DE64098C - Verfahren und Apparat zum Ausschank gährender Getränke - Google Patents

Verfahren und Apparat zum Ausschank gährender Getränke

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DE64098C
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DE
Germany
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pressure
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air
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DENDAT64098D
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F. C. CH. ISHÖY und H. P. LINDEROTH in Kopenhagen
Publication of DE64098C publication Critical patent/DE64098C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67DDISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B67D1/00Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
    • B67D1/08Details
    • B67D1/12Flow or pressure control devices or systems, e.g. valves, gas pressure control, level control in storage containers

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  • Devices For Dispensing Beverages (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64: Schankgeräthschaften.
in KOPENHAGEN.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. September 1891 ab.
Beim Ausschank gährender Getränke, z. B. Bier, kommt es zunächst auf gröfste Reinlichkeit und demnächst auf Erhaltung der Kohlensäure an.
Der erste Zweck wird am besten durch möglichst kurze Bierleitungen, der zweite dadurch erreicht, dafs man das Getränk kühl und unter stetem Druck hält.
Ein anderer, ebenfalls wichtiger Umstand ist der, dafs man dem Fafs beim Ausschank stets den Druck geben kann, dessen das Getränk nach seiner Druckhöhe im Fafs, seinem Gehalt an Kohlensäure, seiner Temperatur u. s. w. bedarf, und dafs dieser Druck vom Ausschänkenden jederzeit controlirt und nach Bedarf geändert werden kann und sich dann nach jedesmaliger Regelung auf der eingestellten Höhe erhält.' Apparate, bei denen der Druckbehälter direct mit dem Fafs in Verbindung steht, müssen nothgedrungen mit einem höheren als dem nur zeitweise zulässigen Minimaldruck arbeiten, 'damit der Druck für alle Fälle ausreicht; bei dem neuen Apparat wird aber der Druck eben den Verhältnissen angepafst und erhält sich dann selbstthätig in der geeigneten Höhe.
Um Reinlichkeit zu erzielen, benutzen die Erfinder den gewöhnlichen Hahn / im Fafsboden jr, Fig. 2, während die Zuleitung des Druckfluidums durch das Spundloch erfolgt. Eine eigentliche Bierleitung und die mit derselben verbundenen Nachtheile werden also bei dem vorliegenden Apparat völlig vermieden und das ganze Ausschanksystem befindet sich und der ganze Ausschank vollzieht sich stets unter den Augen und der Controle der Gäste.
Der Aufwand an Druckfluidum setzt sich zusammen aus der in das Fafs übergeleiteten Druckluft und der durch Undichtheit entweichenden. Der Verlust durch Undichtheit des Fasses ist in v der Regel sehr bedeutend und tritt sowohl am Tage als des Nachts auf; er wächst mit dem Werth der Differenz des Fafsdruckes und des atmosphärischen Druckes. Indem man also den Fafsdruck stets minimal hält, geht nicht allein die Expansionscurve herab und die Ausnutzung des Druckfluidums wird — ebenso wie bei Expansionsmotoren — erhöht, sondern es wird auch der Verlust durch Undichtheit vermindert.
Um den Druck — und besonders Nachts — stets minimal und constant zu erhalten, ist folgende Einrichtung getroffen: Zunächst wird ein Theil des Druckbehälters abgetrennt (r, Fig. 2) oder dieser Theil wird als besonderer Behälter (r, Fig. 1) auf dem neuen Apparat angebracht.
Dieser Behälter entspricht sozusagen einem mit dem Fafs verbundenen Windkessel und wird nur bei Bedarf vom Druckbehälter 2 aus gespeist. Dieser bildet also die erste, jener die zweite, das Fafs die dritte Stufe der Ex-. pansion. Ist eine Kohlensäureflasche vorhanden, so bildet diese noch eine vierte Expansionsstufe.
Der Inhalt des Reservebehälters wird so bemessen, dafs derselbe auch bei noch fast gänzlich gefülltem Fafs den während der Nacht
behufs Erhaltung der Kohlensäure nöthigen Minimaldruck herstellen kann. Ein zwischen Windkessel und Fafs eingeschaltetes, auf jeden Druck einstellbares Reductionsventil ν bewirkt, dafs thatsächlich die ganze Nacht hindurch jener Minimaldruck sich von selbst erzeugt.
Der Apparat kann sowohl am Tage als des Nachts in gleichzeitige Verbindung mit mehreren Fässern gebracht werden.
Nach Schlufs des Ausschanks ist es nicht nöthig, den ganzen Hauptbehälter zu laden, sondern man füllt durch die Leitung 3 unter Umgehung des Hauptbehälters 2 nur den Windkessel und kann, wenn erforderlich, diesen dann etwas stärker laden als gewöhnlich; denn auch der Hauptbehälter giebt infolge Undichtheit zu Druckverlusten Anlafs,. die auf die angegebene Weise vermieden werden.
Das Reductionsventil ν kann auch in einem zweiten Exemplar an der Kohlensäureflasche 1 angebracht werden und der Hauptbehälter 2 in diesem Falle fortgelassen werden. Für diese Anwendung des Ventils eignet sich das weiter unten beschriebene Filter ganz besonders. Der Ventilkörper ist ziemlich massiv gehalten: die runde Form ohne jeden eingegossenen Kanal ist bedingt dadurch, dafs eine gröfsere Anzahl von Anschlüssen in radialer Richtung um das Ventil herum angebracht werden sollen, und zwar soll deren Reihenfolge je nach den Umständen gewählt werden können. Man hat es nämlich völlig in der Hand, die Anschlufsöffnungen durch je ein gerade gebohrtes Loch mit dem Niederdruckraum ρλ oder durch ein schräg gebohrtes mit dem Hochdruckraum ρ zu verbinden. Auf diese Weise läfst sich die ganze Armatur am Ventil selbst anbringen, und man erzielt hierdurch einen einheitlichen Central-Regulirungsapparat, der ohne Weiteres für alle vorkommenden Fälle pafst. So wird der Windkessel mit seinem Manometer m, zweckmäfsig als Kugel oben angebracht; rechts daneben kann ein Sicherheitsventil s Platz finden, ferner ein Hahn h für den Hochdruck, gegenüber ein solcher H1 für den Niederdruck, ein Manometer m2 zum Messen desselben und endlich ein Fufs f, Fig. 1 und 4. Infolge der beschriebenen Construction erhalten sämmtliche Kanäle ungemein grofse Wandstärke. Als Gegendruckkörper für die Membran ο kann ein Gummikissen oder Gummiball e mit zugehörigem Teller η angewendet werden, der unter dem Druck der Regelungsschraube k steht, um den Fafsdruck bezw. Niederdruck zu regeln. ' 1^
Um zu verhüten, dafs sich Staub oder dergleichen auf dem Ventilsitz festsetzt, kann noch ein Filter, bestehend aus einem Hütchen mit Siebmantel a, das mit einem cylindrischen Docht c aus Baumwolle oder anderem Textilstoff umschlossen ist und unten auf einer Dichtungsscheibe d aufsitzt, angewendet werden. Der Andruck gegen die Dichtungsscheibe wird durch den Schlufspfropfen durch Vermittelung der zwischengelegten Gummischeibe g hervorgebracht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren und Apparat zum Ausschank gährender Getränke mit mehrstufiger Expansion, dadurch gekennzeichnet, dafs . an mit Gas^ bezw. Luftdruckbehältern versehenen Ausschankapparaten ein zweiter, gewöhnlich kleinerer, mit einstellbarem Reducirventil versehener, für sich absperrbarer Zwischenbehälter oder Windkessel angebracht ist, der nur nach Bedarf geladen wird und seinen Druck nach dem Fasse durch das genannte Ventil abgiebt, dessen Querschnitt so gewählt ist, dafs die radial auf dessen Umfang vertheilten Anschlüsse für Hoch - und Niederdruckleitung, Windkessel, Manometer, Sicherheitsventil u. s. w. an einer beliebigen Stelle des Umfanges angebracht werden können, indem man den Verbindungskanal zwischen der Anschlufsöffnung und dem Ventilinnern entweder nach dem Niederdruckraum (P1) oder nach dem Hochdruckraum (p)-bohrt, zu dem Zwecke, erstens durch Laden des Windkessels fr) und Einstellen der Regelungsschraube (k) einen den Umständen angepafsten minimalen und coristanten Ausschänkungsdruck zu erzielen, zweitens trotz minimalen Druckverlustes das Getränk auch während der Nacht sicher aufbewahren und den wirklich- vorhandenen Windkessel- und Fafsdruck in jedem Augenblicke beobachten zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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