DE69409802T2 - Kolonnenboden vergrösserter Kapazität mit mehreren Ablaufvorrichtungen - Google Patents

Kolonnenboden vergrösserter Kapazität mit mehreren Ablaufvorrichtungen

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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/14Fractional distillation or use of a fractionation or rectification column
    • B01D3/16Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid
    • B01D3/18Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid with horizontal bubble plates
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    • B01D3/16Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid
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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

    Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft die Gestaltung und Konstruktion einer Dampf-Flüssigkeits- Kontaktvorrichtung mit hoher Leistung, wie beispielsweise eine Vorrichtung, die in Kolonnen für fraktionierte Destillation verwendet wird, um Trennungen flüchtiger chemischer Verbindungen zu bewirken, die gewöhnlich als Böden für fraktionierte Destillation oder Kontaktböden bezeichnet werden.
  • Hintergrund
  • Böden für fraktionierte Destillation werden in großem Umfang in der kohlenwasserstoffverarbeitenden, der chemischen und der petrochemischen Industrie eingesetzt. Demnach wurde eine große Menge an Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie kreativem Denken verbesserten Böden für fraktionierte Destillation gewidmet.
  • Die meisten Böden haben runde Perforationen, die gleichmäßig über die Kontaktfläche (Bodenfläche) des Bodens verteilt sind. Diese gestatten es, daß der aufsteigende Dampf gerade aufwärts von der Oberfläche des Bodens aus strömt. Eine kleine Teilmenge von Böden für fraktionierte Destillation benutzt mechanische Einrichtungen, um den Dampf in einer speziellen Richtung zu lenken, während er aufwärts durch die Kontaktfläche des Bodens geht. Ein Beispiel hierfür ist in der US-A-3 045 989 vorgesehen. Diese Literaturstelle zeigt Perforationen, die schlitzartig ausgebildet als ein Mittel angesehen werden können, um aufsteigenden Dampf dazu zu benutzen, den horizontalen Flüssigkeitsfluß je nach speziellen Ausführungsformen in verschiedenen Richtungen zu lenken. In Fig. 4A sind die Schlitze in diametral entgegengesetzten Richtungen ausgerichtet, um das Konvergieren des Flüssigkeitsstromes an einer Auslaßablaufvorrichtung 118' zu fördern.
  • Die US-A-3 550 916 zeigt schlitzartige Öffnungen auf der aktiven Oberfläche eines Fraktionierbodens, die so ausgerichtet sind, daß sie aufsteigenden Dampfstrom in der Richtung der mit dem Boden verbundenen Auslaßablaufvorrichtung lenken. Die US-A-4 065 552 zeigt eine andere Anordnung für Fraktionierböden, bei denen Schlitze in der Bodenfläche vorgesehen sind, um die Richtung von Gasen, die aus den Schlitzen austreten, zu lenken und dabei Flüssigkeitsfluß in erwünschtem Muster über den Boden zu richten. In diesem Fall fließt die Flüssigkeit alternierend in zentrifugaler und zentripedaler Weise. Ein Ziel der Erfindung ist es, eine gleichmäßige Verteilung von Flüssigkeit über der Kontaktplatte zu gewährleisten.
  • Die US-A-3 282 576 lehrt, wie beispielhalber in Spalte 5 dargestellt, daß Schlitze über die Oberfläche eines Querstromsiebbodens angeordnet werden können, um den Flüssigkeitsstrom über den Boden ohne Zuhilfenahme von Flüssigkeitsgradienten zu fördern. Die schubkraftlenkenden Öffnungen der Schlitze sind in parallelen Reihen angeordnet und blicken allgemein zu dem Flüssig keitsauslaß des Bodens. Die US-A-3 417 975 lehrt eine andere Variante in der Fraktionierbodengestaltung, bei welcher der Bodenflächenabschnitt des Bodens sowohl runde Perforationen als auch flußlenkende Schlitze umfaßt. Die in Fig. 1 dieser Druckschrift und in Fig. 3 der oben zitierten US-A-3 282 576 gezeigten Schlitze sind ähnlicher Natur wie jene, die bei der vorliegenden Erfindung verwendet werden können. In der Vorrichtung der US-A-3 419 975 sind die flußlenkenden Schlitze ungleichmäßig über die Bodenfläche beabstandet, um eine höhere Konzentrierung der Schlitze nahe dem Umfang des Bodens zu bekommen.
  • Die US-A-3 759 498 lehrt eine andere Fraktionierbodenanordnung, bei der sowohl runde Perforationen als auch dampfienkende Schlitze verwendet werden. Die Anordnung der Schlitze ist so beabsichtigt, daß die Flüssigkeitsgeschwindigkeit in den Umfangsabschnitten des Bodens erhöht wird, welche nicht auf einem direkten Fließweg zwischen dem Einlaß und den Auslaßablaufvorrichtungen liegen. Die Ausrichtung der Schlitze lenkt Flüssigkeit in diese sonst stagnierende Fläche und entfernt Flüssigkeit daraus und fördert so die Gesamtwirksamkeit des Bodens. Es ist festzustellen, daß dieser Boden wie die obenzitierten Böden keinen Boden mit mehreren Ablaufvorrichtungen umfaßt, der relativ eng beabstandete Ablaufvorrichtungen hat, welche nicht durch ungleichmäßige Fließbilder beeinträchtigt werden.
  • Die US-A-4 101 610 zeigt einen Querstrom-Fraktionierboden mit einer Bodenfläche, die sowohl runde Perforationen als auch flußlenkende Schlitze umfaßt. Die flußlenkenden Schlitze sind so angeordnet, daß sie die Flüssigkeit über den Boden zu der Auslaßablaufvorrichtung lenken. Die Absicht ist die, stagnierende Bereiche auf der Oberfläche des Bodens zu vermindern und das Flüssigkeitsgefälle über den Boden zu reduzieren.
  • Die US-A-4 499 035 zeigt eine andere Anordnung auf der Oberfläche von Querstrom- Dampf-Flüssigkeitskontaktböden, die sowohl runde Perforationen als auch die dampflenkenden Schlitze auf den Bodenplatten des Boden verwenden. Diese Literaturstelle ist spezifisch für schaumerzeugende oder blasenfördernde Einrichtungen am Flüssigkeitseintritt zu der Bodenfläche von der Einlaßablaufvorrichtung her.
  • Die Funktion der dampflenkenden Schlitze in diesen Literaturstellen ist verschieden von jener in dem Boden nach der Erfindung mit mehreren Ablaufvorrichtungen. In den Literaturstellen besteht eine grundsätzliche Verwendung der Schlitze darin, Flüssigkeitsgefälle über den Boden zu reduzieren, welches ein Ergebnis langer Fließwege der Flüssigkeit sein kann. Eine andere grundsätzliche Funktion von dampflenkenden Schlitzen nach dem Stand der Technik war die, Flüssigkeit in die und aus den Bodenbereichen zu stoßen, die außerhalb des unmmittelbaren Fließweges zwischen den Einlaß- und Auslaßablaufvorrichtungen lagen. Die unterschiedliche Struktur von Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen beseitigt diese beiden Grönde zur Verwendung von dampflenkenden Schlitzen in der Bodenfäche.
  • Die CA-A-785 739 dürfte für die in den Fig. 3a und 3b gezeigte Bodenfächenstruktur von Bedeutung sein. Die in diesen Figuren abgebildete Bodenoberfläche hat dampflenkende Schlitze, die in verschiedenen Richtungen positioniert sind einschließlich Schlitzen, die in diametral gegenüberliegende Richtungen weisen. Der Boden verwendet Schlitze, um Flüssigkeitsfluß über den Böden zu fördern und Flüssigkeitshöhengefälle auf der Oberfläche des Bodens zu verhindern oder zu vermindern.
  • Die Verwendung von "aufstauchverhindernden" Prallplatten, die oberhalb des Einlasses zu einer Auslaßablaufvorrichtung angeordnet sind, ist in der Technik bekannt, wie durch Fig. 10 in dem Ballastbodenhandbuch der Glitsch lncorporated (Bulletin Nr. 4900 - 4. Auflage, copyright 194) erläutert ist.
  • Die US-A-3 410 540 dürfte wegen ihrer Darstellung der Struktur eines bekannten Bodens mit mehreren Ablaufvorrichtungen unter Verwendung der sehr charakteristischen Ablaufvorrichtungsgestaltung ähnlich jener, die in dem Boden nach der vorliegenden Erfindung verwendet wird, relevant sein.
  • Die US-A-4 174 363 beschreibt eine Gestaltung für kleine Metalinschlüsse, die auf die obere Oberfläche von Böden geschraubt sind, um den Fluß von stagnierender Flüssigkeit von der Wand der Kolonne weg zu der aktiven Fläche des Bodens zu zwingen. Diese Literaturstelle zeigt, daß diese Einrichtungen auf Querflußböden und auf Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen verwendet werden, wie sie in der vorliegenden Erfindung benutzt werden. Diese Literaturstelle zeigt auch die Verwendung von flußlenkenden Schlitzen auf der aktiven Bodenoberfläche eines Querstrombodens.
  • Schlitze werden in den Böden nach der vorliegenden Erfindung verwendet, doch im Gegensatz zu jenen, die in den obenerwähnten Dokumenten benutzt werden. Diese Schlitze werden verwendet, um die Kapazität zu erhöhen, während gleiche Effizienz beibehalten wird.
  • Die US-A-5 098 615 umfaßt einen Dampf-Flüssigkeitskontaktboden für die Verwendung in einer Kolonne, die einer Schaukelbewegung unterworfen sein kann. Beispielsweise können die Kolonnen auf mit Halteseilen versehenen küstennahen Öl- oder Gaserzeugungsplattformen für die Verwendung bei der Behandlung von Naturgas oder gewonnenen Flüssigkeiten befestigt sein. Petrochemische Verfahrensanlagen unter Verwendung von Fraktionierkolonnen können auf Schiffen befestigt sein, die nahe einer Naturgasproduktionsquelle ankern. Der obere Abschnitt von langen Kontaktkolonnen kann bei starkem Wind auch seitliche Bewegung zeigen. In diesen oder ähnlichen Situationen kann die seitliche oder schaukelnde Bewegung der Stützstruktur und Kolonne infolge der Wellenbewegung die Leistung einzelner Böden oder der Gesamtkolonne beeinträchtigen. Beispielsweise kann die Seitwärtsneigung einer Kolonne dazu führen, daß der Flüssigkeitsspiegel auf unterschiedlichen Teilen der Böden in der Kolonne ungleich ist. Dies beeinträchtigt die Dampfflußmengen und Bodenwirksamkeiten. Die Leistung kann beeinträchtigt sein, da ein hoher Flüssigkeitsspiegel zeitweilig den Dampfdurchgang aufwärts auf einem Teil des Bodens verhindert. Der Schaum auf diesem Abschnitt des Bodens verteilt sich dann, und dieser Schaum tritt nicht augenblicklich bei der Rückkehr des normalen Flüssigkeitsspiegels wieder in Erscheinung. Wenn die Kolonne in der anderen Richtung schwingt, bekommt man auf diesem gleichen Abschnitt des Bodens einen verminderten Flüssigkeitsspiegel, was zu unwirksamem Kontakt führt.
  • Die Wirkungen einer Schaukelbewegung werden vermindert, wenn man einen Dampf- Flüssigkeitskontaktboden mit einer Bodenfläche mit einer oberen ersten Seite und einer unteren zweiten Seite, wobei diese Bodenfläche aus einem perforierten Bodenmaterial besteht, wenigstens zwei wannenartigen Ablaufvorrichtungen mit Seitenwänden und Endwänden, die senkrecht zu der Ebene des Bodens ausgerichtet sind, wobei jede Ablaufvorrichtung einen im wesentlichen offenen Einlaß, der auf der ersten Seite der Kontaktbodenfläche angeordnet ist, und eine flüssig keitsdichtbare Auslaßeinrichtung, die auf der zweiten Seite der Kontaktbodenfläche angeordnet ist, hat, mehrere Flüssigkeitsstromsteuerprallplatten, die sich zwischen einander gegenüberliegenden Seitenwänden der Ablaufvorrichtung an beabstandeten Punkten entlang den Seitenwänden erstrecken und wenigstens teilweise in der Ablaufvorrichtung sind, mehrere Fließmittelflußsteuerprallplatten, die im wesentlichen parallel zu den Seitenwänden sind und sich von der oberen ersten Seite der Kontaktbodenfläche weg über den Einlaß der Ablaufvorrichtung hinaus erstrecken, wobei eine Fließmittelsteuerprallplatte mit jeder Ablaufvorrichtung verbunden ist, eine Dampfstromsteuerprallplatte, die im wesentlichen senkrecht zu der Kontaktbodenfläche ist und sich über die erste Seite der Kontaktbodenfläche in einem größeren Winkel als 45º von der Ablaufvorrichtung erstreckt, und mehrere blasenfördernde Einrichtungen, die auf der Kontaktbodenfläche zwischen den Ablaufvorrichtungen und jeder Seite einer jeden derselben angeordnet sind, vorsieht.
  • Die vorliegende Erfindung liefert eine Vorrichtung zur Durchführung fraktionierter Destillation mit vertikal ausgerichteten oberen ersten und unteren zweiten Dampf-Flüssigkeitskontaktböden, wobei jeder Boden einen runden Umfang hat und
  • i) wenigstens zwei schmale wannenförmige Ablaufvorrichtungen, die parallel zueinander und in gleichem Abstand voneinander über den Boden verteilt sind, wobei jede Ablaufvorrichtung von zwei gegenüberliegenden Seitenwänden und zwei Endwänden, die kürzer als die Seitenwände sind, gebildet wird und die. Seitenwände und Endwände senkrecht zur Ebene des Bodens ausgerichtet sind und jede Ablaufvorrichtung eine flüssigkeitsdichtbare Auslaßeinrichtung hat, und
  • ii) eine Dampf-Flüssigkeitskontaktbodenfläche mit einem Dampf-Flüssigkeitskontaktbodenflächenabschnitt, der benachbart zu jeder Ablaufvorrichtungsseiter wand derart angeordnet ist, daß der Boden wenigstens einen Dampf-Flüssigkeitskontaktbodenabschnitt mehr als Ablaufvorrichtungen hat, umfaßt, wobei Perforationen gleichmäßig über die gesamte Oberfläche verteilt sind, welche von der Dampf-Flüssigkeitskontaktbodenfläche gebildet wird, und wobei wenigstens ein Teil dieser Perforationen in der Form von dampfstromlenkenden Schlitzen mit zu einer Ablaufvorrichtungsseitenwand blickenden Öffnungen vorliegt.
  • Gemäß der Erfindung sind die Ablaufvorrichtungen des zweiten Bodens senkrecht zu jenen auf dem ersten Boden, und jeder Boden umfaßt mehrere vertikale Platten, die als Antiaufstauchprallplatten vorgesehen und mittig über den Ablaufvorrichtungen des Bodens parallel zu den Ablaufvorrichtungsseitenwänden befestigt sind, wobei die aufstauchverhindernden Prallplatten des unteren zweiten Bodens Kerben haben, die den Bodenabschnitt von Ablaufvorrichtungen des oberen ersten Bodens umgeben, und sich aufwärts zwischen den Ablaufvorrichtungen entlang dem größeren Teil der Seitenwände der Ablaufvorrichtungen derart erstrecken, daß der Abstand zwischen der Oberkante der ein Aufstauchen verhindernden Prallplatte und der Bodenoberfläche des Bodens darüber gleich dem entsprechenden Abstand zwischen der das Aufstauchen verhindernden Pralplatte und dem Boden der Ablaufvorrichtung in den Kerben ist, die den Boden der Ablaufvorrichtungen des oberen ersten Bodens umgeben.
  • Die Erfindung ist ein verbesserter Boden mit mehreren Ablaufvorrichtungen im Gegensatz zu den stärker benutzten Querflußböden, was eine Steigerung der Dampfkapazität ergibt. Die Erfindung scheint so zu funktionieren, daß sie die Schaumhöhe vermindert und ein Flüssigkeitsmitreißen in dem Dampf, der zu höheren Böden aufsteigt, reduziert. Bei der Erfindung sind dampflenkende Schlitze auf den relativ schmalen Bodenflächenbereichen angeordnet, die zwischen benachbarten Ablaufvorrichtungen liegen, um Dampf zu der nächsten Ablaufvorrichtung zu lenken. Vorzugsweise werden die Schlitze zu der nächsten Ablaufvorrichtung spitz zulaufen. Die Böden umfassen auch eine auftauchverhindernde Prallplatte, die über dem Ablaufvorrichtungseinlaß angeordnet ist, um Flüssigkeitströpfchen daran zu hindern, über die Ablaufvorrichtung zu einem anderen Bereich der Bodenfläche geschleudert zu werden. Diese Pralplatte erstreckt sich aufwärts zwischen den absteigenden Ablaufvorrichtungen des nächsthöheren Bodens.
  • Beschreibung der Zeichnung
  • Fig. 1 ist die Darstellung aus der Sicht, wenn man abwärts auf einen Fraktionierboden blickt. Die parallelen Ablaufvorrichtungen 2 sind zwischen den Dampf-Flüssigkeitskontaktbodenflächen 3 angeordnet. Dieser Boden hat keine Antiaufstauchprallplatten. Der Boden in Fig. 1 ist daher nicht Teil der Erfindung.
  • Fig. 2 ist eine Querschnittsdarstellung, die von einer vertikalen Ebene durch eine Fraktionierdestillationskolonne 1 unter Verwendung einer Ausführungsform der Böden nach der vorliegenden Erfindung genommen wurde.
  • Fig. 3 ist eine vertikale Querschnittsdarstellung eines oberen Abschnittes einer Ablaufvorrichtung 2 mit einer Antiaufstauchprallplatte 7, die in einer mittigen Stellung oberhalb ihrer oberen Öffnung durch die Schenkel 8 gehalten wird.
  • Fig. 4 ist eine vertikale Querschnittsdarstellung, die eine Antiaufstauchprallplatte zeigt, die sich abwärts in eine Ablaufvorrichtung erstreckt, und eine flüssigkeitsabdichtbare Auslaßeinrichtung am Bodenende der Ablaufvorrichtung mit einer perforierten Bodenplatte 14 zeigt.
  • Fig. 5 ist ein Querschnitt eines unteren Abschnitts einer Ablaufvorrichtung 2 und erläutert eine alternative Konstruktion des flüssigkeitsabdichtbaren Ausasses am unteren Ende der Ablaufvorrichtung mit einer Dichtungswanne 16, die an dem offenen Bodenende der Ablaufvorrichtung durch Schenkel 11 befstigt ist.
  • Fig. 6 ist ein Querschnitt durch einen Abschnitt einer Bodenfläche 3 und erläutert eine Seitenansicht eines dampflenkenden Schlitzes 4.
  • Fig. 7 ist eine Querschnittsdarstellung eines Abschnittes der Bodenfläche 3 und erläutert die Ansicht entlang der Schnittlinie 7-7 als in den Auslaß eines dampflenkenden Schlitzes 4 blickend zu sehen.
  • Fig. 8 ist eine Darstellung eines kleinen Bodenflächenabschnittes, der in tatsächlichem Maßstab gezeichnet ist, um die relative Größe und Anordnung geeigneter runder Perforationen 9 und dampflenkender Schlitze 4 auf einem Stöck Bodenflächenmaterial zu erläutern.
  • Fig. 9 ist eine Querschnittsdarstellung einer Kolonne 1 für fraktionierte Destillation, wobei man abwärts auf einen Boden mit mehreren Ablaufvorrichtungen mit einer Antiaufstauchprallplatte 7 blickt und alternative Perforationstypen 10 gezeigt sind.
  • Fig. 10 erläutert die charakteristischen Merkmale der Erfindung, bei welcher sich die Antiaufstauchprallplatte aufwärts über den Boden der Ablaufvorrichtung des nächstoberen Bodens erstreckt.
  • Fig. 11 ist eine Draufsicht auf einen Abschnitt einer Ablaufvorrichtung und zeigt Einzelheiten der Verankerungsstange 15 und der sich verjüngenden Verstrebung 18.
  • Dampf-Flüsskeitskontaktvorrichtungen werden bei einer großen Vielzahl von Anwendungen verwendet, um eine Flüssigkeit, die in einer allgemein abwärtsgerichteten Weise in der Gesamtvorrichtung fließt, mit einem aufsteigenden Dampfstrom in Berührung zu bringen. Beispielsweise wird die Vorrichtung in großem Umfang verwendet, um einen Gasstrom mit einer Behandlungsflüssigkeit in Kontakt zu bringen, die eine Produktverbindung oder eine Verunreinigung aus dem Gasstrom selektiv entfernt. Die vorliegende Vorrichtung kann daher in einem Säuregasabsorber oder -ausstreifer oder in einem Ethylenoxidabsorber verwendet werden. Eine andere Anwendung einer Dampf-Flüssigkeitskontaktvorrichtung ist die bei der Trennung chemischer Verbindungen durch fraktionierte Destillation. Die nachfolgende Diskussion konzentriert sich hier auf die Verwendung in einem Verfahren zur Trennung durch fraktionierte Destillation, doch ist nicht beabsichtigt, die Vorrichtung nach der Erfindung in irgendeiner Weise auf jene Arbeitsweise zu beschränken.
  • Die vorliegende Vorrichtung kann bei der Abtrennung im wesentlichen jeder chemischen Verbindung verwendet werden, die durch fraktionierte Destillation abgetrennt oder gereinigt werden kann. Fraktionierböden werden in großem Umfang bei der Trennung spezieller Kohlenwasserstoffe, wie von Propan und Propylen oder Benzol und Toluol, oder bei der Trennung verschiedener Kohlenwasserstofffraktionen, wie LPG (verflüssigtes Erdölgas), Naphtha oder Kerosin, verwendet. Die mit der vorliegenden Vorrichtung abgetrennten chemischen Verbindungen sind nicht auf Kohlenwasserstoffe beschränkt, sondern können irgendeine Verbindung mit ausreichender Flüchtigkeit und Temperaturbeständigkeit, um durch fraktionierte Destillation getrennt zu werden, einschließen. Beispiele dieser Materialien sind Essigsäure, Wasser, Aceton, Acetylen, Styrol, Acrylnitril, Butadien, Cresol, Xylol, Chlorbenzole, Ethylen, Ethan, Propan, Propylen, Xylenole, Vinylacetat, Phenol, Iso- und Normalbutan, Butylene, Pentane, Heptane, Hexane, halogenierte Kohlenwasserstoffe, Aldehyde, Ether, wie MTBE und TAME, und Alkohole einschließlich Teritärbutylalkohol und Isopropylalkohol.
  • Zwei bestimmende Faktoren der Qualität eines Kontaktbodens sind seine Wirksamkeit zur Durchführung einer Trennung und seine Kapazität ausgedrückt als Flüssigkeits- oder Dampfdurchsatz. Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, die Kapazität von Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen zu erhöhen.
  • Oftmals ist die Kapazität eines Fraktionierbodens durch seine Fähigkeit, erhöhte Mengen an Aufwärtsdampfstrom durch den Boden zu handhaben, beschränkt. Diese Beschränkung ist normalerweise mit der Tendenz der Flüssigkeit "auf" dem Boden verbunden, in aufsteigendern Dampf mitgerissen zu werden und zu dem nächsten Boden aufwärtszusteigen. Die Dampfkapazität eines Bodens wird daher oftmals erreicht, wenn die Höhe des "Schaums" auf einer oberen Oberfläche des Bodens die Bodenoberfläche des nächsten darüberliegenden Bodens erreicht. Eine übermäßige Schaumhöhe auf einem Fraktionierboden oder irgendeiner Art von Kontaktboden kann bewirken, daß Flössigkeit aufwärts durch die Bodenfläche des Bodens darüber geht. Dann geht Flüssigkeit nach oben. Eine Verminderung der Schaumhöhe kann demnach erwünscht sein, um die Dampfkapazität des Bodens zu erhöhen. Es ist daher ein anderes Ziel der vorliegenden Erfindung, die Schaumhöhe, die auf einem Boden mit mehreren Ablaufvorrichtungen vorliegt, zu reduzieren.
  • In einer weiteren Beschreibung der Erfindung ist es sinnvoll, die Bodentype, die hier als Boden UV mit mehreren Ablaufvomchtungen" bezeichnet ist, zu definieren und zu kennzeichnen.
  • Der Ausdruck wird hier verwendet, um die vorliegende Erfindung von anderen Typen von Fraktionierböden zu unterscheiden.
  • Ein Boden mit mehreren Ablaufvorrichtungen unterscheidet sich von dem herkömmlichen Querstromboden durch mehrere konstruktive Merkmale. Erstens hat ein Boden mit mehreren Ablaufvorrichtungen keine "Aufnahmepfanne". Dies ist der normalerweise unperforierte Abschnitt, der unter einer Einlaß-Ablaufvorrichtungsöffnung liegt. Bezug genommen wird auf die obenerwähnte US-A-3 550 916, die in Fig. 1 eine Aufnahmepfanne 1 erläutert. Dies ist der unperforierte Raum, auf welchen die durch die Ablaufvorrichtung absteigende Flüssigkeit auftrifft, bevor sie auf die Bodenfläche des Bodens geht. In Fraktionierböden mit mehreren Ablaufvorrichtungen ist die horizontale Oberfläche des Bodens grundsätzlich in eine Ablaufvorrichtung und einen Dampf-Flüssigkeitskontaktbereich, der normalerweise als Bodenoberfläche bezeichnet wird, unterteilt. Es gibt keine unperforierten Bereiche, die zur Verfügung stehen, um von dem Boden, der unmittelbar darüberliegt, absteigende Flüssigkeit aufzunehmen.
  • Ein anderes Unterscheidungsmerkmal von Fraktionierböden mit mehreren Ablaufvorrichtungen ist das Vorsehen einer relativ großen Anzahl von wannenartigen Ablaufvorrichtungen über den Boden hin. Diese Ablaufvorrichtungen sind relativ eng voneinander beabstandet im Vergleich mit den üblichen Querstromfraktionierböden. Der Abstand zwischen benachbarten Ablaufvorrichtungen (zwischen ihren Seitenwänden oder Wehren gemessen) des gleichen Bodens liegt normalerweise zwischen 0,3 und 1,0 m und wird oftmals kleiner als 0,5 m sein. Dies führt dazu, daß der Boden mit mehreren Ablaufvorrichtungen von oben betrachtet eine einzigartige Gestaltung hat, die aus den alternierenden Bodenflächenbereichen und Ablaufvorrichtungen besteht, welche gleichmäßig über die obere Oberfläche des Fraktionierbodens beabstandet sind, siehe Fig. 1.
  • Die tatsächlichen Ablaufvorrichtungen eines Bodens mit mehreren Ablaufvorrichtungen sind auch einzigartig im Vergleich mit den Ablaufvorrichtungen, die bei normalen Querstromfraktionierböden verwendet werden. Die Ablaufvorrichtungen erstrecken sich nicht abwärts zu dem nächsten Fraktionierboden. Vielmehr enden sie in einem mittleren Abstand zwischen den beiden Böden. Die Ablaufvorrichtung, die von dem darüberliegenden Boden absteigt, endet daher wesentlich oberhalb des oberen Endes oder Einlasses zu den Ablaufvorrichtungen des Bodens darunter. Das obere Ende oder der Einlaß zu der Ablaufvorrichtung eines Bodens funktioniert oftmals als das Auslaßwehr des Bodens, und daher ist ersichtlich, daß der Boden der Ablaufvorrichtung eines Bodens mit mehreren Ablaufvorrichtungen darüber wesentlich oberhalb des Auslaufwehres des darunter angeordneten Wehres ist.
  • Ablaufvorrichtungen auf einem Boden mit mehreren Ablaufvorrichtungen sind normalerweise mit 90º von den Böden, die unmittelbar darüber und darunter liegen, ausgerichtet.
  • Die Ablaufvorrichtungen auf vertikal benachbarten Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen sind daher eher senkrecht als parallel.
  • Noch ein anderes unterscheidendes Merkmal von Fraktionierböden mit mehreren Ablaufvorrichtungen ist das Vorsehen einer flüssig keitsabdichtbaren Einrichtung in dem Boden oder Auslaß der Ablaufvorrichtung. Der Boden der Ablaufvorrichtung ist daher teilweise durch eine Platte mit verschiedenen Perforationen oder durch eine andere Einrichtung verschlossen, die dazu dient, den direkten abwärtsgerichteten Flüssigkeitsfluß außerhalb der Ablaufvorrichtung zu verzögern, siehe Fig. 4 und 5. Dieser flüssigkeitsabdichtbare Auslaß liegt wesentlich oberhalb der Bodenfläche des unmittelbar darunterliegenden Bodens und befindet sich an einem Punkt oberhalb des Einlasses der Ablaufvorrichtungen, die mit diesem nächstunteren Boden verbunden sind. Die absteigende Flüssigkeit wird in dem unteren Abschnitt der Ablaufvorrichtung aufgefangen und fließt weiter auf dem nächstunteren Boden durch diese Öffnungen oder andere mechanische Anordnung ab.
  • Es gibt kein Einlaßwehr am Boden der Ablaufvorrichtung der vorliegenden Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen, wie in einem Querstromboden. Der flüssigkeitsabdichtbare Auslaß übernimmt diese Funktion, siehe Fig. 2.
  • Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen sind durch einen sehr kurzen Flüssigkeitsfließweg zwischen dem Punkt, an welchem die Flüssigkeit zuerst auf den Boden fällt, und dem Punkt, an welchem die Flüssigkeit den Boden über die Ablaufvorrichtung verläßt, gekennzeichnet. Dies beruht primär auf dem kurzen Abstand der Ablaufvorrichtungen, wie oben beschrieben. Ausgenommen zwischen der Kolonnenwand und den Endablaufvorrichtungen wird von dem Boden darüber absteigende Flüssigkeit auf die Oberfläche eines Bodens an einem Punkt in der Mitte zwischen zwei benachbarten Ablaufvorrichtungen fallen. Der Abstand von dem Punkt, an welchem Flüssigkeit den Boden erreicht, bis zu dem Ablaufvorrichtungseinlaß ist daher immer geringer als die Hälfte des Abstandes zwischen Ablaufvorrichtungen für die meiste Flüssigkeit. Dieser kurze Abstand, über den die Flüssigkeit wandern muß, verbunden mit dem Rühren, das mit dem Durchgang von Dampf aufwärts durch die Bodenfläche verbunden ist, führt zu Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen, die im wesentlichen kein Flüssigkeitsspiegelgefälle von dem Flüssigkeitseinlaßpunkt zum Flüssigkeitsauslaßpunkt haben.
  • Die in den oben zitierten Literaturstellen über Querstromböden gezeigten richtenden Schlitze werden verwendet, um Flüssigkeitsfluß über die Oberfläche des Bodens zu fördern. Dies geschieht, um stagnierende Bereiche, ungleiche Verweilzeiten und Flüssigkeitsspiegelgefälle auszuschalten. Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen leiden unter keiner dieser Krankheiten und erfordern daher nicht die Verwendung richtender Schlitze als ein Heilmittel für diese Probleme von Querstromböden. Die Schlitze werden stattdessen verwendet, um die Dampfkapazität zu erhöhen.
  • Mit dem Abstand zwischen Ablaufvorrichtungswänden (der Breite eines Bodenflächenabschnittes) zwischen 1 und 0,3 m wäre der mittlere Flüssigkeitsfließweg geringer als 0,5 bis 0,15 m.
  • Es folgen Meßbereiche gewerblich verwendeter Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen, die für den doppelten Zweck wiedergegeben sind, um eine Richtschnur bei der Gestaltung und Verwendung der vorliegenden Appartur zu liefern und die Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen nach der vorliegenden Erfindung von dem herkömmlichen Querstromfraktionierboden zu unterscheiden. Der Abstand zwischen vertikal benachbarten Böden wäre normalerweise zwischen 20 und 91 cm (8 bis 36 in) und liegt vorzugsweise zwischen 25 und 61 cm (10 bis 24 in). Der gesamte offene Bereich der Bodenfläche liegt allgemein im Bereich von 6 bis 5 bis 15 % des Bodenflächenbereiches. Dies schließt den offenen Bereich ein, der sowohl von den runden Öffnungen als auch von den länglichen Schlitzen der vorliegenden Erfindung in einem Bodenflächenbereich des Bodens vorgesehen ist. Der normale Lochdurchmesser der runden Perforationen kann im Bereich von 0,3 bis 2,6 cm (1/8 bis 1,0 in) liegen. Eine Lochgröße von 0,47 bis 0,64 cm (3/16 bis 1/4 in) ist normalerweise bevorzugt. Der durch Schlitze vorgesehene offene Bereich beträgt vorzugsweise 0,25 bis 5 % des Bereiches der Bodenoberfläche. Eine repräsentative Dicke der Bodenfläche liegt bei etwa 0,19 bis 0,34 cm.
  • Die Einlaßöffnungen der Ablaufvorrichtungen eines Bodens mit mehreren Ablaufvorrichtungen sind normalerweise 6 bis 25 cm (2,5 bis 10 in) weit. Die Höhe einer Ablaufvorrichtung, gemessen von der horizontalen oberen Kante des Auslaßwehres zum Boden der flüssig keitsabdichtbaren Einrichtung ist normalerweise zwischen 1 5,2 und 45,7 cm (6 bis 18 in). Dies schließt die Höhe ein, die sich die Ablaufvorrichtung über die Bodenfläche und unter die Bodenfläche erstreckt. Die Antiaufstauchprallplatte, die über der Ablaufvorrichtung liegt, wäre normalerweise wenigstens 7,5 cm lang und nicht mehr als 35,6 cm hoch (3 bis 14 in) und wird normalerweise etwa gleich in der Länge wie die verbundene Ablaufvorrichtung sein. Für weitere Information über Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen siehe die US-A-3 410 540.
  • Die vorliegende Erfindung erreicht das Ziel einer Steigerung der Dampfkapazität eines Bodens mit mehreren Ablaufvorrichtungen durch das Vorsehen einer Anzahl von dampflenkenden Schlitzen in dem Bodenflächenabschnitt des Fraktionierbodens. Die Schlitze sind derart ausgerichtet, daß das aufwärts durch die Bodenfläche aufsteigende Gas durch diese Schlitze eine horizontale Schubkraft oder Bewegungsenergie der Flüssigkeit oder dem Schaum auf dem Boden in der Richtung der nächsten Ablaufvorrichtung erteilt. Ein Fraktionierboden mit mehreren Ablaufvorrichtungen hätte typischerweise wenigstens zwei Ablaufvorrichtungen, doch können kleinere Böden auch eine einzelne Ablaufvorrichtung haben. Daher wird jeder Boden mit mehreren Ablaufvorrichtungen normalerweise wenigstens einen Bodenflächenabschnitt haben, der Ablaufvorrichtungen entlang jeder lateralen Seite hat. Die Schlitze auf den Bodenflächenabschnitten mit Ablaufvorrichtungen auf beiden Seiten werden daher Schlitze haben, die in diametral entgegengesetzter Richtung zu der nächsten Ablaufvorrichtung ausgerichtet sind.
  • Die einzigartige strukturelle Gestaltung hat die neue Funktion, den Schaum zu den und in die Ablaufvorrichtungen des Bodens mit mehreren Ablaufvorrichtungen zu lenken. Im Vergleich dazu werden die bekannten Schlitze dazu verwendet, Flüssigkeitsfluß über die relativ langen Fließwege von Querstromböden zu lenken, um Flüssigkeitsgefälle zu reduzieren oder stagnierende Bereiche auszuschalten.
  • Der durch die Schlitze aufwärts steigende Dampf verläßt die Schlitze in einem Winkel zu der Bodenoberfläche mit einer definierten horizontalen Komponente und erteilt der flüssigen Phase oder suspendierten Tröpfen oberhalb der Bodenoberfläche etwas von der horizontalen Bewegungsenergie des Dampfes. Dies führt zu einer Nettokraft, die den Schaum zu der Ablaufvorrichtung zwingt. Man bekommt daher einen schnelleren Durchgang des Schaumes in die Ablaufvorrichtung und eine Abnahme der Schaumhöhe auf dem Boden.
  • Das Rühren, welches auf der Bodenfläche auftritt, kann abweichende und manchmal sehr starke Bewegung suspendierter Flüssigkeitströpfchen bewirken. Es ist daher ein Merkmal der vorliegenden Erfindung, daß "Antiaufstauch"-Prallplatten über dem Einlaß der Ablaufvorrichtungen angeordnet werden, um das Passieren von FI"ssigkeit öber den Einlaß zu der Ablaufvorrichtung zu verhindern. Es ist die Funktion der Antiaufstauchprallplatte, horizontal über den Ablaufvorrichtungseinlaß gehende Flüssigkeit abzufangen und diese in die Ablaufvorrichtung zu lenken. Grundsätzlich absorbiert die Antiaufstauchprallwand die horizontale Bewegungsenergie der Flüssigkeitsteilchen, welche sie sonst über die Prallwand tragen kann und die Flüssigkeit durch die Schwerkraft in den Ablaufvorrichtungseinlaß fallenläßt. Das Vorsehen der Antiaufstauchprallplatten erwies sich als eine positive Verbesserung der Leistung und Struktur des Bodens und als brauchbar, um die Ziele der Erfindung zu erreichen.
  • Ein vollständigeres Verständnis der vorliegenden Erfindung kann unter Bezugnahme auf die Zeichnung erhalten werden. Fig. 1 zeigt die Ansicht, wenn man abwärts zu der oberen Oberfläche eines Bodens mit mehreren Ablaufvorrichtungen blickt. Der in dieser Zeichnung dargestellte spezielle Boden hat sechs Ablaufvorrichtungen und ist von der Zylinderwand der Fraktionierkolonne 1 umgeben. Jede Ablaufvorrichtung 2 umfaßt zwei Ablaufvorrichtungsendwände 5 und zwei parallele Seitenwände 6. Die Ablaufvorrichtungen besitzen einen gleichmäßigen Abstand über den Boden. Zwischen den Ablaufvorrichtungen ist der perforierte Abschnitt der Bodenfläche 3 des Bodens angeordnet. Bodenflächen erstrecken sich auch zwischen den äußersten Ablaufvorrichtungen und dem Außenumfang des Bodens. Das heißt, der Abschnitt des Bodens, der zwischen den Endablaufvorrichtungen und dem Umfang des Bodens eingeschlossen ist, ist auch mit perforierter Bodenfläche ausgefüllt und hat darauf angeordnet aktive Dampf-Flüssigkeitskontakteinrichtungen. Die Bodenflächen werden sowohl die symmetrischen (runden) Standardperforationen 9, die gleichmäßig über die Bodenoberfläche verteilt sind, als auch die dampflenkenden Schlitze 4 umfassen. Die Schlitze und Perforationen sind nicht maßstäblich gezeichnet, um Einzelheiten zu zeigen.
  • Die auf einem Bodenflächenabschnitt zwischen irgendeinem benachbarten Paar von Ablaufvorrichtungen angeordneten Schlitze sind in zwei Gruppen unterteilt, die in diametral entgegengesetzten Richtungen ausgerichtet sind. Aus einer Gruppe von Schlitzen aufsteigender Dampf wandert in horizontaler Richtung um 180º entgegengesetzt gegenüber dem Dampf, der durch die zweite Gruppe von Schlitzen aufsteigt, welche näher den anderen Ablaufvorrichtungen liegen, die mit diesem Abschnitt der Bodenfläche verbunden sind. Der in Fig. 1 erläuterte spezielle Boden verwendet keine Antiaufstauchprallplatte und ist daher nicht Teil der Erfindung.
  • Fig. 8 liefert eine bildliche Darstellung eines tatsächlichen Abschnittes von Bodenflächenmaterial 3. Diese Figur erläutert repräsentative gewerbliche Größen und Formen der kreisförmigen Perforation 9 und des dampflenkenden Schlitzes 4. In diesem Fall weisen die Öffnungen zu dem unteren Ende der Figur hin und würden die aufsteigenden Gase in einer Abwärtsrichtung weg von Fig. 1 lenken. Die genaue Ausrichtung oder Beabstandung der runden Perforationen dürfte keine steuernde Variable in der vorliegenden Erfindung sein. Gleichermaßen wird angenommen, daß die Plazierung der flußlenkenden Schlitze nicht kritisch ist, solange die Schubrichtung des durch die Schlitze aufsteigenden Dampfes dem Schaum und der Flüssigkeit auf dem Boden in der allgemeinen Richtung der nächsten Ablaufvorrichtung eine horizontale Bewegungsenergie verleiht. Die Schlitze können in geraden Linien oder in Zickzackreihen quer über der Oberfläche des Bodens angeordnet sein. Für eine bequeme Darstellung sind in Fig. 1 nur zwei Reihen der flußlenkenden Schlitze 4 erläutert. Tatsächlich wären auf dem Bodenflächenbereich viel mehr Schlitze plaziert.
  • Ein repräsentativer maximaler Abstand zwischen jeweils zwei flußlenkenden Schlitzen ist in der Größenordnung von etwa 5 bis 17,8 cm (2 bis 7 in). Die Perforationen sind vorzugsweise in relativ gleichmäßiger Weise über den gesamten Bodenflächenbereich verteilt. Um die Herstellungskosten zu minimieren, wird das Bodenfächenmaterial normalerweise so konstruiert, daß man zunächst das Bodenflächenmaterial perforiert, um die erwünschte Anzahl von runden Öffnungen zu bekommen. Die zweite Perforierstufe erfolgt dann, um die flußlenkenden Schlitze zu erteilen. Es wird kein Versuch gemacht, die Schlitzöffnungen so auszurichten oder so zu haben, daß diese zwischen die runden Perforationen fallen. Daher fallen, wie in Fig. 8 gezeigt, einige der Schlitzöffnungen tatsächlich in die gleiche Lage wie die runden Öffnungen, und der Abschnitt des Bodenflächenmaterials, welcher den Schlitz bildet, kann auch eine Perforation haben.
  • Fig. 2 ist eine Querschnittsdarstellung, in horizontaler Richtung durch eine Fraktionierkolonne gesehen. Die Figur zeigt drei Fraktionierböden mit mehreren Ablaufvorrichtungen, von denen jeder Antiaufstauchprallplatten verwendet. Diese Darstellung erläutert die bevorzugte und übliche senkrechte Anordnung der Ablaufvorrichtungen auf alternierenden Böden. Der oberste Boden zeigt die Ansicht, direkt zu der Seitenwand 6 der Ablaufvorrichtungen gesehen. Diese Darstellung zeigt auch die Antiaufstauchprallplatte 7, die über der Ablaufvorrichtung durch die Gestänge oder Trägerschenkel 8 gehalten wird. Ein Merkmal der Antiaufstauchprallplatte, die in dieser Figur erläutert ist, besteht darin, daß die Boden kante 17 der Prallplatte über der oberen Kante 13 der verbundenen Ablaufvorrichtung ist. Diese Darstellung erläutert auch das übliche Merkmal von Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen, daß die Ablaufvorrichtung mit ein Fünftel bis ein Viertel ihrer gesamten Höhe oberhalb der Bodenfläche angeordnet ist, um Auslaßwehre zu liefern, wobei sich der Rest der Ablaufvorrichtungen unterhalb der Bodenfläche erstreckt.
  • Die Darstellung des Mittebodens in Fig. 2 zeigt die Ausrichtung der Antiaufstauchprallplatteneinrichtung parallel zu der Ablaufvorrichtung 2. Sie erläutert auch die Ausrichtung der dampfienkenden Schlitze 4 zu der nächsten Ablaufvorrichtung. Es kann daher gesehen werden, daß die zwischen zwei benachbarten Ablaufvorrichtungen angeordneten dampflenkenden Schlitze in entgegengesetzte Richtungen weisen. Das heißt, jene einer Ablaufvorrichtung am nächsten liegenden Schlitze werden zu jener Ablaufvorrichtung hinweisen. Die Richtung der Schlitzausrichtung ist daher entlang einer Linie zwischen den beiden benachbarten Ablaufvorrichtungen geteilt, welche Schlitze in zwei jeweilige Gruppierungen trennt, die zu der nächsten Ablaufvorrichtung hinweisen.
  • Fig. 3 ist eine Vergrößerung des oberen Abschnittes einer Ablaufvorrichtung 2, die in Fig. 2 gezeigt ist, und eines Abschnittes des verbundenen Bodenfächenmaterials. Die Bodenfläche 3 ist an der Seitenwand 6 der Ablaufvorrichtung 2 mit Hilfe in der Zeichnung nicht gezeigter Mittel befestigt. Typischerweise ist ein unteres Stück "Winkelmaterial" an die Ablaufvorrichtungswand geschweißt, um die Bodenfläche zu unterstützen. Ein zweites Stück "Winkelmaterial" ist mit der Wand oberhalb der Bodendecke unter Bildung einer Nut verschraubt. Die runden Perforationen 9 sind gleichmäßig über die Bodenfläche verteilt. Die dampflenkenden Schlitze liegen an jeder Seite der Ablaufvorrichtung, wobei die Öffnung des Schlitzes zu der Seitenwand 6 der Ablaufvorrichtung blickt. Die Flüssigkeits-Antiaufstauchprallplatte 7 wird von intermittierenden Schenkeln 8 unterstützt, die beispielsweise durch Verschrauben sowohl mit der Prallplatte 7 als auch mit den Seitenwänden 6 befestigt sein können. Die Antiaufstauchprallplatte liegt vorzugsweise mittig zwischen den Ablaufvorrichtungsseitenwänden und ist im wesentlichen so lang wie die Ablaufvorrichtung. Die Gesamthöhe der tatsächlichen Prallplatte ist wenigstens ein Drittel der Höhe der Seitenwand der Ablaufvorrichtung. Die Prallplatte kann vollständig oberhalb des Einlasses der Ablaufvorrichtung angeordnet sein, erstreckt sich aber vorzugsweise in die Ablaufvorrichtung, wie in Fig. 4 gezeigt ist.
  • Fig. 4 erläutert eine andere Anordnung einer Ablaufvorrichtung und einer Antiaufstauchprallwand 7. Die Seitenwand der Ablaufvorrichtung 2 ist wiederum an der Bodenfläche 3 befestigt, wie in Fig. 3 beschrieben, doch wird die Antiaufstauchprallplatte 7 von einem Verstrebungsstab 1 5 unterstützt, der mit dem oberen Ende der Seitenwand 6 der Ablaufvorrichtung verschraubt ist. Der Stab ist senkrecht zu der Antiaufstauchprallplatte 7. Diese Anordnung ist bevorzugt, da sie die Steifigkeit der Ablaufvorrichtung selbst erhöht. Ein anderes Merkmal der in Fig. 4 gezeigten Anordnung besteht darin, daß die untere Kante 17 der Antiaufstauchprallplatte in der Ablaufvorrichtung angeordnet ist. Das heißt, die untere Kante der Antiaufstauchprallplatte liegt unter der oberen Kante 13 des Ablaufvorrichtungseinlasses, und ein unterer Abschnitt der Prallatte liegt in der Ablaufvorrichtung. Die Prallplatte kann sich abwärts bis zur Höhe der Bodenfläche erstrecken. Diese Figur erläutert auch einen der mehreren Alternativwege, auf welchem die Bodenoberfläche der Ablaufvorrichtung 2 konstruiert sein kann. Bei dieser Ausführungsform verbindet eine Bodenplatte 14 die beiden Seitenwände 6. Eine Anzahl von relativ großen Öffnungen oder Perforationen 10 ist in der Bodenplatte 14 vorgesehen, um den raschen Austritt der Flüssigkeit zu erlauben, die sich in der Ablaufvorrichtung ansammelt. Der Zweck der Platte 14 ist es, den Flüssigkeitsfluß ausreichend zu verzögern, so daß der Boden der Ablaufvorrichtung durch Flüssigkeit gegen den Durchgang von Dampf aufwärts abgedichtet ist.
  • Ein Bereich einer Abwandlung in der Struktur des Bodens mit mehreren Ablaufvorrichtungen ist die Anordnung der in dem Boden der Ablaufvorrichtung vorgesehenen Öffnungen, die einen Teil der abdichtbaren Auslaßeinrichtung bilden, welche am Boden der Ablaufvorrichtung erforderlich ist. Die Öffnungen können rund, quadratisch oder länglich in jeder Richtung sein, d. h. entlang der Breite oder Länge der Ablaufvorrichtungen. Runde Öffnungen und längliche Nuten, die sich zwischen den Seitenwänden 6 erstrecken und manchmal als Jalousien bezeichnet werden, wie in Fig. 9 gezeigt, sind bevorzugt.
  • Fig. 5 erläutert eine andere Gestaltung, die als die flüssigkeitsabdichtbare Einrichtung geeignet ist, welche am Boden der Ablaufvorrichtung erforderlich ist. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist eine Dichtungswanne 16 an dem unteren Abschnitt der Ablaufvorrichtung 2 durch Vorsehen kurzer vertikaler Schenkel 11 befestigt; die mit dem Bodenende der Seitenwände 6 und den Seiten der flachen Wanne 16 verschraubt sein können. Der Raum zwischen der Boden kante 12 der Ablaufvorrichtungsseitenwand und der Innenoberfläche der Wanne ist für den Durchgang von Flüssigkeit offengelassen. Ein kleinerer Dichtungsunterschied, der durch die Erstreckung des oberen Endes der Wanne über die Unterkante der Ablaufvorrichtung vorgesehen ist, zusammen mit der Bewegungsenergie der absteigenden Flüssigkeit ist ausreichend, um den Gaseintritt in die Ablaufvorrichtung zu verhindern. Der Gaseintritt in die Ablaufvorrichtung ist immer unerwünscht, da er erlauben würde, daß Gas an der Kontaktfläche des Bodens vorbeigeht.
  • Die Fig. 6 und 7 erläutern Einzelheiten einer Ausführungsform der dampflenkenden Schlitze 4. Fig. 6 zeigt die Ansicht, wenn man über den lenkenden Schlitz blickt, wobei die runden Perforationen 9 über das Bodenflächenmaterial 3 verteilt sind, während der Schlitz 4 in einem Abschnitt der Bodenfläche ausgebildet ist. Der Schlitz ist durch Schneiden und Recken des Metalles gebildet, so daß sich der Schlitz in einem Winkel a über die Oberfläche der Bodenfläche erhebt. Die Bodenfläche ist normalerweise in einer absolut horizontalen Stellung in dem Fraktionierboden bei der Verwendung befestigt. Der Winkel "a" liegt vorzugsweise zwischen 5 und 45º. Fig. 7 ist ein Querschnitt des gleichen kleinen Stückes von Bodendeckenmaterial wie Fig. 6 und zeigt die Ansicht, wenn man in die Öffnung des Schlitzes 4 blickt. In diesem speziellen Fall ist zu sehen, daß der Schlitz von einer relativ flachen oberen Oberfläche gebildet wird, welche mit dem Boden durch die geneigten Seitenflächen verbunden ist.
  • Die Schlitze könnten mit anderen Gestaltungen hergestellt werden. Beispielsweise könnte die Gesamtform der oberen Oberfläche des Schlitzes rund oder elliptisch sein, wenn man in die Öffnung blickend betrachtet, wie in Fig. 7. Obwohl es bevorzugt ist, daß das obere Ende des Schlitzes mit der Bodenfläche durch die geneigten Seitenoberflächen verbunden ist, gibt es kein Erfordernis, daß wirksame dampfrichtende Schlitze so konstruiert sind. Daher könnten die Schlitze so ausgebildet sein, daß das Metall entlang den Seiten des Schlitzes und außerdem an dem offenen Vorderteil des Schlitzes geschnitten wird. Auf diese Weise konstruierte Schlitze sind vorzugsweise relativ lang, so daß nur eine minimale Menge des Gesamtgasvolumens, das aufwärts durch den Schlitz geht, durch die Seiten des Schlitzes in einer Richtung parallel zu der Ablaufvorrichtung gehen kann. Es ist bevorzugt, daß die Gase aufwärts durch den Boden in einer sehr großen Anzahl von flußrichtenden Schlitzen gehen darf. Eine typische Schlitzdichte überschreitet 2,2 Schlitze/m² der Bodenfläche (24 Schlitze/ft²) der Bodenfläche
  • Die Jabusien, Öffnungen oder Löcher, die im Boden der Ablaufvorrichtung vorgesehen sind, sollten so angeordnet sein, daß die Flüssigkeit, welche aus den Öffnungen austritt, auf Bodenfächenmaterial statt in das offene obere Ende der auf dem nächstunteren Boden liegenden Ablaufvorrichtung fällt. Es ist unerwünscht, Flüssigkeit direkt in die nächstuntere Ablaufvorrichtung fallenzulassen.
  • Fig. 9 ist eine detailliertere Darstellung aus der Sicht, wenn man abwärts in einen Teil einer Fraktionierkolonne 1 blickt, unter Verwendung eines Bodens nach der Erfindung mit mehreren Ablaufvorrichtungen. Der Boden selbst erstreckt sich nach außen zu der inneren Oberfläche des Behältergehäuses oder der Außenwand der Kolonne. Eine Bodenfläche 3 erstreckt sich von der Innenoberfläche der Behälterwand zu der ersten Ablaufvorrichtung 2. Dieser Abschnitt der Bodenoberfläche enthält dampflenkende Schlitze, die nur zu dieser speziellen Ablaufvorrichtung hin ausgerichtet sind. Der Abschnitt der Bodenoberfläche, der zwischen der ersten Ablaufvorrichtung und der nächstinneren Ablaufvorrichtung liegt, enthält dampflenkende Schlitze, die in entgegengesetzten Richtungen ausgerichtet sind. Die Schlitze sind wiederum nicht maßstäblich gezeichnet, um eine leichtere Wiedergabe zu gestatten. Diese Figur erläutert die Ansicht, wenn man abwärts in eine Ablaufvorrichtung 2 blickt, die eine Antiaufstauchprallplatte 7 hat, welche mit der Ablaufvorrichtung ausgerichtet ist und gleichen Abstand zwischen den Seitenwänden 6 hat. Die Antiaufstauchprallplatte wird von den Verstrebungsstangen 1 5 an ihrer Stelle gehalten und unterstützt, die entlang der Länge der Ablaufvorrichtung angeordnet sind. Diese spezielle Figur erläutert zwei alternative Öffnungsgestaltungen in der Bodenplatte der Ablaufvorrichtung. Die runden Öffnungen 10 sind in einem Abschnitt der innersten Ablaufvorrichtung gezeigt, während längliche Jalousien 10' in einem anderen Abschnitt dieser gleichen Ablaufvorrichtung und in der nächstinneren Ablaufvorrichtung gezeigt sind. Die Öffnungen sind in Gruppierungen entsprechend dem Vorhandensein von Bodenfläche auf dem nächsten Boden abwärts in der Kolonne angeordnet.
  • Fig. 10 ist eine Schnittdarstellung, wenn man horizontal "ber eine Kolonne 1 blickt, die zwei vertikal ausgerichtete Fraktionierböden zeigt, von denen jede vier Ablaufvorrichtungen 2 hat. Die Abmessungen dieser Figur sind etwa proportional zu jenen der unten beschriebenen zweiten Testapparatur. Diese Figur erläutert, wie sich die Prallplatte des unteren Boden aufwärts über die Ablaufvorrichtung derart erstreckt, daß die obere Kante 19 der Aufstauchprallplatte über der Boden kante 12 der Ablaufvorrichtungsseitenwand liegt und somit oberhalb des Bodens der Ablaufvorrichtung selbst. Die Oberkante der Prallplatt des unteren Bodens und jener unter ihm sind gekerbt, um Ablaufvorrichtungen aufzunehmen. Die Oberkante der Aufstauchprallplatte des obersten Bodens ist flach und vorzugsweise gekrümmt, um eine geringfügige Lippe vorzusehen, die die Steifigkeit der Prallplatte erhöht. Die Oberkante der einzelnen Abschnitte der Prallplatten auf unteren Böden kann auch oben mit Lippen versehen sein. Die Unterkante aller Aufstauchprallplatten ist vorzugsweise gerade und etwa auf der Höhe der Bodenoberfläche angeordnet.
  • Der vertikale Abstand "d" zwischen der Oberkante der Aufstauchprallplatte und der Bodenoberfläche des Bodens (zwischen den Ablaufvorrichtungen) kann erheblich variiert werden. Die Oberkante der Aufstauchprallplatte erstreckt sich aufwärts zwischen den Ablaufvorrichtungen derart, daß der Abstand "d" im wesentlichen gleich dem äquivalenten Abstand ist, der in der Kerbe der Aufstauchprallplatte vorgesehen ist, welche den Boden der Ablaufvorrichtungen umgibt. Diese maximale Aufwärtserstreckung ist in der Figur durch die gestrichelte Linie 20 gezeigt, die der Form der unteren Oberfläche des oberen Bodens folgt. Die Trennung zwischen der unteren Oberfläche des oberen Bodens und der Oberkante der Antiaufstauchprallplatte wäre dann im wesentlichen gleichmäßig entlang der gesamten Länge der Antiaufstauchprallplatte. Alternativ kann die maximale Aufwärtserstreckung der Prallplatte nur entlang jener längeren Abschnitte der Pralplatte vorliegen, die zwischen Ablaufvorrichtungen liegen, wobei die Endabschnitte mit dem Abschnitt unter den Ablaufvorrichtungen bündig sind. Die Antiaufstauchprallplatte kann an der Ablaufvorrichtung befestigt sind, um die Prallplatte weiter zu versteifen.
  • Fig. 10 zeigt auch eine Darstellung einer versteifenden Verstrebung 15, die sich über die Ablaufvorrichtung 2 erstreckt und gekerbt ist, um die Unterkante der Antiaufstauchprallplatte 7 aufzunehmen. Der Boden der Verstrebung liegt daher unterhalb der Prallplatte und erstreckt sich in die Ablaufvorrichtung. Die Erstreckung der Praliplatte 7 und der Verstrebung 15 in die Ablaufvorrichtung unterstützt eine Verminderung der Turbulenz in der Ablaufvorrichtung und verbessert die Trennung von Dampf und Flüssigkeit.
  • Fig. 11 zeigt die Einzelheiten der Bauelemente, die vorzugsweise verwendet werden, um die Antiaufstauchprallplatte über der Ablaufvorrichtung zu unterstützen. Diese Elemente umfassen die Verstrebungsstangen 15 und die sich verjüngende Verstrebung 18. Diese Elemente wechseln entlang der Länge der Prallplatte ab. Die Verstrebungsstangen 15 sind vorzugsweise, aber nicht notwendig vollständig in der Wanne der Ablaufvorrichtung angeordnet. Die Gestaltung der Verstrebungsstange dieser Figur hat eine mittige Kerbe, die einen unteren Abschnitt der Antiaufstauchprallplatte 7 aufnimmt und umgibt und so Seitwärtsbewegung verhindert und auch die Prallplatte unterstützt. Die Verstrebungen erstrecken sich quer zur Breite der Ablaufvorrichtung und sind an beiden Ablaufvorrichtungsseitenwänden 6 befestigt. Die sich verjüngenden Verstrebungen 18 werden paarweise verwendet, wobei eine Verstrebung an jeder Seite der Antiaufstauchprallplatte befestigt ist. In der durch Fig. 10 wiedergegebenen Darstellung kann das dreieckige Profil des oberen Abschnittes dieser Verstrebungen gesehen werden. Diese Verstrebungen dienen dazu, den oberen Abschnitten der Antiaufstauchprallplatte erhöhte Steifigkeit zu verleihen. Fig. 11 zeigt auch eine Gruppe von Öffnungen 10 in der Bodenplatte 14 der Ablaufvorrichtung. Der Boden kann in verschiedenen Ausführungsformen zwei, drei, vier, fünf oder mehr einzelne Ablaufvorrichtungen haben.
  • Eine umfassendere Ausführungsform der Erfindung ist eine Fraktionierkonne, die ein eingeschlossenes zylindrisches Außengehäuse mit mehreren der vorliegenden darin befestigten Böden hat, wobei die einander vertikal benachbarten Böden (wie durch die Ablaufvorrichtungsausrichtung definiert) senkrecht zueinander stehen. Die Gesamtvorrichtung würde das übliche Zubehör zur Beschickung mit den Flüssigkeits- und Dampfströmen einschließen, die miteinander in Kontakt gebracht werden sollen, wie einen Aufkocher und ein Rückflußsystern.
  • Beispiele
  • Die vorliegenden Böden, die flußlenkende Schlitze und Aufstauchprallplatten haben, wurden in einer Reihe von Experimenten in zwei unterschiedlichen Apparaturen getestet. Das Ziel des Experimentes war es, die vorliegenden Böden mit herkömmlichen Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen zu vergleichen. Die herkömmlichen Böden enthalten nur runde Perforationen mit einer offenen Fläche etwa gleich derjenigen der vorliegenden Böden. Für jede Bodentype wurde die Schaumhöhe bei unterschiedlichen Flüssigkeitsmengen und F-Faktoren gemessen. Der F-Faktor ist als vs, multipliziert mit der Quadratwurzel von dg/(Dl - dg) definiert, worin vs = Luftgeschwindigkeit, bezogen auf die Blasenbildungsfläche, dg = Luftdichte und dl = Flüssig keitsdichte (Wasser). So konnten die Schaumhöhen bei unterschiedlichen F- Faktoren verglichen werden, um die den vorliegenden Böden eigenen Fähigkeiten zur Schaumhöhereduzierung zu bewerten. Diese Versuche dienten auch dazu, die Dampfkapazität einer jeden Bodentype zu bewerten und zu vergleichen. Die maximale Dampfkapazität wird als die Bedingung bestimmt, bei der die Schaumhöhe den oberen Boden erreicht. Diese Bedingung wird als der Überflutungspunkt des Bodens bezeichnet.
  • Die erste verwendete Testapparatur war eine quadratische Kolonne, bei der die Abmessungen ungefähr 0,61 x 0,61 m (2 x 2 ft) waren. Die Vorrichtung verwendet Luft- und Wassertestfließmittel, um neue Ideen zu testen, da ihre Größe leicht Veränderungen erlaubt. Die in der Kolonne verfügbaren hohen Dampfmengen wurden angewendet, um die Schaumhöhen und Dampfkapazität herkömmlicher Bt den mit mehreren Ablaufvorrichtungen und der vorliegenden Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen zu bewerten und zu vergleichen. Die Testkolonne bestand aus drei Böden mit Bodenabständen von 38,1 cm (15 in). Jeder Boden enthielt eine einzelne 1 2,7 cm (5 in) breite Ablaufvorrichtung mit einer Blasenbildungsfäche von insgesamt 0,29 m² (3,1 ft²). Die gesamte Ablaufflächenhöhe war 16,5 cm (6,5 in), wovon sich 3,8 cm (1,5 in) über die Bodenoberfläche als ein Auslaßwehr erstreckten. Die Oberflächen bestanden aus 0,19 cm (0,076 in) dickem rostfreiem Stahl und enthielten Perforationen mit Durchmessern von 0,476 cm (0,1875 in). Für die geschlitzten Böden war die offene Fläche jeden Schlitzes "C" 24,4 mm² (0,038 in²), und jeder Boden enthielt eine einzelne 16,5 cm (6,5 in) hohe Antiaufstauchprallplatte. Die runden Perforationen der vorliegenden Böden waren 14,2 % der aktiven (blasenbildenden) Fläche der Bodenoberfläche, und die Schlitze waren 2,0 % der aktiven Fläche. Die ungeschlitzten (herkömmlichen) Böden hatten eine offene Fläche von 16,3 % (nur runde Perforationen).
  • Die Ergebnisse dieser Versuche zeigten, daß die geschlitzten Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen die Schaumhöhen im Vergleich zu den ungeschlitzten Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen signifikant reduzierten. Bei hohen Dampfmengen reduzierten die geschlitzten Böden die beobachtete Schaumhöhe um etwa 8,4 cm (3,3 in). Die Verminderung der Schaumhöhe erlaubt, daß die vorliegenden Böden mit viel höheren Dampfgeschwindigkeiten (d.h. F-Faktoren) arbeiten. So ergaben diese Experimente, daß die vorliegenden Böden mit Schlitzen und Pralplatten eine größere Dampfkapazität als die ungeschitzten und nicht mit Prallplatten versehenen Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen haben.
  • Die zweite Apparatur ermöglichte eine Bewertung der vorliegenden Böden in einer Anlage in gewerblichern Maßstab. Diese Kolonne hat einen Durchmesser von ungefähr 8 ft (2,4 m) und enthält drei Böden von 30,5 cm (12 in) Bodenabstand. Die Böden enthielten vier 12,7 cm (5 in) breite Ablaufvorrichtungen mit einer Gesamtablaufvorrichtungshöhe von 16,5 cm (6,5 in). Diese Ablaufvorrichtungen erstreckten sich über die Bodenoberflächen um 2,54 cm (1,0 in). Die geschlitzten Böden hatten eine offene Fläche von 12,5 % infolge runder Perforationen und eine offene Fläche von 1,8 % infolge von Schlitzen. Die Böden enthielten auch 20,3 cm (8,0 in) hohe Antiaufstauchprallplatten. Die offene Fläche herkömmlicher Böden war 14,4 % (nur runde Perforationen).
  • Die Testkolonne von 18 ft (2,44 m) arbeitet bei Atmosphärendruck und verwendet Luft und Wasser als die Testfließmittel. Versuche auf den Böden zeigten, daß die vorliegenden Böden die Schaumhöhe im Vergleich mit herkömmlichen Böden erheblich reduzierten. Ein Test mit einer Flüssigkeitswehrbeladung von 6,05 l/m.s (0,065 CF/s.ft) des Wehres und mit geschlitzten Böden reduzierte die beobachtete Schaumhöhe um etwa 7,3 cm bei hohen Dampfgeschwindigkeiten. Die Resultate dieser Versuche bestätigten die obigen Feststellungen in der kleineren Testkolonne. Die vorliegenden geschlitzten und mit Prallplatten versehenen Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen haben eine höhere Dampfkapazität als die herkömmlichen Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen infolge der Fähigkeit der vorliegenden Böden, die Schaumhöhe zu reduzieren. Überflutungspunkte bei den Kolonnen von 18 ft (2,44 m) bei verschiedenen Flüssigkeitsflußgeschwindigkeiten sind in Tabelle 1 aufgeführt. Die Flüssigkeitsflußgeschwindigkeiten sind in Kubikfuß je Sekunde/Fuß des Wehres und in Litern je Sekunde/Metern des Wehres angegeben. Die F-Faktoren der Tabelle 1 zeigen die Dampfgeschwindigkeiten, bei denen der Schaum auf den Böden die Bodenabstände völlig ausfüllte. Für Flüssigkeitswehrbeladungen bis zum 6,05 l/s.m (0,065 CF/s.ft) wurde bei den vorliegenden Böden gefunden, da sie eine Dampfkapazitätssteigerung von 15 bis 22 % gegenüber den herkömmlichen Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen haben. Tabelle !
  • Obwohl keine Bindung an eine spezielle Theorie erfolgen soll, wird doch angenommen, daß die vorliegende Erfindung ihre verbesserte Leistung erreicht, indem sie den Flüssigkeitströpfchen, die über der Bodenoberfläche suspendiert sind, eine horizontale Nettobewegung erteilt. Diese Bewegung ist das Ergebnis einer Überführung von Bewegungsenergie von durch die flußlenkenden Schlitze aufsteigenden Gasen auf die suspendierten Flüssigkeitströpfchen Eine größere Anzahl der Tröpfchen wird daher in dem Bereich oberhalb des offenen oberen Endes der Ablaufvorrichtung fließen, während sie suspendiert sind und in die Ablaufvorrichtung fallen. Der Schaum wird auf diese Weise schneller von der Bodenoberfläche entfernt.
  • Es ist auch möglich, daß die Schlitze dazu neigen, die Tröpfchen dazu zu veranlassen, eine flachere (horizontalere) mittlere Fluglinie zu haben und dabei mit vertikal aufsteigenden Tröpfchen zusammenzustoßen, die aus den runden Perforationen aufwärtsgesprüht werden. Dies könnte die mittlere Höhe reduzieren, die von den Tröpfchen erreicht wird, die eine anfängliche völlig vertikale Flugbahn haben.
  • Die gesteigerte Leistung der vorliegenden Böden wurde in zwei tatsächliche Trennungen vornehmenden zusätzlichen Versuchen bestätigt. In einem Test in einer Universitätstestanlage unter Verwendung einer Kolonne mit einem Durchmesser von 60 cm, um Methanol und Wasser zu trennen, wurde bestimmt, daß die Effizienz der vorliegenden Böden im Vergleich mit bekannten Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen nicht abzunehmen scheint.
  • Ein noch überzeugenderes Testergebnis wurde erhalten, wenn die herkömmlichen Böden mit mehreren Ablaufvorrichtungen, die in einer gewerblichen Fraktionierkolonne installiert waren, welche verwendet wurde, um Ethan von Ethylen zu trennen, durch die Böden der vorliegenden Erfindung ersetzt wurden. Diese Änderung erlaubte, daß die Kolonne mit 115 % ihrer früheren Kapazität arbeitete. Die Trenneffizienz wurde nicht vermindert. Es wird angenommen, daß eine noch größere Steigerung der Kapazität erreicht werden könnte, doch war keine weitere Kolonnenbeschickung verfügbar.

Claims (1)

1. vorrichtung zur Durchführung einer fraktionierten Destillation mit vertikal ausgerichteten oberen ersten und unteren zweiten Dampf-Flüssigkeitskontaktböden, wobei jeder Boden einen runden Umfang hat und
i) wenigstens zwei schmale, wannenförmige Ablaufvorrichtungen (2, 2), die parallel zueinander sind und über den Boden einen gleichen Abstand voneinander haben, wobei jede Ablaufvorrichtung (2) von zwei einander gegenüberliegenden Seitenwänden (6, 6) und zwei Endwänden (5, 5), die kürzer als die Seitenwände sind, gebildet wird und die Seiten- und Endwände senkrecht zu der Ebene des Bodens ausgerichtet sind und wobei jede Ablaufvorrichtung eine flüssig keitsabdichtbare Auslaßeinrichtung (10) hat, und
ii) eine Dampf-Flüssigkeitskontaktfläche (3) umfaßt, wobei ein Dampf-Flüssigkeitskontaktflächenbereich in Nachbarschaft zu jeder Ablaufvorrichtungsseitenwand (6) derart angeordnet ist, daß der Boden wenigstens einen Dampf- Flüssigkeitskontaktflächenbereich mehr als die Ablaufvorrichtung (2) hat, Perforationen (9) gleichmäßig über die gesamte Oberfläche verteilt sind, die von der Dampf-Flössigkeitskontaktfläche (3) gebildet wird, und wenigstens ein Teil dieser Perforationen (9) in der Form von dampfflußlenkenden Schlitzen (4) mit zu einer Ablaufvorrichtungsseitenwand (6) blickenden Öffnungen vorliegt,
worin die Ablaufvorrichtungen (2) des zweiten Bodens senkrecht zu jenen auf dem ersten Boden sind und jeder Boden mehrere vertikale Platten umfaßt, die als Antiaufstauchprallplatten (7) mittig über den Ablaufvorrichtungen (2) des Bodens parallel zu den Seitenwänden (6) der Ablaufvorrichtung vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Antiaufstauchprallplatten (7) des unteren zweiten Bodens Kerben hat, die den Bodenabschnitt der Ablaufvorrichtungen des oberen ersten Bodens umgeben, und sich aufwärts zwischen den Ablaufvorrichtungen entlang dem größeren Teil der Seitenwände der Ablaufvorrichtungen derart erstreckt, daß der Abstand zwischen der Oberkante der Antiaufstauchprallplatte und der Bodenfläche des Bodens darüber gleich dem entsprechenden Abstand zwischen der Antiaufstauchprallplatte und dem Boden der Ablaufvorrichtung in den Kerben, die den Boden der Ablaufvorrichtungen des oberen ersten Bodens umgeben, ist.
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