DE69736166T2 - Brennstoffzerstäubung in einer Gasturbine mittels vorgekühlter Kühlluft - Google Patents

Brennstoffzerstäubung in einer Gasturbine mittels vorgekühlter Kühlluft Download PDF

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein eine Brennkammer für ein Gasturbinentriebwerk und mehr im Einzelnen eine Brennkammer, die an einen Turbokühler, von dem sie Kühlluft zum Kühlen der Brennkammer und dann zur Verbrennung erhält, angekoppelt ist.
  • Ein Gasturbinentriebwerk enthält ein Kerntriebwerk (core engine), das in strömungsmäßiger Reihenschaltung einen Hochdruckkompressor(-Verdichter) (auch Kernverdichter genannt) zum Verdichten des in das Kerntriebwerk eintretenden Luftstroms, eine Brennkammer, in der eine Mischung von Brennstoff und der verdichteten Luft verbrannt wird, um einen antreibenden (Verbrennungs-)Gasstrom zu erzeugen und eine Hochdruckturbine aufweist, die von dem antreibenden Gasstrom in Umdrehung versetzt wird und die über eine Welle größeren Durchmessers angeschlossen ist, um den Hochdruckverdichter anzutreiben. Ein typisches Bypass-Turbofan-Gasturbinenflugtriebwerk fügt noch eine Niederdruckturbine (die hinter der Hochdruckturbine angeordnet ist) hinzu, die über eine Welle geringeren Durchmessers so verbunden ist, dass sie einen vorderen Fan (Bläser) (der vor dem Hochdruckverdichter angeordnet ist) antreibt, der auch einen Niederdruckverdichter (welcher zwischen dem vorderen Fan und dem Hochdruckverdichter angeordnet ist) antreiben kann. Der Niederdruckverdichter wird gelegentlich auch als Booster-Verdichter oder einfach als Booster bezeichnet. Es versteht sich, dass der Ausdruck „Verdichter" („Kompressor") ohne Beschränkung Hochdruckverdichter und Niederdruckverdichter mit umfasst. Ein zwischen dem Bläser und dem ersten (in der Regel dem Niederdruck-)Verdichter angeordneter Strömungssplitter teilt die aus dem Bläser austretende Luft in einen Kerntriebwerksluftstrom und einen diesen umgebenden Nebenstromluftstrom. Der Nebenstromluftstrom von dem Bläser tritt aus dem Bläsernebenstromkanal aus, um den größten Teil des Triebwerkschubs für das Flugzeug zu liefern. Ein gewisser Triebwerksschub kommt von dem Kerntriebwerksluftstrom, nachdem dieser durch den Niederdruck- und den Hochdruckverdichter zu der Brennkammer strömt und durch die Hoch- und die Niederdruckturbine entspannt und aus der Abgasdüse beschleunigt wurde.
  • Eine Kühlung der Komponenten der heißen Triebwerksabschnitte, etwa der Brennkammer, ist wegen der thermischen „Rote Linie" -Beschränkungen der bei der Konstruktion solcher Komponenten verwendeten Materialien nötig. Typischerweise erfolgt eine solche Kühlung der Brennkammer unter Verwendung einer beträchtlichen Menge der Luft, die aus dem Verdichter austritt. Diese Kühlluft strömt an der Brennkammer vorbei und wird zur Kühlung der Brennkammer (z.B. der Brennkammereinsätze) wie auch bspw. zur Kühlung von Turbinenkomponenten benutzt. Nach der Kühlung der Brennkammer (und Turbinenkomponenten) tritt die Kühlluft wieder strömungsabwärts von der Brennkammer in den Gasströmungspfad ein. Da die Kühlluft innerhalb der Brennkammer nicht zur Verfügung steht, muss die Brennkammer mit einem höheren Brennstoff zu Luft-Verhältnis arbeiten, was zu einer höheren Brennkammertemperatur führt, um eine gewünschte Turbineneintrittstemperatur zu erreichen, die wegen der Triebwerksleistung und -effizienz erforderlich ist. Die höhere Brennkammertemperatur erzeugt aber mehr unerwünschte NOx-Emissionen.
  • NOx-Emissionen von Gasturbinentriebwerken, die vom Betrieb mit flüssigen Brennstoffen herrühren, sind, zumindest teilweise das Ergebnis eines stöchiometrischen Brennstoff-/Luftverhältnisses in der Nähe der flüssigen Brennstofftröpfchen. Oberhalb des pseudokritischen Drucks von Jet-Brennstoff (etwa 2413 KPascal (350 psia)) absorbieren Flüssigkeitströpfchen Wärme durch Konvektion und Strahlung. Sobald die Temperatur des Tröpfchens die pseudokritische Temperatur, etwa 399°C (750°F)) erreicht, verliert das Tröpfchen die Oberflächenspannung und zerstäubt durch Luftscherkräfte in eine brennstoffreiche Konzentration von gasförmigen Brennstoff- und Luftmolekülen. Durch zusätzliche Vermischung mit Luft erreicht die Gasmischung das (immer noch brennstoffreiche) Brennstoff-/Luft-Zündverhältnis und verbrennt. Da das gesamte Brennstoff-/Luftverhältnis des Triebwerks brennstoffarm ist, gibt es einen Bereich, in dem das gasförmige Brennstoff-/Luftverhältnis bei oder nahe bei der stöchiometrischen Konzentration liegt und die Flammentemperatur maximal ist (etwa 2204°C (4000°F)).
  • Die US-A-5,581,996 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Lieferung von Kühlluft aus einem Kompressor (Verdichter) zu heißen Komponenten in einem Gasturbinentriebwerk.
  • NOx wird durch die Reaktionen in N2 + O → NO + N, gefolgt von O2 + N → NO + 0 erzeugt. Die Reaktionsgeschwindigkeit der zweiten Reaktion (O2 + N) erhöht das NOx um einen Faktor 5 oberhalb einer Spitzenbrennkammertemperatur von 1649°C (3000 DEG F) wenn die Brennstofftröpfchen bei 2204°C (4000°F) zerbersten. Der relative NOx-Anstieg ist bei niedrigen Triebwerksleistungspegeln wesentlich größer.
  • Es wäre erstrebenswert, die NOx-Emissionen eines Gasturbinentriebwerks abzusenken, ohne den Triebwerkswirkungsgrad zu beeinträchtigen. Außerdem wäre es erwünscht, derart herabgesetzte NOx-Emissionen zu erzielen, ohne die Kosten des Triebwerks wesentlich zu erhöhen.
  • Gemäß der Erfindung wird ein Gasturbinentriebwerk geschaffen, das aufweist: Einen Kompressor (Verdichter), einen Turbokühler zum Kühlen und Komprimieren von aus dem Kompressor austretender Luft; eine Brennkammer mit einem Gehäuse, einem unmittelbar an dem Gehäuse befindlichen und wenigstens teilweise einen Brennraum begrenzenden Einsatz und eine Brennstoffeinspritzvorrichtung in Strömungsverbindung mit dem Turbokühler, um der Brennstoffeinspritzvorrichtung Luft aus dem Turbokühler zur Erzielung einer luftunterstützten Zerstäubung zuzuführen, gekennzeichnet, durch einen Kühlmittelströmungspfad zwischen dem Gehäuse und dem Einsatz, mit einem Einlass an einem in Längsrichtung hinteren Abschnitt des Einsatzes und mit einem Auslass an der Brennstoffeinspritzvorrichtung, so dass verbrauchte Kühlluft in die Brennstoffeinspritzvorrichtung strömt, wobei der Kühlmitteleinlass mit dem Turbokühler verbunden ist, um Kühlluft aus dem Turbokühler aufzunehmen.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird die Kühlluft zunächst zum Kühlen der Brennkammer verwendet und die verbrauchte Kühlluft wird sodann zur Verbrennung, d.h. zur luftunterstützten Zerstäubung, benutzt. Gasturbinentriebwerke mit Turbokühlern sind an sich bekannt, wie etwa das in der US-Nr. 5,392,614 mit dem Titel „Gas Turbine Engine Cooling System" beschriebene Triebwerk, wobei dieses Patent auf die vorliegenden Patentinhaber übertragen ist. Dadurch dass Kühlluft von dem in der erwähnten Patentschrift beschriebenen Turbokühler einer gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildeten Brennkammer zugeführt wird, werden, wie angenommen wird, die NOx-Emissionen herabgesetzt, während Triebwerkswirkungsgrad und -Betriebseigenschaften nicht beeinträchtigt und möglicherweise sogar verbessert werden.
  • Bei einer Ausführungsform weist die Brennkammer Strömungspfade auf, die mit der von dem Turbokühler zugeführten Kühlluft in Strömungsverbindung stehen. Luft strömt durch die Strömungspfade von einem hinteren Abschnitt zu einem bei einem Diffusor angeordneten Auslass. Die Kühlluft vermischt sich, nachdem sie die Wände der Brennkammer gekühlt hat, mit dem Brennstoff in der Brennstoffeinspritzvorrichtung, so dass eine im Wesentlichen gleichförmige Mischung von Hilfsluft und Brennstoff aus dem Injektor austritt. Die Vermischung der Hochdruckluft von dem Turbokühler mit dem Brennstoff erleichtert die Zerteilung des Brennstoffs aus der Brennstoffeinspritzvorrichtung in die Brennkammer und trägt außerdem dazu bei, die Brennstoff-/Luftenergieschergradienten zu erhöhen. Es wird vermutet, dass im Ergebnis die Injektionsgeschwindigkeit signifikant erhöht wird und die NOx-Emissionen verringert werden.
  • Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Einspritzen von Brennstoff in einen Brennraum einer Brennkammer eines Gasturbinentriebwerks geschaffen, wobei das Triebwerk eine Brennstoffeinspritzvorrichtung mit einer Brennstoffdüse in der Brennkammer und einen Turbokühler aufweist (und) das Verfahren die Schritte beinhaltet: Vermischen von Luft aus dem Turbokühler und Brennstoff bei der Brenn stoffeinspritzvorrichtung und Einspritzen der Luft- und Brennstoffmischung in die Brennkammer.
  • Die Erfindung wird im Folgenden in größerem Detail beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert, in der:
  • 1 Eine schematische Veranschaulichung eines Teils eines Gasturbinentriebwerks gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist,
  • 2 eine Querschnittsdarstellung einer Brennstoffeinspritzvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist.
  • Gasturbinentriebwerke wie Turbo-Jet-Triebwerke, Bypass-Turbofan-Triebwerke, Turboprop-Triebwerke und Turbomotoren können zum Antrieb von Luftfahrzeugen (wie Flugzeuge, Hubschrauber und Flugkörper) verwendet werden und können auch zum Antrieb von Schiffen, Tanks, elektrischen Energieerzeugern und Pipeline-Pumpeinrichtungen eingesetzt werden. Zu Erläuterungszwecken wird die Erfindung hier im Zusammenhang mit einem industriellen Gasturbinentriebwerk beschrieben. Es versteht sich aber, dass die Erfindung in gleicher Weise auch auf andere Typen und/oder Anwendungen von Gasturbinentriebwerken anwendbar ist. Außerdem bezieht sich die Erfindung allgemein auf die Verwendung von Kühlluft aus einem Turbokühler zur Kühlung von Komponenten der Triebwerksbrennkammer und auf die Verwendung der „verbrauchten" Kühlluft zur Verbrennung. Gasturbinentriebwerke, die Turbokühler enthalten, sind an sich bekannt, wie etwa das in der US-Patentschrift Nr. 5,392,614 mit dem Titel „Gas Turbine Engine Cooling System" beschriebene Triebwerk, wobei das Patent auf die vorliegenden Patentinhaber übertragen ist.
  • 1 veranschaulicht eine Brennkammer 10 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Wenngleich die Brennkammer 10 der Triple-dome-Ringbauart ist, ist die Erfindung in gleicher Weise auf eine Single-dome- oder Double-dome-Ringbauart, wie auch auf andere Bauarten von Brennkammern für Gasturbinentriebwerke anwendbar, wie etwa auf Einzel(Rohr)-Brennkammersysteme und auf Rohr-Ring-Brennkammersysteme, die in dem Gasturbinentriebwerk integriert oder von diesem getrennt sein können, wie dies dem Fachmann geläufig ist.
  • Die Brennkammer 10 weist ein äußeres Brennkammergehäuse 12 und ein inneres Brennkammergehäuse 14 auf. Außerdem verfügt die Brennkammer 10 über einen dem äußeren Brennkammergehäuse 12 nächstliegenden äußeren Brennkammereinsatz 16, der zumindest teilweise einen Brennraum 18 begrenzt und, allgemein in der Längsrichtung gesehen, einen vorderen und hinteren Abschnitt 20 bzw. 22 aufweist. In ähnlicher Weise weist die Brennkammer 10 einen inneren Brennkammereinsatz 24 auf, der unmittelbar nahe dem inneren Brennkammergehäuse 14 angeordnet ist, der zumindest teilweise die Brennkammer 18 begrenzt und der, allgemein in Längsrichtung gesehen, einen vorderen und hinteren Abschnitt 26 bzw. 28 aufweist. Zum Zwecke der Erläuterung der Erfindung gilt, dass der jeweilige, in Längseinrichtung vordere Abschnitt des inneren und äußeren Brennkammereinsatzes die innere und die äußere Brennkammerhaube und dergleichen mit umfasst. Jeder Brennkammereinsatz 16, 24 ist mit Vorteil ein für die Kühlluft undurchlöcherter Brennkammereinsatz (d.h. der Einsatz selbst hat keine Kühlluftlö cher). Die Brennkammer 10 weist eine Brennstoffeinspritzvorrichtung 30 mit einer Brennstoffdüse 32 auf, die in der Brennkammer 10 angeordnet ist. Die Verbrennungsgasströmungsrichtung 34 in der Brennkammer 18 verläuft allgemein in Längsrichtung hinter der Brennstoffdüse 32. Außerdem weist die Brennkammer 10 einen Diffusor 36 auf, der in Längsrichtung vor der Brennstoffdüse 32 angeordnet ist, wobei der Diffusor 36 eine in Strömungsverbindung mit dem Hochdruckkompressor des Gasturbinentriebwerks stehenden Einlass 38 und einen in Strömungsverbindung mit der Brennstoffdüse 32 stehenden Auslass 40 aufweist.
  • Die Brennkammer 10 enthält einen äußeren Kühlmittelströmungspfad 42 zwischen dem äußeren Brennkammergehäuse 12 und dem äußeren Brennkammereinsatz 18, wobei dieser äußere Kühlmittelströmungspfad 42 in unmittelbarer Nähe zu dem in Längsrichtung hinteren Abschnitt 22 des äußeren Brennkammereinsatzes 16 liegt und sich zu einem Wandabschnitt 46 erstreckt. Der Einlass 44 steht über einen Kanal 48 in Strömungsverbindung mit dem Turbokühler. Der Turbokühler liefert Kühlluft mit niedrigerer Temperatur und höherem Druck (d.h. Gesamtdruck) als bei der diffundierten Luft von dem Diffusor 36 vorhanden, wie dies dem Fachmann geläufig ist.
  • Die Brennkammer 10 enthält außerdem einen inneren Kühlmittelströmungspfad 50 zwischen dem inneren Brennkammergehäuse 14 und dem inneren Brennkammereinsatz 34, wobei der innere Kühlmittelströmungsweg 50 einen Einlass 52 in unmittelbarer Nähe zu dem in Längsrichtung hinteren Abschnitt 28 des inneren Brennkammereinsatzes 24 aufweist und sich zu einem Wandabschnitt 54 in unmittelbarer Nähe zu dem in Längsrichtung vorderen Abschnitt 26 des inneren Brennkammereinsatzes 24 er streckt. Ähnlich wie der Einlass 44 des äußeren Kühlmittelströmungspfades steht der Einlass 52 über den Kanal 48 in Strömungsverbindung mit dem Turbokühler. Der Turbokühler liefert wiederum Kühlluft mit niedrigerer Temperatur und höherem Druck (d.h. Gesamtdruck) als bei der diffundierten Luft aus dem Diffusor 36 vorhanden, wie dies dem Fachmann geläufig ist.
  • „Verbrauchte" Kühlluft vermischt sich mit dem Brennstoff und strömt mit dem Brennstoff durch eine äußere (O), mittlere (M) und innere (I) Brennstoffzone, wie dies im Nachfolgenden noch im größeren Detail beschrieben wird. Jeder Kühlmittelströmungspfad 42, 50 enthält einen Schild 56 mit einem einen Einlass 70 in dem äußeren Brennkammergehäuse 12 enthaltenden vorderen Segment 68 und einem in Längsrichtung hinteren Abschnitt 72, der in Längsrichtung hinter dem Einlass 44 des anderen Kühlmittelströmungspfades 42 angeordnet ist. Der Einführungsströmungspfadeinlass 70 steht über dem Kanal 48 mit dem Turbokühler in Verbindung, während der in Längsrichtung hintere Abschnitt 72 mit dem Einlass 44 des äußeren Kühlmittelströmungspfades 42 in Strömungsverbindung steht. Die Brennkammer 10 enthält eine Reihe Düsenleitschaufeln 74, die unmittelbar an dem in Längsrichtung hinteren Abschnitt 22 bzw. 28 des jeweiligen Brennkammereinsatzes 16 bzw. 24 angeordnet sind und weist einen inneren Kühlmittelkanal 76 mit einem Kühlmitteleinlass 78 auf, der in Strömungsverbindung mit dem in Längsrichtung hinteren Abschnitt 72 des jeweiligen Einführungsströmungspfades 66 steht und einen Kühlmittelauslass 80 auf, der in Strömungsverbindung mit dem Einlass 44 bzw. 52 des jeweiligen Kühlmittelströmungspfades 42 bzw. 50 steht.
  • Während des Gastriebwerkbetriebs werden die Brennkammereinsätze 16, 24 der Brennkammer 10 mit von dem Kompressor abgeleiteter Kühlluft von hinten (wo die kälteste Kühlluft am wirkungsvollsten zur Kühlung der heißesten Brennkammerbereiche eingesetzt wird) nach vorne prallgekühlt. Die „verbrauchte" Kühlluft vermischt sich dann mit dem Brennstoff. Die Vermischung der „verbrauchten" Hochdruckkühlluft von dem Turbokühler mit dem Brennstoff erleichtert die Dispersion des Brennstoffs aus der Brennstoffeinspritzvorrichtung 30 in die Verbrennungskammer 18. Eine derartige Anordnung trägt auch zur Vergrößerung der Brennstoff-/Luftenergieschergradienten in der Kammer 18 bei. Es wird vermutet, dass daraus resultierend die Injektionsgeschwindigkeit wesentlich erhöht ist und die NOx-Emissionen reduziert sind.
  • 2 ist eine Querschnittsdarstellung einer Brennstoffeinspritzvorrichtung 100 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Einspritzvorrichtung 100 weist eine äußere, eine mittlere und eine innere Verwirbelungsanordnung 102, 104, 106 und Brennstoff-/Luftströmungspfade 108, 110, 112 auf, die sich durch die Einspritzvorrichtung zu der jeweiligen Verwirbelungseinrichtung 102, 104 und 106 erstrecken. Jede Verwirbelungseinrichtung 102, 104, 106 weist einen inneren Verwirbler IS und einen äußeren Verwirbler OS auf, die in einen Verwirbelungstopf 114 eingelötet oder sonst wie eingefügt sind und die um eine Nabe 116 umlaufen. Der inneren, und der äußere Verwirbler IS bzw. OS laufen typischerweise im Gegensinn um. Die Verwirbler IS- und OS- weisen Schaufeln unter einem Winkel in dem Bereich von 40° bis 60° bezüglich einer Achse durch den Mittelpunkt des jeweiligen IS bzw. OS Verwirblers auf. Brennstoff strömt von einem Ringraum auf der Außenseite jedes Schaufelsatzes in jede der Schaufeln ein und dann aus Löchern auf der Saugseite jeder der Schaufeln aus. Beispiele von Verwirblern und Schaufelkonstruktionen, die hier verwendet werden können sind in der US-Patentschrift Nr. 5,341,477 beschrieben, die auf die vorliegende Patentinhaberin lautet.
  • Verbrauchte Kühlluft strömt in jede der Brennstoffzufuhrzonen O, M und I ein und vermischt sich mit dem Brennstoff. Wenn die Brennstoffströmung und die Zusatzluftströmung stark genug sind, um eine von der Schwerkraft herrührende Aufspaltung zu vermeiden (zur Oberseite des Triebwerks aufsteigende Luft und am Boden des Triebwerks sich absetzender Brennstoff) muss eine gleichmäßige Mischung von Zusatzluft und Brennstoff aus den Löchern in den Schaufeln austreten. Alternativ können die Verwirbelungseinrichtungen 102, 104, 106 so abgewandelt werden, dass bspw. unter Verwendung einer doppelwandigen Schaufel Luft nahe den Brennstoffeinspritzlöchern der Schaufeln angesaugt wird. Die Luft tritt dann in den inneren Schaufelhohlraum ein, während Brennstoff in den Hohlraum zwischen der jeweiligen inneren und äußeren Schaufelwand eintritt. Für von dem inneren Hohlraum zur Außenseite der Schaufel strömende Luft gilt, dass die Luft den Brennstoffhohlraum überqueren muss und dass sie dabei ein Aufbrechen und Zerstäuben des Brennstoffes wegen der Strömungsscherbeanspruchung hervorruft. Da der Brennstoff aus den Schaufellöchern in einer rechtwinklig zu der Triebwerkskompressorluft aus dem Diffusor 36 ausströmt, ergibt ein zusätzlicher Strömungsschergradient (wegen der durch die Zusatzluft bedingten höheren Geschwindigkeit des flüssigen Brennstoffs) eine zusätzliche verbesserte Zerstäubung und eine verbesserte Luft-/Brennstoffmischung in und strömungsabwärts von den Luftverwirblern. Sowohl die Flüssigkeitströpfchengröße (Tröpfchenc luster) als auch das Luft-/Brennstoffmischverhältnis beeinflussen die örtlichen Verbrennungstemperaturen und Emissionen auf allen Leistungsniveaus.
  • Wenngleich die Erfindung in Einzelheiten beschrieben und veranschaulicht wurde, so ist dies doch so zu verstehen, dass es sich lediglich um eine Veranschaulichung und um ein Beispiel handelt und dies nicht als eine Beschränkung zu verstehen ist. Obwohl bspw. erläutert ist, dass die Turbokühlerluft zum Kühlen gewisser Komponenten einer Brennkammer vor ihrer Einspeisung in eine Brennstoffeinspritzvorrichtung benutzt wird, so wird es doch auch als möglich betrachtet, dass die kalte Turbokühlerluft zum Kühlen anderer Komponenten eines Triebwerks oder sonst in irgendeiner Weise vor ihrer Einspeisung in die Brennstoffeinspritzvorrichtung „verbraucht" werden kann.

Claims (8)

  1. Gasturbine, aufweisend: einen Kompressor; einen Turbokühler (200) zum Kühlen und Komprimieren von Luft, die von dem Kompressor ausgegeben wird; eine Brennkammer (10) mit einem Gehäuse (12), einem unmittelbar an dem Gehäuse (12) befindlichen und wenigstens teilweise einen Brennraum (18) begrenzenden Einsatz (16, 24), und eine Brennstoffeinspritzvorrichtung (30) in Strömungsverbindung mit dem Turbokühler (200), um der Brennstoffeinspritzvorrichtung (30) Luft aus dem Turbokühler (200) zuzuführen, um eine luftunterstützte Zerstäubung zu schaffen, gekennzeichnet durch einen Kühlmittelmittelströmungspfad (42, 50) zwischen dem Gehäuse (12) und dem Einsatz (16, 24) mit einem Einlass (44, 52) an einem in Längsrichtung hinteren Abschnitt des Einsatzes (60, 24) und mit einem Auslass an der Brennstoffeinspritzvorrichtung (30), so dass verbrauchte Kühlluft in die Brennstoffeinspritzvorrichtung (30) strömt, wobei der Kühlmitteleinlass (54, 52) mit dem Turbokühler (200) verbunden ist, um Kühlluft aus dem Turbokühl er (200) auf zunehmen.
  2. Gasturbine nach Anspruch 1, wobei die Brennkammer (10) ferner die Brennstoffeinspritzvorrichtung (30) mit einer Brennstoffdüse (32) in dem Brennraum (18) und einem Diffusor (36) aufweist, der vor der Brennstoffdüse (32) und in Strömungsverbindung mit dem Kompressor angeordnet ist und einen Auslass (40) in Strömungsverbindung mit der Brennstoffdüse (32) hat.
  3. Gasturbine nach Anspruch 2, welches ferner einen Schild (56), der wenigstens teilweise in Abstand von dem und zwischen dem Einsatz (16, 24) und dem Gehäuse (12) angeordnet ist, und eine Platte (60) mit mehreren Aufprallkühlöffnungen (64) aufweist, wobei die Platte (60) wenigstens teilweise von dem und zwischen dem Einsatz (16, 24) und dem Schild (56) angeordnet ist.
  4. Gasturbine nach Anspruch 3, wobei der Kühlmittelströmungspfad (42, 50) einen äußeren Kühlmittelströmungspfad (42) zwischen dem Brennkammergehäuse (12) und den Brennerkammereinsatz (16) aufweist, wobei ein derartiger äußerer Kühlmittelströmungspfad (42) einen Einlass (44) in unmittelbarer Nähe zu dem in Längsrichtung hinteren Abschnitt (22) des Brennkammereinsatzes (16) hat.
  5. Gasturbine nach Anspruch 2, wobei der Strömungspfad (42, 50) einen Einführungsströmungspfad (66) zwischen dem Gehäuse (12) und dem Einsatz (16) aufweist, wobei der Einführungsströmungspfad (66) einen mit dem Turbokühler (200) verbundenen Einlass (70) aufweist.
  6. Gasturbine nach Anspruch 5, wobei der Einführungsströmungspfadeinlass (70) mit dem Turbokühler (200) mittels eines Kanals verbunden ist.
  7. Gasturbine nach Anspruch 2, wobei der Brenner ferner eine Reihe von Düsenleitschaufeln (74) unmittelbar an dem in Längsrichtung hinteren Abschnitt (22, 28) des Einsatzes (26, 24) aufweist, wobei die Düsenleitschaufeln (74) einen internen Kühlmittelkanal (76) enthalten.
  8. Gasturbine nach Anspruch 7, wobei der Strömungspfad (42, 50) einen Einführungsströmungspfad (66) zwischen dem Gehäuse (12) und dem Einsatz (16) aufweist, wobei der Einführungsströmungspfad (66) einen mit dem Turbokühler (200) verbundenen Einlass (70) aufweist, und ein in Längsrichtung hinteres Segment (72) in Strömungsverbindung mit einem Einlass des internen Kühlmittelkanal der Düsenleitschaufeln steht.
DE69736166T 1996-12-23 1997-12-19 Brennstoffzerstäubung in einer Gasturbine mittels vorgekühlter Kühlluft Expired - Lifetime DE69736166T2 (de)

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