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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft im Wesentlichen Bildgebung und insbesondere eine
Bilddickenauswahl für skalierbare
Mehr-Scheiben-Bildgebungssysteme.
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In
wenigstens einigen allgemein als Computertomographie-(CT)-Systeme
bezeichneten Bildgebungssystemen projiziert eine Röntgenquelle
ein fächerförmiges Strahlbündel, welches
kollimiert ist, dass es in einer X-Y-Ebene eines kartesischen Koordinatensystems
und allgemein als die "Bildebene" bezeichneten Ebene liegt.
Das Röntgenstrahlbündel passiert
das abzubildende Objekt, wie zum Beispiel einen Patienten. Das Strahlbündel trifft
nach seiner Abschwächung
durch das Objekt auf eine Anordnung von Strahlungsdetektoren auf.
Die Intensität
der bei der Detektoranordnung empfangenen abgeschwächten Strahlung
ist von der Abschwächung
des Röntgenstrahlbündels durch
das Objekt abhängig.
Jedes Detektorelement der Anordnung erzeugt ein getrenntes elektrisches
Signal, das ein Messwert für
die Strahlbündelabschwächung an
der Detektorstelle ist. Die Abschwächungsmesswerte aus allen Detektoren
werden getrennt erfasst, um ein Durchlässigkeitsprofil zu erzeugen.
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In
bekannten CT-Systemen der dritten Generation werden die Röntgenquelle
und die Detektoranordnung innerhalb eines Portals in der Bildgebungsebene
und um das abzubildende Objekt so gedreht, dass der Winkel, mit
welcher das Röntgenstrahlbündel das
Objekt schneidet, sich konstant verändert. Röntgenquellen beinhalten typischerweise
Röntgenröhren, welche
das Röntgenstrahlbündel an
einem Brennpunkt emittieren. Röntgendetektoren
enthalten typischerweise einen Kollimator zum Kollimieren von bei
dem Detektor empfangenen Röntgenstrahlen,
einen zu dem Kollimator benachbarten Szintillator, und zu dem Szintillator
benachbarte Photodioden.
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WO-A-98/05980 offenbart
eine Vorrichtung zum Erzeugen mehrerer Bildscheibendaten, welche
segmentierte Anordnungsdetektoren aufweist, um gleichzeitig Daten
aus mehreren axialen Scheiben zu erfassen.
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In
wenigstens einem bekannten Bildgebungssystem repräsentiert
das von dem Detektor gesammelte Durchlässigkeitsprofil eine einzelne
Scheibe eines Patienten. Bei Ein-Scheiben-Scanvorgängen sind
prospektive und retrospektive Scheibendicken immer identisch. Das
heißt,
es können
nur Bilder mit der Scheibendicke der gesammelten Daten erzeugt werden.
Daher müssen
zum Erzeugen dünner
Scheibenbilder Daten dünner Scheiben
gesammelt werden. Demzufolge müssen
große
Mengen an Daten für
jedes Bild gespeichert werden.
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Es
wäre wünschenswert,
ein Mehr-Scheiben-CT-System zu schaffen, das dazu genutzt werden
kann, Daten von zwei oder mehr Scheiben zu sammeln. Es wäre auch
wünschenswert
ein derartiges Mehr-Scheiben-CT-System zu schaffen, das einem Bediener
Information in Bezug auf verfügbares
Scanparameter liefert, so dass der vorgeschriebene geeignete Scan
ausgeführt
werden kann. Zusätzlich
ist es erwünscht,
dass die restlichen Scanparameter auf der Basis einer vorhergehenden
Scanparameterauswahl aktualisiert werden. Zusätzlich ist es erwünscht, dass
die Konfiguration des Mehr-Scheibensystems automatisch für die ausgewählten Scanparameter
angepasst wird.
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KURZZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung ist in den beigefügten
Ansprüchen
definiert.
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In
einer exemplarischen Ausführungsform
enthält
ein skalierbares Mehr-Scheibensystem einen skalierbaren Mehr-Scheibendetektor,
ein skalierbares Datenerfassungssystem (SDAS), skalierbare Scanverwaltungs-,
Steuer- und Bildrekonstruktionsprozesse und eine skalierbare Bildbenutzerschnittstelle.
So wie hierin verwendet, bedeutet der Begriff "skalierbar", dass ein Bediener leicht und einfach
die gewünschte
Anzahl von Scheiben und die Scheibendicke für darzustellende Bilder wählen kann.
Das System ermöglicht
es dem Bediener 1, 2, 4 oder mehr darzustellende Scheiben bei einer
ausgewählten
Scheibendicke auszuwählen.
Indem es dem Systembetreiber ermöglicht
wird, ein derartige Auswahl zu treffen, können die Bilddaten für unterschiedliche
klinische Anwendungen in einem bestmöglichen Format angezeigt werden.
Kein bekanntes Mehr-Scheibensystem bietet einem Betreiber eine derartige
Flexibilität.
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Insbesondere,
und in einer exemplarischen Ausführungsform,
enthält
das System einen Host-Computer, der mit einem Monitor verbunden
ist, um dem Bediener Bilder und Meldungen anzuzeigen. Der Host-Computer
ist mit einer Tastatur und einer Maus verbunden, um den Bediener
die Eingabe von Information und Befehlen in den Host-Computer zu
ermöglichen.
Die Benutzerschnittstelle ist unter Verwendung eines in dem Host-Computer
gespeicherten Befehlssatzes implementiert und ermöglicht dem
Bediener, bestimmte Scanparameter einschließlich der gewünschten
Anzahl von Scheiben und Scheibendicken auszuwählen. Der Host-Computer ist
auch mit einer Scan- und Rekonstruktionssteuereinheit (SRU) verbunden,
welche Bilderzeugungssteuerungen enthält.
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Eine
stationäre
Steuerung ist mit der SRU verbunden, und die stationäre Steuerung
ist mit einer Tischsteuerung verbunden, um die Bewegung des Patiententisches
zu steuern. Die stationäre
Steuerung ist auch mit einem Schleifring einer Bordsteuerung (das
heißt,
auf dem Portal) und einem skalierbaren Datenerfassungssystem (SDAS)
verbunden. Die Bordsteuerung steuert den Betrieb der Röntgenquelle
und den Betrieb des SDAS, welches analoge Signale aus dem skalierbaren
Detektor in digitale Daten umwandelt. Die Röntgenquelle enthält einen
Verstellkollimator, der durch die Bordsteuerung gesteuert wird.
Die Position der Nocken des Verstellkollimators werden auf der Basis
der gewünschten
Anzahl von Scheiben und der gewünschten
Scheibendicke gemäß Definition
durch den Bediener unter Verwendung der Benutzerschnittstelle eingestellt.
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Das
System enthält
auch einen Detektor mit einer Anzahl (von beispielsweise 57) Modulen.
Jedes Modul enthält
in einer exemplarischen Ausführungsform
eine Szintillatoranordnung und eine Photodiodenanordnung. In der
exemplarischen Ausführungsform
sind die Szintillator- und Photodiodenanordnungen jeweils 16 × 16 Anordnungen.
Die Photodioden sind mit einer Stahlvorrichtung verbunden, welche
in einer Ausführungsform
eine Anordnung von FETs enthält,
und die FETs steuern die Kombination der Ausgangssignale der Photodioden
auf der Basis der gewünschten
Anzahl der von dem Bediener eingegebenen Scheiben und Scheibendicke.
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Im
Betrieb verwendet der Bediener vor der Durchführung eines Scans, die Benutzerschnittstelle
zum Vorschreiben be stimmter Scanparameter (zum Beispiel Wendel-,
Axial- oder Kine-Scan, einer Tischgeschwindigkeit und einer Steigung).
Nach der Auswahl jedes Scanparameters werden die verfügbaren Optionen
für die
restlichen Scanparameter durch die Benutzerschnittstelle aktualisiert.
Auf der Basis der Auswahl der restlichen Scanparameter zeigt der
Host-Computer unter Verwendung der Benutzerschnittstelle dem Bediener
Optionen für
prospektive Bilddicken und retrospektive Bilddicken an. Unter Nutzung
der angezeigten Optionen kann der Bediener die vorgeschriebenen
Scanparameter ändern,
um die gewünschten
prospektiven und retrospektiven Bilddicken zu erhalten. Nach einer
Bestätigung
der Auswahl werden die vorgeschriebenen Scanparameter zum Konfigurieren
des Systems 10 verwendet.
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Nach
dem Übertragen
der Konfigurationsinformation an die entsprechenden Elemente des
Systems 10, wie zum Beispiel den Detektor, das SDAS, den
Kollimator gemäß Definition
durch die ausgewählten
Scanparameter, wird der vorgeschriebene Scan ausgeführt. Insbesondere
werden die Ausgangssignale der Photodioden dem SDAS über die
FETs zur Analog/Digital-Umwandlung zugeführt. Die digitalen Ausgangssignale aus
dem SDAS werden dann der SRU über
dem Schleifring zur Bilderzeugung zugeführt. Insbesondere erzeugt die
SRU Bilder aus den gesammelten Daten und derartige rekonstruierte
Bilder können
dem Benutzer auf dem Monitor angezeigt oder archiviert oder beides
werden. Zusätzlich
kann der Bediener die verfügbaren retrospektiven
Bilddicken erzeugen.
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Das
vorstehend beschriebene skalierbare Mehr-Scheibensystem kann leicht
und einfach betrieben werden, um Daten für eine, zwei oder mehr Scheiben
zu sammeln. Eine derarti ge Systembenutzerschnittstelle bietet dem
Bediener verfügbare
Scanparameteroptionen an. Zusätzlich
aktualisiert die Benutzerschnittstelle die restlichen Scanparameter
auf der Basis der vorherigen Auswahl von Scanparametern. Zusätzlich wird
die Konfiguration des Mehr-Scheibensystems automatisch für die ausgewählten Scanparameter
eingerichtet.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine bildliche Ansicht eines CT-Bildgebungssystems.
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2 ist
eine schematische Blockdarstellung des in 1 dargestellten
Systems.
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3 ist
eine exemplarische Ausführungsform
einer Scanbenutzerschnittstelle die in Verbindung mit dem in den 1 und 2 dargestellten
System verwendet werden kann.
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4 ist
eine perspektivische Ansicht einer CT-Systemdetektoranordnung.
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5 ist
eine perspektivische Ansicht eines in 4 dargestellten
Detektormoduls.
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6 stellt
die geometrische Konfiguration des in 1 dargestellten
CT-Systems dar.
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7 ist
eine schematische Darstellung von Röntgenerzeugungs- und Detektorkomponenten
von einer Portalseite aus betrachtet.
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8 und 9 stellen
den Betrieb des Verstellkollimators in dem in 1 dargestellten
CT-System dar.
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10, 11 und 12 stellen
schematisch die Sammlung von Scandaten für verschiedene Anzahlen von
Scheiben und Scheibendicken dar.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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In 1 ist
ein Computertomographie-(CT)-Bildgebungssystem 10 gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung mit einem für einen CT-Scanner der "dritten Generation" repräsentativen
Portal 12 dargestellt. Das Portal 12 besitzt eine
Röntgenquelle 14,
die ein Bündel
von Röntgenstrahlen
auf eine Detektoranordnung 16 auf der gegenüberliegenden
Seite des Portals 12 projiziert. Die Detektoranordnung 16 wird
von mehreren Detektormodulen gebildet, welche zusammen die projizierten
Röntgenstrahlbündel messen,
die einen medizinischen Patienten 18 durchlaufen. Jedes
Detektormodul erzeugt ein elektrisches Signal, das die Intensität eines
auftreffenden Röntgenstrahlbündels und
somit die Abschwächung
des Strahlbündels
bei seinem Durchlauf durch den Patienten 18 repräsentiert.
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Während eines
Scans zum Erfassen von Röntgenprojektionsdaten
drehen sich das Portal 12 und die darin befestigten Komponenten
um einen Rotationsmittelpunkt. Ein motorisierter Tisch 20 positioniert
den Patienten 18 in Bezug auf das Portal 12. Insbesondere
bewegt der Tisch 20 Abschnitte des Patienten 18 während eines
Scans durch eine Portalöffnung 22.
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2 ist
eine schematische Blockdarstellung des in 1 dargestellten
Systems. Gemäß Darstellung in 2 enthält das System
einen Host-Computer 24, der mit einem Monitor 26 verbunden
ist, um einem Bediener Bilder anzuzeigen. Der Computer 24 enthält eine
(nicht dargestellte) Benutzerschnittstelle und ist mit einer Tastatur 28 und
einer Maus 30 verbunden, um den Bediener die Eingabe von
Information und Befehlen in den Computer 24 zu ermöglichen.
Der Computer 24 ist mit einer Scan- und Rekonstruktionssteuereinheit (SRU) 32 verbunden.
Die SRU 32 enthält
auch Bilderzeugungssteuerungen. In einer spezifischen Ausführungsform
enthält
die SRU 32 einen SGI PCI-basierende zentrale Verarbeitungseinheit,
welche mit einem IRIX-Betriebssystem arbeitet. Die SRU 32 enthält auch
einen Schnittstellenprozessor zur Bildung einer Schnittstelle mit
dem (nachstehend beschriebenen) Datenerfassungssystem, und eine
Digitalsignalverarbeitungsleiterplatte zur Scandatenkorrektur, um
eine Vorverarbeitung auszuführen,
welche im Fachgebiet bekannt ist. Die SRU 32 enthält ferner
einen Bildgenerator für
gefilterte Rückprojektions-
und Nachverarbeitungsoperationen wie es im Fachgebiet bekannt ist.
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Eine
stationäre
Steuerung 34 ist mit der SRU 32 verbunden, und
eine Steuerung 34 ist mit einer Tischsteuerung 36 verbunden.
Die stationäre
Steuerung 34 ist auch über
einen Schleifring 38 mit einer Bordsteuerung 40 und
einem skalierbaren Datenerfassungssystem (SDAS) 42 verbunden.
Der Schleifring 38 ermöglicht eine
kontaktlose Übertragung
von Signalen über
die Schleifengrenze und unterstützt
die erforderliche Bandbreite für
die Übertragung
von Daten und Befehlen über
die Begrenzung. Das SDAS 42 misst und erfasst die Daten
aus dem Detektor 16 und wandelt die gemessenen analogen
Signale in digitale Signale um. Das SDAS 42 ent hält in einer
spezifischen Ausführungsform 48 auswechselbare
Wandlerkarten, um eine vierreihige Datenerfassung zu unterstützen. Für eine zweireihige
Datenerfassung könnten
24 Karten verwendet werden. In einer spezifischen Ausführungsform
sind 64 Eingangskanäle
pro Wandlerkarte vorhanden, und eine Abtastung mit 1408 Hz kann
durchgeführt
werden. Das SDAS 42 enthält auch einen Eingangsvorverstärker zur
Verstärkung
der Signale. Weitere Details bezüglich
des SDAS werden nachstehend beschrieben.
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Eine
Bordsteuerung 40 steuert den Betrieb der Röntgenquelle 14 und
den Betrieb des SDAS 42. Die Röntgenquelle 14 enthält einen
mit einer Röntgenröhre 46 verbundenen
Hochspannungsgenerator 44. Die Röhre 46 kann beispielsweise
die im Fachgebiet bekannte Gemini-1 und derzeit in wenigstens einigen
CT-Systemen, die kommerziell von General Electric Company, Milwaukee,
WI, 53201 erhältlich
sind, eingesetzte Röhre
sein. Von der Röntgenröhre 46 projizierte
Strahlbündel
verlaufen durch einen vor dem Patienten angeordneten Verstellkollimator 48 und
treffen auf den (als ein 16-Zeilen
Detektor dargestellten) Detektor 16 auf. Der Verstellkollimator 48 wird
ebenfalls durch die Bordsteuerung 40 gesteuert. Ausgangssignale
aus dem Detektor 16 werden dem SDAS 42 zugeführt.
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In 2 ist
der Datenfluss durch fette Linien, der Steuerfluss durch normale
Linien und der Echtzeitsteuerfluss ist durch gepunktete Linien dargestellt.
Die numerischen den Flüssen
zugeordneten Bezugszeichen sind nachstehend beschrieben.
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- 1
- Scan-
und Rekonstruktionsvorschrift des Bedieners
- 2
- Scanvorschrift
für "Master"-Steuerung
- 3
- verteilte
Scanparameter
- 3a
- Tischposition
- 3b
- Rotationsparameter
- 3c
- kV
und mA-Auswahl
- 3d
- Röntgenstrahlbündelkollimations-
und Filterauswahl
- 3e
- Detektorscheibendicken-
und SDAS-Verstärkungsauswahl
- 4
- Echtzeitsteuersignale
während
des Scannens
- 5
- Hochspannung
- 6
- nicht-kollimiertes
Röntgenstrahlbündel
- 7
- kollimiertes
Röntgenstrahlbündel
- 8
- analoge
Scandaten
- 9
- digitale
Scandaten
- 10
- Patientenbilder
-
Die
Drehung des Portals 12 und der Betrieb der Röntgenquelle 14 werden
durch die Steuerung 34 bestimmt. Die Bordsteuerung 40 liefert
gesteuert von der stationären
Steuerung 34 Energie und Zeittaktsignale an die Röntgenquelle 14.
Das SDAS 42 tastet analoge Daten aus dem Detektor 16 ab
und wandelt die Daten in digitale Signale für die anschließende Verarbeitung
um. Die SRU 32 empfängt
die abgetasteten und digitalisierten Röntgendaten aus dem SDAS 42 und
führt eine
Hochgeschwindigkeits-Bildrekonstruktion durch. Das rekonstruierte
Bild wird als ein Eingangssignal den Computer 24 zugeführt, welcher
das Bild in einer Massenspeichervorrichtung speichert.
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Der
Computer 24 empfängt
auch Befehle und Scanparameter von einem Bediener über eine
Tastatur 28 und Maus 30. Der Monitor 26 ermöglicht dem
Bediener das rekonstruierte Bild und weitere Daten aus dem Computer 24 zu
betrachten. Die vom Bediener bereitgestellten Befehle und Parameter
werden durch den Computer 24 verwendet, um Steuersignale und
Information zu erzeugen. Zusätzlich
steuert die Steuerung 36 den motorisierten Tisch 20,
um den Patienten 18 (1) zu positionieren.
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Im
Wesentlichen kann das vorstehend beschriebene CT-System so betrieben werden, dass es
Daten für
1, 2 oder mehr Scheiben sammelt. Axial-, Wendel- und Kine-Scans
können
mit dem System durchgeführt werden
und Querschnittsbilder eines gescannten Objektes können verarbeitet,
rekonstruiert, dargestellt und/oder archiviert werden. Eine skalierbare
axiale Bildrekonstruktion und Darstellung bezieht sich beispielsweise
auf die Auswählbarkeit
der Bilddicke, der Anzahl der Scheiben und der Anzahl der darzustellenden
Bilder. Ferner ist das System nicht darauf beschränkt, mit
irgendeinem speziellen Bildrekonstruktionsalgorithmus zu arbeiten,
und es wird in Betracht gezogen, dass viele unterschiedliche Rekonstruktionsalgorithmen
verwendet werden können.
Exemplarische Algorithmen sind in den
U.S.
Patenten: Nr. 5 469 587 ,
5
513 236 ,
5 541 970 ,
5 559 847 und
5 606 585 und in der gleichzeitig
anhängigen
U.S. Patentanmeldung Ser. Nr. 08/561,382 (eingereicht
am 21. November 1995),
08/779,961 (eingereicht
am 23. Dezember 1996) und
08/797,101 (eingereicht
am 26. November 1997) welche alle dem Rechtsnachfolger der vorliegenden
Anmeldung übertragen sind,
beschrieben.
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In
dem axialen Mehr-Scheiben-Scanmodus können mehrere Zeilen von Scandaten
vor der Bildrekonstruktion verarbeitet werden, und die Daten können dazu
genutzt werden, um entweder mehrere dünne Scheiben oder eine reduzierte
Anzahl dickerer Scheiben mit reduzierten Bildartefakten zu erzeugen.
Zusätzlich
können
Bilder mit dickerer Scheibendicke später retrospektiv in dünnere Scheiben
von Bildern auf der Basis klinischer Diagnoseerfordernisse rekonstruiert
werden. Demzufolge wird die Anzahl zu betrachtender, auf Film aufzuzeichnender
und zu archivierender Bilder reduziert. Zusätzlich können Bilder mit hoher Auflösung in
der z-Achse später
für die
Patientendiagnose rekonstruiert werden.
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Exemplarische
axiale Mehr-Scheibenmodi sind in der nachstehenden Tabelle 1 beschrieben. TABELLE 1
| Erfassung | Retrospektive
Rekonstruktion |
| Bilddicke | & Modus | Verfügbare Bilddicken |
| 1,25
mm | 4i | 1,25,
2,5, 5 mm |
| 2,5
mm | 2i | 1,25,
2,5, 5 mm |
| 2,5
mm | 4i | 2,5,
5, 10 mm |
| 3,75
mm | 4i | 3,75,
7,5 mm |
| 5
mm | 1i | 1,25,
2,5, 5 mm |
| 5
mm | 2i | 2,5,
5, 10 mm |
| 5
mm | 4i | 5,
10 mm |
| 7,5
mm | 2i | 3,75,
7,5 mm |
| 10
mm | 1i | 2,5,
5, 10 mm |
| 10
mm | 2i | 5,
10 mm |
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Als
ein spezifisches Beispiel können
für eine
Erfassung im Axialmodus für
eine Bilddicke von 2,5 mm in dem 2i-Modus verschiedene retrospektive Konstruktionsoptionen
ge wählt
Werden. Beispielsweise können 4
Bilder mit einer Scheibendicke von 1,25 mm rekonstruiert werden,
2 Bilder mit einer Scheibendicke von 2,5 mm rekonstruiert werden
und 1 Bild mit einer Scheibendicke von 5 mm rekonstruiert werden.
Demzufolge können
mehr Bilder (das heißt,
4 Bilder) mit einer dünneren
Scheibendicke als der Modus (das heißt, 2i), in welcher der Scan
ausgeführt
wurde, retrospektiv rekonstruiert werden. Zusätzlich können weniger Bilder (das heißt, 1 Bild)
mit einer dickeren Scheibendicke als der Modus, in welchem der Scan
ausgeführt
wurde, retrospektiv rekonstruiert werden.
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In
dem Wendel-Mehr-Scheiben-Scanmodus ermöglichen mehrere Kombinationen
von Patiententischgeschwindigkeit und Röntgenbündel und Detektorkollimationen
die Erzeugung von Bildern mit unterschiedlicher Auflösung in
der z-Achse. Beispielsweise können
bei der Tischgeschwindigkeit von 30 mm/Umdrehung Bilder von 5 bis
10 mm Scheiben erzeugt werden. Dickere Scheibenbilder (wie zum Beispiel
10 mm) können prospektiv
erzeugt werden, was den Vorteil einer verringerten Anzahl von Bildern
und einer verringerten Bildrekonstruktionszeit ergibt. Zu einem
späteren
Zeitpunkt können
dünnere
Scheibenbilder retrospektiv unter Verwendung derselben Daten erzeugt
werden. Derartige dünnere
Scheibenbilder können
abhängig
von den klinischen Anwendungserfordernissen notwendig sein und können ohne
erneutes Scannen des Patienten erzeugt werden.
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Exemplarische
Wendel-Mehr-Scheiben-Betriebsarten werden in der nachstehenden Tabelle
2 beschrieben. TABELLE 2
| Tischgeschwindigk.
(mm/Umdr.) | Retrospektive
Rekonstruktion |
| Hi-Q
Scanmodus | Hi-Speed
Scanmodus | Verfügbare Bilddicken |
| 3,75 | 7,5 | 1,25,
2,5 mm |
| 7,5 | 15 | 2,5,
3,75, 5 mm |
| 11,25 | 22,5 | 3,75,
5, 7,5 mm |
| 15 | 20 | 5,
7,5, 10 mm |
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Beispielsweise
können
in einem Hochqualitäts-Bild-(Hi-Q)-Scanmodus von
3,75 mm/Umdrehung (das heißt,
der Patiententisch bewegt sich 3,75 mm bei jeder Portaldrehung)
oder in einem Hochgeschwindigkeits-(Hi-Speed)-Scanmodus von 7,5
mm/Umdrehung Bilder mit einer Scheibendicke von 1,25 mm und 2,5 mm
retrospektiv rekonstruiert werden. Wie bei dem Axial-Mehr-Scheibenmodus
sind viele weitere Alternativen abhängig von dem speziellen Aufbau
der Systemkomponenten möglich.
Wiederum bietet eine derartige Flexibilität in der retrospektiven Rekonstruktion
viele Vorteile, einschließlich
der Ermöglichung
der Erzeugung von Bildern mit der notwendigen Auflösung und
trotzdem der Reduzierung des für
die Speicherung der gewünschten
Bilder benötigten
Speichers.
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Des
Weiteren und im Hinblick auf Archivierungsbilder ermöglicht das
System die Speicherung von weniger Bildern welche weniger Speicherplatz
erfordern. Beispielsweise können
wenn 20 mm Patientenanatomie in dem 2i-Modus gescannt werden, 80
Bilder erzeugt werden. Die Speicherung von 80 Bildern für 20 mm
der Patientenanatomie erfordert eine große Speichermenge. Es ist oft
der Fall, dass nicht für
die gesamten 20 mm der Patientenanatomie eine hohe Auflösung benötigt wird.
Beispielsweise kann es der Fall sein, dass nur etwa 5 mm der Anatomie
eine derartig hohe Auflösung
erfordern. Unter Verwendung der im 2i-Modusscan mit 2,5 mm Dicke
gesammelten Daten kann der Bediener retrospektiv Bilder mit einer
Dicke von 5 mm für
den Großteil der
Anatomie rekonstruieren und dünnere
Bildscheiben (zum Beispiel 1,25 mm) nur an den Stellen, an welchen eine
höhere
Auflösung
erforderlich ist. Unter Anwendung dieser retrospektiven Rekonstruktion
kann die Anzahl der zu archivierenden Bilder signifikant reduziert
werden.
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Die
Auswahl der vorstehend beschriebenen prospektiven und retrospektiven
Rekonstruktion wird durch die Benutzerschnittstelle geschaffen und
möglich,
da die Scandaten unter Verwendung eines Mehr-Scheibendetektors gesammelt
werden, welcher nachstehend detaillierter beschrieben wird. Mit
den verfügbaren
Scandaten dünner
Scheiben kann der Bediener über
die Benutzerschnittstelle eine Auswahl von vielen unterschiedlichen
Scheibendicken ausführen,
wenn er eine retrospektive Rekonstruktion durchführt.
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3 ist
eine exemplarische Ausführungsform
einer Benutzerschnittstelle, die in Verbindung mit dem in den 1 und 2 dargestellte
System beispielsweise als eine graphische Benutzerschnittstelle
(GUI) verwendet werden kann. Die Benutzerschnittstelle wird unter
Verwendung eines in dem Host-Computer 24 (2 gespeicherten
Befehlssatzes implementiert und auf dem Monitor 26 des
Host-Computers angezeigt. Aus der Benutzerschnittstelle wählt der
Bediener verschiedene Scanparameter aus, um den vorgeschriebenen Scan
zu definieren, um dadurch die Konfiguration des Systems 10 zu
definieren. Diese Auswahl wird beispielsweise getroffen, indem der
Bediener einfach die gewünschte
Fläche die
den gewünschten
Parametern entspricht, berührt.
Berührungsempfindliche
Schnittstellen sind allgemein bekannt.
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Insbesondere
stellt die Benutzerschnittstelle dem Bediener verfügbare Auswahlmöglichkeiten
oder Optionen für
jeden von den vorstehenden Scanparametern wie vorstehend beschrieben
zur Verfügung.
Insbesondere werden nach der Auswahl jedes Scanparameters, Optionen
oder Auswahlmöglichkeiten
für jeden restlichen
Scanparameter in "Echtzeit" aktualisiert und
angezeigt, so dass der Bediener eine Auswahl aus diesen für die restlichen
Parameter verfügbaren
Optionen treffen kann. Nach Abschluss der Auswahl für den vorgeschriebenen
Scan zeigt die Benutzerschnittstelle die ausgewählte prospektive Bilddicke
und die verfügbaren retrospektiven
Bilddicken an. Unter Betrachtung dieser Information kann der Bediener
die gewählten
Scanparameter akzeptieren, oder er kann einen oder jeden von den
Scanparametern zum Durchführen
des gewünschten
Scans ändern.
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Insbesondere
wählt der
Bediener am Anfang einen Betriebsmodus des Systems, das heißt, einen Wendel-,
Axial- oder Kine-Modus.
Für jeden
ausgewählten
Modus werden verfügbare
Optionen unter Verwendung des Monitors 26 angezeigt, so
dass der Bediener die restlichen Scanparameter, zum Beispiel Bilddicke, Steigung,
Geschwindigkeit des Tisches 20 und Bildqualität auswählen kann.
In einer Ausführungsform
zeigt, nachdem der Bediener die Auswahl der Scanparameter abgeschlossen
hat, die Benutzerschnittstelle die prospektive Bilddicke und die
retrospektiven Bilddicken unter Verwendung unterschiedlicher Eigenschaften
zur Darstellung verfügbarer
Optionen oder Auswahlmöglichkeiten
an. Insbesondere kann jede verfügbare
Option oder Auswahlmöglichkeit
unter Verwendung einer ersten Eigenschaft ange zeigt werden und nicht
verfügbare Optionen
können
auf dem Monitor 26 unter Verwendung einer zweiten Eigenschaft
angezeigt werden.
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Beispielsweise
und in einer Ausführungsform
werden nach der Auswahl eines Wendel-Modus verfügbare Optionen für die Steigung,
Tischgeschwindigkeit und Bilddicken dem Benutzer über den
Monitor zur Auswahl durch den Bediener angezeigt. Nach Ausführung der
die prospektive Bilddicke mit umfassenden Scanparameterauswahl kann
jede für
den Bediener verfügbare
retrospektive Scanparameteroption unter Verwendung verschiedener
Farben oder Grauschattierungen angezeigt werden. Diejenigen Optionen,
welche für
den Bediener nicht verfügbar
sind, werden unter Verwendung einer zweiten Eigenschaft angezeigt,
wie zum Beispiel so, dass die nicht verfügbaren Optionen sichtbar sind,
aber nicht durch den Bediener gewählt werden können. Durch Überprüfen der
angezeigten Scanparameter kann der Bediener schnell und einfach
alle möglichen
Optionen oder Alternativen für
die Scanparameter erkennen. Natürlich
könnten
viele weitere Arten von Schnittstellen verwendet werden, und die
in 3 dargestellte Schnittstelle ist nur eine exemplarische
Schnittstelle.
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In
einer Ausführungsform
wählt beispielsweise
der Bediener vor der Durchführung
eines Scans im Wendel-Modus von der Benutzerschnittstelle aus die
gewünschte
Scheibendicke, den Scanmodus und die Scangeschwindigkeit. Der "Hi-Q"-Scan entspricht
einem Scan für
Bilder hoher Qualität
und der "Hi-Speed"-Scan entspricht
einer schnellen Patiententischgeschwindigkeit wie vorstehend in
Verbindung mit Tabelle 2 beschrieben. Abhängig von der von dem Bediener
getroffenen Auswahl werden verschiedene retrospektive Optionen auf
dem Monitor 26 angezeigt. Beispielsweise kann eine erste
retrospektive Bilddickenoption in einer ersten Farbe angezeigt werden
und jede nachfolgende retrospektive Bilddickenoption kann in einer
anderen Farbe (zum Beispiel einer zweiten Farbe oder einer dritten
Farbe und so weiter) angezeigt werden. Beispielsweise werden, wenn
der Bediener die Scanparameter für
einen 2i-Scan mit 5 mm wählt,
die verfügbaren
retrospektiven Bilddickenoptionen von 2,5 mm, 5 mm und 10 mm unter
Verwendung einer unterschiedlichen Farbe für jede verfügbare Option, zum Beispiel
2,5 mm in Rot, 5 mm in Blau und 10 mm in Grün angezeigt. In einer Ausführungsform
werden die nicht verfügbaren
Bilddicken von 1,25 mm und 3,75 mm sichtbar angezeigt, sind aber
durch den Bediener nicht wählbar.
Nachdem der Bediener die Auswahl getroffen hat, wird das System 10 zur
Durchführung
des vorgeschriebenen Scans eingerichtet.
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In
einem Axial-Scan wählt
der Bediener beispielsweise die gewünschte Scheibendicke und die
Anzahl der pro Umdrehung zu erzeugenden Scheiben unter Verwendung
der Bedienerschnittstelle. Beispielsweise werden, wenn der Bediener
die Scanparameter für
einen 4i-Scan mit 3,75 mm auswählt,
die retrospektiven Bilddickenoptionen von 3,75 mm und 7,5 mm so
angezeigt, dass der Bediener diese verfügbaren Optionen wählen kann.
Die Optionen von 1,25 mm, 2,5 mm, 5 mm und 10 mm bleiben zwar sichtbar,
können
aber durch den Bediener nicht gewählt werden.
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Bisher
stellt kein Mehr-Scheiben-CT-System die skalierbaren Scanverwaltungs-,
Steuerung- und Bildrekonstruktionsprozesse und die skalierbaren
Bildanzeige- und Analyse bereit, wie sie durch das vorliegende System
bereitgestellt werden.
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Bei
dem vorliegenden System kann ein Bediener leicht und einfach die
gewünschte
Anzahl von Scheiben und die Scheibendicke für die anzuzeigenden Bilder
auswählen.
Zusätzlich
werden eine erhöhte
Patientenscangeschwindigkeit, verbesserte Bildqualität und verringerte
Röntgenröhrenbelastung
erzielt.
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Anschließend erfolgt
eine Beschreibung von Komponenten eines exemplarischen skalierbaren Mehr-Scheiben-CT-Systems
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Die durch den Bediener unter Verwendung
der Benutzerschnittstelle definierten Scanparameter werden zur Definition
der Konfiguration des Systems 10 gemäß nachstehender detaillierter
Beschreibung verwendet. Obwohl nachstehend spezifische Komponentendetails
beschrieben werden, dürfte
sich verstehen, dass viele alternative Ausführungsformen möglich sind.
Beispielsweise könnten,
obwohl ein spezieller Detektor, ein SDAS und Schleifring beschrieben
werden, andere Ausführungsformen
von Detektoren SDASs und Schleifringen verwendet werden, und die
vorliegende Erfindung ist nicht auf eine Praxisumsetzung mit irgendeinem
speziellen Typ des Detektors, des SDASs oder des Schleifrings beschränkt. Beispielsweise
enthält
der nachstehend beschriebene Detektor mehrere Module und jedes Modul
enthält
mehrere Detektorzellen. Statt des nachstehend beschriebenen spezifischen
Detektors kann ein Detektor, welcher keine segmentierte Zellen entlang
der z-Achse enthält, und/oder
ein Detektor, welcher mehrere Module mit mehreren Elementen entlang
der x- und/oder z-Achse enthält,
die miteinander in jeder Richtung verbunden werden können, um
skalierbare Mehr-Scheiben-Scandaten gleichzeitig
zu erfassen, verwendet werden.
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Bezüglich einer
spezifischen Detektorkonfiguration und gemäß den 4 und 5 enthält der Detektor 16 mehrere
Detektormodule 50. Jedes Detektormodul 50 ist
an einem Detektorgehäuse 52 mittels
Platten 54 befestigt. Jedes Modul 50 enthält eine
mehrdimensionale Szintillatoranordnung 56 und eine (nicht
sichtbare) Halbleiteranordnung hoher Dichte. Ein (nicht dargestellter)
hinter dem Patienten angeordneter Kollimator ist über der
und benachbart zu der Szintillatoranordnung 56 positioniert,
um Röntgenstrahlbündel zu
kollimieren, bevor derartige Strahlen auf die Szintillatoranordnung 56 auftreffen.
Die Szintillatoranordnung 56 enthält mehrere in einer Anordnung
angeordnete Szintillationselemente, und die Halbleiteranordnung
enthält
mehrere in einer identischen Anordnung angeordnete Photodioden.
Diese Photodioden sind auf einem Substrat 58 abgeschieden
oder ausgebildet, und die Szintillatoranordnung 56 ist
darüber
positioniert und an dem Substrat 58 befestigt.
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Schalt-
und Dekodierungsvorrichtungen 60 sind mit der Photodiodenanordnung
verbunden. Die Photodioden sind optisch mit der Szintillatoranordnung
gekoppelt und besitzen elektrische Ausgangsleitungen für die Übertragung
von Signalen, welche für
das von der Szintillatoranordnung ausgegebene Licht repräsentativ sind.
Insbesondere erzeugt jede Photodiode ein analoges Ausgangssignal
mit geringem Pegel, das ein Maß für die Strahlabschwächung für einen
spezifischen Szintillator der Szintillatoranordnung 56 ist.
Die Ausgangsleitungen der Photodioden erstrecken sich aus gegenüberliegenden
Seiten der Halbleiter- oder Photodiodenanordnung und sind mit entsprechenden
Vorrichtungen 60 verbunden (zum Beispiel drahtgebondet).
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Die
Schaltvorrichtung 60 ist eine mehrdimensionale Halbleiterschaltvorrichtung ähnlicher
Größe wie die
Photodiodenanordnung, und die Schaltvorrichtung 60 ist
in einem elektrischen Schaltkreis zwischen die Halbleiteranordnung
und das SDAS 42 (2) geschaltet.
Die Vorrichtung 60 enthält
in einer Ausführungsform
mehrere Feldeffekttransistoren (FETs), die als eine mehrdimensionale
Anordnung angeordnet sind. Jeder FET enthält eine Eingangsleitung, die
elektrisch mit einer der entsprechenden Photodiodenausgangsleitungen verbunden
ist, eine Ausgangsleitung und eine (nicht dargestellte) Steuerleitung.
Die FET-Ausgangs- und Steuerleitungen sind elektrisch mit dem SDAS 42 über ein
flexibles elektrisches Kabel 62 verbunden. Insbesondere ist
etwa eine Hälfte
der Photodiodenausgangsleitungen elektrisch mit jeder FET-Eingangsleitung
auf einer Seite der Anordnung mit der anderen Hälfte von Photodiodenausgangsleitungen
verbunden, die elektrisch mit den FET-Eingangsleitungen auf der
anderen Seite der Anordnung verbunden sind.
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Der
Decoder steuert den Betrieb der FETs, um Ausgänge der Photodioden in Abhängigkeit
von einer gewünschten
Anzahl von Scheiben und Scheibenauflösungen für jede Scheibe freizugeben,
zu sperren oder zu kombinieren. Der Decoder ist in einer Ausführungsform
ein Decoderchip oder eine im Fachgebiet bekannte FET-Steuerung,
und der Decoder enthält
mehrere Ausgangs- und Steuerleitungen, die mit den FETs und dem SDAS 42 gekoppelt
sind. Insbesondere sind die Decoderausgangsleitungen elektrisch
mit den Schaltvorrichtungssteuerleitungen verbunden, um den FETs
zu ermöglichen,
die korrekten Daten zu übertragen.
Die Decodersteuerleitungen sind elektrisch mit den FET-Steuerleitungen
verbunden und bestimmen, welche von den Ausgängen freigegeben werden. Unter
Verwendung des Decoders werden spezifische FETs freige geben, gesperrt
oder werden deren Ausgänge
so kombiniert, dass die Ausgänge
spezifischer Photodioden elektrisch mit dem SDAS 42 verbunden
werden.
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In
einer spezifischen Ausführungsform
enthält
der Detektor 16 siebenundfünfzig Detektormodule 60. Die
Halbleiteranordnung und die Szintillatoranordnung 56 weisen
jeweils eine Anordnungsabmessung von 16 × 16 auf. Demzufolge besitzt
ein Detektor 16 Zeilen und 912 Spalten (16 × 57 Module),
was die gleichzeitige Sammlung von Daten aus 16 Scheiben bei jeder
Drehung des Portals 12 ermöglicht. Natürlich ist die vorliegende Erfindung
auf keinerlei spezifische Anordnungsgrößen beschränkt und es wird in Betracht
gezogen, dass die Anordnung abhängig
von den spezifischen Betreiberanforderungen größer oder kleiner sein kann. Ferner
kann der Detektor 16 in vielen Modi unterschiedlicher Scheibendicke
und Anzahl, wie zum Beispiel in Ein-, Zwei- und Vier-Scheibenmodi betrieben werden.
Beispielsweise können
die FETs in dem Vier-Scheibenmodus so konfiguriert werden, dass
für vier
Scheiben gesammelte Daten aus einer oder mehreren Zeilen der Photodiodenanordnung
gesammelt werden. Abhängig
von der spezifischen Konfiguration der FETs gemäß Definition durch die Decodersteuerleitungen
können
verschiedene Kombinationen von Ausgängen der Photodioden freigegeben,
gesperrt oder kombiniert werden, so dass die Scheibendicke beispielsweise
1,25 mm, 2,5 mm, 3,75 mm oder 5 mm sein kann. Zusätzliche
Beispiele umfassen einen Ein-Scheibenmodus,
welcher nur eine Scheibe mit Scheiben von 1,25 mm bis 20 mm Dicke
umfasst, und einen Zwei-Scheibenmodus, welcher zwei Scheiben mit
Scheiben von 1,25 bis 10 mm Dicke umfasst. Natürlich sind viele weitere andere
Modi möglich.
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6 veranschaulicht
die geometrische Konfiguration des in 1 dargestellten
CT-Systems und stellt das Koordinatensystem des Portals das. Auf
das Koordinatensystem wird in den nachstehenden Figuren Bezug genommen.
Insbesondere bezieht sich die x-Achse auf eine Achsentangente des
Drehkreises des Portals 12. Die y-Achse bezieht sich auf
eine radiale Achse, die sich von dem Isozentrum (ISO) des Portals 12 zu einem
Röntgenröhrenbrennpunkt
erstreckt. Die z-Achse ist eine Längsachse (Einwärts/Auswärts) in
Bezug auf die Scanebene. Der Patient wird entlang der z-Achse auf
dem Patiententisch 20 während
des Scannvorgangs verschoben.
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Gemäß 7 und
in einem Mehr-Scheibenscan werden Daten bei verschiedenen Positionen
der z-Achse gesammelt. 7 ist eine schematische Darstellung
eines Systems 10 von einer Seite des Portals 12 aus
betrachtet. Die Röntgenröhre 46 enthält eine
Anode/Target 64 und eine Kathode 66. Ein nicht
kollimiertes Röntgenstrahlbündel 68 wird
durch die Röhre 46 ausgegeben
und passiert den Verstellkollimator 48. Der Kollimator 48 enthält ein "Bowtie"-Filter 70 und
Wolframnocken 72.
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Wie
in Verbindung mit 2 erläutert, werden die Positionen
der Nocken 72 durch eine Bordsteuerung 40 gesteuert,
welche ihre Befehle aus dem Host-Computer 24 gemäß Vorschrift
von dem die Benutzerschnittstelle verwendenden Bediener über die
SRU 32 und die stationäre
Steuerung 34 empfängt.
Beispielsweise sind Schrittmotoren mit den Nocken 72 verbunden,
um genau die Positionen der Nocken 72 zu steuern. Die Nocken 72 des
Verstellkollimators 48 können unabhängig in Bezug auf den Abstand
zwischen den Nocken 72 und ihre Lage in Bezug auf den Mittelpunkt
der Kollimato röffnung
abhängig
von dem von dem Benutzer gewählten
Datensammelmodus eingestellt werden.
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Ein
kollimiertes Röntgenstrahlbündel 74 wird
von dem Verstellkollimator 48 ausgegeben und das Strahlbündel 74 durchdringt
den Patienten 18 (1) und trifft
auf den Detektor 16 auf. Gemäß vorstehender Beschreibung
enthält
der Detektor 16 einen Kollimator 76, eine Szintillatoranordnung 56 und
eine Photodioden/Umschalt-Anordnung 78 (die Photodioden-
und Umschaltanordnungen sind als eine Einheit in 7 dargestellt,
können
aber wie vorstehend beschrieben getrennte Einheiten sein). Ausgangssignale
aus der Anordnung 78 werden über ein flexibles Kabel dem
SDAS 42 zur Bearbeitung zugeführt.
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Die
nachfolgende Beschreibung betrifft den Betrieb des Verstellkollimators 48 und
des Detektors 16 für
die Bereitstellung der Skalierbarkeit in der Anzahl der Scheiben
und der Scheibendicke. Obwohl der Betrieb des Verstellkollimators 48 und
der Betrieb des Detektors hierin manchmal getrennt beschrieben werden,
dürfte es
sich verstehen, dass der Kollimator 48 und der Detektor 16 in
Kombination arbeiten, um die gewünschte Anzahl
von Scheiben und die Scheibendicke zu erzeugen.
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Insbesondere
stellen 8 und 9 den Betrieb
des Verstellkollimators 48 dar. 8 stellt
einen Verstellkollimator 48 dar, der dafür eingerichtet
ist, ein zentriertes breites Strahlbündel (zum Beispiel einen Strahl
zum Erzielen von vier Datenscheiben mit einer Scheibendicke von
5 mm) zu erzielen. Für
ein schmales zentriertes Strahlbündel
und gemäß Darstellung
in 9 werden die Nocken 72 in einem gleichen
Betrag in Bezug auf einen Mittelpunkt des Strahlbündels 68 nach
innen bewegt. Beispielsweise könnte
der in 9 eingerichtet dargestellte Verstellkollimator
zur Erzielung von 4 Scheiben mit Daten mit einer Scheibendicke von 1,25
mm verwendet werden.
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Wie
es nachstehend betaillierter beschrieben wird, können durch Steuerung der Position
und Breite des Strahlbündels 74 bei
dem Verstellkollimator 48 Scans durchgeführt werden,
um Daten für
viele unterschiedliche Scheibenanzahlen und Scheibendicken zu erhalten.
Beispielsweise entspricht 10 einer
gewählten
Detektorkonfiguration, wenn vier Datenscheiben mit einer Scheibendicke
von 5,0 mm erhalten werden sollen. Die Nocken 72 sind in
der Richtung der z-Achse weit voneinander entfernt, um eine Kollimation
von 20 mm bereitzustellen, und die Ausgänge der Photodioden werden
durch die Schaltanordnung 78 in vier getrennte Scheiben
kombiniert. Insbesondere kombiniert jede Datenscheibe die Ausgangsignale
von vier Photodioden in ein Signal (1A, 2A, 1B und 2B) und jedes
Scheibendatensignal (1A, 2A, 1B und 2B) wird über flexible Kabel 62 an
das SDAS 42 geliefert.
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Für vier Scheibendicken
mit 1,25 mm Scheibendicke kann die in 11 dargestellte
Konfiguration verwendet werden. Insbesondere sind die Nocken 72 nicht
soweit voneinander entfernt wie für die 5 mm Scheibendicke (10).
Stattdessen sind die Nocken 72 in der Richtung des z-Achse
so beabstandet, dass sie eine 5 mm Kollimation bereitstellen, und
die Photodiodenausgangsignale werden durch die Schaltanordnung 78 in vier
getrennte Scheiben kombiniert. Insbesondere kombiniert jede Datenscheibe
die Ausgangssignale einer Photodiode in ein Signal (1A, 2A, 1B und
2B) und je des Scheibendatensignal (1A, 2A, 1B und 2B) wird über flexible
Kabel 62 an das SDAS 42 geliefert.
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Natürlich sind
viele weitere Kombinationen von Scheibenanzahl und Scheibendicke
unter Verwendung des Systems 10 möglich. Beispielsweise und gemäß 12 werden
für zwei
Datenscheiben mit 1,25 mm Scheibendicke die Nocken 72 in
der Richtung der z-Achse so getrennt, dass sie eine 2,25 mm Kollimation
bereitstellen. Die Photodiodenausgangsignale werden durch die Schaltanordnung 78 in
zwei getrennte Scheiben kombiniert. Insbesondere kombiniert jede
Datenscheibe die Ausgangssignale einer Photodiode in ein Signal (1A
und 1B) und jedes Scheibendatensignal (1A und 1B) wird über flexible
Kabel 62 an das SDAS 42 geliefert. Durch die Steuern
des Verstellkollimators 48 und durch eine Kanalaufsummierung
entlang der z-Achse gemäß vorstehender
Beschreibung können
Scandaten für
viele unterschiedliche Scheibenanzahlen und Scheibendicken gesammelt
werden.
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Es
können
viele Änderungen
und Hinzufügungen
an dem vorstehend beschriebenen exemplarischen System ausgeführt werden.
Beispielsweise ein Graphik-basierende Benutzerschnittstelle, welche
es dem Benutzer ermöglicht,
leicht einen Mehr-Scheibenscan und eine Bildrekonstruktionen in
verschiedenen Formen beispielsweise mit optimaler Tischgeschwindigkeit,
Röntgenstrahlbündelkollimation,
Datensammel-Scheibendicke,
Röntgenstrahlbündel-Spannungs-
und Stromwerten, sowie dem Rekonstruktionsverfahren zum Erzielen
der gewünschten
Bildqualität
vorzuschreiben. Eine derartige Schnittstelle kann durch einen berührungsempfindlichen
Bildschirm, Sprache oder durch andere bekannte Schnittstellenverfahren,
die leicht anzuwenden und zu verstehen sind, aktiviert werden. Der
Host-Computer kann so vorprogrammiert werden, dass er verschiedene
Vorgabemodi auf der Basis des durchzuführenden Scanntyps enthält, um die
durch den Bediener durchgeführten
Auswahlvorgänge
weiter zu vereinfachen.
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Das
vorstehend beschriebene skalierbare Mehr-Scheibensystem kann leicht
und einfach betrieben werden, um einen, zwei oder mehr Datenscheiben
zu sammeln. Ein derartiges System bietet dem Bediener auch Optionen
für prospektive
und retrospektive Bilddicken für
die ausgewählten
Scanparameter.
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Obwohl
die Erfindung im Hinblick auf verschiedene spezifische Ausführungsformen
beschrieben wurde, wird der Fachmann auf diesem Gebiet erkennen,
dass die Erfindung mit Modifikationen innerhalb des Schutzumfangs
der Ansprüche
in die Praxis umgesetzt werden kann.