DE70499C - Thürschlofs mit einseitigem Schlüsselloch verschlufs - Google Patents

Thürschlofs mit einseitigem Schlüsselloch verschlufs

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DE70499C
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DE
Germany
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT70499D
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Original Assignee
J. PAVLOVITCH, Geschäftsträger der serbischen Gesandtschaft, in Berlin, Wilhelmstr. 71
Publication of DE70499C publication Critical patent/DE70499C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B17/00Accessories in connection with locks
    • E05B17/14Closures or guards for keyholes

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  • Gates (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 68: Schlosserei.
Das Eigenthümliche der vorliegenden Erfindung besteht darin, dafs beim Abschliefsen des Schlosses von der Innenseite der Thur eine Stahlplatte sich vor dasjenige Schlüsselloch zieht, durch welches der Schlüssel von aufsen eingeführt werden müfste, um in den verschlossenen Raum hineinzugelangen. Dieser Umstand setzt voraus, wie auch schon durch einen flüchtigen Blick auf die Zeichnung sofort erhellt, dafs das äufsere Schlüsselloch und das innere Schlüsselloch gegen einander versetzt, sind, so dafs, wenn auch das äufsere Loch versperrt ist, man doch von der inneren Seite aus den Schlüssel einführen kann.
Die Zeichnung enthält die Darstellung zweier in gewissen Einzelheiten von einander abweichenden Constructionen, und zwar wird die eine Ausführungsform durch die Fig. 1, 2, 3 und 4, die andere durch die Fig. 5 und 6 vor Augen geführt.
Beide Ausführungsformen haben das gemeinsam, dafs das selbstthätige Versperren eines der beiden Schlüssellöcher, und zwar stets nur des äufseren, geschieht, wenn man von innen abschliefst, dafs dagegen beide Löcher offen bleiben, wenn die Thür von der Aufsenseite zugesperrt wird.
Das Schlofs (Fig. 1, 2, 3 und 4) besteht aus einer Anzahl meist bekannter Theile, von. denen besonders erwä'hnenswerth der Riegel a, ferner eine der Zuhaltungen b und der diesem Schlosse allerdings eigenthümliche Schieber c sind. Der Riegel α wird in der bekannten Weise durch den auf ihm festgenieteten Zuhaltungsstift d zu den Zuhaltungen b in solche Abhängigkeit gebracht, dafs nur durch Vermitfelung des Schlüsselbartes e ein Ausheben der Zuhaltung und Weiterschieben des Riegels möglich ist.
Der Schieber c ist von gehärtetem Stahl zu denken und hat den Zweck, vor das nach aufsen führende Schlüsselloch f geschoben zu werden und dasselbe zeitweilig zu versperren. Der Schieber c wird durch den Riegel a in folgender Weise beeinflufst. Von links her schiebt ihn der Riegelkopf α zwangläufig nach rechts. An seiner rechten Seite dagegen wird er durch eine Feder h nachgiebig gedrückt, welche an dem Riegelschaft befestigt ist, so dafs der Schieber c im allgemeinen die Bewegung des Riegels α mitmachen mufs, wenn nicht irgend ein Umstand eintritt, der seinen Gang in der Richtung von rechts nach links aufhält.
Eine der Zuhaltungen b ist mit einem Schwanz i ausgestattet, welcher den Zweck hat, den Schieber c durch Vermittelung des an letzterem befestigten Stiftes k in gewissen Stellungen festzuhalten. Seine Führung findet der Schieber c einerseits durch die beiden Stifte / und m, Fig. 1, welche im Schlofsblech festgenietet sind, andererseits dadurch, dafs die Oberkanten des Schiebers c an der Unterkante des Riegelschaftes α gleiten.
Für die Erklärung des Gebrauchs und der Wirkungsweise des Schlosses halte man daran fest, dafs' die dem Beschauer der Zeichnung zugewendete Seite die innere ist und dafs man
sich hinter das Zeichnungsblatt gestellt denken mufs, um die Aufsenseite der Thür vor sich zu haben.
1. Fall. Das geöffnete Schlofs wird von innen abgeschlossen. Man führt den Schlüssel in das Schlüsselloch g ein (Fig. i), dreht links herum und zieht dadurch mittelst des Schlusses ι den Riegel um eine Tour nach links, der Schieber c folgt ungehindert und unter dem Einflufs der Feder h. Diese Stellung ist nicht gezeichnet, da sie nichts bemerkenswerthes bietet. Bei Beendigung der ersten Tour hat sich der Schieberstift k mit seiner linken Begrenzungsfläche gegen den Zuhaltungsschwanz i gelegt (Fig. ι, k1 punktirt). Das linke Ende des Schiebers (a c, Fig. i) liegt an der rechten Seite des Riegelkopfes. Wenn nun bei der zweiten Tour der Schlüsselbart die Zuhaltung b anhebt, so steigt auch der Schwanz i nach oben und beim Weiterziehen des Riegels a geht der Schieberstift k unter dem Schwanz i hindurch. Während dieser Bewegung wird das Schlüsselloch/ verdeckt; ein Zurückziehen des Schiebers i von Unberufenen, etwa dadurch, dafs man von aufsen mit einem spitzen Gegenstand denselben zu beseitigen versucht, wird dadurch verhindert, dafs der Zuhaltungsschwanz i sich hinter die rechte Seite des Schieberstiftes k legt (Fig. 3). Es wird also das äufsere Schlüsselloch versperrt, wenn man von innen abschliefst.
2. Fall. Das geöffnete Schlofs wird von aufsen abgeschlossen.
Der Schlüssel wird jetzt in das Schlüsselloch f eingeführt und wirkt auf die beiden Schlüsse 2 und 3. Wird der Schlüssel, Fig. 1, im Loch f einmal herumgedreht, so greift er in den Schlufs 2 und zieht den Riegel um eine Tour nach links, der Schieber c folgt dieser Bewegung ungehindert und der Stift k nimmt wiederum die Stellung kl, Fig. 1, an. Bei der zweiten Tour aber weicht die relative Bewegung des Schiebers zur Zuhaltung und zum Riegel wesentlich ab von der unter dem ersten Fall gekennzeichneten Bewegung. Die in Fig. 4 gezeichnete Stellung des Schiebers c ist nämlich schon in dem Augenblick eingetreten, wo die erste Tour vollendet wurde. Man sieht aus dieser Figur, dafs der Schieber c mit seiner Kante η bereits in unmittelbarer Nähe des Schlüsselloches / sich befindet. Will man daher den Schlüsselbart weiter herum in der Richtung des Pfeiles 0 drehen, so wird zunächst der Schieber c vom Schlüssel nach rechts geschoben, wobei die Feder h nachgiebt. Seine äufserste Stellung rechts hat derselbe, wenn der Schlüsselbart die Lage f1 einnimmt. Geht nun der Schlüsselbart aus der punktirten Lage f1 in die punktirte Lage/2 über, so vermag doch der Schieber c nur bis in die in Fig. 4 gezeichnete Lage zu folgen, weil seine Kante η gegen das Schlüsselrohr sich legt. Dreht sich der Schlüsselbart weiter in die Lage f3, wo er die Zuhaltung b in ihrer tiefsten Lage bereits verlassen hat, dann hat sich der Zuhaltungsschwanz i so weit gesenkt, dafs er auf die linke Seite des Stiftes k tritt. Und wenn man nun auch den Schlüssel aus dem Loch / herauszieht, so wird trotzdem das Loch geöffnet bleiben. Hiermit ist erklärt worden, wie es kommt, dafs das Schlüsselloch f nicht wie im ersten Fall versperrt wird, sondern offen bleibt, ,"sobald man das Schlofs von aufsen abschliefst. Ebenso kann man auch bei den Fig. 5 und 6 dieselben beiden Fälle unterscheiden, wie vorhin. Man achte auf folgende Unterscheidungsmerkmale zwischen beiden Ausführungsformen.
Der Schieber c bildet hier mit dem Riegel a ein einheitliches Ganzes, so dafs in dem sehr breiten Riegelschaft nur eine geräumige, viereckige Oeffnung ρ q r s offen bleibt, an deren oberer Seite zwei Schlüsse 1 und 2 sich befinden. Die Feder h der ersteren Ausführungsform fällt weg, ebenso der Schwanz i der Zuhaltung b und der Schieberstift k. Wird durch diese Vereinfachung einerseits der erhebliche Vortheil gegenüber der ersteren Ausführungsform erreicht, dafs die Bewegung der das äufsere Schlüsselloch verdeckenden Platte vollkommen zwangläufig, also nicht mehr abhängig von der Feder h sich vollzieht, so wird dieser Vortheil andererseits durch den Nachtheil erkauft, dafs man von der einen Seite, nämlich von derjenigen, von welcher aus man das Schlüsselloch / gebraucht (also von aufsen) nur eine Tour schliefsen kann. Fig. 6 bedeutet somit die Grenzstellung im abgeschlossenen Zustande für den Verschlufs von aufsen, während von innen zweimal geschlossen werden kann, da hier der Schlüssel in das Loch g eingeführt wird.
1. Fall. Das geöffnete Schlofs wird von innen abgeschlossen. Man steckt den Schlüssel in das Loch g und dreht zweimal. Während der zweiten Tour zieht sich die Kante n1 der Riegelschaftöffnung ρ q r s über das Schlüsselloch / hin und verdeckt dasselbe.
2. Fall. Das geöffnete Schlofs wird von aufsen abgeschlossen. Hierbei wird der Schlüsselbart durch die Kante n1 gehindert, sich weiter herumzudrehen, sobald die erste Tour geschlossen ist.
Man kann also mit dieser Ausführungsform von innen zwei Touren, von aufsen jedoch nur eine Tour schliefsen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Ein Thürschlofs, gekennzeichnet durch die Verbindung eines mit drei Schlüssen versehenen Riegels (a) mit einem rahmen-
    förmigen, mit Stift (k) versehenen und von einer am Riegel angebrachten Feder (h) beeinflufsten Schieber (c) sowie mit einer mit schwanzartiger Fortsetzung (i) ausgerüsteten Zuhaltung derart, dafs das äufsere Schlüsselloch ffj, welches gegen das innere Schlüsselloch (g) um ein gewisses Stück versetzt ist, durch den Schieber (c) verdeckt wird, wenn man von dem inneren Schlüsselloch (g) aus zwei Touren schliefst, aber geöffnet bleibt, sobald das Gleiche von dem äufseren Schlüsselloch (f) aus geschieht.
    Eine Ausführungsform des unter ι. bezeichneten Schlosses, dadurch gekennzeichnet, dafs die das Aufsenschlüsselloch (f) verdeckende und mit dem Riegelschaft ein Ganzes bildende Platte den Schlüsselbart verhindert, eine zweite Tour zu schliefsen, wenn man den Schlüssel von aufsen, ihm aber die zweite Tour gestattet, wenn man den Schlüssel von innen einführt..
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT70499D Thürschlofs mit einseitigem Schlüsselloch verschlufs Expired - Lifetime DE70499C (de)

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