DE69108136T2 - Wundabdeckmaterial. - Google Patents

Wundabdeckmaterial.

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DE69108136T2 DE1991608136 DE69108136T DE69108136T2 DE 69108136 T2 DE69108136 T2 DE 69108136T2 DE 1991608136 DE1991608136 DE 1991608136 DE 69108136 T DE69108136 T DE 69108136T DE 69108136 T2 DE69108136 T2 DE 69108136T2
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Description

    Hintergrund der Erfindung 1. Gebiet der Erfindung
  • Diese Erfindung betrifft verbesserte Wundabdeckmaterialien. Insbesondere betrifft die Erfindung Wundabdeckmaterialien mit hydrophiler Oberfläche. Die vorliegenden Wundabdeckmaterialien werden auf eine Stelle eines Hautdefekts appliziert, wenn die Haut durch Verwundung, Verbrennung und dgl. verletzt ist.
  • 2. Beschreibung des Standes der Technik
  • Es gibt sogenannte Trockenpflaster und Naßpflaster als Maßnahme und Material zum Behandeln von Wunden, einschließlich traumatischer Hautwunden und von durch Hautentnahme für Hautplastiken verursachten Wunden, sowie von auf Krankheit zurückzuführenden Wunden. Bei ersteren erreicht man eine Heilung durch Trockenhalten der Wundstelle bis zur Schorfbildung. Letztere dienen der Schaffung einer angemessen feuchten Umgebung, damit Epidermiszellen aufschwimmen können. Es hat sich gezeigt, daß sich bei letzterer Maßnahme eine raschere Wundheilung erreichen läßt, es zu weniger Trockennekrose kommt und eine Schutzwirkung auf die Wundoberfläche erreichbar ist.
  • Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß bei Verwendung einer chirurgischen Abdeckung, d.h. bei einer der Feucht- oder Naßabdecktechniken, eine große Menge Exsudat zurückgehalten wird. Da dieses möglicherweise durch die Wundoberfläche reabsorbiert wird, ist die Infektionsgefahr hoch. Darüber hinaus kann ein direkter Kontakt des Klebstoffs mit der Wundoberfläche für die Wundheilung von Nachteil sein. Die Abdeckung kann sich ferner von der Wundoberfläche lösen. Es gibt zwar eine Abdeckung mit an der mit der Wundoberfläche zu kontaktierenden Oberfläche befestigten schmalen Vorsprüngen, diese ist jedoch andererseits schwierig zu entfernen.
  • Um nun diesen Schwierigkeiten zu begegnen, wurden Abdeckmaterialien mit einem biologischen Polymer, wie Collagen, Chitin oder Fibrin, auf die mit der Wundstelle zu kontaktierenden Fläche oder Abdeckmaterialien, bei denen im Gummigrundmaterial ein Feuchtigkeit zurückhaltender Bestandteil dispergiert ist, bereitgestellt, um einen engen Kontakt, eine nicht-Haftung und die Erhaltung eines hochwäßrigen Zustandes sicherzustellen. Darüber hinaus sind von uns auch Wundabdeckmaterialien mit einer ein biologisch verträgliches Hydrogel bildenden Trägerschicht (beispielsweise Carboxymethylcellulose, Arginat, Hyaluronat oder Poly(meth)acrylat), bei welcher mindestens ein Teil der mit der Wundstelle in Kontakt zu bringenden Fläche mit einer wasserabstoßenden Substanz beschichtet ist, und einer das Eindringen von Feuchtigkeit einstellenden Schicht, die auf der der mit der Wundkontaktfläche in Kontakt zu bringenden Trägerschicht gegenüberliegenden Seite gebildet ist, bereitgestellt (vgl. offengelegte japanische Patentanmeldung Nr. 183 760/1987). Sämtliche der geschilderten Materialien haben ihren Bestimmungszweck bis zu einem gewissen Grad erfüllt.
  • Es gibt auch bereits poröse makromulekulare Membranen als Trockenpflaster oder -abdeckmaterialien. Da solche Membranen zu einer Fixierung der Abdeckung auf der Wundoberfläche führen, die beim Ablösen zu Blutungen führt, wurden in jüngster Zeit auch bereits Abdeckungen mit einem nicht haftenden porösen Film (Melolin , Smith & Nephew Limited) auf der mit der Wundoberfläche in Kontakt gelangenden Fläche in den Handel gebracht.
  • Obwohl die beschriebenen bekannten Abdeckmaterialien bis zu einem gewissen Grad wirksam sind, gibt es noch ein Problem bezüglich der physikalischen Eigenschaften bei Verwendung als Wundabdeckmaterial, indem nämlich das zur Bildung einer biologisch verträglichen Grundschicht auf der mit der Wundstelle in Kontakt gelangenden Fläche verwendete Material einem Abbau oder einer Ablösung unterliegen kann. Darüber hinaus können möglicherweise die Abbau- oder Ablösungsprodukte mit dem Risiko einer Verzögerung der Wundheilung als Fremdmaterial erkannt werden. Obwohl die das Eindringen von Feuchtigkeit einstellende Schicht auf der der mit der Wundkontaktfläche in Kontakt gelangenden Trägerschicht gegenüberliegenden Seite eine angemessene Feuchtigkeitseindringfähigkeit und die Fähigkeit zur Hemmung eines Mikrobenangriffs aufweisen muß, werden beide Erfordernisse von den betreffenden Materialien nur in begrenztem Maße erfüllt.
  • Der Erfindung lag folglich die Aufgabe zugrunde, Wundabdeckmaterialien bereitzustellen, die infolge Beschichtung der Oberfläche und der Poreninnenwandflächen einer hydrophoben porösen Membran (um sie hydrophil zu machen) mit einem nichtionischen grenzflächenaktiven Mittel oder einem grenzflächenaktiven Mittel aus einer Aminosäure einen guten Kontakt mit der Wundoberfläche zu halten vermögen, beim Kontakt mit der Wunde nicht ohne weiteres abgebaut und abgelöst werden und die Fähigkeit zu einer Begünstigung der Wundheilung, insbesondere einer Regeneration der Epidermis besitzen, um eine rasche Wundtherapie zu ermoglichen, und die darüber hinaus auch noch infolge der hydrophilen porösen Membran feuchtigkeitsdurchlässig sind.
  • Bislang wurden poröse Membranen hervorragender Membranfestigkeit und Trennkapazität durch Hydrophilisierungsbehandlung hydrophober Membranen hergestellt. Eine zu diesem Zwecke bekannte Behandlung wird in der offengelegten japanischen Patentanmeldung Nr. 93 734/1983 beschrieben. Hierbei werden auf der Membranoberfläche durch Behandeln mit einer wäßrigen Alkalilösung, z.B. NaOH oder KOH, hydrophile Gruppen bereitgestellt. Aus der offengelegten japanischen Patentanmeldung Nr. 17 978/1979 ist ein Verfahren bekannt, bei dem eine hydrophobe poröse Membran in einen Alkohol getaucht und mit einer wäßrigen Lösung eines wasserlöslichen Polymers behandelt und dann getrocknet wird. Das auf der Oberfläche verbliebene wasserlösliche Polymer wird dann z.B. durch Wärmeeinwirkung unlöslich gemacht.
  • Die bekannten Behandlungsmaßnahmen zum Hydrophilisieren hydrophober poröser Membranen sind jedoch mit einer Reihe von im folgenden beschriebenen Schwierigkeiten behaftet. Bei ersterem Verfahren, bei dem auf der Oberfläche durch Behandeln mit einer wäßrigen Alkalilösung hydrophile Gruppen bereitgestellt werden, besteht die Möglichkeit, daß durch die Behandlung die Membranfestigkeit vermindert wird. Das Verfahren, bei dem eine Behandlung mit einer wäßrigen Lösung eines wasserlöslichen Polymers, eine anschließende Trocknung und eine Bestrahlungsbehandlung zum Unlöslichmachen durchgeführt werden, dauert vom Eintauchen in den Alkohol bis zum Ersatz desselben durch eine wäßrige Polymerlösung recht lange und ist möglicherweise von einer Verminderung der Membranfestigkeit bei der Behandlung zum Unlöslichmachen, sowie eine Verschlechterung der Trennkapazität durch Ändern des Porendurchmessers der Membran begleitet.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Die geschilderte Aufgabe läßt sich mit einem Wundabdeckmaterial in Form einer hydrophoben porösen Membran lösen, wobei die Oberfläche und die Innenwandflächen der Poren der hydrophoben Membran mit einem nichtionischen grenzflächenaktiven Mittel oder einem grenzflächenaktiven Mittel in Form einer Aminosäure beschichtet sind, die hydrophobe Membran aus einem Polyolefin oder einem halogenierten Polyolefin besteht, das nichtionische grenzflächenaktive Mittel aus einem Propylenoxid/Ethylenoxid-Blockcopolymer, bei dem in geeigneter Weise 60 bis 90 Gew.-% des Gesamtmoleküls von einer Ethylenoxidkette eingenommen sind, besteht,und das grenzflächenaktive Mittel in Form einer Aminosäure anionisch ist und als hydrophile Gruppe eine Aminosäure und als hydrophobe Gruppe eine Fettsäure enthält.
  • Die genannte erfindungsgemäße hydrophobe poröse Membran erhält man unter Verwendung eines Polyolefins, z.B. Polypropylen, Polyethylen oder eines Copolymers derselben, oder eines halogenierten Polyolefins, z.B. Polyvinylidenfluorid, eines Copolymers aus Vinylidenfluorid und Propylenhexafluorid oder eines Gemischs derselben, als Ausgangsmaterial. Der Porendurchmesser der porösen hydrophoben Membran beträgt durchschnittlich 0,01 bis 1,0 um.
  • Das grenzflächenaktive Mittel auf Aminosäurebasis enthält als hydrophile Gruppe insbesondere L-Glutaminsäure und als hydrophobe Gruppe eine Fettsäure.
  • Die erfindungsgemäßen Wundabdeckmaterialien erhält man beispielsweise nach folgenden Verfahren. Die Verfahren bestehen in höchst einfacher und bequemer Weise lediglich in einem Eintauchen eines Grundmaterials für die poröse hydrophobe Membran in eine Lösung eines nichtionischen grenzflächenaktiven Mittels und Trocknen desselben. Das Lösungsmittel kann aus einem beliebigen Lösungsmittel mit der Fähigkeit zum Auflösen des nicht ionischen grenzflächenaktiven Mittels und mit Affinität zum Grundmaterial für die poröse hydrophobe Membran, jedoch ohne Lösungsfähigkeit für dasselbe bestehen. Obwohl als Lösungsmittel Wasser verwendet werden kann, ist es in diesem Falle erforderlich, die hydrophobe poröse Membran in einen Alkohol zu tauchen, um zur Hydrophilisierung derselben einen Wasseraustausch herbeizuführen.
  • Als nichtionisches grenzflächenaktives Mittel kommt vorzugsweise ein Propylenoxid/Ethylenoxid-Blockcopolymer in Frage. Die Ethylenoxidkette des Copolymers nimmt vorzugsweise 60 bis 90 Gew.-% des Gesamtmoleküls ein, und zwar insbesondere in Fällen, in denen die poröse Membran zu medizinischen Zwecken, für die eine hohe Sicherheit erforderlich ist, verwendet wird. Das Lösungsmittel besteht vorzugsweise aus einem niedrigen Alkohol, wie Methanol, Ethanol oder Propanol. Das Produkt kann bei einem Ethylenoxidanteil unter 60 Gew.-% des Gesamtmoleküls toxisch und für medizinische Zwecke ungeeignet sein. Bei (Ethylenoxid)-Anteilen über 90 Gew.-% ist die Affinität zu hydrophoben Substanzen infolge eines niedrigen Anteils an der hydrophoben Propylenoxidkette schlecht. Dadurch bereitet es Schwierigkeiten, das Mittel gleichmäßig auf der hydrophoben porösen Membran zu fixieren, was zu einer ungleichförmigen Membran führt.
  • Bezüglich der Art des Rohmaterials für den Grundwerkstoff der porösen hydrophoben Membranen gibt es keine besonderen Beschränkungen. So können beispielsweise Fluorpolymere, einschließlich Polytetrafluorethylen, Polyvinylidenfluorid und Copolymere oder Mischungen mit anderen Polymeren verwendet werden. Insbesondere werden Polyolefinpolymere, wie Polyethylen und Polypropylen, eingesetzt.
  • Das genannte nichtionische grenzflächenaktive Mittel mit der Ethylenoxidkette in einem Anteil von 60 bis 90 Gew.-% ist von einer so hohen biologischen Sicherheit, daß ein Inlösunggehen der bei einer solchen Behandlung verwendeten Gesamtmenge völlig ungiftig ist. Folglich besteht kein Bedarf nach einer Behandlung zum Unlöslichmachen. Wird als grenzflächenaktives Mittel ein grenzflächenaktives Mittel auf Aminosäurebasis bzw. in Form einer Aminosäure verwendet, besteht das Lösungsmittel vorzugsweise aus einem niedrigen Alkohol, insbesondere Methanol. Die Verwendung anderer grenzflächenaktiver Mittel oder anderer wasserlöslicher Mittel zum Hydrophilisieren ist wegen deren Toxizität erheblichen Beschränkungen unterworfen. Der Bereich hydrophober poröser Membranen, die verwendet werden können, ist begrenzt, da nicht nur die Behandlungsstufen sehr kompliziert sind, sondern auch eine Verschlechterung der Membranfestigkeit und sonstiger Eigenschaften möglich ist, und zwar auch dann, wenn eine Behandlung zum Unlöslichmachen möglich ist.
  • Die Wundabdeckmaterialien in Form einer mit einem nichtionischen grenzflächenaktiven Mittel oder einem grenzflächenaktiven Mittel auf Aminosäurebasis behandelten hydrophilen porösen Membran erhält man durch bloßes bzw. einfaches Behandeln einer hydrophoben porösen Membran, wobei keine spezielle Behandlung mit Wärme, Strahlung, einer Säure, einem Alkali und dgl., wie dies gemäß dem Stand der Technik notwendig ist, erforderlich ist. Folglich kommt es auch zu keiner Verminderung der Membranfestigkeit bzw. Verschlechterung sonstiger, dem hydrophoben porösen Grundmaterial innewohnender Eigenschaften, so daß die verschiedensten Grundmaterialien bzw. - werkstoffe verwendet werden können.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung von Wundabdeckmaterialien mit der Fähigkeit zur Erhaltung eines guten Kontakts mit der Wundoberfläche, die beim Kontakt mit der Wunde nicht ohne weiteres abgebaut oder abgelöst werden, und der Fähigkeit zur Begünstigung einer Wundheilung, insbesondere einer Regeneration der Epidermis, für eine rasche Wundtherapie, und bei denen eine poröse Polyolefinmembran gleichzeitig feuchtigkeitsdurchlässig gemacht wurde.
  • Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung von Wundabdeckmaterialien, die sich bequem unter Verhinderung externer Infektionen applizieren lassen.
  • Die geannten Aufgaben lassen sich mit einem im folgenden beschriebenen Wundabdeckmaterial lösen.
  • (1) Ein Wundabdeckmaterial in Form einer hydrophoben Membran, deren Oberfläche hydrophil gemacht wurde.
  • (2) Das Wundabdeckmaterial gemäß Punkt 1, wobei die hydrophobe Membran aus einem porösen Polyolefin oder halogenierten Polyolefin besteht und deren Oberfläche mit einem hydrophilen Polymer chemisch verbunden ist.
  • (3) Das Wundabdeckmaterial gemäß Punkt 2, bei welchem der Porendurchmesser der Membran durchschnittlich 0,01 bis 1,0 um beträgt.
  • (4) Das Wundabdeckmaterial nach Punkt 2, wobei der Dampfdurchlässigkeitskoeffizient der Membran 200 bis 5000 mg/m²/24 h beträgt.
  • (5) Das Wundabdeckmaterial nach einem der Punkte 2 bis 4, wobei auf die Membranoberfläche zusätzlich ein antimikrobiell aktives Metall aufgedampft ist.
  • Wie bereits ausgeführt, bestehen die erfindungsgemäßen Wundabdeckmaterialien aus einer porösen Polyolefinmembran oder einer porösen Membran aus halogeniertem Polyolefin mit einem daran chemisch gebundenen hydrophilen Polymer, welches die Regeneration des Epithels infolge Hydratation oder Befeuchtung der mit der Stelle ohne Haut in Kontakt befindlichen Oberfläche erleichtert.
  • Bei den erfindungsgemäß verwendeten Membranen handelt es sich um poröse Polyolefin- oder poröse halogenierte Polyolefinmembranen, vorzugsweise - wegen der allgemeinen Verfügbarkeit und des geringen Preises - um solche aus Polyethylen, Polypropylen, Polyvinylidenfluorid, Polyvinylidenchlorid, chloriertem Polyethylen und dgl.. Als an die poröse Polyolefinmembran oder die poröse halogenierte Polyolefinmembran zu bindendes hydrophiles Polymer seien beispielsweise Methoxyethylacrylat oder N-Dimethylacrylamid genannt. Polymethoxyethylacrylat, das an die genannte Polyolefinmembran durch Propfpolymerisation chemisch gebunden wird, ist wegen seiner hervorragenden biologischen Verträglichkeit, die beim Inkontaktgelangen mit biologischen Geweben weniger Fremdmaterialreaktionen hervorruft, von Vorteil. In diesem Falle wird vorzugsweise die Membran (damit sie elastisch wird) einer plasmainitiierten Oberflächenpropfpolymerisation und dann erst einer plasmainitiierten Oberflächenpropfpolymerisation mit Methoxyacrylat unterworfen. Die erhaltenen Abdeckmaterialien besitzen zweckmäßigerweise einen Porendurchmesser im Bereich von 0,01 bis 1,0 um und einen Dampfdurchlässigkeitskoeffizienten im Bereich von 200 bis 5000 mg/m²/24 h.
  • Das erfindungsgemäß als antimikrobielles Mittel verwendete Metall umfaßt Silber, Kupfer, Zink und dgl.. Aus antimikrobiellen Gesichtspunkten wird Silber bevorzugt. Auf der Membranoberfläche können zwei oder mehrere Metalle in elementarer Form, als Oxide oder Salze vorhanden sein. Bezüglich der Menge des in der porösen Membran enthaltenen Metalls gibt es keine besonderen Beschränkungen. Aus Gründen der Produktionskosten und einer Sekundärverunreinigung durch das gegebenenfalls austretende Metall sollte jedoch das auf der Membranoberfläche vorhandene Metall in einem Metall/Kohlenstoff- Atomverhältnis im Bereich von 0,02 bis 5,0, bestimmt aus einem Röntgenstrahlenphotoelektronenspektrum, anwesend sein. Bei einem Metall/Kohlenstoff-Atomverhältnis über 5,0 ist die auf der Membranoberfläche vorhandene Metallmenge übermäßig groß, so daß der Porendurchmesser durch das anhaftende Metall vermindert wird. Dies führt zu einem Verlust der membraneigenen Dampfdurchlässigkeit, obwohl die Membran antimikrobiell aktiv ist. Eine übermäßige Beaufschlagung mit dem Metall könnte zu einer Bildung eines Metallfilms führen. Dies hat nicht nur eine Blockade der Poren oder eine Ablösung der Metallschicht bei Schlageinwirkung zur Folge, sondern ist auch aus wirtschaftlichen Gründen von Nachteil. Bei einem Metall/Kohlenstoffatomverhältnis unter 0,02 könnte andererseits eine übereinstimmende antimikrobielle Aktivität verloren gehen.
  • Die erfindungsgemäßen Wundabdeckmaterialien werden beispielsweise wie folgt hergestellt. Zunächst werden gegebene Mengen von flüssigem Paraffin und eines kristallinen Keimbildners in pulverförmiges Polypropylen eingetragen, worauf das Gemisch zur Bildung von Pellets in der Schmelze verknetet wird. Die Pellets werden dann bei 150 bis 200ºC aufgeschmolzen und unter Verwendung einer mit einer T-förmigen Düse ausgestatteten Strangpresse extrudiert. Das Extrudat wird zum Kühlen und Fixieren in Filmform in eine Kühl- und Fixierlösung eingeführt. Das im Film enthaltene flüssige Paraffin wird durch Extraktion entfernt. Der hierbei erhaltene Film wird etwa 2 min an Luft bei einer Temperatur von etwa 135ºC wärmebehandelt, um eine poröse Polypropylenmembran herzustellen. Diese Membran wird zur Herstellung einer hydrophil gemachten porösen Polypropylenmembran einer plasmainitiierten Oberflächenpropfpolymerisation mit Methoxyethylacrylat unterworfen. Die Oberflächengleiteigenschaften der Membran in nassem Zustand finden sich in Tabelle 1. Tabelle 1: Oberflächengleiteigenschaften von Wundabdeckmaterialien Prüfling Prozentuale Propfung (%) Mittlerer Reibungskoeffizient (MIU) Streuung im Reibungskoeffizienten (MMD) PP-Membran
  • Das Ausmaß des oberflächlichen Gleitens der Oberfläche eines Materials in feuchtem Zustand läßt sich auf der Basis des mittleren Reibungskoeffizienten (Reibungswiderstand) und der Streuung im Reibungskoeffizienten (sogenanntes "rauhes Gefühl") bestimmen.
  • Der mittlere Reibungskoeffizient und die Streuung im Reibungskoeffizienten zeigen bei der unbehandelten Polypropylenmembran relativ hohe Werte. Sie zeigen jedoch andererseits niedrige Werte, wenn die Membran zur Hydrophilisierung mit Methoxyethylacrylat behandelt wurde. Die erhaltene Membran fühlt sich in feuchtem bzw. naßem Zustand kaum rauh an, d.h. sie ist infolge Hydratation "schleimartig".
  • Danach wird die poröse Membran zur Vakuumbedampfung in eine Glasglocke gelegt. Der Druck in der Glasglocke wird eine gegebene Zeit lang vermindert, um eine Vakuumbedampfung mit Silber durchzuführen. Es sei darauf hingewiesen, daß das Metall auf der Membranoberfläche nach beliebigen geeigneten Techniken aufgebracht werden kann. Neben der genannten Technik kann man sich auch einer Zerstäubung, einer Ablagerung mittels eines Ionenstrahls und dgl. bedienen.
  • Auf der mit einem Metall bedampften porösen Membran wird mittels einer genau arbeitenden Beschichtungsvorrichtung (Applikator) ein Acrylklebstoff verteilt, um das erfindungsgemäße Wundabdeckmaterial herzustellen.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Wundabdeckmaterial, auf dessen Membranoberfläche ein Metall vorhanden ist, läßt sich infolge der antimikrobiellen Aktivitäten des Metalls ein Mikroorganismuswachstum verhindern.
  • Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
  • Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher veranschaulichen.
  • Beispiel 1
  • Ein einen durchschnittlichen Porendurchmesser von 0,45 um und eine (lichte) Porenweite von 90% aufweisendes poröses Polypropylenmembrangrundmaterial wurde hergestellt, 30 s lang in eine 5 gew.-%ige methanolische Lösung eines grenzflächenaktiven Propylenoxid/Ethylenoxid-Blockcopolymers mit 80 Gew.- % Ethylenoxidketten (beispielsweise Pluronick F-68 (Warenzeichen) der Asahi Denka Kogyo K.K.) eingetaucht und in einem Ofen bei 60ºC getrocknet, wobei eine hydrophile poröse Membran erhalten wurde. Die Membran absorbierte sofort nach dem Eintauchen in destilliertes Wasser gleichmäßig Wasser, was ein Beleg für eine hohe Hydrophilie ist.
  • Beispiel 2
  • Das poröse Membrangrundmaterial gemäß Beispiel 1 wurde unter den in Beispiel 1 angegebenen Bedingungen zur Herstellung einer hydrophilen porösen Membran unter Verwendung eines grenzflächenaktiven Propylenoxid/Ethylenoxid-Blockcopolymers mit 10 Gew.-% Ethylenoxidketten (Pluronick L-101 (Warenzeichen) der Asahi Denka Kogyo K.K.) hergestellt. Die Membran absorbierte beim Eintauchen in destilliertes Wasser sofort und gleichmäßig Wasser, was ein Beleg für ihre hohe Hydrophilie ist.
  • Beispiel 3
  • Es wurde ein poröses Polypropylenmembrangrundmaterial eines durchschnittlichen Porendurchmessers von 0,45 um und einer 90%igen (lichten) Porenweite bereitgestellt, in eine 5 gew.-%ige methanolische Lösung eines grenzflächenaktiven Mittels in Form von Mononatrium-N-lauryl-L-glutamat (LS-11, Ajinomoto Co., Inc.) getaucht und getrocknet, wobei eine hydrophile poröse Membran erhalten wurde. Beim Eintauchen in destilliertes Wasser zeigte die Membran gute hydrophile Eigenschaften.
  • Beispiel 4
  • Ein mit einem durchschnittlichen Porendurchmesser von 0,45 um und 78% (lichter) Porenweite bereitgestelltes poröses Polyvinylidenfluoridmembrangrundmaterial wurde 30 s lang in eine 5 gew.-%ige methanolische Lösung eines grenzflächenaktiven Propylenoxid/Ethylenoxid-Blockcopolymers mit 80 Gew.-% Ethylenoxidketten (Pluronick F-68) getaucht und in einem Ofen bei 60ºC getrocknet, wobei eine hydrophile poröse Membran erhalten wurde. Die Membran absorbierte augenblicklich nach dem Eintauchen in destilliertes Wasser gleichförmig Wasser, was ein Beleg für ihre hohe Hydrophilie ist.
  • Beispiel 5
  • Bei Ratten wurde auf einer Wunde in Form eines Hautdefekts mit Hilfe der gemäß Beispiel 1 hergestellten hydrophilen porösen Membran ein Hautplastiktest durchgeführt.
  • Der Rückenhaut einer Ratte wurde mit Hilfe eines Dermatoms (chirurgisches Instrument zur Hautentfernung) eine 10/1000 inch tiefe und ca. 2 x 2 cm große Wunde beigebracht. Die Oberfläche wurde mit einem Prüfling abgedeckt. Eine unbehandelte Membran diente als Vergleichsprüfling. Danach wurde die Umfangsfläche druckfixiert. Die Versuchstiere wurden in gegebenen Zeitintervallen getötet und einer Autopsie unterworfen.
  • Mit der hydrophilen porösen Membran (n = 6) betrug die prozentuale Häutchenbildung bis zum Tag 3 89%, mit der unbehandelten porösen Membran (n = 6) nur 77%. Histologisch war bei der hydrophilen porösen Membran nahezu keine entzündliche Reaktion feststellbar. Ferner war auch keine Epidermishypertrophie feststellbar.
  • Beispiel 6
  • Ein mit einem durchschnittlichen Porendurchmesser von 0,45 um und 40%iger (lichter) Porenweite bereitgestelltes poröses Polypropylenmembrangrundmaterial wurde 30 s in eine 5 gew.-%ige methanolische Lösung eines grenzflächenaktiven Propylenoxid/Ethylenoxid-Blockcopolymers mit 80 Gew.-% Ethylenoxidketten (beispielsweise Pluronick F-68 (Warenzeichen) der Asahi Denka Kogyo K.K.) getaucht und dann in einem Ofen bei 60ºC getrocknet, wobei eine hydrophile poröse Membran erhalten wurde. Die Membran absorbierte unmittelbar nach dem Eintauchen in destilliertes Wasser gleichförmig Wasser, was ein Beleg für ihre hohe Hydrophilie ist.
  • Beispiel 7:
  • Das poröse Membrangrundmaterial des Beispiels 6 wurde unter den in Beispiel 1 angegebenen Bedingungen zur Herstellung einer hydrophilen porösen Membran mit einem grenzflächenaktiven Propylenoxid/Ethylenoxid-Blockcopolymer mit 10 Gew.-% Ethylenoxidketten (Pluronick L-101 (Warenzeichen) der Asahi Denka Kogyo K.K.) beschichtet. Die Membran absorbierte nach dem Eintauchen in destilliertes Wasser augenblicklich und gleichförmig Wasser, was ein Beleg für ihre hohe Hydrophilie ist.
  • Beispiel 8
  • Es wurde ein poröses Polypropylenmembrangrundmaterial eines durchschnittlichen Porendurchmessers von 0,45 um und 40%iger (lichter) Porenweite bereitgestellt und in eine 5 gew.-%ige methanolische Lösung eines grenzflächenaktiven Mittels in Form von Mononatrium-N-lauryl-L-glutamat (LS-11, Ajinomoto Co., Inc.) getaucht und getrocknet, wobei eine hydrophile poröse Membran erhalten wurde. Nach dem Eintauchen in destilliertes Wasser zeigte die Membran gute hydrophile Eigenschaften.
  • Beispiel 9
  • Ein mit einem durchschnittlichen Porendurchmesser von 0,45 um und 40%iger (lichter) Porenweite bereitgestelltes poröses Polyvinylidenfluorid-Membrangrundmaterial wurde 30 s in eine 5 gew.-%ige methanolische Lösung eines grenzflächenaktiven Propylenoxid/Ethylenoxid-Blockcopolymers mit 80 Gew.-% Ethylenoxidketten (Pluronick F-68) getaucht und in einem Ofen bei 60ºC getrocknet, um eine hydrophile poröse Membran herzustellen. Die Membran absorbierte Wasser augenblicklich nach dem Eintauchen in destilliertes Wasser. Dies ist ein Beleg für die hohe Hydrophilie der Membran.
  • Beispiel 10
  • Bei Ratten wurde auf einer Wunde in Form eines Hautdefekts mit Hilfe der gemäß Beispiel 6 hergestellten hydrophilen porösen Membran ein Hautplastiktest durchgeführt.
  • Der Rückenhaut einer Ratte wurde mit Hilfe eines Dermatoms (chirurgisches Instrument zur Hautentfernung) eine 10/1000 inch tiefe und ca. 2 x 2 cm große Wunde beigebracht. Die Oberfläche wurde mit einem Prüfling abgedeckt. Eine unbehandelte Membran diente als Vergleichsprüfling. Danach wurde die Umfangsfläche druckfixiert. Die Versuchstiere wurden in gegebenen Zeitintervallen getötet und einer Autopsie unterworfen.
  • Mit der hydrophilen porösen Membran (n = 6) betrug die prozentuale Häutchenbildung bis zum Tag 3 89%, mit der unbehandelten porösen Membran (n = 6) nur 77%. Histologisch war bei der hydrophilen porösen Membran nahezu keine entzündliche Reaktion feststellbar. Ferner war auch keine Epidermishypertrophie feststellbar.
  • Beispiel 11
  • Mit 100 Gewichtsteilen eines Gemischs aus Polypropylenen (Mischungsverhältnis 100/40) eines Schmelzindex von 30 bzw. 0,3 wurden in der Schmelze 400 Gewichtsteile flüssiges Paraffin (durchschnittliches Molekulargewicht: 324) und 0,3 Gewichtsteile 1,3,2,4-Bis(p-ethylbenzyliden)sorbit als kristalliner Keimbildner mit Hilfe eines Doppelschneckenextruders unter Bildung von Pellets verknetet. Die Pellets wurden mit dem Doppelschneckenextruder bei 150 bis 200ºC aufgeschmolzen und durch eine T-förmige Düse mit einem 0,6 mm Schlitz zur Bildung eines filmförmigen Gebildes in Luft extrudiert. Das filmförmige Gebilde wurde dann mit Hilfe einer gerade unterhalb der T-Düse befindlichen Führungswalze in eine Kühl- und Fixierlösung eingeführt. Aus dieser wurde dann das gekühlte und fixierte filmförmige Gebilde aufgewickelt. Das aufgewickelte filmförmige Gebilde wurde auf eine gegebene Größe zurechtgeschnitten. Das zurechtgeschnittene filmförmige Gebilde wurde sowohl in Längs- als auch in Querrichtung fixiert und 4 mal jeweils 10 min in 1,1,2-Trichlor-1,2,2- trifluorethan getaucht, um das in dem filmförmigen Gebilde enthaltene flüssige Paraffin zu extrahieren. Danach wurde das filmförmige Gebilde 2 min bei 135ºC an Luft wärmebehandelt, um eine poröse Polypropylenmembran eines Porendurchmessers von 0,6 um und einer Dicke von 140 um herzustellen.
  • Die Membran wurde einer plasmainiziierten Oberflächenpfropfpolymerisation mit Methoxyethylacrylat unterworfen, wobei eine hydrophil gemachte Polypropylenmembran erhalten wurde.
  • Beispiel 12
  • Mit 100 Gewichtsteilen eines Gemisches aus Polypropylenen (Mischungsverhältnis 100/40) eines Schmelzindex von 30 bzw. 0,3 wurden in der Schmelze 400 Gewichtsteile flüssiges Paraffin (durchschnittliches Molekulargewicht: 324) und 0,3 Gewichtsteile 1,3,2,4-Bis(p-ethylbenzyliden)sorbit als kristalliner Keimbildner mit Hilfe eines Doppelschneckenextruders unter Bildung von Pellets verknetet. Die Pellets wurden mit dem Doppelschneckenextruder bei 150 bis 200ºC aufgeschmolzen und durch eine T-förmige Düse mit einem 0,6 mm Schlitz zur Bildung eines filmförmigen Gebildes in Luft extrudiert. Das filmförmige Gebilde wurde dann mit Hilfe einer gerade unterhalb der T-Düse befindlichen Führungswalze in eine Kühl- und Fixierlösung eingeführt. Aus dieser wurde dann das gekühlte und fixierte filmförmige Gebilde aufgewickelt. Das aufgewickelte filmförmige Gebilde wurde auf eine gegebene Größe zurechtgeschnitten. Das zurechtgeschnittene filmförmige Gebilde wurde sowohl in Längs- als auch in Querrichtung fixiert und 4 mal jeweils 10 min in 1,1,2-Trichlor-1,2,2- trifluorethan getaucht, um das in dem filmförmigen Gebilde enthaltene flüssige Paraffin zu extrahieren. Danach wurde das filmförmige Gebilde 2 min bei 135ºC an Luft wärmebehandelt, um eine poröse Polypropylenmembran eines Porendurchmessers von 0,6 um und einer Dicke von 140 um herzustellen. Die Membran wurde, um sie elastisch zu erhalten, einer plasmainiziierten Oberflächenpfropfpolymerisation mit Ethylacrylat unterworfen.
  • Danach wurde die Membran, um sie hydrophil zu machen, einer plasmainiziierten Oberflächenpropfpolymerisation mit Methoxyethylacrylat unterworfen.
  • Beispiel 13
  • Eine Lösung von 18 Gewichtsteilen pulverförmigem Polyvinylidenfluorid (Kynar K301, hergestellt von Mitsubishi Petrochemical Co., Ltd.) in 73,8 Gewichtsteilen Aceton und 8,2 Gewichtsteilen Dimethylformamid wurde auf einen Polyethylenterephthalatfilm gegossen, worauf das Ganze 5 min lang in ein 1,1,2-Trifluorethanbad getaucht und schließlich getrocknet wurde. Hierbei wurde ein poröse Polyvinylidenfluoridmembran eines durchschnittlichen Porendurchmessers von 0,45 um und einer Membrandicke von 135 um erhalten. Die Membran wurde einer plasmainiziierten Oberflächenpropfpolymerisation mit Methoxyethylacrylat unterworfen, um eine hydrophil gemachte Polyvinylidenfluoridmembran herzustellen.
  • Beispiel 14
  • Die poröse Membran des Beispiels 11 wurde durch Zerstäuben mit Silber bedampft. Die Bedampfung durch Zerstäubung erfolgte, indem die poröse Membran zum Bedampfen in eine Glasglocke gelegt, der Druck auf 10&supmin;&sup5; Torr erniedrigt, der Schieber geöffnet und auf die poröse Membran Silber eine gegebene Zeit lang zerstäubt wird.
  • Die Membranen der Beispiele 1 bis 14 bestanden - wie eine elektronenmikroskopische Beobachtung zeigte - im wesentlichen aus einlagigen porösen Membranen.
  • Testbeispiel 1 Bestimmung der antimikrobiellen Aktivität
  • Muller-Hilton-Agar (hergestellt von Difco) wurde einer Autoklavenbehandlung unterworfen. Der bei 50ºC gehaltene Agar wurde in 20 ml Anteilen in Petrischalen gefüllt und darin bei Raumtemperatur 1 h lang stehen gelassen, damit sich der Agar verfestigen konnte. Der Mikroorganismus wurde einer Plattenkultur unterworfen und in Tris-Puffer suspendiert. Die Mikrobensuspension wurde mittels eines Abstrichtupfers 3 mal auf das gesamte Medium appliziert. Der nach den Maßnahmen des Beispiels 14 hergestellte Prüfling wurde zu einem Stück eines Durchmessers von 8 mm zurechtgeschnitten und dann auf das mit dem Organismus versehene Medium gelegt. Nach 18-stündiger Inkubation bei 37ºC wurden die in Tabelle 2 aufgeführten Ergebnisse erhalten. Tabelle 2 Antimikrobielle Aktivität der antimikrobiell aktiven Wundabdeckmaterialien Testmaterial Mikroorganismus Psudomonas aeruginosa Staphylococcus
  • * Energieleistung der Energiequelle bei der Ag-Zerstäubung. Die zugesetzte Menge Ag nimmt im Verhältnis mit der Energieleistung zu
  • (+) Antimikrobiell aktiv
  • (-) Antimikrobiell inaktiv
  • Die Zahl steht für den Durchmesser der Hemmzone
  • Testbeispiel 2
  • Die antimikrobielle Aktivität wurde entsprechend Testbeispiel 1 für die gemäß Beispiel 11 hergestellten Wundabdeckmaterialien und für Wundabdeckmaterialien in Form einer mit Silber bedampften Polypropylenmembran ohne hydrophiles Polymer getestet. Die Ergebnisse finden sich in Tabelle 3. Tabelle 3 Beispiel Vergleichsbeispiel Mikroorganismus Psudomonas aeruginosa Staphylococcus
  • Somit können die erfindungsgemäßen Wundabdeckmaterialien nach Applikation auf den durch Krankheit oder Verwundung beeinträchtigten Teil, z.B. eine Verbrennung, eine durch Entfernen von Haut für eine Hautplastik entstandene Wunde, eine durch Auf- oder Abreißen entstandene Wunde, Hautabschürfungen und traumatische Hautdefekte in engen Kontakt mit der Wundoberfläche gelangen und die Regeneration der Epidermis infolge angemessener Feuchtigkeitsdurchlässigkeit und Benetzung der kontaktierten Oberfläche begünstigen. Insbesondere läßt sich eine Infektion der Wunde durch Beaufschlagen mit einem Metall mit antimikrobiellen Aktivitäten verhindern.
  • Das bakterizide Leistungsvermögen läßt sich im Vergleich zu einem Falle ohne das hydrophile Polymer bei gleichzeitiger Anwesenheit des hydrophilen Polymers und eines antimikrobiell aktiven Metalls auf der Oberfläche des Wundabdeckmaterials verbessern. Diese Verbesserung der antimikrobiellen Aktivität ist vermutlich auf eine gelockerte Struktur durch Quellung des auf der Oberfläche des Abdeckmaterials abgelagerten hydrophilen Polymers mit Wasser zurückzuführen. Letztere erleichtert die Freigabe und die Diffusion von Metallionen.

Claims (6)

1. Wundabdeckmaterial mit einer hydrophoben porösen Membran, wobei die Oberflache und die Poreninnenflächen der hydrophoben Membran mit einem nichtionischen grenzflächenaktiven Mittel oder einem eine Aminosäure umfassenden grenzflächenaktiven Mittel beschichtet sind, die hydrophobe Membran aus einem Polyolefin oder einem halogenierten Polyolefin besteht, das nichtionische grenzflächenaktive Mittel ein Propylenoxid/Ethylenoxid-Blockcopolymer ist, in dem in geeigneter Weise eine Ethylenoxidkette 60 - 90 Gew.-% des Gesamtmoleküls ausmacht, und das eine Aminosäure umfassende grenzflächenaktive Mittel anionisch ist und als eine hydrophile Gruppe eine Aminosaure und als eine hydrophobe Gruppe eine Fettsäure enthält.
2. Wundabdeckmaterial nach Anspruch 1, wobei der Porendurchmesser der hydrophoben porösen Membran im Mittel 0,01 bis 1,0 um beträgt.
3. Wundabdeckmaterial mit einer hydrophoben Membran aus einem porösen Polyolefin oder halogenierten Polyolefin, wobei eine Oberfläche der Membran chemisch an ein Methoxyethylacrylat oder N-Dimethylacrylamid gebunden ist.
4. Wundabdeckmaterial nach Anspruch 3, wobei der Porendurchmesser der hydrophoben porösen Membran im Mittel 0,01 bis 1,0 um beträgt.
5. Wundabdeckmaterial nach Anspruch 3, wobei der Dampfpermeabilitätskoeffizient der Membran 200 bis 5.000 mg/m²/24 h beträgt.
6. Wundabdeckmaterial nach Ansprüchen 3 bis 5, das zusätzlich ein auf der Oberfläche der Membran durch Dampfabscheidung aufgebrachtes anti-mikrobiell wirksames Metall aufweist.
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