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Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrzeuggestell für ein Arbeitsfahrzeug.
Sie bezieht sich insbesondere auf ein Fahrzeuggestell für Fahrzeuge wie
Straßenkehrmaschinen mit Knicklenkung.
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Fahrzeuge dieser Art bestehen im Wesentlichen aus einem Rahmen mit
Knickgelenk, der mindestens zwei Achsen umfasst, und mit dem die
Reinigungsvorrichtungen wie Bürsten oder Besen, Ansaugvorrichtungen, ein
Behältnis zur Aufnahme des angesaugten Kehrichts, eventuell ein
Wasserbehälter mit ausreichender Kapazität und ein Führerstand verbunden
werden können.
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Bei den Fahrzeugen von bekannter Bauweise besteht der Rahmen
eigentlich aus zwei Halbrahmen, wobei an der vorderen Hälfte die
Ansaugvorrichtungen angebracht werden, und an der hinteren Hälfte die
Auffangwanne und die Motorantriebsteile.
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Aus diesem Grund muss der mittlere Rahmenteil, das heißt der zwischen
den beiden Seitenrändern befindliche Bereich, frei bleiben.
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Unter dem vorderen Halbrahmen sind die Ansaugvorrichtungen
angeordnet, insbesondere eine am Ende eines mit der Auffangwanne
verbundenen Schlauchs montierte Saugdüse, die mit den Kehrichtaufnahmemitteln
beispielsweise Bürsten oder Besen zusammenwirkt.
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Am hinteren Halbrahmen sind die Motorantriebselemente angebracht.
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Bei dieser Bauweise ist die Verwendung von Doppelrohrrahmen
erforderlich.
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Somit bestehen klassische Rahmen aus zwei parallelen Trägern, auf
denen die verschiedenen Fahrzeugteile befestigt werden, während der
zwischen den beiden Trägern befindliche Teil vorne die Ansaugelemente und
hinten den Motorantrieb aufnimmt.
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Aufgrund dieser besonderen Bauweise ist die Ausführung des Gelenks
zwischen den beiden Halbrahmen sehr kritisch und erfordert den Einsatz
von komplexen und kostspieligen Mitteln und Elementen.
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Fahrzeuge wie Straßenkehrmaschinen sind nämlich dazu gezwungen,
häufige und unvorhergesehene Einschlagmanöver auszuführen, die oft
ein erhebliches Ausschlagen bewirken.
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Es ist oft schwierig, die perfekte Koordination zwischen den jeweiligen
Bewegungen der beiden Halbrahmen sicherzustellen, was noch dadurch
erschwert wird, dass es gleichzeitig erforderlich ist, auf die einwandfreie
Funktionsweise der Saugmittel zu achten.
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Die Ansaugleitung, die die unter dem vorderen Halbrahmen angebrachte
Düse mit der am hinteren Halbrahmen angebrachten Auffangwanne
verbindet, ist direkt den verschiedenen Belastungen ausgesetzt, die sich
durch das Gelenk zwischen den beiden Halbrahmen ergeben.
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Die bekannten Lösungen sind zwar technisch zufriedenstellend,
verursachen jedoch beträchtliche Erzeugungskosten. Außerdem lassen sie keine
schnellen Wartungseingriffe oder Ersetzungen vor.
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Außerdem sind die beiden Rahmenteile durch Schläuche miteinander
verbunden, insbesondere Hydraulikschläuche, die es ermöglichen, vom
vorderen Teil aus die am hinteren Teil montierten Elemente zu steuern
und zu überwachen.
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Dies führt zu zusätzlichen Auflagen, da es notwendig ist, die Durchführung
dieser Schläuche auf der Ebene des Gelenks vorzusehen, ohne dass
dessen Funktion beeinträchtigt wird.
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Das Dokument US-A-3 286 781 beschreibt ein Straßenfahrzeug, das auf
einem Rahmen gemäß den vorausgehenden Erläuterungen von Anspruch
1 montiert ist.
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Die Lenk- und Motorantriebselemente sind jeweils gegenüber des
Gelenkbereichs der Halbrahmen angeordnet, am vorderen bzw. am hinteren
Fahrzeugende.
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Die Erfindung schlägt vor, für die verschiedenen oben dargelegten
Nachteile Abhilfe zu schaffen, indem ein Fahrgestell für Arbeitsfahrzeuge mit
Knicklenkung ausgeführt wird, das aus gebogenen Rohren gebildet wird.
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Insbesondere wird jeder Halbrahmen aus einem einfachen gebogenen
Stahlrohr ausgeführt werden.
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Die Erfindung wird nachfolgend mit Hilfe eines nicht erschöpfenden
Ausführungsbeispiels beschrieben, unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen, die Folgendes darstellen:
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Fig. 1 ist eine Draufsicht eines gemäß der Erfindung ausgeführten
Rahmens mit Knicklenkung eines Arbeitsfahrzeugs, und
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Fig. 2 ist eine Detailansicht, die die Knicklenkung zwischen den
beiden Rahmenhälften zeigt.
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Unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen, und insbesondere
auf die Fig. 1, besteht das Fahrgestell gemäß der Erfindung, unter der
allgemeinen Position 1 bezeichnet, aus einem vorderen Teil 11 und einem
hinteren Teil 21.
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Die Ansaugvorrichtungen 2 sind auf dem vorderen Teil 11 angeordnet. Die
Auffangwanne 3 des angesaugten Kehrichts ist am hinteren Teil 21
angebracht.
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Die Halbrahmen 11 und 21 bestehen jeweils aus einem einfachen
gebogenen U-förmigen Rohr.
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Die Rohre 15, 25 sind gegenüberliegend angeordnet, so dass ihre
gebogenen Teile jeweils einander gegenüber stehen.
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Der offene Bereich jedes U-förmigen Rohres ist somit jeweils nach außen
gerichtet, also nach vorne beim Rohr 15, das den vorderen Halbrahmen
bildet und nach hinten beim Rohr 25, das den hinteren Halbrahmen bildet.
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Die Rohre 15 und 25, die die Halbrahmen bilden, werden in den
Bereichen, die erheblichen Belastungen ausgesetzt sind, mittels
Verstärkungselementen aus Blech 16 und 26 verstärkt, welche die gebogenen
Bereiche der besagten Halbrohre umgeben.
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Das Gelenk zwischen den Halbrahmen 11 und 21 wird mit Hilfe von zwei
Stahlteilen 14 und 24 ausgeführt, die jeweils an den Blechteilen 16 bzw.
26 angeschweißt sind, welche an den Rohren 15 und 25 angebracht sind.
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Auf diese Weise wird Fahrgestell verstärkt, ohne dadurch das Gewicht in
Proportionen zu erhöhen, die seine Wendigkeit und sein hervorragendes
Preis-Leistungs-Verhältnis beeinträchtigen könnten.
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Die beiden geschweißten Teile 14 und 24 sind über ein Drehgelenk 4
miteinander verbunden.
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Verschiedene (nicht abgebildete) Schläuche verbinden die beiden
Rahmenhälften auf bekannte Weise.
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Vorzugsweise wird der Gelenkzapfen 4 im mittleren Bereich unterbrochen,
um die mittige Durchführung der Schläuche zu ermöglichen.
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Dies stellt gegenüber den bekannten Lösungen einen erheblichen Vorteil
dar. Bei den herkömmlichen Rahmen erfolgt nämlich die
Schlauchführung seitlich, über oder unter dem Drehpunkt. Dadurch sind die
Schläuche erheblich größeren Belastungen ausgesetzt, was das Risiko des
Bruchs oder des vorzeitigen Verschleißes vergrößert.
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Dank der vorausgehenden Beschreibung lässt sich die ausgesprochen
einfache Konstruktionsweise des Fahrzeuggestells für Arbeitsfahrzeuge
nach der vorliegenden Erfindung ermessen.
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Jeder Halbrahmen wird aus einer beschränkten Zahl von handelsüblichen
Elementen hergestellt, die leicht maschinell bearbeitbar sind und geringe
Herstellungskosten erfordern.
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Die Form der Rohre, aus denen die Halbrahmen bestehen, und ihre
Anordnung sind auf die Fahrzeugform und seine Bewegungen vollkommen
abgestimmt.
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Selbstverständlich ist die Konstruktionsweise des Fahrgestells nicht auf
die oben beschriebene Ausführungsform beschränkt und kann in jeder
Variante erfolgen, ohne dass dadurch der durch die Ansprüche definierte
Rahmen überschritten werden würde.
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Insbesondere können die Abmessungen der gebogenen Rohre
unterschiedlich ausfallen.