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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Filtern von Flüssigkeiten,
aufweisend: einen hohlen Körper,
der eine Wand aus Filtermaterial aufweist, und eine stationäre Stützstruktur,
an welcher der hohle Körper
mittels eines ersten Lagers an einer ersten Seite des hohlen Körpers und
eines zweiten Lagers an einer zweiten Seite des hohlen Körpers, die
der ersten Seite gegenüberliegt,
derart gelagert ist, dass der hohle Körper um eine horizontale Achse
herum drehbar ist, wobei der hohle Körper an der zweiten Seite eine
flüssigkeitsundurchlässige Umfangswand formt,
die sich axial eine Distanz von der Wand aus Filtermaterial erstreckt
und die eine kreisrunde Öffnung
definiert, welche koaxial zu der Achse ist, wobei die Stützstruktur
eine Flüssigkeitszuführkammer formt,
die teilweise von einer stationären
Umfangswand definiert ist, welche nahe an, jedoch mit Abstand von
der flüssigkeitsundurchlässigen Wand
angeordnet ist und welche sich zumindest teilweise entlang des Randes
der kreisrunden Öffnung
des hohlen Körpers
erstreckt. Es gibt einen Einlass zu der Zuführkammer für eine zu filternde Flüssigkeit.
Dichtungsmittel sind vorgesehen zum Abdichten zwischen der flüssigkeitsundurchlässigen Umfangswand
und der stationären
Umfangswand der Zuführkammer,
wobei während
des Betriebs in den Einlass eintretende, zu filternde Flüssigkeit
die Zuführkammer
und die kreisrunde Öffnung
in das Innere des hohlen Körpers
hinein passiert, von welchem aus ein Filtrat die Wand aus Filtermaterial
durchdringt. Ein Grob-Anteil-Ableitmittel ist vorgesehen zum Transportieren
eines Grob-Anteils der zu filternden Flüssigkeit aus dem Inneren des
hohlen Körpers,
durch die Zuführkammer
hindurch und aus der Vorrichtung heraus, und ein Filtratbehälter ist
vorgesehen zum Aufnehmen von Filtrat aus dem hohlen Körper durch die
obere Öffnung
hindurch und weist einen Auslass zum Ableiten von Filtrat auf. Solch
eine Vorrichtung ist aus US-A-4294700 bekannt.
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Diese
Art Filtervorrichtung aus dem Stand der Technik, bei welcher die
zu filternde Flüssigkeit dem
Inneren des hohlen Körpers
zugeführt
wird, so dass Filtrat per Schwerkraft durch das Filtermaterial hindurch
in Richtung aus dem hohlen Körper
heraus abfließt,
ist zum Filtern einer Vielzahl von Flüssigkeiten geeignet, wie beispielsweise
Rohwasser, verschmutztes Wasser und insbesondere Suspensionen, die
in der Zellstoff- und Papierverarbeitungsindustrie auftreten. Grobe
Partikel ungewünschten
Materials, wie beispielsweise feine Fasern und Faserfragmente, lagern
sich während
des Betriebs an dem Filtermaterial in dem hohlen Körper ab
und werden gewöhnlich
mittels Sprühdüsen, die
von der Außenseite
des hohlen Körpers
aus betrieben werden, von der Oberseite des hohlen Körpers aus
entfernt, so dass das Grob-Anteil-Ableitmittel die entfernten Partikel
aus der Vorrichtung heraustransportieren kann. Eine wichtige Verwendung
dieser Art Filtervorrichtung besteht in dem Reinigen von warmem,
so genanntem Rückwasser,
das in der Zellstoff- und Papierverarbeitungsindustrie gewonnen
wird. Gereinigtes, warmes Rückwasser
wird wiederverwendet als Flüssigkeit
zum Betreiben feiner Reinigungs-Sprühdüsen in unterschiedlichen Teilen
von Zellstoff- und Papierverarbeitungssystemen, was den Verbrauch von
Frischwasser und Energie reduziert.
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Ein
Problem dieser Art Filtervorrichtung besteht jedoch darin, dass
die Funktion des Dichtungsmittels schwierig zu überwachen ist. Normalerweise tritt
während
des Betriebs hinter dem Dichtungsmittel eine geringfügige, unbedeutende
Flüssigkeitsleckage
auf, was akzeptabel ist. Andererseits kann, wenn das Dichtungsmittel
mehr oder weniger beschädigt oder
abgenutzt ist, die Leckage von ungefilterter Flüssigkeit hinter dem Dichtungsmittel
ziemlich bedeutsam werden, was natürlich nicht akzeptabel ist. Im
Ergebnis kann ein versagendes Dichtungsmittel eine Zeit lang in
Betrieb sein, so dass hinter dem Dichtungsmittel ungefilterte Flüssigkeit
austritt und das Filtrat in dem Filtratbehälter verschmutzt. Im Fall des
Filterns von Rückwasser
könnten
Faserreste in dem Filtrat die feinen Reinigungs-Sprühdüsen verstopfen,
was in Störungen
in dem Zellstoff- oder Papierherstellungsprozess resultiert.
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Das
Ziel der Erfindung ist, eine Filtervorrichtung der oben beschriebenen
Art bereitzustellen, bei welcher die Gefahr, dass ungefilterte Flüssigkeit
das Filtrat verschmutzt, beseitigt ist.
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Dieses
Ziel wird mit der Anfangs aufgezeigten Vorrichtung verwirklicht,
welche dadurch gekennzeichnet ist, dass Wandmittel vorgesehen sind
zum Verhindern eines Eindringens von hinter dem Dichtungsmittel
entweichender, ungefilterter Flüssigkeit
in den Filtratbehälter
hinein, und dass der Filtratbehälter
eine obere Öffnung
definiert zum Aufnehmen von Filtrat, das durch Schwerkraft aus der
Wand aus Filtermaterial herausfließt, und dass das Wandmittel
die flüssigkeitsundurchlässige Umfangswand
des hohlen Körpers
aufweist, welche sich axial über
die obere Öffnung
des Filtratbehälters
hinaus erstreckt, wobei das Dichtungsmittel zwischen der stationären Umfangswand
und der flüssigkeitsundurchlässigen Umfangswand
abdichtet, so dass hinter dem Dichtungsmittel entweichende Flüssigkeit
durch Schwerkraft außerhalb
der oberen Öffnung
des Filtratbehälters axial
abfließt.
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Das
Wandmittel weist bevorzugt ein Leckageflüssigkeits-Führungswandelement
auf, das vorgesehen ist zum Führen
von hinter dem Dichtungsmittel entweichender Flüssigkeit weg von dem Filtratbehälter. Das
Leckageflüssigkeits-Wandelement
kann in Richtung weg von dem Filtratbehälter schräg abfallen.
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Die
Stützstruktur
kann eine Leckagekammer formen, die vorgesehen ist zum Aufnehmen
von hinter dem Dichtungsmittel entweichender Flüssigkeit. Jegliche in der Leckagekammer
aufgenommene Flüssigkeit
kann in geeigneter Weise zu der Flüssigkeitszuführkammer
zurückgepumpt
werden.
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Es
ist bevorzugt, dass das Dichtungsmittel ein elastisches Dichtungselement
aufweist, welches an der stationären
Umfangswand der Zuführkammer angebracht
ist und welches an der flüssigkeitsundurchlässigen Umfangswand
des drehbaren, hohlen Körpers
anliegt. Das Dichtungselement ist von der Umfangswand der Zuführkammer
aus radial nach innen zu der flüssigkeitsundurchlässigen Umfangswand
hin gebogen, um den Vorteil zu erreichen, dass der von in der Zuführkammer
und dem hohlen Körper vorhandener
Flüssigkeit
ausgeübte,
hydrostatische Druck das Dichtungselement dabei unterstützen kann,
sicher an der flüssigkeitsundurchlässigen Umfangswand
des drehbaren, hohlen Körpers
abzudichten.
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Um
das Dichtungselement dazu fähig
zu machen, seine Dichtposition anzupassen, so dass es, sogar wenn
sich die flüssigkeitsundurchlässige Umfangswand
des hohlen Körpers
exzentrisch um die horizontale Achse dreht, abdichtet, liegt das
Dichtungselement in geeigneter Weise an einer Dichtfläche der
flüssigkeitsundurchlässigen Umfangswand an,
welche einen Winkel zu einer horizontalen Linie in einem Längsquerschnitt
durch den hohlen Körper hindurch
bildet, welcher in dem Bereich von 15°–90° ist.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung weist die flüssigkeitsundurchlässige Umfangswand
einen radial nach innen gerichteten Flansch auf, der die kreisrunde Öffnung definiert,
wobei das Dichtungselement an dem Flansch anliegt.
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Gemäß einer
anderen bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung weist die flüssigkeitsundurchlässige Umfangswand
eine konische, nach innen gewandte Fläche auf, an welcher das Dichtungselement
anliegt.
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Das
zweite Lager ist bevorzugt ein Gleitlager, wobei die flüssigkeitsundurchlässige Umfangswand außen von
dem Gleitlager abgestützt
ist. In geeigneter Weise dichtet ein zusätzliches Dichtungsmittel zwischen
dem hohlen Körper
und dem Filtratbehälter ab,
so dass verhindert wird, dass Filtrat das Gleitlager kontaktiert
und beschädigt.
Das zusätzliche
Dichtungsmittel dichtet in geeigneter Weise zwischen einem ersten,
zylindrischen Wandelement, das außerhalb der flüssigkeitsundurchlässigen Umfangswand an
dem hohlen Körper
vorgesehen ist, und einem zweiten, gekürzt-zylindrischen Wandelement
ab, das an dem Filtratbehälter
vorgesehen ist, oder kann ein elastisches Dichtungselement aufweisen,
welches an dem Filtratbehälter
angebracht ist und welches an dem drehbaren, hohlen Körper anliegt.
Die Stützstruktur
kann in vorteilhafter Weise eine Leckagepassage formen, die vorgesehen
ist zum Ableiten von hinter dem zusätzlichen Dichtungsmittel entweichendem
Filtrat zu der Leckagekammer hin.
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Als
eine Alternative kann die erfindungsgemäße Vorrichtung an beiden Seiten
des hohlen Körpers
mit der oben beschriebenen Anordnung von Flüssigkeitszuführkammer,
flüssigkeitsundurchlässiger Umfangswand,
Dichtungsmittel, Gleitlager und Leckagekammer versehen sein.
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Im
Folgenden wird die Erfindung detaillierter beschrieben unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren,
von denen:
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1 ein
Längsquerschnitt
durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung
ist,
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2 ein
Längsquerschnitt
durch eine Modifikation des drehbaren, hohlen Körpers der Vorrichtung von 1 hindurch
ist,
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3 ein
Querschnitt entlang einer Linie III-III in 1 ist,
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4 ein
vergrößertes Detail
von 1 ist und ein Dichtungsmittel zeigt,
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5 eine
Modifikation des in 4 gezeigten Dichtungsmittels
ist,
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6 ein
vergrößertes Detail
von 1 ist und ein anderes Dichtungsmittel zeigt,
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7 eine
Modifikation des in 6 gezeigten Dichtungsmittels
ist,
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8 eine
vergrößerte Schnittansicht
eines etwas modifizierten Dichtungsmittels ist, wie gesehen entlang
einer Linie VIII-VIII in 1,
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9 ein
vergrößerter Schnitt
durch eine modifizierte Dichtungsanordnung der Vorrichtung von 1 hindurch
ist, 10 ein vergrößerter Schnitt
eines Details der Vorrichtung von 1 ist und
ein Hilfsmittel zeigt zum Montieren eines Dichtungsmittels in der
Vorrichtung, und 11 eine Ansicht von oben des
in 10 gezeigten Details ist.
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In 1 ist
eine erfindungsgemäße Filtervorrichtung
gezeigt, die einen hohlen Körper
in Form einer zylindrischen Walze 1 aufweist, die eine
Mantelwand 2 aus Filtermaterial, wie beispielsweise aus Metallmaterial
oder Kunststoffen hergestelltes Gewebe, aufweist. Die Walze 1 ist
mittels eines Rollenlagers 4 auf der einen Seite der Walze 1 und
eines im Wesentlichen halbkreisförmigen
Gleitlagers 5 auf der gegenüberliegenden Seite der Walze 1 an
einer stationären
Stützstruktur 3 gelagert,
so dass die Walze 1 um eine horizontale Achse 6 herum
drehbar ist, welche mit der Mittelachse der zylindrischen Walze 1 übereinstimmt.
Die Walze 1 weist eine massive Stirnwand 7 auf
der einen Seite der Walze 1 auf und ist mit einer flüssigkeitsundurchlässigen,
zylindrischen Wand 8 versehen, die einen kleineren Durchmesser als
die Mantelwand 2 aufweist. Die zylindrische Wand 8 ist
koaxial zu der horizontalen Achse 6 und erstreckt sich
auf der gegenüberliegenden
Seite der Walze 1 von einer ringförmigen Stirnwand 9 aus
nach außen,
wobei die zylindrische Wand 8 von dem Gleitlager 5 abgestützt wird.
Ein radial nach innen gerichteter Flansch 10, welcher eine
kreisförmige Öffnung 11 definiert,
ist an der Wand 8 vorgesehen. Ein Motor 35 ist
mit der Walze 1 gekuppelt zum Drehen der Letzteren um die
horizontale Achse 6 herum.
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Die
Stützstruktur 3 formt
eine Flüssigkeitszuführkammer 12,
die teilweise von einer gekürzt-zylindrischen
Wand 13 definiert ist, welche konzentrisch zu der zylindrischen
Wand 8 ist und welche nahe an, jedoch mit Abstand von der
Letzteren angeordnet ist. Ein elastisches, streifenförmiges (siehe 8)
Dichtungselement 14, das geeigneter Weise die gleiche Länge wie
die gekürzt-zylindrische
Wand 13 aufweist, ist mittels einer Schlauchschelle 15 an
die Letztere geklemmt und liegt an einer Fläche 10a des Flansches 10 der
drehbaren, zylindrischen Wand 8 an. Das Dichtungselement 14 ist
von der stationären Wand 13 aus
radial nach innen zu dem Flansch 10 der drehbaren Wand 8 hin
gebogen, oder mit anderen Worten ist der Radius R1 von der horizontalen Achse 6 aus
zum Rand des Dichtungselements 14 hin, welcher an der Fläche 10a anliegt,
kürzer
als der Radius R2 von der horizontalen Achse 6 aus zu einem
Punkt hin, an dem das Dichtungselement 14 die Schlauchschelle 15 kontaktiert,
siehe 4. Es gibt einen Einlass 16 zu der Kammer 12 für eine zu
filternde Flüssigkeit.
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Eine
Rinne 17 erstreckt sich von einer Seitenwand 18 der
Kammer 12 aus in die Walze 1 hinein zum Aufnehmen
von groben Partikeln, die von der Oberseite der Mantelwand 2 herunterfallen.
In der Seitenwand 18 ist ein Auslass 19 vorhanden
zum Auslassen eines Grob-Anteils der Flüssigkeit aus der Rinne 17.
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Die
Stützstruktur 3 formt
unter dem Dichtungselement 14 eine Leckagekammer 20 zum
Aufnehmen ungefilterter Flüssigkeit,
die hinter dem Dichtungselement 14 austreten könnte. Die
Leckagekammer 20 ist mit einem Auslass 21 versehen
zum Ableiten ungefilterter Flüssigkeit.
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Die
Stützstruktur 3 formt
ferner einen Filtratbehälter
22 zum Aufnehmen von die Mantelwand 2 aus Filtermaterial
durchdringendem Filtrat. Ein Filtratauslass 23 ist vorgesehen
zum Ableiten von Filtrat aus dem Filtratbehälter 22. Die zylindrische
Wand 8 der Walze 1 erstreckt sich axial über eine
Filtrat aufnehmende, obere Öffnung
des Filtratbehälters 22 hinaus.
Das Dichtungselement 14 liegt an der Fläche 10a des Flansches 10 an
und folglich fließt
jegliche ungefilterte Flüssigkeit,
die hinter dem Dichtungselement 14 entweicht, durch Schwerkraft
außerhalb
der oberen Öffnung
des Filtratbehälters 22 axial
ab. Zusätzlich
dazu gibt es in der Leckagekammer 20 ein Wandelement 20a,
das in Richtung weg von dem Filtratbehälter 22 schräg abfällt, so
dass jegliche ungefilterte Flüssigkeit,
die hinter dem Dichtungselement 14 entweicht, von dem Filtratbehälter 22 weggeleitet wird.
Alternativ kann die Leckagekammer 20 mit ihrem Auslass 21 gegen
ein separates Gefäß außerhalb
des Filtratbehälters 22 ausgetauscht
werden.
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Die
Walze 1 ist mit einem massiven, zylindrischen Wandelement 24 versehen,
welches sich von der ringförmigen Stirnwand 9 aus
erstreckt und welches die zylindrische Wand 8 konzentrisch
zu der Letzteren umgibt. Ein gekürztzylindrisches
Wandelement 25 an dem Filtratbehälter 22 dichtet über ein Dichtungselement 26,
das in einer V-Nut 26a angeordnet ist, an dem zylindrischen
Wandelement 24 ab. Die Stützstruktur 3 formt
eine Passage 27, welche sich durch die Unterseite des Gleitlagers 5 hindurch erstreckt,
so dass hinter dem Dichtungselement 26 entweichendes Filtrat
in die Leckagekammer 20 fließen kann.
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Im
Betrieb wird zu filternde Flüssigkeit
durch den Einlass 16 hindurch mit einer solchen Rate zugeführt, dass
der Flüssigkeitsstand
in der Walze 1 nicht einen Maximalstand 28 überschreitet,
welcher sich unterhalb der Öffnung
der Rinne 17 befindet. Die Walze 1 wird mittels
des Motors 35 gedreht, so dass grobe Partikel, die an der
Innenseite der Mantelwand 2 abgelagert sind, über die
Flüssigkeit
in der Walze 1 hoch gehoben werden und in die Rinne 17 fallen.
Ferner können,
um das Entfernen der abgelagerten, groben Partikel von dem Filtermaterial
zu erleichtern, Sprühdüsen (nicht
gezeigt) vorgesehen sein zum Sprühen
von Flüssigkeitsstrahlen
auf die Oberseite der Mantelwand 2. Filtrat fließt per Schwerkraft
durch die Mantelwand 2 aus Filtermaterial hindurch in den Filtratbehälter 22 hinein.
Sollte der Filtratstand in dem Filtratbehälter 22 höher als
der niedrigste Abschnitt des gekürzt-zylindrischen
Wandelements 25 werden, wie beispielsweise zu einem Stand 29,
verhindert das Dichtungselement 26, das Filtrat in das
Gleitlager 5 fließt.
Jegliche geringe Filtratleckage hinter dem Dichtungselement 26 wird
durch die Passage 27 hindurch in die Leckagekammer 20 geleitet.
Zusätzlich dazu
wird auch jegliche geringfügige
Flüssigkeitsleckage
hinter dem Dichtungselement 14 in der Leckagekammer 20 gesammelt.
Die Mischung aus Flüssigkeit
und Filtrat, die in der Leckagekammer 20 gesammelt ist,
wird durch den Leckageauslass 21 hindurch ausgegeben und
in geeigneter Weise zu dem Flüssigkeitseinlass 16 hin
zurückgeführt.
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2 zeigt
einen modifizierten, hohlen Körper 30,
bei welchem das Filtermaterial vier ringförmige Scheiben 31 formt,
was im Vergleich zu der Walze 1 die wirksame Filterfläche vergrößert.
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5 zeigt
eine eine konische, nach innen weisende Fläche 32 an der zylindrischen
Wand 8 und das an der Fläche 32 anliegende
Dichtungselement 14 aufweisende Modifikation der Dichtungsanordnung
zwischen dem hohlen Körper 1, 30 und
der Flüssigkeitseinlasskammer 12.
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Im
Allgemeinen sollte die Dichtfläche,
an welcher das Dichtungselement 14 anliegt (die Fläche 10a des
Flansches 10, wie bei der Ausführungsform von 4 gezeigt,
oder die Fläche 32,
wie bei der Ausführungsform
von 5 gezeigt), bevorzugt einen Winkel α zu einer
horizontalen Linie in einem Längsquerschnitt
durch die Vorrichtung hindurch bilden, welcher in dem Bereich von
15°–90° ist.
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7 zeigt
eine Modifikation der Dichtungsanordnung zwischen dem hohlen Körper 1, 30 und dem
Filtratbehälter 22.
In diesem Fall ist die zylindrische Wand an der ringförmigen Stirnwand 9 weggelassen
und liegt ein Dichtungselement 33 des gleichen Typs, wie
das Dichtungselement 14, direkt an der ringförmigen Stirnwand 9 an.
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9 zeigt
eine modifizierte Leckagekammer 20c, in welcher nur ungefilterte
Flüssigkeit,
die hinter dem Dichtungselement 14 austritt, gesammelt wird.
Hinter dem Dichtungselement 26 entweichendes Filtrat wird
durch eine Passage 27a, welche separat von der Kammer 20c ist,
hindurch zu einem separaten Auslass 21a hingeleitet. In
der Leckagekammer 20c gibt es ein Leckageflüssigkeits-Führungswandelement 20b,
welches sich axial und horizontal erstreckt. Das Dichtungselement 26 dichtet
zwischen der ringförmigen
Stirnwand 9 und einem Flansch 26a an dem gekürzt-zylindrischen
Wandelement 25 an dem Filtratbehälter 22 ab.
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Die 10 und 11 zeigen
ein Hilfsmittel 40 zum Montieren des Dichtungselements 14 an
der Außenfläche der
gekürzt-zylindrischen
Wand 8. (Alternativ kann die Wand 8 vollständig-zylindrisch sein.)
In diesem Fall weist die drehbare, zylindrische Wand 8 gemäß der in 5 gezeigten
Ausführungsform
eine konische Innenfläche 32 auf.
Das Hilfsmittel 40 ist länglich und ist mit einem ersten
Befestigungsmittel in Form von zwei Schrauben 42 zum Befestigen
eines Endabschnitts 41 des länglichen Dichtungselements 14 an
dem Hilfsmittel 40 und einem zweiten Befestigungsmittel
in Form einer Schraube 43 versehen zum Befestigen des Hilfsmittels 40 an der
Außenfläche der
Wand 8 mittels Einschraubens der Schraube 43 in
ein Gewindeloch 44 in der Wand 8. In einem Nichtmontiert-Zustand
weist das Dichtungselement 14 die Form eines dünnen, rechteckigen,
elastischen Streifens auf.
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In
breiter Hinsicht weist ein Verfahren zum Montieren des länglichen,
streifenförmigen
Dichtungselements 14 in der erfindungsgemäßen Filtervorrichtung
die Schritte auf: – lösbares Befestigen des
Hilfsmittels 40 an dem Endabschnitt 41 des Dichtungselements 14, – lösbares Befestigen
des Hilfsmittels 40 an der drehbaren, flüssigkeitsundurchlässigen Umfangswand 8 des
hohlen Körpers 1,
so dass der Endabschnitt 41 des Dichtungselements 14 an
einer Innenfläche 32 der
Wand 8 anliegt und sich entlang der stationären Umfangswand 13 und
außerhalb der
Letzteren erstreckt, – Drehen
der Wand 8 und gleichzeitiges Führen des Dichtungselements 14,
so dass das Letztere teilweise zu der Umfangswand 8 zu
einer Position hingezogen wird, in welcher das Dichtungselement 14 entlang deren
gesamter Länge an
der Innenfläche 32 anliegt, – Stoppen
der Drehung der Wand 8, wenn das Dichtungselement 14 sich
in einer gewünschten
Umfangsposition befindet, – Lösen und
Entfernen des Hilfsmittels 40 von der Wand 8 und
dem Dichtungselement 14, und – Festklemmen des Dichtungselements 14 außen an der
stationären Umfangswand 13.
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Somit
kann das Hilfsmittel 40 anderweitig gestaltet sein und
mit Befestigungsmitteln versehen sein, die äquivalent zu den Schrauben 42 und 43 sind,
beispielsweise Klemmen, Haken oder dergleichen. Die Hauptsache ist,
dass ein separates Hilfsmittel, wie beispielsweise das Hilfsmittel 40,
temporär an
der Wand 8 und dem Endabschnitt 41 des Dichtungselements 14 befestigt
wird, so dass ein schneller Austausch eines mangelhaften Dichtungselements 14 ermöglicht ist,
ohne die Notwendigkeit irgendwelche anderen Teile der Filtervorrichtung
zu demontieren.
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Bei
der in den Figuren gezeigten Ausführungsform ist das Dichtungselement 14 an
der stationären
Wand 13 befestigt, was unter mehreren Gesichtspunkten vorteilhaft
ist. Beispielweise kann das Dichtungselement 14 so gestaltet
sein, dass es sich nur teilweise entlang des Umfangs der stationären Wand 13 erstreckt,
d.h. bis über
den Flüssigkeitsstand 28 in
dem hohlen Körper 1.
Solch eine Gestaltung ermöglicht
ein besonders vorteilhaftes Verfahren zum Montieren des Dichtungselements 14,
wie im Obigen beschrieben. Jedoch ist es als eine Alternative natürlich möglich, das
Dichtungselement 14 an der drehbaren Wand 8 zu
befestigen, so dass das Dichtungselement 14 an der stationären Wand 13 anliegt.
Bei dieser Alternative muss das Dichtungselement 14 einen
ununterbrochenen Kreis um den gesamten Umfang der drehbaren Wand 8 herum
bilden und sollte, um zufriedenstellend abzudichten, nahtlos sein.