DE6603526U - Rotor zum eintragen von gasen in fluessigkeiten. - Google Patents
Rotor zum eintragen von gasen in fluessigkeiten.Info
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Landscapes
- Aeration Devices For Treatment Of Activated Polluted Sludge (AREA)
Description
Klaus Gebnar^t
Ingo KLeffner
Helmut Wunderlich
Ingo KLeffner
Helmut Wunderlich
Sie """lindung betrifft einen Rotor zum Eintragen von Gasen in Flüssig*
keiten und zum umwälzen dieser Flüssigkeiten. Insbesondere soll er zum
Eintragen vo-a Sauerstoff in Abwasser dienen.
Sei der Abwasserreinigung· nach dem Belebtschlammverfahren ist es erforderlich,
den schrautzabb*uenden Bakterien (Belebtschlamm) künstlich
Sauerstoff zuzuführen und für eine ausreichende Durchaischung· zu sorgen,
■um optimale Bedingungen für die Aktivität der Bakterien zu scha/fen.
I)ie künstliche Sauerstoffzufuhr und Dur.ciimischung- wird durch den
Rotor gem. Erfindung ersieIt.
Es sind in der Abwasserreinigung eine Reihe von Oberflächenbelüf tern
nit senkrechter Welle bekannt, die man in zwei Gruppen unterteilen
kann. Zu der einen Gruppe gehören rotationssymetrische Scheiben oder
Blechkegel mil aufgesetzten Rippen, die das Wasser en der Oberfläche aufreißen
und verwirbeln. Die andere Gruppe stellen geschlossene Pumpenlaufr^ier
mit geraden oder gebogenen innenliegenden Schaufeln dar. Hierbei wird ein Flüssigkeitsstrom aus der Tiefe des Beckens angesaugt
und über die Beckenoberflüche versprüht. Gemeinsam ist beiden Gruppen, daß alle geförderten Plüssigkeitsteilchen gleichartigen Bahnen folgen.
Jedoch ist bei den geschilderten Oberflächenbeluftern der Energieaufwand
zum Einbringen einer bestimmten Sauerstoffmenge in das Wasser
noch sehr hoch. Sie arbeiten unwirtschaftlich.
Erfindungsgemäß wird eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des Sauerstoffeintrages bei Oberflächenbelüftern erzielt, wenn swei überlagerte
Flüssigkeitsströme erzeugt werden. DieBe beiden Ströme fließen auf verschiedenen Bahnen und stoßen so über dem Flüssigkeitsspiegel
gegeneinander, daß eine außerordentlich feine Zerstäubung· und Verwirbelung
des Wassers hervorgerufen wird. Dadurch steht eine stark vergrößerte Grenzfläche zwischen Wasser und Lui't für den Sscuerr toffübergang
zur Verfügung.
Die Abb. 1 zeigt die Ausführung eines derartigen Oberflächenbelüfters
in Grund- und Aufriß. Er besteht aus einer senkrechten Antriebswelle (1), an die über den Flansch (2) ein unten offener, oben geschlossener
Hohlzylinder (3) befestigt ist. Im oberen Teil dieses Zylinders befinden sich 4-10 kreisrunde Löcher, an denen eine entsprechende
Zahl von Rohren (4) radial angeordnet sind» Sie könm "
geger iber der Horizontalen Neigungen von 0 bis 45 und gegenüber
dem itadius von 0° bis 30 aufweisen. An der Unterseite dieser Rohre
sind dreieck-, trapez- oder rech-heckförmige Scheiben (5) befestigt
(Abb. 1 und 2). i)iese Scheiben können auch an der Seite der Rom.-«
sitzen und in Anströmrichtung geneigt oder geborgen sein ( Abb. 3).
5603526
• · a
• · ft
=· 2 —
Der Rotor vird während des Betriebes durch einen mit der 1WeIIe (i)
gekuppelten Motor gedreht. Er ist soweit im V/asser eingetaucht, daß die Rohre ganz oder teilweise gefüllt sind. Während der
Drehung entsteht, hervorgerufen durch die Zentrifugalkraft, eine Flüssigkeitsströmung aus dem Innern des Zylinders durch die Rohre
hindurch nach außen. Eine zweite Flüssigkeitsströmung wird durch die Scheiben hervorgerufen, die das Wasser mit großer Geschwindigkeit
vor sich herschieben, aufstauen und über Rohre hinweg in breitem
Überfall nach außen schleudern. Bis beider. Flüssigkeitsstrom« stoßen außerhalb des Rotors in der Luft zusammen und werden außerordentlich
fein versprüht.
Dadurch vermag dieiser Beiüftungsrotor nicht nur den Energieaufwand
beim Sauerstoffeinsang zu vermindern, sondern er vermag auch bei kleinerem Iaufraddurchmesser größere Sauerstoffmengen in das Abwasser
einzutragen, ieide Eigenschaften halten die Anschaffungs-,
Investierungs- und Betriebskosten bedeutend niedriger als bei bislang bekannten Oberflächenbelüftern.
Insbesondere beim Einsatz in der Abwasserbehandlung kann der
Rotor mit einer zusätzlichen Einrichtung für die Förderung von Rücklauf schlämm versehen werden.
Wie in Abb* 4 in Gsrand- und Aufriß dargestellt, wird bei der
Abwasserbehandlung nach dem Belebungsverfahren eine gewisse Belebtschlammenge als sogenannter Rücklaufschlamm von Eachklärbecken
(6) in das Belüftungsbecken (7) gefördert. Das geschieht bislang durch ein besonderer Rücklaufschlacnnpumpwerk. Die Verbesserung
nach dieser Erfindung besteht nun darin, daß der Rücklauf schlamm durch den Oberflächenbelüfter sslbsi rückgeführi t^sa
und somit das gesonderte Pumpwerk entfallen kann.
Diese zusätzliche Einrichtung umfaßt erstens, 1WIe in Abb»^5 dargsstellt,
eine im Hohlzylinder fest angeordnete Schnecke (δ) oder einen fest angeordneten Ixopeller, die sich beide mit derselben
Drehzahl wie eier Belüftungsrotor bewegen. Wahlweise können die Propellerschaufein in der Wand des Zylinders drehbar gelagert und
von außen verstellbar sein. Zum zweiten besteht sie aus einem mit dem Uachklärbecken verbundenen Rohr (9), das über den Zylinder paßt
und zur Führung des Rücklaufschlafflmes dient.
Claims (9)
1.) Rotor zum Eintragen von Gasen in Flüssigkeiten, insbesondere zur !Behandlung von Abwasser, mit Hilfe von zwei überlagerten
Flüssigkeitsströmen, bestehend aus einem oben geschlossenen, unten offenen Hohlzylinder (5) mit senkrechter Welle (1), der
in seinem oberen Teil 4-10 Löcher aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in diese Locher eine entsprechende Anzahl von
Rohren (4) radial eingesetzt sind und daß an deren Unterseite dreieck-, trapes- oder rechteekfösaige Seheiben (5) senkrecht
stehend angeordnet sind, die je für sich einen inneren Flüssigkeitsstrom aus dem Hohlzylinder durch die Rohre nach, außen
und einen zweiten äußeren Flüssigkeitsstrom von d&n Scheiben
angestaut über die Rohre hinweg strömen und außerhalb des Rotors zusammenstoßen lassesn. (Abb. 1 und 2 ).
2.) Eotor nach Anspruch 1.) dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrs
nach oben Neigungen von 0 bis 45 und gegen den Radius Neigungen
von 0 - 50 haben können.
3.) Rotor nach Anspruch 1.) dadurch ,gekennzeichnet, daß die Scheiben
in Drehrichtung geneigt sind.
4.) Rotor nach Ansprach 1.) dadurch gekennzeichnet, claJ3 die Scheiben
nicht an der Unterseite der Rohre, sondern an der jinströmseite
befestigt sind,
5.) Rotor nach Anspruch 1.) dadurch gekennzeichnet, daJ3 anstelle
der senkrechten Scheiben an der Anströmseite der Rohre im Profil etwa kreisförmige Schaufeln angeordnet sind, die im !Drehrichtung
gebogen sind (Abb. 5)·
6.) Rotor nach Anspruch 1.) dadurch gekennzeichnet, daß in dem /**ν »
Zylinder eine ein- oder mehrgängige Schnecke (8) zox Flüssig- W\£
keitsförderung mit der Wand fest verbünden angeordnet ist
(Abb. 5).
7.) Rotor nach An-jpruch 1.) dadurch gekennzeichnet, daß in dem
Zylinder ein Propeller zur Flüßsigkeitsförderung mit der Wand
fest verbunden angeordnet ist,
8.) Rotor nach Anspruch 7.) d.adurch geknnzeichnet, daß die Propellerschaufeln
von außen verstellbar in der Wand des Zylinders gelagert sind.
9.) Rotor nach Anspruch 6, 7 und 8») dadurch gekennzeichnet, daJ3 der
Zylinder über eiue Rohrleitung (9) mit dem Nachklärbecken (6) verbunden
ist, so daß durch den Belüftungsrotor Belebtschlamm aus dem
Nachklärbecken in das Belüftungsbecken (7) rückgefordert wenden
kann ( Abb. 4 und 5).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19676603526 DE6603526U (de) | 1967-08-17 | 1967-08-17 | Rotor zum eintragen von gasen in fluessigkeiten. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19676603526 DE6603526U (de) | 1967-08-17 | 1967-08-17 | Rotor zum eintragen von gasen in fluessigkeiten. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6603526U true DE6603526U (de) | 1969-10-16 |
Family
ID=6584730
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19676603526 Expired DE6603526U (de) | 1967-08-17 | 1967-08-17 | Rotor zum eintragen von gasen in fluessigkeiten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6603526U (de) |
-
1967
- 1967-08-17 DE DE19676603526 patent/DE6603526U/de not_active Expired
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