GEBIET DER ERFINDUNG:
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Diese Erfindung bezieht sich allgemein auf die Faseroptik und betrifft
insbesondere verbesserte faseroptische Verbinder und Zugentlastungsbauteile solcher
Verbinder.
VORGESCHICHTE DER ERFINDUNG:
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Aus der Vielzahl der sich zur Zeit in gewerblicher Verwendung befindenden
faseroptischen Verbinder wird einer vom Erwerber dieser Erfindung hergestellt und
unter der Bezeichnung "SMA Fiber optic Connector for Cabled Glass Fiber 905
Compatible" verkauft. Gemäß der Darstellung in Fig. 1 ist ein Bauteil dieses
Erzeugnisses, das auch als "steckbare faseroptische Verbindungsleitung" bekannt
ist, eine Kontakthülse 10 mit einer ersten und einer zweiten Stirnseite 10a und
10b an den jeweiligen, einander gegenüberliegenden Hülsenenden mit einem
durch die Hülse durchtretenden, nicht gezeigten Kabeldurchgang und dessen
Auslaufen in den Stirnseiten 10a und 10b. An der Stirnseite 10a ist eine
Schutzhülse 12 aufgebracht, und ein Schutzhülsenhalter 14 umschließt diese. Zu den
weiteren dargestellten Bauteilen gehören eine Quetschhülse 16 und ein
Schrumpfschlauch 18. Wie aus der teilweise weggebrochenen Darstellung der
Hülse 10 in Fig. 2 ersichtlich ist, weist die Hülse eine vordere Büchse 10c und
eine hintere Büchse 10d auf.
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Bei Verwendung des in den Fig. 1 und 2 gezeigten Gerätes wird ein
faseroptisches Kabel hergestellt, indem zuerst ein Ende des Kabels durch den
Schrumpfschlauch 18 und die Quetschhülse 16 eingeschoben wird. Dabei weist sowohl der
Schlauch 18 und als auch die Hülse 16 einen den Außendurchmesser des
faseroptischen Kabels übersteigenden Innendurchmesser auf.
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Dem Einschieben des auf diese Weise mit dem Schlauch und der Quetschülse
zusammengesetzten Kabels in den Hülsendurchgang geht ein Entfernen einer
Länge des Faseraußenmantels zum Freilegen einer Länge des
Faserpolstermantels und dann das Entfernen einer Länge des freigelegten Polstermantels zum
Freilegen einer Länge der optischen Faser selbst voraus. Im Anschluß an das
Lösen des Schutzhülsenhalters 14, im typischen Fall durch Drehen des Kabels, bis
der Außenmantel an der Hülse anschlägt und sich das Fasermaterial auf der
gerieften Außenfläche der hinteren Hülse 10d ansammelt, wird das Kabel in den
Durchgang eingeschoben. Die Quetschhülse 16 wird nun vorgeschoben, bis sie
den unten angestoßenen und aufgesammelten Außenmantel des Kabels
umschließt. Die Hülse 16 wird nun auf das Fasermaterial und das Kabel aufgedrückt.
Der Schrumpfschlauch 18, der bei Erhitzen einen Zugentlastungsschuh darstellt,
wird nun auf der aufgedrückten Hülse nach Auftragen eines geeigneten Epoxyds
auf seine Innenseite und auf den Kabelmantel vorgeschoben und wird mit Hitze
aufgeschrumpft. Die optische Faser wird so dicht wie möglich an ihrer Stirnseite
10a angerissen und sachte bis zu ihrem Bruch weiter gezogen, und die
Faserstirnseite wird auf geeignete Weise poliert.
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Obwohl dieses eben beschriebene, nach dem Stand der Technik ausgebildete
Erzeugnis und die Praxis auf dem Gebiet der faseroptischen Kabel gewerbliche und
technologische Bedürfnisse erfüllt haben, hat das Erzeugnis vom Standpunkt der
Anmelder eine Zugentlastung nicht maximal bewirkt, insbesondere deshalb, weil
die die Zugentlastung bewirkende Aufdrückkraft auf die Fläche des auf der
gerieften Hülsenoberfläche aufliegenden Fasermantels beschränkt ist. Bei dem
Erzeugnis und der Praxis wird weiter ein Übermaß an Bauteilen verlangt, insbesondere
gilt dies für den Schrumpfschlauch, da das Anlegen der Hitze viel Handarbeit
verlangt.
ZUSAMMENFASSENDE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung sieht als ihre Hauptaufgabe die Ausbildung von
faseroptischen Verbindern vereinfachter Konstruktion und mit bei ihrer Anwendung
weniger Handarbeit an.
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Eine besondere Aufgabe der Erfindung liegt in der Ausbildung von verbesserten
Quetschhülsen für faseroptische Verbinder.
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Zum Erreichen dieser und weiterer Aufgaben sieht die Erfindung einen Verbinder
für ein faseroptisches Kabel der eine gepolsterte optische Faser enthaltenden
Bauart mit einem umschließenden Mantel einschließlich Fasermaterial vor, wobei
der Verbinder eine hintere Hülse und eine diese und das faseroptische Kabel
verbindende Quetschhülse aufweist, die ein zusammenquetschbares Hauptteil mit
einem ersten und einem zweiten offenen Ende aufweist und zwischen diesen einen
Durchgang ausbildet, das zusammenquetschbare Teil weiter eine erste, eine
zweite und eine dritte Innenfläche zum aufeinanderfolgenden Begrenzen des
Durchganges in der Längsrichtung des Hauptteils aufweist, die erste Innenfläche
vom ersten offenen Ende im Inneren des Hauptteils verläuft, das freiliegende
Fa
sermaterial des Kabels hält und die hintere Hülse umschließt, die zweite
Innenfläche den Mantel des Kabels an dem freiliegenden Fasermaterial hält und die dritte
Innenfläche vom zweiten offenen Ende im Inneren des Hauptteils verläuft, wobei
der Halbmesser der dritten Innenfläche (36) von einem Wert gleich dem des
zweiten Halbmessers an der zweiten Innenfläche (32) in Richtung auf das zweite
offene Ende graduell ansteigt, so daß der Halbmesser des zweiten offenen Endes
sowohl den zweiten Halbmesser als auch den Kabelhalbmesser übersteigt, und
so angeordnet ist, daß sie zum Vermindern eines durch Mikrobiegen
entstehenden Verlustes bei Ziehen des Kabels quer zum Hauptteil mit dem Kabel selektiv in
Anlage gelangt.
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Bei einer Ausführungsform der Quetschhülse weist der beanspruchte Verbinder
eine Quetschhülse zum Verbinden der hinteren Hülse eines Verbinders für ein
faseroptisches Kabel mit einem faseroptischen Kabel der eine gepolsterte optische
Faser enthaltenden Bauart mit einem umschließenden Mantel einschließlich
Fasermaterial auf, wobei die Quetschhülse ein zusammenquetschbares Hauptteil mit
einem ersten und einem zweiten offenen Ende aufweist und zwischen diesen
einen Durchgang ausbildet, das zusammenquetschbare Teil weiter eine erste, eine
zweite und eine dritte Innenfläche zum aufeinanderfolgenden Begrenzen des
Durchganges in der Längsrichtung des Hauptteils aufweist, die erste Innenfläche
vom ersten offenen Ende im Inneren des Hauptteils verläuft und gegenüber der
Mittelachse des Hauptteils einen ersten Halbmesser aufweist, die zweite
Innenfläche gegenüber der Mittelachse des Hauptteils einen zweiten Halbmesser mit
geringeren Abmessungen als die des ersten Halbmessers aufweist, die dritte
Innenfläche vom zweiten offenen Ende im Inneren des Hauptteils verläuft, wobei der
Halbmesser der dritten Innenfläche (36) von einem Wert gleich dem des zweiten
Halbmessers an der zweiten Innenfläche (32) in Richtung auf das zweite offene
Ende graduell ansteigt, so daß der Halbmesser am zweiten offenen Ende sowohl
den zweiten Halbmesser als auch den Kabelhalbmesser übersteigt, die erste
Innenfläche bei Aufquetschen des Hauptteils auf das Kabel das freiliegende
Fasermaterial des Kabels haltend erfaßt und die hintere Hülse umschließt, die zweite
Innenfläche bei Aufquetschen des Hauptteiles auf das Kabel den Mantel des
Kabels am freiliegenden Fasermaterial haltend erfaßt und die dritte Innenfläche so
angeordnet ist, daß sie zum Vermindern eines durch Mikrobiegen entstehenden
Verlustes bei Ziehen des Kabels quer zum Hauptteil mit dem Kabel selektiv in
Anlage gelangt.
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Die vorstehenden und weitere Aufgaben und Merkmale der Erfindung werden aus
der folgenden ins einzelne gehenden Beschreibung einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung und aus den Zeichnungen besser verstanden, wobei in
den Zeichnungen gleiche Bezugszeichen gleiche Bauteile benennen.
BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN:
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Fig. 1 ist eine auseinandergezogene Darstellung eines faseroptischen Verbinders
nach dem Stand der Technik.
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Fig. 2 ist eine teilweise weggebrochene Ansicht der Hülse des Verbinders nach
Fig. 1 gemäß dem Stand der Technik.
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Fig. 3 ist eine Schnittansicht, gesehen aus der Ebene III-III in Fig. 4, eines
aufquetschbaren Hauptteils gemäß der Erfindung.
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Fig. 4 ist eine Seitenansicht von links des in Fig. 3 gezeigten aufquetschbaren
Hauptteils.
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Fig. 5 ist eine Seitenansicht von rechts des in Fig. 3 gezeigten aufquetschbaren
Hauptteils.
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Fig. 6 ist eine schematische Darstellung einer Herstellung eines Kabels gemäß
der Erfindung.
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Fig. 7 ist eine Ansicht, teilweise im Schnitt und teilweise weggebrochen, mit
Darstellung des erfindungsgemäßen aufquetschbaren Hauptteils im
aufgequetschten Zustand mit einem faseroptischen Kabel und der
Ausgangskonstruktion eines faseroptischen Verbinders.
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Fig. 8 ist eine Seitenansicht von Fig. 7 von rechts.
INS EINZELNE GEHENDE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORMEN UND PRAKTIKEN:
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Gemäß den Fig. 3 bis 5 besteht eine erfindungsgemäße Quetschhülse aus
einem aufquetschbaren Hauptteil 20 mit einem ersten und einem zweiten offenen
Ende 22 bzw. 24. Ein Durchgang tritt durch das Hauptteil 20 durch, steht mit den
offenen Enden 22 und 24 in Verbindung und weist mindestens zwei ungleiche
Eigenschaften auf. Über der Länge L1 des Hauptteils wird der Durchgangsabschnitt
26 von der kreisrunden Innenseite 28 begrenzt, die gegenüber der Zentralachse
CA des Hauptteils einen Halbmesser R1 aufweist. Über der Länge L2 des
Hauptteils wird der Durchgangsabschnitt 30 durch die Innengewindefläche 32 begrenzt,
die einen von den Spitzen des Gewindes bestimmten Innenhalbmesser R2
aufweist.
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Gemäß der Darstellung in Fig. 3 übersteigt der Halbmesser R1 den Halbmesser
R2 wesentlich.
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Das Hauptteil 20 umfaßt vorzugsweise weiter einen sich über der Länge L3
erstreckenden dritten Durchgangsabschnitt 34 mit einer begrenzenden, zum
zweiten offenen Ende 24 verlaufenden Innenfläche 36, wobei das Ende 24 innerhalb
des Hauptteils liegt und gegenüber der Zentralachse CA entlang dieser allmählich
ansteigende Halbmesser aufweist mit einem den Halbmesser R2 fortlaufend
überbietenden Maß und das schließlich bei 24 im wesentlichen den Halbmesser des
Hauptteils 20 endgültig erreicht.
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Beim Herrichten zur Verwendung mit einem Hauptteil 20 werden von einem
faseroptischen Kabel mit einem auf diesem aufliegenden Hauptteil 20 der Mantel und
das Polster entfernt, wie beim Stand der Technik, und zwar am beabsichtigten
optischen Schnittstellenende. Derjenige Abschnitt des Kabels, der letztendlich im
Inneren der hinteren Hülse 10d und in dem über die Länge L1 verlaufenden
Durchgangsabschnitt 26 liegen soll, weist das aus dem Kabel nach außen gezogene
Fasermaterial, im typischen Fall Kelvarfasern auf, die dann nach vorne
überstehen. Zur späteren Anordnung in dem über die Länge L2 verlaufenden
Durchgangsabschnitt 30 wird die neben dem freiliegenden Fasermaterial befindliche
Kabelbekleidung intakt gehalten. Das auf diese Weise hergerichtete Kabel wird
zum Teil in der schematischen Darstellung von Fig. 6 gezeigt, wobei die
umman
telte Faser bei 38, die gepolsterte Faser bei 40 und das freiliegende
Fasermaterial bei 42 gezeigt wird.
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Das Kabel wird nun in den Durchgang der Hülse 10 eingeschoben und das
freiliegende Fasermaterial auf die geriefte Oberfläche der hinteren Hülse 10d
aufgelegt. Das Hauptteil 20 wird nun bis zum Umschließen des freiliegenden
Fasermaterials und der gerieften Oberfläche der hinteren Hülse 10d vorgeschoben und
wird aufgequetscht.
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Der Halbmesser R1 von Fig. 3 wird so ausgewählt, daß er das Aufschieben des
Hauptteils 20 auf das zusammengelegte Fasermaterial und die hintere Hülse 10d
auffängt. Der Halbmesser R2 von Fig. 3 wird so ausgewählt, daß er das
Aufschieben des Hauptteils auf die ummantelte Faser auffängt. Die Halbmesser der
Fläche 36 werden so gewählt, daß sie sie von der Anlage an der von der Fläche 32
abgelegenen ummantelten Faser freihalten.
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In den Fig. 6 und 7 wird das Hauptteil 20 in seinem aufgequetschten Zustand
gezeigt. Gemäß der Darstellung kann die Innenseite 28 nach dem Aufquetschen
des Hauptteils auf das Kabel das Fasermaterial 42 des Kabels im
Zusammenwirken mit der hinteren Hülse 10d, die das Hauptteil umschließt, haltend erfassen.
Gemäß der Darstellung kann die Innenfläche 32 nach dem Aufquetschen des
Hauptteils auf das Kabel selbst den Mantel des Kabels haltend erfassen.
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Gemäß der Darstellung in Fig. 7 liegt die Fläche 36 im Normalfall nicht in Anlage
mit dem Kabel, sondern kann selektiv mit ihm in Anlage gelangen, um durch
Mikrobiegen entstehende Verluste bei Herausziehen des Kabels quer zu der
zentralen Achse des zusammenquetschbaren Teiles zu verringern.
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Ohne Abweichen von der Erfindung, wie sie beansprucht wird, können
verschiedenartige Änderungen an der Konstruktion der beschriebenen
Verbinderanordnung und des aufquetschbaren Hauptteils (Quetschhülse) offensichtlich
vorgenommen werden. Es wird damit anerkannt werden, daß, während die zweite
Innenfläche vorzugsweise radial nach innen gerichtete Mittel zum Verbessern des
haltenden Erfassens des Mantels des Kabels am freiliegenden Fasermaterial in
Form eines Gewindes aufweist, andere Mittel verwendet oder auch weggelassen
werden können. Während die hintere Hülse des Verbinders vorzugsweise radial
nach außen gerichtete Mittel zum Verbessern der haltenden Anlage des
freiliegenden Fasermaterials in Form von Riefen aufweist, können ebenso auch andere
Mittel verwendet oder weggelassen werden. Folglich ist verständlich, daß die im
einzelnen offenbarten und dargestellten Ausführungsformen in einem
erläuternden und nicht in einem beschränkenden Sinne zu verstehen sind. Der Umfang der
Erfindung wird in den folgenden Patentansprüchen herausgestellt.