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Hintergrund
der Erfindung
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Gebiet der Erfindung
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zur Herstellung eines Verbundmaterial-Flügels, beispielsweise eines
Flügels
aus faserverstärktem
Kunststoff, durch ein einziges Hochtemperatur-Hitzeaushärten, um
den Verformungsschritt abzukürzen
und die Zusammenbau-Arbeit zu verringern.
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Beschreibung des einschlägigen Standes
der Technik.
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Die meisten herkömmlichen Hauptflügel von Flugzeugen
sind zusammengebaut. Außerdem
wurden Hauptflügel
für Leichtflugzeuge
aus Verbundmaterial mit hoher spezifischer Stärke entwickelt. Ein Hauptflügel eines
Flugzeuges aus Verbundmaterial mit einer Kastenstruktur wird zusammengebaut,
indem man Einzelteile aneinander fügt, d. h. Holme, Außenhäute und
Rippen, welche zuvor einzeln nach der Harzübertragungsmethode (RTM) oder
nach einer Auflegemethode von Hand mit Hilfe eines Klebstoffs oder
von Befestigungsmitteln in einer Kastenstruktur hergestellt worden
sind. Da ein Teil aus einem faserverstärkten Kunststoff, d. h. einem
Verbundmaterial vor dem Aushärten
weich ist, muß das Teil
aus dem faserverstärkten
Kunststoff unter Verwendung eines Dorns in der gewünschten
Form gehalten werden, und der Dorn muß nach dem Aushärten des
Teils aus dem faserverstärkten
Kunststoff entfernt werden. Daher kann der herkömmliche Flügel mit Kastenstruktur nicht
einstöckig
durch Formen hergestellt werden; der Flügel muß mit einer Öffnung versehen
werden, durch welche ein Dorn entfernt werden kann, und ein gesondert
hergestelltes Teil zum Verschließen der Öffnung muß an dem Flügel durch Befestigungsmittel
oder einen Klebstoff angebracht werden.
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Zum Herstellen der Teile für einen
Hauptflügel
eines Flugzeuges mit Kastenstruktur einschließlich Holmen, Außenhaut
und Rippen werden Verformungs-Unterbauvorrichtungen verwendet. Die
Verformungs-Unterbauvorrichtungen müssen aus hitzebeständigen Material
hergestellt sein, weil die Teile bei hoher Temperatur durch Hitzeaushärtung hergestellt
werden.
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Beim Zusammenbau eines Verbundmaterial-Hauptflügels für ein Flugzeug
unter Verwendung eines Klebstoffs müssen die Teile zweimal einer Hochtemperatur-Aushärtung unterzogen
werden, nämlich
beim Bilden der Teile und bei ihrem Zusammenfügen mit Klebstoff. Wenn der
Hauptflügel
eines Flugzeuges aus Verbundmaterial unter Verwendung von Befestigungsmitteln
zusammengebaut wird, müssen
die Teile nur einmal dem Hitzehärten
unterworfen werden. Jedoch erfordert dieses Verfahren des Zusammenbaus
des Hauptflügels
unter Verbindung der Teile mit Befestigungsmitteln den Zusammenbau
von Unterbau-Vorrichtungen
und ist sehr zeitaufwendig.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Demzufolge ist es Aufgabe der Erfindung, ein
Verfahren zur Herstellung eines Hauptflügels für ein Flugzeug aus einem Verbundmaterial
in Kastenstruktur mit geschlossenen Räumen zu schaffen, welches es
erlaubt, den Hauptflügel
durch einen Halbaushärtungschritt
bei niedriger Temperatur und einen Hitzehärtungsschritt herzustellen,
wobei das Verform-Verfahren
verkürzt
und die Zusammenbau-Arbeit verringert werden.
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Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung umfaßt ein Verfahren
zur Herstellung eines Verbundmaterial-Flügels die folgenden Stufen:
Aufziehen
einer Verstärkungs-Textilfolie
auf einen Dorn; festes Umschließen
der auf den Dorn aufgezogenen Verstär kungs-Textilfolie in einer
geschlossenen Unterbau-Vorrichtung;
Einführen
eines hitzehärtbaren
Harzes in die geschlossene Unterbau-Vorrichtung, um die Verstärkungs-Textilfolie mit dem
hitzehärtbaren
Harz zu imprägnieren;
Halb-Aushärtenlassen
des hitzehärtbaren
Harzes, mit dem die aufgezogene Verstärkungs-Textilfolie imprägniert worden
ist, um eine halb ausgehärtete
Vebundmaterial-Flügelkomponente
auszubilden; Herausnehmen der halb ausgehärteten Verbundmaterial-Flügelkomponente und
des Dornes aus der Unterbau-Vorrichtung; Entfernung des Dornes aus
der halb ausgehärteten
Verbundmaterial-Flügelkomponente;
Verbindung der halb ausgehärteten
Verbundmaterial-Flügelkomponente
und einer anderen Flügelkomponente
mittels eines Klebstoffes zu einer Baugruppe; und Aushärten der
Baugruppe zu einem Verbundmaterial-Flügel.
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Die andere Flügelkomponente kann halb ausgehärtet sein.
Vorzugsweise ist die andere Flügelkomponente
eine Verbundmaterial-Flügelkomponente,
welche durch Imprägnieren
einer Verstärkungs-Textilfolie
mit einem hitzehärtbaren
Harz hergestellt ist. Vorzugsweise besitzt der Verbundmaterial-Flügel einen
Kastenaufbau oder eine Kastenstruktur mit einem geschlossenen Raum.
Vorzugsweise umfaßt
jede der Flügelkomponenten
mindestens ein Teil aus der Gruppe vorderer Holm, hinterer Holm, eine
Anzahl von Rippen zwischen dem vorderen und dem hinteren Holm, obere
Außenhaut
oberhalb der Rippen und untere Außenhaut unterhalb der Rippen. Vorzugsweise
ist des weiteren mindestens eine der Flügelkomponenten einstöckig ausgebildet,
indem mindestens zwei Teile aus der Gruppe vorderer Holm, hinterer
Holm, Rippen, obere Außenhaut
und untere Außenhaut
zu einem einstöckigen
Gebilde kombiniert worden sind.
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Bei einer Durchführungsform umfaßt der Verbundmaterial-Flügel einen
vorderen Holm, einen hinteren Holm, eine Anzahl von Rippen zwischen dem
vorderen und dem hinteren Holm, eine obere Außenhaut oberhalb der Rippen
und eine unter Außenhaut
unterhalb der Rippen, wobei die Stufe des Aufziehens einer Verstärkungs-Textilfolie
auf einen Dorn daraus besteht, daß man eine Anzahl Verstärkungs-Textilfolien für den hinteren
Holm, die Rippen, die obere Außenhaut
und die untere Außenhaut
auf einen Dorn entsprechend dem Flügelaufbau aufzieht; die halb
ausgehärtete
Verbundmaterial-Flügelkomponente
umfaßt
einstöckig
den hinteren Holm, die Rippen, die obere Außenhaut und die untere Außenhaut;
und die halb ausgehärtete
Verbundmaterial-Flügelkomponente
wird mittels eines Klebstoffes unter Ausbildung einer Baugruppe
mit einer Flügelkomponente,
die dem vorderen Holm entspricht, vereinigt.
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Vorzugsweise ist die Flügelkomponente, welche
dem vorderen Holm entspricht, ein halb ausgehärtetes Verbundmaterial-Teil, welches durch
Imprägnieren
einer Verstärkungs-Textilfolie mit einem hitzehärtbaren
Harz hergestellt worden ist.
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Die Verstärkungs-Textilfolien, die auf
die Dorne aufgezogen werden, werden in der geschlossenen Unterbau-Vorrichtung
verschweißt,
die aufgezogenen Verstärkungs-Textilfolien
werden mit dem hitzehärtbaren
Harz imprägniert,
das hitzehärtbaren Harz,
mit dem die aufgezogenen Verstärkungs-Textilfolien imprägniert sind,
wird halb ausgehärtet,
wobei sich die halb ausgehärteten
Komponenten oder die Verbundmaterial-Komponente bilden, die Dorne
werden aus den halb ausgehärteten
Komponenten oder der Verbundmaterial-Komponente heraus genommen, und die
halb ausgehärteten
Komponenten werden zusammengefügt
und mit dem Klebstoff zu einer Verbundmaterial-Struktur verklebt,
welche der Hitzehärtung
unterworfen wird, um das wärmehärtbare Harz
auszuhärten.
Somit können
das wärmehärtbare Harz
und der Klebstoff zugleich erhitzt werden, so daß lediglich ein einziger Aushärtungsschritt
bei hoher Temperatur erforderlich ist, um einen Verbundmaterial-Flügel auszubilden,
welcher einen Kastenaufbau mit geschlossenen Räumen aufweist.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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Die obigen und anderen Ziele, Merkmale
und Vorteile der Erfindung werden in der folgenden Beschreibung
und in Verbindung mit den Zeichnungen näher erläutert, wobei bedeuten:
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1 einen
Querschnitt durch eine geschlossene Unterbau-Vorrichtung, welche bei einem Verfahren
zur Herstellung eines Verbundmaterial-Flügels gemäß der Erfindung verwendet wird;
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2 einen
Querschnitt eines Teils einer geschlossenen Unterbau-Vorrichtung,
die sich von der in 1 gezeigten
unterscheidet;
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3 eine
perspektivische Ansicht einer formenden Einspann-Vorrichtung, die
zum Verbinden einer halb ausgehärteten,
einstöckigen
Flügelkomponente
und einem vorderen Holm verwendbar ist;
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4 einen
Querschnitt längs
der Linie IV-IV von 3;
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5 einen
Querschnitt längs
der Linie V-V von 3;
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6 eine
perspektivische Ansicht von Verstärkungs-Textilfolien zur Ausbildung der oberen
und der unteren Außenhaut,
eines hinteren Holms und von Rippen, Dornen und Unterbau-Vorrichtungen
für eine
erste Stufe eines Verfahrens zur Herstellung eines Verbundmaterial-Flügels gemäß der Erfindung;
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7 eine
perspektivische Ansicht einer Verstärkungs-Textilfolie zur Ausbildung eines vorderen
Holms und von Unterbau-Vorrichtungen bei einer ersten Stufe des
Verfahrens zur Herstellung eines Flügels aus Verbundmaterial gemäß der Erfindung;
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8 eine
perspektivische Ansicht von halb ausgehärteten Komponenten bei einer
zweiten Stufe des Verfahrens zur Herstellung des Flügels aus
Verbundmaterial gemäß der Erfindung;
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9 eine
perspektivische Ansicht von Komponenten, deren zu vereinigende Teile
mit einem Klebstoff beschichtet sind, für eine dritte Stufe des Verfahrens
zur Herstellung des Flügels
aus einem Verbundmaterial gemäß der Erfindung;
und
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10 eine
perspektivische Ansicht eines Flügels
aus einem Verbundmaterial, der nach dem Verfahren zur Herstellung
des Flügels
aus einem Verbundmaterial gemäß der Erfindung
hergestellt worden ist.
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Beschreibung der bevorzugten
Durchführungsformen
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Gemäß den 1 und 2 wird
eine geschlossene Unterbau-Vorrichtung
1 bei einem Verfahren zur Herstellung eines Verbundmaterial-Flügels bei
einer bevorzugten Durchführungsform
gemäß der Erfindung
dazu verwendet, eine halb ausgehärtete
Flügelkomponente
herzustellen, welche Teile entsprechend einem hinteren Holm, Rippen,
einer oberen Außenhaut
und einer unteren Außenhaut
aufweist, wobei die Herstellung durch Imprägnieren von Verstärkungs-Textilfolien mit
einem wärmehärtbaren Harz
sowie durch Halb-Aushärten
der Verstärkungs-Textilfolien,
die mit dem wärmehärtbaren
Harz imprägniert
sind, durch eine Harzübertragungsmethode
(RTM) erfolgt. 1 zeigt
einen Querschnitt eines Teils der geschlossenen Unterbau-Vorrichtung
1 entsprechend einem Teil der halb ausgehärteten Flügelkomponente, die nicht mit
den Rippen versehen ist, während 2 einen Querschnitt eines
Teils der geschlossenen Unterbau-Vorrichtung 1 entsprechend einem
Teil der halb ausgehärteten
Flügelkomponente
zeigt, welche mit den Rippen versehen ist (siehe 6). Der Ausdruck "halb ausgehärtet" bedeutet ein Zustand eines wärmehärtbaren
Harzes, in welchem das wärmehärtbare Harz
verfestigt, jedoch nicht vollständig
ausgehärtet
ist, d. h. die Moleküle des
wärmehärtbaren
Harzes sind noch nicht vollständig
vernetzt, jedoch läßt sich
das wärmehärtbare Harz
bei Temperaturen von unter etwa 180°C nicht verflüssigen (gelieren).
Gelierung bedeutet nicht Glasübergang.
Ein halb ausgehärteter
Zustand entspricht einem Zustand eines aus zwei Komponenten bestehenden
wärmehärtbaren
Harzes, welches durch Vermischen von beispielsweise Epicoat 6003® (Harz)
von Yuka Shell Epoxy und Epicure 150 D® (Beschleuniger)
von Yuka Shell Epoxy in einem vorherbestimmten Mischverhältnis hergestellt
und etwa 12 Stunden lang bei 60°C
gehalten worden ist.
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Die geschlossene Unterbau-Vorrichtung
1 besitzt eine obere Hälfte 2 und
eine untere Hälfte 3. Die
obere Hälfte 2 und
die untere Hälfte 3 sind
miteinander verbunden und durch eine nicht dargestellte Klammereinrichtung
miteinander ver-. klammert, wobei ein abgeschlossener Raum 4 entsteht.
Mit einem Einlaß der
unteren Halbvorrichtung 3 ist ein Rohr 5, welches
ein Ventil 6 aufweist, verbunden, so daß es mit dem abgeschlossenen
Raum 4 in Verbindung steht, und mit einem Einlaß der oberen
Halbvorrichtung 2 ist ein Rohr 7, welches mit
einem Ventil 8 ausgerüstet
ist, verbunden, so daß es
mit dem abgeschlossenen Raum 4 in Verbindung steht.
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In einem Teil des abgeschlossenen
Raumes 4, der in 1 dargestellt
ist, sind die Außenhaut
bildende Dorne 9 (siehe 6)
zur Herstellung einer Außenhaut
angeordnet. Über
den die Außenhaut
bildenden Dorn 9 sind eine Verstärkungs-Textilfolie 10 für die obere
Außenhaut,
eine Verstärkungs-Textilfolie 11 für die unteren
Außenhaut
und eine Verstärkungs-Textilfolie 12 für den hinteren
Holm aufgezogen. Die Verstärkungs-Textilfolie 10 für die obere
Außenhaut,
die Verstärkungs-Textilfolie 11 für die untere Außenhaut
und die Verstärkungs-Textilfolie 12 für den hinteren
Holm können
entweder gemeinsam einstöckig
ausgebildet sein, wie in 6 dargestellt, oder
auch als getrennte Verstärkungs-Textilfolien vorliegen.
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In einem Abschnitt des abgeschlossenen Raumes 4 der
Unterbau-Vorrichtung 1, sind, wie in 2 dargestellt,
Rippen formende Dorne 13, 14 und 15 angeordnet.
Auf die Rippen for menden Dorne 14 werden Verstärkungs-Textilfolien 16 für Rippen
und auf die Rippen formenden Dorne 15 Verstärkungs-Textilfolien für Rippen
aufgezogen.
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Aus den 3 und 4 sind
eine formende Einspannvorrichtung 30 zum Formen einer Flügelkomponente
durch Verbinden von halb ausgehärteten
faserverstärkten,
hitzehärtbaren
Harzteilen, nämlich
einem hinteren Holm 20, einer Rippe 21, einer
oberen Außenhaut 22,
einer unteren Außenhaut 23 und
einem vorderen Holm 24 mit einem Klebstoff zu einer halb
ausgehärteten
faserverstärkten,
hitzehärtbaren Harzeinheit
sowie das Aushärten
der halb ausgehärteten,
wärmehärtbaren
Harzeinheit ersichtlich. Die formende Einspannvorrichtung 30 besitzt
Außenhaut-Schablonen 31 zum
Haltern der halb ausgehärteten
Außenhäute 22 und 23 und
des hinteren Holms 20 in einer vorher bestimmten Form sowie
Klammern oder Klemmen 32 für den vorderen Holm zum Zusammenhalten
von halb ausgehärtetem
vorderen Holm 24 und halb ausgehärteten Außenhäuten 22 und 23.
Wie in den 3 und 4 dargestellt, besitzt jede
Außenhautschablone 31 zwei
Teile 33 und 34, die miteinander verbunden und
wieder auseinander genommen werden können. Die halb ausgehärteten Flügelkomponenten,
d. h. der hintere Holm 20, die Rippen 21 und die
Außenhäute 22 und 23 werden durch
die Schablonen 31 für
die Außenhaut
in einer vorher bestimmten Lage gehalten. Wie in 5 gezeigt, klemmen die Klemmen 32 für den vorderen Holm
mit Klebstoff überzogene
angrenzende Teile des halb ausgehärteten vorderen Holms 24 und
der halb ausgehärteten
Außenhäute 22 und 23 aneinander
(wobei lediglich die Verbindung zwischen vorderem Holm 24 und
der Außenhaut 23 in 5 dargestellt ist).
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Ein Verfahren zur Herstellung eines
Verbundmaterial-Flügels
gemäß einer
bevorzugten Durchführungsform
der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die 6 bis 10 erläutert. Eine
Verstärkungs-Textilfolie 10 für die obere
Außenhaut,
eine Verstärkungs-Textilfolie 11 für die untere Außenhaut,
eine Verstärkungs-Textilfolie 12 für den hinteren
Holm, Verstärkungs-Textilfolien 16 und 17 für die Rippen
sowie eine Verstärkungs-Textilfolie 18 für den vorderen
Holm werden, wie in 6 und 7 dargestellt, hergestellt,
indem man ein dreidimensionales oder zweidimensionales Gewebe aus
Verstärkungsfasern
in Abmessungen ausschneidet, die denen der oberen Außenhaut,
der unteren Außenhaut, des
hinteren Holms, der Rippen und des vorderen Holms des Verbundmaterial-Flügels entsprechen. Wie
in 6 gezeigt, werden
die Verstärkungs-Textilfolien 16 und 17 für die Rippen
auf die Rippen formenden Dorne 14 bzw. 15 aufgezogen,
während
die Verstärkungs-Textilfolie 10 für die obere
Außenhaut, die
Verstärkungs-Textilfolie 11 für die untere
Außenhaut
und die Verstärkungs-Textilfolie 12 für den hinteren
Holm auf die die Außenhaut
formenden Dorne aufgezogen werden. Die Verstärkungs-Textilfolie 18 ( 7) wird auf einen – nicht
dargestellten – Verformungsdorn
für einen
vorderen Holm aufgezogen. Auf diese Weise werden die Verstärkungs-Textilfolien
in eine vorbestimmte Form gebracht.
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Die Verstärkungs-Textilfolien 16 und 17 für die Rippen,
die Verstärkungs-Textilfolien 10 und 11 für die Außenhaut
und die Verstärkungs-Textilfolie 12 für den hinteren
Holm werden zu einer vorherbestimmten Struktur gemäß dem zu
formenden Verbundmaterial-Flügel
zusammen getragen. Die Struktur aus den Verstärkungstextil-Folien 10, 11, 12, 16 und 17 wird
in dem abgeschlossenen Raum 4, der durch die obere Halbvorrichtung 2 und
die untere Halbvorrichtung 3 definiert ist, verschweißt.
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Der abgeschlossene Raum 4,
der durch die obere Halbvorrichtung und die unteren Halbvorrichtung 3 definiert
ist, wird durch das Rohr 7, das mit der oberen Halbvorrichtung 2 ver bunden
ist, evakuiert, und ein aus zwei Komponenten bestehendes wärmehärtbares
Harz, das bei verhältnismäßig niedriger Temperatur
aushärtet,
wird durch Rohr 5, das mit der unteren Halbvorrichtung 3 verbunden
ist, eingespritzt. Der abgeschlossene Raum 4 wird durch
Leitung 7, die mit der oberen Halbvorrichtung 2 verbunden
ist, evakuiert, bis das wärmehärtbare Harz,
das in den abgeschlossenen Raum 4 durch Leitung 5,
die mit der unteren Halbvorrichtung 3 verbunden ist, eingespritzt
worden ist, aus dem abgeschlossenen Raum 4 durch Leitung 7,
die mit der oberen Halbvorrichtung 2 verbunden ist, herausfließt. Als
wärmehärtbares
Harz kann das oben erwähnte,
aus zwei Komponenten bestehende wärmehärtbare Harz verwendet werden,
das durch Vermischen von Epicoat 6003® (Harz)
und Epicure 1500® (Beschleuniger) in einem
vorher bestimmten Verhältnis
hergestellt worden ist, verwendet werden.
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Die Verstärkungs-Textilfolien 10, 11, 12, 16 und 17 werden
mit dem wärmehärtbaren
Harz, das in den abgeschlossenen Raum 4 eingespritzt worden ist,
imprägniert.
Nach Feststellung der Imprägnierung der
Verstärkungs-Textilfolien 10, 11, 12, 16 und 17 mit
dem wärmehärtbaren
Harz wird das wärmehärtbare Harz
etwa 12 Stunden lang unter der Steuerung einer nicht dargestellten
Steuerungseinrichtung auf 60°C
erhitzt, um eine halb ausgehärtete
faserverstärkte
wärmehärtbare Harzstruktur
zu erzielen. In der Zwischenzeit wird die Verstärkungs-Textilfolie 18 für den vorderen
Holm (7) auf einen nicht
dargestellten Formungsdorn für
den vorderen Holm aufgezogen, die aufgezogene Verstärkungs-Textilfolie 18 für den vorderen
Holm in einen abgeschlossenen Raum, der durch eine obere Halbvorrichtung 2a und eine
untere Halbvorrichtung 3a definiert ist, eingelegt, der
abgeschlossene Raum evakuiert und das aus zwei Komponenten bestehende
wärmehärtbare Harz,
welches bei verhältnismäßig niedriger
Temperatur aushärtet,
in den evakuierten abgeschlossen Raum eingespritzt, um die Verstärkungs-Textilfolie 18 für den vor deren
Holm mit dem wärmehärtbaren
Harz zu imprägnieren.
Die Verstärkungs-Textilfolie 18 für den vorderen
Holm, die mit dem wärmehärtbaren Harz
imprägniert
worden ist, wird etwa 12 Stunden auf 60°C erhitzt, um das wärmehärtbare Harz,
mit dem die Verstärkungs-Textilfolie 18 für den vorderen Holm
imprägniert
worden ist, halb auszuhärten.
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Nach Feststellung der Halbaushärtung des wärmehärtbaren
Harzes, mit dem die Verstärkungs-Textilfolien 10, 11, 12, 16 du
17 imprägniert worden
ist, werden die obere Halbvorrichtung 2 und die untere
Halbvorrichtung 3 geöffnet
und die obere Halbvorrichtung 2, die untere Halbvorrichtung 3 und die
Dorne 9, 13, 14 und 15 von dem
halb ausgehärteten
hinteren Holm 20, den halb ausgehärteten Rippen 21 und
den halb ausgehärteten
Außenhäuten 10 und 11 entfernt,
und man erhält
eine halb ausgehärtete
Verbundstruktur 40, wie in 8 dargestellt.
Der halb ausgehärtete
vordere Holm 24 wird nun gegenüber einer offenen Seite der
halb ausgehärteten
Verbundstruktur 40 angeordnet. Anstoßende Anteile der halb ausgehärteten Verbundstruktur 40 und
des halb ausgehärteten
vorderen Holms 24, d. h. die in 9 grau getönt dargestellten Teile der
Rippen 21, der Außenhäute 22 und 23 und
des vorderen Holms 24 werden mit einem Klebstoff beschichtet
und miteinander verklebt, so daß die
halb ausgehärtete
Verbundstruktur 40 und der halb ausgehärtete vordere Holm 24 miteinander
kombiniert werden. Die halb ausgehärtete Verbundstruktur 40 und
der halb ausgehärtete
vordere Holm 24, die auf diese Weise durch Verkleben miteinander
verbunden worden sind, werden durch die formende Einspannungsvorrichtung 30 in
einer vorher bestimmten Form gehalten, wobei zugleich die Außenhautschablonen 31,
die halb ausgehärteten
Außenhäute 22 und 23 und
den halb ausgehärteten
hinteren Holm 20 halten und die Klemmen 32 für den vorderen
Holm den halb ausgehärteten
vorderen Holm 24 und die halb ausgehärteten Außenhäute 22 und 23 zusammenhalten.
Danach werden die halb ausgehärtete
Verbundstruktur 40 und der halb ausgehärtete vordere Holm 24 etwa
2 Stunden auf 180°C
erhitzt, um das wärmehärtbare Harz
und den Klebstoff zugleich auszuhärten und einen Verbundmaterial-Flügel 50,
wie er in 10 gezeigt
ist, herzustellen. Zusätzliche
Unterbau-Vorrichtungen bzw. Einspann-Vorrichtungen können verwendet
werden, wenn man die Kombination aus halb ausgehärteter Verbundstruktur 40 und
halb ausgehärtetem
vorderen Holm 24 einem Hochtemperatur-Aushärteverfahren
unterwirft, um Druck auf die gesamte Oberfläche der Kombination aus halb
ausgehärteter
Verbundstruktur 40 und halb ausgehärtetem vorderen Holm 24 auszuüben.
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Das Verfahren zur Herstellung eines
Verbundmaterial-Flügels
in der dargestellten Durchführungsform
fügt die
Außenhäute, den
hinteren Holm und die Rippen zu der halb ausgehärteten Verbundstruktur zusammen,
um so viele Komponenten wie möglich
gleichzeitig zu imprägnieren
und halb auszuhärten
und so die Arbeit zu erleichtern und die Kosten zu verringern, wonach
der halb ausgehärtete
vordere Holm mit Klebstoff an die halb ausgehärtete Verbundstruktur gebunden
und der halb ausgehärtete
vordere Holm, der mit Klebstoff an die halb ausgehärtete Verbundstruktur
auf diese Weise angefügt
worden ist, zusammen mit dieser einem Hochtemperatur-Aushärtungsverfahren
unterworfen wird.
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Die Erfindung ist nicht auf das oben
beschriebene spezielle Verfahren beschränkt. Beispielsweise kann jedes
der Elemente obere und untere Außenhaut, vorderer Holm, hinterer
Holm und Rippen kombiniert, mit dem wärmehärtbaren Harz imprägniert und
zu einer halb ausgehärteten
Verbundstruktur aus faserverstärktem
Kunststoff verformt werden. Die andere Außenhaut des faserverstärkten Kunststoffs
kann mit Klebstoff an die halb ausgehärtete Verbundstruktur gebunden
werden, und die andere Außenhaut
und die halb ausgehärtete Verbundstruktur,
die auf diese Weise aneinander gebunden sind, können dem Hochtemperatur-Aushärteverfahren
unterworfen werden. Der Umfang des Flügels wird bei dem Hochtemperatur-Aushärtungsverfahren
festgelegt, um eine Verschiebung der Außenhäute zu verhindern.
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Die obere und die untere Außenhaut,
der vordere und der hintere Holm und die Rippen können einzeln
durch Aufziehen von Verstärkungs-Textilfolien
auf Dorne in Form von Einzelkomponenten, durch Imprägnieren
der aufgezogenen Verstärkungs-Textilfolien
für jede
einzelne Komponente mit einem wärmehärtbaren
Harz in Formen, durch Halbaushärten des
wärmehärtbaren
Harzes, mit dem die aufgezogenen Verstärkungs-Textilfolien imprägniert sind, Entfernen der
Dorne aus den halb ausgehärteten
Komponenten, Zusammensetzen und verkleben der halb ausgehärteten Komponenten
zu einer Verbundstruktur und Hochtemperatur-Aushärten der Verbundstruktur hergestellt
werden. Die Verschiebung der Rippen kann dadurch verhindert werden,
daß man die
Rippen mit Verbindungsbolzen an den Außenhäuten befestigt, wobei man Untersuchungsöffnungen,
die in den Holmen usw. vorgesehen sind, verwendet.