DE69716136T2 - Kombiniertes dissektor/expander-instrument - Google Patents

Kombiniertes dissektor/expander-instrument

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DE69716136T2
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft im allgemeinen das Gebiet der chirurgischen Apparate zur Erzeugung eines anatomischen Arbeitsraumes und zur späteren Ausdehnung dieses Raumes. Im spezielleren betrifft die vorliegende Erfindung einen aufblasbaren Ballondissektor, worin eine einzige Ballonvorrichtung die Funktion eines Gewebedissektors mit einer Langzeitgewebedehnung vereinigt.
  • In der Vergangenheit sind aufblasbare Vorrichtungen benutzt worden, um Gewebeschichten zu sezieren und einen anatomischen Arbeitsraum zu erzeugen, um die Durchführung von laparoskopischen oder anderen minimalinvasiven chirurgischen Verfahren zu erleichtern. Im gemeinsam an Peter M. Bonutti erteilten US-Patent Nr. 5,514,153 werden verschiedene aufblasbare Vorrichtungen offenbart, die zur Gewebesektion verwendet werden können, um einen anatomischen Arbeitsraum zu erzeugen. Ein chirurgischer Ballondissektor und seine Anwendungsmethoden sind auch im gemeinsam an Kieturakis et al. erteilten US-Patent Nr. 5,496,345 offenbart. Es wurde gefunden, dass eine durch Ballonsektion gebildete Gewebetasche im allgemeinen regelmäßiger und präziser ist als eine üblicherweise durch manuelle Sektion erhaltene Tasche. Im Gegensatz zu den traditionellen stumpfen Sektionstechniken erzeugt der Sektionsballon eine Gewebetasche, während die natürlichen Gewebeebenen oder Grenzen in der Anatomie gewahrt bleiben.
  • Eine zweite Klasse aufblasbarer Vorrichtungen, bekannt als Gewebeexpander, sind fluidbetriebene Vorrichtungen, die, wenn sie aufgeblasen werden, sich ausdehnen und Druck auf darüber liegende Gewebe ausüben, um in einem begrenzten Bereich des Körpers Gewebewachstum zu erzeugen. Gewebeexpander sind im allgemeinen in der plastischen oder Rekonstruktions-Chirurgie als temporäre Implantate verwendet worden, um eine zuvor sezierte Tasche allmählich zu dehnen, so wie sich auch die darüber liegende Haut und das Gewebe allmählich verändern (durch Zellneubildung) und sich infolge der durch den aufblasbaren Gewebeexpander ausgeübten Kraft ausdehnen. Oft dehnt sich das "erschaffene" Gewebe über einen angrenzenden Bereich aus, in dem ein Gewebedefekt entfernt worden ist oder in dem zusätzliches Gewebe erforderlich ist. Gewebeexpander beinhalten üblicherweise Aufblasöffnungen, die über ein Füllrohr mit dem Expander verbunden und etwas von der Ausdehnungsstelle entfernt eingesetzt sind. Die Aufblasöffnungen sind kleine Behältnisse, die eine selbstabdichtende Membran beinhalten, durch die mittels einer unter die Haut gehende Nadel Fluid eingebracht werden kann. Die Öffnung wird so unter der Haut angeordnet, dass die Membran für die Nadel leicht zugänglich ist.
  • Bei der konventionellen Verwendung von Gewebeexpandern war es üblich, einen Einschnitt unmittelbar neben oder über der Region zu machen, in die der Expander anschließend eingebracht wird, und dann einen stumpfen Gegenstand oder den Finger einzusetzen, um exponierte Gewebeschichten für die Erzeugung einer Tasche zu sezieren. Im allgemeinen ist es erstrebenswert, die Tasche auf geeignete Weise so zu sezieren, dass die sezierte Grundfläche den Expander leicht aufnehmen kann, ohne dass sich die Ecken des Expanders an den Sektionsrändern aufbiegen. Sobald der Expander in sezierten Bereich eingebracht worden ist, wird der Schnitt, durch den die Sektion und das Einbringen des Expanders erreicht worden ist, verschlossen und heilen gelassen, bevor der Dehnungsprozess beginnt. Dieser Schritt ist notwendig, da die Gewebestärke an der Einschnittstelle wiederhergestellt werden muss, um den durch Langzeitgewebedehnung verursachten Belastungen widerstehen zu können. Anderenfalls besteht die Möglichkeit, dass der Expander aus der Schnittstelle ausgestoßen wird, vorzugsweise um das Gewebe jenseits der sezierten Grundfläche zu dehnen, wie eigentlich gewünscht. Dieser Heilungsprozess kann eine beträchtliche Zeitspanne (im Bereich von Wochen) benötigen, bevor die Gewebedehnung beginnen kann.
  • Vor kurzem und im Einklang mit dem Trend hin zu minimalinvasiver Chirurgie haben Praktiker damit begonnen, Gewebeexpander in zuvor durch von der Dehnungsstelle entfernte Einschnitte sezierte Taschen in den Körper einzuführen, sodass der sehr lange Heilungsprozess eliminiert werden kann. Dies ermöglicht auf vorteilhafte Weise, die Dehnung unmittelbar nach Einbringen des Gewebeexpanders zu beginnen. Die Verwendung einer entfernt liegenden Insertionsstelle erfordert weiterhin, dass die Sektion durch den entfernt liegenden Einschnitt durchgeführt wird sowie dass die Expander eingerollt oder anderweitig zusammengelegt werden können, um durch den Einschnitt eine geeignete Einbringung an der entfernten Stelle zu ermöglichen.
  • Im Stand der Technik für Gewebeexpander ist ferner bekannt, dass ein übermäßiger Fülldruck im Gewebeexpander eine Gewebenekrose verursachen kann. Daher muss der Fülldruck des Gewebeexpanders eingeschränkt werden, um Nekrosen zu vermeiden. Da der Druck unter dem Nekrose-Niveau gehalten werden muss, werden Gewebeexpander eine längere Zeitspanne an Ort und Stelle gelassen, um die allmähliche Veränderung und Dehnung der subkutanen Gewebe zu ermöglichen. Dies erfordert die Überwachung und periodische Anpassung des Fluidvolumens im Expander, wenn sich das Gewebe mit der Zeit allmählich dehnt.
  • Bei bestimmten chirurgischen Verfahren, insbesondere bei Verfahren in der plastischen Chirurgie, ist es notwendig, eine Gewebetasche für die spätere Implantation einer prothetischen Vorrichtung zu sezieren. Zum Beispiel umfassen Verfahren zur Brustvergrößerungen und Rekonstruktionen die Sektion eines Raums oder einer Tasche in der Brust sowie, falls notwendig, nach der Sektion eine Vergrößerung der Tasche durch eine Langzeitgewebedehnung, um das gewünschte Implantat aufzunehmen. Früher waren zur Durchführung der Sektions- und Dehnungsschritte zwei oder mehr Vorrichtungen erforderlich.
  • Johnson et al., U.S. Patent Nr. 5,258,026, offenbart ein chirurgisches Verfahren zur Brustvergrößerung. Bei Johnson wird ein Einschnitt im Nabel vorgenommen, und ein länglicher hohler Schlauch, der eine aufblasbare Prothese beinhaltet, wird oberhalb der Thoraxwand an eine Stelle hinter der Brust geführt. Die Prothese selbst wird dann als Gewebedissektor verwendet, indem sie bis auf 150% des vorgesehenen endgültigen Füllvolumens aufgeblasen wird, um eine Tasche in der Brust zu erzeugen. Das Volumen der Prothese wird dann auf das geplante Endvolumen reduziert, und die Prothese an Ort und Stelle belassen. Der Schnitt im Nabel wird anschließend geschlossen und die Operation beendet. Während Johnson die Verwendung eines aufblasbaren Bauteils offenbart, um eine Gewebetasche in der Brust zum Zwecke ihrer Vergrößerung zu erzeugen, nützt Johnson das Implantat selbst für die Sektion und stellt keine Vorrichtung oder Methode für die weitere Dehnung der Gewebetasche durch Langzeitdehnung bereit, sollte die Größe des ursprünglich sezierten Bereiches nicht ausreichend sein.
  • EP-A-0 197 726 offenbart einen Expander, der zwei separate Hüllen umfasst, von denen jede von einer einheitlichen Blase gebildet wird.
  • WO 96/28098 beschreibt eine aufblasbare Vorrichtung mit einer einteiligen, aufblasbaren Blase, die in einer zweiten einteiligen, aufblasbaren Blase positioniert ist.
  • Folglich ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Vorrichtung zu schaffen, welche die Merkmale eines Gewebedissektors und eines Langzeitgewebeexpanders in einer einzigen Vorrichtung vereinigt, um die vorstehend genannten Nachteile im Stand der Technik zu überwinden.
  • Erfindungsgemäß wird dies durch eine Dissektor-Expander- Kombination entsprechend der Merkmale des Patentanspruchs 1 erreicht. Eine vorteilhafte weitere Ausführungsform wird im Unteranspruch beschrieben.
  • Die vorliegende Erfindung schafft eine kombinierte Vorrichtung, worin eine gemeinsame fluidbetriebene Blase (oder verbundene Blasen) die verschiedenen Funktionen der Gewebesektion und der Langzeitgewebedehnung hintereinander ausführen kann. Die vorliegende Erfindung benützt zur Sektion von Gewebeschichten vorzugsweise einen im wesentlichen unelastischen Ballon, der z. B. aus einem Urethanmaterial hergestellt ist, um eine Gewebetasche oder einen Arbeitsbereich zu erzeugen und anschließend, sofern erwünscht, für eine andauernde Gewebedehnung zu sorgen.
  • Eine Dissektor-Expander-Kombination gemäß der Erfindung kann jede der im gemeinsam gehaltenen US-Patent Nr. 5,772,680 offenbarten Ballondissektoren mit einer geeigneten Modifikation zur Bereitstellung eines implantierbaren, selbstabdichtenden Füllventils darstellen und, vorausgesetzt, dass der Ballon unter Überdruck bleibt, sobald das Fluidvolumen nach der Sektion auf geeignete Weise reduziert wird. Geeignete selbstabdichtende Ventile, die vorübergehend implantiert werden können (auch bekannt als Aufblasöffnungen) sind im Stand der Technik bekannt und werden hier nicht im Detail beschrieben. Ein Beispiel eines geeigneten selbstabdichtenden Ventils für die Verwendung mit einer hier offenbarten Dissektor-Expander-Kombination wird von der Firma CUI, Santa Barbara, Kalifornien als Teil eines mit Salm befüllten Gewebeexpanders hergestellt. Wie im gemeinsam gehaltenen US-Patent Nr. 5,722,680 offenbart, ist der Ballon, der vom tunnelschaffenden Bauteil (tunneling member) getragen wird, vorzugsweise gerollt, gefaltet oder auf andere Art um das tunnelschaffende Bauteil gelegt, um eine kompakte Vorrichtung zu schaffen. In mehreren im US-Patent Nr. 5,772,680 offenbarten Ausführungsformen ist der Einsatz eines Teleskops vorgesehen, um eine Überwachung im Körper zu ermöglichen, sowohl wenn die Vorrichtung an eine gewünschte Körperstelle gebohrt (tunneled) wird, an der die Sektion ausgeführt werden soll, als auch danach während der anschließenden Dehnung des Ballons, wenn die Gewebeschichten seziert werden. Beispielsweise kann eine eingebaute Teleskopabdeckung als tunnelschaffendes Bauteil dienen und für die Visualisierung während des Tunnelbohrens und/oder der Sektion sorgen. Allerdings ist es bei Anwendungen in der plastischen Chirurgie normalerweise nicht erforderlich, für eine Visualisierung zu sorgen, da solche Operationen häufig eher in der Arztpraxis als im Krankenhaus durchgeführt werden, und die Ausstattung zur Visualisierung, d. h. Teleskope und Bildschirme, oft nicht vorhanden ist.
  • Die vorliegende Dissektor-Expander-Kombination wird aus drei Materiallagen gebildet, die an den äußeren Rändern der einzelnen Lagen verbunden sind, um zwei diskrete aufblasbare Kammern zu bilden. Die obere und die mittlere Lage definieren eine dazwischenliegende erste aufblasbare Kammer, die an den gemeinsamen Rändern der Lagen verbunden ist. Die untere und die mittlere Lage sind ferner an verschiedenen Punkten ihrer gemeinsamen Oberfläche miteinander verbunden und definieren eine separate aufblasbare, halbsteife Kammer. Jede der Kammern kann als Gewebedissektor verwendet werden, und die halbsteife Kammer schafft eine stabile Grundfläche für die Vorrichtung, sofern diese als Gewebeexpander genutzt wird, um unerwünschte Vergrößerungen der Tasche an den Sektionsrändern verhindern zu helfen.
  • In einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, die auf Anwendungen in der plastischen Chirurgie, vor allem auf Brustvergrößerung und Rekonstruktion, gerichtet ist, wird eine fluidbetriebene Dissektor-Expander-Kombination, vorzugsweise durch stumpfe Tunnelbohrung an eine Stelle eingeführt, an der die Erzeugung einer Gewebetasche gewünscht wird. Der mit der kombinierten Vorrichtung verbundene Ballon wird anschließend aufgeblasen, um die Gewebeschichten zu trennen und eine Gewebetasche zu erzeugen. Falls die sezierte Tasche nicht groß genug ist, um die gewünschte Prothese aufzunehmen, kann nach der Sektion das Fluidvolumen (oder der Druck) der kombinierten Vorrichtung auf ein Niveau eingestellt werden, das für eine Langzeitgewebedehnung geeignet ist. Die Dissektor-Expander- Kombination kann am Ort gelassen werden für die Zeit, die erforderlich ist, um die gewünschte Gewebedehnung zu erreichen, wie es im Stand der Technik bekannt ist, und das Füllvolumen (oder der Druck) des Ballons über die für eine allmähliche Gewebedehnung benötigte Zeitspanne angepasst werden.
  • Diese und andere Aspekte, Merkmale und Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden besser verständlich und geschätzt werden in Anbetracht der folgenden detaillierten Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, die in Verbindung mit den beigefügten Figuren dargestellt ist, wobei gleiche Bezugszeichen entsprechenden Teile in den verschiedenen Abbildungen bezeichnen.
  • Fig. 1 zeigt eine Querschnittsansicht der Anatomie der menschlichen Brust einschließlich der subkutanen Schichten bis zum Brustkorb.
  • Fig. 2a zeigt eine Querschnittsansicht der menschlichen Brust ähnlich Fig. 1, die einen Ballon gemäß der vorliegenden veranschaulicht, der verwendet wird, eine Gewebetasche zwischen dem Pectoralis major Muskel und dem Drüsengewebe der Brust zu erzeugen.
  • Fig. 2b zeigt eine Ansicht ähnlich Fig. 2a, die einen erfindungsgemäßen Ballon veranschaulicht, der verwendet wird, eine Gewebetasche zwischen der Thoraxwand und dem die Thoraxwand überlagernden Pectoralis major Muskel zu erzeugen.
  • Fig. 3 zeigt eine Aufsicht auf eine bevorzugte Ausführungsform einer Gewebedissektor-Expander-Kombination gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • Fig. 4 zeigt eine Querschnittsansicht der in Fig. 3 dargestellten Gewebedissektor-Expander-Kombination entlang der mit 4 bezeichneten Linien.
  • Während die vorliegende Erfindung hauptsächlich im Zusammenhang der Brustvergrößerung beschrieben worden ist, kann sie auch in Verbindung mit anderen chirurgischen Verfahren einschließlich, aber nicht beschränkt auf zum Beispiel die Hebung von Augenbrauen oder die Entfernung von Narbengewebe eingesetzt werden.
  • Fig. 1 zeigt eine Querschnittansicht der Anatomie der weiblichen menschlichen Brust 8. Die Brust 8 besteht aus einem Hügel an Drüsengewebe 10, das primär aus Fett besteht. Eine Hautschicht 11 bedeckt das Drüsengewebe 10. Der Pectoralis major Muskel 25 liegt auf dem Pectoralis minor Muskel 22 sowie einem Teil der Thoraxwand 27 und der Rippen 24 auf. Eine Schicht pektoraler Faszie 14 liegt zwischen dem aufliegenden Drüsengewebe der Brust 10 und dem Pectoralis major Muskel 25. Die pektorale Faszie 14 definiert eine natürlich vorkommende Gewebeebene des menschlichen Körpers, die stumpf seziert werden kann, um einen anatomischen Arbeitsraum oder eine Brusttasche zu erzeugen. Wie in der Druckschrift US 5,772,680 diskutiert, ist die Ballonsektion entlang solch natürlich vorkommender Gewebeebenen erstrebenswert, da zwischen Gewebeebenen ein praktisch blutleerer Operationsbereich erzeugt werden kann.
  • Die Beschreibung der Anatomie der Brust weiterfortsetzend, überzieht eine Schicht tiefer pektoraler Faszie 28 die Unterseite des Pectoralis major Muskels 25 und trennt den Pectoralis major Muskel 25 von der Thoraxwand 27 sowie dem Pectoralis minor Muskel 22. Wie nachfolgend erläutert, definiert die tiefe pektorale Faszie 28, wie die pektorale Faszie 14, eine natürliche Gewebeebene, die stumpf seziert werden kann, um eine Gewebetasche zwischen dem Pectoralis major Muskel 25 und der Thoraxwand 27 zu erzeugen.
  • Bei der üblichen Verwendung einer Dissektor-Expander- Kombination wird zuerst an einer für das Verfahren geeigneten Körperstelle ein Einschnitt vorgenommen, und die kombinierte Vorrichtung mit einem unaufgeblasenen Ballon stumpf an eine gewünschte Stelle des Körpers gebohrt, wie zum Beispiel in US- 5,772,680 beschrieben. Im Fall einer Brustvergrößerung oder Rekonstruktion können beispielsweise abhängig vom verwendeten chirurgischen Verfahren mehrere verschiedene Einschnittstellen geeignet sein.
  • Eine erste Vorgehensweise bei einem Brustvergrößerungsverfahren ist es, einen Hilfsschnitt in der Achsel auszuführen und eine kombinierte Vorrichtung gemäß der Erfindung zu verwenden, um vom Einschnitt in der Achsel zur Mitte und nach unten bis zu einer geeigneten Stelle unterhalb des Drüsengewebes der Brust zu bohren, entweder zwischen Thoraxwand und Pectoralis major Muskel oder zwischen Pectoralis major Muskel und dem Drüsengewebe der Brust. Wenn ein subglanduläres Implantat gewünscht wird, wird der die Dissektor-Expander-Kombination vorzugsweise entlang der Schicht pektoraler Faszie 14 vorbewegt, wobei diese Schicht bei dem Verfahren getrennt wird, bis der mit der Vorrichtung verbundene Ballon 32 die gewünschte Position unterhalb des Drüsengewebes der Brust 10 erreicht (siehe Fig. 2a). Falls ein subpektorales Implantat verlangt wird, kann die Dissektor- Expander-Kombination stumpf entlang der Schicht tiefer pektoraler Faszie 28 unterhalb des Pectoralis major Muskels 25 und oberhalb der Thoraxwand 27 zur gewünschten Stelle gebohrt werden, wie in Fig. 2b dargestellt.
  • Eine zweite Vorgehensweise bei einer Brustvergrößerung ist der Zugang zum Brustgewebe durch die an die Brust angrenzende submammäre Falte. In diesem Fall wird ein submammärer Einschnitt ausgeführt und die kombinierte Vorrichtung nach oben in das Brustgewebe an eine Position hinter der Brust gebohrt. Im Fall eines subglandulären Implantats wird die kombinierte Vorrichtung durch die pektorale Faszie 14 gebohrt, wobei ein kleiner Tunnel durch die Faszie 14 erzeugt wird, während bei einem subpektoralen Implantat die kombinierte Vorrichtung durch die tiefe pektorale Faszie 28 zwischen der Thoraxwand und dem Pectoralis major Muskel gebohrt wird (siehe Fig. 2a und b).
  • Eine dritte Vorgehensweise wird im US Patent Nr. 5,258,026 von Johnson diskutiert, wobei ein Einschnitt im Nabel ausgeführt und die kombinierte Vorrichtung genau oberhalb der Faszie der inneren Hauchhöhle und Thoraxwand und genau unterhalb des subkutanen Gewebes und Fetts nach oben gebohrt wird. Nach Erreichen der Brusttasche hat der Chirurg die Wahl, entweder im Fall eines subglandulären Implantats oberhalb des Brustmuskels zu bleiben und zwischen dem Brustmuskel und der Drüse zu bohren oder im Fall eines subpektoralen Implantats unter dem Brustmuskel zu bleiben und zwischen dem Brustmuskel und der Thoraxwand vorzugehen.
  • Welcher Weg hinsichtlich der Einschnittstelle auch gewählt wird, nachdem der entleerte Ballon entweder korrekt in subglandulärer oder subpektoraler Stellung positioniert worden ist, wird der Ballon aufgeblasen, indem über ein Ballonbefüllungslumen ein geeignetes Füllmedium wie beispielsweise Salzlösung in das Innere des Ballons geleitet wird. Der Ballon wird mit einem ausreichend großen Fluidvolumen gefüllt, um zu bewirken, dass der Ballon die Gewebeschichten seziert und die gewünschte Tasche für das Implantat erzeugt.
  • Wenngleich ein gewisses Maß intraoperativer Expansion durch eine weitere kurzzeitige Dehnung des Ballons bei Drücken, die den venösen Blutdruck übersteigen, erreicht werden kann, ist dies aus mehreren Gründen nicht erstrebenswert. Erstens kann, wie zuvor beschrieben, ein Überschreiten des venösen Blutdrucks über einen längeren Zeitraum hinweg zum Kollabieren des Venensystems führen. Zweitens kann eine intraoperative Dehnung zu einer weiteren Gewebesektion an den Rändern des sezierten Bereichs führen, was eher in der unerwünschten Vergrößerung der Sektionsfläche als in einer weiteren Ausdehnung in Richtung nach vorne oder der Z-Achse resultiert. Während des Schritts der Langzeitdehnung ist es erstrebenswert, den Druck des Ballons zu kontrollieren um sicherzustellen, dass der Innendruck ungefähr 18 mm Quecksilber nicht übersteigt, da Drücke über diesen Bereich hinaus zum Kollaps des Venensystems und in der Folge möglicherweise zu Gewebenekrosen führen können. Bis zu einem bestimmten Grad kann eine Nekrose durch Überwachung des physischen Erscheinungsbilds des beteiligten Gewebes vermieden werden. Im Gegensatz dazu müssen die für die Sektion erforderlichen Drücke diese Limits im allgemeinen nicht einhalten, da die Sektion nur in einem sehr begrenzten Zeitraum stattfindet und dabei abhängig von der Aufgabenstellung der Sektion die Limits für einen Venenkollaps beträchtlich überschritten werden können. Als eine Konsequenz dieser erhöhten Drücke kann unmittelbar eine gewisse Gewebeerweiterung und intraoperative Gewebeausdehnung stattfinden. Die vorliegende Erfindung ist nicht auf eine solche unmittelbare Gewebedehnung ausgerichtet, sondern vielmehr auf die Kombination aus Sektion und Langzeitgewebedehnung.
  • Es soll angemerkt werden, dass bei herkömmlichen Gewebeexpandern Schnitte oberhalb der zu dehnenden Gewebe gemacht werden, um den Expander einzubringen, und dann, nachdem der Expander eingebracht ist, ein Verheilen des Einschnitts ermöglicht werden muss, um eine erneute Öffnung des Einschnitts aufgrund der Kraft des Gewebeexpanders zu verhindern. Im Gegensatz dazu kann die bevorzugte kombinierte Vorrichtung von einem entfernten Einschnitt zu der gewünschten Stelle gebohrt werden, an der die Gewebedehnung erfolgen soll. Dies erlaubt die unmittelbare Gewebesektion der Tasche sowie anschließend den sofortigen Beginn der Dehnung ohne die Notwendigkeit, davon entfernt eine Tasche zu bilden oder einen lokalen Einschnitt heilen zu lassen.
  • Mehrere Ballonausführungen sind bei der Ausgestaltung einer Dissektor-Expander-Kombination einsetzbar. Im allgemeinen ist es zweckmäßig, eine Seite des Ballons relativ flach zu halten, da dieser allmählich befüllt wird, mit dem Großteil der Dehnung auf nur einer Seite. Ein anschauliches Beispiel dafür wäre die Dehnung des Gewebes, das auf dem Brustkorb aufliegt, zum Zwecke der Rekonstruktion einer Brust. Diese Art Ballonverhalten erfordert uneinheitliche Aufbläheigenschaften. Eine Ausführungsform der kombinierten Vorrichtung kann unterschiedliche Dicken im Ballonmaterial umfassen, um die relative Ausdehnung und infolgedessen auch die Form zu kontrollieren. Bei einem Ballon, der aus zwei an den Rändern miteinander verschweißten Lagen desselben Materials aufgebaut ist, könnte zum Beispiel eine Lage dicker sein. In diesem Fall würde zunehmendes Aufblasen präferentiell die dünnere Lage dehnen. Unterschiedliche Materialien, d. h. schwache und starke, könnten verwendet werden, um den gleichen Effekt zu erreichen, wie auch die Verwendung eine Verstärkung, zum Beispiel durch den selektiven Einbau von Fasern und/oder Geweben, welche die Dehnbarkeit des Ballons begrenzen. Die Lagen des Ballons können auch verschweißt oder laminiert sein, um sich monolithischen Lagen mit uneinheitlichen Eigenschaften oder Dicke anzunähern. Auf diese Weise kann Beständigkeit gegenüber lokaler Ausdehnung erreicht werden, was wiederum die Form im befüllten Zustand im Verhältnis zu den Formen ändert, die ausgehend von den selben flachen Ausgangsformen aus einheitlichen Lagen (Merkmale oder Geometrie> gebildet werden.
  • Verbundkonstruktionen, wie zum Beispiel in Fig. 3 und 4 dargestellt, bei denen ein strukturell flacher, "gesteppter" Ballon unmittelbar neben einem offenen Ballon gebildet wird, können ebenfalls verwendet werden. Bei einem solchen Aufbau kann die Sektion mit jedem der Ballone durchgeführt werden, um die gewünschte Tasche oder Grundfläche zu erzeugen, die Ballonkonstruktion aufgebaut, und im Anschluss kann die Dehnung von der Grundfläche aus unter kontrollierter, periodischer Fluidzufuhr fortschreiten.
  • In einfachen Ausführungen mit nur einem Ballon, die nicht Teil der Erfindung sind, könnte die Füllvorrichtung für das Fluid ähnlich der für Ballondissektoren sein. Nach Ende der Sektion könnte diese Ausrüstung entfernt, eine Einfüllöffnung, komplett mit einer selbstabdichtenden Membran, am Lumen der Einfüllvorrichtung angebracht und die Öffnung für die Dauer der Gewebedehnung implantiert werden. Bei Verbundkonstruktionen können entweder mehrfache Lumen zur Befüllung oder ein einzelnes Lumen mit einem geeigneten Ventil verwendet werden. Falls es gewünscht wird, Fluidzugang nach dem Verschließen der Haut zu zwei verschiedenen Ballonen einer Verbundkonstruktion zu erzielen, können zwei implantierbare Membranöffnungen verwendet werden. Falls der Zugang zum Sektionsballon nicht gewünscht wird, braucht nur eine Membraninjektionsöffnung bereitgestellt werden, während das andere Lumen verstopft oder verschlossen werden kann.
  • Um den für die Sektion benötigten Druck zu mindern, aber die relativ flache Struktur an einer Seite am oder unterhalb des Limits für Gewebenekrosen beizubehalten, kann der Aufblasdruck im Einklang mit experimentellen Befunden, welche die Grenzen definieren, unter denen selbst nach signifikanter Fluidreduktion im Ballon noch ein Überdruck herrscht, gemindert werden. Da der Fluiddruck die Summe des durch Gewebeelastizität erzeugten Drucks und dem der Ballonelastizität ist, stellt eine Verminderung des Fluiddrucks auf das Nekroseniveau sicher, dass keine Gewebeschädigung auftritt. Falls der Ballon bei Verminderung des Drucks nicht steif genug ist, um die flache Form zu bewahren, können zusätzliche Versteifungen verwendet werden. Beispielsweise können Längsversteifungen, Drähte, Bänder oder dergleichen auf parallele Weise angebracht werden, wobei dies ein Aufrollen oder Zusammenlegen der unbefüllten Vorrichtung zur Vorbereitung des Tunneltransport im Körper an die Dehnungsstelle nicht behindert.
  • Eine weitere bekannte und zweckmäßige Ausführung umfasst die Platzierung eines Expanders innerhalb eines Dissektors. Bei dieser Konstruktion kann die sezierte Grundfläche größer sein als die für die Dehnung notwendige Fläche, was die verbleibende Beanspruchung an den Rändern während der Expansion vermindert.
  • Alle hier geplanten Ausführungen müssen eingerollt oder verdichtet werden können, um das Einbringen von einer von der vorgegebenen Dehnungsstelle entfernten (oder wenigstens angrenzenden) Einschnittstelle zu erleichtern, ohne dass dabei ein Herausdrücken des Gewebeexpanders aus dem Einschnitt begünstigt wird. Ballonabdeckungen, wie im US-Patent Nr. 5,772,680 offenbart, können verwendet werden, um eine Verdichtung des Ballons für den Tunneltransport zu erleichtern.
  • Es kann wünschenswert sein, eine Wiederverwendung des Ballons vorzusehen, entweder um eine Kontrolle/Intervention zwischen Sektion und Dehnung unterzubringen oder um die Wiederverwendung der Vorrichtung zu ermöglichen. Falls mehrfache Insertionen in Erwägung gezogen werden, können Mittel vorgesehen werden, um das tunnelbohrende Bauteil wieder am Ballon zu befestigen, falls es während eines Füllvorgangs abgetrennt worden ist. Eine Teleskopabdeckung kann wieder in den Ballon eingesetzt werden, um Tunneltransport und Visualisierung unterzubringen, und falls eine Führungsstange verwendet wird, kann diese wiederbefestigt werden. Eine Methode zur Wiederbefestigung sieht eine Außentasche am distalen Ende des Ballons vor, in die das Ende der Führungsstange wiederholt eingesetzt werden könnte. Neue oder wiederverwertete Ballonabdeckungen können ebenfalls bereitgestellt werden, entweder zum Beispiel durch Wiederverwendung einer abtrennbaren, halbsteifen Hülle oder durch eine neue aber separate eingebaute "Socke", die über den wiederaufgerollten Ballon (oder Ballone in einer Verbundkonstruktion) geschoben ist.
  • Ein gegenwärtig bevorzugter Ballon 46 für eine beispielhafte Dissektor-Expander-Kombination ist in Fig. 3 und 4 dargestellt. Fig. 3 zeigt eine Aufsicht des Ballons 46 und stellt die Schweißnähte 50 dar, die zwischen den unteren Ballonlagen 45 bzw. der mittleren 47 gebildet werden, um eine halbsteife aufblasbare Basis 44 für einen Zweck zu bilden, der nachfolgend erläutert wird. Wie am besten in der Querschnittsansicht in Fig. 4 zu sehen, wird die Dissektor- Sizer-Expander-Kombination vorzugsweise aus drei Lagen eines Materials gebildet, welches über den zum Aufblasen des Ballons verwendeten Druckbereich im wesentlichen unelastisch ist. Eine dünne Polyurethanlage weist geeignete unelastische Merkmale auf.
  • Die untere Lage 45 ist an den äußeren Rändern der Lagen über ein beliebiges geeignetes Verbindungssystem wie zum Beispiel Verschließen durch Hitzeeinwirkung, mit der mittleren Lage 47 verbunden. Die beiden Lagen 45 und 47 definieren einen dazwischenliegenden Innenraum 49, der in Fluidverbindung mit einem vom Ballon 46 ausgehenden Befüll-Lumen 52 steht. Zusätzlich sind die untere 45 und die mittlere Lage 47 über Schweißnähte 50 an in regelmäßigen Abständen voneinander angeordneten Stellen der gesamten Oberflächen der Lagen 45 und 47 miteinander verbunden. Das Befüll-Lumen 52 kann mit einer zur Ballonbefüllung geeigneten Vorrichtung, zum Beispiel einer Spritze, verbunden sein. Obwohl der Ballon 46 mit Luft befüllt werden kann, wird gegenwärtig Salzlösung bevorzugt.
  • Auf ähnliche Weise ist die obere Ballonlage 48 auf fluidundurchlässige Weise, etwa durch Verschließen mittels Hitzeeinwirkung, mit der mittleren Ballonlage 47 verbunden, um einen aufblasbaren Raum 51 zwischen ihnen auszubilden. Der obere Teil des Ballons 46 wird durch das Einführen eines Füllmediums über das Befüll-Lumen 54 in den Innenraum 51 des Ballons 46 aufgeblasen. Der untere Basisteil 44 des Ballons 46 ist beim Befüllen halbsteif und flach, um die Verwendung des Ballons 46 als Gewebeexpander zu erleichtern. Die Basis 44 wird nach Art einer Luftmatratze halbsteif und flach gefertigt, wie in Fig. 3 und 4 dargestellt, sodass die Basis des Ballons 46 eine durchgehende Grundfläche in der sezierten Tasche besitzt. Die Durchgängigkeit und Regelmäßigkeit der Grundfläche ist erstrebenswert, um eine laterale Ausdehnung der sezierten Tasche an ihren Rändern zu verhindern, sobald die Vorrichtung nach erfolgter Sektion als Gewebeexpander verwendet wird. Durch Bereitstellung einer halbsteifen Basis werden die durch Einleiten des Füllfluids durch das Lumen 54 in den Innenraum 51 erzeugten Dehnungskräfte hauptsächlich in Richtung nach vorne oder der Z-Achse geleitet.
  • Es gibt mehrere andere Techniken, um die isotrope Ausdehnung des Ballons zu begrenzen, sodass sich der Ballon vorwiegend in Richtung der Z-Achse ausdehnt, i. e. die Richtung senkrecht zur Grundfläche der kombinierten Vorrichtung. Insbesondere kann eine Beschränkung durch Verschweißen von Bauteilen innerhalb des Ballons geschaffen werden, welche die Lagen des Ballons in einer festgelegten Abmessung anbinden. Diese Technik ist eher für maschinell hergestellte Ballone geeignet als für Ballone, die durch Blasen oder Schmelzen gebildet worden sind. Die Halterungsteile können Trennwände mit begrenzter Länge sein oder lediglich zwischen den Decklagen liegende Schweißstellen, wie zuvor diskutiert.
  • Bei der tatsächlichen Verwendung kann der Ballon 46 gerollt, gefaltet oder auf andere Weise zusammengelegt und von einer zum Beispiel in US 5,772,680 dargestellten tunnelschaffenden Vorrichtungen getragen werden. (Bei Anwendungen in der plastischen Chirurgie sind wiederverwendbare Vorrichtungen, die in US 5,772,680 offenbart werden, vom Standpunkt der Kosten besonders erstrebenswert.) Die kombinierte Vorrichtung mit dem gerollten, gefalteten oder zusammengezogenen Ballon 46 wird stumpf an eine gewünschte Körperstelle vorgeschoben. Eine Gewebetasche kann mittels Sektion durch Einleitung einer Salzlösung als Füllmedium, etwa über das Lumen 54 in den durch die obere Lage 48 und die mittlere 47 des Ballons 46 definierten Innenraum 5), erzeugt werden. Nachdem der obere Teil des Ballons 46 aufgeblasen worden ist, um eine Gewebetasche zu erzeugen, kann eine vorher festgelegte Menge des Füllfluids durch Absaugen über das Lumen 54 aus dem Innenraum 51 entnommen werden, um ein für die Langzeitdehnung geeignetes Volumen zu erhalten.
  • Falls es notwendig ist, die Gewebetasche weiter zu dehnen, wird im Anschluss die Basis 44 des Ballons 46 durch Einleiten eines Füllfluids über das Lumen 52 in den durch die mittlere Ballonlage 47 und die untere 45 definierten Innenraum 49 aufgeblasen. Nachdem die Basis 44 aufgeblasen worden ist, um eine halbsteife und definierte Anordnung am Boden oder der hinteren Seite des sezierten Raumes bereitzustellen, wird der obere Teil des Ballons 46 unter Beobachtung der für die Gewebedehnung benötigten Drucksysteme allmählich wieder über das Lumen 54 aufgeblasen. Anschließend wird der Ballon 46 eine gewisse Zeit als Gewebeexpander in der sezierten Tasche belassen. Der Innendruck des Ballons 46 muss regelmäßig angepasst werden, wie sich das Gewebe mit der Zeit allmählich dehnt. Nachdem die Gewebedehnung im gewünschten Umfang erfolgt ist, kann der Ballon 46 durch Absaugen des Füllfluids sowohl aus dem oberen Innenraum 51 über das Lumen 54 als auch aus dem unteren Innenraum 49 über das Lumen 52 entfernt werden. Der Ballon 46 wird dann aus dem Körper entfernt und eine geeignete Prothese implantiert.
  • Die oben offenbarte Apparatur erzeugt einfach zu verwendende Vorrichtungen, die gegenüber der Verwendung separater Sektions- und Expansionsvorrichtungen, die nacheinander verwendet werden, wirtschaftliche Vorteile besitzen. Viele Kombinationen sind denkbar: Die hier beschriebene kombinierte Vorrichtung kann beispielsweise in einer Vielzahl an Anwendungen genutzt werden, in denen in der Anatomie natürlich vorkommenden potentielle Räume oder Gewebe oder Ebenen auftreten.

Claims (2)

1. Dissektor-Expander-Kombination, mit: einer aufblasbaren Blase (46), die eine erste und eine zweite aufblasbare Kammer (49, 51) aufweist, wobei die erste aufblasbare Kammer (49) zwischen einer ersten und einer zweiten Materiallage (45, 47) definiert ist, die an ihren äußeren Rändern abgedichtet miteinander verbunden sind, um dazwischen einen aufblasbaren Raum auszubilden, wobei die zweite aufblasbare Kammer (51) zwischen der zweiten Lage (47) und einer dritten Materiallage (48) definiert ist, die an ihren äußeren Rändern abgedichtet miteinander verbunden sind, um dazwischen einen aufblasbaren Raum zu bilden, und wobei ferner die zweite und dritte Materiallage (47, 48) an in Abständen voneinander angeordneten Stellen ihrer jeweiligen Oberflächen miteinander verbunden sind.
2. Dissektor-Expander-Kombination gemäß Anspruch 1, wobei die erste, die zweite und die dritte Materiallage (45, 47, 48) aus einem nicht-elastomeren Material bestehen.
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