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Die
Erfindung betrifft Filter für
das Filtrieren von unerwünschten
Stoffen oder Verunreinigungen aus Flüssigkeiten wie beispielsweise
gebrauchten Frittierölen.
Insbesondere betrifft die Erfindung Filter, die eine Filterhülle enthalten,
wobei die Filterhülle
aus Filterplatten gebildet ist, die aus Materialien verschiedener
Stärke,
struktureller Länge
und/oder Permeabilität
gebildet sind, wobei der Fluss der zu filtrierenden Flüssigkeit durch
die Platte geleitet wird, die die höhere Permeabilität aufweist.
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Der
Ausdruck „Permeabilität", wie er hier verwendet
wird, bedeutet die Fähigkeit
eines Materials, das Hindurchfließen durch dasselbe zu gestatten.
So weisen Materialien, die eine geringe Widerstandsfähigkeit gegen
das Hindurchfließen
von Flüssigkeiten
aufweisen, eine höhere
Permeabilität
auf und Materialien, die eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen das Hindurchfließen von
Flüssigkeiten
aufweisen, weisen eine geringere Permeabilität auf.
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Bei
einem typischen Frittiervorgang werden große Mengen von Frittierölen oder
-fetten in Pfannen oder Kesseln auf Temperaturen von ca. 157 °C (= 315 °F) bis ca.
204 °C (=
400 °F)
oder mehr erhitzt und die Speise wird zum Frittieren in das Öl oder Fett
hineingetaucht. Während
der wiederholten Verwendung des Frittieröls oder -fettes verursachen
die hohen Frittiertemperaturen in Verbindung mit dem aus der frittierten
Speise abgegebenen Wasser die Bildung freier Fettsäuren (oder
FFS). Durch eine Erhöhung
der FFS wird der Rauchpunkt des Öls
gesenkt und führt
zu einer Erhöhung
der Rauchbildung mit dem Altern des Öls. Außerdem kann das Frittieröl feste
Verunreinigungen wie beispielsweise kleine Stückchen der frittierten Speise,
enthalten.
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Zusätzlich zu
der Hydrolyse, durch die freie Fettsäuren gebildet werden, findet
eine oxidative Degenerierung von Fetten statt, die vom Kontakt des
heißen Öls mit der
Luft herrührt,
wodurch oxidierte Fettsäuren (oder
OFS) gebildet werden. Durch Erhitzen werden die oxidierten Fettsäuren in
sekundäre
und tertiäre
Nebenprodukte verwandelt, die einen schlechten Geschmack und einen
schlechten Geruch im Öl
und der frittierten Speise verursachen können.
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Während der
Verwendung von Öl über eine
gewisse Zeitspanne findet auch eine Karamellisierung statt, die
zu einer sehr dunklen Farbe der Öls
führt,
die in Kombination mit anderen Nebenprodukten dunkle und unansehnliche
frittierte Speisen verursacht.
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Derartige
feste und gelöste
Verunreinigungen werden im Allgemeinen aus derartigen gebrauchten
Frittierölen
durch Hindurchleiten derartiger Öle
durch ein Filter entfernt. Ein derartiges Filter umfasst eine oder mehrere
der folgenden Komponenten, einschließlich, jedoch nicht darauf
beschränkt:
Siebe, Metallabstandsgitter, Filterpapiere, Filterkissen oder Kombinationen
derselben. Im Zusammenhang mit dem Filter kann das Öl mit einer
Reihe verschiedener Materialien oder Filterhilfsmitteln, Adsorptionsmitteln
oder Neutralisierungsmitteln in Kontakt gebracht werden, die im
Allgemeinen in Pulver- oder Teilchenform vorliegen, zum Entfernen freier
Fettsäuren,
oxidierter Fettsäuren
oder anderer Nebenprodukte aus dem Öl. Derartige Materialien umfassen,
sind jedoch nicht darauf beschränkt:
Magnesiumsilicat, Diatomit, Calciumsilicat und Alkalimaterialien
wie Erdalkalimetallhydroxide, Erdalkalimetalloxide, Alkalimetallcarbonate,
Alkalimetallbicarbonate, Erdalkalimetallcarbonate und Alkalimetallsilicate.
Derartige Materialien können
auf das Filter aufgegeben werden oder innerhalb des Filters enthalten
sein. Beispielsweise können
derartige Materialien, wenn ein Filterkissen oder Filterpapier verwendet
wird, in das Filterkissen oder Filterpapier einimprägniert werden.
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Ein
Beispiel eines Filters umfasst ein Metallabstandsgitter, das innerhalb
einer Filterpapierhülle
enthalten ist. Die Papierhülle
kann mit einem Filterhilfsmittel, wie beispielsweise den oben beschriebenen,
imprägniert
sein. Ein derartiges Filter ist im Allgemeinen auf dem Boden der
Pfanne von gebrauchtem Frittieröl
angebracht. Das Metallabstandsgitter weist ein Verbindungsstück auf,
das sich von dem Gitter durch eine Platte oder Seite der Filterhülle erstreckt.
Das Verbindungsstück
kann an ein Rohr angeschlossen sein, das an eine Pumpe angeschlossen
ist. Wenn die Pumpe in Betrieb gesetzt wird, so fließt das Öl durch
die Papierhülle
auf beiden Seiten des Filters, durch die Zwischenräume des
Metallabstandsgitters und durch das Metallverbindungsstück und das
Rohr. Das filtrierte Öl
kann dann zum weiteren Frittieren zurückgeführt werden.
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Wird
jedoch eine Filterpapierhülle
verwendet, so kann im Allgemeinen eine beschränkte Menge an Filterhilfsmittel
in das Filterpapier einimprägniert
sein. Daher kann das behandelte Öl
eine unannehmbare Menge unerwünschter
Materialien, wie freie Fettsäuren
und oxidierte Fettsäuren
sowie andere Nebenprodukte, beibehalten. Des Weiteren ist allgemein
bekannt, dass das „Tieffiltrieren" die effektivste
Art und Weise ist, teilchenförmige
Materialien ohne „Blindwerden" oder Verstopfen
des Filter zu entfernen. Das Tieffiltrieren wird durch Bilden eines
dicken Filterkuchens auf einem Filterseptum wie einem Filterpapier
oder -sieb oder durch Verwendung eines aus faserartigem Material
wie Cellulose hergestellten Filterkissens erreicht. Der Filterkuchen
oder das Filterkissen bildet einen gewundenen Weg ständig kleiner
werdenden Kapillaren mit einem beträchtlichen Oberflächenbereich,
der feine Teilchen auffängt.
Obwohl ein Filterkissen mit einer ausreichenden Menge Filterhilfsmittel
imprägniert
werden kann, sind derartige Kissen im Allgemeinen strukturell weniger
beständig
als Filterpapiere für
die Verwendung als Hülle
und sind daher bis jetzt nicht zur Bildung von Abstandsgitter umgebenden
Filterhüllen
verwendet worden. Filterpapiere weisen jedoch eine ausreichende
strukturelle Festigkeit auf, um leicht um ihre peripheren Kanten
herum unter Bildung einer Filterhülle verschmolzen zu werden.
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Aus
US-A-4,849,297 ist ein Artikel mit einer korrosionshemmenden Beschichtung
bekannt. Bei der Beschichtung handelt es sich um eine calciumhaltige,
amorphe Fällungskieselsäure. Die
Kieselsäure
wird durch gleichzeitiges Vermischen, in einem Reaktor, von wässrigem
Alkalimetallsilicat, z.B. Natriumsilicat, Ansäuerungsmittel, z.B. Salzsäure, und
einer wasserlöslichen
Quelle von Calcium, z.B. Calciumchlorid, zubereitet. Das Produkt
enthält
6 bis 9 Gew.-% Calcium ( als CaO). Das Kieselsäureprodukt kann in eine Beschichtungszusammensetzung
eingearbeitet werden, die für
korrosionsfähige
Metalloberflächen
verwendet wird.
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US-A-5,595,107
lehrt ein Filtrier- und Behandlungsgerät, das eine äußeres Drahtmaschenfiltersieb und
eine innere, steife, durchlöcherte
Stützhülse enthält. Die
Hülse umfasst
ein Inneres mit durchlöcherten Wänden und
einer mittig angeordneten Spule. Die Spule enthält Fluiddurchgänge, die
an eine Saugpumpe angeschlossen sind. Die Hülse und die Innenwände definieren
Kompartimente zum Zurückhalten
von Behandlungsmaterialien. Die Saugpumpe saugt Flüssigkeit
von außerhalb
der Maschendrahthülle
durch die Stützhülse, durch
die Stützhülsenkompartimente
und durch die mittige Spule.
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Aus
US-A-5,702,237 ist ein Kraftstoff-Filter für den Einlass einer Kraftstoffpumpe
mit oberen und unteren Wandteilen bekannt, die jeweils aus einem
Material mit einer Vielzahl von Öffnungen
hergestellt sind. Der untere Wandteil weist eine stärkere Gesamtdicke
und/oder eine geringere durchschnittliche Öffnungsgröße auf als der obere Wandteil,
um eine wirksamere Filtrierung des durch die untere Wand des Filters
in die Kraftstoffpumpe gesaugten Kraftstoffs zu bieten. Das Filter
führt auch
zu einer höheren
Widerstandsfähigkeit
gegen den Kraftstoff-Fluss durch die untere Wand, wodurch die Geschwindigkeit,
mit der der Kraftstoff durch die obere Wand des Filters gesaugt
wird, erhöht
wird.
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Aus
US-A-4,328,097 ist eine Filtervorrichtung bekannt, die ein Paar
Filtersiebe umfasst, die so definiert sind, dass sie operativ nebeneinander
positioniert sind, derart, dass eine hohle Kammer dazwischen definiert
wird. Ein Abstandhalter wird an das Filtersieb in einer mittig definierten
Position bezüglich
der Kanten des Siebs befestigt. Der Abstandhalter besitzt eine ringförmige Gestalt
mit einer Breite, die dem Abstand zwischen den beiden Filtersieben
gleich ist. Ein wegwerfbares Filterelement ist in einer derartigen
Gestalt definiert, dass es die Siebe einhüllt, derart, dass die Oberflächen der
Siebe darin eingeschlossen sind. Ein Krümelsieb kann zum Auffangen
größerer teilchenförmiger Substanz
bereitgestellt werden, während
sie aus einem Gefäß in eine
Ablasspfanne fließt,
um dadurch ein vorläufiges
Filtrieren des Öls
zu bieten. Die ersten und zweiten Siebe weisen die gleiche Permeabilität auf. Die
ersten und zweiten Siebe weisen Umfangsbereiche auf. Diese Umfangsbereiche
sind dicht und liegen eng aneinander, jedoch sind sie nicht mit
einander verschmolzen und sie sind nicht mit nicht verschmolzenen
Teilen ausgestattet, die eine Öffnung
bieten. Der Abstandhalter der Filtervorrichtung ist als Nippel konstruiert.
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Aus
US-A-5,057,217 ist ein flüssigkeitsfester,
integraler Filterblatt-Tuchaufbau bekannt umfassend ein Verbundfiltertuch
mit einem Rahmen und einem Sieb. Das Sieb ist ein gewelltes thermoplastisches
Polymersieb, das zwei Lagen Filtertuch auseinanderhält und bevorzugt
durch Heißversiegeln
am Gipfel jeder Falte des Filtertuchs verklebt ist. Das Filtertuch
besteht aus einem Verbundstoff von zwei Lagen. Die eine Lage ist
eine mikroporöse
organische Polymermembran und die andere Lage ist ein organischer
Polymer textilfilz. Das gewellte Sieb ist zwischen dem Verbundfiltertuch
jedoch nicht zwischen den beiden Lagen des Filtertuchs bereitgestellt.
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US-A-5,019,254
bietet ein Filterkissen mit einer Filtrier/Reinigungsmaterial wie
Absorptionsmittel, die Zeolith und/oder Aktivkohle umfassen, enthaltenden
Filtertasche. US-A-4,043,916 lehrt auch ein Filterelement/-papier,
auf dem ein Filterhilfsmittel in Form von Diatomeenerde festgehalten
ist.
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US-A-5,597,600
lehrt ein Filterhilfsmittel in Form von Magnesiumsilicat für die Behandlung
von Frittieröl-
oder – fett
zum Reduzieren des Gehalts an freier Fettsäure. Bei dem Magnesiumsilicat
handelt es sich um ein amorphes, synthetische Magnesiumsilicat mit
einem Oberflächenbereich
von mindestens 300 Quadratmetern pro Gramm , bevorzugt von ca. 400
Quadratmetern pro Gramm bis ca. 700 Quadratmetern pro Gramm und
noch bevorzugter einem Oberflächenbereich
von ca. 400 Quadratmetern pro Gramm bis ca. 600 Quadratmetern pro
Gramm. Bei dem Magnesiumsilicat kann es sich um amorphes, wasserhaltiges,
ausgefälltes
synthetisches Magnesiumsilicat handeln, das zum Reduzieren des pH-Werts
desselben auf weniger als ca. 9,0 behandelt worden ist. Das Magnesiumsilicat
kann ebenfalls einen Oberflächenbereich
von ca. 50 Quadratmetern pro Gramm bis ca. 150 Quadratmetern pro
Gramm aufweisen.
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US-A-4,681,768
lehrt ein Filterhilfsmittel in Form eines Magnesiumsilicats für die Behandlung
von Frittierölen
und – fetten.
Bei dem Magnesiumsilicat handelt es sich um ein amorphes, synthetische
Magnesiumsilicat mit einem Oberflächenbereich von mindestens
300 Quadratmetern pro Gramm, bevorzugt von ca. 400 Quadratmetern
pro Gramm bis ca. 700 Quadratmetern pro Gramm oder einem Oberflächenbereich
von ca. 400 Quadratmetern pro Gramm bis ca. 600 Quadratmetern pro
Gramm. Bei dem Magnesiumsilicat kann es sich um amorphes, wasserhaltiges,
ausgefälltes
synthetisches Magnesiumsilicat handeln, das zum Reduzieren des pH-Werts
desselben auf weniger als ca. 9,0 behandelt worden ist.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht aus dem Bereitstellen
eines Filters für
das Entfernen von unerwünschten
Stoffen aus einem Fluid wie beispielsweise Frittieröl, das mit
einer erwünschten
Menge Filterhilfsmittel imprägniert
sein kann, jedoch strukturell beständig bleibt.
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Eine
derartige Aufgabe wird durch ein Filter erfüllt, das die Merkmale von Anspruch
1 umfasst.
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Das
erfindungsgemäße Filter
ist aus ersten und zweiten Filterplatten mit verschiedenen Permeabilitäten gebildet.
Die erste Platte ist ein Filterkissen und die zweite Platte ist
aus mindestens einem Filterpapier gebildet. Das Filterpapier, das
eine höhere
strukturelle Festigkeit aufweist als das Filterkissen, verleiht
dem Filterkissen Stützung,
wenn die Umfangskanten verschmolzen werden.
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Des
Weiteren ist es notwendig, um die volle Wirkung des Bestandteils
bzw. der Bestandteile, die in das Filterkissen einimprägniert sind,
zu erreichen, die Flüssigkeitsströmung durch
das Filterkissen und nicht durch das Filterpapier zu leiten. Das
lässt sich
durch Verwenden eines Filterpapiers erreichen, das eine geringere Permeabilität aufweist
als das Filterkissen.
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Der
vorliegenden Erfindung gemäß wird ein
Filter bereitgestellt zum Entfernen unterwünschter Stoffe aus einem Fluid.
Das Filter umfasst eine Filterhülle,
die eine erste Platte und eine zweite Platte enthält. Die erste
Platte weist eine erste Permeabilität auf und die zweite Platte
weist eine zweite Permeabilität
auf. Die erste Permeabilität
ist höher
als die zweite Permeabilität.
Jede der ersten und zweiten Platten enthält einen Umfangsbereich, wobei
ein Teil, jedoch nicht die gesamten Umfangsbereiche miteinander
verschmolzen sind. Die nicht verschmolzenen Teile der Umfangsbereiche
der ersten Platte und der zweiten Platte bieten eine erste Öffnung in
der Hülle.
Eine der ersten und der zweiten Platten weist eine zweite Öffnung auf
für die
Aufnahme von Leitungsmitteln zum Leiten einer Flüssigkeit von dem Filter.
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Im
Allgemeinen können
die Permeabilitäten
der ersten und zweiten Platten auf Grund der Menge an Vakuum bestimmt
werden, das durch die ersten und zweiten Platten von einer Einlass-Seite
zu einer Auslass-Seite gesaugt wird. Das durch die Platte gesaugte
Vakuum steht in umgekehrtem Verhältnis
zu der Permeabilität.
So weist die erste Platte eine geringere Menge an hindurchgesaugtem
Vakuum als die Menge an durch die zweite Platte gesaugtem Vakuum
auf.
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Bei
einer Ausführungsform
werden die Permeabilitäten
der Materialien, die die ersten und zweiten Platten bilden, einem
Filtermediums-Permeabilitättest
entsprechend gemessen, das Verfahren für welchen im Folgenden angegeben
ist. Bei diesem Test wird ein Filterapparat angewendet. Der Filterapparat
umfasst einen äußeren zylindrischen
Behälter,
der ein rundes und planes Sieb enthält, auf das das zu prüfende Filtermedium aufgebracht
wird. Der Behälter
ist an eine Leitung angebracht, die an eine Verdrängungspumpe
angeschlossen ist. Der Apparat umfasst auch ein Vakuum-Messgerät zum Messen
des durch das Filter gesaugten Vakuums. Im Allgemeinen wird bei
jedem Test eines Filtermediums eine Scheibe des Filtermediums oben
auf das Sieb aufgelegt. Im Allgemeinen ist der Durchmesser der Scheibe
größer als
der Durchmesser des Siebs. Ein innerer Zylinder mit einem Innendurchmesser,
der weniger beträgt
als derjenige der Scheibe des Filtermediums wird daraufhin oben
auf das Filtermedium aufgebracht. So wird das Filtermedium für das Testen
auf Permeabilität
vorbereitet.
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Für jedes
geprüfte
Filtermedium wird eine Probe von 150 g Maisöl in einen 250 ml-Becher eingebracht. Ein
Whatman 41-Filterpapier
wird auf das Sieb in dem äußeren zylindrischen
Behälter
aufgelegt. Der innere Zylinder wird dann in den äußeren Zylinder und auf das
Filterpapier aufgebracht. Der Apparat wird 5 Minuten mit mindestens
150 g heißem Öl bei 150 °C ausgespült. Das
Whatman 41- Filterpapier wird entfernt und durch eine Probe des
Filtermediums, wie beispielsweise ein Filterkissen oder Filterpapier,
ersetzt. Eine Probe von 150 g Öl
wird auf 150 °C ± 2 °C erhitzt.
Das Öl
wird daraufhin in den inneren Zylinder gegossen und kommt mit dem
Filtermedium in Berührung.
Die Verdrängungspumpe
wird daraufhin derart in Betrieb gesetzt, dass das Öl zirkuliert
und wieder durch das Filtermedium hindurchgeführt wird. Das Öl wird mit
einer Fließgeschwindigkeit
oder Verdrängung
von 52 ml/min pro 6,45 cm2 (pro Quadratzoll)
Oberflächenbereich
des Filtermediums zirkuliert. Nachdem das Öl fünf Minuten lang zirkuliert
worden ist, wird die Menge Vakuum, die angesaugt wird, in Zoll Quecksilber
gemessen.
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Das Öl wird dann
in einen Sammelbecher geleitet. Bei der ersten Platte, die eine
höhere
Permeabilität aufweist
als die zweite Platte, wird eine geringere Menge Vakuum hindurchgesaugt
als bei der zweiten Platte. Im Allgemeinen wird bei dem Filterkissen,
wenn die erste Platte ein Filterkissen und die zweite Platte ein
Filterpapier ist, ein Vakuum von ca. 25,4 mm (1,0 Zoll) bis ca.
305 mm (12,0 Zoll), bevorzugt von ca. 63 mm (2,5 Zoll) bis ca. 203
mm (8,0 Zoll) Quecksilber mit einer Verdrängung von 52 ml/min pro 6,45
cm2 (pro Quadratzoll) Oberflächenbereich
des Filterkissens dem oben beschriebenen Verfahren entsprechend
hindurchgesaugt und bei dem Filterpapier wird ein Vakuum von ca.
127 mm (5,0 Zoll) bis ca. 762 mm (30,0 Zoll), bevorzugt von ca. 483
mm (19, 0 Zoll) bis ca. 711 mm (28, 0 Zoll) Quecksilber mit einer
Verdrängung
von 52 ml/min pro 6,45 cm2 (pro Quadratzoll)
Oberflächenbereich
des Filterpapiers hindurchgesaugt, vorausgesetzt, dass die Menge
Vakuum, die durch das Filterkissen hindurchgesaugt wird, geringer
ist als dasjenige, das durch das Filterpapier gesaugt wird.
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Bei
einer anderen Ausgestaltung können
die ersten und zweiten Platten der Filterhülle durch eine Reihe verschiedener
Mittel, wie beispielsweise Nähen
oder durch einen Klebstoff, miteinander verschmolzen werden. Bei
einer weiteren Ausgestaltung kann ein kleiner Streifen des gleichen
Materials und der gleichen Permeabilität wie das Filterpapier auf
den Umfangsbereich des Filterkissens aufgebracht werden. Der Streifen, das
Filterkissen und das Filterpapier werden dann unter Bildung der
Filterhülle
aneinandergenäht.
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Die
Filterhülle
kann irgendeine Gestalt, einschließlich viereckig, rechteckig,
trapezförmig
und rund, aufweisen. Die Gestalt der Filterhülle kann der Gestalt der Pfanne
oder des Kessels von gebrauchtem Frittieröl, in das die Filterhülle eingebracht
wird, entsprechen.
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Bei
einer weiteren Ausgestaltung befindet sich die Öffnung für die Aufnahme eines Leitungsmittels
in der ersten Platte. Bei einer anderen Ausführungsform befindet sich die Öffnung für die Aufnahme
eines Leitungsmittels in der zweiten Platte.
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Erfindungsgemäß umfasst
das Filter des Weiteren ein Abstandsgitter, das in der Filterhülle enthalten ist,
wobei das Abstandsgitter eine erste Oberfläche, die mit dem Filterkissen
in Kontakt ist und eine zweite Oberfläche, die mit dem Filterpapier
in Kontakt ist, enthält.
Im Allgemeinen weist das Abstandsgitter die gleiche Gestalt auf
wie diejenige der Filterhülle
und ist in die Filterhülle
durch Öffnungen
eingeführt,
die durch die nicht verschmolzenen Teile der Umfangsbereiche der
ersten und zweiten Platten der Filterhülle gebildet sind.
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Im
Allgemeinen kann es sich bei dem Abstandsgitter um ein Metallgitter
handeln, das aus einem Material gebildet ist, einschließlich, jedoch
nicht darauf beschränkt,
durchlöchertem
Metall, Streckmetall oder Drahtgewebe, das eine Mehrzahl von Öffnungen
oder Zwischenräumen
enthält,
durch die die Flüssigkeit
hindurchgehen kann. Bei einer Ausführungsform besteht das Gitter
aus Streckmetall, das durch eine Vielzahl von sich überschneidenden
gewellten Metallstreifen gebildet ist, die eine Mehrzahl von Zwischenräumen bilden, durch
die das Fluid hindurchgehen kann. Ein Beispiel eines Metallgitters,
das verwendet werden kann, wird von Semrow Perforated and Expanded
Metal Corporation, Des Plaines, Illinois, verkauft. Bei einer anderen
bevorzugten Ausführungsform
umfasst das Filter des Weiteren ein Leitungsverbindungsstück, das
sich von dem Abstandsgitter durch die Öffnung erstreckt für die Aufnahme
des Leitungsmittels in einer der ersten oder der zweiten Platten,
die in fluider Kommunikation mit dem Bereich zwischen den ersten
und zweiten Platten steht. Bei einer Ausführungsform ist das Leitungsverbindungsstück ein Gewindenippel,
der beispielsweise durch Schweißen
an das Abstandsgitter angebracht ist.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
umfasst das Filter des Weiteren ein Rastmittel, wobei das Rastmittel über der Öffnung in
die Hülle
befestigt ist, die durch die nicht verschmolzenen Teile der Umfangsbereiche der
ersten und zweiten Platte gebildet sind, um die Öffnung abzudichten. Bei einer
Ausführungsform
kann die Rastvorrichtung eine Öffnung
enthalten für
die Aufnahme des Leitungsmittels oder des Leitungsverbindungsstücks, wodurch
die Flüssigkeit
von dem Filter durch einen Durchgang durch die Rastvorrichtung geführt wird. Bei
einer derartigen Ausführungsform
enthält weder
die erste Platte noch die zweite Platte eine Öffnung für die Aufnahme des Leitungsmittels.
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Bei
einer bevorzugtesten Ausführungsform
können
das Filterkissen und das Filterpapier aus Materialien gebildet sein,
wie denjenigen, die hier beschreiben sind. Eine Öffnung für die Aufnahme eines Leitungsmittels
ist in dem Filterkissen bereitgestellt. Das Filterkissen weist eine
Permeabilität
auf, die höher
ist als diejenige des Filterpapiers. Das Filterkissen ist mit einem
Filterhilfsmittel, wie hier beschrieben, imprägniert.
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Bei
einer weiteren Ausgestaltung besitzt die Filterhülle eine viereckige oder rechteckige
Gestalt und ein Streifen Filterpapier wird oben auf das Filterkissen
an drei Seiten des Filterkissens aufgelegt. Der Streifen, das Filterkissen
und das Filterpapier werden an den drei Seiten zusammengenäht. Die
vierte Seite wird nicht zusammengenäht, sondern offen gelassen
unter Bildung einer Hülle
mit einer transversalen Öffnung
zwischen dem Kissen und dem Papier. Ein Abstandsgitter wird dann
durch die Öffnung
in die Filterhülle
eingeführt.
Das Abstandsgitter kann durch sich überschneidende und gewellte
Metallstreifen gebildet werden, die durch Punktschweißen aneinander
befestigt sind. Ein Leitungsverbindungsstück wird an das Abstandsgitter
angeschweißt und
steht aus der Öffnung
in dem Filterkissen hervor. Sobald das Abstandsgitter in die Filterhülle eingeführt ist,
wird eine Metallrastvorrichtung über
der Öffnung
befestigt, die durch die nicht verschmolzenen Seiten des Filterkissens
und des Filterpapiers gebildet sind. So ist das Filter dann auf
allen Seiten abgedichtet.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die
Erfindung wird nun mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben, wobei:
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1 eine
auseinandergezogene Ansicht einer Ausführungsform einer Filterhülle der
vorliegenden Erfindung darstellt;
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2 eine
auseinandergezogene Ansicht einer Ausführungsform eines Filters der
vorliegenden Erfindung darstellt, wobei eine Filterhülle ein
Filtergitter umschließt;
und
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3 eine
Querschnittsansicht einer Ausführungsform
eines zusammengebauten Filters darstellt.
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Unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen umfasst ein Filter 10 (3)
eine Filterhülle 11 (1),
die eine bevorzugt rechteckige Filterplatte enthält, die bevorzugt ein Kissen 12 mit
einer mittigen Öffnung 13 und eine
Platte umfasst, die bevorzugt ein rechteckiges Filterpapier 14 umfasst.
Das Filterkissen 12 und das Filterpapier 14 können die
gleiche Länge
und Breite aufweisen oder das Filterpapier 14 kann an der
offenen Umfangskante etwas länger
sein, um eine überlappende
Klappe für
das Abdichten der Öffnung
mit der Rastvorrichtung (2) bereitzustellen. Das Filterkissen 12 und
das Filterpapier 14 können
aus Materialien gebildet sein, die Cellulosefasern und Harzbindemittel
enthalten. Cellulosefasern, die verwendet werden können, umfassen
diejenigen, die aus Holzstoff erhalten werden. Beispiele derartiger
Holzstoff-Fasern, die verwendet werden können, umfassen diejenigen,
die unter dem Warennamen „Regular
Kraft" von Weyerhaueuser
Company, Federal Way, Washington verkauft und diejenigen, die unter
dem Warennamen „Tyee
Kraft" ebenfalls
von Weyerhaueuser Company verkauft werden. Harzbindemittel, die
verwendet werden können,
umfassen Melamin-Formaldehyd-Harze, Harnstoff-Formaldehyd-Harze
und irgendeine Anzahl von im Handel erhältlichen Harzen von „Nahrungsmittelqualität".
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Das
Filterkissen 12 kann aus einer Wasseraufschlämmung hergestellt
werden, die Cellulosefaser, Harzbindemittel und ein Filterhilfsmittel,
wie oben beschrieben, enthält.
Die Aufschlämmung
wird gründlich
gemischt und daraufhin einer Scherbeanspruchung in einem Refiner
unterzogen.
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Die
aufgeschlagene Aufschlämmung
wird zum Entwässern
auf ein Sieb gegossen, wobei ein Filterkissen gebildet wird. Die
Gleichförmigkeit
der Dicke des Kissens lässt
sich durch sich bewegende Rechen erzielen, die die aufgeschlagene
Aufschlämmung über der
Oberfläche
des Siebs verteilen. Nach dem Entwässern wird das Kissen in einem
Ofen getrocknet. Nach dem Trocknen wird das Kissen in die gewünschte Gestalt
geschnitten und eine Öffnung
wird in das Kissen geschnitten, um den Durchgang eines Leitungsmittels
durch dieses hindurch zu ermöglichen.
Die Schneideabfälle,
die vom Zuschneiden des Filterkissens herrühren, können als Teil des Einsatzmaterials
von Feststoffen in einem späteren
Filter verwendet werden.
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Das
Filterkissen 12 weist eine höhere Permeabilität auf als
diejenige des Filterpapiers 14. Die Permeabilität kann durch Ändern der
Menge an Cellulose in der Aufschlämmung und/oder durch Ändern des
Aufschlaggrads geändert
werden. Die Papierplatte 14 verleiht der Filterhülle 11 eine
verbesserte strukturelle Beständigkeit.
Im Allgemeinen weist das Filterpapier 14 eine Permeabilität auf, die
geringer ist als diejenige des Filterkissens 12. Ein langezogener
schmaler Papierstreifen 16 wird auf den Umfangsbereich
des Filterkissens 12 so aufgebracht, dass der Papierstreifen 16 drei
der vier Kanten des Umfangsbereichs bedeckt. Stiche 17 befestigen
den Papierstreifen 16 an dem Filterkissen 12 und
befestigen das Filterkissen 12 an dem Filterpapier 14.
Die nicht genähten
Seiten des Filterkissens 12 und Filterpapiers 14 bilden
eine transversale Öffnung 15 (2)
in der Filterhülle 11.
In die Öffnung 15 wird
ein Filtergitter 18 (2) eingeführt, das
aus einer Mehrzahl von sich überschneidenden
und gewellten Metallstreifen 19 gebildet ist, die eine
Mehrzahl von Zwischenräumen
bilden. An dem Filtergitter 18 ist ein Gewindeleitungsverbundstück oder
Nippel 20 angebracht. Das Filtergitter 18 wird
in die Öffnung 15 derart
eingeführt,
dass der Nippel 20 durch die Öffnung 13 des Filterkissens 12 nach
oben herausragt. Eine langgezogene Rastvorrichtung 22 wird
daraufhin über
die Öffnung 15 über die Länge der Öffnung 15 befestigt,
wodurch die Rastvorrichtung 22 die nichtgenähten Enden
des Filterkissens 12 und das Filterkissen 14 gegeneinander
drückt
unter Bereitstellung einer kompletten Abdichtung der Umfangbereiche
des Filters. Bei der Rastvorrichtung 22 kann es sich um
ein U-förmiges
langgezogenes Metallplattenglied handeln.
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Das
Filter 10 kann dann an den oder in die Nähe des Bodens
einer Pfanne oder eines Kessels (nicht gezeigt) von gebrauchtem
Frittieröl
positioniert werden. Ein Rohrverbindungsstück 24 (2),
das an ein Saugrohr 26 angeschlossen ist, wird dann auf
den Nippel 20 geschraubt, um das Saugrohr 26 am
Filter zu befestigen. Eine an das Saugrohr 26 angeschlossene
Vakuumpumpe (nicht gezeigt) wird dann in Betrieb gesetzt. Das Filterkissen 12 weist
eine höhere
Permeabilität
auf als das Filterpapier 14. Dadurch folgt der Ölstrom dem
Weg des geringsten Widerstands und wird so von dem Filterpapier 14 hinweg
und auf das Filterkissen 12 zu und durch dieses hindurchgeleitet.
Während
das Öl
durch das Filterkissen 12 hindurchgeht können feste Komponenten
wie Krümel
und andere Stoffe oben auf den Filterkissen 12 aufgefangen
und Verunreinigungen wie freie Fettsäuren und oxidierte Fettsäuren können durch
die Filterhilfsmittel, wie unten beschrieben, die in dem Filterkissen 12 enthalten
sein können,
entfernt werden.
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Das Öl kontaktiert
dann das Filtergitter 18 und geht zwischen den Zwischenräumen und
gewellten Metallstreifen 19 des Filtergitters 18 zum
Nippel 20 hindurch. Das Öl geht dann durch den Nippel 20 und
das Verbindungsstück 24 zum
Saugrohr 26 nach oben. Das Saugrohr 26 transportiert
das behandelte Öl
von der Pfanne oder dem Kessel derart, dass das Öl aufgefangen und/oder zur
Wiederverwendung transportiert werden kann.
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Bevorzugt
ist das Filterkissen mit Reinigungsmaterial für das Reinigen der Flüssigkeit,
wie beispielsweise einem Filterhilfsmittel, einem Adsorptionsmittel
oder einem Neutralisiermittel bevorzugt in Form eines Pulvers zum
Entfernen von unerwünschten
Stoffen aus dem Fluid imprägniert.
Wenn das Fluid in Frittieröl
verwendet wird, umfassen derartige Verunreinigungen freie Fettsäuren oder
oxidierte Fettsäuren
und die Filterhilfsmittel können
unter den hier beschriebenen ausgewählt werden.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
enthält
die erste Platte des Weiteren Magnesiumsilicat.
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Im
Allgemeinen kann es sich bei dem Magnesiumsilicat um ein Magnesiumsilicat
handeln, das als Filterhilfsmittel bei Nahrungsmittel-Verarbeitungsanwendungen
akzeptabel ist. Beispielsweise gibt der Food Chemical Codex (Nahrungsmittelchemikalienkodex),
dritte Ausgabe, die folgenden Spezifikationen für synthetisches Magnesiumsilicat
an, das bei der Nahrungsmittelverarbeitung und bei industriellen
Frittiervorgängen akzeptabel
ist:
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
handelt es sich bei dem Magnesiumsilicat um ein amorphes, synthetisches
Magnesium silicat mit einem Oberflächenbereich von mindestens
300 Quadratmetern pro Gramm und bevorzugt mit einem Oberflächenbereich
von ca. 400 Quadratmetern pro Gramm bis ca. 700 Quadratmetern pro
Gramm und noch bevorzugter einem Oberflächenbereich von ca. 400 Quadratmetern
pro Gramm bis ca. 600 Quadratmetern pro Gramm. Außerdem wird
ein derartiges Magnesiumsilicat bevorzugt als grobe Teilchen verwendet,
wobei mindestens 75 % und bevorzugt mindestens 85 % der Teilchen
eine Teilchengröße aufweisen,
die größer ist
als 400 Maschen und wobei nicht mehr als 15 % und noch bevorzugter
nicht mehr als 5 %, alles auf das Gewicht bezogen, eine Teilchengröße von mehr
als 40 Maschen aufweisen. In den meisten Fällen liegt die durchschnittliche
Teilchengröße des verwendeten
Magnesiumsilicats in der Größenordnung von
20 – 75
Mikron, ist jedoch nicht darauf beschränkt. Man sollte sich jedoch
im Klaren darüber
sein, dass das Magnesiumsilicat eine andere Teilchengröße aufweisen
kann als die bevorzugte Größe. Beispielsweise kann
das Magnesiumsilicat als fein verteiltes Pulver verwendet werden.,
d.h. 50 % gehen durch einen 325-Maschendraht hindurch.
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Außerdem besitzt
das hydratisierte Magnesiumsilicat, das einer erfindungsgemäßen bevorzugten Ausführungsform
gemäß verwendet
wird, im Allgemeinen eine Schüttdichte
einer Größenordnung
von 240,27 – 560,63
kg/m3 (15 – 35 lbs./cu.ft), einen pH-Wert
von 7 – 10,8
(5 %ige Wassersuspension) und ein Molverhältnis von MgO zu SiO2 von 1:1,8 bis 1:4.
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Das
Folgende ist eine Spezifikation und ein typischer Wert für Magnesiumsilicat,
das einer erfindungsgemäßen bevorzugten
Ausführungsform
gemäß verwendet
wird: TABELLE
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Ein
repräsentatives
Beispiel eines derartigen synthetischen Magnesiumsilicats mit einem
Oberflächenbereich
von mindestens 300 Quadratmetern pro Gramm ist als Magnesol® Polysorb
30/40, einem Produkt der Dallas Group of America, Inc. Liberty Corner,
N.J., erhältlich
und auch in der US-Patentschrift Nr. 4,681,768 beschrieben.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
ist das Magnesiumsilicat ein amorphes, wasserhaltiges, ausgefälltes, synthetisches
Magnesiumsilicat, das zum Reduzieren des pH-Werts desselben auf
weniger als ca. 9,0 behandelt worden ist. Der Ausdruck "ausgefällt", wie er hier verwendet
wird, bedeutet, dass das amorphe, wasserhaltige, ausgefällte synthetische
Magnesiumsilicat durch Ausfällung
gebildet wird, die auf den Kontakt eines Magnesiumsalzes und einer
Quelle von Silicat in einem wässrigen
Medium hin stattfindet.
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Zum
Zweck der vorliegenden Erfindung ist der pH-Wert des Magnesiumsilicats
der pH-Wert des Magnesiumsilicats, wie er in einer 5 %igen Aufschlämmung des
Magnesiumsilicats in Wasser gemessen wird. Der pH-Wert des behandelten
Magnesiumsilicats in einer 5 %igen Aufschlämmung beträgt bevorzugt ca . 8,2 bis ca
. 8,9 und noch bevorzugter ca . 8,5 bis ca. 8,8 und am bevorzugtesten
ca. 8,5. Ein Beispiel eines derartigen behandelten amorphen, wasserhaltigen,
ausgefällten
synthetischen Magnesiumsilicats ist als Magnesol® XL, einem
Produkt der Dallas Group of America, Inc. Liberty Corner, N.J.,
erhältlich
und auch in der US-Patentschrift Nr. 5,006,356 beschrieben.
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Bei
noch einer anderen Ausführungsform
ist das Magnesiumsilicat ein Magnesiumsilicat, das einen Oberflächenbereich
von ca.50 Quadratmetern pro Gramm bis ca. 150 Quadratmetern pro
Gramm aufweist. Bevorzugt weist ein derartiges Magnesiumsilicat
ein Molverhältnis
von MgO zu SiO2 von ca. 2:2,6 bis ca. 1:3,4 und
einen pH-Wert (5 %ige Wassersuspension) von ca. 9,5 bis ca. 10,5
auf. Ein Beispiel eines derartigen Magnesiumsilicats ist als Magnesol® HMR-LS,
einem Produkt der Dallas Group of America, Inc., Liberty Corner, N.J.,
erhältlich.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
kann das Magnesiumsilicat in Form von Talk vorliegen.
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Man
sollte sich jedoch im Klaren darüber
sein, dass der Umfang der vorliegenden Erfindung nicht auf irgendeinen
Typ Magnesiumsilicat oder ein Verfahren zur Herstellung desselben
beschränkt
ist.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
umfasst das Filterhilfsmittel, das in der ersten Platte enthalten
ist, zusätzlich
zu dem Magnesiumsilicat des Weiteren mindestens ein Alkalimaterial,
das aus der Gruppe ausgewählt
wird bestehend aus Erdalkalimetallhydroxiden, Erdalkalimetalloxiden,
Alkalimetallcarbonaten, Alkalimetallbicarbonaten, Erdalkalimetallcarbonaten
und Alkalimetallsilicaten.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
ist das mindestens eine Alkalimaterial ein Erdalkalimetallhydroxid.
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Bevorzugt
ist das Erdalkalimetallhydroxid Calciumhydroxid (Ca(OH)2).
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Bei
einer anderen Ausführungsform
ist das mindestens eine Alkalimaterial ein Erdalkalimetalloxid. Erdalkalimetallhydroxide,
die verwendet werden können,
umfassen Magnesiumoxid (MgO) und Calciumoxid (CaO), sind jedoch
nicht darauf beschränkt.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
ist das mindestens eine Alkalimaterial ein Alkalimetallcarbonat.
Alkalimetallcarbonate, die verwendet werden können, umfassen Natriumcarbonat
(Na2CO3) , sind
jedoch nicht darauf beschränkt
.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
ist das mindestens eine Alkalimaterial ein Alkalimetallbicarbonat. Alkalimetallbicarbonate,
die verwendet werden können,
umfassen Natriumbicarbonat (NaHCO3) und
Kaliumbicarbonat (KHCO3), sind jedoch nicht
darauf beschränkt.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
ist das mindestens eine Alkalimaterial ein Erdalkalimetallcarbonat. Erdalkalimetallcarbonate,
die verwendet werden können,
umfassen Calciumcarbonat (CaCO3), sind jedoch nicht
darauf beschränkt.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
ist das mindestens eine Alkalimaterial ein Alkalimetallsilicat.
Alkalimetallsilicate, die verwendet werden können, umfassen Natriummetasilicat
(Na2SiO3), sind
jedoch nicht darauf beschränkt.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
liegt das mindestens eine Alkalimaterial in einer Menge von ca.
3 Gew.-% bis ca. 35 Gew.-%, bevorzugt von ca. 5 Gew.-% bis ca. 10
Gew.-% vor, wobei der Rest aus Magnesiumsilicat, auf die beiden
Komponenten bezogen, besteht.
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Beispiele
von Kombinationen von Magnesiumsilicat und mindestens einem Alkalimaterial
sind in der US-Patentschrift Nr. 5,597,600 noch näher beschrieben.