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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Kodieren einer Kontur eines Objektes in einem Bildsignal; und
insbesondere ein Verfahren und eine Vorrichtung, die die Kontur unter
Verwendung eines adaptiven Kodierverfahrens basierend auf einer
oktant-basierten und einer Technik zum Kodieren gleichbeabstandeter
Vertices kodieren kann.
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In
digitalen Fernsehsystemen, wie Video-Telefon-, Telekonferenz- und
hochauflösenden
Fernsehsystemen, wird eine große
Menge digitaler Daten benötigt,
jedes Bildframesignal zu definieren, da ein Bildliniensignal im
Bildframesignal eine Folge digitaler Daten umfaßt, die als Pixelwerte bezeichnet
werden. Da jedoch die verfügbare
Frequenzbandbreite eines herkömmlichen Übertragungskanals
beschränkt
ist, die große
Menge digitaler Daten dorthin durch zu übertragen, ist es erforderlich,
das Datenvolumen unter Verwendung verschiedener Datenkomprimierungstechniken
zu komprimieren oder vermindern, insbesondere im Fall solcher niedrigbitratiger Bildsignalkodierer,
wie Bild-Telefon- und Telekonferenz-Systeme.
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Eine
solcher Techniken zum Kodieren von Bildsignalen für ein niederbitratiges
Kodiersystem ist die sogenannte Objektorientierte Analyse-Synthese-Kodiertechnik,
bei der ein Bildeingangssignal in Objekte aufgeteilt wird und drei
Sätze an
Parametern zum Definieren der Bewegung, der Kontur und der Pixeldaten
jedes Objektes durch verschiedene Kodierkanäle verarbeitet werden.
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Beim
Verarbeiten einer Kontur eines Objektes ist die Konturinformation
wichtig für
die Analyse und Synthese der Objektform. Ein klassisches Kodierverfahren
zum Darstellen der Konturinformation ist ein Kettenkodierverfahren,
bei dem die Positionsinformation aller Konturpixel kodiert wird.
Das Kettenkodierverfahren benötigt
jedoch eine erhebliche Menge an Bits für deren Darstellung, auch wenn
das Verfahren keinerlei Verluste der Konturinformation nach sich
zieht.
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Um
den Nachteil des Kettenkodierverfahrens zu beheben, sind daher mehrere
Verfahren vorgeschlagen worden, die Konturinformation zu kodieren, wie
eine polygonale Näherung,
eine B-Spline-Näherung und
eine DST (Diskrete Sinustransformation), kombiniert mit einer polygonalen
Näherungstechnik. Bei
einer solchen Näherungstechnik
wird die Kontur durch Linien- oder Kurvensegmente genähert, von denen
jedes ein Paar benachbarter, auf der Kontur bestimmter Vertices
verbindet; und die Vertices werden basierend auf zum Beispiel der
sogenannten lokal-adaptiven, oktant-basierten Vertex-Kodiertechnik kodiert
(siehe z.B. International Organisation for Standardisation, Coding
of Moving Pictures and Audio Information, ISO/IEC JTCI/SC29/WG11,
Shape Coding AHG, Juli 30, 1996, Titel "Revised Description of S4a: Geometrical
Representation Method" von K.
O'Connell, P. Gerken
und J. H. Kim).
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Bezugnehmend
auf 1 ist ein schematisches Blockdiagramm einer herkömmlichen
Vorrichtung zum Kodieren von Vertices einer Kontur eines Objektes
in einem Bildsignal basierend auf dem oktant-basierten Vertex-Kodierverfahren
gezeigt.
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Eine
Binärmaske
wird einem Konturextraktionsblock 10 eingegeben, wobei
jeder der Pixel in der Binärmaske
durch einen der Binärwerte,
z.B. 0 oder 1, dargestellt wird, abhängig davon, ob ein Pixel innerhalb
eines Objektes angeordnet ist, oder in einem Hintergrundbereich.
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Die
Konturextraktionsblock 10 extrahiert eine Kontur des Objektes
von der Binärmaske
und stellt die Kontur einem Vertexauswahlblock 20 bereit.
Die Kontur ist aus Konturpixeln hergestellt, wobei jeder ein Objektpixel
ist, der auf dem Rand des Objektes angeordnet ist.
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Der
Vertexauswahlblock 20 wählt
mehrere Vertices unter Anwendung eines herkömmlichen iterativen Verfeinerungsverfahrens aus,
z.B. einer polygonalen Näherungstechnik,
wobei ein Paar Konturpixel, das eine maximale Distanz voneinander
beabstandet ist, zuerst als Start-Vertices bestimmt wird; und zusätzliche
Konturpixel als Vertices ausgewählt werden,
bis ein größter senkrechter
Abstand von einem Liniensegment, das jedes Paar benachbarter Vertices
verbindet, zu einem Kontursegment, das durch das Paar benachbarter
Vertices definiert ist, nicht mehr einen vorgegebenen Schwellwert
Dmax überschreitet,
wobei das Paar benachbarter Vertices entlang der Kontur aneinander
angrenzt. Bei der polygonalen Näherungstechnik
wird daher der Näherungsgrad
durch die Größe des Schwellwerts
Dmax bestimmt.
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Bei
einem Vertex-Kodierblock 30 werden die beim Vertex-Auswahlblock 20 bestimmten
Vertices basierend auf z.B. der sogenannten oktant-basierten Vertex-Kodiertechnik
kodiert.
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Bei
der oktant-basierten Vertex-Kodiertechnik werden eine x- und eine y-Komponente
R(x) und R(y) und deren Beträge
x_mag und y_mag einer Verschiebung R zwischen jedem Paar benachbarter
Vertices berechnet. Danach werden zwei Vertices entsprechend einem
größten Betrag
unter all den x_mag's
und y_mag's als
ein Anfangsvertex und ein Endvertex der Kontur ausgewählt. Dann
werden N, z.B. 8 Vertices nacheinander entlang der Kontur indiziert,
beginnend mit dem Anfangvertex bis zum Endvertex, wie in 2 gezeigt.
In 2 ist das x_mag, das dem Paar Vertices V1 und V8 entspricht,
das größte unter
den 8 Paaren von x_mag's
und y_mag's, die
von den Vertices V1 bis V8 erhalten
werden.
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Nach
Bestimmen des Anfangs- und des Endvertices werden ein x_max_mag
und ein y_max_mag, die jeweiligen Maximalwerte der x_mag's und y_mag's der Verschiebungen
Ri's,
als ein x_dynamic_range bzw. ein y_dynamic_range der Kontur bestimmt,
wobei R1 = Vi+1 – Vi für
i = 1, 2, ..., N – 1,
wobei Vi ein Positionsvektor ist, der den
Vertex Vi darstellt. Danach werden der x_dynamic_range,
der y_dynamic_range und die Absolutposition des Anfangsvertex Vi kodiert, während jeder der verbleibenden Vertices,
d.h. Vi+1 für i = 1 bis (N – 1) basierend auf
der Verschiebung Ri von seinem vorhergehenden Vertex
Vi kodiert wird.
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Genauer
gesagt wird, wie in 3 gezeigt, ein Oktant, zu dem
ein Vertex Vi+1 gehört, unter dem Oktant 0 bis
zum Oktant 7 basierend auf einer x-Komponente Ri(x)
und einer y-Komponente
Ri(y) der Verschiebung Ri bestimmt,
wobei die acht nächsten
Nachbarn zum Ursprung (alle durch die geschlossenen Kreise in 3 gekennzeichnet)
die Startpunkte der acht Oktanten darstellen.
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Nach
Bestimmen der Oktanten für
die Vertices Vi+1 werden die Indizes der
Oktanten unter Anwendung der herkömmlichen Differenzkettenkodiertechnik
kodiert; und die Beträge
der Komponenten Ri(x) und Ri(y),
die die Relativposition des Vertex Vi+1 bzgl.
seines vorhergehenden Vertices Vi darstellen, unter
Verwendung der Bits kodiert, die basierend auf dem x_dynamic_range
bzw. dem y_dynamic_range bestimmt sind.
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Als
ein weiteres Beispiel der oktant-basierten Vertex-Kodiertechnik werden
die Oktantindizes und Ri's alternativ unter Anwendung des sogenannten Syntax-adaptiven
arithmetischen Kodierens (SAAC) kodiert. Beim SAAC hängt die
Anzahl möglicher Symbole
vom Maximum des dynamischen Bereichs ab, d.h. max(x_dynamic_range,
y_dynamic_range). Für
weitere Details der oktant-basierten Vertexkodiertechnik siehe K.
O'Connell et al.,
supra.
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Aufgrund
des Prozesses zum Ordnen der Vertices, wie oben beschrieben, kann
die die Vertices darstellende Datenmenge bei der oktant-basierten Vertex-Kodiertechnik
effektiv vermindert werden, da jeder Vertex mit Ausnahme des Anfangsvertex
durch den Oktanten, zu dem er gehört, und die Beträge von Ri(x) und Ri(y) dargestellt
wird; und die zum Kodieren der Beträge benötigte Anzahl an Bits hängt von x_dynamic_range
und y_dynamic_range ab.
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Ein
solches herkömmliches
Konturkodierverfahren kann jedoch weiterhin eine unnötig große Menge
an Bits zum Darstellen der Vertices benötigen, insbesondere falls die
meisten x_mag's
und y_mag's erheblich
kleiner als die x_dynamic_range und y_dynamic_range sind oder eine
große
Anzahl an eng angeordneten Vertices existiert, was vorkommen kann,
wenn der Schwellwert Dmax eine kleine Größe hat.
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Die
Druckschrift "Coding
efficiency of multiring differential chain coding", Johannessen A.B.
et al., IEE Proc. I, (Commun. Speech Vis.), ISSN 0956-3776, offenbart
ein Kodierverfahren, bei dem ein Suchfenster um einen ersten primären Vertex
an dessen Zentrum gebildet und ein Vektor bestimmt wird, der vom
Zentrum zu einem Randpixel des Suchfensters zeigt, der am besten
an den Linienabschnitt der Kontur angepaßt ist, der vom Zentrum des Suchfensters
zu deren nächstem
Randpixel verläuft.
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Die
Druckschrift "Motorola
MPEG-4 Contour Coding Tool Technical Description", K. O'Connell et al., XP002087374 offenbart
ein Verfahren zum Kodieren einer Kontur, bei dem mehrere primäre Vertices
auf der Kontur bestimmt werden, die die Kontur in eine Anzahl primärer Kontursegmente
unterteilen, mit jeweils einem Paar primärer Vertices an deren Enden.
Das primäre
Kontursegment mit dem größten senkrechten
Abstand zur Kontur wird durch zwei Liniensegmente ersetzt, und dieser
Vorgang wird solange wiederholt, bis eine gewünschte Anzahl an Vertices erhalten
ist.
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Es
ist daher ein primäres
Ziel der Erfindung, ein verbessertes Verfahren und eine verbesserte Vorrichtung
zum Kodieren einer Kontur eines Objektes bereitzustellen, das die
Kontur effektiv kodieren kann.
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Die
Erfindung erreicht dieses Ziel mit dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche 1 bzw.
12. Bevorzugte Ausführungsbeispiele
sind in den abhängigen
Ansprüchen
offenbart.
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Die
obigen und weitere Ziele und Merkmale der vorliegenden Erfindung
werden aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
mit Bezug auf die beigefügte
Zeichnung deutlich, in der:
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1 ein
schematisches Blockdiagramm einer herkömmlichen Vorrichtung zum Kodieren
einer Kontur eines Objektes zeigt;
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2 einen
Vorgang zum Zuordnen einer Priorität zu Vertices darstellt;
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3 eine
oktant-basierte Vertex-Kodiertechnik beschreibt;
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4A und 4B schematische
Blockdiagramme von Vorrichtungen zum Kodieren einer Kontur eines
Objektes gemäß den bevorzugten
Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung darstellen;
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5 ein
detailliertes Blockdiagramm eines Blockes zum Kodieren von gleichbeabstandeten
Vertices in 4A und 4B zeigt;
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6A und 6B einen
Vorgang zum Auswählen
sekundärer
Vertices an dem Block zum Kodieren von gleichbeabstandeten Vertices
in 4A und 4B darstellt;
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7 ein
detailliertes Blockdiagramm eines Differenzkettenkodierblockes in 5 darstellt;
und
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8A und 8B beispielhafte
Quantisierungsvorgänge
eines Quantisierungsblockes in 7 demonstrieren.
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Bezugnehmend
auf 4A ist ein schematisches Blockdiagramm einer Vorrichtung 100 zum
Kodieren einer Kontur eines in einem Bildsignal ausgedrückten Objektes
gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung gezeigt.
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Ein
Konturbild eines Objektes wird einem Konturextraktionsblock 40 in
Form einer Binärmaske eingeben.
Beim Konturextraktionsblock 40 wird eine Kontur des Objektes
extrahiert, wobei die Kontur aus Konturpixeln am Rand des Objektes
erzeugt wird. Die vom Konturextraktionsblock 40 extrahierte
Kontur wird einem ersten Vertexauswahlblock 50 und einem
Block 90 zum Kodieren gleichbeabstandeter Vertices zugeführt.
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Beim
ersten Vertex-Auswahlblock 50 werden mehrere primäre Vertices
auf der Kontur unter Anwendung einer herkömmlichen polygonalen Näherungstechnik
bestimmt, um dadurch primäre
Vertexdaten einem Primärvertexkodierblock 80 über eine Leitung
L20 bereitzustellen, wobei die primären Vertexdaten eine Positionsinformation
der primären
Vertices darstellen. Beim Bestimmen der primären Vertices auf der Kontur
wird zuerst ein Paar Konturpixel als Anfangsvertices bestimmt, die
eine maximale Distand voneinander beabstandet sind; und zusätzliche Konturpixel
werden jeweils als Vertices ausgewählt, bis ein größter senkrechter
Abstand von einem Liniensegment, das jedes Paar benachbarter Vertices verbindet,
zu einem Kontursegment, das durch das Paar Vertices definiert ist,
einen vorgegebenen Schwellwert Dmax nicht mehr überschreitet. Die bestimmten
Vertices werden dann als die primären Vertices gesetzt.
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Nach
Bestimmen der primären
Vertices wird eine maximale senkrechte Distanz von jedem Liniensegment,
das alle zwei benachbarte primären
Vertices entlang der Kontur verbindet, zu einem dementsprechenden
Kontursegment beim ersten Vertexauswahlblock 50 bestimmt
und einem Fehlerbestimmungsblock 60 über eine Leitung L10 bereitgestellt.
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Der
Fehlerbestimmungsblock 60 empfängt den maximalen Abstand für jedes
Liniensegment vom ersten Vertexauswahlblock 50 und wählt unter ihnen
den größten aus,
um ihn einem Vergleicher 70 als einen Näherungsfehler zuzuführen. Der
Komparator 70 vergleicht den Näherungsfehler mit einem vorbestimmten
Schwellwert TH1 und stellt einer Auswahleinrichtung 95 ein
erstes Auswahlsignal bereit, falls der Näherungsfehler größer als
der Schwellwert TH1 ist, und andernfalls ein zweites Auswahlsignal.
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Die
vom ersten Vertexauswahlblock 50 bereitgestellten primären Vertexdaten
werden beim Primärvertexkodierblock 80 unter
Anwendung z.B. der herkömmlichen
oktant-basierten Vertex-Kodiertechnik
kodiert, wie sie bzgl. 1 beschrieben ist, um dadurch
kodierte Primärvertexdaten
der Auswahleinrichtung 95 bereitzustellen.
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Der
Block 90 zum Kodieren gleichbeabstandeter Vertices bestimmt
in Reaktion auf die Kontur vom Konturextraktionsblock 40 sekundäre Vertices auf
der Kontur und kodiert sie, um kodierte sekundäre Vertexdaten der Auswahleinrichtung 95 bereitzustellen.
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Bezugnehmend
auf 5 ist ein detailliertes Blockdiagramm des Blockes 90 zum
Kodieren gleichbeabstandeter Vertices dargestellt, der einen zweiten Vertexauswahlblock 110 und
einen Differenzkettenkodierblock 120 aufweist.
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Der
zweite Vertexauswahlblock 110 bestimmt mehrere sekundäre Vertices
auf der vom Konturextraktionsblock 40 empfangenen Kontur,
wobei jeder sekundäre
Vertex ein Konturpixel ist, der an einer Position einer vorbestimmten
Menge an Positionen weg von seinem benachbarten sekundären Vertex
liegt. Beim Bestimmen der sekundären
Vertices auf der Kontur wird ein längster linearer Abschnitt der Kontur
bestimmt und einer der Konturpixel, die an den Enden des Abschnittes
liegen, als ein erster sekundärer
Vertex gesetzt. Danach wird ein Suchfenster für den ersten sekundären Vertex
aufgestellt, wobei die Größe des Suchfensters
gleich (2M + 1) × (2N +
1) Pixel ist und das Suchfenster den zuvor bestimmten sekundären Vertex
in seinem Zentrum hat, wobei M und N positive ganze Zahlen größer als
eins sind, die basierend auf dem Schwellwert Dmax bei der polygonalen
Näherung
bestimmt sind. Danach wird überprüft, ob irgendein
Randpixel des Suchfenster mit Konturpixeln übereinstimmt, die zuvor noch nicht
als sekundäre
Vertices bestimmt worden sind. Falls dort nur ein solcher Konturpixel
existiert, wird der Konturpixel erneut als sekundärer Vertex
ausgewählt.
Falls es jedoch mehr als einen solcher Konturpixel an den Randpixelpositionen
gibt, wird einer dieser Konturpixel als ein zusätzlicher sekundärer Vertex
entsprechend einer Priorität
ausgewählt,
die jeder der Randpositionen zugeordnet ist.
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Wie
in 6A gezeigt, wird, falls ein mit einer fetten Linie
umrandete Pixel RV der erste sekundäre Vertex der Kontur ist, untersucht,
ob jeder der 16 schattierten Randpixel eines Suchfensters 65 aus
5 × 5
Pixeln ein Konturpixel ist. Die beispielhaften Richtungsindizes
1 bis 15 an den Randpixelpositionen stellen eine Vertexauswahlpriorität dar. Falls
beispielsweise dort mehr als ein Konturpixel an den Randpixelpositionen
ermittelt wird, z.B. 2 bis 5, wird der Konturpixel an der Position
2 als ein nächster
sekundärer
Vertex bestimmt. Der oben beschriebene Bestimmungsvorgang für sekundäre vertices
wird bzgl. des neu ausgewählten
sekundären
Vertex wiederholt, bis die zwei anfangs bestimmten Vertices, d.h. der
erste und der zweite sekundäre
Vertex, nacheinander innerhalb zweier aufeinanderfolgender Suchfenster
jeweils ermittelt werden. In 6B ist
ein Teil einer beispielhaften Kontur 67 mit sekundären Vertices
SV1 bis SV4 darin dargestellt, die unter Anwendung des Suchfensters
aus 5 × 5
Pixeln bestimmt worden sind. Nach Bestimmen der sekundären Vertices
auf der Kontur wird eine Positionsinformation des ersten sekundären Vertex
und Richtungsindizes der verbleibenden sekundären Vertices über Leitungen
L32 bzw. L30 einem Differenzkettenkodierblock 120 zugeführt, der
einen Quantisierungsblock 220 (Q-Block), einen Quantisierungsparameter- Bestimmungsblock 222 (QP-Bestimmungsblock),
einen Differenzbestimmungsblock 230 und einen Differenzkodierblock 240 umfaßt, wie
in 7 gezeigt.
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Der
QP-Bestimmungsblock 222 überwacht über eine Leitung L40 einen
Pufferfüllstand
oder Besetzungspegel in einem Übertragungspuffer 96,
in 4 gezeigt, und bestimmt einen QP
auf ähnliche Weise
wie beim herkömmlichen
Quantisierungsparameter-Bestimmungsverfahren. Der bestimmte QP wird
dem Quantisierungsblock 220 zugeführt.
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Die
vom zweiten Vertexauswahlblock 110 empfangenen Richtungsindizes
auf Leitung L30 werden beim Quantisierungsblock 220 in
Reaktion auf den QP quantisiert.
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8A und 8B zeigen
beispielhafte Diagramme eines Quantisierungsvorganges der Richtungsindizes
in den Fällen,
bei denen das Suchfenster 5 × 5
bzw. 7 × 7
Pixel groß ist.
In 8A und 8B stellen
die schattierten Rechtecke repräsentative
Randpixel dar, wobei die Randpixel an den Ecken und vorbestimmten
Positionen der Ränder des
jeweiligen Suchfensters angeordnet sind. Während des Quantisierungsvorganges
werden Richtungsindizes der sekundären Vertices an den nicht-repräsentativen
Randpixelpositionen, die durch Punkte, z.B. b und f, markiert sind,
durch Richtungsindizes ihrer benachbarten repräsentativen Randpixel dargestellt,
z.B. c und g. Die Richtungsindizes der repräsentativen Randpixel werden
dann erneut indiziert, um ihre repräsentativen Indizes bereitzustellen. Durch
ein derartiges Quantisieren der Richtungsindizes werden insgesamt
16 bzw. 24 Richtungsindizes auf 8 repräsentative Indizes reduziert,
wie in 8A und 8B gezeigt.
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Die
Anzahl der repräsentativen
Randpixel oder repräsentativen
Indizes wird durch den QP gesteuert. Das heißt, falls der QP anzeigt, daß der Pufferfüllstand
oder Besetzungspegel hoch ist, wird die Anzahl an repräsentativer
Randpixel vermindert oder umgekehrt. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird die obere Grenze der Anzahl an repräsentativer Randpixel
als die Anzahl aller Randpixel im Suchfenster eingestellt. Die untere
Grenze wird auf 8 eingestellt. In einem solchen Fall wird jeder
beliebige sekundäre
Vertex durch einen von acht repräsentativen
Randpixeln dargestellt, die an den vier Ecken und an den Zentren
der vier Ränder
des Suchfensters angeordnet sind, unabhängig von deren Größe, wie
in 8A und 8B gezeigt.
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Der
Differenzbestimmungsblock 230 bestimmt Differenzindizes
basierend auf den repräsentativen
Indizes, die vom Quantisierungsblock 220 empfangen werden,
um sie dadurch dem Differenzkodierblock 240 bereitzustellen,
wobei jeder Differenzindex eine Differenz zwischen Beträgen zweier aufeinanderfolgender
repräsentativer
Indizes darstellt.
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Der
Differerenzkodierblock 240 kodiert die Positionsinformation
des ersten sekundären
Vertex auf der Leitung L32 und der Differenzindizes basierend auf
einem herkömmlichen
Kodierverfahren variabler Länge
oder einem syntax-basierten arithmetischen Kodierverfahren, um dadurch
kodierte sekundäre
Vertexdaten der Auswahleinrichtung 95 bereitzustellen.
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Die
Auswahleinrichtung 95 wählt
die kodierten primären
Vertexdaten in Reaktion auf das erste Auswahlsignal und die kodierten
sekundären
Vertexdaten aus, falls das zweite Auswahlsignal dorthin eingegeben
wurde; und stellt die ausgewählten
Daten dem Übertragungspuffer 96 als
kodierte Konturdaten bereit. Die kodierten Konturdaten werden über den Übertragungspuffer 96 einem
Sender (nicht gezeigt) für
deren Übertragung übertragen.
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Bezugnehmend
auf 4B ist ein schematisches Blockdiagramm der Vorrichtung 100 gemäß einem
anderen bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung gezeigt.
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Ein
Komparator 75 vergleicht anstelle des Näherungsfehlers im bevorzugten
Ausführungsbeispiel
den Schwellwert Dmax mit dem Schwellwert TH1 und gibt über eine
Leitung L25 das erste Aus wahlsignal aus, falls Dmax größer als
TH1 ist, und andernfalls das zweite Auswahlsignal. In Reaktion auf
die Auswahlsignale führen
eine erste und eine zweite Auswahleinrichtung 95A und 95B ihre
Operationen durch. Das heißt,
daß die
vom Konturextraktionsblock 40 empfangene Kontur dem ersten
Vertexauswahlblock 50 über
die erste Auswahleinrichtung 95 in Reaktion auf das erste
Auswahlsignal zugeführt und
dem Block 90 zum Kodieren gleichbeabstandeter Vertices
durch das zweite Auswahlsignal eingegeben wird. Der Auswahlvorgang
der zweiten Auswahleinrichtung 95B ist identisch dem der
Auswahleinrichtung 95 in 4A. In 4A und 4B führen die
Blöcke
mit den gleichen Bezugszeichen die gleichen Operationen aus, weswegen
deren nähere
Darstellung weggelassen wird.
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Auch
wenn die vorliegende Erfindung mit Bezug auf die speziellen Ausführungsbeispiele
beschrieben worden ist, ist es dem Durchschnittsfachmann verständlich,
daß zahlreiche Änderungen
und Modifikationen durchgeführt
werden können,
ohne den Bereich der vorliegenden Erfindung zu verlassen, wie er
in den nachfolgenden Ansprüchen
definiert ist.
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1
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- PRIOR – ART
STAND DER TECHNIK
- BINARY MASK – BINÄRMASKE
- 10 CONTOUR EXTRACTION – KONTUREXTRAKTION
- 20 VERTEX SELECTION – VERTEXAUSWAHL
- 30 VERTEX CODING – VERTEX
KODIEREN
- CODED CONTOUR DATA – KODIERTE
KONTURDATEN
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2
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- PRIOR – ART
STAND DER TECHNIK
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3
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- PRIOR ART – STAND
DER TECHNIK
- OCTANT – OKTANT
- OCTANT – OKTANT
- OCTANT – OKTANT
- OCTANT – OKTANT
- OCTANT – OKTANT
- OCTANT – OKTANT
- OCTANT – OKTANT
- OCTANT – OKTANT
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4A
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- BINARY MASK – BINÄRMASKE
- 40 CONTOUR EXTRACTION – KONTUREXTRAKTION
- 50 FIRST VERTEX SELECTION – ERSTVERTEXAUSWAHL
- 60 ERROR DETECTION – FEHLERBESTIMMUNG
- 70 COMPARATOR – VERGLEICHER
- 80 PRIMARY VERTEX CODING – KODIEREN PRIMÄRER VERTICES
- 90 EQUAL DISTANCE VERTEX CODING – KODIEREN GLEICHBEABSTANDETER
VERTICES
- 95 SELECTOR – AUSWAHLEINRICHTUNG
- 96 TRANSMISSION BUFFER ENCODED CONTOUR DATA – ÜBERTRAGUNGSPUFFER
KODIERTE KONTURDATEN
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4B
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- 75 COMPARATOR – KOMPARATOR
- 40 CONTOUR EXTRACTION BINARY MASK – KONTUREXTRAKTION BINÄRMASKE
- 95A FIRST SELECTOR – ERSTE AUSWAHLEINRICHTUNG
- 50 FIRST VERTEX SELECTION – ERSTVERTEXAUSWAHL
- 80 PRIMARY VERTEX CODING – KODIEREN PRIMÄRER VERTICES
- 90 EQUAL DISTANCE VERTEX CODING – KODIEREN GLEICHBEABSTANDETER
VERTICES
- 95B SECOND SELECTOR – ZWEITE AUSWAHLEINRICHTUNG
- 96 TRANSMISSION BUFFER ENCODED CONTOUR DATA – ÜBERTRAGUNGSPUFFER
KODIERTE KONTURDATEN
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5
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- CONTOUR – KONTUR
- 110 SECOND VERTEX SELECTION – ZWEITE VERTEXAUSWAHL
- 120 DIFFERENTIAL CHAIN CODING – DIFFERENZKETTENKODIEREN
- TO SELECTOR 95 OR 95B – ZUR AUSWAHLEINRICHTUNG 95 ODER 95B
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7
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- 222 QP DETERMINATION – QP-BESTIMMUNG
- 230 DIFFERENCE DECIDING – DIFFERENZBESTIMMUNG
- 240 DIFFERENCE ENCODING – DIFFERENZKODIERUNG
- TO SELECTOR 95 OR 95B – ZUR AUSWAHLEINRICHTUNG 95 ODER 95B