DE69012736T2 - Verfahren und vorrichtung für sterile verbindungen zwischen leitungen für flüssigkeiten. - Google Patents

Verfahren und vorrichtung für sterile verbindungen zwischen leitungen für flüssigkeiten.

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DE69012736T2
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Sam Rose
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/02Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using physical processes
    • A61L2/04Heat

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Description

    HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung steriler Verbindungen zwischen Leitungsrohren für fluides Medium und insbesondere ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verbindung zweier getrennter Mediumleitungsrohre in steriler Weise, um eine Mediumkommunikation steriler Medien dazwischen zu ermöglichen.
  • Es gibt viele Situationen in der medizinischen, naturwissenschaftlichen und biologischen Technik, bei denen es erforderlich ist, in Systemen die sterile Übertragung fluider Medien von einem Behälter zu einem anderen, von einer Vorrichtung zu einer anderen und dgl. zu bewirken. Allgemein gesprochen können die Behälter, Vorrichtungen, Leitungsrohre für fluides Medium und dgl. insgesamt für eine anfängliche Benutzung sterilisiert werden, um so eine mikroorganismenfreie Umgebung zu gewährleisten, jedoch treten unzählige Situationen auf, bei denen es erforderlich ist, in die sterile Umgebung einzugreifen, beispielsweise um zusätzliche Vorrichtungen anzufügen, Proben zu entnehmen oder dgl. Während die so veränderte Einheit oder das so veränderte System möglicherweise als Ganzes erneut sterilisiert werden kann, bevor es wieder in Benutzung genommen wird, ist dies im Hinblick auf Zeit, Bequemlichkeit und Wirtschaftlichkeit ein unbefriedigendes Vorgehen.
  • Exemplarische Situationen, bei denen diese Probleme angetroffen werden, schließen die Zuführung von Blut oder anderen wesentlichen Medien zu einem Patienten ein, wobei es erforderlich werden kann, in ein ursprünglich steriles System einzugreifen, um beispielsweise einen entleerten Mediumbehälter zu entfernen und einen neuen Mediumvorrat in den Stromfluß einzubringen. Auf solchen Gebieten hat die Technik beträchtliche Aufmerksamkeit der Bereitstellung von Mitteln gewidmet, um sterile Verbindungen auszuführen, welche für die Hinzufügung oder Entfernung von Komponenten in den Systemen erforderlich sind. Einige der zahlreichen Patente auf diesem Gebiet schließen ein: U.S. Patent No. 3 986 508, abgetreten an Abcor, Inc.; U.S. Patent No. 4 475 900 von Popovich, et al.; U.S. Patent No. 4 668 217 von Isono; U.S. Patente No. 4 004 586, 4 242 310, 4 340 097, 4 473 369 und die PCT-Veröffentlichungen WO 84/02324, WO 83/02060 und WO 82/02528, alle übertragen auf Baxter-Travenol Laboratories; sowie die U.S. Patente No. 4 369 779, 4 412 835, 4 443 215, 4 516 971, 4 507 119, 4 610 670 und 4 619 642, alle übertragen auf E. I. duPont de Nemours & Co.. Zum großen Teil enthalten diese Lehren relativ komplizierte Verbindungssysteme, wie das Schmelzen der Enden thermoplastischer Rohre und andere ähnliche Techniken.
  • Obwohl in der Technik mit wenig Aufmerksamkeit bedacht, ist ein anderes Gebiet, auf dem die Bereitstellung steriler Verbindungen von erheblicher Wichtigkeit ist, die invitro-Zucht tierischer Zellen, ein Gebiet wachsender Wichtigkeit für die Erzeugung und Wiedergewinnung von aus Zellen abgeschiedener Proteine zur therapeutischen und/oder diagnostischen Verwendung. Da die Züchtung tierischer Zellen in solchen Systemen darauf eingerichtet ist, ein Produkt wachsen zu lassen, zu unterteilen und zu erzeugen, als wäre es in einer in-vivo-Umgebung, jedoch ohne das entwickelte Immunabwehrsystem, welches normalerweise in einer in-vivo-Umgebung vorliegt, ist die Notwendigkeit für sterile Zuchtbedingungen ganz offensichtlich. In typischer Praxis werden die Zuchteinheit und ihre zugeordneten Komponenten (beispielsweise Mediumleitungsrohre zur Versorgung mit frischem Medium und zum Abziehen verbrauchten Mediums, Sauerstoffversorgungsmittel und dgl.) in vorsterilisiertem Zustand bereitgestellt. Jedoch gibt es zahlreiche Gelegenheiten, wo in dieses sterile System eingegriffen werden muß, und zwar entweder zur Einsetzung oder Herausnahme von Zuchtmediumbehältern, zur Durchführung von Zell- und/oder Zuchtmediumanalysen, Einfügung oder Herausnahme von Zuchtkammern und dgl. Ein Vorgehen in einer Art und Weise, welche erfordert, daß das System für jeden solchen Eingriff als Ganzes resterilisiert wird, trägt enorm zur Komplexität und den Kosten des Züchtvorgangs bei. So trägt auch der Einsatz komplexer steriler Verbindungsschemata zu den Betriebskosten bei und kann noch weitere Kosten ergeben, die mit dem Personal verbunden sind, das erforderlich ist, um die nötigen Operationen korrekt auszuführen.
  • Im Hinblick auf das Voranstehende ist es in erster Linie Gegenstand der vorliegenden Erfindung, eine Methode und eine Vorrichtung zur raschen, einfachen und kostengünstigen Durchführung einer sterilen Verbindung zwischen zwei getrennten Mediumleitungsrohren vorzusehen, wobei die Leitungen mit Behältern oder anderen Vorrichtungen verbunden sein können, so daß dort eine Strömung eines sterilen Mediums durch das verbundene Rohrmaterial hergestellt oder wieder hergestellt werden kann.
  • Ein besonderer Gegenstand der Erfindung ist es, eine Methode und eine Vorrichtung vorzusehen zur Unterbrechung eines sterilen Mediumstromweges durch Leitungsrohrmaterial, z.B. indem das Rohrmaterial durchgeschnitten und anschließend eine sterile Verbindung zwischen wenigstens einem der resultierenden Rohrabschnitte und einem weiteren Rohrabschnitt durchgeführt wird, um so eine sterile Strömung eines fluiden Mediums durch die neu verbundenen Rohre wieder herzustellen. Ein weiterer Gegenstand in dieser Hinsicht ist es, ein Verfahren für diesen Zweck zu vermitteln, welches dem Techniker bedeutende Flexibilität verleiht im Hinblick darauf, wo an solchem Rohrmaterial die Unterbrechung und Verbindung ausgeführt werden kann.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren vorgeschlagen zur Ausbildung einer sterilen Verbindung zwischen zwei getrennten Abschnitten eines thermostabilen Leitungsrohrmaterials für fluides Medium, wobei jeder Abschnitt ein freies Ende hat, umfassend: Anordnung der jeweiligen Enden eines hohlen Rohres aus leitfähigem Metall in der Bohrung jedes der Mediumleitungsrohre an deren freien Enden, so daß ein verbundener Mediumströmungsweg von einem Rohrmaterialabschnitt durch das hohle Metallrohr zum anderen Rohrmaterialabschnitt ausgebildet wird; und Aufheizung wenigstens eines Teils des verbundenen Strömungsweges, einschließlich des hohlen Metallrohrs, durch Induktionsbeheizung auf eine Temperatur, die zur Sterilisierung des verbundenen Strömungsweges ausreicht.
  • In Übereinstimmung mit spezifischeren Aspekten der Erfindung, sind die getrennten Abschnitte des thermostabilen Rohrmaterials jeweils in Mediumkommunikation mit einem sterilen Abschnitt eines Rohrmaterials oder einer sterilen Vorrichtung. In der Nähe des freien Endes jedes Abschnittes werden Mittel eingesetzt, um das freie Ende des Rohrmaterials von seinem sterilen Abschnitt zu isolieren. Die so isolierten, nichtsterilen freien Endabschnitte werden dann in allgemeine Ausrichtung gebracht und durch ein hohles Metallrohr verbunden, das in die Bohrung jedes der freien, nichtsterilen Endabschnitte eingesetzt wird. Anschließend wird wenigstens ein Teil der isolierten und verbundenen Abschnitte, einschließlich des Metallrohres dazwischen so angeordnet, daß er im Feld einer primären Induktionsarbeitsspule derart liegt, daß dann, wenn ein Wechselstrom an die Arbeitsspule angelegt wird, ein Gegenwechselstrom in dem Teil des Rohres aus leitfähigem Metall erzeugt wird, der im Feld der Arbeitsspule liegt, wodurch veranlaßt wird, daß das Rohr aus leitfähigem Metall auf eine Temperatur aufgeheizt wird, die ausreicht, Bakterien, Mikroorganismen und andere Verunreinigungen in der Bohrung des Metallrohres wie auch in der Gesamtheit der Bohrungen der isolierten, verbundenen Rohrmaterialabschnitte zu töten. Anschließend werden die Mittel, durch welche die Rohrmaterialabschnitte von ihren sterilen Abschnitten isoliert wurden, entfernt, wodurch eine sterile Mediumkommunikation durch die sterilisierte Verbindung zwischen diesen Abschnitten hergestellt wird. Bei einer bevorzugten Ausführungsform werden Mittel angewandt, um eine kompressive Dichtung zwischen den isolierten Rohrmaterialabschnitten und dem Abschnitt des Metallrohres auszubilden, der in ihren Bohrungen angeordnet ist, bevor die Isoliermittel entfernt werden.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung kann in einer Umgebung eingesetzt werden, in der es erforderlich ist, eine sterile Verbindung zwischen zwei getrennten, nichtsterilen Rohrmaterialabschnitten auszuführen, beispielsweise zur Hinzufügung oder Entfernung von sterilem Rohrmaterial, von Speise- oder Sammelbehältern, von anderen Vorrichtungen oder dgl., vorausgesetzt, daß die Rohrmaterialabschnitte aus Werkstoffen gefertigt sind, welche unter den Bedingungen der sterilisierenden Induktionsbeheizung thermostabil und kompressibel sind, um eine Isolation nichtsteriler Abschnitte von sterilen Abschnitten zu gestatten. Außerdem müssen die Werkstoffe nach der Kompression regenierbar sein, um einen Mediumfluß in ihnen wieder herzustellen.
  • Bei der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung ist eine primäre Induktionsarbeitsspule in einer Konfiguration vorgesehen, die einen langgestreckten Kanal vermittelt, in dem die Rohrmaterialsegmente, verbunden durch ein hohles Rohr aus leitfähigem Metall, so angeordnet werden können, daß sie innerhalb des Feldes der Arbeitsspule liegen, um eine induktive Aufheizung des aus leitfähigem Metall bestehenden Rohres zu bewirken.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eines Zuchtsystems tierischer Zellen unter Verwendung von Silikongummirohrmaterial zur Verbindung der Komponenten des Systems und zur Weiterleitung frischen Zuchtmediums sowie zur Entfernung und/oder zur Rezirkulation eines Stromes aus verbrauchtem Zuchtmedium.
  • Fig. 2A bis 2E sind ebene Darstellungen der aufeinanderfolgenden Schritte, die bei der Herstellung einer sterilen Verbindung zwischen zwei getrennten Leitungsrohrabschnitten für fluides Medium ausgeführt werden.
  • Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer bevorzugten Primärinduktionsarbeitsspule zur Anwendung bei der vorliegenden Erfindung.
  • EINZELBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Bei der Diskussion von Einzelaspekten der Erfindung wird Bezug genommen auf ihre Anwendung bei der Herstellung steriler Verbindungen im Betrieb einer typischen Tierzellenzuchteinheit, wie sie schematisch in Fig. 1 dargestellt ist, und zwar einfach zum Zwecke einer leichten Beschreibung und Darstellung. Es ist jedoch offensichtlich, daß das Umfeld, in dem die Erfindung Anwendung findet, sei es ein Zuchtsystem, ein Notzuführungssystem, ein ambulantes Bauchhöhlen-Dialysesystem oder dgl., für den grundsätzlichen Betrieb der Erfindung nicht wesentlich ist.
  • Wie ausgeführt, ist in Fig. 1 ein typisches Tierzellenzuchtsystem schematisch dargestellt, das aus einer Zuchteinheit 10, Mitteln 12 zur Zuführung von Sauerstoff und/oder CO&sub2; zu frischen Zuchtmedien, einer Quelle 14 für frisches Zuchtmedium und Silikon-Rohrmaterial 16 besteht, durch welches Zuchtmedium der Zuchteinheit zugeführt und verbrauchtes Medium von der Zuchteinheit abgezogen wird. Ferner ist ein Sammelbehälter 18 dargestellt, in den wenigstens ein Teil des verbrauchten Mediums, welches aus der Zuchteinheit austritt und Proteinprodukte enthält, die von den Züchtungszellen abgesondert wurden, fließen kann.
  • Zu Beginn des Züchtungsprozesses befinden sich die Systemkomponenten und Medien in steriler Verbindung, beispielsweise infolge einer Sterilisierung des gesamten zusammengebauten Systems und Verwendung sterilen Zuchtmediums. Wie ersichtlich und nachstehend erläutert, kann die vorliegende Erfindung selbst bei der Anordnung eines sterilen Aufbaus und einer Verbindung der verschiedenen Komponenten des Zuchtsystems angewandt werden, nämlich in einem Fall, in dem vorsterilisierte Komponenten in steriler Art und Weise zusammengebaut werden können, anstatt das gesamte zusammengebaute System insgesamt zu sterilisieren. Zur vorliegenden Erläuterung bezieht sich die Beschreibung jedoch auf ein bereits steriles System (jedoch bereits in Gebrauch), in welches aus irgendeinem Grund eingegriffen werden soll.
  • Bei dem dargestellten Zuchtsystem kann es beispielsweise erforderlich werden, zu einem gewissen Zeitpunkt, aus dem System einen gefüllten Produktsammelbehälter 18 zu entfernen und ihn durch einen neuen, leeren Behälter zu ersetzen. Gemäß der Erfindung wird dieser Vorgang in folgender Weise ausgeführt, wie mit weiteren Einzelheiten in Fig. 2A-2E dargestellt.
  • In einem ersten Schritt werden an einer geeigneten Stelle des Rohrmaterials 16, mit dem der Sammelbehälter 18 verbunden ist, Hämostatklemmen 22a und 22b benutzt, um das Silikonrohrmaterial an zwei in gegenseitigem Abstand gelegenen Punkten zusammenzupressen, um so die Zentralbohrung des Rohrmaterials vollständig zu verschließen, wodurch irgendein Verlust an Sterilität mit Bezug auf das Rohrmaterial in das Medium an den gegenüberliegenden Seiten der Klemmen (nämlich links von der Klemme 22a und rechts von der Klemme 22b) verhütet ist. Als nächstes wird das Rohrmaterial im Bereich zwischen den Klemmen herausgeschnitten, wodurch es möglich wird, den Sammelbeutel 18, sein zugehöriges Rohrmaterial 16a und die Klemme 22a zum Zwecke einer weiteren Behandlung aus dem System zu entfernen, wobei der Bereich hinter der Klemme 22b des Rohrmaterials 16b in Verbindung mit dem aktiven Teil des Zuchtsystems verbleibt (Fig. 2B).
  • Als nächstes wird ein neuer Sammelbehälter 18 und damit verbundenes Silikonrohrmaterial in die Nähe des abgeklemmten Rohrmaterials 16b gebracht. Der neue Behälter und das neue Rohrmaterial wurden separat sterilisiert und an dem Rohrmaterialstück 16a mit einer Klemme 22a abgeklemmt, so daß der Behälter und das Rohrmaterial hinter (nämlich links von) der Klemme in sterilem Zustand gehalten sind (Fig. 2C).
  • Im nächsten Schritt der Abfolge (Fig. 2D) werden die Enden eines leitfähigen, hohlen Metallrohres 30 jeweils in die offene Bohrung jedes der Rohrabschnitte auf der "nichtsterilen" Seite der Hämostatklemmen eingesetzt, wodurch der neue Sammelbehälter mit dem übrigen Zuchtsystem über das Metallrohr verbunden ist. Der Außendurchmesser des Metallrohres 30 wird offensichtlich so gewählt, daß er es ermöglicht, in eine der Bohrung jedes der Rohrabschnitte eingesetzt zu werden, wobei es im allgemeinen vorgezogen wird, obwohl dies nicht wesentlich ist, daß diese Bemessung so ist, daß sie sich eng dem Bohrungsdurchmesser des Leitungsrohres für das fluide Medium bis zu einem Punkt annähert, der sozusagen eine geringe Krafteinpassung des Metallrohres in die Bohrung erfordert, wodurch eine Verbindung zwischen diesen Teilen geschaffen wird, die zumindest nominell mediumdicht und gegenüber einem Eintritt von Verschmutzungen resistent ist. Der Innendurchmesser des Metallrohres ist von keiner kritischen Bedeutung, solange er groß genug ist, um einen im allgemeinen unbeschränkten Mediumstrom im Rohr zu ermöglichen, jedoch auch nicht so groß, daß dies zu einer Metallrohrwand führt, die so dünn ist, daß sie ein Brechen oder eine Deformation ermöglicht.
  • Sobald das Metallrohr am Platz ist (Fig. 2E), wird wenigstens ein Teil des verbundenen Bereiches des zwischen den Klemmen, einschließlich des Metallrohres 30 einer Induktionsbeheizung unterworfen, um eine Sterilisierung zu bewirken. Dies wird erreicht durch die Anordnung des zu behandelnden Bereiches im Feld einer Primärinduktionsarbeitsspule 32 (z.B. Kupfer). Die Arbeitsspule wird mit einer (nicht dargestellten) Wechselstromquelle verbunden. Nach dem Einschalten induziert der der primären Induktionsarbeitsspule zugeführte Wechselstrom einen Gegenwechselstrom in dem Teil des leitfähigen Metallrohres 30, der im magnetischen Feld der Primärspule liegt, wodurch im Metallrohr Wärme erzeugt wird. Auf diese Weise wird das Metallrohr 30 auf eine Temperatur aufgeheizt (allgemein größer als 400º F - 223º C -), die ausreicht, um kontaminierende Bakterien und Mikroorganismen auf und in dem Metallrohr wie auch innerhalb der Bohrung des Silikon-Rohrmaterials, welches das Metallrohr umgibt oder in enger Nachbarschaft hierzu liegt, zu töten. Auf diese Weise wird dann die ursprünglich nichtsterile Verbindung, die zwischen den Klemmen hergestellt ist, sterilisiert.
  • Im Anschluß an die Sterilisierungsprozedur ist es möglich, die Hämostatklemmen zu entfernen und hierdurch eine fluide Kommunikation zwischen dem Sammelbehälter und dem Rest des Systems herzustellen, nunmehr durch die sterile Verbindung, bestehend aus dem hohlen Metallrohr 30 und beruhend auf dem Preßsitz zwischen dem Metallrohr und den Bohrungen des Silikonrohrmaterials, um eine mediumdichte Abdichtung zu erhalten und den Eintritt von Verschmutzung zu verhüten. Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung jedoch und insbesondere dann benötigt, wenn der Außendurchmesser des Metallrohres nicht ausreicht, um eine dichte Abdichtung mit der Bohrung des Silikonrohrmaterials zu vermitteln, wird die sterile Verbindung weiterhin durch die Bereitstellung von Mitteln verbessert, um die Bohrung des Silikonrohrmaterials gegen das Metallrohr zu pressen, welches das Rohrmaterial umgibt. Diese Mittel können in einfachstem Falle einen verknoteten Faden oder anspruchsvollere Mittel umfassen, beispielsweise mechanische Klemmeinrichtungen.
  • Wie leicht einzusehen, vermittelt die voranstehende Methode einen Weg zur Ausbildung steriler Verbindungen zwischen Rohrmaterialabschnitten, welche unaufwendig, rasch und leicht herzustellen ist. Besonders zu beachten ist die rasche Aufheizung, welche durch die Induktionsheizung gewährleistet und im allgemeinen befähigt ist, die erforderliche Aufheizung in weniger als einer Minute hervorzubringen. Weiterhin bietet sich die Induktions-Aufheizmethode selbst zu einer Anwendung mit einer Stromerzeugungseinheit und Arbeitsspule an, die im wesentlichen tragbar ausgebildet werden können, so daß die sterilen Verbindungen an der Stelle des Systems (z.B. Zuchtsystem, Blutübertragungsstation) eher als an irgendeinem entfernten Platz ausgeführt werden können, wo fixierte Sterilisierungsmittel verfügbar sind. Offensichtlich und natürlich sind die Materialien, welche zum Herstellen der Verbindungen, beispielsweise einfache Hämostatklemmen und Metallrohrmaterial, unaufwendig und die Operationen lassen sich leicht ausführen.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung ist in noch anderer Hinsicht sehr vorteilhaft. Durch Vermeidung einer Zuhilfenahme von komplexen Verbindern, die mit Rohrmaterial an vorbestimmten Stellen verbunden sind, gewährleistet die Methode der vorliegenden Erfindung große Flexibilität, indem sie es ermöglicht, in ein steriles Leitungssystem flüssigen Mediums an irgendeiner bequemen, freigewählten Stelle einzugreifen. Da ferner das System nicht auf thermoplastischem Rohrmaterial beruht und seiner Aufheizung auf einen Punkt, der ausreicht, um eine Erweichung oder Schmelzung mit nachfolgender Abkühlung, um eine Verbindung der Rohrenden miteinander oder mit einem eingesetzten Verbinderelement zu bewirken, vermeidet die Erfindung Zusammenhänge mit einer Beeinträchtigung der Rohrmaterialien, Erfordernisse für übermäßige Temperaturen und dgl. In der Tat erfolgt die Induktionsaufheizung auf Sterilisierungstemperaturen in einer derart kurzen Zeitperiode, daß nur eine geringfügige Erweichung oder Aufschmelzung, wenn überhaupt, des Werkstoffs des Rohrmaterials erfolgt. Dieses Merkmal gestattet noch einfacher die Wiederverwendung des sterilen Verbindungspunktes als Stelle für einen Eingriff in das sterile System und die Wiederverbindung an diesen Punkt unter Ausnutzung der vorliegenden Erfindung.
  • Bei der oben beschriebenen Ausführungsform ist zu beachten, daß bei der Verbindung das Metallrohr 30 so dargestellt ist, daß ein wesentlicher Teil von ihm nicht mit Silikonrohrmaterial umgeben ist, d.h. die jeweiligen Enden des Metallrohrs 30 sind in jeweiligen Bohrungen der zu verbindenden Rohrmaterialabschnitte aus Silikongummi in einer Entfernung eingesetzt, die dazu führt, daß blankes Metall an der Verbindung frei liegt. Dieses Merkmal ist strenggenommen nicht erforderlich, insofern als die Induktionsbeheizung eine Aufheizung des Metallrohres selbst dann bewirkt, wenn das Metallrohr sich vollständig innerhalb des Silikongummirohrmaterials befindet. Daher kann die Verbindung so ausgebildet werden, daß die Menge des Metallrohrs 30 und die Längen der nichtsterilen Teile der Rohrabschnitte aus Silikongummi derart sind, daß sich eine Verbindung ergibt, bei der Gummirohrabschnitte über die Enden des Metallrohres bis zu einem Punkt geschoben sind, wo das gesamte Metallrohr von den Rohrabschnitten aus Silikongummi umgeben ist und die Enden der Gummirohrabschnitte aneinander anstoßen. Obwohl die Ausbildung von Verbindungen auf diese Art und Weise dem Vorgehen der Erfindung nicht abträglich ist, sind ein gegenseitiges Anstoßen der Gummirohrenden und ein vollständiger Einschluß des Metallrohres nicht erforderlich, und es ist offensichtlich leichter, die Verbindungen derart auszubilden, daß lediglich ein Teil der Metallrohrenden in die Bohrungen der jeweiligen Rohrabschnitte aus Silikongummi eingepaßt werden. Das Ausmaß, zu welchem die Metallrohrenden in die Rohrabschnitte aus Silikongummi eingesetzt werden, ist an sich nicht kritisch, so lang es eine ausreichende Entfernung ist, um eine integrale Verbindung zu erzielen und, falls erforderlich, es dem Gummirohrmaterial zu ermöglichen, mit verknoteten Fäden oder Klemmen um die Metallrohrenden herum zusammengepreßt zu werden, nachdem die sterile Verbindung hergestellt ist. Daneben sollte das Ausmaß, zu welchem sich das Metallrohr 30 in die Bohrung jedes der nichtsterilen Silikongummi-Rohrabschnitte hineinerstreckt, im allgemeinen so sein, daß es wenigstens weit genug ist, um es dem Metallrohr im Verlauf der Induktionsbeheizung zu ermöglichen, ausreichend Wärme zu den Bohrungen der benachbarten, nichtsterilen Rohrabschnitte zu leiten (das sind die Rohrabschnitte, die das Metallrohr nicht umgeben), um deren Sterilisierung zu bewirken.
  • Bei einer typischen Verbindung gemäß der Erfindung wird ein Standard-12-Rohr aus rostfreiem Stahl mit einer Länge von 3,5 Zoll (9 cm) verwendet. Die Rohrmaterialabschnitte aus Silikongummi, die verbunden werden sollen, werden so abgeklemmt, daß 3/4 Zoll (2 cm) offenes (nichtsteriles) Rohrmaterial hinter dem Klemmpunkt bei jedem Abschnitt freibleiben. Das Rohr aus rostfreiem Stahl wird dann in die Bohrungen dieser jeweiligen offenen Abschnitte so eingepaßt, daß die Metallrohrenden etwa 1/16 Zoll (0,15 cm) von der nichtsterilen Seite des Klemmpunkts entfernt endigen, so daß etwa 2,125 Zoll (5,4 cm) an freiliegenden Metallrohr in der Verbindung verbleiben. Eine Induktionseinheit wird alsdann an ihren Platz gebracht, die eine derart bemessene Kupferarbeitsspule hat, daß wenigstens ein Teil der Verbindung zwischen den Klemmen im Feld der Arbeitsspule angeordnet werden kann, wobei Sorgfalt darauf zu verwenden ist, daß die Klemmen selbst außerhalb des Feldes der Spule gehalten werden. Typischerweise wird die Spule mit einer solchen Länge ausgebildet, die es ermöglicht, daß das gesamte freiliegende Metallrohr innerhalb des Spulenfeldes liegt, und daß vorzugsweise wenigstens ein Teil des Metallrohres, welches von Rohrmaterial aus Silikongummi umgeben ist, an oder in der Nähe der Enden des Metallrohres ebenfalls im Feld der Arbeitsspule liegt. Der Grad, mit welchem die Verbindung im Feld der Arbeitsspule liegt, ist somit an sich nicht kritisch, er sollte jedoch wenigstens derart ausreichend sein, daß eine Induktionsaufheizung des Metallrohres rasch und gleichförmig eintritt, und daß alle ursprünglich nichtsterilen Teile des Verbinders, einschließlich Bohrungen des Gummirohrmaterials, sowohl einschließlich und nichteinschließlich des Metallrohres, in ausreichender Weise durch Leitung von dem beheizten Metallrohr beheizt werden können, um eine Sterilisierung all dieser Bereiche zu bewerkstelligen. Für die bei dieser typischen Verbindung angegebenen Abmessungen wird die Induktionsarbeitsspule vorzugsweise mit einer Länge von etwa 3,5 Zoll ausgebildet.
  • Die Induktionsbeheizung zur Anhebung der Temperatur des aus rostfreiem Stahl bestehenden Rohres derart, daß sie zur Sterilisierung des Rohres ausreicht und es ihm ermöglicht, ausreichende Wärme zu nichtsterilen Rohrmaterialbohrungen in der Nähe der Metallrohrenden zu leiten, um auch diese Bereiche zu sterilisieren, erfolgt unter Verwendung eines geeigneten Metalls für die Induktionsarbeitsspule und einer Betriebsfrequenz, die in einer relativ kurzen Zeit zu den erforderlichen Strom und der entsprechenden Aufheizung des Metallrohres führt. Typischerweise liegt die Betriebsfrequenz im Radiusfrequenzbereich, d.h. irgendwo zwischen 10 Kilozyklen bis 300 000 Megazyklen, im allgemeinen liegt sie jedoch im Bereich von 50 kHz bis 1000 kHz, und vorzugsweise von 150 kHz bis 700 kHz. Bei solchen Frequenzen kann ein Rohrmaterial aus rostfreiem Stahl auf über 400º F (223º C) im allgemeinen in weniger als einer Minute aufgeheizt werden.
  • Eine bevorzugte Konfiguration für die Primärinduktionsarbeitsspule zur Verwendung bei der Erfindung ist in Fig. 3 dargestellt. Ein fortlaufendes Stück aus leitfähigein Metallspulenmaterial 32 ist so geformt, daß ein offener Kanal 34 vermittelt wird, der durch einander gegenüberliegende, langgestreckte Stücke 36 der Metallspule und, unter deren Ebene an den jeweiligen Enden des Kanales, durch im allgemeinen U-förmige Stücke 38 der Metallspule bestimmt ist. Die Abmessungen der längsverlaufenden Stücke 36 und der U-förmigen Stücke 38 sind so gewählt, daß der Kanal 34 eine Abmessung hat, die dem Durchmesser des bei der Verbindung verwendeten thermostabilen Rohrmaterials entspricht, und daß ein ausreichender Teil des Rohres 30 aus leitfähigem Material (im Kanal strichpunktiert dargestellt) im magnetischen Feld liegt, welches durch Anlegen eines Wechselstromes an die Primärarbeitsspule 32 hervorgebracht wird, um im Metallrohr einen Gegenwechselstrom zu induzieren, der das Metallrohr zu einer Aufheizung auf Sterilisierungstemperatur veranlaßt. Die Enden des Stückes aus Spulenmaterial 32 sind an eine (nicht dargestellte) Wechselstromquelle angeschlossen, vorzugsweise über eine flexible Verdrahtung ausreichender Länge, um es zu ermöglichen, daß die Arbeitsspule leicht in eine Position bewegt werden kann, die an den aufzuheizenden Verbindungsbereich angepaßt ist.
  • Die primäre Induktionsarbeitsspule ist vorzugsweise aus Kupfer-Rohrmaterial (z.B. 3/16 Zoll - 0,45 cm), und bei der bevorzugten Ausführungsform flieht Kühlwasser durch das Kupfer-Rohrmaterial. Andere Formen, in die die Arbeitsspule gebracht werden kann, sind möglich, so lange als ein passender offener Kanal definiert ist, in dem die zu sterilisierende Verbindung angeordnet werden kann, so daß sie im Feld des an die Spule angelegten Stromes liegt.
  • Die vorliegende Erfindung ist auf die Herstellung steriler Verbindungen zwischen separaten Abschnitten von Rohrleitungsmaterial für fluides Medium anwendbar, wobei das Leitungsrohrmaterial für das fluide Medium im allgemeinen ein gummiähnliches, hohles Material mit einem Grad von Weichheit, Flexibilität und Faltbarkeit ist, der das Material als Rohrmaterial für fluides Medium brauchbar macht, eine Zusammenpressung bis zum Verschluß seiner hohlen Bohrung ermöglicht und es gestattet, daß sie ihre ursprüngliche hohle Konfiguration wieder annimmt, nachdem die Zusammenpreßkraft entspannt ist. Das Leitungsrohrmaterial für das fluide Medium muß aus thermostabilem Material gefertigt werden, so daß es sich unter den Bedingungen der für die Ausübung der Sterilisierung nötigen Aufheizung nicht zersetzt. Wie oben festgestellt, ist es nicht erforderlich und im allgemeinen auch nicht wünschenswert, Rohrwerkstoffe zu verwenden, die unter den angewandten Sterilisationstemperaturbedingungen schmelzen (und später sich wieder verfestigen), jedoch ist die Erfindung wenigstens allgemein auch auf die verwendungsfähigen thermoplastischen Materialien anwendbar, so lange als sie thermostabil sind. Sehr bevorzugt für die Verwendung bei der Erfindung wird Gummirohrmaterial, insbesondere Silikongummi-Rohrmaterial.
  • Das hohle Rohr aus leitfähigem Metall, das zur Verbindung der getrennten Rohrabschnitte für das fluide Medium benutzt werden, kann aus jedem leitfähigem Metall oder jeder leitfähigen Metallegierung gefertigt werden, die eine Induktionsaufheizung ohne Deformation in dem erforderlichen Maße gestattet, um eine Sterilisierung zu bewirken, und Wärme zu benachbarten oder umgebenden Mediumleitungsbereichen leiten kann. Sehr bevorzugt in dieser Hinsicht ist rostfreier Stahl, obwohl andere Metalle oder Legierungen offensichtlich, falls erwünscht, ebenfalls eingesetzt werden können.
  • Das Verfahren und die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung können dazu angewandt werden, um eine ursprünglich sterile Zwischenverbindung zwischen ursprünglich sterilisierten, separaten Komponenten eines Systems herzustellen, wie es beim Zusammenbau eines ursprüngliche hohle Konfiguration wieder annimmt, nachdem die Zusammenpreßkraft entspannt ist. Das Leitungsrohrmaterial für das fluide Medium muß aus thermostabilem Material gefertigt werden, so daß es sich unter den Bedingungen der für die Ausübung der Sterilisierung nötigen Aufheizung nicht zersetzt. Wie oben festgestellt, ist es nicht erforderlich und im allgemeinen auch nicht wünschenswert, Rohrwerkstoffe zu verwenden, die unter den angewandten Sterilisationstemperaturbedingungen schmelzen (und später sich wieder verfestigen), jedoch ist die Erfindung wenigstens allgemein auch auf die verwendungsfähigen thermoplastischen Materialien anwendbar, so lange als sie thermostabil sind. Sehr bevorzugt für die Verwendung bei der Erfindung wird Gummirohrmaterial, insbesondere Silikongummi-Rohrmaterial.
  • Das hohle Rohr aus leitfähigem Metall, das zur Verbindung der getrennten Rohrabschnitte für das fluide Medium benutzt werden, kann aus jedem leitfähigem Metall oder jeder leitfähigen Metallegierung gefertigt werden, die eine Induktionsaufheizung ohne Deformation in dem erforderlichen Maße gestattet, um eine Sterilisierung zu bewirken, und Wärme zu benachbarten oder umgebenden Mediumleitungsbereichen leiten kann. Sehr bevorzugt in dieser Hinsicht ist rostfreier Stahl, obwohl andere Metalle oder Legierungen offensichtlich, falls erwünscht, ebenfalls eingesetzt werden können.
  • Das Verfahren und die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung können dazu angewandt werden, um eine ursprünglich sterile Zwischenverbindung zwischen ursprünglich sterilisierten, separaten Komponenten eines Systems herzustellen, wie es beim Zusammenbau eines Tierzuchtsystems der Fall ist, mit Zuchteinheit, Sauerstoffbeladungseinheit, Sammelbehälter, Mediumquelle, Pumpmechanismus und dazwischen angeordnetem Rohrmaterial, oder auch beim Zusammenbau eines Blutübertragungssystems oder Dialysesystems oder anderer ähnlicher Systeme, welche sterile Bedingungen erfordern.
  • Die Erfindung ist auch nützlich für einen Eingriff in ein anderweitiges steriles System, um Rohrmaterial oder andere Komponenten anzufügen oder wegzunehmen, was dadurch geschieht, daß eine Stelle an dem Mediumleitungsrohrmaterial gewählt wird, an der die Verbindung hergestellt werden soll; beide Seiten eines Materialabschnittes vorbestimmter Länge werden so isoliert, daß die Sterilität in den Abschnitten außerhalb der vorbestimmten Länge erhalten bleibt; die vorbestimmte Länge an Rohrmaterial wird herausgeschnitten, so daß wenigstens ein isolierter Rohrabschnitt mit einem freien offenen Ende verbleibt; mit dem freien offenen Ende des Rohrabschnitts wird ein zweiter Rohrabschnitt in axiale Ausrichtung gebracht, der ebenfalls ein freies offenes Ende hat, das an der anderen Seite des Isolationspunktes von einer sterilen Umgebung isoliert ist; die jeweiligen offenen Enden werden mit Hilfe eines hohlen Rohres aus leitfähigem Metall verbunden, das in der Bohrung jedes der offenen Enden angeordnet wird; die so miteinander verbundenen Abschnitte und das dazwischenliegende Rohr werden mit Hilfe einer Induktionsheizung sterilisiert; und hierauf werden die Isolationsmittel entfernt, so daß eine Mediumkommunikation zwischen sterilen Teilen des Systems über die sterile Verbindung hindurch hergestellt ist.

Claims (7)

1. Ein Verfahren zum Ausbilden einer sterilen Verbindung zwischen zwei getrennten, thermostabilen, kompressiblen Leitungsrohrabschnitten für fluides Medium, um einen Mediumstrom zwischen ihnen zu ermöglichen, wobei jeder Rohrabschnitt eine hohle Bohrung für einen Mediumstrom in sich aufweist und jeder Rohrabschnitt in Mediumverbindung mit einem sterilen Rohrabschnitt ist, wobei das Verfahren umfaßt: Zusammenpressen jedes der Leitungsrohrabschnitte für fluides Medium, derart, daß ein freies Ende jedes Rohrabschnittes von dem sterilen Rohrabschnitt isoliert ist, der damit in Mediumkommunikation ist; Anbringen der jeweiligen Enden eines hohlen Rohres aus leitfähigem Metall innerhalb der Bohrung jedes freien Endes der isolierten Leitungsrohrabschnitte für fluides Medium, um so die freien Enden der isolierten Rohrabschnitte zu verbinden und einen Mediumströmungsweg zwischen ihnen herzustellen; Anordnen wenigstens eines Teiles der verbundenen Leitungsrohrabschnitte für fluides Medium, einschließlich des hohlen Rohres aus leitfähigem Metall, im Feld einer Primärinduktionsarbeitsspule; Zuführen eines Wechselstroms zur Arbeitsspule, um eine ausreichende Erhitzung des hohlen Rohres aus leitfähigem Metall zu veranlassen, so daß es und der Bohrungsabschnitt der isolierten Rohrabschnitte sterilisiert wird; und anschließendes Wegnehmen der Zusammenpressung an jedem der Leitungsrohrabschnitte für fluides Medium, um so durch diese sterile Verbindung eine Mediumkommunikation zwischen den sterilen Rohrabschnitten herzustellen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin umfassend: Anlegen eines Zusammenpreßelements an jedes der freien Enden der isolierten Rohrabschnitte, nachdem die jeweiligen Enden des hohlen Rohres aus leitfähigem Metall in den jeweiligen Bohrungen der freien Enden angeordnet sind, um so die Bohrungen um den Umfang der jeweiligen Enden des hohlen Rohres aus leitfähigem Metall herum zusammenzupressen.
3. Das Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der Wechselstrom eine Frequenz von 150 kHz bis 700 kHz hat.
4. Ein Verfahren zum Eingreifen in ein steriles Stück eines thermostabilen, kompressiblen Rohrmaterials, durch dessen Bohrungen steriles, fluides Medium strömt, und anschließendes Wiederherstellen eines sterilen Mediumstroms hierin, umfassend die Schritte: an zwei in gegenseitigem Abstand gelegenen Bereichen auf dem Stück des Rohrmaterials wird das Rohrmaterial ausreichend zusammengepreßt, um die Bohrungen des Rohrmaterials an diesen Bereichen zu schließen und hierdurch das Stück des Rohrmaterials zwischen den Bereichen zu isolieren; das isolierte Stück des Rohrmaterials wird herausgetrennt, um voneinander getrennte Rohrenden zu schaffen; mit einem der getrennten Rohrenden wird das Ende eines neuen thermostabilen, kompressiblen Rohrabschnitts in allgemeine Ausrichtung gebracht, der einen zusammengepreßten Bereich aufweist, welcher besagtes Ende von sterilen Teilen des neuen Rohrabschnittes trennt; innerhalb der Bohrung des getrennten Rohrendes und des Endes des neuen Rohrabschnittes werden die jeweiligen Enden eines hohlen Rohres aus leitfähigem Metall angeordnet, um einen Mediumströmungsweg zwischen den Enden herzustellen; wenigstens ein Teil der so miteinander verbundenen Rohrenden, einschließlich des hohlen Rohres aus leitfähigem Metall, wird im Feld einer Primärinduktionsarbeitsspule angeordnet; der Arbeitsspule wird ein Wechselstrom zugeführt, um eine ausreichende Erhitzung des hohlen Rohres aus leitfähigem Metall zu veranlassen, so daß es und der Bohrungsabschnitt der Rohrenden sterilisiert wird; und hierauf wird die Zusammenpressung von den zusammengepreßten Bereichen des vorher getrennten Rohr- und des neuen Rohrabschnittes weggenommen, um durch das hohle Metallrohr aus leitfähigen Metall eine sterile Mediumkommunikation innerhalb des verbundenen Rohrmaterials herzustellen.
5. Ein Verfahren zum Bewirken einer Sterilisierung eines isolierten Rohrabschnitts, der nichtsterile, thermostabile Rohrenden umfaßt, die durch ein hohles, in ihren jeweiligen Bohrungen angeordnetes Rohr aus leitfähigem Metall verbunden sind, umfassend: Anordnen des isolierten Rohrabschnitts einschließlich des hohlen Rohres aus leitfähigem Metall im Feld einer Primärinduktionsarbeitsspule; und Zuführung eines Wechselstroms zu dieser Arbeitsspule mit einer Frequenz, die ausreicht, um in dem hohlen Metallrohr einen Gegenwechselstrom von einer Frequenz zu induzieren, die ausreicht, um eine Erhitzung des hohlen Metallrohres auf eine Temperatur zu veranlassen, die ausreicht, Bakterien, Mikroorganismen und dgl. innerhalb der Bohrung des hohlen Metallrohres und innerhalb der Bohrungen der durch das Metallrohr miteinander verbundenen Rohrenden zu töten.
6. Eine Vorrichtung zur Bewirkung einer Sterilisierung eines isolierten Rohrabschnitts, mit nichtsterilen, thermostabilen Rohrenden, die durch ein hohles, in den jeweiligen Bohrungen der Rohrenden angeordnetes Rohr aus leitfähigem Metall verbunden sind, wobei die Vorrichtung umfaßt: ein Stück einer leitfähigen Metallspule in elektrischer Verbindung mit einer Wechselstromquelle im Radiofrequenzbereich, wobei das Stück Metallspule so ausgebildet ist, daß es einen offenen, langgestreckten Kanal vermittelt, der befähigt ist, den isolierten Rohrabschnitt so aufzunehmen, daß ein an die Metallspule angelegter Wechselstrom in dem hohlen Rohr aus leitfähigem Metall einen Gegenwechselstrom induziert, der eine Aufheizung des Rohres auf eine Temperatur bewirkt, die für eine Sterilisierung ausreicht, wobei der offene, langgestreckte Kanal bestimmt ist durch einander gegenüberliegende, langgestreckte Stücke der Metallspule und, unter der Ebene dieser Stücke, an den jeweiligen Enden des Kanals, durch allgemeine U-förmige Stücke der Spule.
7. Die Vorrichtung nach Anspruch 6, bei der die leitfähige Metallspule Rohrmaterial aus leitfähigem Metall umfaßt, das befähigt ist, in sich ein Kühlmedium aufzunehmen.
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