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Feuermelder Die Erfindung bezieht sich auf einen Feuermelder, bei
dem Kammern mit unterschiedlicher Wärmedurchlässigkeit durch eine Kontaktmembran
voneinander getrennt sind.
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Bei den bekannten Feuermeldern dieser Art sind die Wände der durch
die Membran voneinander getrennten Kammern unmittelbar an ihren Rändern miteinander
verbunden. Zwischen den Rändern der Wände ist die Membran eingeklemmt. Daraus ergibt
sich der Nachteil, daß, sobald in der Nähe der Vorrichtung eine Temperaturschwankung
auftritt, diese Schwankung nicht nur auf das in der Kammer enthaltene Mittel, sondern
auch auf die Wände der Kammern einwirkt. Ferner bestehen bei den bekannten Feuermeldern
die Wände der Kammer aus Metall mit unterschiedlicher Leitfähigkeit. Die sich daraus
ergebenden Dehnungsunterschiede wirken sich ungünstig auf die Verbindungsstellen
der Wandflansche aus. Diese Auswirkungen haben eine Beeinträchtigung der Abdichtung
sowie fehlerhafte Anzeigen zur Folge.
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Diese Nachteile sind nach der Erfindung dadurch vermieden, daß die
Kammern beiderseits eines gemeinsamen starren Trägers vorgesehen sind, an dem der
Melderkontakt angeordnet ist und- dessen mittlerer Teil zur Aufnahme der aus einem
wärmeleitfähigen Stoff bestehenden Membran dient. Dieser Träger ist gegenüber den
Temperatur.- und Druckschwankungen, die innerhalb der Betriebsgrenzen der Vorrichtung
auftreten, praktisch unempfindlich. Da der elektrische Kontakt an diesem Träger
angeordnet ist, ist eine sehr empfindliche Genauigkeitsregelung möglich. Da ferner
die Membran aus einem gut wärmeleitenden Stoff besteht, erfolgt die Überleitung
der Wärme von der, einen Kammer zur anderen ausschließlich durch die Membran. Die
innenliegende Kammer, die praktisch den Temperaturschwankungen entzogen sein muß,
braucht also keinerlei Berührung mit der umgebenden Luft zu haben, so daß die Möglichkeit
besteht, den ganzen Feuermelder in ein Schutzgehäuse einzuschließen.
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Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung als Beispiel
dargestellt. Fig. i ist -ein axialer Schnitt.
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Fig. 2 zeigt die Draufsicht der in Fig. i dargestellten Vorrichtung.
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Fig.3 ist ein in schematischer Form gehaltener. senkrechter Schnitt,
der insbesondere die Anordnung der Kontaktlamellen zeigt. -Ein aus beliebigem Baustoff,
z. B. Guß, Aluminium oder einer Aluminiumlegierung, bestehender Träger i ist mit
einem äußeren Verstärkungsring-- versehen, an dem ein kalottenförmiger Körper 3
aus dünnem, gut wärmeleitendem Metallblech, beispielsweise Kupfer, Aluminium o.
dgl., angeordnet ist. Die Blechkalotte 3 ist an dem Träger i dicht, z. B. mittels
Schrauben q., befestigt, die in einen an der Blechkalotte 3 befestigten Ring 5 eingeschraubt
sind.
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Der Träger i ist außerdem mit einem zweiten
Verstärkungsring
6 versehen, der innen liegt und konzentrisch oder -z%veckmäßig exzentrisch zu dem
-Verstärkungsring 2 angeordnet ist, wie aus der- Zeichnung hervorgeht. @" dem inneren
Verstärkungsring 6 ist frei `is: Behälter 7 angeordnet, dessen Wandung ei;ie,: geringere
Leitfähigkeit -besitzt als die kä. lotte 3. Der Behälter 7 kann auf. beliebige Weise
an dem Träger i befestigt sein.- Er könnte auch lediglich auf den Träger i aufgesetzt
sein. Der Behälter 7 ist von dem von der Kalotte 3 eingeschlossenen Raum durch eine
Membran 8 aus elektrisch gut leitendem Baustoff, beispielsweise Silber, getrennt.
Diese Membran ist schwer verformbar und besitzt eine gute Wärmeleitfähigkeit. Sie
liegt über der Öffnung 9 des Verstärkungsringes 6 des Trägers i und steht in der
Regel in Berührung mit dem Kontakt i o, der von einer Feder i i getragen wird. Das
eine Ende der Feder ii ist mittels einer oder mehrerer Schrauben 12 an dem Träger
i starr befestigt, während das andere Ende frei an einer aus Isolierstoff bestehenden
Spitze einer Stellschraube 13 anliegt.
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Das Ganze ist in einem Gehäuse i q. mit einer durchbrochenen oder
gitterförmigen Wandung untergebracht. Das Gehäuse i q. selbst ist an einem isolierten
Sockel 15 befestigt. Dieser Sockel trägt einerseits die mit dem Träger i verbundene
Klemme 16 und andererseits eine Klemme 17, die durch eine Leitung 18 mit der Wand
des Behälters 7 verbunden ist. Durch entsprechende mit den Klemmen 16 und
17 verbundene Leitungen ist die Vorrichtung an einen Signalstromkreis angeschlossen,
in den eine beliebige akustische, optische oder andere Anzeigevorrichtung an beliebiger
Stelle, entweder in der Nähe der beschriebenen Vorrichtung oder in einiger Entfernung
von dieser, eingeschaltet ist.
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Die beschriebene Vorrichtung wirkt wie folgt Bei einer plötzlichen
Temperaturerhöhung in der Nähe der Vorrichtung tritt unmittelbar durch die dünne
Wandung der Kalotte 3 hindurch eine Temperaturerhöhung des in der Kalotte enthaltenen
Fluidums ein. Dieses dehnt sich aus und drückt die Membran 8 in das Innere des Behälters
7 hinein, wodurch der Kontakt io gelöst wird. Dadurch werden die in den Stromkreis
eingeschalteten nicht dargestellten Signalvorrichtungen ixi Betrieb g o esetzt.
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Wenn dagegen eine langsame Temperaturerhöhung eintritt, überträgt
sich die Erwärmung des in der Kalotte 3 enthaltenen Mittels durch die Membran 8
hindurch auf das in dem Behälter 7 enthaltene Mittel, so daß die Membran 8 mit dem
Kontakt i o in Berührung bleibt. Andererseits ist in den Signalstromkreis ein bei
einer bestimmten Höchst-='lemperatur , in Tätigkeit tretender Trennkont D eingeschaltet
und in den Kammern ,@ler außerhalb der Kammern in Reihe mit -ihm angeordnet. Der
Trennkontakt besteht beispielsweise aus einer Feder B, die sich unter der Einwirkung
der Wärme verformt und die unterhalb einer bestimmten Temperatur auf dem Kontakt
D der elastischen Feder C aufliegt. Diese Vorrichtung kann durch jedes andere System
ersetzt werden, das ein für allemal .einregelbar ist und das den Stromkreis bei
einer bestimmten Temperatur unterbrechen kann.
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Die ganze Vorrichtung kann beliebige Abmessungen haben und entweder
eine verdampfungsfähige Flüssigkeit oder besonders im Innern der Kälotte 3 ein Gas,
z. B. Luft, enthalten, damit mit der notwendigen Genauigkeit ein Ausgleich der Temperatur
des Behälters 7 mit derjenigen der Kalotte 3 stattfinden kann, wenn sich die Temperatur
langsam erhöht.
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Die beschriebene Vorrichtung könnte natürlicherweise auch umgekehrt
in der Weise angeordnet sein, daß der innere Behälter 7 im unteren Teil der Vorrichtung
angebracht ist. In diesem Fall wird der Behälter 7 mit einer dünnen wärmeleitfähigen
Wand ausgestattet. Die Kalotte 3 wird-.dann im oberen Teil der Vorrichtung angeordnet
und könnte dann gegebenenfalls eine von der dargestellten verschiedene Form erhalten.
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Die Erfindung bezieht sich auf Feuermelder für Räumlichkeiten jeder
Art, z. B. Industrieanlagen, Wohnungen, Speicher o. dgl.