DE650950C - Verfahren zur Umwandlung von thermischer Energie in elektrische Energie - Google Patents

Verfahren zur Umwandlung von thermischer Energie in elektrische Energie

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DE650950C DEA74473D DEA0074473D DE650950C DE 650950 C DE650950 C DE 650950C DE A74473 D DEA74473 D DE A74473D DE A0074473 D DEA0074473 D DE A0074473D DE 650950 C DE650950 C DE 650950C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02NELECTRIC MACHINES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H02N3/00Generators in which thermal or kinetic energy is converted into electrical energy by ionisation of a fluid and removal of the charge therefrom

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  • Cold Cathode And The Manufacture (AREA)

Description

  • Verfahren zur Umwandlung von thermischer Energie in elektrische Energie Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Umwandlung von thermischer in elektrische Energie unter Vermeidung der sonst in der Technik üblichen Zwischenumformung über mechanische Einrichtungen.
  • Es ist bekannt, zur Erzeugung elektrischer Energie einen Dampf hoher, durch Erhitzen hervorgerufener Strömungsgeschwindigkeit in einen gekühlten Raum einströmen zu lassen, wo er sich um Elektronen kondensieren kann. Es entstehen auf diese Weise elektrisch geladene Nebeltröpfchen großer Geschwindigkeit, die dann in einem elektrischen Feld abgebremst werden, auf diese Weise ihr Potential erhöhen, und ihre elektrische Energie an einen als Auffangelektrode dienenden Leiter abgeben.
  • Auf die letzte Art der Einrichtungen zur Umwandlung thermischer in elektrische Energie bezieht sich die Erfindung.' Erfindungsgemäß wird die Geschwindigkeit der vorzugsweise durch eine Glühkathode erzeugten, als Kondensationskerne dienenden Elektronen in Richtung des Dampfstromes durch das mittels zweier entsprechend aufgeladener Gitter erzeugte elektrische Feld der Strömungsgeschwindigkeit des Dampfes angeglichen. Durch diese Einrichtung wird gegenüber den bekannten Anordnungen der Vorteil erzielt, daß die Elektronen auch wirklich in ausreichendem Maße als Kondensationskerne dienen. Bei nicht nahezu übereinstimmender Geschwindigkeit der Teilchen tritt diese Wirkung nur in sehr unvollkommenem Maße ein.
  • Die Erfindung nutzt die bekannte Tatsache aus, daß ein elektrisch geladenes Teilchen unter der Einwirkung eines elektrischen Feldes seine Geschwindigkeit vergrößert. Die für die kinetische Energie gültige Beziehung wird durch folgende Formel dargestellt: wobei m die Masse, e die Ladung und v die Geschwindigkeit des bewegten Teilchens bedeutet, während V die in dem elektrischen Feld durchlaufene Spannung darstellt.
  • Als' bewegtes, elektrisch geladenes Teilchen sei ein Elektron angenommen. Wird dem Elektron nun eine gewisse Geschwindigkeit mitgeteilt und es gezwungen, sich entgegen der Kraft, welche ein elektrisches Feld auf das Elektron ausübt, zu bewegen, dann nimmt seine Geschwindigkeit ab, und gleichzeitig vergrößert sich der Potentialunterschied, den seine Ladung gegenüber der positiven Elektrode des Feldes besitzt.
  • Nimmt die Geschwindigkeit des Elektrons immer mehr ab bis zum Werte Null, so bestimmt sich der Wert des dann erhaltenen Potentials V, auf welchem sich das Elektron befindet, durch die Gleichung Auf diese Weise läßt sich also kinetische Energie in elektrische umformen. Da die Masse des Elektrons sehr klein ist (ungefähr 1/zooo der Masse des Wasserstoffatoms), ist eine ungeheuer große Geschwindigkeit nötig, um eine nennenswerte Erhöhung des Potentials, zu bewirken. Beispielsweise wird ein Elektron mit einer Anfangsgeschwindigkeit von 595 km/Sek. sein Potential um nur i Volt erhöhen, wenn es sich in Richtung gegen ein elektrisches Feld bewegt und dabei seine ganze Geschwindigkeit verliert. Ein ionisiertes Quecksilberatom dagegen benötigt unter denselben Umständen zur Erhöhung seines Potentials um i Volt lediglich eine Anfangsgeschwindigkeit von ungefähr r km/Sek.
  • Da jedoch andererseits die zur Ionisierung der Atome oder der Moleküle erforderliche Energie verhältnismäßig hoch ist (für Quecksilber beträgt die Ionisierungsspannung ungefähr 10,4 Volt), muß auch hier die Geschwindigkeit die den Ionen zu Anfang mitgeteilt wird, außerordentlich hoch sein, damit die Umwandlung von kinetischer in elektrische Energie einen genügenden Wirkungsgrad besitzt. Solch hohe Geschwindigkeit läßt sich schwerlich erreichen.
  • Es erscheint daher nicht vorteilhaft, den Elektronen oder ionisierten Molekülen eine hohe Geschwindigkeit zu erteilen. Dagegen läßt sich eine Energieumwandlung für die Technik nutzbringend durchführen, wenn man die Masse der einzelnen Teilchen vergrößert.
  • Es ist bekannt, daß, wenn sich mit Wasserdampf gesättigte und beispielsweise durch eine radioaktive Substanz ionisierte Luft in einem geschlossenen Gefäß plötzlich entspannt, ein Nebel entsteht. Jedes der in der Luft vorhandenen Elektronen wird dabei zum Kondensationskern für ein Nebeltröpfchen, dessen Masse beträchtlich viel größer als die des Elektrons ist. Erfahrungsgemäß ist der Durchmesser der Kondensationströpfchen bei Quecksilberdampf ungefähr 1/loooo mm. Das entspricht einer Masse von 7,=.1o-15 g.. Die Masse des Elektrons ist dagegen nur o,9 . 1o-2' g. Die Masse des Quecksilbertröpfchens ist also ungefähr o,8 # ;o13ma1 größer.
  • In Erkenntnis dieser Tatsachen wird nun einem Dampf von einem durch Beheizen erzeugten Überdruck durch plötzliche Entspannung eine gewisse Geschwindigkeit mitgeteilt. Durch die durch gleichzeitige Abküh- lung bewirkte Kondensation dieses Dampfes um Elektronen als Kondensationskerne werden elektrisch geladene Tröpfchen erhalten. Ixrch. Abbremsen dieser Tröpfchen hoher @schwindiglceit in einem elektrischen Feld ä T änn die elektrische Energie gewonnen wer-'#en, und zwar lassen sich bei einer leicht erzielbaren Anfangsgeschwindigkeit des sich entspinnenden Dampfes von mehreren hundert Metern "in der Sekunde ohne weiteres sehr hohe Spannungen erreichen.
  • In der Zeichnung ist beispielsweise eine Anordnung zur Umwandlung von thermischer Energie in elektrische gemäß der Erfindung dargestellt. i bedeutet einen Dampfkessel, der durch Beheizung einen Dampf (beispielsweise Quecksilberdampf) von gewünschtem Druck und gewünschter Temperatur liefert. Der Dampf wird durch das Rohr .2 nach dem sich trichterförmig erweiternden Ansatzstück:3 geführt, welches vakuumdicht an die Kammer 4, angeschlossen ist. Mit Hilfe der Pumpe s wird in der Kammer 4 ein geeigneter Unterdruck aufrechterhalten. Ferner ist eine -Kühlvorrichtung 6 vorgesehen, durch die in Richtung der Pfeile 6-7 ein Kühlmittel hindurchfließt und die Kammer 4 stets auf einer bestimmten niedrigen Temperatur hält. Das trichterförmige Rohr 8 besitzt eine ringförmige Ausbuchtung 9, in welcher irgendeine elektronenemittierende Substanz angeordnet ist. Vorzugsweise wird eine Art beheizte Oxydkathode vorgesehen. Die Batterie io liefert in diesem Fall den Heizstrom. Es ist natürlich auch möglich, zum Emittieren der Elektronen irgendeine andere Anordnung vorzusehen.
  • Ein elektrisch leitendes Gitter i i ist an 'der Stelle, an der das Rohr 3 in die Kammer 4 mündet, vorgesehen. Es ist von den Wänden der Kammer 4 und des Rohres 3 isoliert und derart angeordnet, daß es praktisch dem Durchtritt des Dampfes keinen Widerstand entgegensetzt. Es kann beispielsweise aus einem Drahtgitter mit großen Maschen bestehen.
  • Innerhalb der Kammer ist ein zweites sich quer durch die ganze Kammer erstreckendes leitendes Gitter 12 in einem gewissen Abstand vom Gitter i i ebenfalls isoliert angeordnet. Den Boden der Kammer 4 bildet eine metallische Wand 13. Diese Platte 13 ist von den Gittern i i und 12 und der Vorrichtung 9 zum Emittieren der Elektronen isoliert. Die' Isolation wird zweckmäßig dadurch erhalten, daß nur die obere Wand 14 und die untere Wand 13 der Kammer aus Metall bestehen, während die Seitenwand 15 aus irgendeinem isolierenden Material. (beispielsweise Glas oder Quarz) angefertigt ist. Durch die Pumpe 16 wird der in die Kondensationskammer eingeströmte und kondensierte Dampf abgesaugt und durch das Rohr i; in den Trog 18 zurückgeführt, von wo er mittels Pumpe ig wieder dem Dampfkessel i zugeführt werden kann.
  • Das Gitter ii wird durch irgendeine beliebige Stromquelle 2o auf ein in bezug auf die Elektronen aussendende Vorrichtung 9 positives Potential gebracht. Zur Begrenzung des Gitterstromes ist der regelbare Widerstand 2i vorgesehen.
  • An das Gitter 12 wird ein in bezug auf das erste Gitter i i positives oder negatives - Potential gelegt, beispielsweise mittels der Batterie 22 und dem Potentiometer 23 oder irgendeiner anderen ähnlichen Anordnung. Die metallische Platte 13 wird vorzugsweise von vornherein in bezug auf die Elektronen aussendende Anordnung 9 negativ aufgeladen. Es kann dazu die Batterie 24. dienen. Auch Gleichrichter oder Generatoren oder andere elektrische Stromquellen lassen sich verwenden. Die durch die Anordnung erzeugte Energie läßt sich über die Leiter 25, 26 den Bedarfsstellen zuführen.
  • Die Anordnung arbeitet folgendermaßen: Der dem Dampfkessel i entnommene Dampf (Wasserdampf, Quecksilberdampf o. ä.), der eine gewünschte Spannung und eine gewünschte Temperatur besitzt, dehnt sich in der Düse 3 vorzugsweise adiabatisch aus, wodurch der größte Teil seiner Wärmeenergie in kinetische Energie umgesetzt wird. Der Dampf strömt dann durch das Gitter i i in die Kammer q. und erfährt hier wegen der plötzlichen Raumvergrößerung eine nochmalige Entspannung. Er kühlt sich dadurch wesentlich ab. Zur Unterstützung dieser Abkühlung dient außerdem die beispielsweise von. Wasser durchströmte Kühlvorrichtung 6.
  • Durch die Abkühlung ist der Dampf in den Zustand der Übersättigung gekommen und kondensiert sich um die in dem Raum vorhandenen Elektronen.
  • Diese Elektronen, die von der bei 9 beispielsweise vorgesehenen Glühkathode emittiert worden sind, werden durch das Gitter i i angezogen. Das Gitter i i besitzt ein in bezug auf die Elektronen aussendende Vorrichtung positives Potential. Die Elektronen besitzen so viel kinetische Energie, daß im wesentlichen alle durch das weitmaschige Gitter hindurchwandern und in den Raum zwischen den beiden Gittern i i und 12 kommen, in welchem der Dampf seine höchste Sättigung besitzt. Hier findet die Kondensation statt.
  • Nach der Kondensation besitzt also jedes Teilchen die elektrische Ladung eines Elektrons, die Masse des Tröpfchens und ferner die Geschwindigkeit des einströmenden Dampfes.
  • Damit sich möglichst aller Dampf um die Elektronen kondensiert, darf deren Geschwindigkeit nicht zu verschieden von der des Dampfes sein. Zur Ausgleichung der Elektronengeschwindigkeit an die Dampfgeschwindigkeit dient das Gitter 12, dessen Aüfladung verändert werden kann (mittels des Potentiometers 23).
  • Die Nebeltröpfchen wandern mit den ihre Kondensationskerne bildenden Elektronen auf die Metallplatte 13 zu und durchströmen dabei wegen ihrerTrägheit das zahlreiche Öffnungen besitzende Gitter 12. Liegt an der Platte 13 ein negatives Potential, so bildet sich ein elektrisches Feld aus, daß der Bewegung der elektrisch geladenen Tröpfchen entgegenwirkt. Als Potentialquelle für dieses zwischen dem Gitter 12 und der Platte 13 sich ausbildende Feld kann beispielsweise die Batterie 24. dienen. Wird die Platte 13 nicht gleich bei Inbetriebnahme der Anordnung an ein Potential gelegt, so wird sich aber doch die Potentialdifferenz zwischen 12 und 13 (oder auch 3 und 13) allmählich von Null bis zu dem gewünschten Wert vergrößern, da die auf die Platte 13 auftreffenden elektrisch geladenen Nebeltröpfchen ihre Ladung dort abgeben.
  • Die durch das Feld zwischen den Elektroden i2 und 13 hervorgerufene Abbremsung der strömenden Nebelteilchen bewirkt, daß diese allmählich ihre Geschwindigkeit verlieren und in entsprechendem Maße ihr Potential erhöhen. Ist beispielsweise die Anfangsgeschwindigkeit der Nebeltröpfchen v und ihre Geschwindigkeit bei Erreichen der Auffangelektrode 13v" so beträgt die Vergrößerung ihrer Potentialdifferenz gegenüber dem Gitter 12 bei einer mitgeführten Ladung e _ Das Potential, auf welches die Platte 13 aufgeladen wird, wird also einmal durch die Geschwindigkeit v1, mit welcher die Tröpfchen die Platte erreichen, bestimmt. Sie muß möglichst gering sein. Ferner ist das Potential aber auch abhängig von der Anfangsgeschwindigkeit der Nebeltröpfchen.
  • Da der Dampf, bei Erreichen der Elektrode 13 bereits kondensiert ist, besitzt er ein nur kleines Volumen. Es läßt sich also leicht eine kleine Auftreffgeschwindigkeit erhalten und somit der größte Teil der kinetischen Energie des eingeströmten Dampfes zurückgewinnen.
  • In der in der Abbildung dargestellten Anordnung` bewegen sich die Elektronen von oben nach unten; die Richtung des erzeugten elektrischen Stromes ist also die der Pfeile27.
  • Um eine genügende elektrische Isolierung der den Dampf führenden Rohre 2 von den die Flüssigkeit von der Platte 13 abführenden Rohren 7i zu erhalten, wird zweckmäßig ein Stück der Rohranlage, beispielsweise das Rohrstück 28, isoliert ausgeführt. -In diesem Falle muß jedoch die Flüssigkeit selbst isolierend sein (beispielsweise aus destilliertem Wasser bestehen). Dient als dampferzeugender Stoff eine elektrisch leitende Flüssigkeit, wie Quecksilber, so werden zweckmäßig an Stelle des einen Troges 18 zwei getrennte, voneinander isolierte Gefäße vorgesehen: das eine zur Aufnahme der kondensierten Flüssigkeit und das andere zur Aufnahme des zur Speisung des Dampfkessels i dienenden Flüssigkeit. Die überführung der Flüssigkeit von dem einen Trog in den anderen kann in diesem Falle beispielsweise durch ein Schöpfwerk aus Isoliermaterial bewerkstelligt werden. Aber auch durch Ausführung des Rohres z aus Isoliermaterial läßt -sich bei Verwendung nur eines Troges und Quecksilberdampf eine genügende Isolierung erreichen..
  • Der Dampfkessel, das Rohrsystem mit der Düse 3 und ein Punkt der Glühkathode (oder überhaupt die Elektronen aussendende Vorrichtung) werden zweckmäßig an Erde gelegt. Die Platte 13 bildet in diesem Falle den anderen (negativen) Pol der Anlage. Es ist natürlich auch möglich, die Platte 13 allein an Erde zu legen oder aber beide Pole der Anordnung (Düse 3 bzw. Glühkathode g und Elektrode 13) von der Erde zu isolieren.
  • Die Stärke des erzeugten elektrischen Stromes und die Spannung hängt von der Art des Dampfes ab, ferner auch von der Masse der Nebeltröpfchen und ihrer Geschwindigkeit. Durch Verändern dieser Größen kann man die Stärke des Stromes und die Spannung ändern.
  • Der mittels des vorliegenden Verfahrens erzeugte Gleichstrom läßt sich selbstverständlich auch umformen, und zwar (beispielsweise durch rotierende Umformer, Wechselrichter uswr.) in eine beliebige Stromart von beliebiger Spannung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Umwandlung von thermischer Energie in elektrische durch Kondensation eines strömenden Dampfes um Elektronen, die innerhalb des Kondensationsraumes oder der Einströmdüse vorzugsweise durch eine Glühkathode erzeugt werden und durch Abbremsen der entstehenden elektrisch geladenen Nebeltröpfchen in einem elektrischen Feld, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektronengeschwindigkeit in Richtung des Dampfstromes durch das mittels zweier entsprechend aufgeladener Gitter (11, 12) erzeugte elektrische Feld der Strömungsgeschwindigkeit des Dampfes angeglichen wird.
DEA74473D 1933-11-03 1934-11-04 Verfahren zur Umwandlung von thermischer Energie in elektrische Energie Expired DE650950C (de)

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FR650950X 1933-11-03

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