Das Hauptpatent 690 632 bezieht sich, auf eine mit einer Flüssigkeitsringpumpe als
Kompressor arbeitende Kompressionskältemaschine, bei der in einer druckdicht nach
außen abgeschlossenen Kapsel die Flüssdg1-keitsringpumpe
und ein zu ihrem Antrieb dienender Elektromotor eingebaut sind. Der untere Teil der Kapsel dient dabei als
Sammelraum für die Arbeitsflüssigkeit, aus dem sie beim Anlassen in den Arbeitsraum
des Kompressors gefördert wird. Zweck der Erfindung ist es, Anordnung-en dieser Art
weiter auszugestalten. Erfindungsgemäß dient die Arbeitsflüssigkeit auch als Schmiermittel
der in die Kapsel eingebauten rotierenden) Teile der Kältemaschine. Zu diesem Zweck
wird von einem dieser rotierenden Teile eine Fördereinrichtung für das Schmiermittel angetrieben.
Hierdurch ist es leicht möglich, die als Schmiermittel dienende Arbeitsflüssigkeit
auch allen denjenigen Teilen der Anordnung zuzuführen, bei denen zur Sicherung des einwandfreien jahrelangen Betriebes
eine intensive Schmierung nötig ist. Gemäß der weiteren Erfindung wird die Anordnung
vorzugsweise so durchgebildet, daß mit dem drehbar angeordneten Behälter, welcher den
Flüssigkeitsring im Betrieb aufnimmt, der rotierende Teil einer Ölpumpe zusammengebaut
ist. Durch die Anwendung der Öl-' pumpe, welche einen in bestimmter W'eise geordneten
Kreislauf des Schmiermittels erzwingt, ist es nun auch leicht möglich, die Arbeitsflüssigkeit
noch zur zusätzlichen Kühlung
des Motorkompressoraggregates heranzuziehen Zu diesem Zwecke kann man beispielsweise
durch die Ölpumpe einen Kreislauf für das Öl antreiben lassen, der einen außerhalb der
Kompressormotorkapsel befindlichen Kühler enthält. Dadurch, daß das Öl bei seinem
Kreislauf durch diesen Kühler strömt, gibt es die im Innern der Kapsel !entstehende
und von dem Öl aufgenommene Wärme nach ίο außen, beispielsweise an die den Kühler direkt
umspülende Kühlluft, ab.
Die Figuren zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Hierbei ist der Flüssigkeitsringkompressor
so ausgebildet,, daß er nur eine einzige Kammer besitzt. Das Motorfcompressoraggregat
ist hier in eine Kapsel eingebaut, die aus einem topfförmigen Behälter
31 und einem Deckel 32 besteht. ■ An dem Deckel ist der. Stator 33 des Elektromotors
mit Hilfe seines Trägers 34 befestigt. Der Rotor3 S des Elektromotors sitzt auf einer
Hohlwelle 3.6, die oben in einem fest mit dem Deckel 32 verbundenen Lager 37 und unten
in einem Lager 38 läuft, das in der aus der Figur ersichtlichen Weise einen Teil des
Trägers 34 bildet. Der untere Teil 39 der Hohlwelle trägt den Rotorkörper 40 des Flüssigkeitsringkompressors.
An diesem Rotorfcörper sind mittels Niete 41 in der aus der
Figur ersichtlichen Weise zwei Platten 42, 43 befestigt. Mit 45 ist der den Flüssigkeitsring
im Betrieb aufnehmende Behälter bezeichnet. Dieser ist drehbar in 'einem Lager
46 gelagert. Das Lager 46 ist mit Hilfe des Halters 47 am Träger 34 des Stators befestigt.
Das Lager 46 ist gleichzeitig als Ölpumpe ausgebildet. Der feststehende Teil
48 des Lagers ist als Hohlwelle ausgebildet. Das den unteren Teil der Kapsel 31 erfüllende
Öl gelangt beim Betrieb der Vorrichtung durch die Eintrittskanäle 49, die Gewinidegänge
50 der Ölpumpe und Kanäle 51 in den inneren Durchtrittskanal 52 des feststehenden
Teiles der Pumpe und von dort in eine Leitung 53, die bei 54 durch den oberen Deckel
32 der Kapsel geführt ist. Das Schmieröl wird außerhalb der Kapsel durch einen
Kühler 55 gedrückt und gelangt von dort in die Schmierkanäle 56, 57 der Hohlwelle 36.
Durch Austrittsöffnungen 58 kommt das Schmieröl in den unteren Teil der Kapsel 31
zurück.
Beim Stillstand der Maschine ist die Kapsel 31 bis zur Höhe Ai mit Öl gefüllt. Beim Anlassen
des Elektromotors wird durch die Rotation des Rotorkörpers 40 der Flüssigkeitsringbehälter
45 mitgenommen, so daß infolge der Rotation das Öl durch die unteren Eintrittsöffnurigen 59 in den Behälter 45
eintreten kann. Im Betrieb stellt sich das Öl infolge der Fliehkraft so ein, daß es den
schraffiert gezeichneten Teil 60 des Flüssigkeitsbehälters
45 erfüllt. In der Kapsel 31 steht das Öl dann bis zum Stand A2. Die:
bei der Rotation des Behälters ausgeübte Pumpwirkung fördert stets neues Öl durch
die Öffnungen 59 zum Flüssigkeitsring. Das überschüssige Öl wird durch die oberen Öffnungen
61 wieder in die Kapsel 31 zurückgeliefert.
Durch den mit dem Rotorkörper 40 verbundenen Steg 44 wird beim Betrieb die
Saug- und Druckwirkung im Zusammenwirken mit dem Flüssigkeitsring im Behälter 45 erzeugt.
Das Kältemittel wird durch die Leitung 62 vom Verdampfer her angesaugt, tritt durch das Innere der Hohlwelle 36 in einen
den Rotorkörper durchsetzenden Kanal 63 und gelangt von dort in den durch den Flüssigkeitsring,
die beiden Platten 42,43 und den Rotorkörper 40 gebildeten Saugraum, aus
dem es über ein Druckventil 64 in die Druckleitung 65 gedrückt wird, die mit dem Innenraum
der Kapsel in Verbindung steht. Das komprimierte Kältemittel wird dann weiter aus dem Innenraum der Kapsel durch eine
an den Deckel 32 angeschlossene Leitung 66 zum Kondensator geführt.
Der Zusammenbau des in Fig; 1 und 2
dargestellten Kompressors mit einem Haushaltskühlschrank ist in der Fig. 3 dargestellt.
Das Motorkompressoraggregat 31, 32 ist
durch Federn 67 gegen die obere Wand des Kühlschrankes abgestützt. Mit 68 ist der Verdampfer
der Kältemaschine bezeichnet. 69 ist ein luftgekühlter Kondensator, von dem das verflüssigte Kältemittel durch eine Leitung
70 einem Behälter 71 zugeführt wird, in dem ein schwimmergesteuertes Ventil 7 2 arbeitet.
Das Kältemittel wird aus dem Behälter 71 durch eine Leitung 73 dem Verdampfer zugeführt.
Mit 74 und 75 sind die Ölumlaufsleitungen bezeichnet, welche zum Luftkühler
55 für das Öl führen. Zur Kühlung des Aggregates dient ein Ventilator77, der durch
einen Elektromotor 76 angetrieben wird. Dieser Ventilator fördert in der Pfeilrichtung
einen Kühlluftstrom, der die Abwärme des Kondensators und des Ölkühlers 55 abführt.
Die Kühlluft tritt durch die in der Rück- no wand des Kühlschrankes befindliche Öffnung
78 in das durch die Haube 79 gebildete Maschinenfach ein und durch die vorderen Austrittsöffnungen
80 aus. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel erfüllt das in der M,aschine
befindliche Öl gleichzeitig verschiedene Aufgaben. Einmal dient es dazu, den
für den Betrieb des Kompressors erforderlichen Flüssigkeitsring zu bilden, ferner wird
es zur Schmierung aller rotierenden Teile und Lager benutzt, und schließlich wird der Umlauf
des Öles noch dazu verwendet, die oben
in der Kapsel 31, 32 entstehende Wärme des
Kompressors und Elektromotors in einfacher
Weise nach außen abzuführen.
Da bei dem dargestellten Kompressor die Abwärme des Kompressors und Motors indirekt
durch das Öl nach außen abgeführt wird, kann man unter Umständen auch den
in Fig. 3 gezeichneten besonderen Ventilator ganz weglassen.