Hintergrund der Erfindung
1. Gebiet der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein lösbares
Befestigungsteil, das für Bekleidungszwecke weit verbreitet ist.
Insbesondere betrifft die Erfindung ein dünnes, flexibles,
lösbares Befestigungsteil mit ausreichender Einrastkraft und
angenehmem Griffgefühl, das sich für Einmalwindeln und
ähnliche Anwendungszwecke, bei denen ein direkter oder indirekter
Kontakt mit der menschlichen Haut gegeben ist, eignet.
2. Beschreibung des Stands der Technik
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Bekannte lösbare Befestigungsmittel umfassen ein
Matrizen-Befestigungsteil, das eine Grundlage und eine Mehrzahl
von darauf angeordneten Schlingen umfaßt (nachstehend
gelegentlich als "Matrizen-Oberfläche" bezeichnet), und ein
Patrizen-Befestigungsteil, das eine Grundlage und eine Mehrzahl
von darauf vorgesehenen häkchenförmigen Befestigungsteilen
aus dicken Monofilamenten umfaßt (vergl. beispielsweise JP-B-
522/1960). Ferner gehören dazu bekannte pilzartige, lösbare
Befestigungsmittel, die folgendes umfassen: ein
Patrizen-Befestigungsteil, das eine Grundlage und eine Mehrzahl von
darauf angeordneten pilzförmigen Befestigungselementen umfaßt,
die durch Schmelz- und Verdickungsbehandlung der Enden von
dicken thermoplastischen Harzmonofilamenten mit einer heißen
Platte oder dergl. geformt worden sind, und das vorstehende,
lösbare Matrizen-Befestigungsteil (vergl. beispielsweise JP-
B-22501/1978 und JP-B-38734/1974). Bei diesen beiden lösbaren
Befestigungsmitteln greifen die häkchenförmigen
Befestigungsteile oder pilzförmigen Befestigungsteile des lösbaren
Patrizen-Befestigungsmittels (nachstehend gelegentlich als
"Patrizen-Oberfläche" bezeichnet) in die Schlingen des
lösbaren Matrizen-Befestigungsmittels ein und erzeugen dabei eine
Einrastkraft. Demgemäß entsprechen diese Verschlüsse dem
Patrizen-Matrizen-Typ. Andererseits ist auch ein
Patrizen-Patrizen-Typ (Homotyp) bekannt, der in Kombination die beiden
gleichen Patrizen-Befestigungselemente verwendet, wobei die
Befestigungselemente eine Mehrzahl von Bündeln umfassen, die
jeweils eine Mehrzahl von Monofilamenten umfassen, deren
Spitzen miteinander verschmolzen sind (vergl. JP-B-12340/1970
und JP-Gebrauchsmusteranmeldung 123106/1992).
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Jedoch soll das vorerwähnte, häkchenartige, lösbare
Patrizen-Befestigungsteil eine begrenzte Höhe der Häkchen
aufweisen, da die Häkchen hergestellt werden, indem man die
Spitze eines Clippers in die Schlingen, die Vorstufen für die
Häkchen darstellen, einführt. Somit ist die Höhe der
Schlingen, d. h. der daraus gebildeten Häkchen, so begrenzt, daß
die Einführung des Clippers ermöglicht wird. Infolgedessen
haben Versuche, das häkchenartige Befestigungsteil dünn
auszugestalten, lediglich zur Erzielung einer minimalen Dicke,
einschließlich der Grundlage, von etwa 1,3 mm geführt. Ein
derartiges lösbares Patrizen-Befestigungsteil, das sich
dicker Monofilamente für die Häkchen bedient, hat den
weiteren Nachteil, daß sich ein rauhes Griffgefühl ergibt.
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Während andererseits bei bekannten pilzartigen, lösbaren
Patrizen-Befestigungsteilen, die eine Mehrzahl von aus
einzelnen Monofilamenten gebildeten pilzförmigen Elementen
umfassen, ebenfalls im allgemeinen dicke Monofilamente zur
Erzielung einer für praktische Zwecke geeigneten Einrastkraft
verwendet werden, ist die Entwicklung eines dünneren,
flexibleren Typs für die Verwendung in Einmalwindeln und für
ähnliche Anwendungszwecke erwünscht. Eine dünne Ausgestaltung
von pilzartigen, lösbaren Patrizen-Befestigungsteilen kann in
gewissem Umfang auch bei dicken Monofilamenten ermöglicht
werden, indem man den geschmolzenen Anteil der Spitzen
erhöht, um die Höhe der Befestigungselemente zu vermindern.
Jedoch ist die Dicke (Dünne) des Befestigungsteils immer noch
aufgrund der folgenden Punkte beschränkt: Um eine dünne
Beschaffenheit unter einer bestimmten Grenze zu erreichen, ist
es erforderlich, den geschmolzenen Anteil der dicken
Monofilamente mit einer großen Wärmekapazität zu erhöhen, wodurch
die Erwärmungszeit verlängert wird und es ferner erforderlich
ist, eine Wärmequelle, z. B. eine Hochtemperatur-Heizplatte
in die Nähe der Grundfläche zu bringen. Infolgedessen besteht
die Tendenz zur Deformation der Grundlage, so daß es zu einer
Kräuselung oder Wellung des gesamten lösbaren
Befestigungsteils kommt.
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Außerdem verlieren pilzartige Befestigungsteile, die
einzelne Monofilamente umfassen, ihre Einrastkraft dann, wenn
ihre verdickten Köpfe bei der Verwendung abgerissen werden.
Ein derartiges Befestigungsteil weist ferner den nachstehend
angegebenen Nachteil auf. Eine Verwendung von Polypropylen-
oder Polyethylen-Monofilamenten mit einem niedrigen
Schmelzpunkt gewährleistet die Bildung von verdickten Köpfen mit
einem spitzwinkligen Boden, d. h. eine echte Pilzgestalt, was
es kaum ermöglicht, darin eingerastete Schlingen zu lösen,
wodurch sich eine hohe Einrastkraft ergibt. Jedoch besteht
die Tendenz, daß die verdickten Köpfe abgerissen werden, wenn
das entsprechende Matrizen-Gegenstück abgelöst wird, woraus
sich eine geringe Dauerhaftigkeit ergibt. Thermoplastische
Monofilamente aus von den vorstehenden Polyolefinen
abweichenden Produkten, wie Nylon und Polyester, sind leicht
färbbar und weisen einen hohen Schmelzpunkt auf, so daß beim
Bügeln keine Schmelzgefahr besteht. Insbesondere hat Nylon den
Vorteil, daß es ein weiches und angenehmes Griffgefühl unter
den üblichen Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen
aufweist. Jedoch führt die Verwendung von Monofilamenten aus
Nylon oder Polyestern dazu, daß die verdickten Köpfe eine
kugelförmige Gestalt, d. h. eine sogenannte
"Streichholzgestalt", aufweisen, wodurch die Erzielung einer
hohen Einrastkraft unmöglich wird; vergl. beispielsweise
Journal of the Textile Institute, Bd. 79, Nr. 4 (1988), S.
672-675.
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Wie vorstehend beschrieben, bedienen sich herkömmliche
lösbare Patrizen-Befestigungsteile, und zwar sowohl
häkchenartige als auch pilzartige Befestigungsteile, dicker
Monofilamente für ihre Befestigungelemente, so daß es schwierig
ist, ihre Dicke zu verringern und sie sich grob anfassen und
nicht biegsam sind. Die Verwendung von feinen Monofilamenten
kann keine für praktische Zwecke günstige Einrastkraft
erzeugen, während sich jedoch eine geringe Dicke und eine gute
Flexibilität ergeben sollten.
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Beispiele für die vorerwähnten lösbaren
Befestigungsteile mit Befestigungselementen, die jeweils eine Mehrzahl
von Monofilamenten umfassen, deren Enden miteinander
verschmolzen sind, sind nachstehend aufgeführt: JP-B-12340/1970
beschreibt ein lösbares Befestigungsteil, das eine Grundlage
und eine Mehrzahl von darauf vorgesehenen "schienenförmigen"
(d. h. mit stangenförmiger Gestalt wie eine Eisenbahnschiene
mit T-förmigem Querschnitt) Befestigungselementen umfaßt, die
eine Linie von Bündeln von vorstehenden Filamenten, deren
Enden anschließend miteinander verschmolzen werden, umfassen.
Ein derartiges lösbares Befestigungsteil mit schienenförmigen
Befestigungselementen greift in das Gegenstück ein, indem die
schienenförmigen Befestigungselemente gegenseitig ineinander
eingeführt werden. Dies stellt ein sogenanntes lösbares
Befestigungsmittel vom "Homotyp" dar und ist nicht zum Eingriff
in ein Matrizen-Befestigungsteil vorgesehen. Bei einem
derartigen Typ ist die Grundlage schwer biegbar, so daß das
gesamte Befestigungsteil auch von unzureichender Flexibilität
ist. Die japanische Gebrauchsmusteranmeldung 123106/1992
beschreibt ein Befestigungsteil, das eine Grundlage und
pilzartige Befestigungselemente umfaßt, die jeweils eine Mehrzahl
von Monofilamenten, die von verschiedenen Punkten auf der
Grundfläche vorstehen, umfassen, wobei die Köpfe der
Monofilamente vollständig miteinander verschmolzen sind. Jedoch ist
auch diese Art von Befestigungsteil, bei dem der Eingriff mit
dem Gegenstück durch gegenseitiges Einführen der
geschmolzenen Kopfteile ineinander erfolgt, vom "Homotyp". Dieser Typ,
bei dem die die Befestigungsteile bildenden Monofilamente
einen hohen Feinheitswert von 250 bis 1300 Denier (den)
aufweisen, eignet sich nicht zum Einrasten in ein
Matrizen-Befestigungsteil. Dieser Typ weist ein rauhes Griffgefühl auf.
Außerdem weist die Grundlage allein eine große Dicke von 2
bis 5 mm auf und ist daher nicht flexibel. Auf jeden Fall
eignen sich die vorstehend beschriebenen lösbaren
Befestigungsteile nicht für einen direkten Eingriff in eine dünne,
billige Matrizen-Oberfläche, z. B. für eine Schlingen- oder
Florware, die für Wegwerfwindeln oder dergl. verwendet wird.
Zusammenfassende Darstellung der Erfindung
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Demgemäß ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein neuartiges dünnes, flexibles, lösbares Befestigungsteil
mit ausreichender Einrastkraft bereitzustellen, mit dem die
vorstehenden Schwierigkeiten gelöst werden können und das
sich für Wegwerfwindeln und dergl. eignet.
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Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht
in der Bereitstellung eines lösbaren Verschlusses vom
Patrizen-Matrizen-Typ, bei dem das vorerwähnte neuartige lösbare
Befestigungsteil verwendet wird.
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Als Ergebnis eingehender Untersuchungen zur Lösung der
vorstehenden Aufgaben haben die Erfinder festgestellt, daß
durch Bildung einer Vielzahl von pilzartigen
Befestigungselementen aus jeweils einem Bündel von vorstehenden Fasern,
insbesondere von Fasern mit einer geringen Feinheit, und durch
anschließendes teilweises oder vollständiges integrierendes
Verschmelzen der Spitzen der Fasern sich in überraschender
Weise ein lösbares Befestigungsteil ergibt, das zu einem für
die Zwecke der Erfindung geeigneten lösbaren Verschluß führen
kann.
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Somit wird erfindungsgemäß ein lösbares Befestigungsteil
bereitgestellt, das folgendes enthält: eine Vielzahl von
unabhängigen Befestigungselementen (6), die auf einer
Grundfläche (1) angebracht sind und jeweils ein Bündel (4) enthalten,
welches 4 bis 60 Fasern (5) aufweist, welche aus im
wesentlichen einem Punkt der Grundflächenoberfläche (1a) herausragen,
wobei die Fasern (5) in dem Bündel jeweils eine Feinheit von
5 bis 100 den (1 den = 1/9 tex) und einen verdickten Kopf (2)
haben, die Köpfe (2) der Fasern (5) zumindest teilweise durch
Verschmelzen miteinander verbunden sind, dadurch
gekennzeichnet, daß das Faserbündel (4) an der Wurzel verdichtet ist und
sich zum oberen Ende des Bündels hin erweitert.
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Ferner wird erfindungsgemäß ein lösbarer Verschluß vom
Patrize-Matrize-Typ bereitgestellt, der als Patrizenteil das
vorstehende Befestigungsteil enthält.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
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Ein vollständigeres Verständnis der Erfindung und
zahlreicher damit verbundener Vorteile ergibt sich aus der
fol
genden ausführlichen Beschreibung in Verbindung mit der
Zeichnung. Es zeigen:
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Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Beispiels
des erfindungsgemäßen lösbaren Befestigungsteils;
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Fig. 2 eine vergrößerte Seitenansicht zur Darstellung
von Beispielen der Befestigungselemente des erfindungsgemäßen
lösbaren Befestigungsteils;
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Fig. 3 eine Seitenansicht von Bündeln von vorstehenden
Fasern, die auf einer Grundlage vorgesehen sind und jeweils
eine Vorstufe für ein Befestigungselement darstellen;
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Fig. 4 eine Seitenansicht zur Darstellung eines
Beispiels einer Schlinge, die gesammelte Fasern umfaßt und eine
Vorstufe für ein Befestigungselement darstellt;
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Fig. 5 eine Seitenansicht zur Darstellung eines
Beispiels eines Befestigungsteils, wobei mindestens ein Teil der
Paare von Befestigungselementen an ihren verdickten Köpfen
miteinander verschmolzen sind;
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Fig. 6 eine Seitenansicht eines Befestigungsteils mit
einem Paar von Befestigungselementen, wobei jedes der Paare
in solchen Positionen vorgesehen ist, daß sich eine X-Form
bildet und ein Teil der Paare der beiden Bestandteilselemente
an ihren verdickten Kopfteilen miteinander verschmolzen ist;
und
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Fig. 7 eine schematische perspektivische Ansicht eines
Beispiels für eine Vorstufe eines gewebten, lösbaren
Verschlusses, der Schlingen umfaßt, die jeweils ein Faserbündel
umfassen und eine verdrillte Gestalt aufweisen.
Ausführliche Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsformen
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Ausführungsformen des erfindungsgemäßen lösbaren
Befestigungsteils werden unter Bezugnahme auf die Figuren
beschrieben. Gemäß Fig. 1 umfaßt ein lösbares Befestigungsteil
7 eine Grundlage 1, auf deren Oberfläche 1a eine Vielzahl von
unabhängigen Befestigungselementen 6 vorgesehen ist. Wie in
Fig. 2 dargestellt, besteht jedes der Befestigungselemente 6
aus einem Bündel 4 (tragender Teil oder Schaft) aus
vorstehenden Fasern, wobei das Bündel eine Vielzahl von dünnen
einzelnen Fasern 5 umfaßt, die im wesentlichen von einem Punkt
auf der Grundfläche vorstehen, sowie ein Aggregat 3 mit einem
aufgerauhten Umfang, das die verdickten Köpfe 2 umfaßt, die
jeweils am Ende der einzelnen, das Bündel 4 bildenden Fasern
5 ausgebildet sind, wobei mindestens ein Teil der Köpfe zur
Verfestigung miteinander verschmolzen ist.
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Das lösbare Befestigungsteil 7 kann nach einem Verfahren
hergestellt werden, das gemäß Fig. 3 die Formung einer
Vielzahl von Bündeln 9 von vorstehenden Fasern auf der Oberfläche
1a einer Grundlage umfaßt, wobei die Bündel Vorstufen für
Befestigungselemente 6 darstellen. Anschließend werden die
Befestigungselemente 6 durch Verschmelzen des Endteils der
einzelnen Fasern, die das Bündel 9 aus vorstehenden Fasern
darstellen, gebildet. Dieses Verfahren wird nachstehend näher
beschrieben.
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Um ein dünnes, flexibles, lösbares Befestigungsteil mit
ausreichender Einrastkraft zu erhalten, weisen die
vorstehenden einzelnen Fasern 8, die das Bündel 9 von vorstehenden
Fasern darstellen, wobei das Bündel eine Vorstufe für das
Befestigungselement 6 bildet, eine Feinheit von 5 bis 100 den und
vorzugsweise von 10 bis 50 den auf. Bei einer zu geringen
Feinheit weist das erhaltene Befestigungsteil eine schlechte
Elastizität auf und ergibt kaum eine ausreichende
Einrastkraft. Weist andererseits die einzelne Faser 8 einen zu hohen
Feinheitsgrad auf, der ihre Wärmekapazität erhöht, so ergibt
sich eine lange Zeitspanne zum Verschmelzen der Enden des
Bündels 9 aus vorstehenden Fasern, was es schwierig macht,
beim Wärmeschmelzvorgang die Wärmequelle nahe an die
Grundfläche 1a zu bringen, ohne in nachteiliger Weise die Qualität
des fertigen Befestigungsteils zu beeinträchtigen. Als Folge
davon kann keine ausreichend dünne Beschaffenheit des
lösbaren Befestigungsteils 7 erreicht werden, wodurch sich ein
grobes Griffgefühl bei fehlender Flexibilität ergibt.
Erfindungsgemäß weisen die vorstehenden einzelnen Fasern 8 eine
wesentlich geringere Feinheit als die einzelnen Fasern auf,
die für bekannte lösbare Befestigungsteile vom Homotyp
verwendet werden und eine Feinheit von 250 bis 1300 den
besitzen. Die vorstehend genannte Schwierigkeit bei der
Wärmeverschmelzung wird daher beseitigt. Demgemäß läßt sich die
er
findungsgemäß gestellte Aufgabe zur Bereitstellung eines
dünnen und flexiblen Befestigungsteils lösen.
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Es ist erwünscht, daß das erfindungsgemäß verwendete
Bündel 9 von vorstehenden Fasern eine Gesamtfeinheit von 50
bis 300 den und vorzugsweise von 150 bis 250 den aufweist.
Eine Abweichung vom vorgenannten Bereich ist aus den gleichen
Gründen, wie sie vorstehend für die Feinheit der Einzelfasern
angegeben werden, nicht bevorzugt.
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Ferner ist es erwünscht, daß die Anzahl von vorstehenden
einzelnen Fasern 8, die das Bündel 9 von vorstehenden Fasern
bilden, im Bereich von 4 bis 60 und insbesondere im Bereich
von 7 bis 20 liegt. Ist die Anzahl zu groß oder zu gering, so
wird das gebildete Bündel 9 zu dünn oder zu dick, was zu
einer schlechten Einrastkraft oder zur Herbeiführung einer
nachteiligen Wirkung auf die Grundlage, die durch den
Wärmeschmelzvorgang herbeigeführt wird, sowie zu einem groben
Griffgefühl führt, ähnlich wie in den Fällen, bei denen vom
vorerwähnten Bereich für die Feinheit des Bündels 9 der
vorstehenden Fasern oder für die Feinheit der vorstehenden
einzelnen Fasern 8 abgewichen wird.
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Zusammenfassend ist es im Hinblick auf das Ziel, das
gewünschte, dünne, flexible, lösbare Befestigungsteil der
Erfindung bereitzustellen, besonders erwünscht, das Bündel 9
aus Fasern mit einer Gesamtfeinheit von 150 bis 250 den unter
Anordnung von 7 bis 20 Stücken der vorstehenden Fasern 8 mit
einer Feinheit von jeweils 10 bis 35 den zu bilden.
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Daneben ist es erwünscht, die Dichte der
Befestigungselemente 6, d. h. die Dichte des Vorläuferbündels 9 aus
vorstehenden Fasern, auf der Grundfläche 1a auf einen Wert von
50 bis 200 Stück/cm² und vorzugsweise von 80 bis 160
Stück/cm² einzustellen. Wenn die Dichte zu gering ist, läßt
sich eine ausreichende Einrastkraft nicht erzielen und das
lösbare Befestigungsteil zeigt ein grobes
Oberflächengriffgefühl. Ist andererseits die Dichte zu groß, was den Abstand
zwischen benachbarten Befestigungselementen 6 verringert, so
wird es schwierig, bei Verwendung des Befestigungsteils als
Patrize, Schlingen eines Matrizen-Befestigungsteils in die
Zwischenräume zwischen den Befestigungselementen 6
einzufüh
ren, so daß eine ausreichende Einrastkraft nicht erreicht
wird.
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Die vorstehenden Fasern 8, die das Bündel 9 aus
vorstehenden Fasern bilden, umfassen im Hinblick auf die
Schmelzbarkeit unter Wärmeeinwirkung bei der Herstellung des
Befestigungsteils vorzugsweise ein thermoplastisches Kunstharz,
wie Polyethylen, Polypropylen, Nylon oder Polyester.
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Hinsichtlich des Materials und des Typs für die
Grundlage 1, auf der sich das Bündel 9 aus vorstehenden Fasern
befindet, gibt es keine speziellen Beschränkungen. Es können
gewebte oder gewirkte Stoffe aus Polypropylen-, Nylon- oder
Polyesterfasern sowie einschichtige oder mehrschichtige
Strukturen aus Harzen verwendet werden. Auch elastische
Grundlagen können verwendet werden, da das erfindungsgemäße
Befestigungsteil 7 nicht dem wechselseitigen Einsetztyp
entspricht, der eine gute Einrastkraft nur dann aufrechterhalten
kann, wenn die Abstände zwischen benachbarten
Befestigungselementen konstant gehalten werden.
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Das Bündel 9 aus vorstehenden Fasern (Fig. 3) als
Vorstufe für das Befestigungselement 6 wird beispielsweise nach
einem Verfahren gebildet, das die Bildung von Schlingen 10
aus gesammelten Fasern auf einer Oberfläche 1a einer
Grundlage 1, wie in Fig. 4 dargestellt, umfaßt, indem man die
bekannte Web- oder Wirktechnik anwendet und anschließend die
Schlingen 10 mit einer Schneidemaschine an einer Position (z.
B. der durch das Bezugszeichen 80 in Fig. 4 dargestellten
Position) entsprechend der vorgesehenen Dicke des gebildeten
lösbaren Befestigungsteils abschneidet.
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Ferner ist es möglich, ein Verfahren anzuwenden, das
(obgleich nicht dargestellt) die Verbindung von 2 Schichten
von Grundlagen über Verbindungsflor und das anschließende
Zerschneiden des erhaltenen Doppelplüschgewebes in zwei
Florgewebe umfaßt. Auch die Beflockungstechnik ist zur Bildung
des Bündels 9 aus vorstehenden Fasern anwendbar. Selbst bei
Halbteilung oder Flockung, wobei bei diesem Vorgang die
vorgesehene Höhe eingehalten wird, ist es häufig wünschenswert,
eine zusätzliche Schneidebehandlung durchzuführen, um die
Höhe gleichmäßig zu machen und um ein gutes Griffgefühl für
die menschliche Haut zu erreichen. Die Schneidebehandlung
kann dabei weggelassen werden. Für die Schneidebehandlung
kann eine Schneidemaschine verwendet werden, wie sie im
allgemeinen für das Aufrauhen von Wollgewebe verwendet wird, die
aus einem Spiralschneider und einem Untermesser besteht.
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Die Bündel 9 aus vorstehenden Fasern oder die
Befestigungselemente 6, insbesondere deren Schäfte 4, müssen nicht
unbedingt in senkrechter Richtung von der Grundoberfläche
vorstehen. Eine schräge Anordnung der Befestigungselemente 6
an der Grundfläche erschwert es, die Schlingen einer einmal
eingerasteten Matrizenfläche wieder zu lösen, wodurch die
Einrastkraft zwischen dem lösbaren Befestigungsteil und einer
Matrizenfläche erhöht wird.
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Zur Verdickung des Endteils der vorstehenden Fasern 8,
die das Bündel 9 aus vorstehenden Fasern bilden, und zur
gleichzeitigen, mindestens teilweisen Verfestigung der
verdickten Köpfe 2 unter Bildung des Befestigungselements 6, ist
es am günstigsten, einen Wärmeschmelzvorgang durchzuführen,
der in leichter und einfacher Weise zur Lösung der
erfindungsgemäßen Aufgabe führt und eine effiziente Produktion
gewährleistet.
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Bei diesem Wärmeschmelzvorgang wird die Grundlage 1, die
mit vorstehenden Bündeln 9 von Fasern versehen ist,
vorgeschoben und von der Seite der Bündel her erwärmt. Dabei
werden die Endteile der einzelnen vorstehenden Fasern 8
geschmolzen, wodurch es zu einer Verdickung und ferner zu einer
Verfestigung durch ein mindestens teilweises Verschmelzen der
verdickten Köpfe 2 untereinander kommt. Die Erwärmung kann
mit einer Hochtemperatur-Heizplatte oder
Hochtemperatur-Gasflamme durchgeführt werden, wobei die letztgenannte
Vorrichtung bevorzugt wird, da sie wirksamer ist und eine
Wärmedeformation der Grundlage 1 auf ein Minimum beschränkt. Die
verdickten Köpfe 2 können eine beliebige gewünschte Größe
aufweisen, wobei sie aber beispielsweise eine nahezu
kugelförmige Gestalt besitzen und der Durchmesser der Kügelchen im
Hinblick auf die erzielte Einrastkraft vorzugsweise das 1,1-
bis 3-fache der Feinheit der vorstehenden Fasern 8 beträgt.
Liegt der Durchmesser unter diesem Bereich, so neigen die
da
mit in Eingriff stehenden Schlingen zum Ausrasten. Übersteigt
der Durchmesser diesen Bereich, so bestehen einige
Schwierigkeiten zum Einrasten der Schlingen, wodurch die Einrastkraft
tendentiell abnimmt.
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Erfindungsgemäß bestehen die Bündel 9 aus vorstehenden
Fasern unter Bildung der vorstehend beschriebenen
Befestigungselemente aus dünnen vorstehenden Fasern 8, die im
Vergleich zu dicken Fasern eine geringere Wärmekapazität
aufweisen. Infolgedessen erfordert das Schmelzen des Endteils der
Fasern eine kürzere Zeitspanne bzw. der Schmelzvorgang kann
bei Anwendung einer Hochtemperatur-Gasflamme fast momentan
erfolgen. Somit wird es möglich, nur den Endteil der
vorstehenden Fasern 8 lokal zu erwärmen, was einen durch den
Erwärmungsvorgang hervorgerufenen nachteiligen Einfluß auf die
Grundlage 1 auf ein Minimum beschränkt, wodurch sich der
dünne, flexible, lösbare Verschluß zur Lösung der ersten
erfindungsgemäßen Aufgabe erhalten läßt. Für die Herstellung
von Befestigungselementen können neben einem
Wärmeschmelzvorgang auch die Lösung mit einem Lösungsmittel, die Bildung und
gleichzeitige Verfestigung der verdickten Köpfe mit einem
Harz (Harzerwärmungsverfahren) oder ähnliche Verfahren
angewandt werden.
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Hinsichtlich der Dicke des erfindungsgemäßen lösbaren
Befestigungsteils 7 gibt es wie im Fall von herkömmlichen
Befestigungsteilen in bezug auf die Obergrenze keine speziellen
Beschränkungen. Die Dicke (einschließlich der Grundlage 1 und
der Befestigungselemente 6) kann somit im allgemeinen etwa
1,5 mm betragen. Bezüglich der Untergrenze kann die Dicke des
erfindungsgemäßen lösbaren Befestigungsteils 7 einen geringen
Wert von 0,3 mm aufweisen, was bevorzugt wird. Eine zu große
Dicke führt möglicherweise nicht zur Erzielung einer
ausreichenden Einrastkraft, während bei einer zu geringen Dicke die
Grundlage 1 während des Wärmeschmelzvorgangs des Endteils der
Bündel 9 der vorstehenden Fasern einer Wärmedeformation
unterliegt.
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Erfindungsgemäß bedeutet der Ausdruck, daß "die
verdickten Köpfe zumindest teilweise durch Verschmelzen miteinander
verbunden sind", nicht notwendigerweise einen Zustand, bei
dem die verdickten Köpfe 2 der vorstehenden Fasern 5 des
Befestigungselements 6 einstückig miteinander verschmolzen
sind. Vielmehr bedeutet dieser Ausdruck, daß das gebildete
Befestigungselement so verbunden ist, daß es zusammen mit
Schlingen einer Matrizenfläche eine ausreichende Einrastkraft
ergibt. Dies bedeutet, daß der Ausdruck folgendes umfaßt:
einen Zustand, bei dem in einem Befestigungselement ein Teil
(mindestens einer) der verdickten Köpfe der einzelnen Fasern
5 nicht mit einem Aggregat 3, das den restlichen Hauptteil
der einzelnen Fasern 5 mit ihren verdickten Köpfen enthält,
einstückig miteinander verschmolzen ist; einen Zustand, der
mehrere kleine getrennte Aggregate mit einem Gehalt an
vorstehenden Fasern, bei denen sämtliche verdickten Köpfe
einstückig miteinander verschmolzen sind; sowie Kombinationen
der vorgenannten Zustände. Der Grad des einstückigen
Verschmelzens der verdickten Köpfe 2 ist vorzugsweise so
beschaffen, daß das erhaltene Aggregat 3, das diese verdickten
Köpfe enthält, ein aufgerauhtes Profil, das von den einzelnen
verdickten Köpfen stammt, aufrechterhält, und somit die
einzelnen verdickten Köpfe im Aggregat 3 sichtbar sind, und
zwar im Hinblick auf die erzielte Einrastkraft. In diesem
Fall erschwert es das aufgerauhte Profil den bereits
eingerasteten Schlingen, wieder auszurasten, was die Einrastkraft
erhöht.
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Die Dicke kann wunschgemäß innerhalb des vorstehenden
Bereichs gewählt werden, indem man den Typ einer Grundlage 1,
die Eigenschaften, z. B. Material und Dicke, der vorstehenden
Fasern 8, die das Bündel 9 von vorstehenden Fasern bilden,
das Schneiden der Bündel von vorstehenden Fasern, die
Erwärmungsbedingungen des Endteils der Bündel von gesammelten
vorstehenden Fasern und ähnliche Bedingungen entsprechend wählt.
Erfindungsgemäß kann auch die Härte des Befestigungselements
6 der lösbaren Befestigungskomponente 7 durch entsprechendes
Festsetzen der vorstehenden Bedingungen eingestellt werden.
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Das erfindungsgemäße lösbare Befestigungsteil 7 nimmt
gelegentlich dann, wenn die Befestigungsteile nach dem
vorstehenden Verfahren gebildet werden, eine Form an, bei der,
wie in Fig. 2 dargestellt ist, die stützenden Teile oder
Schäfte 4 (Bündel von vorstehenden Fasern) zum Stützen der
Aggregate 3 aus verdickten Kopfteilen am Wurzelteil
verdichtet sind und sich nach oben erweitern. Diese Struktur ist
bevorzugt, da bereits eingerastete Schlingen dann kaum wieder
ausrasten. Mit anderen Worten, das Befestigungselement 6
nimmt in diesem Fall eine Gestalt an, bei der der Schaft bei
Betrachtung von der Seite eine ähnliche Form wie ein
Rasierpinsel aufweist, wobei das Bündel zum Wurzelteil hin enger
oder dichter wird und sich in Richtung nach oben erweitert.
Das gesamte Element zeigt bei Betrachtung des Aggregats 3 von
oben eine traubenähnliche Form.
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Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des
erfindungsgemäßen lösbaren Befestigungsteils 7 umfaßt
Befestigungselemente, die jeweils einzelne Fasern 5 mit verdickten Köpfen 2
aufweisen, die eine ungleichmäßige Gestalt, z. B. in bezug
auf Größe und in bezug auf die Höhe von der Grundfläche (z.
B. 1a), aufweisen. In diesem Fall weisen die
Befestigungselemente 6, die auf der gleichen Grundlage vorgesehen sind,
Aggregate 3 auf, die am Endteil der Schäfte 4 ausgebildet sind
und eine Traubenform aufweisen, wobei die Aggregate 3 in
bezug auf Gestalt, die Höhe von der Grundfläche 1a und/oder in
ihrer relativen Neigungsrichtung zur Grundfläche 1a sich
voneinander unterscheiden.
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Ferner können erfindungsgemäß Paare 12 eines
Befestigungselements 6 vorgesehen sein, wobei die benachbarten
Befestigungselemente 6 nahe aneinander positioniert sind (vergl.
Fig. 1), was die Anzahl der Möglichkeiten erhöht, mit denen
diese Befestigungselemente in eine Schlinge einer Matrizen-
Oberfläche einrasten können, was die Einrastkraft erhöht. In
diesem Fall kann durch Bildung der Befestigungselemente aus
Schlingen 10 von Fasern gemäß der vorstehend beschriebenen
Web- oder Wirktechnik ein Paar der Bündel 9, 9 von
vorstehenden Fasern, die aus der gleichen Schlinge stammen, ergeben,
d. h. ein Paar von 2 Befestigungselementen 6, 6, die nahe
aneinander angeordnet sind, da der Abstand zwischen den
Fußteilen 11, 11 einer Schlinge 10, wie beispielsweise in Fig. 3
oder Fig. 4 dargestellt ist, im allgemeinen geringer als
zwischen einer Schlinge und der benachbarten Schlinge ist, wenn
die Dichte der Elemente im erfindungsgemäß bevorzugten
Bereich liegt. Die Paare 12 können durch Halbieren eines
Doppelplüschgewebes oder durch Beflocken gebildet werden.
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Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung umfaßt die gleichen Paare 12 gemäß den vorstehenden
Ausführungen, wobei bei einem Teil der Paare die beiden
unabhängigen Befestigungselemente 6, 6, die ein Paar bilden,
gemäß der Darstellung durch das Paar 13 in Fig. 5 verbunden
sind, indem man die verdickten Köpfe 2 von mindestens jeweils
einer der einzelnen Fasern, die die beiden
Befestigungselemente 6 bilden, miteinander verschmilzt. Bei einem derartigen
Befestigungsteil stützen sich die beiden
Befestigungselemente, die ein Paar bilden, gegenseitig, so daß sie gegen ein
Umfallen aufgrund einer von außen ausgeübten Kraft durch
Bügeln oder ähnliche Verfahren beständiger sind und eine
größere Einrastkraft aufweisen.
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Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung umfaßt ebenfalls Paare von Befestigungselementen 6,
6, von denen mindestens ein Teil so angeordnet ist, daß die
beiden Elemente des Paars eine X-Form annehmen, wie durch das
Paar 12 in Fig. 6 dargestellt ist. Eine weitere bevorzugte
Ausführungsform der Erfindung umfaßt Paare von
Befestigungselementen, wobei bei mindestens einem Teil der Paare die
beiden Befestigungselemente eine X-Form bilden, wobei ihre
verdickten Köpfe miteinander verschmolzen sind, wie durch das
Paar 13 in Fig. 6 dargestellt ist. Die Schlingen 10 von
gesammelten Fasern, die durch eine Web- oder Wirktechnik
gebildet worden sind, weisen im allgemeinen eine verdrillte
Gestalt auf, wie an einer Vorstufe 14 für eine lösbare
Befestigungskomponente in der perspektivischen Ansicht von Fig. 7
dargestellt ist. Bei jeder dieser Schlingen 10 kann ein Paar
von Schenkeln 11, 11 zu einem Paar von Bündeln 9, 9 aus
vorstehenden Fasern verarbeitet werden, wonach daraus ein Paar
12 von Befestigungselementen 6, 6 gebildet werden kann, die
sich bei seitlicher Betrachtung unter Bildung einer X-Form
kreuzen. In diesem Fall ist die Position (Höhe von der
Grundfläche) 80 des Schnittes der Schlinge 10 höher als der
Kreuzungspunkt der X-förmigen Befestigungselemente. Diese
X-för
migen Ausführungsformen, bei denen die Befestigungselemente
in entgegengesetzten Richtungen geneigt sind, ergibt eine
hohe Löse-Einrast-Kraft und ergibt außerdem hohe
Scher-Einrast-Kräfte in den beiden entgegengesetzten Richtungen 90
entlang der Länge des lösbaren Befestigungsteils 7, wie
beispielsweise in Fig. 6 dargestellt ist, so daß allgemein eine
bandartige Form entsteht. Bei diesem Typ mit
Befestigungselementen aus Paaren, die gegeneinander in entgegengesetzten
Richtungen geneigt sind, ergibt sich eine hohe Einrastkraft,
da die Anzahl an Möglichkeiten für Einrastungen zunimmt,
selbst wenn die Öffnungsrichtungen von Schlingen der
Matrizen-Oberfläche unterschiedlich sind. Ferner weisen dann, wenn
ein Teil dieser Paare mit Befestigungselementen durch
Schmelzen miteinander verbunden ist, die Paare 13 mit
verschmolzenen Befestigungselementen eine Beständigkeit gegen Kräfte von
außen zum Lösen der Schlinge aus einer Matrizen-Oberfläche,
die bereits in Eingriff mit einem dieser Elemente gekommen
ist, auf, was die Einrastkraft erhöht. Wie vorstehend
ausgeführt, ist das lösbare Befestigungsteil, das Paare von
Befestigungselementen oder Paare, die teilweise durch
Verschmelzen der verdickten Kopfteile der beiden paarbildenden
Elemente miteinander verbunden sind, aufweist, wobei diese
Struktur die Einrastkraft erhöht, immer noch dünn und
flexibel, da die Befestigungselemente aus dünnen Fasern gebildet
sind.
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Die folgenden Ausführungsformen fallen ebenfalls unter
den Schutzumfang der vorliegenden Erfindung. So können
erfindungsgemäß zwischen einer Vielzahl von Bündeln 9 von
vorstehenden Fasern und/oder in den Bündeln 9 andere Einzelfasern
von unterschiedlicher Feinheit und/oder aus unterschiedlichem
Material eingemischt werden. Diese einzelnen Fasern können
nicht nur gerade und von kreisförmigem Querschnitt sein,
sondern es kann sich auch um unregelmäßige Querschnittformen,
gekräuselte Fasern, Spiralfasern oder dergl., jeweils einzeln
oder in Kombination miteinander, handeln. Fasern mit
unregelmäßigem Querschnitt erhöhen die Färbbarkeit (dunkle Färbung,
Mattierungswirkung) und die Elastizität, während gekräuselte
Fasern oder Spiralfasern den Griff des lösbaren
Befestigungs
teils und die Elastizität des Befestigungselements
verbessern. Das Bündel 9 aus vorstehenden Fasern kann einmal
verdrillt sein. Die Befestigungselemente 6 können auf beiden
Oberflächen 1a und 1b einer Grundlage vorgesehen sein. Für
diesen Typ beträgt die Gesamtdicke vorzugsweise etwa 0,4 bis
etwa 2 mm. Die Dichte der Befestigungselemente 6 muß nicht
notwendigerweise auf der gesamten Oberfläche eines lösbaren
Befestigungsteils 7 gleichmäßig sein und kann von einer
Oberfläche (z. B. 1a) zur anderen Oberfläche (z. B. 1b) einer
Grundlage unterschiedlich sein oder kann sich innerhalb einer
einzigen Oberfläche einer Grundlage unterscheiden. Ferner
kann bei den erfindungsgemäßen und gemäß der vorstehenden
Web- oder Wirktechnik hergestellten lösbaren
Befestigungskomponenten 7 die Grundlage mit einer Verstärkung, die
Polyurethan oder ähnliche Harze umfaßt, versehen sein, um die
Befestigungselemente 6 an der Grundlage 1 zu fixieren, wodurch
verhindert wird, daß die Befestigungselemente von der
Grundlage 1 abfallen oder sich die Grundlage 1 von der
Schnittkante aus lockert. Die Verstärkung erhöht somit die
Dauerhaftigkeit. In diesem Fall kann das Verstärkungsmaterial auch am
Schaftteil 4, z. B. am Wurzelteil des Schaftteils, der
Befestigungselemente haften.
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Nachstehend werden die Merkmale des erfindungsgemäßen
lösbaren Befestigungsteils mit einer der vorstehenden
Strukturen zusammengestellt.
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(1) Beim Erwärmen der Bündel 9 aus vorstehenden Fasern
unter Bildung von Befestigungselementen 6 verkürzt die
Verwendung von dünnen vorstehenden Fasern 8 zur Bildung der
Bündel 9 die Erwärmungszeit. Infolgedessen kann die Erwärmung
mit einer nahe an der Grundlage 1 angeordneten Wärmequelle
durchgeführt werden, wodurch das gebildete lösbare
Befestigungsteil 7 dünn und flexibel wird.
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(2) Wenn das lösbare Befestigungsteil durch eine Web-
oder Wirktechnik gebildet worden ist, kann aufgrund der
Tatsache, daß die einzelnen Fasern, die die Befestigungselemente
bilden und in eine gewebte oder gewirkte Grundlage eingesetzt
sind, dünn sind, die Grundlage selbst sowie das gesamte
lösbare Befestigungselement weich ausgebildet werden.
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(3) Die Schäfte 4 der Befestigungselemente umfassen
dünne einzelne Fasern 5. Somit weisen die Endteile der
Befestigungselemente, deren Aggregate 3 von gesammelten
verdickten Köpfen durch Verschmelzen gebildet worden sind, ein
aufgerauhtes, aber immer noch glattes Profil auf. Das lösbare
Befestigungsteil 7 weist somit einen weichen und glatten
Griff auf und ergibt für die menschliche Haut ein angenehmes
Gefühl.
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(4) Obgleich dünne einzelne Fasern 5 zur Bildung der
einzelnen Befestigungselemente 6 verwendet werden, sind diese
Fasern an ihren Endteilen einstückig miteinander
verschmolzen. Infolgedessen weist das lösbare Befestigungsteil 7 eine
hohe Einrastkraft auf, da die einzelnen Fasern 5 in Form
eines Bündels zu einer Widerstandskraft gegen eine von außen
ausgeübte Zugkraft zum Lösen des lösbaren Befestigungsteils 7
beitragen. Dies führt zu einer hohen Einrastkraft, die bei
den Ausführungsformen noch höher wird, bei denen Paare der
Befestigungselemente durch Verschmelzen an ihren verdickten
Endteilen miteinander verbunden sind. Ferner leisten die
Befestigungselemente, die jeweils derartige dünne einzelne
Fasern umfassen, einen elastischen Widerstand gegen eine auf
die Oberfläche ausgeübte Druckkraft, so daß die lösbare
Befestigungskomponente einen weichen Griff aufweist.
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(5) Wenn Nylon- oder Polyesterfasern, die verschiedene
Vorteile als Materialien für lösbare Verschlüsse aufweisen,
zur Verwendung von herkömmlichen pilzartigen
Befestigungselementen mit Monofilamenten verwendet werden, bilden sie
verdickte Köpfe mit einer kugelförmigen Gestalt, bei der die
Tendenz besteht, daß sie sich aus den Schlingen einer
Matrizen-Oberfläche lösen, so daß nicht zu erwarten ist, daß sie
eine hohe Einrastkraft ausüben, wie sie bei Polyolefinen
gegeben ist. Erfindungsgemäß ergeben jedoch Nylon- oder
Polyesterfasern ein lösbares Befestigungsteil mit hoher
Einrastkraft, da es Bündel umfaßt, die jeweils dünne Fasern
umfassen, deren verdickte Köpfe 2 miteinander unter Bildung eines
Aggregats 3 mit traubenförmiger Gestalt und aufgerauhtem
Umfang verschmolzen sind, was ein Entweichen aus den Schlingen
erschwert. Diese Tatsache ermöglicht es, erfindungsgemäß
ver
schiedene Materialien als einzelne Fasern für die
Befestigungselemente auszuwählen und einzusetzen.
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(6) Der Schaft 4 der einzelnen Befestigungselemente
weist eine Gestalt auf, die am Wurzelteil verdichtet ist und
sich zum Ende hin erweitert, wodurch sich ein Widerstand
gegen ein Lösen aus einer Schlinge, die bereits eingerastet
ist, ergibt, was die Einrastkraft erhöht. Ferner ergibt sich
eine noch höhere Einrastkraft, wenn jeweils ein
Befestigungselement aus einer Mehrzahl von Befestigungselementen ein
Bündel von einzelnen Fasern mit verdickten Köpfen 2 enthält,
wobei die Fasern in bezug auf Gestalt und Höhe von der
Grundfläche jeweils ungleichmäßig sind, so daß die Vielzahl der
Befestigungselemente selbst ebenfalls verdickte Kopfteile
(Aggregate) mit unterschiedlicher Gestalt und Höhe von der
Grundfläche aus aufweisen. Eine derartige Struktur ermöglicht
ein leichtes Einrasten selbst mit Schlingen- oder
Floranordnungen eines Gegenstücks mit Matrizen-Oberfläche, die
ungleichmäßige Positionen oder Größen der Öffnungen aufweist.
Ferner erhöhen Paare von Befestigungselementen die Anzahl der
Einrastmöglichkeiten in Schlingen der Matrizen-Oberfläche,
wodurch sich die Einrastkraft erhöht.
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(7) Bei Paaren von Befestigungselementen, die sich
untereinander unter Bildung einer X-Form schneiden, kann das
gebildete lösbare Befestigungsteil in wirksamer Weise in eine
Matrizen-Oberfläche mit Schlingenöffnungen in
unterschiedlichen Richtungen einrasten und sich nach erfolgtem Einrasten
nur schwer aus den Schlingen lösen, wodurch sich eine hohe
Abzieh-Einrast-Kraft und eine hohe Scher-Einrast-Kraft
ergeben.
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(8) Das Ende der jeweiligen Befestigungselemente umfaßt
ein Aggregat 3 aus verdickten Köpfen mit einer Vielzahl von
einzelnen Fasern. Somit ist das verdickte Kopfteil nach
Einrasten in Schlingen nur schwer abzuziehen, wodurch das
lösbare Befestigungsteil wiederholte Anwendungen aushält.
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Die vorstehenden Ausführungen über den Aufbau des
lösbaren Befestigungsteils und des lösbaren Verschlusses der
vorliegenden Erfindung lösen im wesentlichen die erfindungsgemäß
gestellten Aufgaben. Nachstehend findet sich ein
Versuchsbei
spiel für den lösbaren Verschluß und die lösbare
Befestigungskomponente der vorliegenden Erfindung.
Versuchsbeispiel
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Ein Nylongarn mit 110 den/30 Filamente (nachstehend wird
dieser Garntyp als "110 d/30 f" bezeichnet) und ein Nylongarn
von 210 d/20f wurden als Kette und Schuß bzw. Schlingen
verwendet. Die Schlingen wurden auf einer Oberfläche des
Grundgewebes in einer Dichte von 60 Stück/cm² gewebt und sodann zu
einer Gesamtdicke einschließlich der Grundlage von 1,2 mm
geschoren, wodurch Bündel von vorstehenden Fasern mit einer
Dichte von 120 Stück/cm² entstanden. Mit einer
Hochtemperatur-Gasflamme wurden verdickte Köpfe am Ende der einzelnen
Fasern gebildet. Gleichzeitig wurden die verdickten Köpfe
miteinander einstückig verschmolzen. Ein Verstärkungsmaterial
wurde auf eine Oberfläche gegenüber der Seite des
Befestigungselements der Grundlage aufgebracht. Das erhaltene
lösbare Befestigungsteil wurde in bezug auf verschiedene
Eigenschaften und das Einrastverhalten getestet. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 1 zusammengestellt.
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Als Matrizen-Oberfläche wurde ein herkömmlicherweise
verwendeter aufgerauhter Trikotstoff aus 75 d/24
f-Polyestergarn gewählt. Die Einrastkraft wurde gemäß JIS L3416
(lösbarer Verschluß) gemessen. Die Ausdrücke "Einrastkraft",
"Abzieh-Einrast-Kraft" und "Scher-Einrast-Kraft", die hier
verwendet werden, entsprechen den in JIS verwendeten
Ausdrücken "Bindungsfestigkeit", "Abziehfestigkeit" und
"Zugscherfestigkeit".
Tabelle 1
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*: Polypropylen
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Anmerkungen : hervorragend; O: gut; x: schlecht;
xx: sehr schlecht
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Die gemäß diesem Versuchsbeispiel erhaltene
erfindungsgemäße lösbare Befestigungskomponente wies eine geringe Dicke
von 0,8 mm auf, zeigte eine ausreichende Einrastkraft und
besaß einen weichen Griff, wobei die Befestigungselemente
flexibel waren. Dagegen wies die Kontrolle (a), bei der die
Befestigungselemente jeweils ein passend geformtes Polyester-
Monofilament (120 den/0,11 mm ) mit einem durch Erwärmen
gebildeten verdickten Kopf umfaßten, eine geringe
Einrastkraft und insbesondere eine geringe Abzieh-Einrast-Kraft auf.
Diese Kontrolle, bei der dicke Monofilamente verwendet
wurden, wies grobe und steife Befestigungselemente auf. Die
Grundlage wurde steif und unterlag einer geringfügigen
Wärmedeformation. Die Kontrolle (b), die Häkchen aufwies, die
durch Zerschneiden von Schlingen, die die gleichen
Monofilamente wie in (a) umfaßten, mit einer Clipper-Vorrichtung
gebildet worden waren, konnte nicht dünner als der angegebene
Wert ausgebildet werden und wies einige Schwierigkeiten in
bezug auf Flexibilität und Griff auf. Die Kontrolle (c) mit
Befestigungselementen, die jeweils ein dickes (300 den)
Polypropylen-Monofilament mit einem durch Erwärmen gebildeten
verdickten Kopf aufwiesen, zeigte Schwierigkeiten in bezug
auf Weichheit und Griff und besaß nicht die geringe Dicke von
1,2 mm. Die Grundlage zeigte eine Wärmeverformung und konnte
nicht dünner als der angegebene Wert gemacht werden.
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Getrennt davon wurde ein Test durchgeführt, bei dem zwei
Stücke der erfindungsgemäßen lösbaren Befestigungsteile
miteinander in der Art eines lösbaren Verschlusses vom Homotyp
verbunden wurden. Die erzielte Abzieh-Einrast-Kraft und
Scher-Einrast-Kraft waren sehr gering und lagen unterhalb der
Meßgrenzen.
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Offensichtlich sind im Rahmen der vorstehenden Lehre
zahlreiche Modifikationen und Variationen der vorliegenden
Erfindung möglich. Es ist daher darauf hinzuweisen, daß die
Erfindung im Rahmen des Umfangs der beigefügten Ansprüche
auch in einer Weise realisiert werden kann, die von den hier
speziell beschriebenen Ausführungsformen abweicht.