DE69717814T2 - Anlage zum umgerührten reibschweissen - Google Patents

Anlage zum umgerührten reibschweissen

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    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Reib-Rührschweißen, die einen Schweißstift, eine Antriebseinheit, die den Schweißstift antreibt, einen Arbeitstisch, der das oder die zu schweißende(n) Werkstück(e) trägt, und mindestens eine Klemmeinrichtung zum Festklemmen der Werkstücke aneinander und/oder am Arbeitstisch bzw. des Werkstücks am Arbeitstisch während des Schweißvorgangs aufweist.
  • Der Begriff Reib-Rührschweißen bezeichnet ein Schweißverfahren, gemäß dem die zusammenzufügenden Werkstücke entlang ihrer Verbindungslinie durch Zufuhr von Reibwärme von einem drehenden Schweißstift erweicht werden, der entlang der Verbindungslinie zwischen den Werkstücken bewegt wird, während er gleichzeitig gegen die Werkstücke gepreßt wird. Wie in WO 93/10935 und WO 95/26254 beschrieben ist, sollte der Schweißstift aus einem Material hergestellt werden, das härter ist als die Werkstücke, und während des Schweißvorgangs sollten die Werkstücke sicher aneinander und am Arbeitstisch befestigt sein. In dieser Hinsicht unterscheidet sich diese Technik von derjenigen des üblichen Reibschweißens, gemäß der die Reibwärme durch die relative Bewegung der Werkstücke erzeugt wird, wenn sie gegeneinander gepreßt werden, d. h. die Reibwärme wird nur von den beiden zusammenzufügenden Bauteilen erzeugt. Diese Schweißtechnik gemäß den oben erwähnten Veröffentlichungen wird zum Schweißen verschiedener Materialien, wie zum Beispiel Kunststoffe, Metalle, usw., auf verschiedenen Anwendungsgebieten verwendet, zum Beispiel zum Zusammenfügen von Werkstücken, zum Ausbessern von Rissen in einem Werkstück, usw. Die Gestaltung des Schweißstifts wird unter anderem durch das zu schweißende Material und die beabsichtigte Anwendung bestimmt.
  • Bei der Herstellung von Schiffen, Eisenbahnwagen, Brücken, Bohrplattformen und so weiter sind Profilteile aus extrudiertem Aluminium oder Aluminiumlegierung aufgrund ihrer Korrosionsbeständigkeit, geringem Gewicht, usw. als Baubestandteile von Interesse. Da die Abmessungen der Profilteile, die heutzutage durch die Extrudiertechnik hergestellt werden, vergleichsweise klein sind, und da die derzeit verwendeten Schweißverfahren zur Verbindung von Aluminiumprofilteilen kein völlig zufriedenstellendes Ergebnis in bezug auf Stärke, Oberflächenbeschaffenheit und Verformung liefern, wird Aluminium nur beschränkt verwendet, trotz der oben erwähnten Vorteile dieses Materials.
  • Wenn statt dessen die Reib-Rührschweißtechnik verwendet wird, wird eine Verbindung hergestellt, deren Unterseite eine feine und glatte Oberflächenbeschaffenheit hat, wobei nur wenige Punkte einer Lastkonzentration entstehen. Zusätzlich ist die Stärke der durch dieses Verbindungsverfahren hergestellten Verbindung fast gleich derjenigen des Basismaterials. Ein Problem, das bei der Verwendung der Schweißtechnik der obigen Patentveröffentlichungen zur Verbindung von Aluminiumprofilteilen auftritt, ist es, daß diese Schweißtechnik nur verwendet werden kann, um Werkstücke miteinander zu Verbinden, die durch einen sehr engen Luftspalt voneinander getrennt sind. Sollte der Luftspalt diesen kritischen Wert überschreiten, was unter anderem von der Stärke des Blechs abhängt, aus dem die Profilteile hergestellt werden, wird eine Verbindung mit inneren Hohlräumen und beeinträchtigter Stärke hergestellt. Daher erfordern extrudierte Aluminiumprofilteile, die mit existierenden Herstellungsverfahren nicht mit ganz genauen Abmessungen erzeugt werden können, eine gewisse Vorbehandlung, um zu große Spalte zwischen den Profilteilen zu vermeiden. Dies ist besonders wichtig im Fall des Zusammenschweißens von länglichen Profilteilen, wobei sogar kleine Verformungen zu unannehmbaren Abweichungen führen können. Zur Herstellung einer Aluminiumbeplankung für Schiffsrümpfe werden Aluminiumprofilteile mit zum Beispiel einer Breite von 300 mm und einer Länge von 12 m verwendet.
  • Ein weiteres beim Reib-Rührschweißen auftretendes Problem ist es, daß eine Verformung der Profilteile auch während des eigentlichen Schweißvorgangs auftreten kann, da die Teile der Wirkung von Wärme ausgesetzt sind. Diese Verformung ist aber weniger stark als beim MIG- und WIG-Schweißen, da die Temperatur nie den Schmelzpunkt erreicht. Es kann aber zu dem Ergebnis führen, daß die Abmessungen des Fertigprodukts trotz Vorbehandlung des Profilteils nicht innerhalb des annehmbaren Toleranzbereichs liegen. Dieses Problem tritt auch bei Anwendungen auf, bei denen der Toleranzbereich des Fertigprodukts enger ist als der der beteiligten Werkstücke.
  • Es ist also ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum Reib-Rührschweißen anzugeben, mit der zwei Werkstücke so zusammengeschweißt werden können, daß dem entstehenden Fertigprodukt eine große Stärke verliehen wird und es in einem vorgeschriebenen Toleranzbereich liegt, ohne daß die Profilteile vor ihrer Anordnung in der Vorrichtung oder zwischen den einzelnen Schweißvorgängen in einer besonderen Anlage einer Vorbehandlung unterzogen werden müssen. Auf diese Weise werden sowohl die Herstellungszeit als auch die Herstellungskosten verringert.
  • Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Reib-Rührschweißen anzugeben, bei der es möglich ist, ein Fertigprodukt zu erzeugen, das einen engeren Toleranzbereich als die beteiligten Bestandteile aufweist.
  • Diese Gegenstände werden gemäß der vorliegenden Erfindung mit Hilfe einer Vorrichtung zum Reib- Rührschweißen von der in der Einleitung definierten Art erreicht, wobei die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, daß sie auch ein Walzwerkzeug aufweist und daß sie zudem ein Abstandselement aufweist, das zwischen dem Werkstück und dem Arbeitstisch angeordnet ist, wenn das Walzwerkzeug seine Betriebsstellung einnimmt, wobei die Walzstellung in der Vorrichtung im wesentlichen mit der Schweißstellung in der Vorrichtung zusammenfällt.
  • Aufgrund des Einbaus eines Walzwerkzeugs in die Vorrichtung wird es möglich, vor und/oder nach jedem einzelnen Schweißvorgang einen Walzvorgang durchzuführen, wodurch annehmbare Toleranzbereiche sowohl bei den einzelnen Aluminiumprofilteilen als auch bei den geformten Aluminiumplatten gewährleistet werden, ohne daß die Teile oder Platten eine externe Vor- oder Nachbehandlungseinheit durchlaufen müssen. Es ist ein zusätzlicher Vorteil, daß den Aluminiumprofilteilen beim Walzvorgang ein solcher Grad an Geradheit verliehen wird, daß die Luftspalte zwischen den Werkstücken nicht den Wert überschreiten, bei dem eine fehlerhafte Verbindung erzeugt wird.
  • Der Schweißstift kann gegen das oben erwähnte Walzwerkzeug ausgetauscht werden, und vorzugsweise wird das Walzwerkzeug von dem Antrieb angetrieben, der auch den Schweißstift antreibt. Alternativ werden der Schweißstift und das Walzwerkzeug von eigenen Antriebseinheiten angetrieben. Im letzteren Fall kann das Walzwerkzeug neben dem Schweißstift oder in Abstand dazu angeordnet werden.
  • Die Vorrichtung könnte auch mit einer Vertiefung im Arbeitstisch vor dem Walzwerkzeug gebildet werden, um die Durchführung von Walzvorgängen durch die ganze Stärke des Werkstücks zu ermöglichen. In diesem Fall muß die Betriebsstellung des Walzwerkzeugs von der Betriebsstellung des Schweißstifts getrennt sein, da während des Schweißens ein direktes Stützen der Verbindung durch den Arbeitstisch wesentlich ist, um eine glatte Unterseite der Verbindung zu erhalten. Die Klemmeinrichtung könnte während des Schweißens und des Walzens in der gleichen oder in verschiedenen Stellungen angeordnet sein, während das Werkstück während der Schweiß- und der Walzvorgänge seitlich unterschiedliche Stellungen einnehmen muß. Als Ergebnis werden eine Deaktivierung bzw. eine Aktivierung der Klemmeinrichtung durchgeführt, um das Werkstück freizugeben und erneut festzuklemmen.
  • Die Vorrichtung könnte auch ein Abstandselement aufweisen, das zwischen dem Werkstück und dem Arbeitstisch angeordnet wird, wenn das Walzwerkzeug in seiner aktiven Stellung ist. Aufgrund dieser Anordnung nennen die Klemmeinrichtung und das Werkstück während des Schweißens und des Walzens seitlich die gleiche Stellung einnehmen, wodurch die Notwendigkeit einer seitlichen Verschiebbarkeit der Klemmeinrichtung überflüssig wird. Vom Standpunkt des Maschinenaufbaus gesehen ist dies ein beträchtlicher Vorteil.
  • Die Erfindung wird nun ausführlicher unter Bezugnahme nur die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, die verschiedene Ausführungsformen der Vorrichtung gemäß der Erfindung darstellen. In den Zeichnungen zeigen:
  • Fig. 1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform einer Vorrichtung zum Reib-Rührschweißen gemäß der Erfindung, wobei die Vorrichtung in ihrer Schweißstellung gezeigt ist;
  • Fig. 2a eine vergrößerte Ansicht eines Teils der Vorrichtung aus Fig. 1;
  • Fig. 2b den gleichen Teil wie Fig. 2a, aber in dessen Walzstellung;
  • Fig. 3a einen Querschnitt durch eine zweite Ausführungsform, wobei die Vorrichtung in der Walzstellung gezeigt ist;
  • Fig. 3b eine dritte Ausführungsform der Vorrichtung in ihrer Walzstellung;
  • Fig. 4 einen Querschnitt durch eine vierte Ausführungsform der Vorrichtung, die in ihrer kombinierten Schweiß- und Walzstellung gezeigt ist.
  • Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung 1 kann verwendet werden, um extrudierte Aluminiumprofilteile 2 zur Bildung einer Aluminiumplatte 3 zusammenzuschweißen. Der Ausdruck Aluminium wird hier verwendet, um entweder reines Aluminium oder eine Legierung aus Aluminium und einem anderen Metall zu bezeichnen, wie zum Beispiel Magnesium. Die Anzahl von zusammenzuschweißenden Aluminiumprofilteilen wird durch die Breite des betreffenden Profilteils, das zum Beispiel eine Breite von 300 mm und eine Länge von 12 m haben könnte, und durch die gewünschte Breite der fertigen Platte bestimmt. Die Herstellung erfolgt durch Schweißen eines neuen Aluminiumprofilteils an die rechte Randkante des direkt vorhergehenden Profilteils, wie in Fig. 1 dargestellt, wobei dieses direkt vorhergehende Profilteil seinerseits vorher an die rechte Randkante des vorhergehenden Profilteils geschweißt wurde. In anderen Worten nimmt die Breite des in Herstellung befindlichen Aluminiumprofilteils bei jedem einzelnen Schweißvorgang um die Breite eines Profilteils zu.
  • Gemäß dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel wird die in Herstellung befindliche Platte 3 durch ein Aluminiumprofilteil 2 vergrößert und besteht am Ende des laufenden Schweißvorgangs aus fünf Aluminiumprofilteilen. Nach dem Schweißen wird die Platte von einem periodisch arbeitenden Kettenförderer nach links in Fig. 1 um eine Entfernung verschoben, die der Breite des betreffenden Profilteils entspricht.
  • Gleichzeitig wird ein neues Aluminiumprofilteil mit Hilfe von Vorschubmitteln 40 eingeführt, die zur Verschiebung entlang von Balken 41 angeordnet sind. Die letzteren sind fest mit dem Maschinenrahmen 50 der Vorrichtung verbunden.
  • Während des Schweißvorgangs werden das Aluminiumprofilteil 2 und die halbfertige Aluminiumplatte 3 durch Klemmeinrichtungen 5 bzw. 6 zusammengehalten und am Arbeitstisch 7 befestigt. Die Klemmeinrichtungen 5 bzw. 6 bestehen aus dreieckigen Druckelementen, die während des Schweißvorgangs über Arme 8 bzw. 9 mit Hilfe von Druckzylindereinheiten 10 bzw. 11 in eine Stellung des Eingriffs mit dem jeweiligen Werkstück 2, 3 gezwungen werden. Die Druckzylinder 10 und 11 sind mit dem Arbeitstisch 7 bzw. dem Maschinenrahmen 50 verbunden. Die Klemmeinrichtungen sind in Paaren einander gegenüber entlang der Kanten der Verbindung zwischen den Werkstücken angeordnet. Der Abstand zwischen den Mittellinien von zwei benachbarten Paaren beträgt etwa 500 mm im gezeigten Beispiel. Aufgrund des geringen verfügbaren Raums wird jedes Druckelement 5 von einem eigenen Druckzylinder 10 angetrieben, während zwei benachbarte Druckelemente 6 von einem gemeinsamen Druckzylinder 11 über den Arm 9 angetrieben werden. Zu diesem Zweck hat der Arm eine U-förmige Gestaltung, wobei die Druckelemente an den Schenkeln des U-förmigen Arms und der Druckzylinder an seinem Steg befestigt sind. In diesem Fall besteht der Arbeitstisch aus einem ortsfesten, waagrechten Maschinentisch 7a, auf dem eine Unterlegstange 7b fest montiert ist.
  • Die Verbindung zwischen dem Profilteil 2 und der Platte 3 befindet sich in Flucht mit der Mittellinie der Unterlegstange. Die Positionierung des Werkstücks nicht direkt auf dem Arbeitstisch, sondern auf der Unterlegstange, die zwischen dem Tisch und dem Werkstück angeordnet ist, ist eine reine Sicherheitsmaßnahme, da es wesentlich praktischer ist, die vergleichsweise kleine Unterlegstange auszutauschen als den ganzen Maschinentisch, falls dessen Oberseite während der Herstellung der Platte beschädigt wird. Aluminium ist ein sehr weiches Metall, und das Erweichen während des Schweißvorgangs bringt es dazu, die gleiche Gestalt anzunehmen wie die Oberseite der Unterlegstange, und folglich würde jede Vertiefung in dieser Oberseite auf der Unterseite der Platte in Form von Vorsprüngen reproduziert werden. Die fertige Aluminiumplatte würde daher nicht den vorgegebenen Qualitätsnormen entsprechen.
  • Das Schweißen wird mittels eines Schweißstifts 12 durchgeführt, der, wie in Fig. 2a zu sehen ist, die Gestalt eines zylindrischen Körpers 12a und einer daran befestigten Nadel 12b aufweist, wobei der obere Teil des Körpers mit einer drehenden Spindel 13 verbunden ist, die von einer nicht dargestellten Antriebseinheit wie zum Beispiel einem Antriebsmotor angetrieben und von einem Läufer 14 getragen wird. Der Läufer wird entlang der Werkstücke 2 und 3 mit Hilfe einer nicht dargestellten Antriebseinheit verschoben. Der Körper und die Nadel des Schweißstifts könnten in der Art gestaltet sein, wie sie aus einer beliebigen der in WO 93/10935 oder WO 95/26254 offenbarten Ausführungsformen hervorgeht.
  • Um zu gewährleisten, daß der Schweißstift entlang der ganzen Verbindung in der gleichen Stellung in bezug auf die Werkstück-Verbindungskanten positioniert wird, ist der Läufer 14 mit dem Arbeitstisch 7 über zwei Gleitschuhe 15a und 16a verbunden, die jeder entlang einer der Führungsschienen 15b bzw. 16b laufen, die auf den Arbeitstisch montiert sind. Diese Maßnahme führt zu einer geradlinigen Bewegung in bezug auf den Arbeitstisch.
  • Fig. 1 zeigt auch ein Abstandselement 17, das fest an Haltern 18 befestigt ist. Eine Druckzylindereinheit 19 verschiebt jeden Halter von einer Ruhestellung (in durchgezogenen Linien dargestellt), in der das Abstandselement einen Abstand zur Unterlegstange aufweist, in eine Eingriffsstellung (in gestrichelten Linien), in der das Abstandselement auf der Unterlegstange positioniert ist. In dieser Stellung erstreckt sich das Abstandselement entlang der ganzen Unterlegstange und folglich wird die Anzahl von Haltern durch die Länge der Unterlegstange bestimmt, die in diesem Fall etwa 16 m beträgt, und im gezeigten Beispiel sind sechs Halter vorgesehen.
  • In Fig. 2b wurde der Schweißstift 12 ersetzt durch ein übliches Walzwerkzeug 20, das ebenfalls mit der Spindel verbunden ist und somit von der Spindelantriebseinheit angetrieben wird. Gemäß dieser Ausführungsform fällt die Walzstellung mit der Schweißstellung zusammen. Der Halter 18 nimmt seine Eingriffsstellung ein, und folglich wird das Abstandselement 17 auf der Unterlegstange 7b positioniert. Dadurch wird die halbfertige Aluminiumplatte 3 in Abstand zur Oberseite der Unterlegstange gebracht. Als Ergebnis kann der rechte Endrand des Werkstücks 3 auch an seiner unteren Kante Walzvorgängen unterzogen werden ohne die Gefahr des gleichzeitigen Walzens der Oberseite der Unterlegstange, wodurch eine unerwünschte Bearbeitung der Unterlegstange verhindert wird. Die Platte 3 ist auch während des Walzvorgangs mit Hilfe der Klemmeinrichtung 6 an die Unterlegstange 7b geklemmt, wobei die Klemmeinrichtung die gleiche Stellung bezüglich der Mittellinie c der Unterlegstange einnimmt wie beim Schweißen, wie in Fig. 2a gezeigt ist.
  • In Fig. 3a wurde das Abstandselement durch eine Vertiefung in Form einer Kehle 21 ersetzt, die sich entlang der ganzen Unterlegstange 7b erstreckt. Beim Schweißvorgang nimmt das Aluminium die Form der Oberseite der Stange an, aus welchem Grund die Kehle nicht in dem Bereich der Unterlegstange angeordnet werden darf, der als Form für die Werkstücke 2, 3 dient. Folglich muß die Walzstellung von der Schweißstellung getrennt sein, und die Entfernung von der Mittellinie c der Unterlegstange zur inneren Kante der Kehle 21 muß größer als die oder gleich der Entfernung von dieser Mittellinie zur Außenkante des Schweißstifts sein. Die Walzstellung und die Platte 3 werden also im Vergleich mit der Stellung in Fig. 2b nach links verschoben. Weiter gemäß dieser Ausführungsform wird die Platte 3 an der Unterlegstange 7b durch die Klemmeinrichtung 6 festgeklemmt, wobei letztere die gleiche Stellung in bezug auf die Mittellinie c der Unterlegstange einnimmt wie während der Schweiß- und Walzvorgänge gemäß den Fig. 2a bzw. 2b. Die Klemmeinrichtung 6 muß aber deaktiviert und erneut aktiviert werden, um eine seitliche Verschiebung des Werkstücks zwischen den Schweiß- und Walzvorgängen zu erlauben. Folglich wird das Walzwerkzeug näher zur Klemmeinrichtung hin bewegt als es bei den vorhergehenden Ausführungsformen der Fall ist, was zu Problemen führt, wenn die durch Schweißen zu verbindenden Werkstücke aus dünnen Blechplatten bestehen. Je dünner die Werkstücke sind, desto näher muß die Klemmeinrichtung beim Schweißstift angeordnet werden, um in der Lage zu sein, die Werkstücke trotz der beträchtlichen Kräfte in Stellung zu halten, die während des Reib-Rührschweißens auf sie einwirken, und desto weniger Platz steht für die Unterbringung des Walzwerkzeugs zur Verfügung, insbesondere wenn ein Walzwerkzeug von normalem Durchmesser verwendet werden soll. Um dieses Problem zu umgehen, können die Klemmeinrichtungen so gestaltet sein, daß es möglich ist, sie während des Schweiß- bzw. des Walzvorgangs in verschiedenen Stellungen anzuordnen, wie es in Fig. 3b gezeigt ist.
  • Wie in Fig. 4 dargestellt, könnte das Walzwerkzeug eine getrennte Einheit 22 sein, die Von einer eigenen Antriebseinheit 23 angetrieben wird, und in diesem Fall hat das Walzwerkzeug einen Abstand zum Schweißstift. Diese Anordnung führt dazu, daß zur gleichen Zeit, zu der das Aluminiumprofilteil 2 an seiner linken Randkante an die halbfertige Aluminiumplatte 3 geschweißt wird, seine rechte Randkante einem glättenden Walzvorgang unterzogen werden kann, wodurch eine beschleunigte Herstellung gewährleistet wird. Obwohl das Walzwerkzeug 22 von einer getrennten Antriebseinheit angetrieben wird, ist es natürlich möglich, es neben dem Schweißstift anzuordnen.
  • Wenn eine vorbestimmte Anzahl von Aluminiumprofilteilen aneinander geschweißt werden sollen, um eine Aluminiumplatte gewünschter Größe zu bilden, werden zwei Aluminiumprofilteile ursprünglich mit Hilfe der Klemmeinrichtungen 5, 6 in der Vorrichtung 1 festgeklemmt, wobei sichergestellt wird, daß der Luftspalt zwischen den gegenüberliegenden Randkanten der Profilteile die Größe nicht überschreitet, die eine fehlerhafte Verbindung erzeugen würde. Wie aus Fig. 2a hervorgeht, befindet sich der Spalt in Flucht mit der Mittellinie c der Unterlegstange 7b. Die kritische Spaltbreite variiert je nach der Stärke des Blechs der betreffenden Profilteile, und im Fall einer Blechstärke von etwa 6 mm liegt die kritische Spaltbreite bei etwa 1 mm. Der Schweißvorgang wird dann dadurch begonnen, daß der Schweißstift dazu gebracht wird, mit einer bestimmten Geschwindigkeit zu drehen, während er gleichzeitig mit einer vorbestimmten Geschwindigkeit entlang des Spalts verschoben wird. Wie in der Einleitung beschrieben, erweichen sich die Randkanten der Profilteile, während sie gleichzeitig zusammengepreßt werden. Nach der Verfestigung ist so eine homogene Schweißnaht mit großer Stärke entstanden. Wenn der Schweißstift 12 sich entlang der ganzen Verbindung bewegt hat und der einzelne Schweißvorgang somit vollendet ist, werden die Druckzylindereinheiten 10 und 11 betätigt, wodurch die Klemmeinrichtungen 5 bzw. 6 deaktiviert werden. Folglich wird die gerade geformte Aluminiumplatte 3 vom Arbeitstisch 7 freigegeben und vom Kettenförderer 4 nach links in Fig. 1 um eine Entfernung bewegt, die der Breite eines Aluminiumprofilteils entspricht, was es ermöglicht, die Platte in der soeben beschriebenen Weise an ein neues Aluminiumprofilteil 2 zu schweißen, das von den Vorschubmitteln 40 geliefert wird.
  • Wenn zum Beispiel vier Aluminiumprofilteile 2 zusammengeschweißt wurden, wird die rechte Randkante der so geformten Platte in bezug auf Geradlinigkeit abgetastet, und sollte diese von vorbestimmten Toleranzwerten abweichen, wird in den Fällen, in denen der Walzvorgang entsprechend den Ausführungsformen der Fig. 2b, 3a und 3b durchgeführt wird, ein Walzvorgang mit Hilfe des Walzwerkzeugs 20 vor dem Schweißen durchgeführt, aber gleichzeitig mit dem Schweißen, wenn der Walzvorgang mit Hilfe der getrennten Walzeinheit 22 durchgeführt wird, die in Fig. 4 dargestellt ist. Die Ausführungsform gemäß Fig. 2b erfordert, daß das Abstandselement 17 vor dem Festklemmen mit Hilfe der Klemmeinrichtung 6 von den Haltern 18 unter der Platte 3 angeordnet wird. Wenn andererseits die Ausführungsform der Fig. 3a verwendet wird, müssen die Spindel 13 und die Platte 3 Vor dem Walzen nach links wie in dieser Figur gesehen verschoben werden. Gemäß der Ausführungsform der Fig. 3b muß auch die Klemmeinrichtung 6 vor dem Walzen flach links in dieser Figur verschoben werden. Gemäß diesen drei Ausführungsformen wird das Walzen durchgeführt, ehe ein neues Aluminiumprofilteil mit Hilfe der Klemmeinrichtung 5 in Stellung festgeklemmt wird, und wie letztere Einrichtung stört daher nicht beim Walzvorgang.
  • Nach dem Walzen wird das Walzwerkzeug 20 gegen den Schweißstift 12 ausgetauscht, und der obige Schweißzyklus wird wiederholt, bis ein erneuter korrigierender Walzvorgang durchgeführt werden muß. Die Häufigkeit der Walzvorgänge hängt offensichtlich von der Herstellungsgenauigkeit der Profilteile und der gewünschten Qualität der fertigen Aluminiumplatte ab.
  • Erfindung sollte nicht als auf die obigen Ausführungsformen beschränkt verstanden werden, sondern könnte im Rahmen der beiliegenden Ansprüche auf verschiedene Weise verändert werden. Zum Beispiel könnte der Schweißstift mit Hilfe eines nicht dargestellten Werkzeugaustauschmechanismus automatisch anstatt von Hand gegen das Walzwerkzeug austauschbar sein. Die Vorrichtung könnte verwendet werden, um Werkstücke aus anderen Metallen oder Metallegierungen als Aluminium zusammenzuschweißen, wie zum Beispiel Titan oder Stahl. Üblicherweise wird die Vorrichtung verwendet, um zwei Werkstücke zusammenzuschweißen, wie zum Beispiel eine halbfertige Aluminiumplatte und ein neues Aluminiumprofilteil, aber sie könnte genauso gut verwendet werden, um Risse auszubessern, die sich in einem Werkstück wie zum Beispiel einer fertigen Aluminiumplatte gebildet haben.

Claims (6)

1. Vorrichtung (1) zum Reib-Rührschweißen, die einen Schweißstift (12), eine Antriebseinheit (13), die den Schweißstift antreibt, einen Arbeitstisch (7), der das oder die zu schweißende(n) Werkstück(e) (2, 3) trägt, und mindestens eine Klemmeinrichtung (5, 6) zum Festklemmen der Werkstücke aneinander und/oder am Arbeitstisch bzw. des Werkstücks am Arbeitstisch während des Schweißvorgangs aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß sie weiter ein Walzwerkzeug (20; 22) aufweist und daß sie zudem ein Abstandselement (17) aufweist, das zwischen dem Werkstück (3) und dem Arbeitstisch (7) angeordnet ist, wenn das Walzwerkzeug (20; 22) seine Betriebsstellung einnimmt, wobei die Walzstellung in der Vorrichtung im wesentlichen mit der Schweißstellung in der Vorrichtung zusammenfällt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schweißstift (12) mit dem oben erwähnten Walzwerkzeug (20) austauschbar ist, und daß das Walzwerkzeug von der Antriebseinheit (13) des Schweißstifts angetrieben wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schweißstift (12) und das Walzwerkzeug (22) von unterschiedlichen Antriebseinheiten (13, 23) angetrieben werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Walzwerkzeug (22) neben dem Schweißstift (12) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmeinrichtung (6) während des Schweiß- und des Walzvorgangs in der gleichen Stellung angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmeinrichtung so angeordnet ist, daß sie während des Schweißvorgangs und des Walzvorgangs unterschiedliche Stellungen einnimmt.
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