DE69407372T2 - Mikroprozessorbetriebene Kaltstartsteuerung für Dieselmotor - Google Patents

Mikroprozessorbetriebene Kaltstartsteuerung für Dieselmotor

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Steuergerät zur Steuerung des Einsatzes einer Kaltstarthilfe bei einem Dieselmotor gemäß der in der FR-A-23 39 750 gezeigten Art. Insbesondere ergibt die Erfindung ein Steuergerät auf der Grundlage eines Mikroprozessors, das zur Steuerung von entweder thermischen Starteinrichtungen oder der Äther-Injektion als Hilfe beim Kaltstart von Dieselmotoren verwendet werden kann.
  • Es ist beim Stand der Technik üblich, irgendeine Form von Starthilfe vorzusehen, um das Starten von Dieselmotoren zu unterstützen, wenn die Motoren kalt sind. Zwei in weitem Umfang verwendetet Starthilfen sind die Äther-Injektion oder -Einspritzung und Glühkerzen-Zündvorrichtungen, die eine kleine Menge des Dieseltreibstoffes in dem Motor-Ansaugkrümmer zünden, wobei die Zündvorrichtungen allgemein als thermische Starteinrichtungen bezeichnet werden. Die Äther-Injektion wird von manchen bevorzugt, weil sie einen schnelleren Kaltstart ergibt. Andererseits ziehen andere die thermischen Starteinrichtungen aufgrund ihrer geringen Kosten und dem Vorteil vor, daß die Starthilfe nicht nachgefüllt werden muß.
  • Jede Art von Starthilfe hat ihren eigenen Satz von Eigenschaften, so daß es üblich war, getrennte Hardware-Bauteile und Verkabelungen zu liefern, die speziell auf die Starthilfe an einem bestimmten Motor zugeschnitten waren. Hierdurch werden die Herstellungskosten vergrößert und die Fabriklagerbestände und die Konstruktion schwierig gemacht.
  • Es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein umkonfigurierbares Starthilfe-Steuergerät zum Starten von kalten Dieselmotoren zu schaffen, wobei das Steuergerät in gleicher Weise zur Steuerung entweder der Äther-Injektion oder von thermischen Startvorrichtungen geeignet ist.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine umkonfigurierbare Dieselmmotor-Kaltstart-Steuervorrichtung geschaffen, die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Vorrichtung folgende Teile umfaßt:
  • - ein programmierbares Steuergerät, in dem Konfigurationsdaten gespeichert sind, die erste und zweite Arten von Kaltstarthilfe-Vorrichtungen definieren, und
  • - eine Kaltstarthilfe-Vorrichtung für den Motor, wobei die Kaltstarthilfe-Vorrichtung von einer der ersten und zweiten Arten ist.
  • Die Erfindung ist darauf gerichtet, ein Starthilfe-Steuergerät der vorstehend beschriebenen Art zu schaffen, das wenig aufwendig ist und wenige Teile zusätzlich zu denen erfordert, die bereits an einem üblichen dieselgetriebenen Traktor vorhanden sind.
  • Die Kaltstarthilfe-Vorrichtung umfaßt weiterhin einen Zündschalter und einen Kaltstartschalter, wobei das Steuergerät auf die Betätigung des Kaltstartschalters anspricht, um ein Signal zu erzeugen, das eine erste Dauer aufweist, wenn die Konfigurationsdaten die erste Art von Kaltstarthilfe-Vorrichtung definieren, und das eine zweite Dauer aufweist, wenn die Konfigurationsdaten die zweite Art von Kaltstarthilfe-Vorrichtung definieren. Es sind Einrichtungen vorgesehen, die auf das Signal und den Zündschalter ansprechen, um die Kaltstarthilfe-Vorrichtung einzuschalten.
  • Vorzugsweise umfaßt die erste Art von Kaltstarthilfe-Vorrichtung ein thermisches Startelement, und die zweite Art von Kaltstarthilfe-Vorrichtung umfaßt eine magnetpulenbetätigte Äther- Injektionsvorrichtung.
  • Es sind weiterhin Meßeinrichtungen vorgesehen, um die Motordrehzahl zu messen, wobei das Steuergerät in dem Fall, in dem die Kaltstarthilfe-Vorrichtung eine Äther-Injektionsvorrichtung ist, das Signal nur dann erzeugt, wenn die Motordrehzahl großer als eine vorgegebene Drehzahl ist. Weiterhin ist ein Motortemperaturmeßfühler vorgesehen, wobei das Steuergerät auf den Motortemperatur-Meßfühler anspricht, um die Erzeugung des Signals zu verhindern, wenn die Motortemperatur zumindest so groß ist, wie eine vorgegebene Temperatur.
  • Eine Dieselmotor-Kaltstart-Steuervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung wird nunmehr ausführlicher in Form eines Beispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschreiben, in denen:
  • Figur 1 ein Schaltbild der Dieselmotor-Kaltstart- Steuervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung ist, und
  • Figur 2 ein Ablaufdiagramm ist, das die Schritte einer Kaltstartroutine darstellt, die von dem Steuergerät ausgeführt werden, um selektiv entweder eine thermische Startvorrichtung oder eine Äther-Injektionsvorrichtung zu steuern.
  • Unter Bezugnahme auf Figur 1 ist zu erkennen, daß eine Dieselmotor-Kaltstart-Steuervorrichtung, die gemäß den Grundgedanken der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist, einen Zündschalter 10, einen Tast-Kaltstartschalter 12, ein Steuergerät 14 auf der Grundlage eines Mikroprozessors, zwei Transistoren 16 und 18, eine Kaltstartlampe 20, ein Kaltstartrelais 22 mit einem Satz von normalerweise offenen Kontakten 22a und einen Motor- Drehzahlmeßfühler 24 zur Messung der Drehzahl eines Dieselmotors 26 umfaßt. Ein Temperaturmeßfühler 28 mißt die Temperatur des Motors 26, und der Motor ist entweder mit einer thermischen Startvorrichtung 30 mit einer Glühkerzen-Zündvorrichtung oder mit einer Äther-Injektionsvorrichtung 32 versehen, die durch eine Äther-Injektionsmagnetspule gesteuert wird. Es sollte klar sein, daß ein bestimmter Dieselmotor 26 entweder eine thermische Startvorrichtung 30 zum Erhitzen der Motor-Verbrennungskammern durch Zünden eines gesteuerten Volumens des Dieseltreibstoffs in dem Motor-Ansaugkrümmer oder ein Ather-Injektionssystem aufweist, das Äther in den Lufteinlaß des Motors injiziert, wenn die Magnetspule 32 mit Energie versorgt wird.
  • Der Zündschalter 10 weist drei Stellungen auf: AUS, BETRIEB und ANLASSEN. In den BETRIEBS- und ANLASS-Stellungen und während der Schalter zwischen den BETRIEBS- und ANLASS-Stellungen bewegt wird, wird eine Batteriespannung +12B über den Schalter 10 und über eine Leitung 34 an eine Seite des Kaltstartschalters 12 angelegt. Der Kaltstartschalter befindet sich in der Traktorkabine in leichter Reichweite des Traktor-Fahrers. Die andere Seite des Schalters 12 ist über eine Leitung 36 mit einem Eingang des Steuergerätes 14 verbunden.
  • In gleicher Weise wird, wenn der Schalter 10 sich in der BETRIEBS- oder ANLASS-Stellung befindet oder zwischen diesen beiden Stellungen bewegt wird, die Batteriespannung über den Schalter an den Kollektor des Transistors 16 angelegt. Die Basis des Transistors ist zum Empfang von Ausgangssignalen von dem Steuergerät 14 angeschaltet. Der Emitter des Transistors 16 ist über die Magnetspule des Kaltstartrelais 22 mit Erde verbunden.
  • Die normalerweise offenen Kaltstartrelais-Kontakte 22a sind zwischen +12B und einem Steckverbinder 38 eingeschaltet. Dieser Steckverbinder paßt mit einem Steckverbinder zusammen, der an dem Motor 26 angeordnet und über eine Kaltstarthilfe-Vorrichtung mit Erde verbunden ist, die entweder eine thermische Startvorrichtung 30 sein kann, wie dies mit durchgezogenen Linien in Figur 1 gezeigt ist, oder die die Äther-Injektions-Magnetspule 32 sein kann, wie dies strichpunktiert gezeigt ist.
  • Wie dies weiter unten erläutert wird, wird der Tansistor 16 durch ein von dem Steuergerät 14 erzeugtes Signal eingeschaltet. Wenn der Tansistor eingeschaltet ist, wird das Relais 22 mit Energie versorgt und die Kontakte 22a schließen, so daß die Batteriespannung an die thermische Startvorrichtung 30 oder die Äther-Injektions-Magnetspule 20 angelegt wird, je nachdem welche vorhanden ist. Der Transistor 16 und das Relais 22 bilden somit eine Torsteuereinrichtung, die auf das von dem Steuergerät erzeugte Signal ansprucht, um die Kaltstarthilfe-Vorrichtung mit Energie zu versorgen. Obwohl ein elektromagnetisches Relais 22 gezeigt ist, kann auch ein elektronisches Relais verwendet werden.
  • Der Transistor 18 weist einen mit +12B verbundenen Kollektor und einen über die Kaltstartlampe 20 mit Erde verbundenen Emitter auf. Die Basis des Transistors ist zum Empfang eines Signals von dem Steuergerät 14 angeschaltet. Wenn das Steuergerät 14 ein Signal (ungefähr +5V) abgibt, schaltet es den Transistor 18 ein, wodurch die Kaltstartlampe 20 für die Dauer des Signals aufleuchtet.
  • Die Kaltstartlampe 20 befindet sich auf einer Fahrer-Anzeigekonsole in der Traktorkabine. Die Lampe 20 wird bei der vorliegenden Erfindung dazu verwendet, dem Fahrer ein optisches Siganal zu liefern, wenn die Kaltstarthilfe-Vorrichtung mit Energie versorgt wird (Lampe eingeschaltet) oder wenn sie erneut mit Energie versorgt werden kann (Lampe aus).
  • Das Steuergerät 14 schließt einen Mikroprozessor und Analog-/ Digital-Wandler ein. Das Steuergerät ist mit verschiedenen Meßfühlern auf dem Traktor verbunden und steuert eine (nicht gezeigte) Anzeigekonsole in der Fahrerkabine, um den Fahrer über verschiedene Bedingungen zu informieren, wie z.B. Motordrehzahl, Motortemperatur, Fahrgeschwindigkeit, Ölstand usw.
  • Wie dies in Figur 1 gezeigt ist, sind der Motor-Temperaturmeßfühler 28 und der Motor-Drehzahlmeßfühler 24 als Eingänge mit dem Steuergerät 14 verbunden. Das Steuergerät führt ein Progamm aus, das alle 10 ms wiederholt wird. Während jeder Ausführung des Programms tastet das Steuergerät die Größe des von dem Temperaturmeßfühler 28 erzeugten Signals ab und wandelt diese in einen Digitalwert um.
  • Der Drehzahlmeßfühler 24 umfaßt ein verzahntes Rad 40, das auf der Ausgangswelle 42 des Dieselmotors 26 befestigt ist, und einen Reluktanz-Meßfühler 44, der das Vorbeilaufen der Zähne auf dem Rad mißt, wenn sich die Welle dreht. Das Steuergerät 14 akkumuliert von dem Meßfühler 44 erzeugte Impulse, um eine Anzeige der Drehzahl des Motors 26 in Umdrehungen pro Minute der Welle 42 abzuleiten.
  • Wenn der Fahrer den Zündschalter in die BETRIEBS-Stellung dreht, so wird Leistung an das Steuergerät angelegt und dieses führt einen Einschalt-Rücksetzvorgang aus, worauf es mit der Ausführung eines Hauptprogramms beginnt. Das Programm führt eine Programmschleife aus und wiederholt sich alle 10 ms.
  • Einer der Schritte in der Hauptprogrammschleife ist der Schritt 50, der der Einsprungschritt einer Kaltstartroutine ist, die in Figur 2 gezeigt ist. Im Schritt 50 bestimmt das Steuergerät, ob der Motor kalt ist, d.h., ob die Motortemperatur kleiner als 200 15 ist.
  • Wenn der Motor warm ist, so ist eine Kaltstarthilfe nicht erforderlich. Nach der Ausführung des Schrittes 50 verläßt das Programm die Kaltstartroutine nach Figur 2 und setzt die Ausführung der Hauptprogrammschleife fort.
  • Wenn im Schritt 50 festgestellt wird, daß der Motor kalt ist, so wird der Schritt 52 ausgeführt, um festzustellen, ob die Kaltstartlampe 20 ausgeschaltet ist. Unter der Annahme, daß dies die erste Ausführung der Kaltstartroutine ist, ist die Kaltstartlampe abgeschaltet. Das Steuergerät kann feststellen, ob die Kaltstartlampe ein- oder ausgeschaltet ist, indem ein Register-Bit abgetastet wird, das die Zuführung des Signals an die Basis des Transistors 18 steuert.
  • Die Routine bewegt sich dann zum Schritt 54, um festzustellen, ob der Kaltstartschalter 12 betätigt wurde.
  • Wenn die Prüfung im Schritt 54 ergibt, daß der Fahrer den 35 Kaltstartschalter 12 noch nicht niedergedrückt hat, so wird die Kaltstartroutine verlassen und das Steuergerät setzt die Ausführung der Hauptsteuerschleife fort. Die Hauptschleife wird wiederholt ausgeführt und jedesmal wenn die Kaltstartroutine erreicht wird, so werden die Schritte 50, 52 und 54 ausgeführt. Dies setzt sich fort, bis der Fahrer den Kaltstartschalter 12 betätigt.
  • Beim ersten Eintritt in die Kaltstartroutine nach der Betätigung des Schalters 12 werden die Schritte 50, 52 und 54 in der vorstehend beschriebenen Weise ausgeführt. Wenn jedoch der Schritt 54 ausgeführt wird, so stellt dieser fest, daß der Kaltstartschalter betätigt wurde, so daß sich das Programm zum Schritt 56 bewegt.
  • Der Schritt 56 bestimmt die spezielle Kaltstarthilfe, die dem Motor 26 zugeordnet ist. In dieser Hinsicht schließt das Steuergerät einen E²-PROM-Speicher ein, und in dem Speicher ist ein System-Konfigurationsdatenbyte gespeichert, das bestimmte physikalische Eigenschaften des Traktors definiert. Die System- Konfigurationsdaten werden im Werk oder im Kundendienstzentrum in dem Speicher eingestellt und schließen eine Anzeige ein, ob der Motor 26 eine thermische Startvorrichtung 30 oder eine Äther-Startvorrichtung 32 aufweist. Im Schritt 56 tastet das Steuergerät das System-Konfigurationsbyte ab und verzweigt sich entweder zum Schritt 58 oder zum Schritt 60.
  • Wenn der Schritt 56 zeigt, daß der Motor mit einer thermischen Startvorrichtung 30 versehen ist, so erfolgt eine Verzweigung zum Schritt 58, in dem ein 15-Sekunden-Zeitgeber gestartet wird. Im Schritt 62 legt das Steuergerät Signale an die Transistoren 16 und 18 an. Das an den Transistor 18 angelegte Signal schaltet diesen ein, wodurch die Kaltstartlampe 20 eingeschaltet wird.
  • Das an den Transistor 16 angelegte Signal schaltet den Transistor ein, wodurch das Kaltstartrelais 22 mit Energie versorgt wird. Die Relaiskontakte 22a schließen, wodurch Batteriespannung an das thermische Startelement 30 angelegt wird. Das Element 30 zündet eine kleine Treibstoffmenge, um den Motor aufzuwärmen, und wenn der Fahrer den Zündschalter auf die ANLASS-Stellung bewegt hat, so wird ein Anlasser 48 mit Energie versorgt, um den Motor anzulassen.
  • Wie dies durch die die Schritte 62 und 64 umfassende Schleife dargestellt ist, wird die Kaltstartlampe 20 für das gesamte 15-Sekunden-Intervall mit Energie versorgt, das im Schritt 58 eingeleitet wurde.
  • Wenn das 15-Sekunden-Intervall, das im Schritt 48 eingeleitet wurde, abgelaufen ist, verläuft die Routine zum Schritt 66 weiter, in dem die Signale an die Transistoren 16 und 18 beendet werden. Hierdurch wird die Kaltstartlampe 20 abgeschaltet und das Kaltstartrelais 22 entregt. Die Relaiskontakte 22a öffnen sich, um die Batteriespannung von der thermischen Startvorrichtung 30 abzuschalten.
  • Nach dem Abschluß des Schrittes 66 erfolgt ein Verlassen dieser Routine zum Hauptprogramm. Wenn der Motor während des 15-Sekunden-Intervalls nicht startet, so kann der Fahrer es erneut dadurch versuchen, daß der Zündschalter abgeschaltet und dann die vorstehend beschriebene Folge von Schritten wiederholt wird. Alternativ kann er den Zündschalter weiter in der ANLASS- Stellung halten und den Kaltstartschalter 12 erneut betätigen.
  • Wenn die Prüfung im Schritt 56 anzeigt, daß der Motor 26 mit einer Äther-Kaltstarthilfe-Vorrichtung ausgerüstet ist, so verzweigt sich das Programm zum Schritt 60, in dem die Motordrehzahl geprüft wird, um festzustellen, ob der Motor zum Anlassen gedreht wird. Dies wird dadurch erreicht, daß die Drehgeschwindigkeit der Motorausgangswelle 42 gemessen wird.
  • Wenn sich die Welle nicht mit mehr als 50 Umdrehungen pro 30 Minute dreht, so wird der Schritt 60 zum Hauptprogramm hin verlassen. Dies vermeidet die Injektion von Äther in den Motor, wenn der Fahrer den Zündschalter nicht auf die ANLASS- Stellung gedreht hat oder wenn sich der Motor bei sich in der ANLASS-Stellung befindlichen Zündschalter nicht dreht.
  • Wenn das Hauptprogramm beim nächsten Mal den Kaltstartroutineschritt 50 erreicht, werden die Schritte 52, 4, 56, 58 und 60 in der vorsehend beschriebenen Weise wiederholt. Wenn der Fahrer den Zündschalter auf die ANLASS-Stellung gedreht hat und der Motor-Anlasser hierauf angesprochen hat, so daß die Motordrehzahl zumindest 50 Umdrehungen pro Minute beträgt, so verläuft die Routine vom Schritt 60 zum Schritt 70, in dem Zeitgeber gestartet werden, um ein 3-Sekunden- und ein 6-Sekunden-Intervall abzumessen. Das Kaltstratrelais 22 wird mit Energie versorgt (Schritt 72) und die Kaltstartlampe 20 wird eingeschaltet (Schritt 74), indem Signale zum Einschalten der Transistoren 16 und 18 ausgesandt werden.
  • Der im Schritt 70 gestartete 3-Sekunden-Zeitgeber bestimmt die Dauer der Intervalle, über die das Kaltstartrelais 22 mit Energie versorgt wird, so daß dessen Kontakte 22a schließen und die Magnetspule 32 mit Energie versorgen, um Äther in den Lufteinlaß des Motors zu injizieren. Während der Zeitsteuerung des 3-Sekunden-Intervalls erweist sich die Überprüfung im Schritt 76 als falsch, und die Routine verläuft schleifenförmig zurück, um die Schritte 72 und 74 zu wiederholen. Am Ende des 3-Sekunden-Intervalls erweist sich die Prüfung im Schritt 76 als wahr, und der Schritt 78 wird ausgeführt, um das Signal an den Transistor 16 zu beenden. Dies bewirkt, daß sich die Relaiskontakte 22a öffnen, so daß die Äther-Injektionsmagnetspule 28 abgeschaltet wird.
  • Der 6-Sekunden-Zeitgeber, der im Schritt 70 gestartet wird, bemißt das minimale Intervall, das zwischen den Anfängen von zwei Äther-Injektionen auftreten kann. Wenn der Schritt 78 erreicht ist, so sind 3 Sekunden des 6-Sekunden-Intervalls abgelaufen. Für die nächsten 3 Sekunden führt die Routine wiederholt die die Schritte 80, 74, 76 und 78 einschließenden Schritte aus, wodurch die Kaltstartlampe 20 eingeschaltet gehalten wird. Wenn der 6-Sekunden-Zeitgeber abläuft, bewegt sich die Routine vom Schritt 80 zum Schritt 82, indem die Kaltstartlampe 20 abgeschaltet wird, worauf diese Routine zur Hauptroutine hin verlassen wird.
  • Der 3-Sekunden-Zeitgeber legt die tatsächliche Periode fest, über die die Injektions-Magnetspule 32 mit Energie versorgt wird, um Äther in den Motor-Lufteinlaß zu injizieren. Der 6-Sekunden-Zeitgeber stellt sicher, daß der Fahrer keine weitere Ätherinjektion für zumindestens 3 Sekunden nach dem Abschluß einer vorhergehenden Injektion einleiten kann. Dies stellt ein Sicherheitsmerkmal dar, das die Injektion einer zu großen Menge an Äther in dem Fall verhindert, bei dem der Motor während eines Äther-Injektionsintervalls nicht startet. Wenn der Motor während des ersten 6-Sekunden-Intervalls nicht startet, kann der Fahrer eine weitere Ätherinjektion dadurch einleiten, daß er erneut den Kaltstartschalter 12 niederdrückt. Die Äther-Injektionsfolge wird in der vorstehend beschriebenen Weise wiederholt, wenn der Fahrer den Zündschalter 10 weiter in der ANLASS-Stellung hält.
  • Zusammenfassend ist festzustellen, daß die Schritte 50, 52 und 54 der Kaltstartroutine bestimmen, ob eine Kaltstarthilfe erforderlich ist. Der Schritt 56 bestimmt die Art der Kaltstarthilfe-Vorrichtung, die für den Motor vorgesehen ist. Wenn der Motor eine thermische Starthilfe aufweist, werden die Schritte 58, 62, 64 und 66 ausgeführt, um die Zeitdauer (für 15 Sekunden) der Zuführung von Energie an die thermische Startvorrichtung 30 zu steuern. Wenn der Motor eine Äther-Starthilfe aufweist, so prüft der Schritt 60 als eine Sicherheitsmaßnahme, ob der Motor gedreht wird, und wenn er gedreht wird, so werden die Schritte 72, 74, 76, 80 und 82 ausgeführt, um die Zeitdauer einer 3-Sekunden-Ätherinjektion gefolgt von einer Wartezeit von 3 Sekunden festzulegen. Nachdem der Schritt 66 oder 82 ausgeführt wurde, kann eine weitere Zeitsteuerfolge durch Niederdrückeeen des Kaltstartschalters 12 eingeleitet werden.
  • Aus der vorstehenden Beschreibung ist zu erkennen, daß die vorliegende Erfindung eine neuartige Vorrichtung zur selektiven Steuerung von entweder Äther- oder thermischen Kaltstarthilfen für Dieselmotoren ergibt. Die Vorrichtung kann dadurch umkonfiguriert werden, daß lediglich die Konfigurationsdaten in dem Steuergeräte-Speicher geändert werden, um den Kaltstart von Dieselmotoren zu steuern, die irgendeine Art von Kaltstarthilfe aufweisen, so daß eine verringerte Anzahl von Teilen in der Lagerhaltung erforderlich ist. Bei Anwendung auf bestimmte vorhandene Traktormodelle sind die einzigen zusätzlich erforderlichen Elemente das Kaltstartrelais 22 und dessen Transistortreiber. Gleichzeitig ermöglicht die Vorrichtung den Fortfall eines Temperatur- (Betriebssicherheits-) Schalters, der bei den derzeit verwendeten Äther-Kaltstarthilfe-Steuerungen verwendet wird.
  • Obwohl eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung mit speziellen Einzelheiten, insbesondere speziell für die Äther- Injektion beschrieben wurde, ist es verständlich, daß beispielsweise eine Alkohol-Injektion als eine Kaltstarthilfe verwendet werden kann.

Claims (11)

1. Kaltstart-Steuervorrichtung für einen Dieselmotor mit einer Kaltstarthilfe-Vorrichtung (30,32) für den Motor (26), wobei die Kaltstarthilfe-Vorrichtung von einer von ersten und zweiten Arten ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung umkonfigurierbar ist und ein programmierbares Steuergerät (14) aufweist, in dem Konfigurationsdaten gespeichert sind, die die ersten und zweiten Arten von Kaltstarthilfe-Vorrichtungen (30,32) definieren.
2. Kaltstart-Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Art von Kaltstarthilfe- Vorrichtungen eine thermische Startvorrichtung (30) umfaßt, und daß die zweite Art von Kaltstarthilfe-Vorrichtungen eine Äther- Injektionsvorrichtung (32) umfaßt.
3. Kaltstart-Steuervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung weiterhin folgende Teile umfaßt:
- einen Zündschalter (10),
- einen Kaltstartschalter (12), wobei die Anordnung derart ist, daß das Steuergerät (14) auf die Betätigung des Kaltstartschalters (12) anspricht, um ein Signal zu erzeugen, das eine erste Dauer aufweist, wenn die Konfigurationsdaten die erste Art von Kaltstarthilfe-Vorrichtung definieren, und das eine zweite Dauer aufweist, wenn die Konfigurationsdaten die zweite Art von Kaltstarthilfe-Vorrichtung definieren, und
- auf das genannte Signal und den Zündschalter (10) ansprechende Einrichtungen (16,22) zur Versorgung der Kaltstarthilfe-Vorrichtung (30/32) mit Energie.
4. Kaltstart-Steuervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät (14) das genannte Signal nicht mehr als einmal jedesmal dann erzeugt, wenn der Kaltstartschalter (12) betätigt wird.
5. Kaltstart-Steuervorrichtung nach Anspruch 4 oder 3 unter Rückbeziehung auf Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung weiterhin einen Motordrehzahl-Meßfühler (24) umfaßt, daß das Steuergerät (14) auf den Motordrehzahl-Meßfühler (24) ansprechende Einrichtungen zum Sperren der Erzeugung des genannten Signals einschließt, wenn die Konfigurationsdaten die zweite Art von Kaltstarthilfe- Vorrichtung (32) definieren und die gemessene Motordrehzahl unter einer vorgegebenen Drehzahl liegt.
6. Kaltstart-Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 3-5 unter Rückbeziehung auf Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte Signal eine Dauer von ungefähr 3 Sekunden hat, wenn die Konfigurationsdaten die zweite ARt von Kaltstarthilfe-Vorrichtung (32) definieren.
7. Kaltstart-Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 3-6 unter Rückbeziehung auf Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät die Feststellung der Betätigung des Kaltstartschalters (12) für ein Zeitintervall nach der Erzeugung des genannten Signals verzögert, wenn die Konfigurationsdaten die zweite Art von Kaltstarthilfe-Vorrichtung (32) definieren.
8. Kaltstart-Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 3-7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung weiterhin einen Motortemperaturmeßfühler (28) umfaßt, und daß das Steuergerät (14) auf den Motortemperaturmeßfühler (28) anspricht, um die Erzeugung des Signals zu verhindern, wenn die Motortemperatur zumindestens so groß wie eine vorgegebene Temperatur ist.
9. Kaltstart-Steuervorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät die Betätigung des Kaltstartschalters (12) dadurch mißt, daß eine Spannung an einer Leitung (369 gemessen wird, die den Kaltstartschalter (12) mit dem Steuergerät (14) verbindet, um festzustellen, ob der Kaltstartschalter (12) betätigt wurde, und daß das Steuergerät (14) diese Spannung lediglich dann abtastet, wenn die Motortemperatur unterhalb der vorgegebenen Temperatur liegt.
10. Kaltstart-Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 3-9 unter Rückbeziehung auf Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte Signal eine Dauer von ungefähr 15 Sekunden aufweist, wenn die Konfigurationsdaten die erste Art von Kaltstarthilfe-Vorrichtung (30) definieren.
11. Kaltstart-Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 3-10, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung weiterhin eine Kaltstartlampe (20) aufweist, wobei das Steuergerät (14) die Kaltstartlampe zu Intervallen, zu denen das genannte Signal erzeugt wird, mit Energie versosrgt.
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