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GEBIET DER ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft implantierbare medizinische Vorrichtungen (IMD)
und ihre verschiedenen Komponenten, einschließlich flacher Elektrolytkondensatoren
für diese,
und Verfahren zur Herstellung und Verwendung von diesen, insbesondere
solcher Kondensatoren, die aus mehreren gestapelten Kondensatorschichten
bestehen, die jeweils Anodenschichten aufweisen, die aus einer oder
mehreren teilweise durchgeätzten
und mit Durchgangslöchern punktierten
Anodenlagen gebildet sind.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Wie
in dem auf den Erwerber der vorliegenden Anmeldung übertragenen
US-Patent US-A-6 006 133 beschrieben
ist, ist eine große
Vielzahl von IMD auf dem Fachgebiet bekannt. Von besonderem Interesse
sind implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren
(ICD), die verhältnismäßig hochenergetische Kardioversions-
und/oder Defibrillationsschocks an das Herz eines Patienten abgeben,
wenn eine maligne Tachyarrhythmie, beispielsweise eine atriale oder ventrikuläre Fibrillation,
erkannt wurde. Gegenwärtige
ICD besitzen typischerweise Einzel- oder Doppelkammer-Stimulationsfähigkeiten
zur Behandlung einer spezifizierten chronischen oder episo dischen
atrialen und/oder ventrikulären
Bradykardie und Tachykardie, und sie wurden bisher als Schrittmacher/Kardioverter/Defibrillatoren
(PCD) bezeichnet. Früher entwickelte
automatische implantierbare Defibrillatoren (AID) wiesen keine Kardioversions-
oder Stimulationsfähigkeiten
auf. Für
die Zwecke der vorliegenden Erfindung sollen ICD alle IMD einschließen, die zumindest
Hochspannungs-Kardioversions- und/oder Defibrillationsfähigkeiten
aufweisen.
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Energie,
Volumen, Dicke und Masse sind kritische Merkmale beim Entwurf von
implantierbaren ICD-Impulsgeneratoren (IPG), die mit den ICD-Leitungen
gekoppelt sind. Die Batterie bzw. die Batterien und der Hochspannungskondensator
bzw. die Hochspannungskondensatoren, die zum Bereitstellen und Ansammeln
der für
die Kardioversions-/Defibrillationsschocks
erforderlichen Energie verwendet werden, waren bisher verhältnismäßig sperrig
und kostspielig. Gegenwärtig
haben ICD-IPG typischerweise ein Volumen von etwa 40 bis etwa 60
cm3, eine Dicke von etwa 13 mm bis etwa
16 mm und eine Masse von etwa 100 Gramm.
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Es
ist wünschenswert,
das Volumen, die Dicke und die Masse dieser Kondensatoren und ICD-IPG
zu verringern, ohne die abgebbare Energie zu verringern. Dies ist
vorteilhaft für
den Komfort des Patienten und minimiert Komplikationen infolge einer Gewebeerosion
um den ICD-IPG. Größenverringerungen
der Kondensatoren können
auch das ausgeglichene Hinzufügen
von Volumen zur Batterie, wodurch die Langlebigkeit des ICD-IPGs
erhöht
wird, oder das ausgeglichene Hinzufügen neuer Komponenten, wodurch
die Funktionalität
des ICD-IPGs erweitert wird, ermöglichen.
Es ist auch wünschenswert,
solche ICD-IPG zu niedrigen Kosten bereitzustellen, während das
höchste
Niveau an Funktionsfähigkeit
aufrechterhalten wird. Gleichzeitig kann die Zuverlässigkeit
der Kondensatoren nicht aufs Spiel gesetzt werden.
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Verschiedene
Typen flacher und spiralförmig gewickelter
Kondensatoren sind auf dem Fachgebiet bekannt, wobei einige Beispiele
von diesen nachfolgend beschrieben werden und/oder den Patenten entnommen
werden können,
die in Tabelle 1 des vorstehend erwähnten, auf den Erwerber der
vorliegenden Anmeldung übertragenen
Patents mit der Endnummer 133 aufgelistet sind. Typischerweise wird ein
Elektrolytkondensator mit einem Kondensatorgehäuse gebildet, das eine geätzte Aluminiumanodenschicht
(oder "Elektrode"), eine Aluminiumkathodenschicht
(oder "Elektrode") und ein Kraftpapier
oder einen Trenner aus Kraftpapier oder Stoffgaze, das oder der
mit einem lösungsmittelbasierten
flüssigen
Elektrolyten imprägniert
ist, zwischenstehend einschließt. Eine
Schicht aus Aluminiumoxid, die als eine dielektrische Schicht wirkt,
wird, vorzugsweise während
des Durchgangs elektrischen Stroms durch die Anodenschicht, auf
der geätzten
Aluminiumanode gebildet. Der Elektrolyt weist ein Ionen erzeugendes
Salz auf, das in einem Lösungsmittel
gelöst
ist und eine elektrische Ionenleitfähigkeit zwischen der Kathodenschicht
und der dielektrischen Aluminiumoxidschicht bereitstellt. Die Energie
des Kondensators wird in dem durch entgegengesetzte elektrische
Ladungen, die durch die an der Oberfläche der Anodenschicht angeordnete
Aluminiumoxidschicht getrennt werden, erzeugten elektromagnetischen
Feld gespeichert und ist proportional zur Oberfläche der geätzten Aluminiumanodenschicht.
Zum Minimieren des Gesamtvolumens des Kondensators muss demgemäß die Anoden oberfläche je Volumeneinheit
maximiert werden, ohne die Gesamtabmessungen (d.h. die äußeren Abmessungen)
des Kondensators zu erhöhen. Das
Trennmaterial, die Anoden- und Kathodenschichtanschlüsse, die
innere Verpackung, die elektrischen Verbindungen und Ausrichtungsmerkmale und
das Kathodenmaterial erhöhen
weiter die Dicke und das Volumen eines Kondensators. Folglich begrenzen
diese und andere Bauteile in einem Kondensator und die gewünschte Kapazitätsgrenze
das Ausmaß,
bis zu dem seine physikalischen Abmessungen verringert werden können.
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Einige
ICD-IPG verwenden im Handel erhältliche
Photoblitzkondensatoren ähnlich
jenen, die von Troup in "Implantable
Cardioverters and Defibrillators",
Current Problems in Cardiology, Band XIV, Nummer 12, Dezember 1989,
Year Book Medical Publishers, Chicago beschrieben sind, und wie
in
US-A-4 254 775 beschrieben
ist. Die Elektroden oder die Anode und die Kathoden werden zu Anoden-
und Kathodenschichten gewickelt, die durch Trennschichten der Spirale
getrennt sind. Die meisten im Handel erhältlichen Photoblitzkondensatoren
enthalten einen Kern aus Trennpapier, der dafür vorgesehen ist, das Brechen
spröder,
stark geätzter
Aluminiumanodenfolien während
des Wickelns der Anoden-, der Kathoden- und der Trennschichten zu
einer spulenförmigen
Konfiguration zu verhindern. Die zylindrische Form und der Papierkern
im Handel erhältlicher Photoblitzkondensatoren
begrenzen die volumetrische Packungswirksamkeit und die Dicke eines
unter ihrer Verwendung hergestellten ICD-IPG-Gehäuses.
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Flache
Elektrolytkondensatoren wurden im Stand der Technik auch für allgemeine
Anwendungen sowie für
die Verwendung in ICD offenbart. Später entwickelte ICD-IPG verwenden
einen oder mehrere flache Hochspannungskondensatoren, um einige
der Packungs- und Volumennachteile, die mit zylindrischen Photoblitzkondensatoren
verbunden sind, zu überwinden.
Beispielsweise ist in
US-A-5
131 388 ein flacher Kondensator mit mehreren gestapelten Kondensatorschichten,
die jeweils eine "Elektrodenstapelteilanordnung" aufweisen, offenbart.
Jede Kondensatorschicht enthält
eine oder mehrere Anodenlagen, welche eine Anodenschicht mit einem
Anodenansatz, eine Kathodenlage oder -schickt mit einem Kathodenansatz
und einen Trenner zum Trennen der Anodenschicht von der Kathodenschicht
aufweisen. Im Patent mit der Endnummer 388 ist die Elektrodenstapelanordnung
gestapelter Kondensatorschichten in eine nicht leitende Polymerummantelung
eingeschlossen, die an ihren Nähten
gedichtet ist und in eine Kammer aus einem leitfähigen Metall, ein Kondensatorgehäuse oder
ein Fach des ICD-IPG-Gehäuses eingepasst
ist, und elektrische Verbindungen mit der Anode bzw. den Anoden
und der Kathode bzw. den Kathoden des Kondensators sind durch Durchführungen
gebildet, die sich durch die Wand des Gehäuses oder Fachs erstrecken.
Die Ansätze der
Anodenschichten und der Kathodenschichten aller Kondensatorschichten
des Stapels sind elektrisch parallel geschaltet, um einen einzigen
Kondensator zu bilden, oder zur Bildung einer Anzahl von Kondensatoren
gruppiert. Die Ansätze
der Aluminiumanodenschicht sind zusammengefasst und elektrisch mit einem
Durchführungsstift
einer Anodendurchführung verbunden,
die sich durch die Wand des Gehäuses oder
Fachs erstreckt. Die Ansätze
der Aluminiumkathodenschicht sind zusammengefasst und elektrisch mit
einem Durchführungsstift
einer Kathodendurchführung
verbunden, die sich durch die Wand des Gehäuses oder Fachs erstreckt,
oder sie sind mit der elektrisch leitenden Kondensatorgehäusewand
verbunden.
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Es
wurden viele Verbesserungen am Entwurf flacher Aluminiumelektrolytkondensatoren
für die Verwendung
in ICD-IPG offenbart,
beispielsweise jene Verbesserungen, die in "High Energy Density Capacitors for Implantable
Defibrillators",
vorgestellt von P. Lunsmann und D. MacFarlane in CARTS 96:16th Capacitor
and Resistor Technology Symposium, 11.-15. März 1996 und CARTS-EUROPE 96:10th
European Passive Components Symposium, 7.-11. Oktober 1996, S. 35-39,
beschrieben wurden. Weitere Merkmale flacher Elektrolytkondensatoren zur
Verwendung in ICD-IPG sind in
US-A-4
942 501 ,
US-A-5 086
374 ,
US-A-5 146 391 ,
US-A-5 153 820 ,
US-A-5 562 801 ,
US-A-5 584 890 ,
US-A-5 628 801 und
US-A-5
748 439 offenbart, die alle MacFarlane u.a. erteilt wurden.
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Typischerweise
wird die Anodenschicht jeder Kondensatorschicht unter Verwendung
einer einzigen stark geätzten
Anodenlage oder mehrerer solcher aus einer stark geätzten Metallfolie
ausgeschnittener Anodenlagen gebildet. Eine stark geätzte Aluminiumfolie
hat eine mikroskopisch konturierte, geätzte Oberfläche mit einer hohen Konzentration
von Poren, die sich teilweise durch die Anodenfolie erstrecken,
zusammen mit Tunneln, die sich vollständig durch die Anodenfolie
erstrecken (durchgeätzt
oder tunnelgeätzt)
oder nur mit einer hohen Konzentration von Poren, die sich teilweise
durch die Anodenfolie erstrecken (nicht durchgeätzt). In jedem Fall weist eine
solche durchgeätzte
oder nicht durchgeätzte Anodenlage,
die aus einer solchen stark geätzten
Folie ausgeschnitten ist, eine Gesamtoberfläche auf, die viel größer ist
als ihre Nennoberfläche
(Lange mal Breite). Ein Oberflächenkoeffizient,
das Verhältnis zwischen
der wahren mikroskopischen Oberfläche und der makroskopischen
Nennfläche,
kann einen hohen Wert von 100:1 annehmen, wodurch die Kapazität vorteilhaft
erhöht
wird. Durchgeätzte
oder tunnelgeätzte
Anodenlagen weisen infolge des Nichtvorhandenseins einer Gewebe-
oder Begrenzungsfläche,
die den Tunnel schließt,
wie es bei nicht durchgeätzten
Anodenlagen der Fall ist, ein etwas niedrigeres Verhältnis auf.
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Nachdem
die Aluminiumfolie geätzt
wurde, wird die Aluminiumoxidschicht auf der geätzten Oberfläche durch
Anlegen von Spannung an die Folie durch einen Elektrolyten, wie
Borsäure
oder Zitronensäure
und Wasser oder andere Lösungen,
die Fachleuten bekannt sind, geformt. Typischerweise werden einzelne
Anodenlagen gestanzt, gestempelt oder auf andere Weise in einer
Form aus der Folie geschnitten, bei der eine Übereinstimmung mit dem Kondensatorgehäuse nach
der Bildung des Aluminiumoxids auf der Folie erzielt wird. Die Schneidkanten um
die Peripherie der Anodenlagen werden sorgfältig gereinigt, um Teilchen
des Anodenmaterials zu entfernen, die zwischen den Kondensatorschichten
in der Elektrodenstapelanordnung eingefangen werden können, was
zu einem hohen Leckstrom oder einem Ausfall des Kondensators führen kann.
Die Anodenschichten werden entweder aus einer einzigen Anodenlage
oder aus mehreren Anodenlagen gebildet. Die Kondensatorschichten
werden durch Stapeln der Anodenschicht, der Trennschichten und der
Kathodenschicht zusammengesetzt, und Elektrodenstapelanordnungen
werden durch Stapeln einer Mehrzahl von Kondensatorschichten, die
durch Trennschichten getrennt sind, zusammengesetzt. Die Schneidkanten der
Anoden- und Kathodenschichten und alles andere freiliegende Aluminium
werden dann während
des Alterungsprozesses in dem Kondensator umgeformt, um den Leckstrom
zu verringern.
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Nicht
durchgeätzte
Anodenlagen werden verwendet, wenn nur eine Anodenlage als die Anodenschicht
verwendet wird. Zum Erhöhen
der Kapazität
(und der Energiedichte) werden mehrere Anodenlagen gestapelt, um
die mehrlagige Anodenschicht zu bilden, wie vorstehend beschrieben
wurde. Durchgeätzte
oder tunnelgeätzte
Anodenlagen müssen
bei solchen mehrlagigen Anodenschichten verwendet werden, um zu
gewährleisten,
dass der Elektrolyt über
alle Aluminiumoxidschichten der sandwichförmig angeordneten inneren Anodenlagen verteilt
wird und um einen Weg zur ionischen Kommunikation bereitzustellen.
Der Gewinn an Oberfläche
ist dann jedoch nicht so hoch wie derjenige, der mit einer gleichen
Anzahl gestapelter nicht durchgeätzter
Anodenlagen erreicht werden kann, die in ihrer Mitte einen restlichen
festen Abschnitt aufweisen.
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Beispielsweise
ist im Patent mit der Endnummer 890 die Verwendung einer Anodenschicht
offenbart, die aus drei Anodenlagen gebildet ist, welche eine stark
geätzte
Lage mit einem festen Kern in der Mitte und zwei tunnelgeätzte Anodenlagen,
welche die mittlere Lage sandwichförmig einschließen, umfassen.
Diese Anordnung soll es dem Elektrolyten und damit den leitenden
Ionen ermöglichen,
den gesamten Oberflächenbereich
der Anodenschicht, sogar Poren, welche von der inneren Schicht der
Folie ausgehen, zu erreichen, wobei die Ionen jedoch gleichzeitig
nicht in der Lage sind, die Anodenschicht ganz zu durchdringen.
Weitere tunnelgeätzte
Anodenlagen können,
abhängig
von der gewünschten elektrischen
Funktionsweise, in der sandwichförmig eingeschlossenen
Anodenschicht verwendet werden.
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Die
elektrische Funktionsweise solcher Elektrolyt kondensatoren wird
durch die Oberfläche
der Anoden- und Kathodenschichten und auch durch den Widerstand,
der dem Elektrolytkondensator selbst zugeordnet ist, welcher als äquivalenter
Reihenwiderstand (ESR) bezeichnet wird, beeinflusst. Der ESR ist
ein "hypothetischer" Reihenwiderstand,
der alle Energieverluste eines Elektrolytkondensators, unabhängig von
der Quelle, darstellt. Der ESR führt zu
einer längeren
Ladezeit (oder zu einem größeren Aufbaufaktor)
und einer geringeren Entladewirksamkeit. Es ist daher wünschenswert,
den ESR auf ein Minimum zu verringern.
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Eines
der Elemente des ESR ist der Lösungswiderstand
innerhalb der Poren oder Tunnel der Anodenlagen, die während des
elektrochemischen Ätzens
gebildet werden, um die Kapazität
der Anodenoberfläche
zu vergrößern. Die
Größe und die Tiefe
einer Pore und die Größe eines
Tunnels durch die Anodenlage hängen
von dem Ätzprozess
sowie dem Oxidbildungsprozess ab. Zum Minimieren des ESR sollten
die Tunnel groß genug
sein, damit Oxid wachsen kann, und lang genug sein, damit Ionen durch
die Anodenlagen der Anodenschicht wandern können. Mit anderen Worten sollte
die ideale Anodenlage Poren oder Tunnel aufweisen, welche die Dicke
der Lage durchsetzen und groß genug
sind, damit der Elektrolyt dadurch fließen kann. In der Realität variieren
die Größen der
Poren und Tunnel. Schmale Tunnel können die Ionenübertragung
verzögern,
und die Poren, die keine durchgeätzten
Tunnel sind, blockieren die Wege für die Ionenmigration.
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Wie
vorstehend erwähnt
wurde, verringern die durchgeätzten
Tunnel jedoch die Anodenschichtoberfläche und die Kapazität einer
mit solchen Anodenschichten gebildeten Kondensatorschicht, verglichen
mit der Kapazität
einer unter Verwendung einer nicht durchgeätzten Anodenschicht gebildeten äquivalenten
Kondensatorschicht. Es ist schwierig, die Ätzparameter zu steuern, um
zu gewährleisten, dass
eine minimale Anzahl von Tunneln mit einem ausreichend großen Querschnitt
zum Minimieren des ESR erzeugt wird, um die Kapazität zu maximieren.
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Eine
große
Oberfläche
wird während
des elektrochemischen Ätzprozesses
durch Lösen
von Aluminium und Bilden von Tunneln oder Löchern erzeugt. Das elektrochemische
Tunnelätzen
ist jedoch ein "stochastischer" Prozess, der zu
einer nicht kontrollierbaren Tunnelstellenverteilung und verschiedenen
Tunnelgrößen und
-längen
führt.
Dadurch ist die Kapazität
kommerzieller Aluminiumfolien viel kleiner als jene der idealen
Folie, die Tunnel, deren Lage steuerbar ist und die die gleiche
Größe und Länge aufweisen,
hat.
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Zur
Verwendung mehrerer Anodenfolienlagen in einer "Mehranodenlagenkonfiguration" werden einige der
Tunnel durchgeätzt,
wodurch eine Elektrolytkommunikation auf beiden Seiten der Folie ermöglicht wird.
Tatsächlich
ist die Dichte der durchgeätzten
Tunnel in der Praxis begrenzt, weil eine hohe Dichte durchgeätzter Tunnel
bewirkt, dass die Anodenfolie oder die Anodenlagen, die aus der
Folie ausgeschnitten werden, sehr brüchig sind. Die brüchige Folie
oder die brüchigen
Lagen lassen sich bei weiteren Prozessen zur Bildung von Elektrolytkondensatoren
nur sehr schwierig handhaben. Daher wird der ESR wegen der begrenzten
Anzahl, Größe und Dichte
durchgeätzter
Tunnel, die sich zwischen den Folien- oder Lagenseiten erstrecken,
in der Praxis nicht ausreichend verringert.
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In
WO 0019470 ist ein Prozess
zur Herstellung einer Anodenschicht offenbart, bei dem beispielsweise
drei Anodenfolien zusammengesetzt werden, wobei die Kernfolie geätzt wird,
um entweder eine tunnelgeätzte
Folie oder eine porengeätzte
Folie bereitzustellen. Die Kernfolie wird sandwichförmig zwischen
zwei Anodenfolien angeordnet, welche gestapelt werden, um sowohl
Poren als auch Tunnel zu bilden, wobei weiter eine Mehrzahl von
Durchgangslöchern
durch die Foliendicke gebildet wird.
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Es
ist wünschenswert,
diese Probleme zu lösen,
indem eine Ionenkommunikation durch Anodenlagen bereitgestellt wird,
um den ESR zu minimieren und die Oberfläche zu maximieren.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist ein Prozess nach Anspruch 1 vorgesehen. Überdies
ist ein Kondensator nach Anspruch 2 vorgesehen.
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Die
vorliegende Erfindung sieht Anodenschichten von Elektrolytkondensatoren
vor, welche den ESR minimieren und die Oberfläche maximieren, wobei diese
Kondensatoren aus einer oder mehreren gestapelten Kondensatorschichten
gebildet sind, die jeweils Anodenschichten aufweisen, die aus einer oder
mehreren teilweise durchgeätzten
und mit Durchgangslöchern
punktierten Anodenlagen gebildet sind.
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Diese
Erfindung sieht Wege für
die Elektrolytübertragung
durch die Bildung kleiner Durchgangslöcher durch "teilweise" durchgeätzte Anoden vor, damit der
ESR verringert wird und es mehr Wege für die Migration der Ionen gibt.
Die Anzahl und die Größe dieser
Durchgangslöcher
werden gewählt,
um den ESR auf ein Minimum zu verringern, während die Oberfläche nicht
unnötig
verringert wird. Im Allgemeinen wird eine minimale Anzahl und Größe der Durchgangslöcher gewählt, so
dass der fertige Kondensator noch die Anforderungen der Anwendung
erfüllt. Die
Durchgangslöcher
brauchen nicht rund zu sein, dies ist jedoch eine zweckmäßige Form
für die
Verwendung.
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Gemäß einer
Ausführungsform,
bei der mehrere Anodenlagen verwendet werden, die sandwichförmig angeordnet
sind, so dass eine Anodenschicht gebildet ist, wird die innerste
Anodenlage nicht durchgeätzt
und nicht punktiert, um eine Barriere für die Ionenmigration oder -kommunikation
durch die innerste Anodenlage zu bilden, während die äußeren Anodenlagen punktiert
werden, um eine Ionenmigration und Elektrolytverteilung zu allen
Anodenlagenoberflächen
zu ermöglichen.
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Gemäß einer
Ausführungsform
beinhaltet ein gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellter als Beispiel dienender Elektrolytkondensator
eine Elektrodenstapelanordnung und einen Elektrolyten innerhalb
der inneren Gehäusekammer
eines hermetisch gedichteten Kondensatorgehäuses. Die Elektrodenstapelanordnung
beinhaltet eine Mehrzahl von Kondensatorschichten, die in Lageübereinstimmung aufeinander
gestapelt sind, wobei jede Kondensatorschicht eine Kathodenschicht
mit einem Kathodenansatz, eine Anodenschicht mit mindestens einer
Anodenlage mit einem Anodenansatz und eine sich zwischen benachbarten
Anoden- und Kathodenschichten befindende Trennschicht aufweist,
wobei alle benachbarten Kathoden- und Anodenschichten des Stapels
durch eine Trennschicht elektrisch voneinander isoliert sind. Anodenanschlussmittel
erstrecken sich zur elektrischen Verbindung einer Mehrzahl der Anodenansätze miteinander
und zum Bereitstellen eines Anodenverbindungsanschlusses am Äußeren des
Gehäuses
durch die Seitenwand des Kondensatorgehäuses. Kathodenanschlussmittel
erstrecken sich durch einen Verkapselungsbereich der Seitenwand
des Kondensatorgehäuses
oder zu diesem, um eine Mehrzahl von Kathodenansätzen miteinander zu verbinden
und einen Kathodenverbindungsanschluss am Äußeren des Gehäuses bereitzustellen. Eine
Verbinderanordnung ist elektrisch mit dem Anodenverbindungsanschluss
verbunden, um eine elektrische Verbindung mit den Anodenansätzen herzustellen,
und mit dem Kathodenverbindungsanschluss verbunden, um eine elektrische
Verbindung mit den Kathodenansätzen
herzustellen.
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Die
vorliegende Erfindung sieht ein besser steuerbares Verfahren zur
Bildung von Durchgangslöchern
in teilweise mit Durchgangslöchern
versehenen Aluminiumlagen oder -folien, die zur Bildung von Anodenschichten
verwendet werden, vor. Der ESR wird dadurch verringert, während die
Aluminiumoberfläche
und die Kapazität
aufrechterhalten werden.
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Das
Punktierungsverfahren erzeugt mehr Tunnel in Aluminiumfolien, die
bei der Herstellung von Aluminiumanodenlagen für Anodenschichten verwendet
werden. Es entfernt jedoch auch die existierenden Tunnel, die während des
elektrochemischen Ätzens
erzeugt werden. Weil die existierende Technologie keine Tunnel erzeugen
kann, die kleiner sind als jene, die während des Ätzprozesses erzeugt werden,
ist das Nettoergebnis eine Verkleinerung der Oberfläche und
damit ein Kapazitätsverlust.
Der Grad des Kapazitätsverlusts
hängt von
der Lochgröße und -dichte
ab. Weil jedoch mehr Durchgangslöcher
erzeugt werden, ist der ESR kleiner.
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Weil
der Punktierungsprozess die Folienkapazität verringert, sollte er nicht
in zu hohem Maße eingesetzt
werden. Die Lochgröße und -dichte
muss gesteuert werden, so dass der ESR verringert wird, jedoch die
Kapazität
nicht zu sehr verringert wird.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
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Diese
und andere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden
verständlich
werden, wenn diese anhand der folgenden detaillierten Beschreibung
der nur als Beispiel gegebenen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in
Zusammenhang mit der anliegenden Zeichnung, in der gleiche Bezugszahlen
in den verschiedenen Figuren gleiche Teile bezeichnen, besser verstanden
werden.
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Es
zeigen:
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1 die
physikalischen Bestandteile einer als Beispiel dienenden Ausführungsform
eines ICD-IPGs- und Leitungssystems, worin die vorliegende Erfindung
vorteilhaft aufgenommen werden kann,
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2 ein
vereinfachtes Funktionsblockdiagramm, in dem die Verbindung der
Spannungswandel-Schaltungsanordnung mit den Hochspannungskondensatoren
gemäß der vorliegenden
Erfindung zusammen mit den primären
Funktionsbestandteilen eines ICD-Typs dargestellt ist,
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die 3(a)-3(g) perspektivische
Einzelteilansichten der Art, in der die verschiedenen Bestandteile
des als Beispiel dienenden ICD-IPGs aus den 1 und 2,
einschließlich
der Elektrolytkondensatoren gemäß der vorliegenden
Erfindung, innerhalb des Gehäuses
des ICD-IPGs angeordnet sind,
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4 eine
Einzelteilansicht einer Ausführungsform
einer einzelnen Kondensatorschicht eines Elektrolytkondensators
gemäß der vorliegenden
Erfindung,
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5 ein
Flussdiagramm, in dem die Schritte zur Herstellung eines Elektrolytkondensators
gemäß der Erfindung
dargestellt sind,
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6(a) eine seitliche Schnittansicht einer teilweise
durchgeätzten
Anodenlage vor der Punktierung gemäß der vorliegenden Erfindung,
-
6(b) eine seitliche Schnittansicht der teilweise
durchgeätzten
Anodenlage aus 6(a) nach der Punktierung gemäß der vorliegenden
Erfindung für
die Verwendung in der Kondensatorschicht aus den 4 und 6(c),
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6(c) eine seitliche Schnittansicht einer speziellen
Ausführungsform
einer einzigen Kondensatorschicht eines Elektrolytkondensators,
die die teilweise durchgeätzte
Anodenlage aus 6(a) in Zusammenhang mit mit
Durchgangslöchern
punktierten, teilweise durchgeätzten
Anodenlagen aus 6(b) aufweist,
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6(d) eine seitliche Schnittansicht eines für das Verständnis der
Erfindung nützlichen
Beispiels einer einzigen Kondensatorschicht eines Elektrolytkondensators,
die eine nicht durchgeätzte
Anodenlage in Zusammenhang mit mit Durchgangslöchern punktierten, teilweise
durchgeätzten
Anodenlagen aus 6(b) aufweist,
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7 eine
perspektivische Einzelteilansicht von oben einer Ausführungsform
einer Reihe von Kondensatorschichten gemäß der vorliegenden Erfindung,
die zu einer Elektrodenstapelanordnung eines Elektrolytkondensators
zusammengesetzt sind, und
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8 eine
perspektivische Einzelteilansicht von oben der Komponenten einer
Ausführungsform eines
gemäß dem letzten
Schritt aus 5 hergestellten Elektrolytkondensators
gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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1 zeigt
eine Ausführungsform
eines ICD-IPGs 10, in den der Kondensator gemäß der vorliegenden
Erfindung vorteilhaft aufgenommen ist, die zugeordneten elektrischen
ICD-Leitungen 14, 16 und 18 und ihre
Beziehung zu einem menschlichen Herzen 12. Die Leitungen
sind durch einen Verbinderblock 20 mit mehreren Anschlüssen, der
getrennte Anschlüsse
für jede
der drei dargestellten Leitungen aufweist, mit dem ICD-IPG 10 verbunden.
Die Leitung 14 ist mit einer subkutanen Elektrode 30 verbunden,
die dafür
vorgesehen ist, im Bereich des linken Brustkorbs subkutan angebracht
zu werden. Die Leitung 16 ist eine Koronarsinusleitung,
bei der eine lang gestreckte Spulenelektrode verwendet wird, die sich
im Koronarsinus und im Bereich der großen Vene des Herzens befindet.
Der Ort der Elektrode ist in unterbrochenen Linien bei 32 dargestellt
und verläuft
von einem Punkt innerhalb der Öffnung
des Koronarsinus bis zu einem Punkt in der Nähe des linken Herzohrs um das
Herz.
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Die
Leitung 18 ist mit einer lang gestreckten Elektrodenspule 28 versehen,
die sich im rechten Ventrikel des Herzens befindet. Die Leitung 18 weist auch
eine Stimulationselektrode 34 auf, die die Form einer spiralförmigen Spule
annimmt, die in das Myokardgewebe des rechten Ventrikels geschraubt
ist. Die Leitung 18 kann auch eine oder mehrere zusätzliche
Elektroden zur Nah- und Fernfeld-Elektrogrammmessung aufweisen.
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Bei
dem dargestellten System werden Herzstimulationsimpulse zwischen
der spiralförmigen Elektrode 34 und
der lang gestreckten Elektrode 28 abgegeben. Die Elektroden 28 und 34 werden
auch verwendet, um ventrikuläre
Kontraktionen angebende elektrische Signale zu erfassen. Wie dargestellt ist,
wird davon ausgegangen, dass die Elektrode 28 im rechten
Ventrikel während
sequenzieller und gleichzeitiger Defibrillationsimpulsbehandlungen
mit mehreren Elektroden als die gemeinsame Elektrode dient. Beispielsweise
werden während
einer gleichzeitigen Defibrillationsimpulsbehandlung Impulse gleichzeitig
zwischen der Elektrode 28 und der Elektrode 30 und
zwischen der Elektrode 28 und der Elektrode 32 abgegeben.
Während
einer sequenziellen Impulsdefibrillation ist vorgesehen, dass Impulse
sequenziell zwischen der subkutanen Elektrode 30 und der
Elektrode 28 und zwischen der Koronarsinuselektrode 32 und
der Elektrode 28 im rechten Ventrikel abgegeben werden.
Einzelimpuls-Zweielektroden-Defibrillationsschockbehandlungen
können auch
bereitgestellt werden, typischerweise zwischen der Elektrode 28 und
der Koronarsinuselektrode 32. Alternativ können einzelne
Impulse zwischen den Elektroden 28 und 30 abgegeben
werden. Die bestimmte Verbindung der Elektroden mit einem ICD hängt in gewissem
Maße davon
ab, welche spezifische Einzelelektrodenpaar-Defibrillationsschock behandlung
als am wahrscheinlichsten eingesetzt angesehen wird.
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2 ist
ein Blockdiagramm, in dem die Verbindung einer Hochspannungs-Ausgabeschaltung 40,
einer Hochspannungs-Ladeschaltung 64 und
von Kondensatoren 265 gemäß einem Beispiel des mikrocomputerbasierten
Betriebssystems des ICD-IPGs aus 1 dargestellt
ist. Wie dargestellt ist, werden die ICD-Operationen durch ein im
Mikroprozessor 42 gespeichertes Programm gesteuert, wobei
der Mikroprozessor 42 alle erforderlichen Rechenfunktionen
innerhalb des ICDs ausführt.
Der Mikroprozessor 42 ist durch einen bidirektionalen Daten-/Steuerbus 46 mit
einer Steuerschaltungsanordnung 44 verbunden und steuert
dabei den Betrieb der Ausgabeschaltungsanordnung 40 und
der Hochspannungs-Ladeschaltungsanordnung 64. Eine Stimulations-/Erfassungsschaltungsanordnung 78 weckt
den Mikroprozessor 42, um alle erforderlichen mathematischen
Berechnungen auszuführen,
Tachykardie- und Fibrillationserfassungsprozeduren auszuführen und
die von den Zeitgebern in der Stimulations-/Erfassungsschaltungsanordnung 78 gesteuerten
Zeitintervalle beim Reprogrammieren der ICD-Betriebsmodi oder -Parameterwerte
oder beim Auftreten von Signalen, welche die Abgabe von Herzstimulationsimpulsen
oder das Auftreten von Herzkontraktionen angeben, zu aktualisieren.
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Der
Grundbetrieb und der bestimmte Aufbau oder die Bestandteile des
als Beispiel dienenden ICDs aus den 1 und 2 können beliebigen der
auf dem Fachgebiet bekannten Systeme entsprechen, und die vorliegende
Erfindung hängt
nicht von einer bestimmten Konfiguration davon ab. Der flache Aluminium-Elektrolytkondensator
gemäß der vorliegenden
Erfindung kann allgemein in Zusammenhang mit den verschiedenen im
vorstehend erwähnten
Patent mit der Endnummer 209 erläuterten
Systemen oder in Zusammenhang mit den verschiedenen Systemen oder
Bestandteilen, die in den verschiedenen Patenten offenbart sind,
die im vorstehend erwähnten
Patent mit der Endnummer 133 aufgelistet sind, verwendet werden.
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Die
Steuerschaltungsanordnung 44 stellt der Ausgabeschaltungsanordnung 40 drei
Signale von großer
Wichtigkeit bereit. Diese Signale umfassen das erste und das zweite
Steuersignal, die vorstehend erörtert
wurden, welche als ENAB auf einer Leitung 48 und ENBA auf
einer Leitung 50 bezeichnet sind. Weiterhin wichtig ist
die DUMP-Leitung 52, die das Entladen der Ausgangskondensatoren
einleitet, und die VCAP-Leitung 54, die der Steuerschaltungsanordnung 44 ein
Signal zuführt,
welches die auf den Ausgangskondensatoren C1, C2 gespeicherte Spannung
angibt. Vorstehend in 1 dargestellte Defibrillationselektroden 28, 30 und 32 sind
als durch die Leiter 22, 24 und 26 mit
der Ausgabeschaltungsanordnung 40 gekoppelt dargestellt.
Zum Erleichtern des Verständnisses
sind diese Leiter auch mit "COMMON", "HVA" und "HVB" bezeichnet. Es sind
jedoch auch andere Konfigurationen möglich. Beispielsweise kann
die subkutane Elektrode 30 mit dem HVB-Leiter 26 gekoppelt
sein, um das Abgeben einer Einzelimpulsbehandlung zwischen den Elektroden 28 und 30 zu
ermöglichen.
Während
eines Logiksignals bei ENAB auf der Leitung 48 wird ein
Kardioversions-/Defibrillationsschock zwischen der Elektrode 30 und
der Elektrode 28 abgegeben. Während eines Logiksignals bei
ENBA auf der Leitung 50 wird ein Kardioversions-/Defibrillationsschock
zwischen der Elektrode 32 und der Elektrode 28 abgegeben.
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Die
Ausgabeschaltungsanordnung beinhaltet eine Kondensatorbank mit Kondensatoren
C1 und C2 und Dioden 121 und 123, die zum Abgeben
von Defibrillationsschocks an die Elektroden verwendet werden. Alternativ
kann die Kondensatorbank einen weiteren Satz von Kondensatoren aufweisen,
wie in der vorstehend erwähnten
Anmeldung mit der Endnummer 758 dargestellt ist. In 2 sind
die Kondensatoren 265 in Zusammenhang mit der Hochspannungs-Ladeschaltungsanordnung 64 dargestellt,
welche durch die Steuer-/Zeitgeberschaltungsanordnung 44 über eine
CHDR-Leitung 66 gesteuert wird. Wie dargestellt ist, werden
die Kondensatoren 265 durch einen Hochspannungstransformator 65 mit
hoher Frequenz geladen. Geeignete Ladepolaritäten werden durch die Dioden 121 und 123 aufrechterhalten.
Die VCAP-Leitung 54 liefert ein Signal, das die Spannung
an der Kondensatorbank angibt, und ermöglicht das Steuern der Hochspannungs-Ladeschaltungsanordnung
und das Beendigen der Ladefunktion, wenn die gemessene Spannung
dem programmierten Ladepegel gleicht.
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Die
Stimulations-/Erfassungsschaltungsanordnung 78 beinhaltet
einen R-Zacken-Messverstärker
und einen Impulsgenerator für
das Erzeugen von Herzstimulationsimpulsen, welche auch jeder beliebigen
bekannten Herzschrittmacher-Ausgabeschaltungsanordnung
entsprechen können,
und beinhaltet eine Zeitgeber-Schaltungsanordnung zum Definieren ventrikulärer Stimulationsintervalle,
Refraktärintervalle
und Austastintervalle über
einen Steuer-/Datenbus 80, wobei dies durch den Mikroprozessor 42 gesteuert
geschieht.
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Steuersignale,
welche die Erzeugung von Herzstimulationsimpulsen durch die Stimulations-/Erfassungsschaltungsanordnung 78 auslösen, und
Signale von der Stimulations- /Erfassungsschaltungsanordnung 78,
welche das Auftreten von R-Zacken angeben, werden durch einen bidirektionalen
Datenbus 81 zur Steuerschaltungsanordnung 44 übermittelt. Die
Stimulations-/Erfassungsschaltungsanordnung 78 ist mit
der in 1 dargestellten spiralförmigen Elektrode 34 durch
einen Leiter 36 gekoppelt. Die Stimulations-/Erfassungsschaltungsanordnung 78 ist auch
mit der in 1 dargestellten ventrikulären Elektrode 28 durch
einen Leiter 82 gekoppelt, wodurch das bipolare Erfassen
von R-Zacken zwischen den
Elektroden 34 und 28 und die Abgabe bipolarer Stimulationsimpulse
zwischen den Elektroden 34 und 28 möglich ist,
wie vorstehend erörtert
wurde.
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Die 3(a) bis 3(g) zeigen
perspektivische Ansichten von verschiedenen Bestandteilen des ICD-IPGs 10,
einschließlich
einer Ausführungsform
des Kondensators gemäß der vorliegenden
Erfindung, wobei diese Bestandteile nacheinander in das Gehäuse des
ICD-IPGs 10 eingebracht werden, welches durch rechte und
linke Abschirmungen 240 und 350 hergestellt ist.
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In 3(a) wird das Elektronikmodul 360 in die
rechte Abschirmung 340 des ICD-IPGs 10 eingesetzt. 3(b) zeigt den ICD-IPG 10, sobald das Elektronikmodul 360 in
die rechte Abschirmung 340 eingesetzt worden ist.
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3(c) zeigt ein Paar von Kondensatoren 265,
die, wie hier beschrieben, vor dem Einsetzen in die rechte Abschirmung 340 hergestellt
worden sind, wobei die Kondensatoren 265 durch Zwischenverbindungen
im Elektronikmodul 340 elektrisch in Reihe geschaltet sind. 3(d) zeigt den ICD-IPG 10, sobald das
Paar der Kondensatoren 265 in die rechte Abschirmung 340 eingesetzt
worden ist. Es ist zu verstehen, dass auch andere Formen der Kondensatoren 265 in
der gleichen oder einer ähnlichen
Weise wie hier beschrieben wurde, in das Gehäuse des ICD-IPGs 10 eingesetzt
werden können.
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3(e) zeigt eine Isolatorabdeckung 370 vor
ihrer Anordnung über
Kondensatoren 265 in der rechten Abschirmung 340. 3(f) zeigt eine elektrochemische Zelle oder Batterie 380 mit
einem Isolator 382, der vor dem Einsetzen in die Abschirmung 340 um
die Batterie 380 herum angeordnet wird. Die Batterie 380 liefert
die zum Laden und Entladen der Kondensatoren 265 erforderliche
elektrische Energie und versorgt auch das Elektronikmodul 360 mit
Leistung. Die Batterie 380 kann beliebige der im Stand der
Technik verwendeten Formen zum Bereitstellen von Kardioversions-/Defibrillationsenergie
annehmen, von denen einige in dem vorstehend erwähnten, auf den Erwerber der
vorliegenden Erfindung übertragenen
Patent mit der Endnummer 133 angegeben sind.
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3(h) zeigt den ICD-IPG 10, bei
dem die linke Abschirmung 350 mit der rechten Abschirmung 340 verbunden
ist, wobei die Durchführung 390 von beiden
Abschirmungshälften
nach oben vorsteht. Ein Aktivitätssensor 400 und
eine Patientenwarnvorrichtung 410 sind wie dargestellt
am unteren Seitenabschnitt der linken Abschirmung 350 angeordnet.
Die linke Abschirmung 350 und die rechte Abschirmung 340 werden
anschließend
geschlossen und hermetisch gedichtet (in den Figuren nicht dargestellt).
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4 zeigt
eine Einzelteilansicht einer Ausführungsform einer Anoden-Kathoden-Teilanordnung oder
Kondensatorschicht 227 des Kondensators 265. Bei
dem hier beschriebenen Kondensatorentwurf wird eine gestapelte Konfiguration
mehrerer Kondensatorschichten 227 verwendet, wie nachstehend
weiter mit Bezug auf 5 beschrieben wird. Jede Kondensatorschicht 227 weist
alternierende im Wesentlichen rechteckige Anodenschichten 170 und
Kathodenschichten 175 auf, wobei eine im Wesentlichen rechteckige
Trennschicht 180 dazwischen angeordnet ist. Die Formen
der Anodenschichten 170, der Kathodenschichten 175 und
der Trennschichten 180 sind in erster Linie eine Frage
der Entwurfsauswahl, und sie werden in hohem Maße durch die Form oder Konfiguration
eines Gehäuses 90 vorgeschrieben,
innerhalb dessen diese Schichten schließlich angeordnet werden. Die
Anodenschichten 170, die Kathodenschichten 175 und
die Trennschichten 180 können jede beliebige Form annehmen,
um die Packungswirksamkeit zu optimieren.
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Die
als Beispiel dienende Anodenschicht 170d weist bevorzugt
eine Anzahl nicht gekerbter Anodenlagen 185, die mit 185a, 185b, 185c bezeichnet sind,
eine gekerbte Anodenlage 190 mit einer Anoden-Ansatzkerbe 200 und
einen mit der Anodenlage 185a gekoppelten Anodenansatz 195 auf.
Es sei bemerkt, dass die in 4 dargestellte
Anodenschicht 170d nur eine mögliche Ausführungsform einer Anodenschicht 170 ist.
Die als Beispiel dienende Kathodenschicht 175d ist am bevorzugtesten
aus einer Einzellage einer Aluminiumfolie hergestellt und weist einen
Kathodenansatz 176 auf, der integral damit hergestellt
ist und von seinem Umfangsbereich vorsteht.
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Die
individuellen Anodenlagen 185/190 sind typischerweise
etwas steif und aus hochreinem Aluminium gebildet, das durch Ätzen bearbeitet
ist, um eine hohe Kapazität
je Flächeneinheit
zu erreichen. Dünne
Anodenfolien sind bevor zugt, insbesondere wenn sie die spezifische
Kapazität
im Wesentlichen beibehalten oder erhöhen, während sie die Dicke der Elektrodenstapelanordnung 225 verringern
oder diese Dicke beibehalten, während
die Gesamtkapazität erhöht wird.
Beispielsweise wird erwogen, dass einzelne Anodenlagen 185/190 eine
Dicke zwischen etwa 10 Mikrometern und etwa 500 Mikrometern aufweisen.
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Die
Kathodenschichten 175 sind vorzugsweise aus einer einzigen
Lage gebildet, die aus einer hochreinen, flexiblen Aluminiumfolie
ausgeschnitten ist. Die Kathodenschichten 175 sind am bevorzugtesten
aus einer Kathodenfolie mit einer hohen Oberfläche (d.h. einer stark geätzten Kathodenfolie),
einer hohen spezifischen Kapazität
(vorzugsweise mindestens 200 Mikrofarad/cm2 und
mindestens 250 Mikrofarad/cm2, wenn frisch),
einer Dicke von etwa 30 Mikrometern, einer Reinheit von etwa 1,0
mg/m2, wobei die maximale Chloridkontamination
der projizierten Fläche
berücksichtigt
wird, und einer Reinheit, die kleiner sein kann als diejenige, die
dem Ausgangsfolienmaterial entspricht, aus dem die Anodenfolie hergestellt
ist, gebildet. Die Kathodenfolie hat vorzugsweise eine anfängliche
Reinheit von mindestens 99 Aluminium und bevorzugter von etwa 99,4
Aluminium, eine endgültige
Dicke von etwa 30 Mikrometern und eine anfängliche spezifische Kapazität von etwa 250
Mikrofarad je Quadratzentimeter. Gemäß anderen Ausführungsformen
hat die Kathodenfolie eine spezifische Kapazität, die zwischen etwa 100 und etwa
500 Mikrofarad/cm2 liegt, und eine Dicke,
die zwischen etwa 10 und etwa 150 Mikrometern liegt.
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Es
ist im Allgemeinen bevorzugt, dass die spezifische Kapazität der Kathodenfolie
so hoch wie möglich
ist und dass die Kathodenschicht 175 so dünn wie möglich ist.
Beispielsweise wird erwogen, dass die einzelnen Kathodenschichten 175 eine
spezifische Kapazität
von etwa 100-1000
Mikrofarad/cm2 aufweisen. Geeignete Kathodenfolien
sind im Handel weit verbreitet erhältlich. Gemäß anderen Ausführungsformen
ist die Kathodenfolie aus Materialien oder Metallen, zusätzlich zu
Aluminium, Aluminiumlegierungen und "reinem" Aluminium, gebildet.
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Trennschichtlagen 180a und 180b und äußere Trennschichten
der Elektrodenstapelanordnung 225 (8), die
aus mehreren gestapelten Kondensatorschichten 227 zusammengesetzt
sind, werden am bevorzugtesten aus einer Rolle oder Lage des Trennmaterials
hergestellt. Die Trennschichten 180 werden vorzugsweise
etwas größer ausgeschnitten als
die Anodenschichten 170 und die Kathodenschichten 175,
um einer Fehlausrichtung während des
Stapelns der Schichten Rechnung zu tragen und dadurch nachfolgende
Kurzschlüsse
zwischen den Anoden- und Kathodenschichten zu verhindern und andererseits
zu gewährleisten,
dass sich eine physikalische Barriere zwischen den Anoden und den
Kathoden des fertigen Kondensators befindet.
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Gemäß einer
in 4 dargestellten bevorzugten Ausführungsform
der Kondensatorschicht 227 bilden zwei einzelne Trennschichtlagen 180a und 180b die
Trennschicht 180, die zwischen allen Anodenschichten 170 und
Kathodenschichten 175 angeordnet ist. Weitere einzelne
Trennschichtlagen 180a und 180b sind an die Außenflächen der
Anodenlage 185c und der Kathodenschicht 175d angrenzend
angeordnet. Wenn die Teilanordnungen gestapelt sind, liegen die äußersten
einzelnen Trennschichtlagen 180a und 180b an jeweilige
benachbarte einzelne Trennschichtlagen 180b und 180a benachbarter
Kondensatorschichten an, so dass zweilagige Trennschichten 180 alle
benachbarten Kathoden- und
Anodenschichten einer Elektrodenstapelanordnung 225 trennen.
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Es
ist bevorzugt, dass die Trennschichtlagen 180a und 180b und
die äußeren Trennschichten
zwischen der Elektrodenstapelanordnung und dem Gehäuse und
der Abdeckung aus einem Material bestehen, das (a) chemisch reaktionsträge ist,
(b) chemisch mit dem ausgewählten
Elektrolyten verträglich ist,
(c) mit dem Elektrolyten imprägniert
werden kann, um einen Weg geringen Widerstands zwischen benachbarten
Anoden- und Kathodenschichten zu erzeugen, und (d) benachbarte Anoden- und Kathodenschichten
physikalisch trennt. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
ist das Trennmaterial reine Cellulose, Kraftpapier mit einem sehr
geringen Halogenid- oder
Chloridgehalt mit einer Dicke von etwa 0,0005 Zoll, einer Dichte
von etwa 1,06 Gramm/cm3, einer dielektrischen
Stärke
von 1400 Volt Wechselspannung je 0,001 Zoll Dicke und einer geringen
Anzahl von Leitungswegen (etwa 0,4/ft2 oder
weniger). Die Trennschichtlagen 180a und 180b und
die äußeren Trennschichten 165a und 165b können auch
aus anderen Materialien als Kraftpapier, wie Manila-Papier, porösen Polymermaterialien
oder Fasergazematerialien, hergestellt werden. Bei solchen aus mehreren
Kondensatorschichten zusammengesetzten Kondensatorstapeln sättigt oder
befeuchtet ein flüssiges
Elektrolyt die Trennschichten 180 und ist innerhalb der
inneren Gehäusekammer des
Kondensators angeordnet.
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Fachleute
werden verstehen, dass die genaue Anzahl der für die Verwendung in einer Elektrodenstapelanordnung 225 ausgewählten Kondensatorschichten 227 von
der Energiedichte, vom Volumen, von der Spannung, vom Strom, von
der Energieausgabe und anderen Anforderungen, die dem Kondensator 265 auferlegt
wurden, abhängt. Ähnlich werden
Fachleute verstehen, dass die genaue Anzahl der gekerbten Anodenlagen 190 und
der nicht gekerbten Anodenlagen 185, der Anodenansätze 195,
der Anodenschichten 170, der Kathodenschichten 175 und
der Trennschichten 180, die zur Verwendung bei einer gegebenen
Ausführungsform
der Kondensatorschicht 227 ausgewählt wurden, von der Energiedichte,
vom Volumen, von der Spannung, vom Strom, von der Energieausgabe
und von anderen Anforderungen, die dem Kondensator 265 auferlegt wurden,
abhängt.
Es wird nun verständlich
werden, dass eine praktisch unbegrenzte Anzahl von Kombinationen
und Permutationen in Bezug auf die Anzahl der Kondensatorschichten 227 und
die Anzahl der gekerbten Anodenlagen 190 und nicht gekerbten
Anodenlagen 185, welche die Anodenschicht 170 bilden,
der Anodenschichten 170, der Anoden-Ansätze 195, der Kathodenschichten 175 und
der innerhalb jeder Kondensatorschicht 227 angeordneten
Trennschichten 180, entsprechend der bestimmten Anforderung
an den Kondensator 265 ausgewählt werden kann.
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5 zeigt
das Verfahren zum Bilden von Anodenlagen mit Durchgangslöchern und
zum anschließenden
Verwenden der Anodenlagen zur Herstellung eines Elektrolytkondensators.
Die erste dünne
Aluminiumfolie des vorstehend beschriebenen Typs wird in Schritt
S100 bereitgestellt, in Schritt S102 geätzt und in Schritt S104 zu
den in 6(a) dargestellten Anodenlagen 185/190 geschnitten.
Die Anodenfolie wird in Schritt S102 zumindest teilweise durchgeätzt, sie
hat eine hohe spezifische Kapazität (mindestens etwa 0,3, mindestens
etwa 0,5 oder am bevorzugtesten mindestens etwa 0,8 Mikrofarad/cm2), einen dielektrischen Spannungsfestigkeitsparameter
von mindestens 425 Volt DC, eine Dicke zwischen etwa 50 und etwa
200 Mikrometer und eine Reinheit von etwa 1,0 mg/m2,
wobei die maximale Chloridverunreinigung der projizierten Fläche berücksichtigt
wird. Die Anodenfolie hat vorzugsweise eine Nenn-Stoßspannung
von 390 Volt, eine anfängliche
Reinheit von etwa 99,99 % Aluminium, eine endgültige Dicke von etwa 104 Mikrometer
plus minus etwa fünf
Mikrometer und eine spezifische Kapazität von etwa 0,8 Mikrofarad je
Quadratzentimeter. Auf Spezifikation geätzte geeignete Anodenfolien sind
im Handel weit verbreitet erhältlich.
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Die
Anoden- und Kathodenlagen werden am bevorzugtesten unter Verwendung
von Unterstempeln mit einem geringen Zwischenraum von Wand zu Wand
auf Form geschnitten, wobei der Zwischenwandabstand zwischen den
im Wesentlichen vertikal orientierten entsprechenden Wänden des
Oberstempels und des Unterstempels am bevorzugtesten in der Größenordnung
von etwa 6 Millionstel Zoll je Seite beträgt. Größere und kleinere Zwischenwandabstände zwischen
den im Wesentlichen vertikal orientierten entsprechenden Wänden des
Oberstempels und des Hohlraums, wie etwa 2-12 Millionstel Zoll, können auch
verwendet werden, sind jedoch weniger bevorzugt. Die Ansätze 176 und 195 und
die Trennschichten 180 sind vorzugsweise jeweils in der
gleichen Weise aus einer Aluminiumfolie bzw. Kraftpapier ausgeschnitten.
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Ein
so kleiner Zwischenraum führt
dazu, dass glatte, gratfreie Kanten entlang den Umfängen der
Anodenlagen 185 und 190, der Ansätze 176 und 195,
der Kathodenschichten 175 und der Trennschichten 180 gebildet
werden. Glatte, gratfreie Kanten an den Wänden der Stempel wurden als
entscheidend für
eine zuverlässige
Funktionsweise eines Kondensators entdeckt. Das Vorhandensein von Graten
entlang den Umfängen
der Anodenlagen 185 und 190, der Anodenansätze 195,
der Kathodenschichten 175 und der Trennschichten 180 kann
zu Kurzschlüssen
und einem Ausfall des Kondensators führen. Das Mittel, mit dem die
Anodenfolie, die Kathodenfolie und die Trennmaterialien geschnitten oder
gebildet werden, kann einen erheblichen Einfluss auf das Fehlen
oder das Vorhandensein von Graten und anderen Schneidrückständen, die
um den Umfang der gebildeten oder geschnittenen Elemente abgelagert
werden, haben. Die Verwendung von Stempeln mit einem kleinen Zwischenraum
erzeugt eine Kante, die der durch andere Schneidverfahren, wie Stahllinealstempel,
erzeugten Kante überlegen
ist. Es wurde entdeckt, dass die Form, die Flexibilität und die
Geschwindigkeit eines Stempels mit einem geringen Zwischenraum jenen überlegen sind,
die durch Laser- oder Messerschneiden erreicht werden. Andere Verfahren
zum Schneiden oder Formen von Anodenlagen 185 und 190,
Anoden-Ansätzen 195,
Kathodenschichten 175 und Trennschichten 180 umfassen
Stahllinealstempel-Schneiden, Laserschneiden, Wasserstrahlschneiden
und Messerschneiden, sind jedoch nicht darauf beschränkt. Weitere
Einzelheiten in Bezug auf bevorzugte Verfahren zum Schneiden der
Anodenfolie zum Formen von Anodenlagen und zum sandwichförmigen Aneinanderlegen
von Anodenlagen zur Bildung einer Anodenschicht 170 sind
im auf den Erwerber der vorliegenden Erfindung übertragenen vorstehend erwähnten Patent
mit der Endnummer 133 dargelegt.
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In 6(a) hat die teilweise durchgeätzte Anodenlage 185/190 entgegengesetzte
Hauptanodenlagenflächen 186 und 188,
die stark geätzt
sind, um bestimmte Poren 192, 194, die sich teilweise durch
die Dicke der Anodenlage 185/190 zu einem Lagengewebe
oder Kern 184 erstrecken, und bestimmte durchgeätzte Tunnel 196, 198,
die sich durch die ganze Dicke des Lagengewebes und des Kerns 184 erstrecken,
zu bilden. Die großen
Poren 192, die kleinen Poren 194, die Tunnel 196 mit
großen
Querschnitten und die Tunnel 198 mit kleinen Querschnitten
stellen, verglichen mit den planaren Lagenflächen 186, 188 vor
dem Ätzen,
eine vergrößerte Oberfläche bereit.
Einiges Oberflächenpotential
geht jedoch infolge zu großer
Poren 192 und Tunnel 196 verloren. Umgekehrt wird
der ESR durch kleine Tunnel 198 erhöht, die das Hindurchtreten
von Elektrolyten und Ionen behindern.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ein Durchätzen
der Aluminiumfolie in Schritt S102 mit einem Grad ausgeführt, wodurch
eine große
Zahl kleiner Poren 194 und kleiner Tunnel 198 bereitgestellt wird,
so dass die Oberfläche
und die entsprechende Kapazität
maximiert werden, und die großen
Poren 192 und Tunnel 196 werden minimiert, wodurch
der ESR nicht optimal sein kann. Gemäß Schritt S106 werden dann
mehrere in 6(b) dargestellte Durchgangslöcher 202 gebildet,
welche sich zwischen der ersten und der zweiten entgegengesetzten Hauptfläche 186 und 188 und
durch die Anodenlagendicke und den Kern 184 erstrecken.
Vorzugsweise weisen die Durchgangslöcher 202 eine gleichmäßige Größe auf und
sind gleichmäßig beabstandet. Die
Anzahl je Flächeneinheit
und die Größe dieser Durchgangslöcher 202 werden
gewählt,
um den ESR auf ein Minimum zu verringern, während die Oberfläche nicht
unnötig
reduziert wird. Im Allgemeinen werden eine minimale Anzahl, ein
minimaler Abstand und eine minimale Größe der Durchgangslöcher gewählt, so
dass der fertige Kondensator noch die Anforderungen der Anwendung
erfüllt.
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Die
Durchgangslöcher
werden vorzugsweise durch einen Punktierungsprozess, beispielsweise durch
Stanzen, mechanisches Bohren, Laserbohren usw. gebildet. Die Durchgangslöcher brauchen
nicht rund zu sein, dies ist jedoch eine zweckmäßige Form für die Verwendung.
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Dann
wird in Schritt S108 die dielektrische Aluminiumoxidschicht über den
Poren 192, 194, den Tunneln 196, 198,
den Durchgangslöchern 202 und den
Schnittkanten der Anodenlagen in einer auf dem Fachgebiet bekannten
Weise gezüchtet.
Die Anodenlagen 185/190 werden in Schritt S110
zusammengesetzt, um die Anodenschichten 170 zu bilden, wobei
dem Prozess gefolgt wird und die Geräte verwendet werden, die im
vorstehend erwähnten,
auf den Erwerber der vorliegenden Anmeldung übertragenen Patent mit der
Endnummer 133 beschrieben sind.
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Bei
einem Herstellungsverfahren, bei dem diesen Schritten gefolgt wird,
werden alle teilweise durchgeätzten
Anodenlagen 185a-185c und 190, welche
die Anodenschicht 170d der in 4 dargestellten
Kondensatorschicht 227d bilden, gemäß Schritt S106 mit Durchgangslöchern punktiert. 6(c) zeigt eine in den Schritten S100-S110 gebildete
Variation einer Kondensatorschicht 227', bei der in 6(b) dargestellte mit Durchgangslöchern punktierte
Anodenlagen 190a und 190b verwendet werden, die
sandwichförmig
oder gestapelt auf beiden Seiten einer in 6(a) dargestellten
teilweise durchgeätzten
Anodenlage 185' angebracht
werden. Die teilweise durchgeätzte
Anodenlage 185' wird nicht
entsprechend Schritt S106 punktiert. Die Durchgangslöcher in
den äußeren mit
Durchgangslöchern punktierten
Anodenlagen 190a und 190b gewährleisten, dass der Elektrolyt
die entgegengesetzten Hauptflächen
der innersten teilweise durchgeätzten Anodenlage 185' erreicht.
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Bei
diesem erläuterten
Beispiel aus 6(c) ist ein Ansatz (nicht dargestellt)
an der zentral angeordneten teilweise durchgeätzten Anodenlage 185' angebracht,
und die mit Durchgangslöchern
punktierten Anodenlagen 190a und 190b werden als
gekerbte Anodenlagen identifiziert, um den Ansatz aufzunehmen. Andere
Auswahlen mit Ansätzen
versehener und gekerbter Anodenlagen 185/190 können die dargestellte
Auswahl ersetzen.
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Weiterhin
kann eine beliebige Anzahl der äußeren mit
Durchgangslöchern
punktierten Anodenlagen 185/190 aus 6(b) in gleichen oder ungleichen Anzahlen auf
beiden Seiten der zentral angeordneten, teilweise durchgeätzten Anodenlage 185' gestapelt werden,
um eine Anodenschicht 170 zu bilden.
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Bei
einem Beispiel, das für
das Verständnis der
Erfindung nützlich
ist, jedoch keine Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist, wird eine innerste Anodenlage 185'' gebildet, die nicht mit Durchgangslöchern geätzt ist,
wie in 6(d) dargestellt ist. In diesem
Beispiel wird in Schritt S100 eine zweite Aluminiumfolie bereitgestellt
und in zu den Schritten S102-S106 aus 5 parallelen
Schritten nicht mit Durchgangslöchern
geätzt
und geschnitten.
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7 zeigt
die Bildung der Elektrodenstapelanordnung 225 entsprechend
Schritt S112 in Bezug auf eine Kondensatorgehäuseabdeckung 110 für ein in 8 dargestelltes
Kondensatorgehäuse 90.
Die Elektrodenstapelanordnung 225 beinhaltet mehrere Kondensatorschichten 227a-227h,
die wie vorstehend beschrieben gebildet sind und Anodenansätze 195a-195h und
Kathodenansätze 176a-176h aufweisen.
Die an jeder Kondensatorschicht innerhalb der Elektrodenstapelanordnung 225 entwickelte
Spannung reicht am bevorzugtesten von etwa 360 bis etwa 390 Volt
Gleichspannung. Wie nachstehend beschrieben wird, sind die verschiedenen
Anodenteilanordnungen der Elektrodenstapelanordnung 225 typischerweise
elektrisch parallel geschaltet, und sie sind die verschiedenen Kathodenschichten
der Elektrodenstapelanordnung 225. Die in 7 dargestellte
Elektrodenstapelanordnung 225 dient lediglich der Veranschaulichung
und schränkt
den Schutzumfang der vorliegenden Erfindung in Bezug auf die Anzahl oder
Kombination der Anodenschichten 170, der Kathodenschichten 175,
der Trennschichten 180, der Anodenansätze 195, der Kathodenansätze 176 usw. in
keiner Weise ein. Die Anzahl der Elektrodenbestandteile wird stattdessen
entsprechend der erforderlichen Gesamtkapazität, der Gesamtfläche jeder Schicht,
der spezifischen Kapazität
der verwendeten Folie und anderen Faktoren bestimmt.
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Die
Verwendung der Durchgangslöcher
gemäß der vorliegenden
Erfindung erleichtert die Verwendung einer Mehrzahl in jeder Anodenschicht 170 verwendeter
Anodenlagen 185/190, wodurch die Herstellung von
Kondensatoren ermöglicht
wird, die die gleiche Schichtfläche,
jedoch nahezu kontinuierlich veränderliche
verschiedene und wählbare
Gesamtkapazitäten
aufweisen, die ein Benutzer festlegen kann, indem er die Anzahl
der in den ausgewählten
Anodenschichten 170 enthaltenen Anodenlagen 185/190 vergrößert oder
verkleinert (im Gegensatz zum Hinzufügen ganzer Kondensatorschichten 227 zu
der Elektrodenstapelanordnung 225 oder zum Fort nehmen von
diesen, um dadurch die Gesamtkapazität zu ändern).
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Die
Kondensatorschichten 227a-227h und die äußeren Papierschichten 165a und 165b werden gestapelt,
und eine äußere Umhüllung 115 wird
in Schritt S112 über
den oberen Teil der Elektrodenstapelanordnung 225 gefaltet.
Ein Umhüllungsband 245 hält dann
die äußere Umhüllung 115 an
ihrem Ort, und es hält
die verschiedenen Bestandteile der Elektrodenstapelanordnung 225 zusammen.
Die äußere Umhüllung 115 wird
am bevorzugtesten aus dem vorstehend beschriebenen Trennmaterial
ausgestanzt, sie kann jedoch auch aus einer großen Vielzahl anderer geeigneter
Materialien, wie Polymermaterialien, Aluminium, geeigneten Wärmeschrumpfmaterialien,
geeigneten gummierten Materialien und künstlichen Entsprechungen oder
Derivaten davon und dergleichen gebildet werden. Das Umhüllungsband 245 wird
am bevorzugtesten aus einem mit Polypropylen hinterlegten Acrylklebeband
ausgeschnitten, es kann jedoch auch durch eine Heftklammer, eine
Ultraschall-Papierverbindung oder -schweißung, andere geeignete Klebstoffe
als Acrylklebstoff, ein anderes geeignetes Band als mit Polypropylen
hinterlegtes Band, einen Haken und eine entsprechende Klemme usw.
ersetzt werden. Verwendbare Alternativen zur äußeren Umhüllung 115 und zum
Umhüllungsband 245 und
verschiedene Stapelungs- und Lagegenauigkeitsprozesse, aus denen
die Elektrodenstapelanordnung 225 am bevorzugtesten hergestellt
wird, sind nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung und sind
in dem vorstehend erwähnten,
auf den Erwerber der vorliegenden Erfindung übertragenen Patent mit der
Endnummer 133 offenbart.
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8 zeigt
eine perspektivische Einzelteil-Draufsicht einer Ausführungsform
eines als Beispiel dienenden gehäuseneutralen
Elektrolytkondensators 265, worin die Elektrodenstapelanordnung 225 aus 7 verwendet
wird, und die elektrischen Verbindungen, die zu den zusammengeführten Anoden-
und Kathodenansätzen 232 und 233 gebildet sind.
Diese Ausführungsform
beinhaltet eine Anodendurchführung 120 und
eine Kathodendurchführung 125,
die am bevorzugtesten spulenförmige
Basisabschnitte 121 bzw. 126 aufweisen. Die Durchführungen 120 und 125 stellen
elektrische Durchführungsanschlüsse für den Kondensator 265 bereit
und führen
die zusammengeführten
Anodenansätze 232 und
die zusammengeführten
Kathodenansätze 233 innerhalb
der Basisabschnitte 121 und 126 für elektrische
und mechanische Verbindungen zusammen.
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Der
Durchführungsdraht
wird zur Herstellung der Durchführungen 120 und 125 zuerst
bereitgestellt und auf Länge
geschnitten. Ein Ende des auf Länge
geschnittenen Drahts wird so gewickelt, dass sein Innendurchmesser
oder seine innere Abmessung etwas größer ist als der Durchmesser
oder die Abmessung, die für
das Einkreisen der zusammengeführten
Anodenansätze 232 oder
der zusammengeführten
Kathodenansätze 233 erforderlich
ist. Die zusammengeführten
Anodenansätze 232 werden
als nächstes
durch Falzen zu einem Bündel
zusammengeführt,
und der Innendurchmesser 131 der Anodendurchführungs-Spulenanordnung 120 wird über den zusammengeführten Anodenansätzen 232 angeordnet,
so dass sich der Anoden-Durchführungsstift 130 von
der Basis der zusammengeführten
Anodenansätze 232 nach
außen
erstreckt. Ähnlich
werden die zusammengeführten
Kathodenansätze 233 zusammengeführt, und
der Innendurchmesser 136 der Kathodendurchführungs-Spulenanordnung 125 über den
zusammengeführten
Kathodenansätzen 233 angeordnet,
so dass sich der Kathodendurchführungsstift 135 von
der Basis des Kathodenansatzes 233 nach außen erstreckt.
Die spulenförmigen
Basisabschnitte 121 und 126 der Anodendurchführung 120 und
der Kathodendurchführung 125 werden
dann am bevorzugtesten auf die Anoden- und Kathodenansätze 232 und 233 gefalzt,
woraufhin ihre distalen Enden auf Länge geschnitten werden, wobei
dies am bevorzugtesten so geschieht, dass die so gebildeten Falze
im Wesentlichen senkrecht zu gedachten Achsen 234 und 235 der
zusammengeführten
Anoden- und Kathodenansätze 232 und 233 orientiert
werden. Das Schneiden der distalen Enden auf Länge kann weniger bevorzugt
auch bei anderen nicht senkrechten Winkeln zu den gedachten Achsen 234 und 235 geschehen.
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Bei
manchen bevorzugten Verfahren wird eine Falzkraft auf die Durchführungsspulen 121 und 126 und
die Ansätze 232 und 233 während eines nachfolgenden
bevorzugten Schweißschritts
ausgeübt.
Bei einem Verfahren ist es bevorzugt, dass die gefalzten Anoden-
und Kathodendurchführungen durch
Laser oder Ultraschalleinwirkung entlang dem oberen Abschnitt der
auf Länge
geschnittenen Kante der distalen Enden an die Anoden- und Kathodenansätze 232 und 233 geschweißt werden.
Nach dem Schweißen
der Durchführungen 120 und 125 an
die zusammengeführten
Anodenansätze 232 bzw.
die zusammengeführten
Kathodenansätze 233 werden die
Stifte 130 und 135 zur Einführung durch Durchführungslöcher 142 und 143 des
Gehäuses 90 gebogen.
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Es
existieren viele andere Ausführungsformen
der Durchführungen
und Mittel zum Verbinden der Durchführungsstifte mit Anoden- und
Kathodenansätzen
als jene, die in den Figuren explizit dargestellt sind und in dem
vorstehend erwähnten,
auf den Erwerber der vorliegenden Anmeldung übertragenen Patent mit der
Endnummer 133 beschrieben sind.
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Eine
Gehäuseunteranordnung
wird auch aus dem Gehäuse 90,
einer Anoden-Quetschhülse 95, einer
Kathoden-Quetschhülse 100 und
einer Füllanschluss-Quetschhülse 105 erzeugt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform
sind der Kondensator 265, das Gehäuse 90 und die Abdeckung 110 aus
Aluminium hergestellt. Bei anderen Ausführungsformen können das
Gehäuse 90 oder
die Abdeckung 110 aus einem anderen geeigneten korrosionsbeständigen Metall,
wie Titan oder Edelstahl oder alternativ einem geeigneten Kunststoff,
Polymermaterial oder einer geeigneten Keramik hergestellt werden.
Die Anoden-Quetschhülse 95 und
die Kathoden-Quetschhülse 100 werden
an die Seitenwand des Aluminiumgehäuses angeschweißt, so dass
sie um die Anoden- und Kathoden-Durchführungs-Quetschhülsenlöcher 142 und 143 passen,
und eine Füllanschluss-Quetschhülse wird
um ein Füllanschlussloch 139 herum
an die Gehäuseseitenwand
geschweißt. Die
Schweißschritte
sind nicht Teil der vorliegenden Erfindung, und verschiedene Arten
zu ihrer Ausführung
sind detailliert im vorstehend erwähnten, auf den Erwerber der
vorliegenden Anmeldung übertragenen
Patent mit der Endnummer 133 offenbart.
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Drahtführungen 140 und 141 passen
in mittlere Löcher
der Quetschhülsen 95 bzw. 100 und
nehmen Anoden- und Kathodenanschlussstifte 130 und 135 auf,
zentrieren sie und isolieren sie elektrisch gegen das Gehäuse 90,
die Anoden-Quetschhülse 95 und
die Kathoden-Quetschhülse 100.
Die Bildung und das Zusammensetzen der Führungsdrähte 140, 141 mit
den Quetschhülsen 95, 100 und
den Kathodenstiften 130, 135 sind nicht Teil der
vorliegenden Erfindung, und Beispiele davon sind detailliert im
vorstehend erwähnten, auf
den Erwerber der vorliegenden Anmeldung übertragenen Patent mit der
Endnummer 133 offenbart. Ähnlich
sind das Einführen der
Kathodenstifte 130, 135 durch die Drahtführungen 140, 141 und
das Einsetzen der damit gekoppelten Elektrodenstapelanordnung 225 in
die innere Kammer des Gehäuses 90 nicht
Teil der vorliegenden Erfindung, und Beispiele davon sind detailliert
im vorstehend erwähnten,
auf den Erwerber der vorliegenden Anmeldung übertragenen Patent mit der Endnummer
133 offenbart.
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Dann
wird die Abdeckung 110 über
der Oberkante 92 der Seitenwand des Gehäuses angeordnet, wird die Oberkante 92 über die
Abdeckungskante gefalzt und wird die Verbindung dazwischen lasergeschweißt, wobei
all dies in einer Art geschieht, die nicht Teil der vorliegenden
Erfindung ist. Eine Verbinderanordnung wird auch mit den freiliegenden,
nach außen
vorstehenden Stiften 130 und 135 gekoppelt. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
wird ein Verbinderblock 145 oberhalb des Gehäuses 90 und/oder
der Abdeckung 110 angeordnet oder auf andere Weise damit
verbunden, und es wird eine Stammverdrahtung 155 daran
und Vergussklebstoff darin angeordnet. Die spezielle Konfiguration
des Verbinderblocks 145 und das Verfahren zu seiner Herstellung
spielen jedoch keine Rolle bei der Verwirklichung der vorliegenden
Erfindung. Beispiele davon sind detailliert im vorstehend erwähnten, auf
den Erwerber der vorliegenden Anmeldung übertragenen Patent mit der
Endnummer 133 offenbart.
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Bei
der dargestellten Ausführungsform
wird ein vorgeformter Kunststoffverbinderblock 145 durch Führen des
Anodendurchführungsstifts 130 durch das
Verbinderblock-Anodendurchführungsloch 300 und
anschließendes
Führen
des Kathodendurchführungsstifts 135 durch
das Verbinderblock-Kathodendurchführungsloch 305 an
der Anoden-Quetschhülse 95 und
der Kathoden-Quetschhülse 100 angeordnet. Der
Verbinderblock 145 wird als nächstes abschließend an
die Außenfläche des
Gehäuses 90 angelegt. Der
Anodendurchführungsstift 130 wird
dann in eine Anodenfalzhülse 150b der
Stammverdrahtung 155 eingeführt. Der Kathodendurchführungsstift 135 wird dann
in eine Kathodenfalzhülse 150a der
Stammverdrahtung 155 eingeführt. Die Falzhülsen 150a und 150b werden
dann an Durchführungsstifte 130 und 135 gefalzt.
Die distalen oder Basisabschnitte der Falzhülsen 150a und 150b werden
auf eine isolierte Anodenleitung 151 bzw. eine isolierte
Kathodenleitung 152 gefalzt. Ein Epoxidklebstoff wird dann
in Zwischenräume
im Verbinderblock 145 eingebracht, um die gefalzten Verbindungen
zu isolieren, die Drahtführungen 140 und 141,
das Gehäuse 90 und die
Quetschhülsen 95 und 100 zu
dichten und eine Spannungsentlastung für die Durchführungsstifte 130 und 135 und
die Durchführungs-Drahtfalzverbindungen
bereitzustellen. Die isolierten Leitungen 151 und 152 werden
ebenso mit dem Anschlussverbinder 153 verbunden, der das
weibliche Ende eines Gleitkontakts bildet und dafür ausgelegt
ist, mit dem Elektronikmodul 360 in 3(d) verbunden
zu werden.
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Die
Lebensdauer des Kondensators 265 kann erheblich verkürzt werden,
falls Lösungsmitteldampf
oder Elektrolytfluid aus dem Inneren des Kondensators 265 entweicht.
Weiterhin kann, falls Elektrolyt aus dem Kondensator 265 leckt,
der Elektrolyt die Schaltungen angreifen, mit denen der Kondensator 265 verbunden
ist, oder er kann sogar einen Leitungsweg zwischen Abschnitten dieser
Schaltung bereitstellen. Die vorliegende Erfindung stellt ein vorteilhaftes Mittel
zum Verhindern des Entweichens von Lösungsmitteln und Lösungsmitteldämpfen aus dem
Kondensator 265 bereit. Insbesondere weist der Kondensator 265 am
bevorzugtesten hermetische lasergeschweißte Nähte zwischen dem verbundenen Gehäuse 90 und
der Abdeckung 110 und zwischen den Quetschhülsen 95, 100 und 105 und
dem Gehäuse 90 auf.
Zusätzlich
ist im Anodendurchführungsabschnitt 236 und
im Kathodendurchführungsabschnitt 240 am
bevorzugtesten eine Klebedichtung angeordnet, um die Quetschhülsenwände und
die Durchführungsdrähte zu dichten.
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Das
Innere des Kondensators 265, das nicht von der Elektrodenstapelanordnung 225 belegt
ist, wird durch den Füllanschluss 107,
der an der Füllanschluss-Quetschhülse 105 in
das Loch 139 geschweißt
ist, mit Elektrolyt gefüllt,
es werden Alterungszyklen ausgeführt,
und der Füllanschluss
wird dann geschlossen. Das Füllen
und Altern werden in mehreren Vakuumimprägnierzyklen ausgeführt, und die
Alterungszyklen sind nicht Teil der vorliegenden Erfindung, und
Beispiele davon sind detailliert im vorstehend erwähnten, auf
den Erwerber der vorliegenden Anmeldung übertragenen Patent mit der
Endnummer 133 offenbart. Der Elektrolyt kann ein beliebiger geeigneter
flüssiger
Elektrolyt für
Hochspannungs-Elektrolytkondensatoren sein. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist der Elektrolyt ein Elektrolyt auf
Ethylenglykolbasis mit einer Adipinsäurelösung. Es wird erwogen, dass
auch andere flüssige
Elektrolyte, die zur Verwendung in Hochspannungskondensatoren geeignet
sind, verwendet werden können.
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Während des
Ladens des Kondensators gibt der Elektrolyt auf Ethylenglykolbasis
Wasserstoffgas ab, das sich innerhalb der inneren Kondensatorkammer
ansammelt und schließlich
bewirken kann, dass sich die Basis und die Abdeckung nach außen vorwölben. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung wird Wasserstoffgas durch das Lumen des Füllanschlusses 107 abgegeben,
während
ein Verlust an Flüssigkeit
oder verdampftem Elektrolyt verhindert wird.
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Es
sei bemerkt, dass der Kondensator 265 alternativ als ein
gehäusenegativer
Kondensator hergestellt werden kann, wobei das Gehäuse 90 und
die Abdeckung 110 elektrisch mit den Kathodenschichten
verbunden sind und daher auf dem gleichen elektrischen Potential
wie die Kathodenschichten, d.h. auf einem negativen Potential, liegen.