DE689962C - Lokomotive, insbesondere Brennkraftlokomotive, mit unmittelbar auf die Treibachsen wirkenden Zylindern - Google Patents
Lokomotive, insbesondere Brennkraftlokomotive, mit unmittelbar auf die Treibachsen wirkenden ZylindernInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C9/00—Locomotives or motor railcars characterised by the type of transmission system used; Transmission systems specially adapted for locomotives or motor railcars
- B61C9/08—Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines
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Description
Es ist durch das Patent 632 499 ein Parallelkurbelgetriebe für Lokomotiven mit zwei
Gruppen von je drei Zylindern an jedem Lokomotivende bekannt, bei welchem zwei Gegenkurbelpaare, ein kurzes .und ein langes,
vorhanden sind. Die Stellungen der an diesen " Gegenkurbeln angebrachten Kuppelzapfen
rechts gegen links schließen einen Winkel γ = 90° ein, so daß die Verbindungs-
to kuppelstangen unter 900 gegenseitig versetzt sind, während die Treibkurbelzapfen innerhalb
jedes der beiden Dreizylindertriebwerke untereinander um 1200, die Treibkurbelzapfen
des vorderen gegenüber den entsprechenden des hinteren Triebwerkes bei dem Innenzylinder
vorn gegen hinten um o° und beim Außenzylinder rechts vorn gegen Außenzylinder links hinten um I2O° versetzt sind. Demgemäß
beträgt der Winkel zwischen den Kuppelzapfen an einem Radsatz γ = I2o°—2ε
= 900, wobei der Winkel zwischen Treibzapfen an der Gegenkurbel und Kuppelzapfen
für die Verbindungsstangen an der Gegen-
, , , 120° — 8 120° — 00° o ,
kurbel ε = = — = I5 be-
2 2-25
trägt.
Zur Vereinfachung des Parallelkurbelgetriebes wird nun erfindungsgemäß für den
Winkel γ, d.r h. für den Winkel zwischen den
Kuppelzapfen für die Verbindungsstangen an einem Radsatz, der Wert von 120° gewählt.
Für diesen Fall ist ε = o°, d. h. an einem
Radsatz ist überhaupt kein Gegenkurbelpaar mehr notwendig, während am anderen ein
Gegenkurbelpaar mit der Kurbellänge L = 2 r sin 6o° = r. 1,732 vorhanden sein muß,
wenn die Kraftwirkung gemäß Patent 632 499 dieselbe bleiben soll.
Die Lokomotive weist also überhaupt nur ein Gegenkurbelpaar auf. Dies ist in baulicher
Hinsicht gegenüber den zwei Kurbelpaaren nach Patent 632 499 ein nicht unerheblicher
Vorteil, der sich besonders dann günstig auf die Triebwerksanordnung auswirkt,
wenn die gegenüber Kurbeln für 900 Stangenversetzung langer gewordenen Gegenkurbeln
nicht stärker beansprucht werden, wobei gleiche Triebwerksverhältnisse bei gleicher Fahrgeschwindigkeit vorausgesetzt
sind, was nachstehend nachgewiesen wird.
In der Zeichnung sind einige schematische »ο Darstellungen und Kraftverteilungspläne für
ein Parallelkunbelgetriebe nach der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen
Abb. ι die Aufteilung der Umfangskraft
am Parallelkurbelgetriebe,
Abb. 2 Schema eines 2X3 Zylinderparallelkurbelgetriebes
mit beliebigem Stangenversetzungswinkel,
Abb. 3 Schema eines 2X3 Zylinderparallelkurbelgetriebes mit einem Stangenver-3"
setzungswinkel von 12o°,
Abb. 4 eine zeichnerische Darstellung -der Aufteilung einer dreiperiodischen Umfangskraft
bei Parallelkurbelgetrieben,
Abb. 5 eine zeichnerische Darstellung der Zusammensetzung zweier um 6o° gegeneinander
versetzter dreiperiodischer Umfangskräfte,
Abb. 6 Draufsicht auf ein Lokomotivkurbelgetriebe entsprechend dem Schema nach
Abb. 2,
Abb. 7 Seiten-und Stirnansicht der Kuppelachsen
zu Abb. 6,
Abb. 8 Schema eines Lokomotivkurbelgetriebes mit 120° Stangenversetzung und Endachsenantrieb,
Abb. 9 Seitenansicht des Kurbelgetriebes nach Abb. 8,
Abb. 10 Draufsicht auf das Kurbelgetriebe der Mittelzylinder mit gemeinsamer Treibachse.
Die Kräfteverteilung an einem Parallelkurbelgetriebe nach Abb. 1 ergibt sich wie
folgt:
Das von der treibenden auf die getriebene Achse durch die Stangen e und e' zu übertragende
Drehmoment ist
Md — fiku · r = Mdr + Mdi= ftr-Y + ptt ■ r,
d. h.
film = fitr Λ-fiH-
Da jeder >der beiden Werte ptT und ptt innerhalb
der Summe pku unendlich viele Größen
annehmen kann, ist diese Gleichung statisch unbestimmt. Zur Bestimmung'der Stangenkräfte
KT und K1 des Parallelkurbelgetriebes
bzw. ihrer Komponenten ptr und pi% wird die
Voraussetzung der tangentialen Formänderung an der rechten und linken Kurbel des treibenden
Getriebeteils gemacht, in Gestalt einer tangentialen, elastischen Verdrehung des
Kurbelpaares b-o-b gegenüber seiner Achse um den Betrag x. Für die rechte Stange folgt
hieraus eine Verlängerung durch Zug um den Betrag m = χ · sin α',-für die linke Stange eine
Verkürzung durch Dr<uck um den Betrag η = χ · sin ß'.
Die Stangenkräfte K1. und Ki sind verhältnisgleich
der Formänderung, also
Kr
K1
sin α' sin ß'
Von den Stangenkräften ausgehend, ist das Drehmoment an den treibenden Kurbeln
Führt man in diese Gleichung
sin a'
Md — K1. ■ r · sin a' + Ki · r · sin ß' = ^, · r = ^i,- · r
bzw.
= Kr
sin
sin α'
ein, so erhält man
bzw.
inV_\ sin2q/+sm-;3·
sin ß'
-i-rim- sm2a>+sin^ ·
und da die Teildrehmomente
= ptr· r = Kr· r · sin α'.. .pt,- = Kr>sw.a',.
= ptl · r = Ki -r-sinß'... ptt = Kj · sin ß',
fitr= film
sin2 a' + sin2 β
ir.2 Ol '
fitl= film - · 20,
sin2 ß' + sin2 ß' '
Die Teilumfangskräfte am Parallelkurbelgetriebe sind somit statisch bestimmt durch
ptr
sin2
a!
~pTi~ sin2 ß' ' ' W
ptr + Ph = plcu
> (2)
d. h. die Umfangskraft pka am treibenden
Teil, deren Größe bei Kolbenmaschinen während einer Umdrehung veränderlich ist, ist
sin2 ix1
im Verhältnis zu teilen. Da a' + ß' = γ,
im Verhältnis zu teilen. Da a' + ß' = γ,
ist dieses Verhältnis für jeden Winkel γ bestimmt z. B. wie beim Patent 632 499
o ptr sin2 α'
Bei dieser Ausführung ist außerdem die Halbierungslinie des Winkels j/ gleichzeitig Halbierungslinie
des Zapfenwinkels a-o-a' = 1200 bzw. c-o-c' mit Rücksicht auf gleiche Kurbeln
rechts und links. Behält man diesen Grundsatz, d.h. s = 6o°—yJ2 auch für beliebige
Winkel γ bei, so ist das 2X3 Zylindertriebwerk
nach dem Patent 632 499 für einen beliebigen Winkel γ durch Abb. 2 dargestellt.
Bei γ — I2O°, ε = o° schrumpfen die Kurbeln
a-b, a'-V zu einem mit α bzw. a! gleichachsigen
Kuppelzapfen zusammen, so daß das Triebwerk nur zwei Kurbeln (Abb. 3) c-d
und c'-d' erhält. Da Winkel γ ' nicht Null werden kann, so ist γ = I2O° in baulicher
Beziehung die einfachste Versetzung der Stangen e und e'. Wenn angesichts der
Kurbellänge Lmax=c — d=c'—d'=2r· sin y/2
= r· y~3~= 1,732·?- auch noch die an d und
d' angreifenden Kräfte kleiner werden als bei γ < 120°, so wäre der Vorteil dieser Triebwerksanordnung
vollkommen.
Zur Beurteilung dieser Kräfte wird ausgegangen von der />i3-Linie, d. h. von dem
Verlauf der Urnfangskraft von den Zylindern i, 2 und 3, die in Abb. 4 in rechtwinkeligen
Koordinaten und in Abb. 5 desgleichen für nur eine Periode aufgezeichnet ist. Diese
Umfangskraftlinie setzt sich mit der mit der gleichförmigen, ihr gegenüber aber versetzten
Umfangskraftlinie der hinteren Zylinder 1', 2', 3' zu der Umfangskraftlinie pte, wie in
Abb. 5 dargestellt, zusammen. Das gesamte die Zugkraft Z am Treibradumf ang erzeugende
Drehmoment von sechs Zylindern ist daher
Md =pte-r=Z· — (D=Triebraddurchmesser).
Bei gleichen Reibungsverhältnissen zwischen Rad und Schiene an jedem Treibrad entfällt
auf jede Achse, wenn i Achsen vorhanden sind, das gleiche Teildrehmoment
= Md2 · · · Mai = —— =
Md _ pt.
Z. B. bei i = vier Treibachsen, wie in Abb. 2 und 3 dargestellt, entfällt auf jede Achse
1Z4 pt6. Von dem Drehmoment Mg = pt3 der
Zylinder 1, 2 und 3 gelangt also zur Weiterleitung an die Zapfen b und b' durch die Stangen
e und e' an die Kuppelzapfen d und d' der langen Kurbeln nur das Drehmoment
plcu = pt3 — 2 · 0,25 ■ pta = pt3 — 0,5 pt,,
d. h. von der einen "Triebwerkshälfte gelangt durch das Parallelkurbelgetriebe hindurch zur
anderen Triebwerkshälfte jeweils der Unterschied zwischen pt3 und -^, wie in Abb. 5 dargestellt.
Je mehr Achsen sich also vor und hinter dem Parallelkurbelgetriebe befinden, desto
kleiner werden die auf die Kurbeln a-b, a'-b', c-d und c'-d' wirkenden Kräfte.
Nun wird sicherheitshalber vorausgesetzt, daß die Reibungsverhältnisse nicht an allen
Rädern dieselben sind, und der unwahrscheinliche Fall angenommen, daß die vor dem Kurbeigetriebe
befindlichen Achsen, z. B. in Abb. 2 und 3 die Achsen I und II, sich überhaupt nicht an der Zugkraft beteiligen. In diesem
Fall ist pka = pt3l d. h. die 3 Zylinderumfangskraft
vorn geht in voller Größe durch das Parallelkurbelgetriebe hindurch und setzt sich erst hinter demselben mit der Umfangskraft
der hinteren drei Zylinder zu der pt6-Linie
zusammen, deren Wirkung nur an den Achsen III und IV auftritt, wobei voraussichtlich
schon die Reibungsgrenze überschritten wird, also Schleudern auftritt.
Nun ist für diesen Grenzfall, wo ptr + pti
— pt3 ist, die Änderung der an den langen
Kurbeln wirkenden Kräfte mit der Änderung des Stangenversetzungswinkels γ festzustellen.
Hierzu ist in der Teilungsgleichung (1) der Winkel«' in Beziehung zu setzen mit dem
Winkel α der ^i3-Linie nach Abb. 4. Da nach
Abb. 2 der Zapfen α dem Zapfen & um den Winkel ε voreilt, ist
ß' = γ — a' = — cc + 60° + γΐ2
und damit > ■
ptr _ sin2 [y/2 + (α — 6o0)] ~ph~ sin2[y/2_(a_6o°)]
Ist also in Abb. 4 z. B. für <x .= 45° der Wert
pt3 = pti -f- ptr — 16 kg/cm2 = 80 mm, so ist
diese Strecke im Verhältnis
ptr _ sin2(y/2 —150)
pti sin2 (7/2+ 15°)
zu teilen.
Es sollen bei der Untersuchung die Winkel γ == i2o°, 900, 6o° und 450
zugrunde gelegt werden, womit sich folgende Verhältnisse ergeben:
120" 90°
6o°
45"
sin2 a
Ph
Für den Totpunkt α' = ο des
Zapfens b
Zapfens b
ptr zzz O, ptl zzz pt%
Für den Totpunkt ß' =o des
Zapfeiis b'
Zapfeiis b'
ptl =o, ptr=pt3
Für-¥y-zzz ι .,
sin2 (120" — α)
sin2 (α—15°)
sin2(io5° — α)
sin2(io5° — α)
sin2 (α—30°)
sin2 (90° — et)
sin2 (90° — et)
sin2 (a82V2 0 — a)
sin α = ο t = o und 180°
sin (α— i5°)=:o
0=15 und 195°
0=15 und 195°
sin (α—30°)=ο
2100
2100
sm{i20° — a)=o
et= 120 und 300° sin(iO5°—a)=o
α= 105 und 285°
α= 105 und 285°
sin (90° — a)=o
α—go und 27ο0
α—go und 27ο0
sin (82V2 0 — α) — ο
sin α
= sin(i20° — α)
α= 6o°
I50°
240° 330° sin (α— 15°)
=sin(io5°—α)
=sin(io5°—α)
sin (α — 30°)
= sin (900 — α)
= sin (900 — α)
sin(a-37V2°) = sin (82V2 —' «J
Hieraus und aus den Kuppelkurbelbildern in Abb. 4 unten geht hervor, daß sich mit der
Veränderung des Winkels γ nur die Totpunktlagen α' und ß' = o° gegenüber dem Winkel-«
ändern, während in den Punkten a = 6o°, 1500, 2400 und 330° bei allen Winkeln γ der
Wert pts , halbiert wird, entsprechend den
Symmetriestellungen von b und b' zu der Waagerecht-und Senkrechtachse.
In Abb. 4 ist die Teilungslinie —'- für die
vier gewählten Winkel γ für die zur £i3-Linie
gehörigen Winkel a° unterhalb letzterer aufgezeichnet.
Die vier zweiperiodischen Linien in Abb. 4 unten stellen die Teilungsmaßstäbe für die
darübergezeichnete £fs-Linie dar. Um die
Werte pfr und ptx für einen beliebigen Winkel
a° zu erhalten, ist der zugehörige Wert pt3
entsprechend dem Teilungsmaß stab zu teilen. Die Teilabschnitte sind alsdann die Umfangskräfte
ptr und pth bzw. die Verbindungslinie
α= 6o° α= 6o° a= 6o°
1500 1500 150°
240° 240° 240°
33°° 33°° 33°°
sämtlicher Teilpunkte stellt die Trennungslinie von ^i3 in ptr und ptt dar. Von der />i3-
Linie der Abszissenachse zu gemessen bis zur Trennungslinie ergibt sich ptT und von da bis
zur Abszissenachse ptt.
Aus Abb. 4 geht hervor, daß ptr seinen
Höchstwert für alle Winkel γ innerhalb der dritten positiven Spitze der pts-L.inie annimmt
und ptl seinen Höchstwert innerhalb
der ersten positiven Spitze, und da für alle drei Spitzen gemäß einem bei Zweitaktzylindern
anzunehmenden Mindestmaß von hin und her gehenden Massen für 1 cm2 Kolbenfläche
und einem für Lokomotivbetrieb zulässigen Höchstmaß der Drehzahl w/min ptmax
= 25 kg/cm2 Kolbenfläche beträgt, so ergeben sich aus der Teilung dieser zwei Spitzen auch
die Höchstwerte von ptT und pth wie man sich
auch durch Ausmessen der Abb. 4 oben davon überzeugen kann.
Das Rechnungsergebnis hierfür ist wie folgt:
| 120° | 90° | 60° | ,-Ο 45 |
|
| Reihenfolge der +-Spitzen der pt3 -Linie in Abb. 4.. Kurbelwinkel derSpitzena0 Teilungsverhältnis ptr In die ji>£3~Linie übertragen für Spitze^ = 25 kg/cm2 max · ptr in kg/cm2 max · pti in kg/cm2 |
12 3 1/ 1/ 4/ Ii Ii /1 5 12,5 20 20 12,5 5 |
χ 2 3 300 1500 2700 ι 'l 0,07411 1,725 12,5 23,275 23,275 12,5 1,725 |
ι 2 3 0V 1I τ Ii Io O 12,5 25 25 12,5 O |
ι 23 300 1500 2700 0,0271 j, ι ι 0,0271 0,66 12,5 0,66 24,34 12,5 24,34 |
| Ph | 25 25,-25 | 25,- 25 25,- | 25 25,— 25 | 25,— 25,— 25Γ— |
Unter den gemachten Voraussetzungen wird also der kleinste Höchstwert von ptr und Pt1
bei einem Stangenversetzungswinkel von γ = 120° erreicht mit ptt (für <x° = 30°)
= ptr (für <x° = 2700) = 20 kg je cm2 nutzbare
Kolbenfläche.
Zur Beurteilung des Maßes und der Art der Kurbelbeanspruchung werden die längeren
Kurbeln c-d und c'-d' der Abb. 2 und 3 be-ο trachtet, in den Zapfen c und c' eingespannt
gedacht und durch die waagerechten KräfteÄ"r
und Ki der Stangen e und e' belastet. Da nur bei <x° = 300 und 2700 Kurbelweg des vorderen
rechten Zapfens α die Kräfte ptt bzw. ptr
den Höchstwert erreichen, wobei ptrmax
— ptl max, sind die hinteren Kurbeln mit den
hieraus folgenden Höchstwerten Kimax=Kr max
belastet, nämlich nach den gemachten Voraussetzungen der elastischen Formänderung des
treibenden Kurbelgetriebes durch
K1 =
ptl max
sin ß'
hinten links bei «° = 300 vorn rechts,
Ph· max
-"■ r max — "
•sin α
hinten rechts bei a° = 27p0 vorn rechts, und
weil
α' — α — ε = α + — — 6ο° = 2ΐο° + —
2 2
und
_ ν
Ol
Il
β = γ — α = α
ergibt sich
ft-1 max —
sin (2100 -f- γ /2)
ptl max
sin (300 + 7/2)
Maßgebend für die Beanspruchung der Kurbeln ist die Kurbellänge
L = 2f-sin (30 + γ/4)
(Zentriwinkel c—0—d=c'— ο—ά'=γ+ε=6ο°+γ/2)
(Zentriwinkel c—0—d=c'— ο—ά'=γ+ε=6ο°+γ/2)
und die Richtung, die die Kurbelmittellinie d', d' bzw. c, d mit der Achse der
Stangen e und e' in den vorbezeichneten Stellungen bei Krmax und Klmax innehat.
Bezeichnet man laut Abb. 3 den Winkel der Senkrechten zu c-d bzw. c'-d' mit der Waagerechten
a-d bzw. a'-d' mit φ, so ist bei α = o°
vorn rechts und hinten links:
., . . „ ., f P = i8o°. Mit
/8 = γ/2 —α + 6o° wird φ = 300 —
<x + y/4. Bei α = 3o° wird φ = y/4.
Hinten rechts:
φ + «' + 6o° — y/4 = 900
mit α' = α -f- γ/2—6o° wird<p = 900—a—γ/4.
Bei ac = 2700 wird φ = — (i8o° + y/4), d.h.
der Winkel 99 = y/4 ist bei α = 3o° von der
•horizontalen Stangeninittelachse aus nach unten, bei « = 2700 nach oben abzutragen, so
daß in beiden Fällen die Tangentialkomponente von K
Pb = K · cos φ — K · cos γ/4
und die Normalkomponente
und die Normalkomponente
ps = K· sin γ/4 bei a = 30° in Richtung cf'-c'
wirkend (Druck),.
pz = K' sin 99 = — Ä"siny/4bei α = 2700
pz = K' sin 99 = — Ä"siny/4bei α = 2700
in Richtung c-d wirkend (Zug).
Aus der Zusammenstellung der K-, pB- und
/>Z-Werte nach diesen Beziehungen läßt sichschon
erkennen, daß für γ = I2o° pB den
kleinsten Wert annimmt und daß damit das Drehmoment von K um den Zapfen c und c'
Md = K-s =pB - L
trotz der längeren Kurbel am kleinsten wird, so daß schon hieraus die Überlegenheit der
γ = 120° Kurbel Versetzung ersichtlich ist
| !L | 120° | 90° | 6o° | 45° |
| φ = v/4 | 3o° | D | ||
| a° = 300 und 2700 pti — ptr kg/cm2. Ki — Kr kg/cm2 Pb = K · cos 7/4 kg/cm2 7«-faches von pB 1200 .. |
20 20 0 —20 sin 90 17,32 I |
23,275 23,275 |
25 ^ — oR S.-7 |
24,34 |
| Pz= K sin 7/4 kg/cm2 L = 2 r sin (300 + 7/4) wi-faches von Md 1200.. |
IO τ/732 r 30 r I |
SUi75 0 "4' 22,26 1,285 |
sin 6o° ^0''y 27,88 1,61 |
30,09 · i>737 |
| 9,221 1,587 r 35,32 f |
7,47i 1,414 r ■ 39,43 r |
5,986 1,319 r 39,68 r 1,323 |
Werden entgegen den Abb. 6 und 7 der Patentschrift 632 499 nicht die Mittelachsen,
sondern die Endachsen Treibachsen für Innen- und Außenzylinder entsprechend Abb. 6 und 7,
so lassen sich die drei Ges.täingeebenen einer
Triebwerksseite in zwei Gestängeebenen vermindern, dadurch, daß die Zapfen c und c'
an Stelle der Zapfen d und d' als freie Zapfen der Kurbeln treten, an denen die Zylindertreibstangen
unmittelbar angreifen.
An der Teilung der Umfangskraft/>i3, die
genau wie vorher in rechte und linke Kuppelstangenkraft K1. und Ki erfolgt, ändert sich
zahlenmäßig nichts, da nach Abb. 3 vorn, Achse I mit Achse II bzw. Zapfen 1 mit Zapfen
α, Zapfen 3 mit Zapfen a' und hinten Achse IV mit Achse III bzw. Zapfen 3' mit
Zapfen c' und Zapfen i' mit Zapfen c zusammenfallen.
Dagegen verändert sich das Kräftebild für die Zapfen c und c' und somit
auch das Beanspruchungsbild für die Kurbeln c, d und c\ d' insofern, als nicht mehr
wie in Abb. 3 in die Zapfen α und a' bzw.
c und c' die bereits in K1. und Ki geteilten,
von der Dreizylinderumfängskraft pt3 herrührenden
und stets waagerecht gerichteten Stangenkräfte gelangen, sondern an denselben
unmittelbar die Zylindertreibstangenkräfte in zur Waagerechten veränderlichen Richtungen
angreifen.
Im ganzen ist also nur der Kraftrichtungswechsel größer, in der Beanspruchung der
Kurbel tritt keine größere Änderung ein. Eine weitere Vereinfachung des Triebwerks
läßt sich dabei nach Abb. 10 noch dadurch
erzielen, daß an Stelle der beiden Endkuppelachsen eine einzige gekröpfte Innenachse gewählt
wird, auf welche die beiden schräg zu legenden Innenzylinder arbeiten,
Es können natürlich auch .noch weitere Kuppelachsen zwischen oder außerhalb der
Treibachsen in Abb. 8 und 9 vorgesehen werden.
Claims (3)
1. Lokomotive, insbesondere Brennkraftlokomotive, mit unmittelbar auf die
Treibachsen wirkenden. Zylindern, mit zwei Gruppen von je drei Zylindern an
jedem Lokomotivende und einer Treibkurbelversetzung
nach Patent 632 499, dadurch' gekennzeichnet, daß das Parallelkurbelgetriebe
zwischen dem vorderen und dem hinteren Dreizylindertriebwerk nur aus einem Gegenkurbelpaar mit 1200 Versetzungswinkel
zwischen den Kuppelzapfen für die Verbindungskuppelstangen eines Radsatzes besteht. . . .
2. Lokomotive nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der freie Zapfen (c) der Gegenkurbel unmittelbar Angriffspunkt
der Treibstange für den zugehörigen Zylinder bildet (Abb. 8 und 9).
3. Lokomotive nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenzylmder
auf eine gemeinsame Achse wirken.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937M0138936 DE689962C (de) | 1937-08-13 | 1937-08-13 | Lokomotive, insbesondere Brennkraftlokomotive, mit unmittelbar auf die Treibachsen wirkenden Zylindern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937M0138936 DE689962C (de) | 1937-08-13 | 1937-08-13 | Lokomotive, insbesondere Brennkraftlokomotive, mit unmittelbar auf die Treibachsen wirkenden Zylindern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE689962C true DE689962C (de) | 1940-04-13 |
Family
ID=7334200
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1937M0138936 Expired DE689962C (de) | 1937-08-13 | 1937-08-13 | Lokomotive, insbesondere Brennkraftlokomotive, mit unmittelbar auf die Treibachsen wirkenden Zylindern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE689962C (de) |
-
1937
- 1937-08-13 DE DE1937M0138936 patent/DE689962C/de not_active Expired
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