DE694495C - Verfahren zum Gewinnen von metallischem Magnesium aus oxydischen Magnesiumverbindungen durch Reduktion mit Kohle - Google Patents

Verfahren zum Gewinnen von metallischem Magnesium aus oxydischen Magnesiumverbindungen durch Reduktion mit Kohle

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DE694495C
DE694495C DE1938A0086822 DEA0086822D DE694495C DE 694495 C DE694495 C DE 694495C DE 1938A0086822 DE1938A0086822 DE 1938A0086822 DE A0086822 D DEA0086822 D DE A0086822D DE 694495 C DE694495 C DE 694495C
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DE1938A0086822
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Dr H C Konrad Erdmann
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American Magnesium Metals Corp
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American Magnesium Metals Corp
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B26/00Obtaining alkali, alkaline earth metals or magnesium
    • C22B26/20Obtaining alkaline earth metals or magnesium
    • C22B26/22Obtaining magnesium

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Description

  • Verfahren zum Gewinnen von metallischem Magnesium aus oxydischen Magnesiumverbindungen durch Reduktion mit Kohle Die Erfindung bezieht sich auf die Gewinnung vop metallischem Magnesium aus oxydischen Magnesiumverbindungen durch Reduktion mit Kohle, welche bei Temperaturen vorgenommen wird, die weit über dem Siedepunkt des Magnesiums liegen, so daß das Magnesium als Dampf in Freiheit gesetzt wird.
  • Magnesium ist bis vor wenigen Jahren ausschließlich auf elektrochemischem Wege dargestellt worden, während :die'Großtechnik von rein thermischen Verfahren keinen Gebrauch gemacht hat. Was - insbesondere die Reduktion von Magnesivmoxyd, mit Kohle nach der Gleichung Mg 0 + C ` Mg + C O betrifft, so ist diese trotz vielfacher Lösungsversuche bis in die neueste Zeit an dein Umstand gescheitert, daß die gebildeten Magnesiumdämpfe durch das gleichzeitig entstehende Kohlenoxyd beim Absinken der Temperatur unter die Reduktionstemperatur innerhalb eines gtoßenTemperaturgefälles in Magnesium -oxyd zurückverwandelt werden. Diese Schwierigkeit konnte in wirksamer Weise erst durch ein Verfahren der Erfinderin (Patent 66 i o i o) überwunden werden, dessen Wesen darin besteht, daß die dampf- und gasförmigen Reaktionserzeugnisse bis zum Verlassen des Reduktionsraumes auf einer Temperatur.gehalten werden, 'bei welcher das Gleichgewicht der umkehrbaren Reaktion auf der Seite der Magnesiumbildung liegt und erst beim Austritt aus denn Reduktionsraum .durch Zufuhr großer Mengen Wasserstoff (oder eines anderen gegen Magnesium indifferent. Gases) verdünnt -und ,gleichzeitig sprunghaft auf eine Temperatur abgekühlt werden, die tief unter dem Erstarrungspunkt des Magnesiums liegt. Das Kondensat fällt daher staubförmig an: Das aus dem Verdichter austretende Kühlgas wird nach dem Abtrennen des' Magnesiumstaubes durch Entfernen von Kohlenoxyd gereinigt und im Kreislauf wiederverwendet. Da die genügend rasche Abkühlung sehr bedeutende Mengen von Kühlgas erfordert (5o bis 70 m3 je i kg Magnesium), sind die Kosten der Reinigung von sehr wesentlicher Bedeutung für die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens. Die Erfindung löst die Aufgabe, diese Kosten bei der Verwendung von Wasserstoff als Kühlgas möglichst herabzusetzen, wobei die Reinigungswirkung nicht nur nicht beeinträchtigt, sondern sogar gesteigert wird.
  • Das Wesen der Lösung besteht darin, daß aus dem .den Verdichter der Reduktionskammer verlassenden Gasgemisch nach dem Abtrennen des Magnesiumstaubes so viel Kohlenoxyd, als dem Zuwachs durch die Kohlenoxydbildung in der entspricht, durch selektive Adsorption an Aktivkohle bei tiefen Temperaturen entfernt und das so gereinigte Gasgemisch hernach als Kühlgas wiederverarbeitet wird. Vorzugsweise wird das aus dem Verdichter abziehende Gasgemisch in zwei Anteile geteilt, von denen der eine, zweckmäßig kleinere, unverändert abgesondert wird, während man den anderen Anteil der Reinigung mit Aktivkahle unterwirft, um sodann die Mischung im Kreislauf wiederzuverwenden.
  • Die Adsorption an Aktivkohle kann zur vollständigen oder fast vollständigen Trennung von Wasserstoff und Kohlenoxyd nicht dienen, weil die Adsoiptionskomstanten der beiden Gase in bezug auf Aktivkohle auch bei tiefen Arbeitstemperaturen zu nahe beisammenliegen, hat aber im Rahmen des vorliegenden. Verfahrens, bei dem nur angestrebt wird, aus der Ausgangsmischung so viel. Kohlenoxyd zu entfernen, als dem Zuwachs durch die Kohlenoxydbildung in der Reduktionsstufe entspricht, besondere Vorzüge. Durch dieses .Reinigungsverfahren, das sich schön durch seine Wirtschaftlichkeit empfiehlt, wird das behandelte Gasgemisch nämlich nicht nur von Kohlenoxyd,-sondern auch von sonstigen Verunreinigungen. befreit, die zwar nur in ,geringen oder in sehr geringen Mengen vorhanden sind, deren Anwesenheit im-Kühlgas aber die Verdichtung sehr ungünstig beeinfiußt. Es hat sich gezeigt, daß durch die Rückleitung eines in dieser Weise gereinigten Wasserstoffes in den Kühlgaskreislauf -die Umkehrung der Reaktion in der Verdichtungsstufe bei sonst völlig gleichen Bedingungen viel wirksamer aufgehalton wird als beispielsweise bei Reinigung der Gasmischung- durch die Wassergasoxydation, was dadurch zum Ausdruck kommt, daß der Gehalt des Kondensates an metallischem Magnesium in überraschenden Maße ansteigt. .
  • Um zu erreichen, daß der durch die Aktivkohle ungebunden hindurchgehende Wasserstoffanteil bei sparsamer Verwendung der Tiefkühlung von Kohlenoxyd hinreichend befreit wird, empfiehlt es sich, die Beladung des Adsorptionsmittels abzubrechen, bevor sich das Adsorptionsgleichgewicht eingestellt hat. Solange die Kohle noch voll aufnahmefähig ist, enthält der austretende Wasserstoff nux geringe Mengen Kohlenoxyd; mit zunehmender Sättigung steigt die Kurve des Kohlenoxydgebaltes bis zur Erreichung des Adsorptionsgleichgewichtes steil an. Wenn auch der Durchschnittsgehalt der desorbäerten Gasmischung unter allen Umständen unter dem der Rohmischling liegt, so spricht doch unter diesen Umständen alles dafür, die Dauer der Beladungsstufen so kurz wie möglich zu bemessen. Das Adsorbat läßt sich bei entsprechendem Unterdruck in wenigen Minuten vollständig austreiben; auch wenn nur zwei Adsorptionskammern vorgesehen werden, die abwechselnd in Betrieb genommen werden, kann man daker die Beladungs- und Entladungsstufen in einem nach Minuten zählenden Zeitmaß wechseln lasscl. Nach Abschaltung der Vakuumpunmpe ist die Aktivkohle für die nächste Beladung aufnahmebereit, ohne daß eine besondere Aktivierung erforderlich wäre; es genügt, die, Kohle von Zeit zu Zeit durch schwaches Erwärmen (z. B. auf 70°C) von den zurückgehaltenen Beimengungen zu befreien, die bei der Arbeitstemperatur fest sind und keinen genügend hohen Dampfdruck 'besitzen, um durch Unterdruck entfernt zu werden (z. B. Wasser). Daher ist es vorteilhaft, mit drei Adsorptionskammern zu arbeiten, von denen mindestens eine mit Vorrichtungen zum Erwärmen und Abkühlen versehen is(t.
  • Zur hohen Wirtschaftlichkeit des Verfahrens trägt auch der Umstand bei, daß bei schnellem Wechsel der Beladungs- und Entladungsabschnitte die Menge des Adsorptions--mittels so gering sein kann, daß sie nur einen. Bruchteil der im allgemeinen üblichen Mengen ausmacht. Wegen der geringen Beanspruchung der Aktivkohle ist überdies ihre Lebensdauer fast unbeschränkt.
  • Das Adsorbat wird nach bekannten -Verfahren" vorzugsweise durch Druckverminderung, ausgetrieben. In dieser Weise ergibt sich ein mit Kohlenoxyd stark angereicherter Wasserstoffanteil; der in beliebiger Weise aufgearbeitet werden kann. Wird der vom Adsorptionsmittel gebundene Wasserstoff nicht in den Kreislauf zurückgeführt, so muß die entsprechende Menge frisch hinzugebracht werden. Vorzugsweise wird jedoch das ausgetriebene Gasgemisch. einer Nachbehandlung zeit bekannten chemischen oder physikalischen Verfahren zum Trennen des Kohlenoxydes von Wasserstoff mit oder ohne Wiedergewinnung von Kohlenoxyd unterworfen und auf diese Weise auch dieser Wasserstoffrest im Kreislauf wiederverwendet: Zu diesem Zweck wird ein entsprechender Teil deT desorhierten Gasmischung z. B. durch die Wassergasoxydatio.n auf den gewünschten Restgehalt an Kohlenoxyd gebracht; der überschuß genügt, um durch Verbrennung die notwendige Dampfmenge für diese Konvertierung zu liefern.
  • Bedient man sich der ergänzenden Maßnahme, die Druckverminderung in zwei oder mehreren Stufen vorzunehme n und das dadurch in Freiheit gesetzte Desorbat getrennt aufzufangen, wie dies an sich bekannt ist, so läßt sich gewissermaßen als Vorlauf noch eine verhältnismäßig kohlenoxydarme Fraktion absondern, bevor die kohlenoxydreichen Anteile entbunden werden. Dieser Vorlauf wird vorteilhaft in die Ausgangsmischung zurückgeleitet, bevor diese in die Adsorptionskammer eintritt. Ausführungsbeispiel Es wird davon ausgegangen, daß 13 200 n13 Gasgemisch der Zusammensetzung 96,40/0 Wasserstoff und 3,86 % Kohlenoxyd stündlich in den Kreislauf zurückgebracht werden und daß in der Reduktionsstufe stündlich 155 n13 ioo%iges CO zuwachsen, wodurch die Menge des aus dem Verdichter austretenden Gases auf 13 3 5 5 m3/11 und der Kohlenoxydgehalt auf 495 % steigt. Von diesem Gasgemisch werden 3685 m3/1 unverändert abgesondert, während 9670 m3/1 den mit Aktivkohle beschickten Adsorptionskamm:ern zuströmen. Aus dem Adsorbat läßt sich durch Druckverminderung bis i oo mm ein Vorlauf von 330 m3/1 mit einem Koliknöxydgehalt von 6% austreiben. Dieser .Vorlauf wird. mit dem durch Adsorption an Aktivkohle zu reinigenden Anteil von 9 67o n13 der Rohmischung vereinigt, bevor diese in, die Adsorptionskammern eintritt, wodurch dieser Anteil auf io ooo m3/1 steigt. Diese ganze Menge wird nun auf -50°C abgekühlt und über die auf die gleiche Temperatur vorgekühlte . Aktivkohle geleitet, wobei stündlich 9340M3 einer Gasmischung ungebunden austreten, deren Kolüenoxydgehalt auf 3,45 %' gesunken ist. Aus dem Adsoxbat werden durch weitere Druckverminderung bis zu etwa io mm 33o m3/1 einer. Fraktion entbunden, die 470/0 Kohlenoxyd enthält. Von diesem Anteil werden i 15 m3/1 zur Erzeugung von Dampf verbrannt, mit dessen Hilfe der Rest in 20o m3/1 Wasserstoff mit 3 9/o C O konvertiert wird.
  • Der unverändert abgesonderte Anteil des aus dem Verdichter abströmenden Gasgemisches von 3 685 m3/1 mit einem Gehalt von 495 % CO wird mit den 9940 n13, die mit einem Gehalt von 3,45 % CO stÜndlich aus der Adsorptionskamrner ,gereinigt austreten, gemischt. Bei einem mechanischen Verlust von 25 m3/1 ergibt sich in dieser Weise ein Rücklauf von 13 ooo n13 H2 mit 3,88% CO, der mit den 200m3, die stündlich durch die Wassergasoxydation auf einen Kohlenoxydrestgehalt von 3 % gebracht werden, die 13 200 n13 mit 3,86 % C O ergibt, die dem Verdichter als Kühlgasmischung stündlich zugeführt werden sollen. Jn runden Zahlen ist die Kohlenoxydaufstellung die folgende:
    13 200 cbm # 3,86-°/a = 5z0 m3/1
    Zuwachs an CO ............................. 155 cbm = 155 m3/1
    665 n13/1 .
    Unveränderter Anteil......................... 3685 cbm # 4,95 "/o = 182 m3/1
    Aktiv-Kohle-Austrittsgas ...................... 9340 cbm # 3,45 "/o = 322 m3/1.
    Konvertiertes Desorbat ....................... Zoo cbm . 3 % = 6 m3/1
    51o m3/1
    665 - 510 = 155 m3/1
    Eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung ist in der Zeichnung in Übersichtsform dargestellt.
  • Die Reduktion geht in einem Elektroofen i vor sich, in. dessen Auslaßäffnung ein Verdichter 2 untergebracht ist, in den das in der .Reduktionskammer entstehende Gemisch von Magnesiumdämpfen und Gasen, insbesondere Kohlenoxyd, austritt. Durch das Rohr 3 wird das Kühlgas eingeblasen, um die zu Staub zu verdichten. Das Gemisch von Kühlgas mit Magnesiumstauh und deal gasförmigen Reaktionserzeugnissen geht dann durch das Rohr 4 in einen Kühler 5 und hierauf in ein Filter 6, wo der Magnesiumstaub abgesondert wird, während die - Gase durch die Leitung 7 weiterziehen, welche sich in zwei Rohrleitungen. 8, 9 gabelt. Leitung 8 führt einen kleineren Teil der Gasmischung einem Gasometer i o zu, während Leitung 9 den größeren Teil der Mischung durch ein Gebläse i 2 - in einen .Tiefkühler i 4 drückt. Das Verhältnis der durch .die Leitungen 8 und 9 abziehenden Gasmengen wird durch entsprechende Bemessung der Leitungsquerschnitte geregelt. Der Tiefkühler 14 ist durch eine Leitung 15 mit einer Adsorptionskammer 16, die Aktivkohle enthält, verbunden. Es sind mindestens zwei Adsorptionskammern vorgesehen, die wechselweise in Betrieb gesetzt werden, vorzugsweise aber drei, von denen mindestens eine mit Vorrichtungen zum Heizen. und Kühlen ausgestattet ist. Von den nebeneinandergeschalteten Adsorptionskammern 16 zweigen je zwei Leitungen 17 und 18 ab. Die Leitung 1 7 führt zu dem Gasometer i o zurück, aus dem das gesammelte Gas durch die Leitung 19 von dem Gebläse 2o abgesaugt und durch die Leitung 3 zum Verdichter 2 gedrückt wird. Die andere Leitung 18 führt zur Saugseite einer Pumpe 21, an deren Druckseite eine allen Adsorptionskammern gemeinsame Leitung 22 angeschlossen ist, die sich in die Leitungen 23 und 24 gabelt. An der Gabelungsstelle ist ein Zweiwegventil25 eingesetzt. Die Leitung 23 mündet, in die Leitung 9 ein, und zwar .an einer Stelle, die im Sinne der Strömungsrichtung vor dem Gebläse 12 liegt. Die Leitung 24 führt zu einem Gasometer 26, aus dem ein Kompressor 28 das angesammelte Gas durch die Leitung 27 ansaugt, um es durch die Leitung 29 in die Konvertierungsanlage 3o zu schicken. In der Ableitung 31 der Konvertierungsanlage ist ein Druckkessel 32 eingeschaltet. Von der Zuleitung zum Gasometer 26 zweigt eine Leitung 33 zu einem Generator 34 ab.
  • Die Arbeitsweise der Anlage ist die folgende: Das Gemisch der dampf- und gasförmigen Reaktionserzeugnisse wird aus dem Verdichter 2 über den Kühler 5 und das Filter 6 von dem Gebläse 12 angesaugt. Im Filter 6 wird der im Gemisch enthaltene Magnesiumstaub abgeschieden. Von dem durch die Leitung 7 abströmenden Gasgemisch geht ein Teil durch das Rohr 8 zum Gasometer i o, das übrige in den Tiefkühler 14, wo das Gemisch beispielsweise auf -5o' C gekühlt wird. -Von hier gelangt das Gemisch in eine Ädsorptionskammer 16, deren Beschickung durch eine nicht dargestellte Kühlvorrichtung auf -50°C vorgekühlt ist. Während dieses Vorganges ist das in der Leitung 17 liegende Ventil 17' offen und das Ventil 18' der Leitung 18 geschlossen, so daß das nicht kebundeh" austretende Gemisch von Kohlenoxyd und Wasserstoff durch die Leitung 17 zum Gasometer i o strömen kann. Nun wird der Strom der Mischung in die zweite A,dsorptionskammer geleitet und die erste Kammer zum Zweck der Entladung durch Schließung des Ventils 17' und Öffnung des Ventils 18' mit der Pumpe 2 i verbunden. Bis zur Erreichung eines bestimmten Unterdruckes (z. B. i oo mm) wird ein Gemisch abgesaugt, dessen Kohlenoxydgehalt dem der aus dem Verdichter austretenden Mischung ungefähr gleichkommt. Dieser Vorlauf wird durch die Leitung 23 in die Leitung 9 zurückgeführt, nachdem die Leitung 24 zur Konvertierungsanlage durch den Zweiweghahn 2 5 abgesperrt wurde. Hierauf wird durch Verschwenkung des Ventils 25 dem Gasstrom die Leitung 24 freigegeben und der Druck' stetig weiter vermindert, bis er einen Wert von beispielsweise i o mm erreicht. Dadurch wird ein Gasgemisch ausgetrieben, das rund 5o % C O enthält. Dieses Gemisch geht durch die Leitung 24 in den Gasometer 26, aus dem es durch , den Kompressor 28 in die Konvertierungsanlage 3o befördert wird, wo das Kohlenoxyd durch die Wassergasoxydation bis auf einen Restgehalt von 3010 entfernt. wird. Nach dem Auswaschen der Kohlensäure zieht das gereinigte Gas aus dem Druckkessel 32 durch die Leitung 31 zur Leitung 3, der durch das Gebläse 2o andererseits das im Gasometer i o angesammelte Gasgemisch zugeführt wird.
  • Um die Anlage in Betrieb zu setzen, wird im Generator 34 Wassergas erzeugt und nachdem Entfernen des Kohlenoxyds bis zu dem erreichbaren Restgehalt aus der Xonvertierungsanlage durch die Leitungen 31.- und 3 unmittelbar in den Verdichter 2 eingeblasen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Gewinnen von metallischem Magnesium aus oxydischen Magnesiumverbindungen durch Reduktion mit Kohle und Verflüchtigung des Magnesiums, bei welchem die dampf- und gasförmigen Reaktionserzeugnisse bis zum Verlassen des Reduktionsraumes auf einer Temperatur gehalten werden, bei welcher das Gleichgewicht der umkehrbaren Reaktion Mg O + C '--, Mg + C O auf der Seite der Magnesiuinbildung liegt, und diese Reaktionserzeugnisse erst beim Austritt aus dem Reduktionsraum durch Zufuhr ..großer Mengen von Wasserstoff, der im Kreislauf wiederverwendet wird, verdünnt und gleichzeitig sprunghaft abgekühlt werden, um die gebildeten Magnesiumdämpfe staubförmig zu verdichten, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem den Verdichter verlassenden . Gasgemisch nach dem Abtrennen des Magnesiumstaubes so viel Kohlenoxyd, als dem Zuwachs durch die Kohlenoxydbildung in der Reduktionsstufe entspricht, durch selektive Adsorption an Aktivkohle bei tiefen Temperaturen entfernt wird und -die so gereinigte Mischung hernach als Kiihlgas wiederverwendet wird. z: Verfahren nach Anspruch .i, dadurch gekennzeichnet, daß das aus ,dem Verdichter abziehende Gasgemisch in zwei Anteile geteilt wird, von denen der eine, zweckmäßig kleinere, unverändert abgesondert wird, während man den zweiten Anteil der Reinigung mit Aktivkohle unterwirft, um sodann die Mischung im Kreislauf wnederzuverwenden. 3. Verfahren nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß das Adsorbat in bekannter Weise, vorzugsweise durch Druck verminderung, ausgetrIeb,en und durcl eine Nachbehandlung mit bekannten che mischen oder physikalischen Verfahrei zum Trennen des Kohlenoxyds voi Wasserstoff auf einen solchen Kohlenoxyd restgehalt gebracht wird, daß diese: keinesfalls mehr, zweckmäßig jedocl weniger als der Kahlenoxydgehalt der au: dem Verdichter abziehenden Gasmischung beträgt und daß .der so. gereinigte Wasser stoff in den Kreislauf des Kühlgas gemisches zurückgeführt wird.
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