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Etikett für Schiebeschachteln Es sind bereits Etikette für Zündholzschachteln
in Vorschlag gebracht worden, die aus zwei übereinander angeordneten Etiketten bestehen,
von denen das untere auf die Zündholzschachtel aufgeklebt wird, während das obere
Etikett mit denn unteren lösbar verbunden ist. Die beiden Etik etten tragen verschiedene
Werbeaufschriften, das untere beispielsweise die Aufschrift der Firma, die die Streichhölzer
herstellt und das obere beispielsweise ein Bild von Sammelwert. Hierdurch soll der
Verkaufswert der Zündholzschachteln erhöht werden, da das obere Etikett als Bild
einen besonderen Wert aufweist, der dem Verkauf der Zündholzschachtel zugute kommt,
und da der Werbewert des unteren Etiketts für die Herstellungsfirma in Wirkung tritt,
sobald das obere Bildetikettentfernt ist.
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Die Praxis hat nun ergeben, daß bei diesen bereits bekannten Doppeletiketten
die beabsichtigte Reklamewirkung nur in verhäItnismäßig geringem Maße eintritt.
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Der Hauptkonsument für Zündholzschachteln ist der Raucher, der an
sich nicht immer Wert auf das Sammeln der Bilder legt. Ein Teil der Zündholzschachteln
wird also verhraucht, ohne daß das obere Etikett entfernt wird, und dann geht der
Werbewert des unteren Etiketts für die herstellende Firma verloren.
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Durch die vorliegende Erfindung soll nun der Benutzer der Streichholzschachtel
geiwutigeii werden, das obere Etikett von der Zündholzschachtel zu entfernen, wenn
er die Schachtel in Benutzung nimmt. Dies wird dadurch erreicht, daß die Verschiebung
des aufschiebbaren Behälters beim Öffnen der Schachtel dazu benutzt wird, diejenigen
Etiketteile, welche das obere Etikett auf dem unteren Etikett niederhalten, von
dem oberen Etikett abzutrennen, wodurch das obere Etikett von dem unteren frei wird
und nun bei der weiteren Benutzung der Schachtel ein Hindernis bildet, das entfernt
werden muß. Ob nun das obere Etikett jetzt gesammelt oder weggeworfen wird, ist
gleichgültig, auf jeden Fall ist dann das untere Etikett freigegeben und übt die
beabsichtigte Wirkung aus.
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Die Zeichnung zeigt die Erfindung in drei verschiedenen Ausführungsbeispielen.
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Bei der Ausführung nach Abb. z bis 3 zeigt Abb. z das Doppeletikett
schaubildlich; Abb. z zeigt die Streichholzschachtel geschlossen mit aufgeklebtem
Etikett und Abb. 3 die Trennung des unteren von dem oberen Etikett bei Aufschiebung
der Schachtel.
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In bekannter Weise weist das untere Etikett i die Werbeaufschrift
der herstellenden Firma auf und ist mit dem Etikett y, das auf seiner Oberseite
ein Bild von Sammelwert o. dgl. aufweist, aus einem Stück hergestellt oder mit diesem
an der schmalen Kante in geeigneter Weise verbunden. An seiner Vorderkante weist
das Etikett :2 die Ansätze 3 und 4 auf. Das Etikett i wird auf
die
Zündholzschachtel 5 aufgeklebt, das Etikett 2 auf das Etikett i aufgelegt, der Ansatz
3 auf die vordere Fläche des aufschiebbaren Teiles 6 und der Ansatz q. auf die Unterseite
der Schachtel aufgeklebt, so daß die Schachtel die in Abb. 2 dargestellte Ausfüh-rung
zeigt, wobei das Bild mit Sammelwert oben sichtbar ist.
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Schiebt man die Schachtel auf, so reißt der Teil 3 in der Linie y-y
von dem unteren Ansatz q. und in der Linie x-x von dem Etikett .2 ab, und damit
ist das Mittel, durch welches das Etikett 2 auf dein Etikett i niedergehalten wurde,
beseitigt. Bei jeder Handhabung der Schachtel wirkt dann das lose Etikett störend,
so daß es eben abgerissen werden muß, um mit der Schachtel ungehindert hantieren
zu können. Damit ist aber der Zweck der vorliegenden Erfindung erreicht, denn während
der weiteren Benutzung der Schachtel wirkt dann, wie beabsichtigt, das untere Etikett
als Werbemittel für die herstellende Firma.
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Die Ausführung der Erfindung nach Äbb. q. bis 6 unterscheidet sich
von der vorherbeschriebenen dadurch, daß die Etiketten i und 2 an der Längsseite
miteinander in Verbindung stehen und jede der kurzen Seiten der Etiketten :2 einen
Ansatz 3 und q: aufweist. Hier werden nach dem Aufkleben des Etiketts i auf die
Schachtel 5 die Ansätze 3, 3 uni die beiden Stirnwände des aufschiebbaren Teiles
herumgelegt und festgeklebt, und die Ansätze q. werden wieder an die Unterseite
der Schachtel angeklebt, wie dies aus Abb. 5 ersichtlich ist. Öffnet man die Schachtel,
so reißen, die Ansätze 3, 3 an den Kanten z-s von den Ansätzen d. und den Kanten
v-v voll dem oberen Etikett 2 ab. Dadurch wird das obere Etikett 2 frei und muß
wieder, um mit der Schachtel frei hantieren zu können, voll der Schachtel abgetrennt
werden.' Bei der Ausführung nach Abb. 7 bis 9 stehen die beiden Etiketten i und
2 an der.perforierten Kante w-w miteinander in Verbindung, und es erfolgt hier das
Ablösen des oberen Etiketts von dem unteren durch eine Schnur 9, durch welche die
Kante ze,-zu aufr@trennt wird. Das Etikett 2 weist an seinem freien Ende die Leiste
8 auf, die beim Aufkleben des Etiketts i auf die Zündholzschachtel 5 unter dieses
Etikett heruntergeklappt und mit auf die Schachtel aufgeklebt wird.
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Die Schnur 9 ist bei io in geeigneter Weise an der rechten Kante des
Etiketts i oder auch an der rechten Kante der Leiste 8 befestigt und zwischen den
Etiketten i und 2 an der linken Kante der Perforierung w-w herausgeführt. Das freie
Ende der Schnur 9 ist dann an der rechten Kante der vorderen Wandung der herausschiebbaren
Schachtel 6 bei i i in geeigneter Weise befestigt. Schiebt man die Schachtel 6 nach
der einen oder anderen Seite auf, so streckt sich der Winkel, den die beiden Schenkel
der Schnur 9 bilden, wobei die Perforierung w-w aufgetrennt wird, wie es aus Abb.
9 ersichtlich ist, somit die Verbindung zwischen den Etiketten i und 2 gelöst wird,
so daß auch hier wieder, um mit der Schachtel ungehindert hantieren zu können, das
obere Etikett abgelöst werden muß.