DE69836347T2 - Dienstinteraktion in einem intelligenten netzwerk - Google Patents

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Description

  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Die Erfindung betrifft einen Mechanismus zum Aufbauen von Anrufen und zur Verfügungstellen von Diensten an Teilnehmer, wobei der Mechanismus den Betrieb eines intelligenten Netzwerks verbessert.
  • Einem Teilnehmer in einem Telekommunikationsnetzwerk, zum Beispiel in einem drahtgebundenen Netzwerk oder einem Mobiltelefonnetzwerk, kann eine große Anzahl unterschiedlicher Diensten durch ein intelligentes Netzwerk (Intelligent Network, IN) zur Verfügung gestellt werden. Solche Dienste umfassen ein virtuelles privates Netzwerk (bzw. Virtual Private Network, VPN) ein, das zwischen den zu einem lokalen Netzwerk gehörenden Teilnehmern zu verwendende Kurz(wahl)nummern und eine persönliche Nummer, mittels der das intelligente Netzwerk die zu der persönlichen Nummer getätigten Anrufe in einer durch den Teilnehmer gesteuerten Weise neu geroutet bzw. umgeleitet, ermöglicht. Ein Beispiel für ein derartiges intelligentes Netzwerk ist in den Empfehlungen der Q-1200 Serien der ITU-T beschrieben, wobei die Empfehlungen Q-1210 bis Q-1219 eine Gruppe von Merkmalen definieren, die CS-1 (Capability Set 1) genannt werden, und Q-1220 bis Q-1229 eine Gruppe von Merkmalen definieren, die entsprechend CS-2 genannt werden. Die Erfindung und ihr Hintergrund werden unter der Verwendung der CorelNAP-Technik der ETS 300 374-1 Empfehlung beschrieben, aber die Erfindung kann auch in intelligenten Netzwerken verwendet werden, die durch andere intelligente Netzwerkstandards implementiert wurden.
  • Ein grundlegendes Anrufzustandsmodell (Basic Call State Model (BCSM), das in Verbindung mit einem intelligenten Netzwerk definiert ist, beschreibt die unterschiedlichen Phasen einer Anrufsteuerung und umfasst die Punkte (Points), in denen die Anrufsteuerung unterbrochen werden kann, um einen Dienst (Service) des intelligenten Netzwerks zu aktivieren. Es kennzeichnet die Erfassungspunkte (Detection Points) im Anruf- und Verbindungsprozess, in denen die Objekte der Dienstlogik des intelligenten Netzwerks mit Grund-, Anruf- und Verbindungsverwaltungsmerkmalen interagieren können.
  • Bei dem herkömmlichen ohne die Unterstützung eines intelligenten Netzwerkes stattfindende Anrufaufbau (Call Setup) ziehen Telefonvermittlungen alle die Anrufrouting betreffenden Schlussfolgerungen unabhängig. Die Architektur des intelligenten Netzwerks enthält eine oder mehrere Dienststeuerfunktionen (Service Control Functions, SCF). Eine Vorrichtung oder ein Netzwerkelement, das die Aufgaben, die der SCF zugeordnet sind, durchführt, wird ein Dienststeuerpunkt (Service Control Point, SCP) genannt. Im Bereich der vorliegenden Anmeldung seien die SCF und der SCP identisch und werden im Folgenden als der SCP bezeichnet. Der SCP gibt der Vermittlung Anweisungen zum Anrufaufbau oder die Vermittlung kann den SCP nach Anweisungen zum Anrufaufbau befragen. Falls zum Beispiel festgestellt wird, dass eine B-Teilnehmerverbindung in einer bestimmten Phase eines Anrufaufbaus besetzt ist, kann der Anruf zu einer Alternativnummer geleitet werden. 1 zeigt auch andere Elemente des intelligenten Netzwerks, die für das Verständnis der Erfindung wesentlich sind, wie zum Beispiel eine Anrufsteuerfunktion (Call Control Function, CCF), die Anrufverarbeitungsfunktionen auf der hoher Vermittlungsebene umfasst, wie zum Beispiel Aufbauen und Freigeben von Übertragungsverbindungen. Eine Dienstdatenfunktion (Service Data Function, SDF) und ein Dienstdatenpunkt (Service Data Point, SDP) bilden eine Datenbank, die teilnehmer- und/oder dienstspezifische Daten umfasst. Eine spezialisierte Ressourcenfunktion (Specialized Resource Function, SRF) ist eine Schnittstelle für Netzwerkmechanismen, die Interaktionen mit einem Teilnehmer betrifft. Sie kann sogenannter intelligenter Peripherie (IP) zugeordnet werden, die kompliziertere Anrufsverarbeitungsfunktionen umfasst, wie sie Vermittlungen im Allgemeinen durchführen können.
  • Eine Dienstschaltfunktion (Service Switching Function, SSF) ist eine Schnittstelle zwischen der Anrufsteuerfunktion CCF und der Dienststeuerfunktion SCF. Ein Netzwerkelement, das die SSF-Funktion durchführt, wird ein Dienstschaltpunkt (Service Switching Point, SSP) genannt. Ein intelligenter Netzwerkdienst wird derart zur Verfügung gestellt, dass in Verbindung mit dem Antreffen der den Dienst betreffenden Erfassungspunkte der Dienstschaltpunkt SSP den Dienststeuerpunkt SCP nach Anweisungen mittels Nachrichten, die über eine SSP/SCP-Schnittstelle übertragen werden, fragt. Diese Nachrichten werden in der Terminologie des intelligenten Netzwerks Operationen genannt. In Verbindung mit dem intelligenten Netzwerkdienst wird ein Dienstprogramm, dessen Aktivität die Operationen bestimmt, die der SCP an den SSP in einer bestimmten Anrufphase überträgt, im Dienststeuerpunkt (SCP) aktiviert.
  • 2 zeigt den Betrieb eines intelligenten Netzwerks des Standes der Technik in Erfassungspunkten. In Schritt 2-1 sendet ein SSP an SCP eine InitialDP-Operation, die die notwendigen Daten zum Aufbauen eines Anrufes umfasst. Als Nächstes wird der Erfassungspunkt im SSP scharf geschaltet (armed). In Schritt 2-2 sendet der SCP dem SSP eine „RequestReportBCSMEvent"-Nachricht, die den SSP informiert, welche angetroffenen Erfassungspunkten er an den SCP berichten muss. Als nächstes überträgt in Schritt 2-3 der SCP üblicherweise Inrechnungsstellungs- und/oder Interaktions-Operationen, wie zum Beispiel „FurnishChargingInformation" (Rechnungsstellungsinformationen speichern, die den intelligenten Netzwerkdienst betreffen) oder „PlayAnnouncement" (dem Teilnehmer einen Hinweis betreffend den intelligenten Netzwerk geben). In Schritt 2-4 sendet der SCP dem SSP einen RoutingAnweisung, wie zum „CollectInformation" (sammeln von ausgewählten Informationen vom Teilnehmer), „Connect" (Route bzw. Leite den Anruf zu einer neuen Nummer), „Continue" (setze den Anrufaufbau bei derselben Information fort) oder „ReleaseCall" (Abbrechen). In den Empfehlungen für intelligente Netzwerke wird der Anrufaufbau in bestimmte Grobphasen, die Punkte-im-Anruf („Points-in-Call", PIC) genannt werden. Der SSP könnte definiert worden sein, den Anrufaufbau als Antwort auf die „CollectInformation"-Operation von Phase PIC2 an fortgesetzt zu werden und den Anrufaufbau als Antwort auf die „Connect"-Operation von Phase PIC3 fortzusetzen, etc.
  • Es gibt zwei Arten von Erfassungspunkten. Die obigen Ereignisse der 2 betreffen einen Erfassungspunkt, der ein „Trigger"-Erfassungspunkt (Trigger Detection Point, TDP) genannt wird. Der SSP kann eine Startabfrage an den SCP in Verbindung mit einem derartigen TDP-Erfassungspunkt durchführen und der SSP empfängt in ihm Anweisung zum Aufbauen eines Anrufs. Der weitere Typ von Erfassungspunkten ist ein so genannter Ereigniserfassungspunkt („Event Detection Point", EDP). 2 zeigt in Schritt 2-5 ein Ereignis, wenn ein derartiger EDP-Erfassungspunkt während eines Anrufaufbaus angetroffen wird. Der SSP berichtet das Antreffen des Erfassungspunktes an den SCP, der ihm in Schritt 2-7 weiter Anrufaufbauanweisung sendet. Die oben beschriebene intelligente Netzwerkarchitektur kann außerdem auf ein Mobilkommunikationssystem angewendet werden, wenn die Vermittlungen (bzw. Exchanges, EXC) durch eine Mobilvermittlungszentrale (bzw. Mobil Switching Center, MSC) ersetzt wird.
  • Ein Problem bei der bekannten intelligenten Netzwerkarchitektur besteht darin, dass Dienste, die in einem frühen Stadium eines Anrufs erzeugt werden, was eine Steuerbeziehung für länger als die Dauer eines Erfassungspunktes erfordert, den Dienst hindern, aktiviert zu werden. Ein praktisches Beispiel für einen solchen Dienst könnte ein privater Nummernplan oder eine persönliche Nummer sein, die ein Rerouting bzw. Neuleiten zu einer Alternativnummer zur Verfügung stellt. Zwei oder mehr solcher Dienste können damit nicht gleichzeitig für eine Hälfte von einem Anruf in derselben Vermittlung aktiviert werden. Für einen Dienstanbieter und Anwender führt dies zu dem Problem, das Dienste von einem bestimmten Typ nicht gleichzeitig in derselben Vermittlung für denselben Teilnehmer umgesetzt werden können.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Eine Aufgabe der Erfindung ist daher, ein Verfahren zum Bereitstellen von Diensten zur Verfügung zustellen, um so die obigen Probleme, die die Erzeugung mehrerer gleichzeitiger Dienste betrifft, zu lösen. Die Aufgaben der Erfindung können durch Verfahren und eine Ausstattung gelöst werden, die durch das gekennzeichnet sind, was in den kennzeichnenden Teilen der unabhängigen Ansprüche angeben ist. Die bevorzugten Ausführungsbeispiele und Anwendungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen offenbart.
  • Im Bereich der vorliegenden Anmeldung sind intelligente Netzwerkdienste unterteilt in zweite und erste intelligente Netzwerkdienste entsprechend davon abhängig, ob die zur Aktivierung der intelligenten Netzwerkdienste erforderlichen Daten auf der Signalisierungsverbindung zwischen den Vermittlungen übertragen werden können oder nicht. Mit anderen Worten die „ersten intelligenten Netzwerkdienste" beziehen sich auf solche intelligenten Netzwerkdienste, bei denen die Daten über diese bereits in einer frühen Phase des Anrufs, vor einer Nummern- und Teilnehmeranalyse, erhalten werden können. Ein erster intelligenter Netzwerkdienst kann entweder in einer frühen Phase des Anrufs aktiviert werden oder alternativ kann er während des Anrufs durch eine Funktion, die durch einen Teilnehmer von dem Endgerät während des Anrufs aktiviert wird, aktiviert werden. Die Daten, um den ersten intelligenten Netzwerkdienst zu aktivieren, können daher nicht auf der Signalisierungsverbindung zwischen den Vermittlungen übertragen werden. Entsprechend betreffen die „zweiten intelligenten Netzwerkdienste" solche intelligenten Netzwerkdienste, bei denen die Daten über diese später, nur während des Anrufaufbaus zum Beispiel basierend auf einer Teilnehmernummeranalyse oder Teilnehmerdatenanalyse erhalten werden können. Derartige Teilnehmerdaten schließen eine anrufende Teilnehmernummer oder -klasse ein. Zweite intelligente Netzwerkdienste können auch von einer nächsten Vermittlung aktiviert werden, da die zum Aktivieren benötigten Daten auf der Signalisierungsverbindung zwischen den Vermittlungen übertragen werden können. „Dienstaktivierung" bedeutet, dass eine Anfrage zur Bereitstellung eines Dienstes an den intelligenten Netzwerksteuerpunkt durchgeführt wird, mit anderen Worten eine sogenannte SCP-Anfrage wird durchgeführt.
  • Die Erfindung kann zum Beispiel derart umgesetzt werden, dass Informationen über die gegenseitige Kompatibilität von verschiedenen intelligenten Netzwerkdiensten verwaltet werden und in Verbindung mit jedem wenigstens einen ersten intelligenten Netzwerkdienst und einen zweiten intelligenten Netzwerkdienst involvierenden Anruf:
    • (1) Eine Vermittlung empfängt – zum Beispiel aus einer Teilnehmerdatenbank, Teilnehmerschnittstellendaten oder Eingangsleitungsdaten – die Daten über die ersten intelligenten Netzwerkdienste, die eine SCP-Anfrage erfordern.
    • (2) Wenn diese Daten ausreichend sind, um Erfassungspunkte scharf zu schalten, schaltet die Vermittlungsstelle die Erfassungspunkte scharf, von denen die ersten intelligenten Netzwerkdienste aktiviert werden, wenn die Aktivierungskriterien während des Anrufs erfüllt sind.
    • (3) Die Vermittlung bestimmt (basierend auf einer ausgewählten Nummernanalyse und/oder Teilnehmerdatenanalyse) auch die Daten zum Scharfschalten eines zweiten Erfassungspunkt, von dem ein zweiter intelligenter Netzwerkdienst aktiviert wird, wenn die Aktivierungskriterien während des Anrufs erfüllt sind.
    • (4) Die Vermittlung untersucht die Kompatibilität des zweiten intelligenten Netzwerkdienstes mit den ersten Netzwerkdiensten und, wenn der zweite intelligente Netzwerkdienst kompatibel mit allen ersten intelligenten Netzwerkdiensten ist, routet die Vermittlung den Anruf zu einer zweiten Vermittlung zum Bereitstellen des zweiten intelligenten Netzwerkdienstes, wenn der zweite intelligente Netzwerkdienst nicht durch die erste Vermittlung zur Verfügung gestellt werden kann.
    • (5) Wenn es mehr als einen ersten intelligenten Netzwerkdienst gibt, werden Schritte 3 und 4 wiederholt bis alle Daten, die den Anrufaufbau betreffen, analysiert wurden.
  • Ähnlich können Schritte 3 bis 5 solange wiederholt werden, wie die Daten, die den Anrufaufbau beeinflussen, als es eine Folge der SCP-Anfrage und/oder der Konvertierung der Anrufaufbauinformationen, sich ändern, was durch die Vermittlung selbst durchgeführt wird. Die Wiederholung der Schritte 3 bis 5 kann nur auftreten, wenn dieselbe Vermittlung eine SCP-Anfrage betreffend zwei intelligente Netzwerkdienste basierend auf einer Kompatibilitätsanalyse zulässt und keiner der ersten Dienste eine Steuerziehung aufgebaut hat.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Die Erfindung wird nun beschrieben im größeren Detail in Verbindung mit dem bevorzugten Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme der begleitenden Zeichnungen, in denen
  • 1 intelligente Netzwerkarchitekturteile des Standes der Technik zeigt, die für die Erfindung relevant sind,
  • 2 den Betrieb einer intelligenten Netzwerkarchitektur des Stand der Technik in Erfassungspunkten zeigt,
  • 3 das Prinzip einer Kompatibilitätsdatenbank gemäß eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung zeigt,
  • 4A den Betrieb eines Verfahrens gemäß der Erfindung in einer Situation veranschaulicht, in der ein erster intelligenter Netzwerkdienst von einer zweiten Vermittlung und ein zweiter Dienst von einer ersten Vermittlung aktiviert wird,
  • 4B den Betrieb eines Verfahrens gemäß der Erfindung in einer Situation veranschaulicht, in der ein erster intelligenter Netzwerkdienst von einer ersten Vermittlung und ein zweiter Dienst von einer zweiten Vermittlung aktiviert wird,
  • 5A eine Situation veranschaulicht, in der ein Anruf zur selben physikalischen Vermittlung über einen Verbindungsleitungssatz zurückgeroutet wird, um einen ersten und einen zweiten intelligenten Netzwerkdienstes durch dieselbe physikalische Vermittlung zur Verfügung zu stellen,
  • 5B eine Situation veranschaulicht, in der ein Anruf zur selben physikalischen Vermittlung über eine Vermittlungszentrale zurückgeroutet wird, um einen ersten und einen zweiten intelligenten Netzwerkdienstes durch dieselbe physikalische Vermittlung zur Verfügung zu stellen, und
  • 6 ein Flussdiagramm ist, das ein praktikables Verfahren zum Bereitstellen von Diensten durch unterschiedliche Vermittlungen veranschaulicht.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Unter Bezug auf 3 kann die Kompatibilität von intelligenten Netzwerkdiensten mittels einer Kompatibilitätsdatenbank untersucht werden, die zum Beispiel als Tabelle 38 gebildet ist. Eine Dimension der Tabelle 38 umfasst einen bestehenden bzw. vorhandenen Dienst und eine weitere Dimension einen hinzuzufü genden Dienst. Die von der Tabelle 38 benötigte Speicherkapazität kann verringert werden, wenn die potentiellen intelligenten Netzwerkdienste zuerst derart in Klassen unterteilt werden, dass die intelligenten Netzwerkdienste in jeder Klasse ähnliche Anforderungen für die Kompatibilität stellen. Dienste, die zum Beispiel das Inrechnungstellung eines Anrufs beeinflussen, sind bezüglich der Kompatibilität ähnlich. Eine weitere Klasse könnte Dienste verschiedener Alternativnummern umfassen. Die gegenseitige Kompatibilität von zwei Diensten wird untersucht, indem zuerst die Klassen der Dienste in Tabelle 31 überprüft werden und anschließend deren Kompatibilität in Tabelle 38. In Tabelle 31 sind die Dienste an Hand eines Beispiels so angeordnet, dass Spalte 32 eine Kennung für intelligente Netzwerkdienste, zum Beispiel einen Dienstschlüssel, und Spalte 33 die (Kompatibilitäts)-Klasse des Dienstes enthält. Spalte 34 enthält den Erfassungspunkt, von dem der Dienst aktiviert wird. Falls zum Beispiel einer Vermittlung Daten vorliegen, die anzeigen, dass ein Anruf Dienst 4 involviert (oder involvieren wird), kann die Kompatibilität von Dienst 5 auf folgende Weise geprüft werden. Im Hinblick auf Kompatibilität ist Dienst 4 in Klasse 3 und Dienst 5 in Klasse 2. Basierend auf diesen Informationen gibt es ein Plus-Zeichen in Zeile 3, Spalte 2 der Tabelle 38, was bedeutet, dass die Dienste kompatibel sind. Die Kompatibilitätstabelle 38 ist nicht notwendigerweise symmetrisch in Bezug auf ihre Diagonale, da ihre gegenseitige Kompatibilität der Dienste davon abhängen kann, welcher von den Diensten zuerst aktiviert wurde.
  • 4A veranschaulicht den Betrieb eines Verfahrens gemäß der Erfindung. In Schritt 4-1 verifiziert eine Vermittlung EXC1 basierend auf einer Kompatibilitätsdatenbank 3138 (und insbesondere basierend auf Klasse 33), dass ein Dienst S2 eine Steuerbeziehung benötigen wird, sodass er einen Dienst, der später während eines Anrufzustands zu aktivieren ist, daran hindert, ausgelöst zu werden, wenn der Dienst S2 von der ersten Vermittlung bereitgestellt werden würde. Daher wird der Dienst S2 nicht von der ersten Vermittlung EXC1 aktiviert, sondern der Anruf wird zu einer zweiten Vermittlung EXC2 geroutet, von der der zweite Dienst S2 in Schritt 4-2 aktiviert wird. In Schritt 4-3 wird ein erster intelligenter Netzwerkdienst S1 von der ersten Vermittlung EXC1 aktiviert.
  • 4B zeigt eine Situation, in der ein erster intelligenter Netzwerkdienst S1 in Schritt 4-4 aktiviert wird und eine Steuerbeziehung von einer ersten Vermittlung EXC1 aufgebaut hat. In Schritt 4-5 wird der Anruf zu einer zweiten Vermittlung EXC2 geroutet, um einen zweiten intelligenten Netzwerkdienst S2 zur Verfügung zu stellen.
  • 5A und 5B veranschaulichen, dass die Konzepte „erste Vermittlung" und „zweite Vermittlung" oder „nächste Vermittlung" derart breit ausgelegt werden können, dass sie nicht separate physikalische Vermittlungen sein müssen. Da jede Telefonvermittlung in der Lage ist, eine große Anzahl von separaten Anrufen zu verarbeiten, kann ein Anruf, der mehrere intelligente Netzwerkdienste erfordert, zurück zur selben physikalischen Vermittlung geroutet werden. Ein separates Zustandsmodell (ICC/OCC, eingehende/ausgehende Anrufsteuerung) wird für jeden intelligenten Netzwerkdienst gebildet, der eine Steuerbeziehung erfordert. 5A zeigt eine Situation, in der ein Anruf über eine Verbindungsleitungssatzschleife 51 zur selben physikalischen Vermittlung geroutet wird. In 5A und 5B betrifft das Bezugszeichen EXC1' den Teil der Vermittlung, der einen zweiten Dienst S2 durchführt. In Übereinstimmung mit 5B kann der Anruf zur ersten physikalischen Verbindung EXC1' über eine zweite physikalische Vermittlung EXC2' zurückgeroutet werden, die als eine Übergangsvermittlung bzw. Gateway-Vermittlung an fungiert.
  • 6 ist ein Flussdiagramm, das veranschaulicht, wie verschiedene Dienste durch verschiedene Vermittlungen zur Verfügung gestellt werden können. In Schritt 602 empfängt eine erste Vermittlung EXC1 Daten über erste intelligente Netzwerkdienste S1, die eine SCP-Anfrage erfordern. In Schritten 604 bis 606 schaltet die erste Vermittlung EXC1, wenn diese Daten zum Scharfschalten von Erfassungspunkten ausreichend sind, die Erfassungspunkte scharf, von denen die ersten intelligenten Netzwerkdienste S1 aktiviert werden, wenn die Aktivierungskriterien während des Anrufens erfüllt sind. In Schritt 606 bestimmt die Vermittlung EXC1 die Daten zum Scharfschalten eines zweiten Erfassungspunktes, von dem ein zweiter intelligenter Netzwerkdienst S2 aktiviert wird, wenn die Aktivierungskriterien während des Anrufs erfüllt sind. In Schritt 610 untersucht die Vermittlung EXC1 die Kompatibilität des zweiten intelligenten Netzwerkdienstes mit dem ersten intelligenten Netzwerkdienst S1 basierend auf einer Datenbank 31 bis 38. Wenn ein zweiter intelligenter Netzwerkdienst S2 mit irgendeinen der ersten intelligenten Netzwerkdiensten S1 inkompatibel ist, wird der Anruf in Schritt 622 unterbrochen. In Schritt 612 untersucht die Vermittlung EXC1, ob irgendeiner der ersten intelligenten Netzwerkdienste S1 eine Steuerbeziehung von der Vermittlung erfordert, oder ob er bereits eine aufgebaut hat. Falls eine Steuerbeziehung erfordert wird, wird in einem optionalen Schritt 616 untersucht, ob die Kompatibilitätsdatenbank 31 bis 38 eine spezielle Ausnahme oder implizit zusätzliche Bedingung enthält, die eine Abweichung von einer regulären Prozedur involvieren würde. Werte einer solchen zusätzlichen Bedingung können einschließen 1) Unterbreche der Anruf; 2) Route zu einer nächsten Vermittlung; und 3) Erzeuge S2 von einer ersten Vermittlung. Die zusätzliche Bedingung kann in den Zellen der Tabelle 38 für jede S1/S2-Kombination gespeichert werden. Die zusätzliche Bedingung kann außerdem implizit erhalten werden, da der Steuerbeziehungsaufbau direkt von der Klasse des Dienstes S2 erkannt werden kann. Wenn der Dienst S1 keine Steuerbeziehung in Schritt 612 erfordert, wird untersucht in Schritt 614, ob der Dienst S2 eine Steuerbeziehung erfordert. Falls eine Steuerbeziehung erfordert wird, findet ein Übergang zum obigen Schritt 616 statt, wobei die zusätzliche Bedingung untersucht wird.
  • In Schritt 618 wird der zweite intelligente Netzwerkdienst S2 von der ersten Vermittlung zur Verfügung gestellt. Dieser Schritt wird aktiviert, wenn der Dienst S2 mit allen S1 Diensten kompatibel ist und zusätzlich wenigstens eine der folgenden (Bedingungen) gültig ist: keiner der Dienste S1 und S2 erfordert eine Steuerbeziehung oder die zusätzliche Bedingung (in Schritt 616) zeigt an, dass der Dienst S2 von der ersten Vermittlung zur Verfügung gestellt werden kann.
  • In Schritt 620 wird der Anruf zur nächsten Vermittlung geroutet, um den Dienst S2 bereit zu stellen. Dieser Schritt wird aktiviert, wenn alle der folgenden (Bedingungen) gültig sind: der Dienst S2 ist kompatibel mit allen S1-Diensten; jeder der S1 oder S2-Dienste erfordert eine Steuerbeziehung, und die zusätzliche Bedingung (in Schritt 616) zeigt an, dass der Anruf zu der nächsten Vermittlung geroutet wird, um den Dienst S2 zu erzeugen.
  • In Schritt 622 wird der Anruf unterbrochen. Dieser Schritt wird erreicht, wenn der Dienst S2 inkompatibel bzw. nicht-kompatibel ist mit irgendeinem der S1 Dienste.
  • Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel umfasst die Kompatibilitätsdatenbank 31 bis 38 zusätzlich zu den reinen Kompatibilitätsdaten außerdem Daten, die anzeigen, dass eine Liste von ersten intelligenten Netzwerkdiensten zu der nächsten Vermittlung gesendet werden muss. Eine weitere bevorzugte Verbesserung besteht darin, dass wenn die Kompatibilitätsdatenbank 31 bis 38 anzeigt, dass der Anruf zu der nächsten Vermittlung geroutet werden muss, die Daten, wie zum Beispiel die Nummer eines anrufenden oder angerufenen Teilnehmers oder die Klasse des angerufenen Teilnehmers, einer Anfangsadressnachricht (Initial Address Message, IAM) zur nächsten Vermittlung zu senden sind, basierend auf der Kompatibilitätsdatenbank konvertiert werden können. Das Bereitstellen von Diensten in der nächsten Phase wird durch solche Veränderungen erleichtert. Basierend auf der Teilnehmerklasse kann zum Beispiel in der nächsten Vermittlung bekannt sein, dass für einen „AdviceOfCharge"-Zusatzdienst Pulsnachrichten an die vorhergehende Vermittlung gesendet werden müssen.

Claims (15)

  1. Verfahren zum Bereitstellen wenigstens zweier Dienste eines intelligenten Netzwerks (S1, S2) in Verbindung mit demselben Anruf in einem Telekommunikationssystem mit wenigstens einer ersten Vermittlung (EXC1) und einer nächsten Vermittlung (EXC2, EXC1'), wobei jede Vermittlung eine Schnittstelle (SP) zu einem Dienststeuerpunkt (SCP) von einem intelligenten Netzwerk aufweist und jeder Dienst des intelligenten Netzwerks wenigstens einem entsprechenden Erfassungspunkt zu geordnet ist; wobei in dem Verfahren basierend auf wenigstens einem vorherbestimmten Kriterium die Dienste des intelligenten Netzwerks in erste (S1) und zweite (S2) Dienste des intelligenten Netzwerks unterteilt und Informationen über die gegenseitige Kompatibilität der verschiedenen Dienste des intelligenten Netzwerks (S1, S2) verwaltet werden; dadurch gekennzeichnet, dass in Verbindung mit jedem derartigen Anruf, der wenigstens einen ersten Dienst (S1) des intelligenten Netzwerks und einen zweiten Dienst (S2) des intelligenten Netzwerks einbezieht, die erste Vermittlung (EXC1) die Kompatibilität des zweiten Dienstes (S2) des intelligenten Netzwerks zu dem ersten Dienst (S1) des intelligenten Netzwerks untersucht und den Anruf zu der nächsten Vermittlung oder einem Teil der Vermittlung (EXC2, EXC1') routet, wenn: der zweite Dienst (S2) des intelligenten Netzwerks kompatibel mit allen ersten Diensten (S1) des intelligenten Netzwerks ist, und der zweite Dienst (S2) des intelligenten Netzwerks oder irgendeiner der ersten Dienste (S1) des intelligenten Netzwerks eine Steuerbeziehung zu dem Dienststeuerpunkt (SCP) für länger als die Dauer eines Erfassungspunktes benötigt.
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dienste des intelligenten Netzwerks in zweite (S2) und erste (S1) Dienste des intelligenten Netzwerks unterteilt werden, entsprechend abhängig davon, ob die Daten, die benötigt werden, um die Dienste des intelligenten Netzwerks zu aktivieren, auf der Signalisierungsverbindung zwischen den Vermittlungen übertragen werden können oder nicht.
  3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anruf unterbrochen wird, wenn der zweite Dienst (S2) des intelligenten Netzwerks inkompatibel mit irgendeinem der ersten Dienste (S1) des intelligenten Netzwerks ist.
  4. Verfahren gemäß einem der hervorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten über die Kompatibilität der Dienste des intelligenten Netzwerks in einer Datenbank (31 bis 38) gehalten werden.
  5. Verfahren gemäß einem der hervorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Routing des Anrufs zu der nächsten Vermittlung oder einem Teil der Vermittlung erfordert, dass eine zusätzliche Bedingung (616), die in einer Datenbank (31 bis 38) gespeichert ist, erfüllt ist.
  6. Verfahren gemäß einem der hervorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Daten zum Scharfschalten des dem ersten Dienst (S1) des intelligenten Netzwerks zugeordneten Erfassungspunkts aus einer Teilnehmerdatenbank, Teilnehmerschnittstellendaten und/oder Eingabezeilendaten erhalten werden.
  7. Verfahren gemäß einem der hervorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Daten zum Scharfschalten des dem zweiten Dienst (S2) des intelligenten Netzwerks zugeordneten Erfassungspunkts basierend auf einer ausgewählten Nummernauswertung und/oder Teilnehmerdatenauswertung erhalten werden.
  8. Verfahren gemäß einen der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die nächste Vermittlung oder ein Teil der Vermittlung die nächste physikalische Vermittlung (EXC2) in der Ausbreitungsrichtung des Anrufs ist.
  9. Verfahren gemäß einen der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die nächste Vermittlung oder ein Teil der Vermittlung (EXC1') ein Teil derselben physikalischen Vermittlung wie die erste Vermittlung (EXC1) ist und der Anruf zu diesem Teil über eine Hauptleitungsschleife (51) geroutet wird.
  10. Verfahren gemäß einen der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die nächste Vermittlung oder ein Teil der Vermittlung (EXC1') ein Teil derselben physikalischen Vermittlung wie die erste Vermittlung (EXC1) ist und der Anruf zu diesem Teil über eine zweite physikalische Vermittlung (EXC2') geroutet wird.
  11. Verfahren gemäß einen der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die nächste Vermittlung oder ein Teil der Vermittlung (EXC1') ein Teil derselben physikalischen Vermittlung wie die erste Vermittlung (EXC1) ist und der Anruf zu diesem Teil intern in der Vermittlung zu ihrem zweiten Zustandsmodel oder Teil eines Zustandsmodels geroutet wird.
  12. Verfahren gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass, um die Größe der Datenbank (31 bis 38) zu verringern, die Dienste (S1, S2, 32) des intelligenten Netzwerks in Klassen (33) unterteilt werden und die Kompatibilität der Dienste des intelligenten Netzwerks basierend auf der Kompatibilität der entsprechenden Klassen (33) bestimmt wird.
  13. Verfahren gemäß einen der hervorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Daten, die anzeigen, dass eine Liste der ersten Dienste des intelligenten Netzwerks an die nächste Vermittlung oder einen Teil der Vermittlung gesendet werden muss, in Verbindung mit den Kompatibilitätsdaten verwaltet werden.
  14. Verfahren gemäß einen der hervorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenn der Anruf zu der nächsten Vermittlung oder einem Teil der Vermittlung geroutet wird, ein Element der ursprünglichen Adressierungsnachrichtdaten, derart wie die Nummer eines Anrufs oder der angerufene Teilnehmer oder die Klasse eines angerufenen Teilnehmers, basierend auf den Kompatibilitätsdaten verändert wird.
  15. Telefonvermittlung (EXC1) mit einer ersten Schnittstelle zu einer nächsten Vermittlung (EXC2, EXC1') und einer zweiten Schnittstelle (SSP) zu einem Dienststeuerpunkt (SCP) eines Dienstes eines intelligenten Netzwerks zum Bereitstellen eines Dienstes (S1, S2) des intelligenten Netzwerks, wobei jeder Dienst des intelligenten Netzwerks wenigstens einem entsprechenden Erfassungspunkt zugeordnet ist, und die Dienste des intelligenten Netzwerks in erste (S1) und zweite (S2) Dienste des intelligenten Netzwerks basierend auf wenigstens einem vorherbestimmten Kriterium unterteilt sind und die Telefonvermittlung eingerichtet ist, Daten über die gegenseitige Kompatibilität der verschiedenen Dienste (S1, S2) des intelligenten Netzwerks zu unterhalten; dadurch gekennzeichnet, dass in Verbindung mit jedem Anruf, der wenigstens einen ersten Dienst (S1) des intelligenten Netzwerks und einem zweiten Dienst (S2) des intelligenten Netzwerks einbezieht, die Telefonvermittlung (EXC1) Mittel aufweist, die angepasst sind, die Kompatibilität des zweiten Dienstes (S2) des intelligenten Netzwerks mit dem ersten Dienst (S1) des intelligenten Netzwerks zu untersuchen und den Anruf zu der nächsten Vermittlung oder einen Teil der Vermittlung (EXC2, EXC1') zu routen, um den zweiten Dienst (S2) des intelligenten Netzwerks zu aktivieren, wenn: der zweite Dienst (S2) des intelligenten Netzwerks kompatibel mit allen ersten Diensten (S1) des intelligenten Netzwerks ist, und der zweite Dienst (S2) des intelligenten Netzwerks oder irgendeiner der ersten Dienste (S1) des intelligenten Netzwerks eine Steuerbeziehung mit dem Dienststeuerpunkt (SCP) für länger als die Dauer eines Erfassungspunkts erfordert.
DE69836347T 1997-09-25 1998-09-23 Dienstinteraktion in einem intelligenten netzwerk Expired - Lifetime DE69836347T2 (de)

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DE69836347D1 DE69836347D1 (de) 2006-12-14
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