DE604336C - - Google Patents

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DE604336C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B7/00Steam boilers of furnace-tube type, i.e. the combustion of fuel being performed inside one or more furnace tubes built-in in the boiler body
    • F22B7/16Component parts thereof; Accessories therefor, e.g. stay-bolt connections

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

  • Federnder Stehbolzen oder Deckenanker Eine sehr häufige Erscheinung im Betriebe von Lokomotiv- und anderen Kesseln sind die durch Verschiebungen der Kesselwände gegeneinander hervorgerufenen Brüche der Stehbolzen oder Deckenanker. Um diesen Kesselschäden zu begegnen, hat man bereits vorgeschlagen, Stehbolzen mit schraubenförmig gewundenem Schaft und zwei- oder mehrteiliger Schaftquerscbxvttsfläche zu verwenden.
  • Die Ausführungsarten mit zwei- oder mehrteiligem Schaft zeigen aber den konstruktiven Nachteil, daß bei auftretenden Biegungsbeanspruchungen an den Endpunkten der sägeschnittartig geformten und schraubenförmig verlaufenden Schaftlängsscblitze infolge der scharfwinkligen Querschnittsüb.ergänge zu den ungeschützten Gewindeköpfen Kerbbeanspruchungen hervorgerufen werden, die ein Vielfaches der zulässigen Werkstoffbeanspruchung =ausmachen können und dadurch die Bruchgefahr der Bolzen erhöhen. Da außerdem die- Enden der Längsschlitze in dem am stärksten auf Biegung beanspruchten Schaftteil des Stehbolzens liegen, so werden sie nach kurzer Betriebsdauer infolge der durch die Kerbwirkung noch beschleunigten Ermüdung des Werkstoffes an den vorgenannten Stellen Risse bilden, die, durch die vorliegenden ungünstigen Belastungsverhältnisse (Belastung schwankt bekanntlich zwischen einem größten positiven und einem größten negativen Wert) noch begünstigt, einen vorzeitigen Bruch des Stehbolzens herbeiführen.
  • Die -aus Sicherheitsgründen erhobene Forderung, die Stehbolzen mit einer über die ganze Länge sich erstreckenden axialen Kontrollbohrung zu versehen, läßt sich bei den Bolzen mit zwei- oder mehrteiliger Schaftquerschnittsfläche nicht ohne weiteres durchführen. Infolge des schraubenförmig verlaufenden Schaftlängsschlitzes bis nahe an die Gewindeköpfe heran hat man sich bei diesen Stehbolzen mit Bohrungen in den Gewindeköpfen begnügen müssen, die mit der Längsachse des Stehbolzens einen spitzen Winkel einschließen. Diese Ausführung bedingt neben der Erschwerung der Herstellung auch eine Verminderung der Sicherheit, -und zwar dadurch, daß nur die eine Hälfte der Schaftquerschnittsfläche die Kontrollbohrung aufweist. Tritt in der anderen Querschnittshälfte ein Bruch ein, so ist es nicht möglich, diesen von außen her festzustellen. Erst wenn die Zerstörung .des Schaftes so weit fortgeschritten ist, daß der Riß sich bis auf die, Kontrollbohrung des restlichen Schaftquerschnittes erstreckt, tritt der Stehbolzenbruch nach außen in Erscheinung. Dieser Zeitpunkt wird infolge der schwachen Wandstärke zwischen Schaftoberfläche und Kontrollbohrung zeitlich nur in geringem Abstand von der endgültigen Trennung des Gewindekopfes vom Schaft des Stehbolzens liegen, ein Umstand, der aus Sicherheitsgründen als durchaus unbefriedigend angesehen werden muß.
  • Die andere bekannte Ausführung eines Stehbolzens mit einem mehrteiligen Schaft, bestehend aus einem Bündel von schraubenförmig gewundenen Drähten, weist denn Mangel auf, daß das Anschweißen oder Anlöten der beiden Gewindeköpfe an den seilartigen Schaft die Herstellung sehr erschwert. Ferner bilden die Schweiß- oder Lötstellen infolge der gewöhnlich spröden Gußstruktur und ihrer Lage in der am stärksten auf Biegung beanspruchten Zone des Stehbolzens große Gefährmomente, indem sie das Brechen des Bolzens bei auftretenden Biegekräften begünstigen. Auch ist ein Bruch des Stehbolzens bei dieser Ausführungsart von außen nicht feststellbar, da es nicht möglich ist, den Schaft mit eine durchgehenden axialen Kontrollbohrung zu versehen.
  • Erfindungsgemäß -sollen nun die Stehbolzenbrüche im Kesselbetriebe dadurch vermieden oder wenigstens gering gehalten werden, daß man einen Stehbolzen oder Deckenanker verwendet, der einen Schaft mit möglichst großer Elastizität und Federung besitzt. Zu diesem Zweck wird der srhrau'benförmig gewellte Schaft des Stehbolzens oder Deckenankers derart ausgeführt, da.ß die Verbindungslinie der Schwerpunkte seiner axial aufeinanderfolgenden Querschnittsflächen bzw. bei durchgehender schraubenförmiger Längsbohrung die Verbindungslinie der axial aufieinanderfolgenden Bohrungsquerschnitte eine Schraubenlinie bildet, die auf dem Manteleines mit der Mittellinie des Stehbolzens bzw. Deckenankers gleichachsigen Zylinders verläuft.
  • Die oben dargelegten Mängel der Stehbolzen mit zwei- oder mehrteiliger Schaftquerschnittsläche weist die neue Bolzenform nicht auf. Ein weiterer Vorteil der neuen Ausführung besteht darin, daß zu ihrer Herstellung weniger Schmiedegesenke und daher weniger Arbeitsgänge erforderlich sind als für den Bolzen mit zweiteiliger Schaftquer,-schnittsfläche. Infolge der schraubenförmig verlaufenden durchgehenden Schaftbohrung des neuen Stehbolzens kann mit Vorteil ein Dorn Verwendung finden, der der Form des hohlen Innenteiles entspricht. Es ist für die Herstellung des schraubenförmig gewundenen Schaftes daher nur nötig, einen schraubenförmigen Dorn in den glühenden zylindrischen Hohlkörper einzudrehen, wie beim Gewindeschneiden einen Gewindebohrer in ein vorgebohrtes Loch. Das Anstauchen der beiden Gewindeköpfe erfolgt zweckmäßig auf einer Schmiedemaschine.
  • Bekannt ist auch noch eine Ausbildung eines Stehbolzens, dessen Schaft gewunden; ist und eine Schraubenlinie von nur 1/4 Gang besitzt. Als Schaftquerschnittsform wurde ein massives oder hohles Flacheisenprofil mit halbkreisförmig abgerundeten Schmalseiten. gewählt. Diese Profilform weist den Nachteil auf, daß die Tragfähigkeit des Stehbolzens infolge der kleineren Schaftquerschuittsfläche gegenüber einem Bolzen von gleich großem Gewindedurchmesser mit kreis- oder kreisringförmigem Schaftquerschnitt geringer ist. Für einen Dampfkessel sind daher infolge der .dadurch bedingten kleineren Stehbolzenteilung eine größere Anzahl von Bolzen erforderlich, als dies bei gleicher Inanspruchnahme des Kessels für Bolzen mit gleichem Gewindedurchmesser und einem Schaftquerschnitt von Kreis- oder Kreisringform nötig wäre.
  • Im Interesse einer guten Dampfdichtigkeit der Stehbolzen müssen die Gewinde möglichst frei von solchen Beanspruchungen gehalten werden, die die Elastizitätsgrenze des Werkstoffes überschreiten. Um dies zu erreichen, ist es notwendig, die von den Bewegungen der Kesselwände hervorgerufenen Biegekräfte von den Gewindeköpfen auf einen möglichst nachgiebigen und aufnahmefähigen Schaft abzuleiten. Die neue Stehbolzen- bzw. Deckenankerform erfüllt diese Forderung in hohem Maße. Die auf den Bolzen ausgeübten Beanspruchungen werden sich derart äußern, daß de Radien der Schaftoberfläche bzw. der schraubenförmigen Schaftbohrung sich vergrößern oder verkleinern, je nachdem eine Zug- oder Druckkraft oder durch beide zusammen eine Biegungsbeanspruchung zur Wirkung gelangt. Der Grad der Nachgiebigkeit bzw. der Aufnahmefähigkeit des Schaftes setzt sich aus der Summe der einzelnen Veränderungen der vorgenannten Radien zusammen und ist verhältnisgleich der Zahl der Radien, die zur Übertragung der Kräfte zur Verfügung stehen. je mehr Radien vorhanden sind, um so wirksamer wird, genau wie bei einem wellenförmigen Längenausgleichsrohr, die Elastizität und Federung des Stehbolzens oder Deckenankers sein. Die vorgenannte bekannte Ausführung mit einem flachen Schaftquerschnitt und einer Schraubenlinie von nur 1/4 Gang läßt, in Ermangelung von Wellenbergen und -täfern, bei auftretenden Zug, oder Druckbeanspruchungen keine Veränderung der Schaftlänge durch Vergrößerung oder Verkleinerung der durch die Wellenform bedingten Radien zu. -Es ist somit eine Federung bzw. Elastizität in axialer Richtung" wie z. B. bei einem Ausgleichwellrohr in Dampfleitungen, unmöglich. Die neue Ausführungsform des Stehbolzens oder Deckenankers weist nicht diesen Mangel auf. Bei auftretenden Beanspruchungen werden die von den in .Bewegung befindlichen Kesselwänden herrührenden Kräfte über die im Querschnitt stärkeren Gewindeköpfe auf den schwächeren, nachgiebigeren Schaft abgeleitet. Sie rufen in diesem Vergrößerungen oder Verkleinerungen der Radien der Wellenherge bzw. -täler hervor und bewahren dadurch die Gewinde vor schädlichen Beanspruchungen sowie den hieraus sich ergebenden Undichtigkeiten.
  • Auf der Zeichnung sind vier Ausführungsbeispiele des neuen Stehbolzens bzw. Deckenankers dargestellt.
  • Die Abb. i und 2 zeigen Schäfte A mit zylindrischen Längsbohrungen C und D. In Abb. i erstreckt sich die Bohrung C an der Seite des Gewindekopfes B nur über einen Teil des Stehbolzens, während in Abb. 2 die Bohrung D sich über die ganze Bolzenlänge hinzieht.
  • Nach Abb. 3 ist die Oberfläche des Schaftes zylindrisch gestaltet, -während die durchgehende Längsbohrung D schraubenförmig ausgeführt ist.
  • Nach Abb. q. ist sowohl die Oberfläche des Schaftes A als auch die durchgehende Längsbohrung D schraubenförmig ausgeführt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Federnder Stehbolzen oder Deckenanker für Lokomotiv- und andere Kessel mit schraubenförmig gewundenem ,Schaft und durchgehend Einteiliger S.chaftquersebnittsfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungslinie der Schwerpunkte der axial aufeinanderfolgenden Schaftquerschnitte eine Schraubenlinie bildet, die auf dem 1Vlantel eines mit der Mittellinie des Stehbolzens oder Deckenankers gleichachsigen Zylinders verläuft (Abb. i bis q.).
  2. 2. Federnder Stehbolzen oder Deckenanker nach Anspruch i mit schraubenförmiger Längsbohrung, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungslinie der Schwerpunkte der axial aufeinanderfolgenden Bohrungsquerschnitte eine Schraubenlinie bildet, die auf dem Mantel eines mit der Mittellinie des Stehbolzens oder Deckenankers gleichachsigen Zylinders verläuft (Abb.3 und q.).
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