-
Beim Befeuern industrieller Ölbrenner und Hilfsbrenner
oder Zündbrenner, die großen ölbefeuerten
Versorgungskesseln oder industriellen Kesseln zugeordnet sind,
ist es allgemein übliche Praxis, Dampf als
Zerstäubungsmittel für das Brennöl zu verwenden. Außerdem
wird dieselbe Dampfquelle üblicherweise beim
Entlüften von Brennölleitungen aus Sicherheitsgründen und
anderen Gründen verwendet. Ein kombiniertes Ventil des
betrachteten Typs gemäß dem ersten Teil des Anspruchs
1, das die Zufuhr sowohl von Dampf als auch von
Brennöl während der Befeuerungs- und Entlüftungsoperationen
von Brennersystemen steuert, ist in der US-A-4 146 056
gezeigt. Dieses Ventil ist besonders gut geeignet für
die effiziente Steuerung von Befeuerungs- und
Entlüftungsoperationen der vorstehend genannten Art und ist
in jeder Hinsicht recht zufriedenstellend. Es gibt
jedoch ein weiteres Merkmal, das sich seit kurzem als
wünschenswert erweist und bei dem patentierten Ventil
nicht vorhanden ist.
-
Außerdem zeigt die US-A-4 454 892 eine Vorrichtung,
die nach diesen Gesichtspunkten arbeitet. Jedoch
arbeitet dieses Ventil derart, daß es eine unendliche
Anzahl von Positionen einnimmt, so daß sich keine
bedeutsame Steuerung erzielen ließe.
-
Genauer gesagt kann dann, wenn eine Brenner-"Kanone"
nicht zurückgezogen wird, wenn diese außer Betrieb
gesetzt wird, während sich andere Kanonen noch im
Betrieb befinden, die auftretende exzessive Hitze eine
ernsthafte Beschädigung der Brennerspitze verursachen.
Man hat jedoch festgestellt, daß es möglich ist, einen
geringen Dampffluß in dosierter Weise durch die Kanone
zu leiten und diese dadurch relativ zu "kühlen"
sowie eine Beschädigung derselben zu verhindern.
-
Ein allgemeines Ziel der vorliegenden Erfindung
besteht in der Schaffung eines Zufuhr- und
Entlüftungsventils für Dampf und Brennöl der vorstehend
genannten Art, das eine einfache und problemlose
Einrichtung beinhaltet, die für die Zufuhr eines
dosierten Flusses "kühlenden" Dampfes zu einer außer
Betrieb befindlichen Brenner-"Kanone" sorgt und dadurch
eine Beschädigung derselben verhindert.
Kurzbeschreibung der Erfindung
-
Erfüllt wird das vorstehend genannte allgemeine Ziel
gemäß dem Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1 durch
Schaffung eines verbesserten kombinierten Zufuhr- und
Entlüftungsventils für Dampf und Brennöl, das einen
Ventilkörper aufweist, der eine Dampf- und eine
äleintrittsöffnung und wenigstens eine Austrittsöffnung
definiert. Eine Ölrücklauföffnung ist ebenfalls
vorgesehen. Eine Dampfentlüftungspassage verbindet die
Dampfeintrittsöffnung und die Austrittsöffnung
miteinander, und eine Ölzufuhrpassage verbindet die
Öleintrittsöffnung und die Austrittsöffnung
miteinander. Eine Ölrücklaufpassage verbindet die
Öleintrittsöffnung und die Ölrücklauföffnung. Eine
Kühldampfpassage verbindet die Dampfeintrittsöffnung und
die Austrittsöffnung.
-
Ein Dampfventil- und Betätigungselement ist zwischen
einer ersten, einer zweiten, einer dritten und einer
vierten Stellung in dem Ventilkörper beweglich und zum
Öffnen und Schließen der Dampfentlüftungspassage und
der Kühldampfpassage betätigbar. Ein Ölventilelement,
das zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung
zum Öffnen und Schließen der Ölzufuhrpassage bzw. zum
Schließen und Öffnen der Ölrücklaufpassage bewegbar
ist, besitzt eine zugeordnete Vorspanneinrichtung, die
das Ölventilelement in Richtung auf seine zweite
Stellung drückt. Das Dampfventil- und Betätigungselement
schließt und öffnet in seiner ersten bzw. zweiten
Stellung die Dampfentlüftungspassage. In seiner
dritten Stellung schließt das Dampfventil- und
Betätigungselement die Dampfentlüftungspassage und
betätigt das Ölventilelement, um letzteres dadurch
entgegen seiner Vorspanneinrichtung in seine erste
Stellung zu drücken und dadurch die Ölzufuhrpassage zu
öffnen und die Ölrücklaufpassage zu schließen. Die
Ölrücklaufpassage besitzt einen normalerweise
geöffneten Zustand, wenn sich das Ölventilelement in seiner
geschlossenen Stellung befindet. In seiner vierten
Stellung gestattet das Dampfventil- und
Betätigungselement dem Ölventilelement ein Schließen der Öl
zufuhrpassage und öffnet die Kühldampfpassage.
-
Der Ventilkörper besitzt im spezielleren einen ersten
und einen zweiten Ventilsitz, die einander mit Abstand
gegenüberliegen und deren jeder eine Ventilöffnung zum
Steuern der Zufuhröl-Strömung bzw. der Pücklauföl-
Strömung aufweist. Die Öleintrittsöffnung und das
Ölventilelement sind zwischen dem ersten und dem
zweiten Sitz in dem Ventil angeordnet, und das
Ventilelement ist in einer Richtung sowie einer dazu
gegenläufigen Richtung zwischen seiner ersten und seiner
zweiten Stellung bewegbar. Die erste Stellung und die
zweite Stellung stellen den Eingriff mit dem zweiten
bzw. dem ersten Sitz dar, um dadurch die Ölpassage zu
öffnen und die Rücklaufpassage zu schließen bzw. die
Ölzufuhrpassage zu schließen und die Ölrücklaufpassage
zu öffnen.
-
Der Betätigungsbereich des Dampfventil- und
Betätigungselements liegt vorzugsweise in Form eines
länglichen Kolbens vor, der mit dem Ölventilelement in
Eingriff bringbar ist und derart betätigbar ist, daß
er dieses in seine erste Stellung bewegt, wenn sich
das Dampfventil- und Betätigungselement in seiner
dritten Stellung befindet. Auf diese Weise wird die
vorstehend genannte Betriebsabfolge sicher und
mechanisch gewährleistet.
-
Die spezielle Konstruktion des Ölventilelements und
seiner zugehörigen Sitze kann variieren, besitzt
jedoch vorzugsweise ein stopfenartiges Ventil für einen
mit einer zentralen Bohrung versehenen Ölzufuhrsitz.
Auf einer gegenüberliegenden Seite des
Ölventilelements ist ein flaches scheibenartiges Ventilelement
vorgesehen, und der Rücklaufsitz besitzt eine zentrale
Öffnung für einen Ventilschaft mit einer Mehrzahl
kleiner Öffnungen, die axial umfangsmäßig um diesen
herum angeordnet sind. Auf diese Weise öffnet und
schließt das scheibenartige Ventilelement die kleinen
Öffnungen beim Angreifen an dem Rücklaufventilsitz.
-
Eine Drossel- oder Dosiereinrichtung in der
Kühldampfpassage liegt vorzugsweise in Form wenigstens einer
kleinen Dosierpassage vor, die in dem Ventilbereich
des Dampfventil- und Betätigungselements ausgebildet
ist. Die genannte Passage ist derart dimensioniert und
angeordnet, daß sie sich vor der vollständigen
Öffnungsbewegung des Ventilbereichs des Elements öffnet.
-
Wenn Dampf oder vielleicht Luft zur Zerstäubung oder
für andere Zwecke erforderlich ist, ist das
kombinierte Ventil der Erfindung in der beschriebenen Weise
sowohl mit einer Dampfaustrittsöffnung als auch mit
einer Ölaustrittsöffnung versehen. Während eines
Entlüftungsvorgangs kann somit sowohl der
Dampfaustrittsleitung als auch der Ölaustrittsleitung Dampf oder
Luft zugeführt werden. Im laufenden Betrieb oder
Befeuerungsbetrieb wird natürlich Öl der
Ölaustrittsöffnung und ihrer zugehörigen Leitung zugeführt und
von dort dem Brenner zugeführt, während Dampf oder
Luft der Dampfaustrittsöffnung und ihrer zugehörigen
Leitung zugeführt werden kann.
-
Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel des
kombinierten Ventils der vorliegenden Frfindung, wenn z. B.
Brenner mit mechanischer Zerstäubung von dem Ventil
bedient werden, ist es lediglich erforderlich, eine
einzige Austrittsöffnung und zugehörige Leitung
vorzusehen. Während eines Entlüftungsvorgangs kann somit
Dampf oder Luft von einer Dampfeintrittsleitung und
der zugehörigen Dampföffnung zu der Austrittsöffnung
und ihrer zugehörigen Leitung geführt werden. Während
des Brennerbetriebs wird der Austrittsöffnung und
ihrer zugehörigen Leitung natürlich Brennöl zur Zufuhr
zum Brenner zugeführt.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
-
Fig. 1 der Zeichnungen zeigt eine Längsschnittansicht
durch das verbesserte Ventil der vorliegenden
Erfindung und ein diesem zugeordnetes,
veranschaulichendes Betätigungselement, wobei
verschiedene Ventilelemente in durchgezogener
Linie in einer geschlossenen Stellung und in
gestrichelter Linie in geöffneten Stellungen
dargestellt sind.
-
Fig. 2 zeigt eine der Fig. 1 ähnliche
Längsschnittansicht, in der jedoch ein ein zweites
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Frfindung
bildendes Ventil gezeigt ist, wobei eine
einzelne Austrittsöffnung und -leitung die zwei
Austrittsöffnungen und -leitungen des Ventils
der Fig. 1 ersetzen.
-
Fig. 3 zeigt eine fragmentarische horizontale
Schnittansicht im allgemeinen entlang der
Linie 3-3 in Fig. 1 und 2 unter Darstellung
kleiner Kühldampfpassagen.
-
Fig. 4 zeigt eine vergrößerte fragmentarische
Schnittansicht eines Bereichs des verbesserten
Ventils unter Darstellung eines Dampfventil-
und Betätigungselements in einer Stellung, in
der alle Passagen durch dessen Ventilbereich
hindurch geschlossen sind.
-
Fig. 5 zeigt eine der Fig. 4 ähnliche Ansicht, in der
jedoch das Dampfventil- und Betätigungselement
in einer Kühldampfstellung gezeigt ist, in der
die Kühldampfpassage geöffnet ist.
-
Fig. 7 zeigt eine Ansicht ähnlich den Fig. 4 und 6,
in denen das Ventil- und Betätigungselement
jedoch in einer Brennerbetriebsstellung
gezeigt ist, in der dem Brenner Öl von dem
Ventil zugeführt wird.
-
Fig. 6 zeigt eine Ansicht ähnlich den Fig. 4 und 5,
in der das Ventil- und Betätigungselement
jedoch in der Dampfentlüftungsstellung gezeigt
ist.
-
Fig. 8 bis 11 zeigen den Fig. 4 bis 7 exakt
entsprechende Ansichten, jedoch unter Darstellung des
Ventils der Fig. 2.
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
-
Unter spezieller Bezugnahme auf Fig. 1 ist ein gemäß
der vorliegenden Erfindung ausgebildetes Ventil
allgemein bei dem Bezugszeichen 10 gezeigt; dieses umfaßt
einen zentralen oder mittleren Körperbereich 12, der
eine zylindrische Form aufweist und dem ein oberes und
ein unteres Verschlußelement oder Stopfen 14, 16
zugeordnet sind. Die Stopfen 14, 16 können durch
geeignete Schrauben oder dergleichen, nicht gezeigt, in
ihrer montierten Position befestigt sein. Eine
Dampfeintrittsöffnung 18 kommuniziert mit einer
Dampfeintrittskammer 20, und eine Dampfaustrittskammer 22
kommuniziert mit einer Dampfaustrittsöffnung 24. Der
Eintritts- und der Austrittsöffnung 18, 24 sind jeweils
eine Dampfeintritts- bzw. Dampfaustrittsleitung 26, 28
zugeordnet.
-
Ein Dampfventilsitz 30 besitzt eine zentrale axiale
Bohrung 32, die eine Verbindung zwischen der
Dampfeintritts- und der Dampfaustrittskammer 20, 22 herstellt.
An einem unteren Endbereich der Kammer 22 besitzt ein
Entlüftungsventilsitz 34 eine zentrale axiale Bohrung
36, die eine Verbindung zwischen der Kammer 22 und
einer unterhalb von ihr befindlichen
Ölaustrittsöffnung 38 herstellt. Die Ölaustrittsöffnung 38 weist
eine entsprechende Leitung 40 auf, die sich wie auch
die Dampfaustrittsleitung 28 zu einem zugehörigen
Brenner erstreckt.
-
Wie aus der vorstehenden Beschreibung erkennbar ist,
läßt sich eine Dampfzufuhrpassage durch die
Dampfeintritts- oder Dampfzuführleitung 26, die
Dampfeintrittsöffnung 18, die Dampfeintrittskammer 20, die
Dampfventilbohrung 32, die Dampfaustrittskammer 22,
die Dampfaustrittsöffnung 24 und die
Dampfaustrittsleitung 28 herstellen. Gleichermaßen läßt sich eine
Dampfentlüftungspassage durch die Dampfeintritts- oder
Dampfzuführleitung 26, die Dampfeintrittsöffnung 18,
die Dampfeintrittskammer 20, die Bohrung 32, die
Dampfaustrittskammer 22, die Bohrung 36, die
Austrittsöffnung 38 und die Ölaustrittsleitung 40
herstellen
-
Gemäß der Erfindung ist ein kombiniertes
Dampfventilund Betätigungselement vorgesehen, das allgemein bei
dem Bezugszeichen 42 dargestellt ist. Das
Dampfventil- und Betätigungselement 42 beinhaltet ein Ventil
mit einem oberen und einem unteren Bereich 44, 46, die
mit dem Dampfventilsitz 30 bzw. mit dem
Entlüftungsventilsitz 34 zusammenarbeiten. Ein Betätigungsbereich
des Elements in Form eines länglichen Kolbens oder
Schafts 48 besitzt eine im folgenden noch
ausführlicher zu beschreibende Funktion. Ein dem Ventil- und
Betätigungselement zugeordneter, sich nach oben
erstreckender Schaft 50 besitzt eine diesem zugeordnete
Dichtungs- oder Packungseinrichtung 52 und erstreckt
sich von diesem in bezug auf Fig. 1 nach oben weg zu
einer Betätigungseinrichtung.
-
Die Betätigungseinrichtung für das Dampfventil- und
Betätigungselement 42 kann im Rahmen der Erfindung
stark variieren und kann pneumatische, hydraulische,
elektrische oder andere Mittel umfassen. Bei einer der
Erläuterung dienenden und allgemein bei dem
Bezugszeichen
54 dargestellten Betätigungseinrichtung
handelt es sich um eine des pneumatischen Typs. Ein
zweiteiliges Gehäuse 56, 58 für das Betätigungsglied 54
besitzt ein unteres becherförmiges Element, das in
einer aufrechten Stellung mittels einer Mutter 60
befestigt ist, die mit einem geeigneten Gewindezapfen
62 in gewindemäßigem Eingriff steht, der auf dem
Stopfen bzw. Verschluß 14 ausgebildet ist und von
diesem axial nach oben wegragt. Das obere
Gehäuseelement 58 ist umgekehrt becherförmig ausgebildet und
an dem unteren Becherelement durch geeignete
ringförmige Flansche angebracht, die jeweils an dem oberen
und dem unteren Element ausgebildet sind und durch
geeignete Schrauben oder Bolzen 64 aneinander
befestigt sind. Eine Atmosphärenöffnung oder
Entlüftungsöffnung 66 ist in dem unteren Gehäuseelement 56
vorgesehen, und eine Zuführ- oder Steueröffnung 68 in
dem oberen Gehäuseelement 58 kann mit einer
gesteuerten Quelle Luft oder einem anderen unter Druck
stehenden Gas verbunden werden. Im Inneren des
Betätigungsgliedgehäuses befindet sich eine Membran 70, die
umfangsmäßig zwischen den Gehäuseflanschen eingeklemmt
ist und an einem oberen Endbereich des Ventilschafts
50 angebracht ist. Eine Vorspann- oder Rückführf eder
72, bei der es sich um eine des Schraubentyps handeln
kann, besitzt einen oberen Endbereich, der unter der
Membran 70 sitzt, sowie einen unteren Endbereich, der
auf der Bodenwand des unteren becherförmigen
Gehäuseelements 56 sitzt.
-
Wie zu erkennen ist, kann Luft oder anderes unter
Druck stehendes Gas durch die Öffnung 68 eingeleitet
werden, um die Membran 70, den Schaft 50 sowie sein
Ventil- und Betätigungselement 42 zu betätigen, wobei
die Feder 72 die erforderliche Vorspannkraft oder
Reaktionskraft liefert. Außerdem ist erkennbar, daß eine
geeignete Steuerung oder Regelung des Luftdrucks zu
einer anfänglichen Bewegung des Ventil- und
Betätigungselements 42 in eine mittlere oder
Entlüftungsposition führt, wie dies durch die unterbrochene Linie
74 dargestellt ist. Bei Steigerung des durch die
Öffnung 68 zugeführten, geregelten Drucks erfolgt eine
weiter nach unten gehende Bewegung des Ventil- und
Betätigungselements 42 in die bei dem Bezugszeichen 76
in gestrichelten Linien dargestellte Position des
Ventils. In der umgekehrten Richtung ermöglicht eine
gesteuerte Reduzierung des Zufuhrdrucks zu der Membran
70 der Rückführfeder 72, die Membran, den Schaft und
das Ventil- und Betätigungselement nach oben in seine
in durchgezogener Linie dargestellte, geschlossene
Position zu drücken. Alternativ hierzu und falls
gewünscht kann eine stufige Druckreduzierung verwendet
werden, um das Ventil- und Betätigungselement
nacheinander von seiner in gestrichelter Linie
dargestellten untersten Position 76 in seine in gestrichelter
Linie bei 74 dargestellte mittlere Position für einen
Entlüftungsvorgang und danach in die in durchgezogener
Linie dargestellte geschlossene Position zu bewegen.
-
In der ersten oder geschlossenen, in durchgezogener
Linie dargestellten Position des Dampfventils greift
dessen oberer allgemein kegelstumpfförmiger Bereich 44
an dem Dampfsitz 30 an, und ein darüber befindlicher
Stopfenbereich 77 tritt in die Sitzbohrung 32 ein.
Dadurch sind die Dampfeintritts- oder Zuführöffnung 18
und die Kammer 20 in wirksamer Weise von den übrigen
Ventilpassagen, Öffnungen und Leitungen getrennt. In
der zweiten oder mittleren, in gestrichelter Linie
dargestellten Position 74 ist die kegelstumpfförmige
Sitzfläche 44 von dem Dampfsitz 30 axial nach unten
verlagert, um dadurch die Dampfeintrittskammer 20
durch die Bohrung 32 in dem Sitz 30 hindurch zu der
Dampfaustrittskammer 22 hin zu öffnen. Dadurch ist
eine erste Passage geschaffen, die die
Dampfeintrittsöffnung und die Dampfaustrittsöffnung
miteinander verbindet und die Eintrittsöffnung 18, die
Dampfeintrittskammer, die Bohrung 32 usw. beinhaltet, wie
dies vorstehend erwähnt wurde. Eine
Dampfaustritts-Strömung durch die Leitung oder den Kanal 28 kann
jedoch als rein nebensächlich betrachtet werden, da das
Entlüften von Dampfleitungen normalerweise nicht
erforderlich ist.
-
Eine Dampfströmung durch die vorstehend genannte
Entlüftungspassage ist jedoch von ganz wesentlicher
Bedeutung und führt zu dem erwünschten Entlüften des
Ölkanals bzw. der Ölleitung 40. Die zweite Passage
oder Entlüftungspassage umfaßt die
Dampfeintrittsöffnung 18, die Dampfeintrittskammer 20, die Bohrung 32,
die Dampfaustrittskammer 22, die Bohrung 36, die
Ölaustrittsöffnung 38 und die Ölaustrittsleitung 40.
-
Wenn sich das Dampfventil- und Betätigungselement 42
in seiner untersten oder dritten Stellung befindet,
verschließt der untere Bereich 46 des Ventils die
Bohrung 36 in dem Entlüftungssitz 34 in der
dargestellten Weise, und der Dampfaustritt durch die
Ölaustrittsleitung 40 ist beendet. Gleichzeitig greift
der dem Dampfventil 42 zugeordnete
Betätigungsgliedschaft 48 an einem Ölventilelement an, das in Fig. 6
allgemein bei dem Bezugszeichen 78 gezeigt ist, und
drückt dieses nach unten in seine position gemäß Fig.
7. In seiner Position gemäß Fig. 6 besitzt das
Ölventilelement 78 einen Stopfenbereich 82, der in eine
Bohrung 84 in einem Ölventilsitz 86 eintritt und diese
verschließt. In seiner unteren, in Fig. 7
dargestellten Position ist die Bohrung 84 zu einer darunter
befindlichen Öleintrittskammer 88 hin geöffnet, die
wiederum mit einer Öleintritts- oder Zuführöffnung 90
und einer Ölzuführleitung 92 kommuniziert. Auf diese
Weise wird eine Ölzufuhrpassage von der Zufuhrleitung
92 durch die Öffnung 90, die Kammer 88, die Bohrung 84
zu der Ölaustrittsöffnung 38 und der dieser
zugeordneten Austrittsleitung 40 geschaffen. Dieser Zustand
der Ventilelemente herrscht vor, wenn sich der
Ölbrenner im Betrieb befindet und wenn atomisierender
Dampf durch die Austrittsleitung 28 fließt und Brennöl
in ähnlicher Weise durch die Austrittsleitung 40 zu
dem Brenner fließt.
-
Dem Ölventil 78 ist ebenfalls ein Schaft 94
zugeordnet, der sich von diesem nach unten an einer
Dichtungs- oder Packungsvorrichtung 96 vorbei zu einer
Vorspannfeder 98 erstreckt. Die Vorspannfeder 98
drückt das Ölventilelement in seine zweite oder in
durchgezogener Linie bei 78 dargestellte Position und
wird zusammgedrückt, wenn das Betätigungselement 48
das Ölventilelement nach unten in seine erste oder in
gestrichelter Linie bei 80 dargestellte Position
drückt. Ein zugeordneter Rücklaufsitz 100 besitzt eine
Mehrzahl darin vorgesehener, kleiner Öffnungen 102,
102. D.h., der Schaft 94 erstreckt sich nach unten
durch eine zentrale Bohrung in dem Sitz 100, und die
mehreren kleinen Ventilöffnungen 102, 102 sind in dem
Ventilsitz 100 axial umfangsmäßig um die zentrale
Bohrung um den Schaft 94 herum angeordnet. An einem
unteren Bereich besitzt das Ventil 78 ein flaches
scheibenartiges Element 104, das rnit den
Ventilöffnungen 102, 102 zusammenwirkt. Wenn sich das
Ventilelement in seiner untersten Position 80 befindet,
dient die Scheibe 104 somit zum Schließen der
Öffnungen 102, 102. Wenn sich das Ölventilelement in
seiner oberen, in durchgezogener Linie dargestellten
Position 78 befindet, sind die Öffnungen 102, 102
geöffnet und in Verbindung mit der Öleintrittskammer 88.
Auf diese Weise erhält eine Rücklaufkammer 106 unter
dem Sitz 100 Öl von den Öffnungen 102, 102, und das Öl
fließt wiederum durch eine Rücklauföffnung 108 und
eine Rücklaufleitung 110. Wie zu erkennen ist, läßt
sich die Viskosität des Öls auf diese Weise auf einem
niedrigen Niveau halten, und zwar durch
Wiedererwärmung in seinem Vorratstank, wann immer sich das
Ölventilelement 78 in seiner in durchgezogener Linie
dargestellten oder geschlossenen Stellung befindet.
-
Unter nunmehriger Bezugnahme auf Fig. 2 kann eine
Ventilkonstruktion 10a, die ein zweites
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung darstellt, in
vorteilhafter Weise bei Brennern mit mechanischer
Zerstäubung verwendet werden, die keinen Dampffluß zu den
Brennern für eine Zerstäubung während des
Brennerbetriebs benötigen. Das Ventil 10a kann in jeder
Hinsicht mit dem Ventil 10 der Fig. 1 im wesentlichen
identisch sein, mit Ausnahme der Eliminierung der
Dampfaustrittsöffnung 24 und ihrer zugehörigen Leitung
28. Somit dient eine einzige Ölzuführleitung 40a
abwechselnd für eine Entlüftungs- und eine Ölzufuhr-
oder Brennerbetriebsfunktion. Wenn sich das
Dampfventil- und Betätigungselement 42a in der
Entlüftungsposition befindet, wie dies in gestrichelter Linie bei
74a dargestellt ist, fließt Dampf von der
Zufuhrleitung 26a durch die Dampfeintrittsöffnung 18a, die
Dampfeintrittskammer 20a, die Bohrung 32a in dem Sitz
30a, die Kammer 22a, die Bohrung 36a in dem
Entlüftungssitz 34a zu der Ölaustrittsöffnung 38a und der
Leitung 40a.
-
Der Betrieb des Ventils 10a der Fig. 2 zum Zuführen
von Öl durch die Leitung 40a während des
Brennerbetriebs ist identisch mit dem für das Ventil 10
beschriebenen Betrieb, und die Vorkehrungen für den
Rücklauf des Öls durch die Leitung 110a können
ebenfalls mit den vorstehend beschriebenen Vorkehrungen
identisch sein.
-
Unter Bezugnahme sowohl auf Fig. l als auch Fig. 2 ist
zu erkennen, daß der Stopfen 77/77a, der Teil des
Dampfventil- und Betätigungselements 42/42a bildet,
mit vier (4) kleinen Passagen 79/79a versehen ist, die
am besten in Fig. 3 dargestellt sind. Die Passagen
79/79a dienen zum Steuern und Dosieren des
Dampfflusses während einer "Dampfkühlphase" des Betriebs,
wenn ein oder mehrere Brenner möglicherweise inaktiv
sind, während andere Brenner im Betrieb bleiben. Eine
Kühldampfpassage wird gebildet, wenn das Dampfventil-
und Betätigungselement 42/42a in seine vierte Stellung
bewegt wird, wie dies in den Fig. 5 und 9 dargestellt
ist, wobei ein geeignetes Betätigungsdruck-Niveau
durch die Öffnung 68/68a in dem Betätigungsglied
54/54a hergestellt worden ist. Die Kühldampfpassage
beinhaltet die Eintrittsöffnung 18/l8a, die
Eintrittskammer 20/20a, die Bohrung 32/32a, die Passagen
79/79a, die Bohrung 36/36a, die Öffnung 38/38a sowie
die Austrittsleitung 40/40a. Wie zu erkennen ist, sind
die Passagen 79/79a derart dimensioniert und
angeordnet, daß sie sich vor der vollständigen
Öffnungsbewegung des Ventilbereichs des Ventil- und
Betätigungselements 42/42a öffnen. Auf diese Weise befindet sich
der Dampffluß unter der Steuerung der kleinen Passagen
79/79a, und er läßt sich für eine wirksame Kühlung der
Brennerspitze in der erforderlichen Weise dosieren.
-
Aus der vorstehenden Beschreibung ergibt sich, daß ein
in gewünschter Weise einfaches und problemloses
Dampfkühlmerkmal bei dem Zufuhr- und Entlüftungsventil für
Dampf und Brennöl gemäß der vorliegenden Erfindung
geschaffen ist. Ein Kühlen der Brennerspitzen wird in
effizienter und kinderleichter Weise erzielt, und es
resultieren eine beträchtlich verbesserte
Ventilkonstruktion sowie ein beträchtlich verbesserter
Ventilbetrieb.