DE6337C - Gefäfse für hohen innern Druck - Google Patents
Gefäfse für hohen innern DruckInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
- F16J12/00—Pressure vessels in general
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Description
1878.
Klasse 47.
BUSS, SOMBART & CO. in MAGDEBURG. Gefäße für hohen inneren Druck.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. November 1878 ab.
Die vorliegende Erfindung besteht in einer Verbesserung an Gefäfsen mit hohem inneren
Druck, wie z. B. an Prefscylindern, Geschützläufen etc.
Es ist eine bekannte Thatsache, dafs bei einem dickwandigen Gefäfse, das einem hohen
inneren Druck ausgesetzt ist, die verschiedenen Ringschichten von innen nach aufsen sehr ungleichmäfsig
beansprucht werden, und zwar die innersten am stärksten, die äufsersten am schwächsten, so dafs die Wandstärke in einem
höheren Grade zunehmen mufs, als der innere Druck wächst, und dafs von einem gewissen
Maximaldruck an ein weiteres Verstärken . der Wand überhaupt nichts mehr zur Erhöhung der
Festigkeit des Gefäfses beiträgt, die theoretisch erforderliche Wanddicke also unendlich grofs
wird.
Ein Gefäfs nach der vorliegenden Einrichtung besteht nun aus einer beliebigen Anzahl von
Mänteln, die aber nicht durch Warmumreifen oder ein anderes bekanntes Verfahren in den
verschiedenen Schichten von innen nach aufsen verschiedene bleibende Spannungen erhalten,
wie dies bisher hauptsächlich bei Geschützen geschah. Hier ist vielmehr die Berührung der
einzelnen Mäntel unter einander eine ursprünglich lose. Die Berührungsflächen zwischen den verschiedenen
Mänteln sind Kegelflächen, deren Neigungswinkel zur Axe in den verschiedenen Ringschichten von innen nach aufsen nach
einem bestimmten Gesetz zunehmen. Diese Kegelflächen werden nun bei eintretendem
inneren Druck durch den Bodendruck in axialer Richtung keilartig ineinandergeprefst und erhöhen
dadurch in passender Weise die Materialspannungen, die bei massiven Gefäfsen besonders
in den äufseren Schichten zu gering ausfallen. Hierdurch erhält das Gefäfs bei
gleicher Wandstärke eine viel gröfsere Festigkeit als ein Gefäfs mit massiver Wand.
In der beiliegenden Zeichnung zeigen beispielsweise die Fig. 1, 2 und 3 Längsschnitte von
Prefscylindern, Fig. 4 den Längsschnitt eines Geschützlaufes.
In Fig. ι sind die verschiedenen Mäntel in einander gegossen, d. h. der äufserste zuerst,
der innerste zuletzt. Die Berührungsflächen zwischen den Mänteln sind stufenförmig abgesetzte
Kegelflächen, die anfangs lose in einander ruhen. Erst durch den inneren Druck werden
die Kegel fest in einander geprefst und pflanzen durch die an ihren Oberflächen erzeugten
Radialkräfte die Materialspannung nach aufsen fort.
In Fig. 2 sind die Zwischenräume zwischen den Berührungsflächen durch irgend ein passendes
Material ausgegossen.
In Fig. 3 sind die abgesetzten Kegelflächen durch Drehflächen ersetzt, deren Erzeugende
stetige Curven von bestimmter Gestalt sind, welche aber annäherungsweise auch durch gerade
Linien ersetzt werden können.
Bei dem Geschützlaufe, Fig. 4, sind die Berührungsflächen beispielsweise, wie in Fig. 1
und 2, abgesetzte Kegelflächen.
Die gewöhnlichen abgesetzten Kegelflächen, Fig. 5, können auch durch konische Schraubenflächen,
Fig. 6, ersetzt, die Mäntel können übereinandergeschraubt werden. Diese Form der Berührungsflächen, wie diejenige in Fig. 3,
gestattet eine bequemere Bearbeitung.
Bei Fig. 1 bis 4 ist die Anordnung so gewählt, dafs der äufserste Mantel axial festgehalten
wird und der innerste durch seinen Bodendruck die einzelnen Schichten in ihren
Berührungsflächen in einander prefst. Man könnte aber auch den innersten Mantel festhalten. In
diesem Falle müfste aber der Gefäfsboden mit dem äufsersten Mantel fest zusammenhängen
und gegen den innersten durch einen Stülp abgedichtet werden. Die Kegel erhielten dann
eine umgekehrte'Anordnung (die Spitzen nach der entgegengesetzten Seite gerichtet), so dafs
der Bodendruck durch Anziehen des äufsersten Mantels gegen die inneren Kegelflächen die
Materialspannung nach innen fortpflanzt.
In vielen Fällen, wie z. B. bei Geschützen, wo die Entwickelung des inneren Druckes eine
plötzliche ist und sich die Materialspannung nicht rasch genug nach aufsen fortpflanzen
kann, oder wo man ein Interesse daran hat, ein axiales Verschieben oder ein Verdrehen
der verschiedenen Mäntel gegen einander zu vermeiden, wird es zweckmäfsig erscheinen,
dieselben erst mit dem im Gefäfse vorkommenden Maximalbodendruck in einander zu pressen
und aufeinander festzukeilen, oder sie in einer anderen passenden Weise zu befestigen.
Bei genügender Anzahl von Mänteln und nach einem bestimmten Gesetze von innen nach
aufsen zunehmenden Kegelwinkeln wird die Materialspannung in allen Ringschichten eine
gleichförmige. Die Wandstärke ist in diesem Falle proportional dem inneren Drucke. Bei
einem solchen Gefäfse wird bei homogenem Material und unter der Voraussetzung, dafs der
innere Druck pro Flächeninhalt gleich der zulässigen Spannung sei, die Wandstärke gleich
dem inneren Radius, bei doppelt so hohem Druck gleich dem doppelten Radius u. s. w.
Bei geringerer Anzahl der Mantel erhält man dieses Resultat je nach der Anzahl mehr oder
weniger annähernd.
Während bei dem oben erwähnten Warmumreifen und den übrigen bekannten Methoden,
in dicken Gefäfswänden künstliche Materialspannungen zu erzeugen, letztere sehr unbestimmt
und unzuverlässig ausfallen, lassen sich dieselben bei dem vorliegenden Verfahren genau
vorher bestimmen.
Claims (2)
1. Dickwandige Gefäfse mit hohem inneren Druck, welche aus einer beliebigen Anzahl
von Mänteln bestehen, deren Berührungsflächen zwischen einander entweder a) stufenförmig
abgesetzte Kegel, wie in Fig. i, 2, 4 und 5, oder b) stetige Rotationsflächen, wie
in Fig. 3, oder c) kegelförmige Schraubenflächen bilden, wie in Fig. 6, wobei der
im Innern auf den Boden ausgeübte Druck die Mantel mit ihren kegelförmigen Berührungsflächen
in einander prefst.
2. Dickwandige Gefäfse mit hohem inneren Druck, welche aus einer beliebigen Anzahl
von Mänteln bestehen, deren Berührungsflächen, wie die unter No. 1, a, b, c, angeführten,
beschaffen sind, wobei die Mantel von vornherein in einander geprefst und in
diesem Zustande auf einander festgekeilt oder in einer anderen passenden Weise festgehalten
werden.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6337C true DE6337C (de) |
Family
ID=284517
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT6337D Active DE6337C (de) | Gefäfse für hohen innern Druck |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6337C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE749555C (de) * | 1937-12-14 | 1944-11-24 | Hochdruckbehaelter | |
| DE1163763B (de) * | 1958-02-13 | 1964-02-27 | Cie Francaise D Entpr S | Verfahren zur Herstellung mehrschichtiger Druckbehaelter |
| DE1295333B (de) * | 1960-01-30 | 1969-05-14 | Howell And Company Ltd | Verfahren zum Herstellen eines zwei- oder mehrlagigen Mantelrohres |
-
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- DE DENDAT6337D patent/DE6337C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE749555C (de) * | 1937-12-14 | 1944-11-24 | Hochdruckbehaelter | |
| DE1163763B (de) * | 1958-02-13 | 1964-02-27 | Cie Francaise D Entpr S | Verfahren zur Herstellung mehrschichtiger Druckbehaelter |
| DE1295333B (de) * | 1960-01-30 | 1969-05-14 | Howell And Company Ltd | Verfahren zum Herstellen eines zwei- oder mehrlagigen Mantelrohres |
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