DE6606834U - Bedienungseinrichtung fuer drehfluegelflugzeuge, insbesondere fuer kombinierte hub- und tragschrauber. - Google Patents

Bedienungseinrichtung fuer drehfluegelflugzeuge, insbesondere fuer kombinierte hub- und tragschrauber.

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DE6606834U
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BMW TRIEBWERKBAU GESELLSCHAFT M.B.H., MÜNCHEN - ALLACH
18.6.1965
Bedienungseinrichtung für Drehflügelflugzeuge, ins-"besondere für kombinierte Hub- und Tragschrauber
Bie Neuerung bezieht sich auf eine Pedienungseinrichtung für Drehflügelfahrzeuge, insbesondere für kombinierte Hub- und Tragschrauber, mit von einer Gasturbine erzeugten Druckgasen angetriebenem Hubrotor und direkt von fler Gasturbine angetriebener Verstellluftschraube, wobei Schubdüsen des Kubrotors im Schwebe- oder Steigflug über eine Abg^sumsteuerung mit Druckgasen versorgt werden, bestehend aus einem Bedienungsorgan für die Luftschrauben-Blattverstellung bzw. die Wahl der Wellenleistung der Gasturbine und einem Pedienurtgsorgan fü.^ die Betätigung der Abgasun-.steuerungT.
Bei einerr. derartigen Plugger4+ wird sowohl die Hub- als auch die Schubeinrichtung durch eine gen einsame Triebwerksanlage mit Leistung versorgt. Datei besteht jedoch die h«glichkeit, infolge einer FehlbecM enung die Triebwerksanlage zu überlasten. Dies ist hauptsächlich beim Übergang vom Schwebe- in den Vorwärtsflug der Fall. Zum Antrieb des Hubrotrtrs mit Druckes aus der Gasturbine muß das Gas einen gewiesen "berdruck besitzen, mit dem es aus den RotorschubdUeen austrit*, wobei der Rotor durch ien dabei entstehenden ochub angetrieben wird. Der überdruck am Abgasstutzen stellt s^mit eine Leistung-belr.eVang dar, die im Extremfall so gro'1 ist, da^ die Gasturbine, die dsm nur noch ~\n D ru c κ erzeug er ist, thermisch vol"! belastet ist, wobei sie mit ν er Drehzahl lauft. Die volle GAsturbinenleistung wird dabei als Gasleistung zur Auf U'iebserceugung für den Schwebe- oder Steigflug benötigt. Andererseits ist jedoch die Gneturbine unmittelbar mit der Verstelluftschraube ge-
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doppelt und dreht diese stets mit, wobei bei kleinem Anstellwinkel der Luftschraubenblätter die Luftschraube nur wenig leistung aufnimmt. Beim übergang vom Steif- bzw. Schwefceflug in den Vorwärtsflug muT der Pilot allmählich n-ehr leistung an die Luftschrauben abgeben, d.h. der Luft-. 8chr8ubennn3tellwinkel und damit den Luftschraubenschub vergr*?ern, urr. das Pluggerät in den Vorwärtsflug zu bringen. Hierbei besteht nun die Gefahr - wenn der Pilot nicht '' gleichzeitig die Gasleistung der Turbine für die Auftriebserzeugung reduziert, während er die Wellenleistung für den H"riz<-»nti»inug erhöht - da3 im ungünstigsten Fall die volle Gqsleistung und die maximale tfellenleistung dem Triebwerk: abverlangt und damit das Triebwerk überlastet wird. Auf Grund des Ansprecheng eines Reglers wird daraufhin die Drehzahl des Triebwerkes gesenkt, bzw. das Triebwerk wird vollständig zum Stillstand kommen, was den Absturz des Flugferstes zur Folge hat, wenn nicht rechtzeitig Autorotation eintritt.
Der Neuerung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Bedienung seinrichtung für Drehflügelflugzeuge zu schaffen, die derartige Fehlbedienungen mit Sicherheit ausschlieft und schlägt zur Lösung ..dieser Aufgabe vor, da3 an dem Bedienungsorgan für die Regelung der Wellenleistung Mittel angeordnet sind, die eine Koppelung dieses Organes bei sei-• ner Bewegung in Richtung Erhöhung der Vortriebsleistung,* mit dem Bedienungsorgan für d'e Abgasumsteuerung bewirken.
Die Vorteile der Neuerung sind dabei hauptsächlich darin zu sehen, daS ohne großen baulichen Aufwand eine Bedienungseinrichtung geschaffen wurde, die Fehlbedienungen durch Doppelbelastung des Triebwerkes, die zum Abeturz des Fluggerätes führen würden, unmöglich macht. In vorteilhafter Weise ergibt sich dabei zu jeder Stellung des Betätigungsorganes für die Abgasumsteuerung eine einzige optimale Stellung des Bedienungsorganes für den Luftsehrauben-An-
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etellwinkel, die somit automatisch dem jeweiligen Flugzustand ßngepaßt ist und ein© "beriaetung dee Triebwerkes durch Doppelbelaetung und damit eine Gefährdung dee Pluggerätes ausschlieft.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Neuerung beeteht darin, daß beim übergang vom Schwebeflug in den VorwHrtsflug der Pilot nur einen einzigen Hebel zu bedienen brnucht, so dni? der Pilot in diesem schwierigen Flugfnll nur eine Einhebelbedienung zu betätigen hat und die andere Hand frei ist zur Bedienung anderweitiger Gerate.
Weitere Einzelheiten der Neuerung sind in der npchfolgenden Zeichnungsbeschreibung näher erläutert.
In der Zeichnung ist die Neuerung anhand eines Aueführungsbeispieles dargestellt,und zwar zeigt ö*e Figur eine Darstellung der Bedienungseinrichtung in perspektivischer Ansicht.
Zur Steuerung von Fluggeräten, insbesondere von kombinierten Hub- und Tragschraubern, bei denen die Wellenleistung einer Gasturbine zum Antrieb einer Verstelluftschraube für den Vorwärtsflug dient, während die Gasleistung der Gasturbine zum Antrieb des Hubrotors für den Schwebe- oder Steigflug dient, sind bei konstanter Drehzahl des Triebwerkes im wesentlichen ein Bedienungsorgan 1 für die Luftschraubenblattverstellung bzw. die Wahl der Wellenleistung der Gasturbine und ein Bedienungsorgan 2 für die Betätigung der über einen Drehschieber erfolgenden Abgasumsteuerung zu den Schubdüsen des Hubrotors zu bedienen. Die beiden Bedienungsorgane 1 und 2 sind unmittelbar nebeneinander um eine gemeinsame Welle parallel zueinander bewegbar gelagert und übertragen die jeweiligen Steuerbewegungen über Gestänge, Züge(3, 3')oder dgl. an die jeweiligen Fteuergeräte (in der Zeichnung nicht dargestellt). Dabei wird bei Bewegung des Bedienungeorganes 1 in Richtung + der Anstellwinkel
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der Lufteohraube vergrößert, wodurch sich der Luftschraubenschub und damit die Vortriebeleistung vergrößert und das Fluggerät in Vorwärtsbewegung veraet2t wird. Bei umgekehrter Bewegungsrichtung, also in Richtung[A des Bedienungsorganes 1 wird der Anstellwinkel der Luftschraube und damit die· Fluggeschwindigkeit verringert.
Das Bedienungsorgan 2 dient züt Abgssuissteuerung, wobei ?uerot ein an dem Bedienungsorgan 2 angeordneter Handhebel 4 betätigt werden muß, der über den Zug 3' daa Abheben des Drehschieber bewirkt* Nach Betätigung des HandhebeLs 4 kann das Bedienungsorgan 2 in Richtung^+) oder f-Jbewegt werden, wobei bei dessen Bewegung Über das Gestänge 3 in HichtungM die Abgase des Triebwerke^ zu den Schubdüsen im Hubrotor geleitet werden und damit dieser angetrieben wird und Auftrieb erzeugt. Bei Bewegung in Ri chtungf+) dagegen werden die Abgase des Triebwerkes drucklos nach außen abgeleitet und es erfolgt somit kein Antrieb des Hubrotors.
Neuerungsgemäß ist an dem Bedienungsorgan 1 ein Hebel 5 angeordnet, der bei Bewegung des BedienungsorganeB 1 ±λ Richtung + das Bedienungsorgan 2 ab einer parallelen Stellung
der beiden Bedienungsorgane 1 und 2 in seiner Bewegungsrichtung mitnimrt. Der Hebel 5 wirkt dabei zuerst auf den Handhebel 4 und bewirkt somit das Abheben des Drehsohiebers, während bei weiterem Verschieben des Handhebels 4 und damit des Bedienungsorganes 1 sodann das Bedienungsorgan 2 mitgenommen wird, der Drehschieber gedreht und somit die Abgasumsteuerung vorgenommen wird.
Die Wirkungsweise der neuerungsgemäßen Bedienungseinrichtung ist wie folgt:
Im Vorwärtsflug stehen beide Bedienungsorgane 1 und 2 in der Endstellung + (positiver Endanschlag). Somit wird die volle Wellenleistung an die Luftschraube übertragen, d.h. bei größtem Anstellwinkel der Luftsehraubenblätter erfährt
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das Pluggerät den größten Vorwortaschub, während gleichzeitig die Abgase dtis Triebwerkes über die Abgasumsteuerung drucklos nach außen geleitet werden und somit der Hubrotor keinen Antrieb erfährt. Das Bedienungeorgan 1 kann nun ungehindert in Riohtung(-), d.h. in Richtung zum negativen Fndanschlag bewegt werden, wobei der für die jeweils gewünschte Fluggeschwindigkeit entsprechende Anstellwinkel des Luftsehrsubeiiblsttss mi£bhä.S£pi*y vnn der Stellung des Bedienunjzs— orge">es 2 gewählt werden kann. Soll nun vom Horizontal-ug in den Schwebe- oder Steigflug übergegangen werden, so braucht lediglich das Bedienungsorgan 2 vom positiven Endansehlag(+) in Richtung negativem Endanschlag {-) bewegt, werden, wobei das Bedienungsorgan t mitgenommen wird. Dabei ergibt sich automatisch zu jed*r Stellung des Bedienungsorganes 2 höchstens eine parallele Stellung des Bedienungsorganes 1 und damit ein optimal möglicher Anstellwinkel des Lufteehraubenblattes. Fs wird also automatisch mit linsetzen der Abgasumsteuetrung und damit der Zuführung von Druckgas zu den Schubdüsen des Hubrotors ''er Anstellwinkel des Luftschraubenblattes und damit die der luftschraube zuzuführende Wellenleistung verringert, so daS eine überbelastung des Triebwerkes durch Doppelbelastung ausgeschlossen ist.
Soll dagegen vom Schwebe- oder Steigflug in den Horizontalflug übergegangen werden, so muß wiederum lediglich das Bedienungsorgan 1 in Richtung positiven Endanschlag + bewegt werden, wobei in diesem Plugfall, wie bereits ausgeführt, nach Betätigung des Handhebels 4 durch den Hebel 5 und damit dem Abheben des Drehschieber das Bedienungsorgan 2 mitgenommen wird und somit äie Abgasumsteuerung in Tätigkeit gesetzt wird, /uch hierbei ist keine Doppelbelastung möglich, da bei Frhöhung der Wellenleistung automatisch eine Verminderung der Gasleietung des Triebwerk.es eintritt.
. Schutzansprüche
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Claims (2)

Schuti"ansprüc:.e
1. Bedienungseinrichtung für Drehflügelflugzeuge, insbesondere für kombinierte Hu"b- und Tragschrauber, mit von einer Gasturbine erzeugten Druckgasen angetriebenen. Hubrotor und direkt von dor Gasturbine angetriebener Verstell-Luftschraube, wobei Schubdüsen des Hubrot<->r8 im Schwebe- oder Steigflug über eine Abgasumsteuerung mit Druckgas versorgt werden, bestehend aus eineni Bediemmgsorg^n für die Luft— schrouben-BlPttverstellung bzw. die Wahl der Wellenleistung der Gasturbine und einem Bedienungsorgan für die Betätigung der Abgasumsteuerung, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Bedienungsorgan (i) für die Regelung der V/ellenleistung Kittel angeordnet sind, die eine Koppelung dieses Organes bei seiner Bewegung in Richtung Erhöhung der Vortriebsleistung (+} mit dem Bedienungsorgnn (2) für die Abgesumst euerung bewirken.
2. Bedienungseinrichtung nach Anspruch 1, w bei die beiden Bedienungsorgane unmittelbar nebeneinander parallel zueinander bewegbar gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, da3 an dem Bedienungsorgan (1) ein Hebel (5) angeordnet ist, der bei Bewegung des Bedienungsorganges (1) in Richtung (+) das Bedienungsorgan (2) ab einer parallelen Stellung der beiden Bedienungsorgar.e (1 und 2) mitnimmt.
3· Bedienungseinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, wobei die Abgassteuerung über einen Drehschieber erfolgt, der die Druckgase entweder den in dem Hubrotor angeordneten Schubdüsen i,ur Erzeugung der Drehbewegung des Hubrotors für den Schwebe- oder Steigflug zuführt oder die Druckgase beim Horizontalflug drucklos nach außen ableitet, dadurch gekenn·; zeichnet, daß das Betätigungsorgan (2) einen Handhebel (4) aufweist, deesen Betätigung das Abheben des Drehschiebers bewirkt, während die Drehung des Drehschiebers durch anschließendes Bewegen des Betätigungsorganes (2) in Richtung (+ oder -) erfolgt.
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DE19656606834 1965-06-24 1965-06-24 Bedienungseinrichtung fuer drehfluegelflugzeuge, insbesondere fuer kombinierte hub- und tragschrauber. Expired DE6606834U (de)

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