DE60008080T2 - Wellendichtung - Google Patents

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16JPISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
    • F16J15/00Sealings
    • F16J15/16Sealings between relatively-moving surfaces
    • F16J15/34Sealings between relatively-moving surfaces with slip-ring pressed against a more or less radial face on one member
    • F16J15/3464Mounting of the seal

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  • Mechanical Sealing (AREA)
  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)
  • Sealing Using Fluids, Sealing Without Contact, And Removal Of Oil (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Wellendichtung für rotierende Wellen in Turbomaschinen (Strömungsmaschinen) oder anderen druckbeaufschlagten Maschinen. Insbesondere stellt die vorliegende Erfindung zusammen mit einer bekannten Form einer Wellendichtung eine Wellendichtung bereit, umfassend ein Dichtelement, ein Drehdichtteil, das koaxial mit dem Dichtelement montiert ist und mit diesem eine berührungslose Primärdichtung zwischen gegenüberliegenden Flächen des Dichtelements und des Drehdichtteils bildet, um einen Fluidstrom entlang der Primärdichtung von einer Hochdruck-Radialseite zu einer Niederdruck-Radialseite im wesentlichen zu verhindern, ein Dichtungsgehäuse, eine ringförmige Schieberscheibe, die um einen sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitt des Dichtungsgehäuses und koaxial zu dem Dichtelement vorgesehen ist, eine Vorspaneinrichtung, die auf die Schieberscheibe wirkt, um das Dichtelement axial zu dem Drehdichtteil zu zwängen, und ein erstes Dichtelement, das zwischen der Schieberscheibe und dem sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitt in Kommunikation mit der Hochdruck-Radialseite vorgesehen ist, um eine sekundäre Dichtung zwischen der Hochdruck- und der Niederdruck-Radialseite bereitzustellen.
  • Kontaktfreie Wellendichtungen werden oftmals bei Maschinen zu Kompression oder Expansion von Gas (Wasserstoff, Erdgas, Luft, etc.) verwendet, wenn die Übertragung von Gas entlang der Welle verhindert werden muss. Infolge der Hochdruck- und Hochgeschwindigkeits-Maschinen, die normalerweise verwendet werden, werden die Wellendichtungen vom kontaktfreien Typ ausgewählt, um in den Dichtungen aufgebaute Wärme und Verschleiß der Dichtteile zu vermindern und/oder um die Komplexität von Öldichtungen und ihren zugehörigen Systemen zu vermeiden.
  • Ein kontaktfreier Betrieb vermeidet den unerwünschten Flächenkontakt, wenn die Welle oberhalb einer bestimmten Minimalgeschwindigkeit rotiert, die oftmals als Abhebegeschwindigkeit (lift-off speed) bezeichnet wird.
  • Kontaktfreie Wellendichtungen stellen Vorteile gegenüber Dichtungen, bei denen die Dichtflächen einander berühren, infolge einer Verminderung des Verschleißes und der geringeren Wärmeerzeugung bereit. Artikel mit den Titeln "Fundamentals of Spiral Groove Non-contacting Face Seals" von Gabriel, Ralph P. (Journal of American Society of Lubrication Engineers, Jahrgang 35, Nr. 7, Seiten 367–375) und "Improved Performance of Film-Riding Gas Seals Through Enhancement of Hydrodynamic Effects" von Sedy, Joseph (Transaction of the American Society of Lubrication Engineers, Jahrgang 23, Nr. 1, Seiten 35–44) beschreiben eine kontaktfreie Dichtungstechnologie und Designkriterien und werden in diese Schrift durch Bezugnahme eingeschlossen.
  • Wie bei herkömmlichen mechanischen Dichtungen besteht eine kontaktfreie Flächendichtung aus zwei Hauptdichtelementen. Zumindest eines der Dichtelemente ist mit flachen Oberflächenvertiefungen ausgestattet.
  • Diese Vertiefungen sind senkrecht zu der Rotationsachse verjüngt und konzentrisch hierzu, wobei die Verjüngung in der Richtung entgegengesetzt zu der Rotationsrichtung der Welle ist. Bei bekannten kontaktfreien Flächendichtungen sind beide Dichtelemente in der Form von Ringen benachbart zueinander positioniert, wobei die Dichtflächen unter Bedingungen eines Druckdifferentials von Null und einer Rotationsgeschwindigkeit von Null in Kontakt sind. Einer der Ringe ist normalerweise an der drehbaren Welle mittels einer Wellenhülse befestigt, wobei die andere innerhalb der Dichtungsgehäusestruktur gelegen ist und sich axial bewegen kann. Die Wellendichtung ist dazu ausgelegt, eine axiale Bewegung des Dichtrings zu ermöglichen und dennoch eine Leckage des abgedichteten Fluids zu verhindern oder im wesentlichen zu minimieren. Aus diesem Grund ist ein Dichtelement zwischen dem Ring und dem Gehäuse platziert.
  • Um, wie oben erwähnt, den kontaktfreien Betrieb der Dichtung zu erzielen, ist eine der zwei Dichtflächen mit flachen Flächenvertiefungen ausgestattet, die derart wirken, um Druckfelder zu erzeugen, welche die zwei Dichtflächen voneinander wegzwängen. Wenn die Größenordnung der aus diesen Druckfeldern resultierenden Kräfte groß genug ist, um die Kräfte zu überwinden, welche die Dichtflächen aufeinander zuzwängen, werden sich die Dichtflächen trennen und einen Spalt bilden, der zu einem kontaktfreien Betrieb führt.
  • Wie ausführlich in den oben angegebenen Artikeln erläutert, ist das Wesen der Trennkräfte derart, dass ihre Größenordnung bei einer Zunahme der Flächentrennung abnimmt. Entgegengesetzte oder Schließkräfte hängen andererseits vom abgedichteten Druckniveau ab und sind als solche von der Flächentrennung unabhängig. Sie resultieren aus dem abgedichteten Druck und der auf die hintere Fläche des axial bewegbaren Dichtrings wirkenden Federkraft. Da die Trennungs- oder Öffnungskraft von dem Trennungsabstand zwischen den Dichtflächen abhängt, wird sich während des Betriebes der Dichtung oder bei Aufbringung ausreichenden Drucks eine Differentialgleichgewichtstrennung zwischen beiden Flächen selbst einstellen. Dies tritt auf, wenn Schließ- und Öffnungskräfte im Gleichgewicht und gleich zueinander sind.
  • Die Gleichgewichtstrennung verändert sich konstant innerhalb des Spaltbereichs. Das Ziel besteht darin, die untere Grenze dieses Bereichs oberhalb von Null zu halten. Ein weiteres Ziel besteht darin, diesen Bereich so schmal wie möglich zu machen, da die Trennung zwischen den Flächen an dessen oberem Rand zu einer erhöhten Dichtungsleckage führen wird. Da die kontaktfreien Dichtungen definitionsgemäß mit einem Spalt zwischen den Dichtflächen arbeiten, wird ihre Leckage höher sein als diejenige einer Kontaktdichtung ähnlicher Geometrie.
  • Allerdings bedeutet die Abwesenheit von Kontakt einen Verschleiß von Null an den Dichtflächen und daher einen relativ geringen Betrag zwischen diesen erzeugter Wärme. Es ist diese geringe erzeugte Wärme und die Abwesenheit von Verschleiß, welche die Anwendung von kontaktfreien Dichtungen auf Hochgeschwindigkeits-Turbomaschinen und andere Druckmaschinen ermöglichen, bei denen das abgedichtet Fluid ein Gas ist. Turboverdichter werden zum Verdichten dieses Fluids verwendet, und da Gas eine relativ geringe Masse besitzt, arbeiten sie normalerweise bei sehr hohen Geschwindigkeiten und mit einer Anzahl von Verdichtungsstufen in Reihe.
  • Wie in den angegebenen Artikeln erläutert, hängt die Wirksamkeit der Dichtung stark von dem sogenannten Ausgleichsdurchmesser (balance diameter) der Dichtung ab. Dies trifft ebenso für Kontaktdichtungen zu.
  • Wenn Druck von dem äußeren Durchmesser der Dichtung aufgebracht wird, führt eine Verminderung des Ausgleichsdurchmessers zu einer größeren Kraft, welche die zwei Dichtflächen zusammenschiebt, und so zu einem schmaleren Spalt zwischen den Flächen. Somit tritt weniger Leckgas von dem System aus.
  • Bekannte Verdichter wurden zum Verdichten von Gas bei Einlassdrücken von etwa 200 Bar verwendet, um Drücke von etwa 500 Bar zu liefern. Kontaktfreie Wellendichtungen der oben beschriebenen Art werden typischerweise zum Abdichten gegenüber dem Verdichtereinlassdruck verwendet. Der Trend bei Verdichteranforderungen geht heutzutage zu höheren Einlass- und Lieferdrücken. Allerdings lassen derartige Druckniveaus ein Problem mit den oben beschriebenen, kontaktlosen Wellendichtungen entstehen, wie nun unter Bezugnahme auf 1 und 1a erläutert wird.
  • 1 ist eine teilweise Längsschnittansicht durch die Wellendichtung, welche die relevanten strukturellen Elemente einer bekannten kontaktlosen Wellendichtung der oben beschriebenen Art zeigt. Die Wellendichtung ist in eine Turbomaschine (nicht gezeigt), wie einen Verdichter, in diesem Beispiel eingebaut. Gezeigt ist eine Wellendichtung 1 mit einem (nicht rotierenden) Dichtelement oder ring 2, der koaxial zu der Wellenachse (mit Bezugszeichen 3 bezeichnet) montiert ist, und ein Drehdichtteil oder Ring 4, der koaxial zu dem Dichtring 2 und daher ebenso zu der Wellenachse 3 gelegen ist. Es wird ersichtlich sein, dass die vertikale Schnittansicht aus 1 zur Vereinfachung nur den Abschnitt der Wellendichtung zeigt, der oberhalb der Wellenachse gelegen ist. Der Dichtring 4 ist an einer inneren Hülse 5 montiert, die einen radialen Flansch 5a besitzt, an welchem der Dichtring 4 anliegt, wobei die Hülse 5 an der Welle 6 derart montiert ist, dass die Welle 6, die innere Hülse 5 und der Drehdichtring 4 zusammen als einzelnes Drehelement rotieren. Zusätzlich ist eine Lagehülse 7 an der inneren Hülse 5 angeschraubt. Die Anordnung mit den Bauteilen 4, 5 und 7 wird an einer Verschiebung in einer Axialrichtung durch eine Lagering 21 und in der entgegengesetzten Axialrichtung durch den innerhalb des Verdichters wirkenden Hochdruck gehindert.
  • Die Wellendichtung besitzt ebenso ein Dichtungsgehäuse 8 und eine ringförmiger Schieberscheibe 9, die zwischen einem radial inneren Flanschabschnitt 8b des Dichtungsgehäuses 8 und dem Dichtring 2 vorgesehen ist und lose um einen sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitt 8a des Dichtungsgehäuses 8 aufgesetzt ist. Eine Mehrzahl von Vorspannfedern (von denen eine, Bezugszeichen 10, in 1 gezeigt ist), die in derselben Axialposition in jeweiligen Blindlöchern 11 in dem radial inneren Flansch 8b gelegen und um die Wellenachse verteilt sind, wirken auf die Schieberscheibe 9, um diese gegen den Dichtring 2 zu zwängen. Der (nicht drehbare) Dichtring 2 und der Drehdichtring 4 bilden zusammen eine kontaktlose Primärdichtung, wenn die Turbomaschine (oder druckbeaufschlagte Maschine) in Betrieb ist, was einen Fluidstrom zwischen den Dichtflächen der Primärdichtung von der radial äußeren Hochdruckseite zu der radial inneren Niederdruckseite im wesentlichen verhindern. Die Dichtfläche des Dichtringes 2 besitzt flache Nuten, die in dessen Frontfläche geschnitten sind, um die erforderliche Trennung zwischen den Dichtflächen der Dichtringe 2, 4 zu erzeugen. Alternativ könnten die Nuten in dem Drehdichtring 4 gebildet sein.
  • Bevorzugte Designs für die Nuten sind ausführlicher in der internationalen Offenlegungsschrift WO-A-96/15397 der Dresser-Rand Company angegeben, und die bevorzugten Designs für die Nuten werden hier durch Bezugnahme eingeschlossen. Das Dichtelement 2 ist normalerweise aus Kohlenstoff oder einem anderen geeigneten Material hergestellt.
  • Wie in 1 gezeigt, ist dem Dichtelement 2 eine begrenzte Axialbewegung gegen die Vorspannkraft der Federn 10 ermöglicht. Diese Federn stellen eine relativ geringe Nettovorspannkraft bereit, so dass wenn die Welle bei normaler Geschwindigkeit rotiert, die erzeugten Trennkräfte den Dichtring 4 veranlassen, sich von dem Dichtring 2 zu trennen. Der Spalt zwischen diesen Ringen stellt sich selbst derart ein, dass die erzeugten Öffnungskräfte einerseits und die Summe der erzeugten Schließkräfte und der Federvorspannkraft andererseits gleich zu einander sind. Wenn allerdings die Welle 2 im Ruhezustand ist, wirken die Federn derart, um den Dichtring 2 in Kontakt mit dem Drehdichtring 4 zu bewegen.
  • Ein Hochdruckgas wird zu dem radial äußeren Rand der Dichtringe 2, 4 zugeführt. Normalerweise würde dieses Gas von dem Arbeitsfluid der Maschinen abgeleitet sein. Allerdings könnte es stattdessen ein sauberes Gas sein, das zum Ausblasen in die Atmosphäre geeignet ist. In diesem Falle kann das ausgeblasene Gas ein brennbares Gas sein, das abgefackelt wird.
  • Der Hochdruck auf der Hochdruck-Radialseite wirkt um die hintere Dichtfläche des Dichtelements 2 bis zu einem sogenannten Gleichgewichtsausgleichsdurchmesser. In einer abgestuften Vertiefung 14, die in der vorderen Fläche der Schieberscheibe 9 benachbart zu deren inneren Umfang gebildet ist, ist eine Sekundärdichtung 12 gelegen, die sowohl gegen den Dichtring 2 als auch gegen den sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitt 8a des Gehäuses 8 abdichtet. Diese Sekundärdichtung dient zum Verhindern, dass der Hochdruck um die hintere Fläche des Dichtelements 2 oder hinter die Schieberscheibe 9 zu der Niederdruck-Radialseite (Atmosphärendruck) ausbläst. Der Ausgleichsdurchmesser wird im wesentlichen durch die Kontaktlinie der Sekundärdichtung 12 mit dem sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitt 8a des Gehäuses 8 bestimmt. Die Sekundärdichtung 12 kann jegliche geeignete Form besitzen, wie ein herkömmlicher O-Ring, wie gezeigt, oder eine federbeaufschlagte U-Dichtungen. Andere Formen von Dichtungen sind möglich, und die genaue, ausgewählte Form ist nicht wesentlich.
  • Bei Verwendung der Wellendichtung 1 wird das Hochdruck-Arbeitsfluid des Verdichters zu der Hochdruck-Radialseite der Primärdichtung gelassen. Dieser Druck wirkt auf die vordere Fläche der Schieberscheibe 9 herunter zu der kreisförmigen Abdichtungslinie der Sekundärdichtung 12 gegenüber dem Dichtring 2. Das Hochdruckfluid wirkt ebenso auf die hintere Fläche der Schieberscheibe 9 herunter zu dem Ausgleichsdurchmesser. Die Sekundärdichtung 12 dichtet den aufgebrachten Hochdruck von der Niederdruck-Radialseite ab, die sich bei atmosphärischem Druck befindet, wenn eine einzelne Wellendichtung verwendet wird, oder falls mehrere Wellendichtungen kaskadiert verwendet werden, sich bei einem niedrigeren Druck als der abzudichtende Druck befindet. Aufgrund des auf die hintere Fläche der Schieberscheibe 9 herunter zu dem Ausgleichsdurchmesser wirkenden Druckdifferential gibt es eine Nettoschließkraft (nach links in 1), welche stets auf die Schieberscheibe 9 gegen den Dichtring 2 wirkt. Diese Schließkraft wird durch die Wirkung der Vorspannfedern 10 ergänzt, und diese Schließkräfte werden in der Schließrichtung gegen den Dichtring 2 aufgebracht. Zusätzlich erzeugt das auf die vorderen Flächen des Dichtringes 2 wirkende Hochdruckfluid eine Öffnungskraft, während das auf die hinteren Flächen herunter zu dem Dichtdurchmesser der Sekundärdichtung 12 wirkenden Hochdruckfluid eine Schließkraft erzeugt. Weiterhin erzeugen die verjüngten Flächenvertiefungen oder -Nuten, die in die vordere Fläche des Dichtringes 2 (oder hintere Fläche des Dichtringes 4) geschnitten sind, Trenndruckfelder, die zwischen den Dichtringen 2, 4 wirken, wobei die Größenordnung der Druckfelder von der Rotationsgeschwindigkeit der Verdichterwelle abhängt. Der abzudichtende Hochdruck, die Tiefen der Vertiefungen oder Nuten und die Abmessungen des Spalts zwischen den Dichtringen 2, 4 beeinflussen ebenfalls die Größenordnung der Druckfelder. Ob die Dichtringe 2, 4 der Wellendichtung in Kontakt oder getrennt sind, hängt von der Größenordnung der erzeugten Öffnungs- und Schließkräfte und der Nettofedervorspannkraft ab.
  • Wenn der Verdichter gestartet wird, hält die Primärdichtung, wenn sich die Drehzahl der Welle 6 anfänglich aufbaut, eine im wesentlichen fluiddichte Abdichtung zwischen der Hochdruck- und der Niederdruck-Radialseite aufrecht, und zwar mittels des abdichtenden Kontakts zwischen den Dichtringen 2, 4. Unter diesen Bedingungen ist die durch die Primärdichtung erzeugte Nettotrennkraft unzureichend, um die Summe der Federvorspannkräfte und der Nettoschließkraft, die auf die Primärdichtung infolge des aufgebrachten Hochdrucks wirkt, zu überwinden.
  • Wenn allerdings die Verdichterwellengeschwindigkeit einen ausreichenden Wert derart erreicht, dass der aufgebrauchte Fluiddruck geeignet ist, um eine Trennkraft zu erzeugen, welche die auf den Dichtring 2 wirkende Nettoschließkraft zu überwinden, wird dieser Dichtring beginnen, sich weg von dem Dichtring 4 in eine Gleichgewichtsposition zu bewegen, in welcher er eine kontaktlose Dichtung zwischen dem rotierenden Dichtring 2 und dem nichtrotierenden Dichtring 4 aufrecht erhält. Wie oben beschrieben funktioniert die sekundäre Dichtung 12 stets derart, um eine Leckage von Hochdruckfluid hinter die hintere Fläche des Dichtringes 2 und der Schieberscheibe 9 zu verhindern.
  • Wellendichtungen der oben unter Bezugnahme auf 1 beschriebenen Art arbeiten bei typischen Dichtdrücken von Verdichtern zufriedenstellend, die in der Vergangenheit hergestellt worden sind. Derartige Verdichter wurden typischerweise zum Verdichten von Gasen bei Drücken von typischerweise etwa 200 Bar bis etwa 500 Bar hergestellt. Allerdings fragt die Industrie nun Verdichter zum Verdichten von Gas von 300 Bar bis mehr als 800 Bar oder mehr nach. Andererseits wurde festgestellt, dass bestehende Wellendichtungsdesigns nicht geeignet sind, um derartigen Einlassdruckwerten zu widerstehen, und zwar aus Gründen, die nun unter Bezugnahme auf 1a beschrieben werden.
  • Diese Figur zeigt in zu Zwecken der Veranschaulichung überhöhter Weise die Wirkung eines Betriebes unter derartigen Hochdruckwerten. Wie in der Figur gezeigt, verformt der auf die äußere Fläche des sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitts 8a des Gehäuses 8 zwischen der Dichtung 12 und der Verbindung zu dem Flanschabschnitt 8b wirkende Hochdruck den Flanschabschnitt nach innen, wobei die Auslenkung mit zunehmendem Axialabstand in der Axialrichtung weg von dem Flanschabschnitt zunimmt. Diese Torsionsverformung ist in 1a durch einen Buchstaben A angegeben. Dementsprechend verformt der auf die innere (vordere) Fläche des radialen Flanschabschnitts 8b wirkende Hochdruck torsionsmäßig diesen Flansch nach hinten, wie durch einen Pfeil B angegeben. Die Konsequenz ist, dass wie in 1a und 2a gezeigt der sehr schmale Spalt, der normalerweise zwischen der inneren Fläche des Dichtringes 2 und der äußeren Fläche des sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitts 8a des Gehäuses 8 vorhanden ist, vergrößert wird. Mit zunehmendem auf die sekundäre Dichtung 12 wirkendem Hochdruck und einem Aufweiten des Spaltes zwischen dem Dichtring 2 und dem sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitt 8a beginnt ein Wulst 12b sich zu bilden, wenn die sekundäre Dichtung 12 beginnt, durch den sich aufweitenden Spalt herausgedrückt zu werden. Wenn es keinen derartigen Wulst an der Sekundärdichtung 12 gibt, bietet diese Dichtung einen geringen Reibwiderstand gegenüber einer nach hinten gewandten, axialen Verschiebung der Schieberscheibe 9. Wenn allerdings der Wulst 12b anfängt, sich zu bilden, nimmt der Reibwiderstand zu, und zwar möglicherweise signifikant und sogar zu einem Punkt, bei welchem die Schieberscheibe mit dem sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitt 8a vereint sein kann. Ferner, wenn der Wulst 12b fortfährt, zu wachsen, kann sich eine zunehmend instabile Situation entwickeln, bei welcher die Dichtfähigkeit der Sekundärdichtung 12 progressiv infolge des sich fortsetzenden Herausdrückens vermindert wird, bis möglicherweise eine instabile Situation erreicht wird, bei welcher die Dichtung 12 abgestoßen oder durch den Spalt ausgeblasen wird, was zu einem Versagen der Wellendichtung führt. Es ist zu beachten, dass der Wulst 12b sich normalerweise nicht um die gesamte hintere Umfangsregion der Sekundärdichtung 12, sondern im allgemeinen nur in einer einzelnen Winkelposition entlang des Dichtungsumfangs bildet.
  • Eine mögliche Lösung für dieses Problem, die in Betracht gezogen worden ist, besteht darin, den zwischen dem Dichtring 2 und der Schieberscheibe 9 vorhandenen Spalt, wenn die Wellendichtung nicht in Gebrauch ist, zu minimieren, jedoch gibt es eine Grenze, wie weit dieser Spalt vermindert werden kann, da die Schieberscheibe 9 frei sein muss, eine begrenzte Axialbewegung auszuführen, wenn die Wellendichtung nicht in Betrieb ist. Ferner ist eine radial nach innen gerichtete Auslenkung des Hülsenabschnitts 8a unvermeidlich, jedoch darf diese Hülse nicht in der Lage sein, in Kontakt mit der inneren Hülse 7 der (rotierenden) Welle bei vollem Betriebsdruck zu kommen.
  • Eine weitere Lösung, die in Betracht gezogen worden ist, ist die Verwendung härterer Materialien zum Bilden der Dichtteile der Sekundärdichtung 12. Allerdings gibt es eine Grenze, wie hart die ausgewählten Materialien sein können, insbesondere da härtere Materialien weniger wirksam zum Bereitstellen der erforderlichen Dichtwirkung sind und sie ebenso die erzeugten Reibungskräfte erhöhen.
  • Federbeaufschlagte Polymerdichtungen wurden vorgeschlagen. Allerdings beträgt der Betriebsdruck, bei welchem Wulste anfangen, sich an derartigen Dichtungen zu bilden, etwa 200 bis 250 Bar.
  • Die vorliegende Erfindung dient zum Bereitstellen einer Wellendichtung, die in den obigen Gesichtspunkten verbessert ist und hohen Betriebsdrücken im Bereich von Null Bar bis 300 Bar oder mehr widerstehen kann. Sie bezieht sich auf eine Wellendichtung, wie sie eingangs definiert wurde, und ist gekennzeichnet durch eine Hilfshülse, die um den Hülsenabschnitt koaxial hierzu vorgesehen ist, und gegen welche die Schieberscheibe durch die Wirkung der Vorspanneinrichtung vorgespannt ist, wobei die Hilfshülse in dichtender Berührung mit dem Hülsenabschnitt durch das erste Dichtelement und in dichtender Berührung mit dem Dichtelement gehalten ist.
  • Da der auf die Hilfshülse wirkende Fluidhochdruck eine radial nach innen gerichtete Nettokraft erzeugt, kann sie derart angeordnet werden, dass der schmale, zwischen der Hilfshülse und dem sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitt des Maschinengehäuses existierende Spalt, wenn kein Fluiddruck auf die Wellendichtung aufgebracht wird, sich nicht in dem Ausmaß vergrößern wird, der in Wellendichtungen des Standes der Technik auftritt, wie sie unter Bezugnahme auf 1 und 1a offenbart sind. Daher gibt es eine verminderte Tendenz, dass sich zwischen dem ersten Dichtelement und dem sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitt ein beträchtlicher Reibungswiderstand entwickelt, oder dass das erste Dichtelement im Hochdruckbetrieb herausgedrückt wird.
  • Geometrie, Material und Design der Hilfshülse sind idealer Weise derart, dass das Verziehen der Hilfshülse im wesentlichen zu demjenigen der sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitts und der Fluiddruck passt, so dass der Spalt zwischen diesen zwei Elementen im wesentlichen derselbe bleibt, ungeachtet des wirkenden Fluiddrucks, wodurch die Gefahr, dass sich ein Wulst an dem ersten Dichtelement bildet, vermieden oder minimiert wird.
  • Die Dichtung zwischen der Hilfshülse und dem Dichtelement kann durch direkten Kontakt zwischen diesen Bauteilen sein. In dieser Ausführungsform ist bevorzugt eine Lippe an der Hilfshülse gebildet, um dichtenden Kontakt zu dem Dichtelement bereitzustellen. Da keine separate Dichtung vorgesehen ist, können eine einfache Konstruktion und geringere Kosten erzielt werden.
  • Das erste Dichtelement ist bevorzugt in einem in dem sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitt des Dichtgehäuses gebildeten Kanal gelegen. Alternativ kann der Kanal, in welchem das erste Dichtelement gelegen ist, in der Hilfshülse gebildet sein. Die Vorspanneinrichtung wird bevorzugt zwischen einem Flanschabschnitt des Gehäuses und der Schieberscheibe.
  • Die Wellendichtung kann in eine Turbomaschine oder eine andere druckbeaufschlagte Maschine eingebaut sein, obgleich sich die nachfolgende Beschreibung der Einfachheit halber auf den spezifischen Fall eines Verdichters bezieht, wie in den Beispielen des Standes der Technik, die unter Bezugnahme auf 1 und 1a beschrieben worden sind.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung und zum Zeigen, wie diese ausgeführt werden kann, wird nun beispielhaft auf die begleitenden Zeichnungen Bezug genommen, in denen:
  • 1 ist eine teilweise Längsschnittansicht durch eine erste bekannte Wellendichtung, welche die relevanten strukturellen Elemente der Dichtung zeigt;
  • 1a ist eine entsprechende Ansicht, welche ein Verziehen bestimmter struktureller Elemente in überhöhter Weise zu Zwecken der Veranschaulichung zeigt;
  • 2, 2a sind entsprechende Ansichten zu 1, 1a einer ersten Ausführungsform der Erfindung;
  • 3 ist eine explosionsartige Ansicht der Wellendichtung gemäß der ersten Ausführungsform;
  • 4, 4a sind entsprechende Ansichten zu 2, 2a einer zweiten Ausführungsform der Erfindung; und
  • 5 und 6 sind Ansichten in einem vergrößerten Maßstab, entsprechend 2a, einer dritten bzw. vierten Ausführungsform.
  • Die in 2, 2a veranschaulichte Wellendichtung ist identisch zu der oben unter Bezugnahme auf 1, 1a beschriebenen, außer in den nachfolgend beschriebenen Gesichtspunkten. In dem Ausmaß, in welchem die Konstruktion dieselbe ist, wird diese durch die Verwendung identischer Bezugszeichen angegeben.
  • Die Wellendichtung 1 umfasst zusätzlich eine Hilfshülse (oder einen Ring) 20, die um den Hülsenabschnitt 8a koaxial hierzu vorgesehen ist, wobei ein schmaler Spalt die zwei Elemente 8a, 20 radial trennt. Die Hilfshülse umfasst einen radialen Flansch 20b an ihrer äußeren Fläche, gegen welche die Schieberscheibe durch die Vorspannfedern 10 gedrückt wird. In dieser Ausführungsform sind die kombinierten Dichtfunktionen der einzelnen Sekundärdichtung in der Wellendichtung aus 1, 1a durch eine Sekundärdichtung 12', die in einer abgestuften Vertiefung vor dem äußeren Flansch 20b gelegen ist und gegen die hintere Fläche des Dichtringes 2 abdichtet, und durch eine weitere Sekundärdichtung 12", die in einem in der inneren Fläche der Hilfshülse 20 gebildeten Kanal gelegen ist und gegen die äußere Fläche des Hülsenabschnitts 8a des Gehäuses 8 wirkt, vorgesehen. Die Dichtungen 12', 12" können jegliche geeignete Form besitzen, wie eine federbeaufschlagte Y-Dichtung, ein O-Ring 16' oder eine federbeaufschlagte U-Dichtung oder Y-Dichtung.
  • 3 ist eine Explosionsansicht der Wellendichtung, die eine deutliche Darstellung der Geometrie der jeweiligen Elemente der Wellendichtung gibt.
  • Bei Verwendung der Wellendichtung wirkt das Hochdruckfluid, das auf der Hochdruckfluidseite der Primärdichtung wirkt, wie in dem Falle der bekannten Wellendichtungen gemäß 1, 1a gegen die Schieberscheibe 9, um den sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitt 8a zu veranlassen, radial nach innen ausgelenkt zu werden. Das Verziehen des sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitts ist progressiv von der Verbindung des sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitts 8a mit dem Flanschabschnitt 8b, und zwar aufgrund des Druckdifferentials zwischen dem auf den Hauptabschnitt 8a wirkenden, inneren und äußeren Druck. Der Flanschabschnitt 8b widersteht im wesentlichen einem Verziehen des Hülsenabschnitts 8a in der Region dieses Endes. Das maximale, nach innen gerichtete radiale Verziehen tritt an dem anderen (vorderen) Ende auf.
  • Allerdings verzieht in der vorliegenden Ausführungsform, wie in 2a gezeigt, der auf die Hilfshülse 20, insbesondere um deren äußere Oberfläche, wirkende Fluidhochdruck in ähnlicher Weise die Hilfshülse 20 auf ihrer Vorderseite nach innen. Daher verändert sich der zwischen der äußeren Fläche des Hülsenabschnitts 8a und der inneren Fläche der Hilfshülse 20 vorhandene, schmale Spalt sich nicht viel, wodurch die Möglichkeit, dass der auf die Sekundärdichtung 12" wirkende Hochdruck die Dichtung veranlasst, in den Spalt herausgedrückt zu werden, vermieden oder zumindest minimiert wird. Ferner hält die Dichtung 12' eine angemessene Abdichtung zwischen der vorderen Fläche der Hilfshülse 20 und der hinteren Fläche der Dichtfeder 2 aufrecht. Daher wird, selbst wenn unter hohen Drücken von beispielsweise bis zu 300 Bar gearbeitet wird, die Sekundärdichtung 12" nicht beginnen, einen hohen Reibungswiderstand gegenüber der Schiebewirkung der Schieberhülse entgegenzusetzen, noch wird sie aus der Vertiefung 14 in der Schieberscheibe 9 ausgestoßen oder ausgeblasen werden.
  • Es ist bevorzugt, die Hilfshülse 20 derart auszulegen, dass der Spalt zwischen dieser und dem sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitt 8a im wesentlichen konstant bleibt, ungeachtet des Drucks, der auf der Hochdruckradialseite wirkt. Dieses Ergebnis kann durch geeignete Auswahl der Geometrie und der Relativabmessungen der Hilfshülse 20 und der sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitts 8a, und durch geeignete Auswahl der Materialien, aus welchen diese zwei Bauteile hergestellt sind, erzielt werden. Die radiale und in Ringrichtung wirkende Steifigkeit der Hilfshülse 20 sind dieselben wie diejenigen des Hülsenabschnitts 8a. Es ist ebenso bevorzugt, dass die Materialien, aus denen die Hilfshülse 20 und das Gehäuse 8, insbesondere der Hülsenabschnitt 8a, hergestellt sind, dieselben sind, so dass der Spalt zwischen diesen zwei Bauteilen im wesentlichen unveränderlich bleibt, ungeachtet von Temperaturveränderungen.
  • Die Ausführungsform gemäß 4, 4a zeigt eine mögliche Modifikation, die lediglich das Aufnehmen des zweiten Dichtelements 12" in einem in dem Hülsenabschnitt 8a gebildeten Kanal 14 anstelle in der Hilfshülse 20 umfasst.
  • In den beschriebenen Ausführungsformen stellt die Sekundärdichtung 12' eine im wesentlichen fluiddichte Abdichtung zwischen dem Dichtring 2 und der Hilfshülse 20 bereit. Allerdings ist in der Ausführungsform aus 5 keine derartige Dichtung als getrenntes Dichtelement vorgesehen. Stattdessen gibt es einen direkten Kontakt zwischen einer an der Hilfshülse 20 gebildeten Rohlippe 20a und der hinteren Fläche des Dichtringes 2. Dies führt zu einer vereinfachten Konstruktion und somit zu geringeren Kosten.
  • In der Modifikation gemäß 6 steht die Lippe 20a von der Hilfshülse nach außen hervor. Auf diese Weise ist sie in der Lage, etwas elastisch ausgelenkt zu werden. Diese "weiche" Lippenanordnung kann die Qualität der Dichtung zwischen der Hilfshülse und dem Dichtring 2 verglichen mit der Ausführungsform aus 4 verbessern.
  • In dem Falle der kontaktlosen Wellendichtungen gemäß 5 und 6 ist es möglich, den Kanal 19 in dem Hülsenabschnitt 8a anstelle in der Hilfshülse 20 zu bilden, wie im Falle der Ausführungsform aus 4, 4a.
  • Als eine Alternative zu den Vorspannfedern 10 kann eine Wellenfeder beispielsweise in der Form eines Einzelrings (oder mehreren gestapelten) aus geeignetem Blechmaterial, beispielsweise Metall, derart verformt werden, um in verschiedenen Winkelpositionen um die Achse des Rings aufeinanderfolgende Wellen zu bilden. Der verformte Ring wird zwischen der Schieberscheibe 9 und dem Flanschabschnitt 8b des Gehäuses 8 zusammengedrückt, wodurch die erforderliche Vorspannwirkung nach Art einer Blattfeder bereitgestellt wird.
  • In den beschriebenen Ausführungsformen ist die Quelle des Hochdruckfluids das Arbeitsfluid des Verdichters, dessen Druck entsprechend mit einer ansteigenden Verdichterarbeitsgeschwindigkeit ansteigt. Wenn eine von dem Arbeitsfluid getrennte Quelle für das Hochdruckfluid verwendet wird, wird dessen Druck normalerweise bei einem vorgegebenen Lieferdruck gehalten werden. Wenn der Verdichter im Rohzustand ist, ist die auf die Primärdichtung wirkende Nettokraft bevorzugt eine Schließkraft, welche den Dichtring 2 gegen den Dichtring 4 hält. Wenn allerdings der Verdichter ausreichend beschleunigt hat, ist die durch die verjüngten Nuten oder Vertiefungen in dem Dichtring oder der Primärdichtung ausreichend, um die zwei Ringe voneinander zu trennen. Daher ist der Betrieb im wesentlichen derselbe in dem Falle, in welchem das Arbeitsfluid des Verdichters die Quelle des Hochdruckfluids ist. Obwohl es in dieser Ausführungsform bevorzugt ist, dass der Dichtring 2 gegen den Dichtring 4 gehalten ist, wenn der Verdichter im Ruhezustand ist, ist es möglich, dass die Wellendichtung im Ruhezustand etwas offen ist, da die wesentliche Anforderung lediglich ist, dass die Wellendichtung einen kontaktlosen Betrieb bereitstellt, wenn der Verdichter bei einer normalen Betriebsgeschwindigkeit arbeitet.

Claims (9)

  1. Wellendichtung mit einem Dichtelement (2), einem Drehdichtteil (4), das koaxial mit dem Dichtelement montiert ist und mit diesem eine berührungslose Primärdichtung zwischen gegenüberliegenden Flächen des Dichtelements (2) und des Drehdichtteils (4) bildet, um einen Fluidstrom entlang der Primärdichtung von einer Hochdruck-Radialseite zu einer Niederdruck-Radialseite im Wesentlichen zu verhindern, einem Dichtungsgehäuse (8), einer ringförmigen Schieberscheibe (9), die um einen sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitt (8a) des Dichtungsgehäuses und koaxial zu dem Dichtelement (2) vorgesehen ist, einer Vorspanneinrichtung (10), die auf die Schieberscheibe (9) wirkt, um das Dichtelement axial zu dem Drehdichtteil (4) zu zwängen, und einem ersten Dichtelement (12"), das zwischen der Schieberseite (9) und dem sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitt (8a) in Kommunikation mit der Hochdruck-Radialseite vorgesehen ist, um eine sekundäre Dichtung zwischen der Hochdruck- und der Niederdruck-Radialseite bereitzustellen, gekennzeichnet durch eine Hilfshülse (20), die um den Hülsenabschnitt (8a) koaxial hierzu vorgesehen ist, und gegen welche die Schieberscheibe (9) durch die Wirkung der Vorspanneinrichtung (10) vorgespannt ist, wobei die Hilfshülse (20) in dichtender Berührung mit dem Hülsenabschnitt (8a) durch das erste Dichtelement (12") und in dichtender Berührung mit dem Dichtelement (2) gehalten ist.
  2. Wellendichtung nach Anspruch 1, wobei die dichtende Berührung zwischen der Hilfshülse (20) und dem Dichtelement (2) mittels direkter Berührung zwischen diesen zwei Bauteilen (2, 20) ist.
  3. Wellendichtung nach Anspruch 2, wobei eine Lippe (20a) an der Hilfshülse gebildet ist, um eine dichtende Berührung mit dem Dichtelement (2) vorzusehen.
  4. Wellendichtung nach Anspruch 1, wobei die Hilfshülse (20) in dichtender Berührung mit dem Dichtelement (2) mittels eines zweiten Dichtelements (12') ist.
  5. Wellendichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste Dichtelement (12") in einem Kanal (14) gelegen ist, der in der Hilfshülse (20) gebildet ist.
  6. Wellendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das erste Dichtelement (12") in einem Kanal gelegen ist, der in dem sich nach vorne erstreckenden Hülsenabschnitt (8a) des Gehäuses gebildet ist.
  7. Wellendichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vorspanneinrichtung (10) zwischen einem Flanschabschnitt (8b) des Gehäuses (8) und der Schieberscheibe (9) wirkt.
  8. Wellendichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Hilfshülse (20) und das Gehäuse aus demselben Material hergestellt sind.
  9. Turbomaschine oder andere, druckbeaufschlagte Maschine, mit einer Wellendichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
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