DE650318C - Wasserdichte Abdeckung unterirdischer Bauwerke, wie Tunnelgewoelbe, Unterstaende u. dgl. - Google Patents

Wasserdichte Abdeckung unterirdischer Bauwerke, wie Tunnelgewoelbe, Unterstaende u. dgl.

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DE650318C
DE650318C DER96780D DER0096780D DE650318C DE 650318 C DE650318 C DE 650318C DE R96780 D DER96780 D DE R96780D DE R0096780 D DER0096780 D DE R0096780D DE 650318 C DE650318 C DE 650318C
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DE
Germany
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stones
vault
shaped
lying
vaults
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DER96780D
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HERMANN RIECHERT DIPL ING
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HERMANN RIECHERT DIPL ING
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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D11/00Lining tunnels, galleries or other underground cavities, e.g. large underground chambers; Linings therefor; Making such linings in situ, e.g. by assembling
    • E21D11/04Lining with building materials
    • E21D11/08Lining with building materials with preformed concrete slabs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Investigation Of Foundation Soil And Reinforcement Of Foundation Soil By Compacting Or Drainage (AREA)
  • Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)

Description

  • Wasserdichte Abdeckung unterirdischer Bauwerke, wie Tunnelgewölbe, Unterstände u. dgl. Um Tunnelgewölbe und sonstige unterirdische Bauwerke wasserundurchlässig zu machen, hat man sie bisher gewöhnlich auf ihrer Außenseite mit Asphaltbitumen mit Wollfilz- oder jutegewebeeinlage abgedichtet. Diese Abdichtung hat aber erhebliche Nachteile. Einmal wird es im allgemeinen nicht möglich sein, das Gewölbe vor dem Aufbringen der Bitumenschicht so lange frei stehend abbinden zu lassen, daß eine nachteilige chemische Beeinflussung durch den Zement und mechanische Beeinträchtigung durch die beim Abbinden des Zements entstehenden Gase vermieden wird. Weiterhin hat die Praxis gelehrt, daß schon durch das sog. Setzen der Bauwerke Risse in der Isolierung entstehen können und daß beim Anschütten des Erdreichs nach der Fertigstellung des Gewölbes durch auftretende Schubkräfte die an sich wenig widerstandsfähige Bitumenschicht unter Umständen sogleich derart beschädigt wird, daß sie von Anfang an wasserdurchlässig ist. Dabei wird es im allgemeinen nicht einmal möglich sein, die Verletzungen der Schutzschicht sofort zu bemerken, da die beschädigten Stellen von der darüberrollenden Anschüttmasse sogleich verdeckt werden.
  • Endlich altert die Biturnenschicht verhältnismäßig schnell und wird dadurch derart brüchig, daß sie schon bei den geringsten Versetzungen des Gebirges oder anschließenden Erdreichs rissig wird. Um ein derartiges wasserdurchlässiges Gewölbe wieder abzudichten, bedarf es eines erheblichen Arbeitsaufwandes. Die Kosten für eine derartige Abdichtung sind darum vielfach nur un-,vesentlich geringer als die eines vollständigen Neubaues.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine wasserdichte Abdeckung unterirdischer Bauwerke, wie Tunnelgewölbe, Brücken, Unterstände, Wegunterführungen u. dgl., bei welcher die vorgeschriebenen Nachteile vermieden sind. Die Erfindung besteht darin, daß die Gewölbe mit einer Auflage von Formsteinen versehen werden, deren Ränder einander derart überschneiden, daß sie zusammen eine dachziegelartige Abdeckung bilden. Diese Formsteine, die beispielsweise aus Naturstein, z. B. aus Granit, bestehen, werden vorteilhaft mit dein Mauerwerk des Bauwerkes derart verbunden, daß sie tragende Elemente desselben werden.
  • In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel ein Teil eines Tunnelgewölbes dargestellt. Es zeigen: Fig. z einen senkrechten Querschnitt, Fig. z in größerem Maßstabe eine Draufsicht auf die Gewölbeabdeckung, Fig. 3 und q. zwei zugehörige Querschnitte. Das Tunnelgewölbe a kann von beliebiger Form und Größe und nach irgendwelchem beliebigen -Verfahren hergestellt sein. In dem dargestellten Beispiel ist es aus Ziegel- oder Bruchsteinen aufgemauert. Die äußere Abdeckung setzt sich im wesentlichen zusammen aus zwei Steinen b und c, welche eine verschiedenartige Form besitzen:` Die Steine b haben einen etwa pultförmigen-Querschnitt. Sie sind mit einer vorspringen--", den Nase d versehen, welche den nächst tiefer _` liegenden Stein dachziegelartig übergreift, wie besonders deutlich aus den Fig. i und 3 hervorgeht. Zwischen den senkrechten Steinreihen b liegt jeweils eine Reihe von Formsteinen c. Auch diese Steine c tragen eine waagerecht vorspringende Nase d, wie in Fig. 2 angedeutet ist. Die Steine c übergreifen sich also auch dachziegelartig.
  • Die Abdichtung zwischen den aufeinanderfolgenden senkrechten Streifen aus den Steinen b und den Steinen c wird bewirkt durch die seitlich vorstehenden Nasen f der Steine c. Aus dem Querschnitt nach Fig. q. erkennt man deutlich, daß diese Nasen die Trennfugen zwischen den einzelnen senkrechten Steinreihen vollständig abdecken.
  • Die Steine c besitzen eine äußere Oberfläche, die etwa von der Mittellinie g aus nach beiden Seiten hin dachartig abfällt. Diese Ausbildung hat zur Folge, daß das an das Gewölbe _ von außen herantretende Wasser von der Steinreihe c zu den benachbarten, etwas zurückspringenden Steinreihen h abgeleitet wird, falls es nicht ohne weiteres in tangentialer Richtung abfließt.
  • Die Steinreihen b dagegen besitzen eine muldenförmige Oberfläche, die etwa bei der Mittellinie- h am tiefsten ist. In dieser Mulde h sammelt sich das von den dachförmig ausgebildeten Oberflächen g der Steinreihen c abfließende Wasser. Es fließt dann in der Mulde h abwärts zu der Wasserrinne i, welche unten seitlich am Gewölbe angeordnet und an geeigneter. Stelle mit einem Abfluß versehen ist.
  • Auf jeden Fall wird durch die beschriebene Ausbildung der Abdeckung das Wasser von den Trennfugen-k und n2 zwischen den einzelnen Steinen abgeleitet. Ein Durchsickern des Wassers unterbleibt also an sich schon dann, wenn die einzelnen Formsteine b und c lose ohne irgendwelche Fugenfüllung aufeinandergesetzt sind. Zweckmäßiger jedoch werden auch diese Abdecksteine miteinander vermauert und die Fugen unter den Nasen mit- Bitumen ausgefüllt.
  • Es kann angebracht sein, den einzelnen Steinen b und ,c in Richtung des Gewölbehalbmessers eine verschiedene Höhe zu geben und sie alsdann in den Verband des Innengewölbes a mit hineinzubeziehen.
  • Alsdann bildet die aus den Formsteinen b und c bestehende Abdeckung gleichzeitig einen wesentlichen Teil des tragenden Gewölbes. Bei der in Fig. i der Zeichnung dargestellten bogenförmigen Ausbildung der Formsteinabdeckung muß jeder der Formsteine in Richtung des Gewölbehalbmessers eine ganz bestimmte keilförmige Ausbildung besitzen, die sich, mit der Größe des Gewölbes ändert. Um mit einer Anzahl verschiedener Formsteine bei Gewölben mit verschiedenst%m Durchmesser auszukommen, kann die Abdeckung selbst vielkantig ausgebildet sein. Das Innengewölbe a kann .dieser Querschnittsform angepaßt oder aber, wie in dem gemeichneten Ausführungsbeispiel dargestellt, bogenförmig ausgebildet .sein.
  • Zur Schließung vom Gewölbe ist in der Firste eine Formsteinreihe n vorgesehen. Auch diese Steine za sind so ausgebildet, daß das Wasser stets von den Fugen abgeleitet wird. Auch können gegebenenfalls für andere Zwecke, beispielsweise für ' Brücken, Futtermauern, Unterstände u. dgl., einige biesondere Formsteine eingefügt werden, die eine vollkommene Wasserdichtigkeit selbst bei schwierigen Bauformen gewährleisten.
  • Die Formsteine b und c können aus Zement oder einer anderen Kunststeinmasse hergestellt werden. Zweckmäßig werden sie jedoch aus Naturstein, z. B. aus Granit, gehauen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Wasserdichte Abdeckung unterirdischer Bauwerke, wie Tunnelgewölbe, Unterstände u. dgl., gekennzeichnet durch eine Auflage von Formsteinen (b, c), deren Ränder einander derart übergreifen, daß sie zusammen eine dachziegelartige Abdeckung bilden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i., dadurch gekennzeichnet, daß jeder Formstein (b, c) mit einer vorspringenden Nase (d) die Oberkante des nächstti:efieren übergreift.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß von den in der Längsrichtung des Gewölbes hintereinanderliegenden senkrechten Steinreihen jede zweite mit den die benachbarten Steinreihen übergreifenden Nasen (f) versehen ist. -q..
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die an den senkrecht zur Längsrichtung des Gewölbes liegenden Oberkanten mit übergreifenden Nasen (f) versehenen Steine (c) von einer etwa parallel zu diesen Kanten liegenden Mittelebene (g) aus seitlich schräg abfallen.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den Formsteinen (c) nach Anspruch q. liegenden Steine (b) eine muldenförmige Oberseite (h) besitzen.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Steine oder Steinreihen radial zum Gewölbe eine verschiedene Höhe besitzen und als tragende Elemente mit dem übrigen Gewölbe (a) verbunden sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch.gekennzeichnet, daß die Formsteinabdeckung vielkantig ausgebildet ist.
DER96780D 1936-07-09 1936-07-09 Wasserdichte Abdeckung unterirdischer Bauwerke, wie Tunnelgewoelbe, Unterstaende u. dgl. Expired DE650318C (de)

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