DE693845C - Geschosssichere leichte Schutzplatte - Google Patents

Geschosssichere leichte Schutzplatte

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DE693845C
DE693845C DE1936B0174883 DEB0174883D DE693845C DE 693845 C DE693845 C DE 693845C DE 1936B0174883 DE1936B0174883 DE 1936B0174883 DE B0174883 D DEB0174883 D DE B0174883D DE 693845 C DE693845 C DE 693845C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41HARMOUR; ARMOURED TURRETS; ARMOURED OR ARMED VEHICLES; MEANS OF ATTACK OR DEFENCE, e.g. CAMOUFLAGE, IN GENERAL
    • F41H5/00Armour; Armour plates
    • F41H5/02Plate construction
    • F41H5/04Plate construction composed of more than one layer
    • F41H5/0471Layered armour containing fibre- or fabric-reinforced layers
    • F41H5/0485Layered armour containing fibre- or fabric-reinforced layers all the layers being only fibre- or fabric-reinforced layers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Geschoßsichere leichte Schutzplatte Als Schutz gegen die zerstörende Einwirkung von Geschossen .aller Art isst bisher, soweit es _ sich um bewegliche Gegenstände, z. B. Geschütze, handelt, lediglich :eine Panzerung aus Stahl in seinen Legierungen verwendet worden. Kein anderer Werkstoff er-. reicht- eine ähnlich hohe Festigkeit gegen Schlag- und Stoßbeanspruchung. Man muß jedoch bei seiner Verwendung das verhältnismäßig hohe Gewicht einer Stahlpanzerung in Kauf nehmen. Die Rücksicht auf die Beweglichkeit von Fahrzeugen oder anderen Gegenständen bedingt -daher in vielen Fällen einen Verzicht auf eine Paxlz.erung oder zum mindesten auf eine genügende Stärke -derselben.
  • Es sind Vorschläge gemacht worden, als Panzerung eine aus mehreren Schichten- mit Zwischenlagen bestehende Glasplatte zu verwenden. Eine solche Platte hat' zwar den Vorzug der 'Durchsichtigkeit, muß aber so stark gewählt werden, daß sie gegenüber einer Stahlplatte von gleicher Durchschlagsfestigkeit keine Gewichtsersparnis mehr bedeutet. Außerdem lassen sich hieraus: nur Platten von ebener Fläche und -nur von beschränkter Größe herstellen.
  • Die große Widerstandskraft. von Platten aus geschichteten Faserstoffen mit Kunstharzen als Bindemittel gegen Biegung, Schlag und Stoß ist bekannt. Ihr niedriges spezifisches Gewicht, etwa iA, würde ihnen die Verwendung als Schutzplatten überall-da erschließen, wo eine Stahlpanzerung aus Gewichtsgründen ausscheidet. Es zeigt sich jedoch, daß solche Platten von Spitzgeschossen durchschlagen werden, da hierbei die ,auf die Flächeneinheit bezogene kinetische Energie sehr hohe Beträge annimmt, ohne daß es dem Werkstoff möglich ist, diesen Kraftaufwand auf größere Flächen zu verteilen und durch elastisches Ausweichen langsam zu vernichten. -Dieser Mangel wird erfindungsgemäß beseitigt, indem der Werkstoff eine Einlage aus einem oder mehreren Stahldrahtgeweben erhält, welche nur verhältnismäßig kleine Maschenöffnungen, besitzen. Vermöge guter Haftung -mit dem Grundwerkstoff kann der einzelne Gewebedraht beim Auftreffen eines Ge, schosses nicht seitlich ausweichen, zumal, wenn er einen, kantigen Querschnitt hat. Einem Zerreißen des Stahldrahtes kann durch Wahl einer besonders zähharten Legierung vorgebeugt werden. Die Energie des auftreffenden Geschosses wird also auf eine große Fläche übertragen und kann nun durch .elastisches Ausweichen in der Schußrichtung vernichtet werden. Die- große Elastizität verleiht also einer nach der Erfindung berge. stellten Schutzplatte ein weit .günstigeres Verhalten gegenüber der schlagartigen Einwirkung eines Geschosses, als es die starre Stahlplatte zeigen kann, die zur Zeit als Panzerung verwendet wird.
  • Durch die Stahlgeflechteinlage wird das Raumgewicht der Platten nur wenig erhöht. Eine einfache Rechnung ergibt unter der Annahme, daß in eine i cm starke, kunstharzgebundene Platte .aus geschichteten Faserstoffen ,ein quadratisches Geflecht aus vierkantigen Stahldrähten, i mal i mm stark, und je ein Draht auf 8 mm Länge, eingelegt wird, eine Erhöhung des Raumgewichtes von IA auf 2,3 g pro Kubikzentimeter.
  • Gemäß der Erfindung lassen sich auch durchscheinende und durchsichtige Platten herstellen, wenn der Ausgangsstoff klar und genügend homogen ist. Einer derartigen Schutzplatte kommt Bedeutung zu, wenn Fensteröffnungen zu sichern sind.
  • Die Herstellung des erfindungsgemäßen Werkstoffes ist verhältnismäßig einfach und entspricht weitgehend derjenigen. von handelsüblichen Platten aus geschichteten Faserstoffen mit Kunstharzbindun.g. Ohne großen Aufwand lassen sich auch gewölbte und andere Flächenformen herstellen, wie sie z. B. bei Schutzschilden - der Feldartillerie oder bei Stahlhelmen vorkommen. Solche Wölbungen können gleich beim Warmpreßvorgang geformt werden. Ebenso ist es möglich, Farbmuster, wie z. B. zur Tarnung zweckmäßig sind, nach bekannten Verfahren in die Oberfläche einzubetten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Geschoßdurchschlagsichere leichte Schutzplatte aus geschichteten Faserstoffen °mit Kunstharzen als Bindemittel für Schutzschilde, Schutzabdeckungen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren des Plattenbaustoffes zur Erhöhung der Festigkeit beim Beschuß als Bewehrungstinlagen Stahldrahtgewebe geeigneter Maschengröße in .ein- oder mehrfacher Lage eingebracht sind, die zur besseren Haftung mit dem Baustoff oberflächlich oxydiert öder aufgerauht sind.
DE1936B0174883 1936-07-17 1936-07-17 Geschosssichere leichte Schutzplatte Expired DE693845C (de)

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