TECHNISCHES GEBIET
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein
Schrumpfverpakkungsmaterial und insbesondere eine wärmeschrumpfbare
Polypropylen-Laminatfolie mit einer Zwischenschicht, die hauptsächlich
syndiotaktisches Polypropylen enthält, und die eine gute
Verpackungsmaschinenanwendbarkeit, eine ausgezeichnete
Weiterreißfestigkeit, Niedrigtemperaturschrumpfbarkeit und
Wärmebeständigkeit besitzt.
STAND DER TECHNIK
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Gereckte Folien wie Polyvinylchloridfolien,
Polypropylenfolien und Polyethylenfolien sind heute als wärmeschrumpfbare
Folien bekannt.
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Unter diesen werden wärmeschrumpfbare Polypropylenfolien
im allgemeinen bei der automatischen
Hochgeschwindigkeitsverpackung verwendet, da sie eine gute Folienfestigkeit besitzen
und eine ausgezeichnete Verpackungsmaschinenanwendbarkeit.
Verglichen jedoch mit wärmeschrumpfbaren Polyvinylchloridfolien
zeigen die wärmeschrumpfbaren Polypropylenfolien die
Heißsiegelbarkeit und die Heißschrumpfbarkeit nur bei relativ hohen
Temperaturen. Außerdem ist die Weiterreißfestigkeit und die
Schlagzähigkeit der Folie niedrig, so daß die wärmeschrumpfbare
Polypropylenfolien in der Verpackung von schweren Waren und
ähnlichem nicht notwendigerweise eine günstige Anwendbarkeit
besitzen.
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Die oben erwähnten wärmeschrumpfbaren Polypropylenfolien
sind wärmeschrumpfbare Folien aus kristallinem isotaktischen
Polypropylen, das ein bereits bekanntes Material ist,
Copolymere, die hauptsächlich aus Polypropylen aufgebaut sind, wie
Propylen-Ethylen-Copolymere und
Propylen-Ethylen-Buten-Terpolymere, und Mischungen dieser Polymere mit thermoplastischen
Polymeren, die zur Folienbildung geeignet sind, wenn sie mit diesen
Polymeren vermischt werden.
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Um die oben erwähnten Nachteile zu überwinden,
insbesondere um die Wärmeschrumpfbarkeit und die Weiterreißfestigkeit zu
verbessern, wurden Verpackungsfolien unter Verwendung von
syndiotaktischem Polypropylen in Oberflächenschichten in den
japanischen Patentveröffentlichungsnummern 5-77309, 5-200957 und 5-
245992 beschrieben.
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Obwohl jedoch diese Vorschläge die Heißsiegelbarkeit und
die Weiterreißfestigkeit verbessern, ist die
Niedrigtemperaturschrumpfbarkeit nicht zufriedenstellend. Außerdem ist die
Wirkung auf die Weiterreißfestigkeit gering, da das Verhältnis der
syndiotaktischen Polypropylenschichten zu den Gesamtschichten
niedrig ist. Da das syndiotaktische Polypropylen mit einem
niedrigen Schmelzpunkt weiterhin in den Oberflächen verwendet
wird, besitzen die Folien den Nachteil der Weißtrübung, wenn
bei hohen Temperaturen geschrumpft wird. Die vorliegende
Erfindung beabsichtigt, einen Folienaufbau bereitzustellen, der die
Niedrigtemperaturschrumpfbarkeit und die Weiterreißfestigkeit
verbessert, ohne daß die Verpackungsmaschinenanwendbarkeit und
die optischen Eigenschaften, die konventionelle
wärmeschrumpfbare Folien unter Verwendung von Polypropylenharz besitzen,
beeinträchtigt wird, und außerdem einen weiten Bereich der
Wärmeschrumpftemperatur besitzt.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Die vorliegenden Erfinder unternahmen intensive
Untersuchungen, um die oben erwähnten Probleme zu lösen, und als
Ergebnis fanden sie, daß eine wärmeschrumpfbare Polypropylenfolie
mit ausgezeichneter Verpackungsmaschinenanwendbarkeit und
Wärmeschrumpfbarkeit bei niedrigen Temperaturen und verbesserter
Weiterreißfestigkeit erhalten wird unter Verwendung eines
spezifischen Polypropylenharzes und Durchführung einer Coextrusion
mit Einstellung eines spezifischen Schichtdickenverhältnisses.
Somit gelangten sie zur vorliegenden Erfindung.
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Das heißt, daß die wärmeschrumpfbare Folie der
vorliegenden Erfindung eine Polypropylen-Laminatfolie ist, die
mindestens
zweifach sowohl im Maschinenlauf- als auch in
Querrichtung gereckt ist, und dadurch gekennzeichnet ist, daß die
Oberflächenschichten isotaktisches Polypropylen umfassen, und die
Zwischenschicht im wesentlichen aus 50 bis 100 Gew.-%
syndiotaktischem Polypropylen und 0 bis 50 Gew.-% isotaktischem
Polypropylen besteht und daß die Dicke der Zwischenschicht nicht
weniger als 30 % der Gesamtdicke der gesamten Schichten
beträgt, die Dicke jeder der Oberflächenschichten mindestens 1 um
beträgt, und die Schrumpfung der Folie bei 100ºC nicht weniger
als 25 % sowohl in Maschinenlauf- als auch in Querrichtung
beträgt.
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Das in den Oberflächenschichten verwendete isotaktische
Polypropylen ist bekannt als kristallines Polypropylen und
schließt Propylen-Ethylen-Copolymere und ein Propylen-Ethylen-
Buten-Terpolymer ein, die hauptsächlich aus einem isotaktischen
Polypropylen zusammengesetzt sind und nicht mehr als 15 Gew.-%
einer n-Heptan-löslichen Fraktion aufweisen, und Mischungen
dieser Polymere mit thermoplastischen Polymeren, die fähig
sind, eine Folie zu bilden, wenn sie mit diesen Polymeren
vermischt werden. Das Propylen-Ethylen-Copolymer und das Propylen-
Ethylen-Buten-Terpolymer sind solche, die 2 bis 10 Gew.-%
Ethyleneinheiten oder Ethylen und Buteneinheiten besitzen. Als
thermoplastische Polymere können
Ethylen-Vinylacetat-Copolymere, ein Ethylen-α-Olefin-Copolymer, ein
Propylen-Buten-Copolymer, ein Ionomer, ein Poylbuten, ein Petroleumharz und
ähnliches in einem Bereich verwendet werden, bei dem die Lösung der
Aufgabe der vorliegenden Erfindung nicht beeinträchtigt wird.
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Die Zwischenschicht muß eine Schicht sein, die im
wesentlichen aus syndiotaktischem Polypropylen als Hauptkomponente
besteht, nämlich sie muß eine Harzzusammensetzung von 50 bis
100 Gew.-% syndiotaktischem Polypropylen und 0 bis 50 Gew.-%
isotaktischem Polypropylen aufweisen. Wenn das syndiotaktische
Polypropylen nicht mehr als 50 Gew.-% und das isotaktische
Polypropylen nicht weniger als 50 Gew.-% beträgt, kann ein
geeignetes Wärmeschrumpfniveau bei niedrigen Temperaturen nicht
erzielt werden, und weiter ist die Wirkung auf die Verbesserung
der weiterreißfestigkeit gering.
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Das isotaktische Polypropylen, das als eine der
Komponenten der Zwischenschicht verwendet wird, entspricht im
wesentlichen dem oben erwähnten isotaktischen Polypropylen in den
Oberflächenschichten, aber es ist nicht immer notwendig, daß das
isotaktische Polypropylen, das in die Zwischenschicht
eingemischt wird, das gleiche ist wie das isotaktische Propylenharz,
das in den Oberflächenschichten verwendet wird. Auf der anderen
Seite ist das Polypropylen ein syndiotaktisches Polypropylen
mit einer hohen Syndiotaktizität, so daß der Anteil der
syndiotaktischen Pentaden gemessen im ¹³C-NMR nicht weniger als 0,7
beträgt, anders als ein konventionelles syndiotaktisches
Polypropylen mit niedriger Syndiotaktizität, das durch die
Verwendung eines Vanadiumkatalysators erhalten wird. Ein solches
syndiotaktisches Polypropylen kann erhalten werden durch
Verwendung eines Katalysators, der aus einem Cokatalysator und einer
Ubergangsmetallverbindung vom verbrückten Typ mit zueinander
unsymmetrischen Liganden zusammengesetzt ist, wie sie z. B. in
japanischen Patentoffenlegungsschriften mit den Nummern 2-
413303, 2-41305, 2-274703, 2-274704, 3-179005 und 3-1179006
beschrieben sind. Auch die Messung des Anteils der
syndiotaktischen Pentaden durch ¹³C-NMR kann durch bekannte Verfahren
durchgeführt werden, wie sie z. B. in der japanischen
Patentveröffentlichung mit der Nr. 2-41303 beschrieben ist.
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Wenn zurückgewonnene Folien in der Zwischenschicht
zusätzlich zur obigen Harzzusammensetzung recycelt werden, ist es
selbstverständlich, daß das isotaktische Polypropylen, das in
den Oberflächenschichten verwendet wird, in die Zwischenschicht
eingeführt wird, und die Zwischenschicht kann zusätzlich zu der
oben erwähnten Harzzusammensetzung andere Harze, z. B. ein
Ethylen-Vinylacetat-Copolymer und ein
Ethylen-α-Olefin-Copolymer, ein Propylen-Buten-Copolymer, ein lonomer, ein Polybuten,
ein Petroleumharz und ähnliches enthalten, solange die Lösung
der Aufgaben der vorliegenden Erfindung nicht beeinträchtigt
wird.
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Die Dicke der Zwischenschicht der wärmeschrumpfbaren
Laminatfolie der vorliegenden Erfindung darf nicht weniger als
30 %, bevorzugt nicht weniger als 50 % der Gesamtdicke
betragen. Wenn das Dickenverhältnis der Zwischenschicht weniger als
30 % beträgt, ist die Wirkung auf die Verbesserung der
Weiterreißfestigkeit deutlich verringert, und die Wirkung auf die
Niedrigtemperatur-Schrumpfbarkeit ist ebenso verringert.
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Weiterhin ist die Zwischenschicht der vorliegenden
Erfindung nicht notwendigerweise aus einer Schicht zusammengesetzt,
und je nach Bedarf kann sie aus zwei oder mehr Schichten
zusammengesetzt sein. Die Dicke der Oberflächenschicht nach dem
Rekken muß außerdem so ausgewählt sein, daß sie mindestens 1 um
bevorzugt mindestens 2 um beträgt. Wenn die Dicke jeder
Oberflächenschicht nach dem Recken weniger als 1 um beträgt, weist
die Folie keine Festigkeit auf, und die Wirkung auf die
Verbesserung der Verpackungsmaschinenanwendbarkeit im
Hochgeschwindigkeitsbereich wird gering, und zusätzlich tritt eine
Weißtrübung der Folie auf, da die Wärmefestigkeit verringert ist, wenn
bei hoher Temperatur im Zeitpunkt des Schrumpfens nach dem
Verpacken der zu verpackenden Objekte geschrumpft wird.
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Es ist außerdem selbstverständlich, daß Additive wie ein
Gleitmittel, ein Antiblockmittel, ein antistatisches Mittel und
ein Antitrübungsmittel die für den Zweck der Bereitstellung der
jeweiligen nützlichen Funktionen zugesetzt werden können,
solange die Lösung der Aufgabe der vorliegenden Erfindung nicht
beeeinträchtigt wird.
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Die wärmeschrumpfbaren Laminatfolien der vorliegenden
Erfindung werden durch bekannte Reckverfahren hergestellt. Als
ein Beispiel davon wird unten eine detaillierte Beschreibung
für den Fall des Schlauchherstellungsverfahrens gegeben.
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Zunächst wird eine schlauchförmige nichtgereckte Folie
durch Schmelzkneten in drei Extrudern und Coextrusion durch
eine kreisförmige Dreischichtdüse hergestellt, so daß die
Zwischenschicht
aus Polypropylenharz, das das oben erwähnte
syndiotaktische Polypropylenharz als Hauptkomponente umfaßt, und
die Oberflächenschichten aus isotaktischem Polypropylenharz
bestehen, und einmaliger Verfestigung durch rasche Abkühlung ohne
Recken hergestellt. Die erhaltene schlauchförmige nichtgereckte
Folie wird dann durch eine Schlauchreckapparatur, z. B. wie in
Fig. 1 gezeigt, eingeführt und der biaxialen
Simultanorientierung durch Aufblasrecken mindestens zweifach, bevorzugt
mindestens 2,5-fach sowohl in Maschinenlauf- als auch in
Querrichtung innerhalb eines Orientierungstemperaturbereichs unter
Anwendung von Gasdruck auf die Innenseite des Schlauchs gereckt.
Die Folie, die aus der Reckapparatur entnommen wird, kann falls
erforderlich getempert werden, und die spontane Schrumpfung
während der Lagerung kann durch diese Wärmebehandlung
verhindert werden.
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Das Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht in der
Verwendung von syndiotaktischem Polypropylen in der
Zwischenschicht, wodurch eine Folie mit sehr guter
Niedrigtemperaturschrumpfbarkeit und Weiterreißfestigkeit bereitgestellt wird.
Auch werden die Verpackungsmaschinenanwendbarkeit, die
optischen Eigenschaften und die Wärmebeständigkeit, die Vorteile
existierender Polypropylenfolien darstellen, nicht
beeinträchtigt, da das isotaktische Polypropylen in den
Oberflächenschichten verwendet wird. Weiterhin wird der Temperaturbereich
des Schrumpfens durch Laminierung dieser Schichten in einem
solchen Ausmaß ausgeweitet, daß die äußere Erscheinung der
Folie nicht beeinträchtigt wird, so daß eine Folie bereitgestellt
werden kann, die leicht zu handhaben ist.
KURZE BESCHREIBUNG DER ABBILDUNG
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Fig. 1 ist eine schematische Querschnittsansicht, die eine
biaxiale Schlauchreck-Apparatur, die in den Beispielen und
Vergleichsbeispielen verwendet wurde, zeigt, worin 1 die nicht
gereckte Folie, 2 Niedriggeschwindigkeitsabquetschwalzen, 3
Hochgeschwindigkeitsabquetschwalzen darstellen, 4 ein Vorwärmer
ist, 5 ein Hauptwärmer, 6 ein Kühlluftring und 7
Kollabierwalzen darstellen.
BESTE AUSFÜHRUNGSFORM DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung wird genauer mit Hilfe der
folgenden Beispiele und Vergleichsbeispiele erläutert, sie ist
jedoch nicht auf diese Beispiele beschränkt.
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Die Messungen in den Beispielen wurden durch die folgenden
Verfahren durchgeführt.
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1) Wärmeschrumpfbarkeit
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gemessen entsprechend JIS Z 1709
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2) Weiterreißfestigkeit
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gemessen entsprechend JIS Z 1707
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3) Verpackungsmaschinenanwendbarkeit
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Eine gereckte Folie wurde bei einer kommerziellen
Hochgeschwindigkeitskissen-Typ-Verpackungsmaschine unter den
Bedingungen einer Randsiegeltemperatur von 220ºC, einer
Tunneltemperatur von 130 bis 175ºC, einer Laufgeschwindigkeit der
Verpackungsobjekte von 100 Stück/Minute und einer
Schrumpftunneldurchgangszeit von 4 Sekunden angewendet. Die Bewertung
wurde durch die Ausbeute von guten Endverpackungen durchgeführt.
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4) Temperaturbereich für die Wärmeschrumpfung
Ein Wärmeschrumpftemperaturbereich, bei dem eine gute
Verpackungsqualität erhalten wurde, und ein Temperaturbereich, bei
dem Weißtrübung und Schmelzen der Folie nicht auftraten, wurde
gleichzeitig mit der Verpackungsmaschinenanwendbarkeit
gemessen.
Beispiel 1
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Syndiotaktisches Polypropylen (Produkt von Mitsui Toatsu
Kagaku Kabushiki Kaisha mit einer Syndiotaktizität von 0,79 und
einem MI von 4,9 g/10 Minuten) und isotaktisches Polypropylen
wurden separat in drei Extrudern bei einer Temperatur von 200ºC
bis 250ºC schmelzgeknetet und durch eine kreisförmige
Dreischichtdüse koextrudiert, die bei 220ºC gehalten wurde, um eine
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Folie zu bilden, die aus einer Zwischenschicht von 100 Gew.-%
syndiotaktischem Polypropylen und Oberflächenschichten von 100
Gew.-% isotaktischem Polypropylen bestand. Der Dickenanteil der
Zwischenschicht wurde auf 75 % der Gesamtdicke aller Schichten
eingestellt. Der koextrudierte geschmolzene Schlauchfilm wurde
auf Raumtemperatur durch Gleiten seiner Innenseite auf der
äußeren Oberfläche eines zylindrischen Kühldorns, worin
Kühlwasser von 20ºC zirkulierte, und Passieren der äußeren Seite durch
ein Wasserbad durch Wasserkühlen der Folie abgekühlt, und
entnommen, um einen nichtgereckten Schlauchfilm mit einer Dicke
von 270 um zu ergeben.
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Diese schlauchförmige nicht gereckte Folie wurde als
Ausgangsfohe verwendet und zu einer biaxialen
Schlauchreckvorrichtung, die in Fig. 1 gezeigt ist, geführt, und 5-fach in
Maschinenrichtung und 4-fach in Querrichtung bei einer Temperatur
von 95 bis 105ºC gereckt. Die gereckte Folie, die aus der
Reckvorrichtung entnommen wurde, wurde auf Raumtemperatur durch
einen Kühlluftring abgekühlt, kollabiert und aufgewickelt. Die
Stabilität des gereckten Schlauches war gut, und
ungleichförmige Reckzustände wurden nicht beobachtet.
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Die erhaltene gereckte Folie besaß eine durchschnittliche
Dicke von 15 um, und die Dicke jeder Oberflächenschicht betrug
1,9 um Die Wärmeschrumpfung bei 100ºC betrug 30 % sowohl in
Maschinenlauf- als auch in Querrichtung, und die
Weiterreißfestigkeit betrug 10,3 g in Maschinenrichtung und 11,1 g in
Querrichtung. Als Ergebnis der Bewertung der Verpackungsmaschinen
anwendbarkeit wurden wärmegeschrumpfte Verpackungen, die eng
anlagen, und weiche Ecken besaßen, in einem Wärmeschrumpftempe
raturbereich erhalten werden, bei dem die
Schrumpftunneltemperatur auf eine Temperatur von 135 bis 170ºC eingestellt war. Es
konnten auch keine kleinen Löcher in den versiegelten Anteilen
der erhaltenen Verpackungen und kein Bruch infolge von
Luftauslaßlöchern beobachtet werden.
Beispiel 2
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Das Recken der Folie wurde unter den gleichen Bedingungen
wie in Beispiel 1 durchgeführt, wobei der Dickenanteil der
Zwischenschicht auf 75 % der Gesamtdicke aller Schichten
eingestellt wurde, ausgenommen daß die Folie aus einer
Zwischenschicht aus 55 Gew.-% syndiotaktischem Polypropylen, das in
Beispiel 1 verwendet wurde, und 45 Gew.-% isotaktischem
Polypropylen und die Oberflächenschichten aus 100 Gew.-%
isotaktischem Polypropylen zusammengesetzt waren. Die Stabilität des
gereckten Schlauches war gut und ein ungleichförmiger
Reckzustand wurde nicht beobachtet.
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Die erhaltene gereckte Folie besaß eine durchschnittliche
Dicke von 15 um und die Dicke jeder Oberflächenschicht betrug
1,9 um. Die Wärmeschrumpfung bei 100ºC betrug 29 % sowohl in
Maschinenlauf- als auch in Querrichtung, und die
Weiterreißfestigkeit betrug 9,1 g in Maschinenrichtung und 9,7 g in
Querrichtung. Als Ergebnis der Bewertung der
Verpackungsmaschinenanwendbarkeit wurden wärmegeschrumpfte Verpackungen, die eng
anlagen, und weiche Ecken besaßen, in einem
Wärmeschrumpftemperaturbereich erhalten werden, bei dem die
Schrumpftunneltemperatur auf eine Temperatur von 135 bis 170ºC eingestellt war. Es
konnten auch keine kleinen Löcher in den versiegelten Anteilen
der erhaltenen Verpackungen und kein Bruch infolge von
Luftauslaßlöchern beobachtet werden.
Beispiel 3
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Das Recken der Folie wurde unter den gleichen Bedingungen
wie in Beispiel 1 durchgeführt, ausgenommen, daß die Folie aus
einer Zwischenschicht aus 100 Gew.-% syndiotaktischem
Polypropylen, das in Beispiel 1 verwendet wurde, und
Oberflächenschichten aus 100 Gew.-% isotaktischem Polypropylen
zusammengesetzt war, und der Dickenanteil der Zwischenschicht auf 50 %
der Gesamtdicke aller Schichten eingestellt wurde. Die
Stabilität des gereckten Schlauchs war gut, und ein ungleichförmiger
Reckzustand wurde nicht beobachtet.
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Die erhaltene gereckte Folie besaß eine durchschnittliche
Dicke von 15 um, und die Dicke jeder Oberflächenschicht betrug
3,8 um. Die Wärmeschrumpfung bei 100ºC betrug 30 % sowohl in
Maschinenlauf- als auch in Querrichtung, und die
Weiterreißfestigkeit betrug 9,6 g in Maschinenrichtung und 10,3 g in
Querrichtung. Als Ergebnis der Bewertung der
Verpackungsmaschinenanwendbarkeit wurden wärmegeschrumpfte Verpackungen, die eng
anlagen, und weiche Ecken besaßen, in einem
Wärmeschrumpftemperaturbereich erhalten werden, bei dem die
Schrumpftunneltemperatur auf eine Temperatur von 140 bis 170ºC eingestellt war. Es
konnten auch keine kleinen Löcher in den versiegelten Anteilen
der erhaltenen Verpackungen und kein Bruch infolge von
Luftauslaßlöchern beobachtet werden.
Vergleichsbeispiel 1
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Das Recken der Folie wurde unter den gleichen Bedingungen
wie in Beispiel 1 durchgeführt, wobei der Dickenanteil der
Zwischenschicht auf 75 % der Gesamtdicken aller Schichten
eingestellt wurde, ausgenommen daß die Folie aus einer
Zwischenschicht von 45 Gew.-% syndiotaktischem Polypropylen, das in
Beispiel 1 verwendet wurde, und 55 Gew.-% isotaktischem
Polypropylen und Oberflächenschichten aus 100 Gew.-% isotaktischem
Polypropylen zusammengesetzt war. Die Stabilität des gereckten
Schlauchs war gut, und ein ungleichförmiger Reckzustand wurde
nicht beobachtet.
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Die erhaltene gereckte Folie besaß eine durchschnittliche
Dicke von 15 um und die Dicke jeder Oberflächenschicht betrug
1,9 um. Die Wärmeschrumpfung bei 100ºC betrug 20 % sowohl in
Maschinenlauf- als auch in Querrichtung, und die
Weiterreißfestigkeit betrug 6,6 g in Maschinenrichtung und 5,3 g in
Querrichtung. Als Ergebnis der Bewertung der
Verpackungsmaschinenanwendbarkeit trat keine ausreichende Schrumpfung auf bei einer
Schrumpftunneltemperatur von 150ºC, wodurch die Verpackung eine
schlechte Erscheinung und steife Ecken besaß. Außerdem traten
Brüche auf aus Luftfreisetzungslöchern durch das Reiben der
Verpackungen miteinander. Außerdem traten Brüche des
versiegelten Teils bei einer Schrumpftunneltemperatur von 170ºC auf.
Vergleichsbeispiel 2
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Das Recken der Folie wurde unter den gleichen Bedingungen
wie in Beispiel 1 durchgeführt, ausgenommen, daß die Folie aus
einer Zwischenschicht von 100 Gew.-% syndiotaktischem
Polypropylen, das in Beispiel 1 verwendet wurde, und
Oberflächenschichten aus 100 Gew. -% isotaktischem Polypropylen bestand,
und der Dickenanteil der Zwischenschicht auf 25 % der
Gesamtdicke aller Schichten eingestellt wurde. Die Stabilität des
gereckten Schlauchs war gut, und ein ungleichförmiger Reckzustand
wurde nicht beobachtet.
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Die erhaltene gereckte Folie besaß eine durchschnittliche
Dicke von 15 um und die Dicke jeder der Oberflächenschichten
betrug 5,6 um. Die Wärmeschrumpfung bei 100ºC betrug 18 % in
Maschinenrichtung und 20 % in Querrichtung, und die
Weiterreißfestigkeit betrug 3,3 g in Maschinenrichtung und 2,3 g in
Querrichtung. Als Ergebnis der Bewertung der
Verpackungsmaschinenanwendbarkeit trat bei einer Schrumpftunneltemperatur von 150ºC
keine ausreichende Schrumpfung auf, wodurch die Verpackungen
eine schlechte Erscheinung und steife Ecken besaßen. Weiterhin
traten Brüche infolge von Luftfreisetzungslöchern auf infolge
des Reibens der Verpackungen miteinander. Zerreißen trat auch
an den versiegelten Stellen bei einer Schrumpftunneltemperatur
von 170ºC auf.
Vergleichsbeispiel 3
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Das Recken der Folie wurde unter den gleichen Bedingungen
wie in Beispiel 1 durchgeführt, ausgenommen daß die Folie aus
einer Zwischenschicht aus 100 Gew.-% syndiotaktischem
Polypropylen, das in Beispiel 1 verwendet wurde, und
Oberflächenschichten aus 100 Gew.-% isotaktischem Polypropylen
zusammengesetzt war und der Dickenanteil der Zwischenschicht auf 90 % der
Gesamtdicke aller Schichten eingestellt wurde&sub6; Die Stabilität
des Reckschlauches war gut, und ein ungleichförmiger
Reckzustand wurde nicht beobachtet.
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Die erhaltene gereckte Folie besaß eine durchschnittliche
Dicke von 15 um und die Dicke jeder der Oberflächenschichten
betrug 0,75 um. Die Wärmeschrumpfung bei 100ºC betrug 33 %
sowohl in Maschinenlauf- als auch in Querrichtung, und die
Weiterreißfestigkeit betrug 9,0 g in Maschinenrichtung und 9,3 g
in Querrichtung. Als Ergebnis der Bewertung der
Verpackungsmaschinenanwendbarkeit besaß die Folie keine Festigkeit, und das
Laufen der Folie in der Verpackungsmaschine wurde schlecht, so
daß eine kontinuierliche Hochgeschwindigkeitsverpackung
unmöglich war. Obwohl Wärmeschrumpfverpackungen, die eng anlagen,
bei einer Schrumpftunneltemperatur von 135ºC erhalten werden
konnten, trat Weißtrübung der Folie bei einer Temperatur von
nicht weniger als 150ºC auf, wodurch die Verpackungen eine
mäßige Erscheinung erhielten.
INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT
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Wie oben erwähnt, besitzt die wärmeschrumpfbare
Polypropylen-Laminatfolie der vorliegenden Erfindung Schichten von
Rohmaterialien, die bestimmte spezifische Eigenschaften erfüllen,
so daß sie eine gute Niedrigtemperaturschrumpfbarkeit, eine
gute Weiterreißfestigkeit und zusätzlich eine ausgezeichnete
Anwendbarkeit bei Hochgeschwindigkeitsverpackungsmaschinen und
Wärmebeständigkeit besitzen.