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Kalenderuhr Bei den bisher bekannten Kalenderuhren., die das Datum
selbsttätig im Zifferblatt der Uhr angeben, besteht der Kalender in der Regel aus
mehreren Datumsscheiben, 'die nur kleine Ziffern und Buchstaben meiner oder mehreren
Schauöffnungen zulassen und meistens einen indirekten und infolge der ungleichen
Monatslängen komplizierten Antrieb aufweisen.
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Durch die bei diesen Kalendern gegebenen kleinen Ziffern und Buchstaben,
die zum Teil noch in mehreren auf dem Zifferblatt zerstreut angeordneten Schauöffnungen
erscheinen, wird das Ablesen des Datums unübersichtlich und erschwert. Auch bieten
die vom Uhrwerk indirekt betätigten Kalenderscheiben nicht immer die Gewähr für
unbedingte Zuverlässigkeit.
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Zur Vermeidung dieser Nachteile erfolgt gemäß der Erfindung die Datumsangabe
von zwei zwangsläufig im Übersetzungsverhältnis 31:7 miteinander verbundenen und
um die Zeigerwellen drehbar angeordneten Scheiben, die große Ziffern und Buchstaben
und infolge der Verwendung eines besonderen Feldes eine übersichtliche Datumsangabe
auf dem unteren Teil des Zifferblattes gestatten. Der Antrieb des Kalenders erfolgt
hierbei von der Stundenzeigerwelle aus.
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In der Zeichnung ist :ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigt: Abb. r eine Ansicht einer S.chreibtischuhr mit eingebautem
Kalender, Abb.2 einen Schnitt durch das Kalenderwerk; Abb. 3 den Antrieb des Kalenders
von der Stundenzeigerwelle aus, Abb. q. den Kalender in einer Taschenuhr unter Beibehaltung
der Sekundenanzeigevorrichtung.
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In einer Uhr ist zwischen dem Uhrwerka und dem Zifferblatt b ein Kalenderwerk
eingebaut, das .eine die sieben Wochentage aufweisende Scheibe c enthält und eine
zweite, die 31 Datumszahlen aufweisende Scheibe d, welche mit ersterer in einer
Ebene parallel zum Zifferblatt steht. Die Scheibeh c und d sind dabei drehbar um
die Zeigerwellen angeordnet und treten mit dem jeweiligen Datum hinter die S.chauöffnungen.e
und f im Zifferblatt der Uhr. Durch "die um die Zeigerwellen drehbare Anordnung
des Kalenderwerkes ist es möglich, die Scheibe d so groß wie das Zifferblatt b zu
machen, so daß die 31 Datumszahlen in gut sichtbarer, den Stundenzahlen des Zifferblattes
gegenüber abhebender Form angebracht werden können. Die Schaltung des Kalenders
erfolgt durch ein auf der Stundenzeigerwelle sitzendes Zahnrad f, das mit
einem zweiten Zahnrad i in Eingriff ist und die Welle k antreibt. Letztere
greift über die Scheibe 1, die,einen Zahn aufweist, in das Zwischenrad m ein und
-schiebt dieses nach Ablauf von a q. Stunden um einen Zahn vor. Das Zwischenrad
m bildet die zwangsläufige Verbindung zwischen Wochentags- und Datumszahlenscheibe
über die zweckmäßig
als Stifträder ausgebildeten Räder h und o.
Diese beiden Räder stehen im übersetzungsverhältnis 31: 7 zueinander und
werden vom Rad m ebenfalls täglich um einen Zahn vorgeschoben. Das Rad n, das mit
dex Wochentagsscheibe c fest verbunden ist,. macht hierbei den siebenten Teil seiner
Drehung, während das die Datumszahlenscheibe d tragende Rad o den 31. Teil einer
Umdrehung macht. Dadurch treten der nächste Wochentag und die nächste Datumszahl
vor die Schauöffnungen e und f im Zifferblatt der Uhr. Durch eine Haltefeder, die
auf feinem der Räder m, n, o aufsitzt, werden die Kalenderscheiben in den
jeweiligen Stellungen festgehalten, so daß eine genaue Datumseinstellung gewährleistet
ist. Die Räder h und i können im übersetzungsverhältnis i : 2 oder i : q. gewählt
werden, wobei die Scheibe l entsprechend einen oder zwei Zähne erhält. Die Welle
k mit der Scheibe l kann bei größeren Uhren auch das Stiftrad-o antreiben. Um für
das Kalenderwerk einen leichten Gang zu erzielen, ist das Stiftrad ö zweckmäßig
auf Rollen p gelagert. Der Datumsring d ist nur durch eine Feder g auf denn. Stiftrad
o gehalten, so daß bei den Monaten mit weniger als 31 Tagen eine Verschiebung '
vorgenommen werden kann. Diese kann bei Standuhren von Hand durch eine Öffnung seitlich
im. Uhrgehäuse geschehen. Bei Taschenuhren ist für diesen Zweck .eine Vorrichtung
vorgesehen, die durch zwei Druckknöpfe s und t rechts und links der Uhraufzugsvorrichtung
bewegt wird. Die Datumszahlenscheibe d weist daher an ihrem Rande sägeartige Zähne
auf, in. die ein vom Druckknopf s bewegter Hebel oder Feder eingreift und den Kalender
um .einen Tag vorstellt. Durch gleichzeitiges Drücken des Knopfes t wird das Rado
festgehalten und nur der Datums-ring d um eine Zahl vorgeschoben. Die verschiebbare
Anordnung des Datumsringes d in Verbindung mit einer Einstellvorrichtung erlaubt
die Verwendung eines .einfachen Kalenderwerkes mit dem Übersetzungsverhältnis
31: 7, da die ungleichen Monatslängen im Triebwerk nicht berücksichtigt werden
sollen. Bei einer ständig laufenden. Uhr muß der Kalender fünfmal jährlich eingestellt
werden, was durch die -obenerwähnte Einrichtung sehr leicht vorgenommen werden kann.
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Da bei Taschenuhren in der Regel .ein Siekundenzeiger vorgesehen ist
und auch kaum darauf verzichtet werden kann, so ist auch bei dieser Kalendertaschenuhr
eine Sekundenanzeigevorrichtung eingebaut. Diese besteht darin, daß statt des Sekundenzeigers
eine Scheibe Y verwendet ist, die die Sekundenskala aufweist. Dabei muß aber die
Wochentagsscheibe c über dem Wochentag durchlocht sein oder in Glas oder sonst einem
transparenten Stoff ausgeführt werden. Die Sekunden können somit durch die Wochentagsscheibe
hindurch ebenfalls in einer Schauöffnung im Zifferblatt abgelesen werden. Statt
einer Sekundenscheibe kann auch ein Sekundenzeiger verwendet werden, wobei die Wochentagsscheibe
c im Durchmesser nur so groß gewählt ist, daß die Sekundenzeigerwelle daran vorbeigeht.
Die Anzeigung des Kalenders kann dann im Sekundenkreis oder außerhalb desselben
erfolgen.
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Der beschriebene Kalender kann für alle Uhrenausführungsformen Verwendung
finden, also auch für Uhren, die mittels eines Steckschlüssels auf der Zifferblattseite
aufgezogen werden. Die Wochentagsscheib:e wird bei die!-sen Uhren. mit sieben Löchern
versehen:, die auf einem Kreis liegen, der über der Uhraufzugswelle verläuft, so
daß jeweils ein Loch über der Welle steht, durch das der Steckschlüssel eingeführt
werden kann. je nach Größe des Uhrwerkes kann der Steckschlüssel auch in ähnlicher
Weise wie die Sekundenzeigerwelle zwischen Wochentagsscheibe und Datumszahlenscheibe
hindurchgeführt werden.