung so gestaltet, daß
AD kleiner als A'D' ist und sie sich zueinander
verhalten wie die Dauerfestigkeitszahlen auf Zug und Druck des betreffenden
Federwerkstoffes.
Claims (1)
- Patentanspkuch:
Biegungsfeder, z. B. Tragfeder, dadurch gekennzeichnet, daß bei Schaffung einer der Betriebsspannung !entgegengesetzt gerichteten Vorspannung durch plastische Verformung der Federquerschnitt so gestaltet istr daß die Entfernung der neutralen Faser von der höchstbelasteten Druckfaser wenigstens 80/0 geringer ist als von der höchstbelasteten Zugfaser.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE430616D BE430616A (de) | 1936-09-05 | ||
| DER97253D DE716112C (de) | 1936-09-05 | 1936-09-05 | Biegungsfeder |
| FR846155D FR846155A (fr) | 1936-09-05 | 1938-11-17 | Ressort de flexion |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER97253D DE716112C (de) | 1936-09-05 | 1936-09-05 | Biegungsfeder |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE716112C true DE716112C (de) | 1942-01-13 |
Family
ID=7419728
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER97253D Expired DE716112C (de) | 1936-09-05 | 1936-09-05 | Biegungsfeder |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE430616A (de) |
| DE (1) | DE716112C (de) |
| FR (1) | FR846155A (de) |
-
0
- BE BE430616D patent/BE430616A/fr unknown
-
1936
- 1936-09-05 DE DER97253D patent/DE716112C/de not_active Expired
-
1938
- 1938-11-17 FR FR846155D patent/FR846155A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR846155A (fr) | 1939-09-11 |
| BE430616A (de) |
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