DE684367C - Verfahren zur Nachbehandlung von auf Metallteilen fuer elektrische Entladungsroehren hergestellten Kohleueberzuegen - Google Patents

Verfahren zur Nachbehandlung von auf Metallteilen fuer elektrische Entladungsroehren hergestellten Kohleueberzuegen

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Publication number
DE684367C
DE684367C DER101955D DER0101955D DE684367C DE 684367 C DE684367 C DE 684367C DE R101955 D DER101955 D DE R101955D DE R0101955 D DER0101955 D DE R0101955D DE 684367 C DE684367 C DE 684367C
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DE
Germany
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chamber
metal parts
discharge tubes
steam
electrical discharge
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Expired
Application number
DER101955D
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English (en)
Inventor
Clifford Eddison
Emil Gideon Widell
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RCA Corp
Original Assignee
RCA Corp
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Publication date
Application filed by RCA Corp filed Critical RCA Corp
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Expired legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J19/00Details of vacuum tubes of the types covered by group H01J21/00
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J2893/00Discharge tubes and lamps
    • H01J2893/0001Electrodes and electrode systems suitable for discharge tubes or lamps
    • H01J2893/0012Constructional arrangements
    • H01J2893/0019Chemical composition and manufacture
    • H01J2893/0022Manufacture
    • H01J2893/0023Manufacture carbonising and other surface treatments

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  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Nachbehandlung von auf Metallteilen für elektrische Entladungsröhren hergestellten Kohleü berzügen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Nachbehandlung von Kohleüberzügen auf Metallteilen für elektrische Entladungsröhren.
  • In elektrischen Entladungsröhren besitzen mit Kohle überzogene Gitter oder Anoden viele Vorteile; z. B. strahlt eine bekohlte Elektrode die Wärme wirksamer ab und arbeitet daher bei gleicher Leistung bei einer wesentlich tieferen Betriebstemperatur als eine Elektrode aus blankem Metall. Da eine bekohlte Elektrode an sich Sekundärelektronen schlecht emittiert, ist auch die S4undäremission solcher Elektroden geringer. Bei einem bekannten Verfahren zur Bekohlung von Metall, beispielsweise von Nickel, für elektrische Entladungsröhren werden die Metallteile eine oder zwei Stunden lang bei einer Temperatur von etwa goo° C in einem Ofen in einer luftfreien Atmosphäre eine kohlenstoffhaltigen Gases erhitzt, so daß sich ein Kohleüberzug auf den Metallteilen niederschlägt. Wahrscheinlich findet irgendeine Reaktion zwischen dem Metall und den Kohlenstoffdämpfen statt. Man hat festgestellt, daß in gewissen Fällen in einer elektrischen Entladungsröhre mit einer Oxydkathode und mit in einer Atmosphäre eines Kohlenwasserstoffgases, beispielsweise Methan, Propan öder Butan, bekohlten Metallteilen eine geringe Kathodenemission und eine unzulässig hohe Menge Gas zu benierken war. -Die Erfindung hat sich zur Aufgabe ge° stellt, diese Mängel des bisherigen Verfahrens zur Bekohlung von Metallteilen zu b6-: seitigen.
  • Erfindungsgemäß werden die einen Kohleüberzug aufweisenden Metallteile für elektrische Entladungsröhren in einer Wasserdampf enthaltenden Kammer bei Temperaturen von höchstens 35o° C nachbehandelt. Beispielsweise werden diese Röhrenteile, nachdem sie in der üblichen Weise hergestellt üpd mit Kohle überzogen sind, in einem Ofen 9o Minuten lang erhitzt, jedoch bei einer Temperatur; die -unterhalb der Temperatur liegt; bei der Wasserdampf sich zersetzt und Sauerstoff abgibt, also unter 35o° C, während gleichzeitig Dampf durch den Ofen geleitet wird: Vorzugsweise werden die Teile, bevor sie in die Röhre eingebaut werden, in Dampf bei ioo bis 15o° C erhitzt. Bei streifenförmigen Metallteilen kann man das Bekohlen und die Dampfbehandlung aneinander anschließend und kontinuierlich ausführen. Es ist festgestellt worden, daß diese Behandlung eine merkliche Verbesserung der Güte der Entladungsröhren herbeiführt, und -zwar haben die Röhren eine bessere Emission, eine geringere Menge Restgase und eine größere Lebensdauer. Es ist anzunehmen, daß in der Kühlkammer, die die bekohlten Metallteile nach dem Verlassen der Bekohlungskammer notwendigerweise durchlaufen müssen, Verunreinigungen,-beispielsweise Produkte der Gaszersetzung; absorbieren. Diese Zersetzungsprodukte, die aus Naphthalin, Schwefel, Teer oder leichten Ölen bestehen, können selbst dann, wenn sie nur in sehr geringen Mengen zugegen sind, in vielen Fällen die Arbeitsweise der diese Metalle enthaltenden Entladungsröhre schädlich beeinflussen dadurch, daß sie - die Elektronenemission herabsetzen oder den hohen Gasgehalt erzeugen. Offenbar dient der Dampf nicht nur dazu; die unerwünschten Nebenprodukte der Kohlenwasserstoffgase mechanisch zu entfernen, sondern auch dazu, diejenigen Nebenprodukte, die normalerweise unterhalb von 35o° C noch nicht flüchtig sind und von- der Kohleschieht absorbiert sind, zu verdampfen. Die Höchsttemperatur von 350° C ergibt sich daraus, daß bei dieser Temperatur Sauerstoff in der Kammer erzeugt wird; welcher den Kohleüberzug zerstört und das Metall oxydiert.
  • In Abb. i ist eine Einrichtung zur Ausführung des. vorliegenden Verfahrens dargestellt. Sie besteht aus einer röhrenförmigen Heizkammer i, ähnlich einem Muffelofen; bei der Mittel vorgesehen sind, einen frei über urid.um"die Metallteile in der Kammer strömenden Dampfstrahl zu erzeugen. Die Kammer wird von einem Heizkörper 8 erhitzt, der aus einer die isolierte Kammer umgebenden Heizspüle besteht. Der Dampf wird bei 'in der Mitte des Ofens eingelassen und strömt nach rechts bis zur Ausströmöffnung 3 durch - die Kammer. Die Metallteile werden in zylindrischen Trägern öder Schiffchen q., in den Abbildungen als Röhren mit einem etwas kleineren Durchmesser als. dem Innendurchmesser der Ofenkammern dargestellt, die am EncTd 'durch einen Schirm abgeschlossen sind, in"cjen@:Ofen eingeführt. Um den Dämpf gleichmäßig über den ganzen Querschnitt der Kammer zu verteilen, ist eine gelochte Scheibe 5 quer zur Kammer in der Nähe des Einlaßstutzens z angeordnet und mit Hilfe einer Stange 6 an der undurchbrochenen Scheibe? befestigt, die das linke Ende der Kammer abschließt. Das rechte Ende; -der Kammer wird von 'einer undurchlässigen Scheibe 7' abgeschlossen, an der mit Hilfe der Stange 6' die durchbrochene Scheibe 5' befestigt ist. Diese mit A und B bezeichneten Scheiben besitzen einen solchen Durchmesser; daß sie gerade in die Kammer eingeschoben werden können.
  • Die zu behandelnden Röhrenteile werden in die Behälter q. eingelegt und-von rechts her Ende an Ende in die Kammer eingeschoben: Darauf wird das äußere-Ende der Kammer durch - die Scheibe 7' abgeschlossen. Die Kammer und ihr Inhalt werden mit Hilfe der Heizspule 8 auf eine Temperatur von etwa 35o° (- erhitzt, während man gleichzeitig gesättigten Dampf, vorzugsweise von reinem Wasser, durch den Stutzen :2 unter geringem Überdruck in die Kammer einführt, so daß ein Dampfstrom durch die Kammer aufrechterhalten wird. Es ist festgestellt worden, daß bekohlte Metallteile, die 9o Minuten lang bei 35o° C mit Dampf behandelt wurden, eine gute Kathodenemission, geringen Gasgehalt und eine große Lebensdauer gewährleisten.
  • Es ist unzweckmäßig, die Röhrenteile der Luft bei- 3.5o' C auszusetzen, vielmehr ist es zweckmäßig; die Temperatur der Teile allmählich und in Anwesenheit des . Dampfes auf etwa ioo° C zu senken, bevor die Teile aus dem Ofen genommen werden. Um den Zeitverlust zur Erhöhung und Senkung der Temperatur des Ofens zwischen zwei Beschickungen zu vermeiden, wird gemäß der weiteren Erfindung .eine zweite Kammer mit gleichem Durchmesser und gleicher Länge wie die Kammer r und koaxial zu ihr vorgesehen.. Auch diese Kammer besitzt .einen Dampfeinlaßstutzen io, einen Dampfauslaßstutzen und einen Heizkörper.ia, ähnlich-wie die entsprechende andere Kammer des Ofens. Die Kammer besitzt ferner Scheiben C und D am Einlaß- und Auslaßende, die den Dampf gleichförmig über den ganzen Kammerquer= schnitt verteilen. Nach der Behandlung bei... 350° C in der Kammer i werden die zylin= drischen Behälter mit ihrem Inhalt und mit den Scheiben A und B nach links geschoben, so daß die Scheiben A und B in die Lage der Scheiben D und C rücken. Unmittelbar darauf wird die Kammer i von neuem mit Teilen beschickt, während die Temperatur auf 350' C gehalten wird. Die bereits behandelte Ofenfüllung der linken Kammer 9 wird aus dem Ofen bei einer Temperatur von etwa ioo° C und in Gegenwart von Dampf herausgenommen. Eine dritte Füllung kann von rechts her in den Ofen eingeschoben werden, wobei die zweite Füllung in die Kammer 9 rückt und der Inhalt der Kammer 9 von links fier aus dem Ofen herausgenommen wird. Das Einführen und Herausnehmen der Behälter 4 wird durch halbkreisförmige Verlängerungen 13 und 14 der Röhrenwände der Kammern i und 9 erleichtert.
  • Die kontinuierliche Nachbehandlung bekohlter Metallstreifen läßt sich mit der gleichen Bequemlichkeit durchführen. In Abb. 5 wird ein Metallstreifen 13, aus dem Teile einer elektrischen Entladungsröhre hergestellt werden sollen, durch einen Bekohlungsofen 14 und durch eine Heizkammer 15 auf eine Welle 16 aufgespult. Durch die Kammer 15 geht ein ununterbrochener Strom von Dampf, der auf die günstigste Behandlungstemperatur durch die Heizspule 17 überhitzt wird. Bei einer wirksamen Behandlungslänge von etwa 30 cm kann man den Metallstreifen 13 mit einer Geschwindigkeit von etwa 2,5 m pro Minute durch die auf 35o° C erhitzte Kammer hindurchziehen. Die dem Streifen durch die .Heizspule zugeführte Wärme wird so eingestellt, daß praktisch alle Verunreinigungen des Kohleüberzuges entfernt werden, während der Streifen die Kammer 15 durchläuft.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Nachbehandlung von auf Metallteilen für elektrische Entladungsröhren hergestellten Kohleüberzügen, dadurch gekennzeichnet, daß die bekohlten Metallteile in einer Wasserdampf enthaltenden Kammer bei Temperaturen von höchstens 35o° C nachbehandelt werden. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die bei 35o° C mit Wasserdampf behandelten bekohlten Metallteile in einer zweiten Behandlung bei Gegenwart von Wasserdampf auf ioo° C abgekühlt und erst dann der freien Luft ausgesetzt werden.
DER101955D 1937-03-27 1938-03-29 Verfahren zur Nachbehandlung von auf Metallteilen fuer elektrische Entladungsroehren hergestellten Kohleueberzuegen Expired DE684367C (de)

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DE (1) DE684367C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DK85335C (da) * 1954-11-29 1958-04-08 Philips Nv Fremgangsmåde ved fremstilling af ledende grafitlag.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DK85335C (da) * 1954-11-29 1958-04-08 Philips Nv Fremgangsmåde ved fremstilling af ledende grafitlag.

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