DE69005019T2 - Optischer Isolator. - Google Patents

Optischer Isolator.

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DE69005019T2 DE90304434T DE69005019T DE69005019T2 DE 69005019 T2 DE69005019 T2 DE 69005019T2 DE 90304434 T DE90304434 T DE 90304434T DE 69005019 T DE69005019 T DE 69005019T DE 69005019 T2 DE69005019 T2 DE 69005019T2
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Description

    Technisches Gebiet
  • Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein optische Isolatoren und insbesondere optische Isolatoren, bei denen ein Resonanzhohlraum verwendet wird, um eine wesentliche Verkleinerung zu erreichen.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Optische Isolatoren werden benötigt, um den Wiedereintritt von reflektierter optischer Strahlung in eine optische Vorrichtung wie beispielsweise einen Laser zu verhindern. In optischen Kommunikationssystemen wird die Funktion eines Lasers durch Reflexionen optischer Energie in den Laser beeinträchtigt, indem sie Amplitudenschwankungen, Modentrennung, Frequenzverschiebungen und Verschmälern der Linienbreite bewirken. In gegenwärtigen optischen Kommunikationssystemen werden optische Isolatoren am Ausgang eines Lasers verwendet, um zu vermeiden, daß Licht in den Laser zurückreflektiert wird. Solche Isolatoren werden allgemein als Faraday-Isolatoren bezeichnet und bedienen sich der Grundsätze linearpolarisierter (auch planpolarisiert genannter) elektromagnetischer Energie in Verbindung mit Faraday-Drehung. Häufig werden zwei Isolatoren zusammen benutzt, um bis zu 60 dB Isolation bereitzustellen. Wenn er für den Betrieb mit optischer Energie mit einer Wellenlänge von 1,5 µm ausgelegt ist, wird der optische Isolator typisch eine Länge von mehreren Zentimetern besitzen und 8 optische Flächen erfordern. Heutige optische Isolatoren sind groß und massiv im Verhältnis zu optischen Fasern und können daher nicht leicht in einen Baustein eingebaut oder zu einem Bestandteil einer Lichtleitfaser werden.
  • In Applied Optics, Band 3, Seiten 1079-1083, September 1964, "Resonant Optical Faraday Rotator", auch als Sonderschrift 4851 von Bell Telephone System abgedruckt, wird von R. Rosenberg und anderen ein optischer Rotator offenbart, in dem sich ein Faraday-Rotatormaterial zwischen zwei einen Resonanzhohlraum bildenden Spiegeln befindet. Der Drehungsbetrag könnte im Vergleich zu dem, einem einzigen Durchlauf durch das Rotatormaterial entsprechenden, hundertfach erhöht werden.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Ein erfindungsgemäßer Isolator entspricht dem in Anspruch 1 angegebenen. Im Gebrauch wird der Resonanzhohlraum so eingestellt, daß er für zirkularpolarisiertes Licht, das die Vorrichtung in Vorwärtsrichtung durchlaufendem Licht entspricht, resonant ist, aber für zirkularpolarisiertes Licht mit der entgegengesetzten Polarisation, das in der umgekehrten Richtung durchlaufendem Licht entspricht, nicht resonant ist.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnung
  • Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eines üblichen optischen Isolators nach dem Faraday-Effekt;
  • Fig. 2 ist eine schematische Darstellung des Aufbaus einer Ausführungsform nach den Grundsätzen der Erfindung;
  • Fig. 3 ist eine Ansicht eines Resonanzhohlraumes;
  • Fig. 4 ist eine schematische Darstellung einer Vorrichtung mit dem erfindungsgemäßen optischen Isolator, und
  • Fig. 5 ist eine schematische Darstellung einer weiteren Vorrichtung mit dem erfindungsgemäßen optischen Isolator.
  • Detaillierte Beschreibung
  • Fig. 1 stellt einen optischen Isolator dar, in dem der Faraday-Dreheffekt bei planpolarisierter optischer Empfangsenergie angewandt wird, um optische Energie in einer Richtung durchzulassen und optische Energie in der anderen Richtung zu sperren. Die Vorrichtung umfaßt ein zwischen einem Eingangs-Linear- oder- Planpolarisator 10 eingefügtes gyrotropisches Medium 12 und einen Ausgangs-Linear- oder-Planpolarisator 14. Das gyrotropische Medium 12 befindet sich innerhalb eines durch den Pfeil 16 dargestellten magnetischen Längsfeldes. Das gyrotropische Medium ist durch eine Verdet-Konstante V gekennzeichnet, die als die Drehung der Polarisationsebene der optischen Energie pro Längeneinheit pro Einheit angelegten Feldes definiert wird. Die Drehung der planpolarisierten optischen Energie bei ihrem Durchlaufen des gyrotropischen Mediums wird durch folgenden Ausdruck gegeben:
  • θF=V Hd
  • wobei
  • V die Verdet-konstante; und
  • H das Magnetfeld ist.
  • Bei einigen Stoffen wie Yttriumeisengranat (YIG) sättigt die Faradaydrehung bei einem angelegten Magnetfeld, wobei die Drehung durch folgenden Ausdruck gegeben wird:
  • θF=aFL
  • wobei aF die gesättigte spezifische Drehung und
  • L die Länge des gyrotropischen Mediums ist.
  • Bei einer Wellenlänge von 1,5 µm und einem Magetfeld von ca. 1 kgauß (das leicht von einem Samarium-Kobalt-Magneten erhältlich ist) ergibt eine Länge von 2,6 mm typisch eine Drehung von 45º in YIG, dem verbreitetsten Isolatormaterial im Bereich 1,3 µm - 1,5 µm-Bereich des Spektrums.
  • Den optischen Isolator rückwärts durchlaufendes Licht durchläuft den linearen Polarisator 14, der in einem Winkel orieniert ist; und die aus dem Polarisator 14 austretende linearpolarisierte optische Rückenergie ist in diesen Winkel orientiert. Die linearpolarisierte optische Energie tritt dann in den Faraday-Rotator 12 ein, der dann die Ebene der linearpolarisierten optischen Energie um den Winkel θF dreht. Die linearpolarisierte optische Energie vom Faraday-Rotator tritt dann in den Polarisator 10 ein, der so orientiert ist, daß er das Licht vom Faraday-Rotator blockiert. In den meisten Isolatoren sind die Faraday-Rotatoren so ausgelegt, daß sie die Ebene der polarisierten optischen Energie um 45º drehen.
  • Vorwärts durchläuft das Licht 18 den Polarisator 10 und wird im Winkel des Polarisators 10 linearpolarisiert. Dieses nach rechts laufende Licht durchläuft dann den Faraday-Rotator, wo es weiter in derselben Richtung wie die Drehung der Polarisationsebene der nach links laufenden optischen Energie gedreht wird. Wenn der Faraday-Rotator so ausgelegt ist, daß er die Polarisationsebene der linearpolarisierten optischen Energie um 45º dreht, dann ist die aus dem Faraday-Rotator 12 austretende optische Energie parallel zum Polarisator 14 polarisiert und wird voll übertragen.
  • YIG oder ähnliche Granate enthaltende optische Isolatoren haben erwiesenermaßen niedrigen Verlust (ca. 1 dB) und verhältnismäßig gute Isolation (-30 dB). Sie sind jedoch aufgrund der langen, im Faraday-Rotator benötigten Weglänge von 0,5 bis 3 mm verhältnismäßig groß.
  • In der vorliegenden Erfindung wird der Faraday- Rotator für einmaligen Durchgang durch ein sich innerhalb einer Resonanzvorrichtung befindendes gyrotropisches Medium ersetzt. Kurz gesagt, kann die Gesamtlänge des Mediums dadurch reduziert werden, daß die optische Energie mehrere Male innerhalb des gyrotropischen Mediums hin- und herreflektiert wird, da die Faraday-Gesamtdrehung eine Summierung jeder durch jeden Durchlauf verursachten Drehung ist. Dadurch, daß das gyrotropische Medium zwischen zwei (entweder dielektrische oder metallische) Spiegel gelegt wird, die auf der Oberfläche abgelagert sind, oder durch Verwendung eines verteilten Gitterreflektors in einer Wellenleiterstruktur werden mehrfache Reflexionen erhalten. Wenn die optische Hin- und Rücklauflänge des Weges der optischen Energie eine Ganzzahl von Wellenlängen beträgt, sagt man, daß die Vorrichtung resonant und bei Abwesenheit von Verlusten transparent ist.
  • Beispielsweise wird, wenn die Reflexionen mittels Spiegeln erhalten werden, die Durchlässigkeit der Struktur bei Resonanz durch folgenden Ausdruck gegeben
  • wobei
  • L der Einzelwegverlust im Resonator und
  • R das Reflexionsvermögen der Spiegel darstellt.
  • Die Anzahl von Durchläufen N, für die der austretende Strahl auf die Hälfte derer des ersten Strahls reduziert ist, wird durch folgenden Ausdruck gegeben:
  • Resonanz kann daher zur Verstärkung des Faraday-Effektes benutzt werden.
  • Der hier offenbarte optische Isolator, in dem ein gyrotropisches Medium innerhalb eines Resonanzhohlraumes optische Energie dazu veranlaßt, das gyrotropische Medium mehrere Male anstatt nur einmal zu durchlaufen, kann mit linearpolarisierter optischer Energie benutzt werden, vorausgesetzt, man versteht die Grundsätze der Funktionsweise. Insbesondere kann linearpolarisierte optische Energie in einem gyrotropischen Medium in der Gegenwart eines Magnetfeldes als Summe zweier Komponenten angesehen werden, die jeweils aus zirkularpolarisierter optischer Energie bestehen und jeweils entgegengesetzte Drehrichtungen besitzen. Die zwei Komponenten besitzen gleiche Amplituden. Im gyrotropischen Medium läuft die optische Energiekomponente mit positiver Drehung mit einier Geschwindigkeit die sich von der der optischen Energie mit negativer Drehung unterscheidet, und die Ebene der eintreffenden polarisierten optischen Energie wird in der Richtung der Drehung der Komponente mit der höheren Geschwindigkeit gedreht. Anders gesagt, ist die Drehung der Polarisationsebene linearpolarisierter optischer Energie in einem Faraday-Medium das Ergebnis des Unterschiedes im Brechungsindex des Mediums für links- und rechtszirkulare Polarisationen. So wird bei Durchlaufen eines gyrotropischen Mediums eine Komponente relativ zur anderen verzögert. Wenn die Verzögerung einen Phasenunterschied von 90º bewirkt, tritt das Licht als linearpolarisierte optische Energie mit einem um 45º aus seiner Ursprungspolarisationsebene gedrehten Polarisationswinkel aus. Es ist einleuchtend, daß die Amplitude der zwei Komponenten dafür gleich sein muß. Wenn sie es nicht sind, wird das austretende Licht elliptisch polarisiert sein und der Isolator funktioniert nicht wie beschrieben.
  • So scheint es auf ersten Blick, daß ein Isolator mit einem Resonanzhohlraum Schwierigkeiten bereiten kann, wenn er mit linearpolarisierter optischer Energie benutzt wird, da die effektiven Brechungszahlen für die rechts- und linkszirkularpolarisierten Komponenten unterschiedlich sind, und ein Resonanzhohlraum nicht gleichzeitig für die beiden Wellen resonant sein kann.
  • Eine Lösung besteht darin, den Resonanzhohlraum so abzustimmen, daß sich die Resonanzfrequenz des Hohlraumes mittig zwischen den Resonanzfrequenzen für die links-und rechtszirkularpolarisierte optische Energie befindet. In diesem Fall wird die übertragene Stärke für links- und rechtszirkularpolarisierte optische Energie gleich sein, und die übertragene optische Energie wird linearpolarisiert sein. Die Drehung der Polarisationsebene wird durch folgenden Ausdruck gegeben:
  • wobei
  • F die Finesse und
  • R das Reflexionsvermögen der Spiegel ist.
  • Die Annäherung gilt für
  • Es ist zu bemerken, daß es einen Einfügungsverlust geben wird, da der Resonanzhohlraum nicht in Resonanz betrieben wird. Es hat sich herausgestellt, daß der Durchlässigkeitsverlust zirka 50% beträgt, wenn eine Drehung von 45º erreicht wird.
  • Ein weiterer Ansatz besteht darin, die rechts- und linkszirkularpolarisierte optische Energie bei zwei getrennten Resonanzen der Struktur, einer für jeden effektiven Brechungsindex, zu betreiben. Bei dieser Betriebsweise sind die Verluste minimal. Die Länge des Resonanzhohlraumes muß jedoch so gewählt werden, daß
  • 2(nR-nL)L=Nλ
  • wobei
  • nR und nL Brechungszahlen für Rechtspolarisation bzw. Linkspolarisation sind,
  • N eine Ganzzahl und
  • λ die Wellenlänge ist.
  • Wie oben bemerkt, sind die Verluste im optischen Isolator minimal, jedoch beträgt die Länge des Resonanzhohlraumes annähernd das Doppelte der für einen nichtresonanten optischen Isolator benötigten Länge.
  • Eine attraktivere Betriebsweise ist die Benutzung der Vorrichtung mit zirkularpolarisierter optischer Energie und Abstimmung des Resonanzhohlraumes auf die Resonanzspitze entweder der linkszirkularpolarisierten optischen Energie oder der rechtszirkularpolarisierten optischen Energie. Fig. 2 stellt eine Struktur dar, die nach den Grundsätzen dieser Betriebsweise funktioniert.
  • Der optische Isolator enthält einen Resonanzhohlraum 30, der aus einem zwischen Reflexionsflächen 34, 36 liegenden gyrotropischen Medium 32 besteht. In der Figur hat das gyrotropische Medium die Form eines Films auf einem Tragglied. Die Reflexionsflächen können entweder dielektrische oder metallische Spiegel sein, die auf den beiden Endflächen abgelagert sind, oder sie können verteilte Gitterreflektoren in einer Wellenleiterstruktur sein. Der Abstand zwischen den Spiegeln 34, 36 wird so eingestellt, daß er einen Resonanzhohlraum für die vom Eintrittsende des optischen Isolators empfangene zirkularpolarisierte optische Energie bildet. Am Eintrittsende des optischen Isolators ist ein erster linearer Polarisator 38 positioniert, und Austrittsende des optischen Isolators ist ein zweiter linearer Polarisator 40 positioniert. Zwischen dem ersten linearen Polarisator 38 und dem Resonanzhohlraum 30 befindet sich ein erstes Polarisationswandelmittel 42, wie beispielsweise eine 1/4-Wellen-Platte, und zwischen dem Resonanzhohlraum 30 und dem zweiten linearen Polarisator 40 befindet sich ein zweites Polarisationswandelmittel 44, wie beispielsweise eine 1/4-Wellen- Platte.
  • Die Grundbetriebsart des neuen verbesserten, in Fig. 2 dargestellten optischen Isolators unterscheidet sich deutlich von der des in Fig. 1 dargestellten üblichen optischen Isolators. In Fig. 2 durchläuft von links, der Vorwärtsrichtung, kommende optische Energie 46 den ersten linearen Polarisator 38, der in einem vorbestimmten Winkel orientiert ist, und die aus dem Polarisator 38 austretende linearpolarisierte optische Energie ist in diesen Winkel orientiert. Die linearpolarisierte optische Energie wird danach in zirkularpolarisierte optische Energie umgewandelt, indem sie durch die 1/4-Wellen-Platte 42 durchgeführt wird, deren lichtstarke Achse in einem Annäherungswinkel, d.h. 45º relativ zur Achse des linearen Polarisators 38, orientiert ist. Die zirkularpolarisierte optische Energie von der 1/4-Wellen-Platte 42 durchläuft den teilreflektierenden Spiegel 34 und tritt in den Resonanzhohlraum 30 ein, der für diese Polarisation resonant ist.
  • Nach mehrmaliger Hin- und Rückreflektion der optischen Energie im Hohlraum tritt sie durch den teilreflektierenden Spiegel 36 des Resonanzhohlraumes aus. Die austretende optische Energie besitzt dieselbe Zirkularpolarisation, die sie bei ihrem Eintritt in den Hohlraum besaß. Die optische Energie vom Resonanzhohlraum 30, die zirkularpolarisiert ist, wird in linearpolarisierte optische Energie umgewandelt, indem sie durch die zweite 1/4-Wellen-Platte 44 durchgeführt wird, deren lichtstarke Achse im entsprechenden Winkel orientiert ist. Danach wird die linearpolarisierte optische Energie von der 1/4-Wellen-Platte 44 zum zweiten linearen Polarisator 40 geleitet, der so orientiert ist, daß er die empfangene optische Energie durchläßt.
  • Von rechts nach links d.h. in die rückwärtige Richtung, laufende optische Energie durchläuft den linearen Polarisator 40 und tritt als im Winkel des Polarisators 40 orientierte linearpolarisierte optische Energie aus. Dieses Licht wird dann durch 1/4-Wellen- Platte 44 durchgeführt und tritt als zirkularpolarisierte optische Energie mit einer Drehrichtung aus, die der bei Betrachtung in derselben Richtung entlang der Achse des optischen Isolators von links nach rechts laufenden optischen Energie entgegengesetzt ist. So besitzt die zurücklaufende zirkularpolarisierte optische Energie eine andere Drehung als die vorwärtslaufende zirkularpolarisierte optische Energie. Die Felder zirkularpolarisierter optischer Energie mit einer Drehrichtung werden sich je nach der Richtung des Magnetfeldes 16 in derselben Richtung drehen, wie die Präzession der magnetischen Momente im Faraday-Material, und die Felder zirkularpolarisierter optischer Energie mit der anderen Drehrichtung werden sich in der entgegengesetzten Richtung der Präzession der magnetischen Momente drehen. So wird sich der Brechungsindex für das den Resonanzhohlraum von links durchlaufende zirkularpolarisierte Licht vom Brechungsindex für die den Resonanzhohlraum von rechts durchlaufende zirkularpolarisierte optische Energie unterscheiden. Dies tritt deshalb ein, da Polarisator und 1/4-Wellen-Platte in Kombination dem in unterschiedlichen Richtungen laufenden Licht eine unterschiedliche Drehrichtung aufzwingen. Da die von rechts ausgehende optische Energie den Resonanzhohlraum mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten als die von links ausgehende optische Energie durchlaufen wird, werden sich die Resonanzfrequenzen der beiden zirkularpolarisierten Strahlen voneinander unterscheiden. In der Ausführungsform der Fig. 2 ist der Resonanzhohlraum so ausgelegt, daß er für die von links nach rechts laufende zirkularpolarisierte optische Energie resonant ist. So wird er für die von rechts nach links laufende zirkularpolarisierte optische Energie nicht resonant sein, und die optische Energie von rechts wird um einen Betrag abgeschwächt, der von der resonanten Finesse und dem Unterschied zwischen den Resonanzfrequenzen anhängig ist. So läßt die Vorrichtung der Figur 3 von links nach rechts laufende optische Energie durch und blockiert von rechts nach links laufende optische Energie.
  • Fig. 3 stellt einen Resonanzhohlraum der Art dar, die in einer die Grundsätze dieser Erfindung verwendenden Vorrichtung benutzt werden kann. Der Resonanzhohlraum besteht aus Bi-dotierten YIG-Kristallfilmen auf einem Gadolinium-Gallium-Granat(GGG-)Substrat 54. Die Filme haben eine Stärke von 2 µm und tragen dielektrische Mehrschichtspiegel 50, 52 mit einem R von ca. 97,5%. Für die Sättigungsmagnetisierung beträgt die Gesamtdrehung des die beiden Filme senkrecht durchlaufenden Lichtes ca. 1/3 Grad pro Durchlauf. Es ist zu bemerken, daß in den Filmen keine bedeutende lineare Doppelbrechung auftreten sollte, da lineare Doppelbrechung die Faraday- Drehung nachteilig beinflussen kann.
  • In Fig. 4 wird eine weitere Ausführungsform eines optischen Isolators nach den Grundsätzen der vorliegenden Erfindung offenbart, in der der Resonanzhohlraum der Hohlraum eines Fabry-Perot-Faserinterferometers ist. Eine erste Lichtleitfaser 60 ist axial zu einer zweiten Lichtleitfaser 62 ausgerichtet und von dieser beabstandet. Zwischen den Enden der beiden Lichtleitfasern befindet sich ein Dünnfilm 64 aus Bi-dotiertem YIG. Die Enden 66, 68 der Lichtleitfasern stützen teilreflektierende Spiegel, und um die Enden der beiden Fasern und das gyrotropische Medium 64 ist eine Hülse 70 gleitbar positioniert, um die Baugruppe zueinander ausgerichtet zu halten. Der Film aus Bi-dotiertem YIG kann zweckmäßig an einem der teilreflektierenden Spiegel befestigt sein. Um das erforderliche Magnetfeld bereitzustellen, ist ein Ringmagnet 72 um die Hülse herum positioniert. An einem Ende der Faser 60 ist ein erstes Glied 74 sicher befestigt und an der Faser 62 ist ein zweites Glied 76 sicher befestigt. Ein piezoelektrisches Glied 78, das mit Anlegen eines Potentials seine Größe verändert, ist starr mit den ersten und zweiten Gliedern 74, 76 verkoppelt, um den Abstand zwischen den zwei Gliedern 74, 76 zu steuern. Anlegen eines entsprechenden Potentials an das piezoelektrische Glied 78 bewirkt, daß sich seine Größe und daher der Abstand zwischen den zwei Gliedern 74, 76 verändert. So kann durch Anlegen eines entsprechenden Potentials an das piezoelektrische Glied 78 der Abstand zwischen den Enden der beiden Fasern 60, 62 vergrößert oder verringert werden, um einen Hohlraum mit der erforderlichen Länge bereitzustellen. Polarisatoren und 1/4-Wellen-Platten können in Faserform hergestellt werden, und ein Polarisator und eine 1/4-Wellen-Platte können daher an der Stelle 80 in die Faser 60 und an der Stelle 82 in die Faser 62 eingebaut werden. Unter Anwendung der Grundsätze der vorliegenden Erfindung ist es daher nunmehr möglich, einen optischen Isolator bereitzustellen, der nur aus Faser besteht.
  • 1845 entdeckte Michael Faraday, daß ein Glasblock, wenn er einem magnetischen Streufeld ausgesetzt wird, optisch aktiv wird, d.h. zirkulare Doppelbrechung besitzt. Wenn planpolarisiertes Licht in einer zum angelegten Magnetfeld parallelen Richtung durch Glas durchgeführt wird, wird die Polarisationsebene gedreht. Seit der damaligen Entdeckung von Faraday ist diese Erscheinung in vielen Festkörpern, Flüssigkeiten und Gasen beobachtet worden. Es wird daher offenbar, daß unter Verwendung der Grundsätze der vorliegenden Erfindung der Resonanzhohlraum aus Einmoden-Silikatglasfasern hergestellt werden kann. In Fig. 5 wird beispielsweise eine Einmodenfaser 90 so aufgebaut, daß sie zwei Reflexionsflächen 92, 94, einen ersten linearen Polarisator und eine 1/4-Wellen-Platte bei 96 sowie einen zweiten linearen Polarisator und eine 1/4-Wellen-Platte bei 98 enthält. Ein Streckglied 100, das aus zwei sicher an die Faser im Bereich des Resonanzhohlraumes angekoppelten Armen 102, 104 bestehen kann, die gezielt so gesteuert werden, daß sie die Lichtleitfaser entweder elektronisch oder mechanisch strecken, kann die Länge des Resonanzhohlraumes auf eine gewünschte Frequenz einstellen. Um den Resonanzhohlraum herum, der die Faser selbst als gyrotropisches Medium benutzt, kann ein Ringmagnet 106 positioniert sein, um das notwendige Magnetfeld bereitzustellen. Sollte in der Faser lineare Doppelbrechung vorliegen, können Kompensationsmaßnahmen erforderlich sein.

Claims (5)

1. Optischer Isolator mit einem Eingangs-Planpolarisator (38), einem Ausgangs-Planpolarisator (40) und einem zwischen den besagten Eingangs- und Ausgangs-Planpolarisatoren liegenden gyrotropischen Medium (32), wobei der Isolator einen mindestens einen Teil des besagten gyrotropischen Mediums enthaltenden und auf Resonanz mit einer vorbestimmten optischen Frequenz abstimmbaren Resonanzhohlraum (30) umfaßt, erste, zwischen dem besagten Eingangs-Planpolarisator und besagten Resonanzhohlraum liegende Polarisationswandelmittel (42) zum Umwandeln der planpolarisierten optischen Energie vom besagten Eingangs-Planpolarisator in zirkularpolarisierte optische Energie und zwischen dem besagten Resonanzhohlraum und besagten Ausgangs-Planpolarisator liegende zweite Polarisationswandelmittel (44) zum Umwandeln von zirkularpolarisierter optischer Energie vom besagten Resonanzhohlraum in planpolarisierte optische Energie.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der besagte Resonanzhohlraum das besagte gyrotropische Medium zwischen zwei teilreflektierenden Organen (34, 36) liegend umfaßt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der besagte Resonanzhohlraum auf eine gewünschte Frequenz abstimmbar ist.
4. Vorrichtung nach einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das besagte gyrotropische Medium eine Lichtleitfaser (90) ist.
5. Verfahren zur Verwendung eines optischen Isolators zum Durchlassen von sich in einer ersten Richtung von einer Quelle aus bewegender optischer Energie und Verhindern, daß sich in einer entgegengesetzten Richtung bewegende optische Reflexionsenergie die besagte Quelle erreicht, mit Umwandlung der optischen Energie von der Quelle in planpolarisierte optische Energie, Umwandlung der planpolarisierten optischen Energie in zirkularpolarisierte optische Energie, Durchfüren der zirkularpolarisierten optischen Energie durch einen Resonanzhohlraum mit einem gyrotropischen Medium, wobei der besagte Hohlraum für die besagte zirkularpolarisierte optische Energie resonant ist, aber für zirkularpolarisierte optische Energie mit derselben optischen Frequenz, aber entgegengesetzter Polarisation nicht resonant ist, Umwandlung der zirkularpolarisierten optischen Energie vom besagten Resonanzhohlraum in planpolarisierte optische Energie und Durchführen der besagten planpolarisierten optischen Energie durch einen Planpolarisator.
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