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Die vorliegende Erfindung betrifft
ein Verfahren zum Auswählen,
Editieren und Wiedergeben einer komplexen akustischen Nachricht.
Der Bereich der Erfindung ist das Mobiltelefonwesen, der Bereich kann
sich aber auf alle Geräte
erstrecken, die in der Lage sind, Töne nach einem Ereignis zu entsenden, und
die mit einem Bildschirm und einem Erfassungsmittel versehen sind.
Das Erfassungsmittel kann beispielsweise eine Tastatur, ein Touch
Screen sein, wobei diese Aufzählung
nicht erschöpfend
ist. Ziel der Erfindung ist es, es dem Benutzer eines erfindungsgemäßen Mobiltelefons
zu ermöglichen,
das Läuten dieses
Mobiltelefons zu personifizieren. Diese Personifizierung ermöglicht es
dem Benutzer zu erkennen, ob sein eigenes Mobiltelefon oder das
eines seiner Nachbarn läutet.
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Im Stand der Technik sind Mobiltelefone
bekannt, die in einem Speicher eine gewisse Anzahl von voraufgezeichneten
Läutmelodien
umfassen. Der Benutzer kann nun über
die Menüs
des Mobiltelefons das Läuten
auswählen,
das das Seinige sein soll. Jedoch die Zahl von Läutmelodien, die so in dem Mobiltelefon
enthalten sind, ist durch die Speicherkapazität dieses Mobiltelefons begrenzt.
Diese ist selbst durch Integrationserfordernisse begrenzt. In der
Praxis ist die Zahl von Läutmelodien,
die somit dem Benutzer zur Auswahl angeboten werden, nicht größer als
zehn. Nun gibt es wesentlich mehr als zehn Benutzer eines selben
Mobiltelefons auf der Welt, ganz zu schweigen davon, daß sehr oft
bei einem gegebenen Hersteller die Läutmelodien des Telefons unabhängig vom
Modell dieselben sind. Es kommt auch häufig vor, daß die Läutmelodien
von einer Marke zur anderen wiederzufinden sind. Die Wahrscheinlichkeit,
daß zwei
Benutzer eines Mobiltelefons, die dieselbe Läutmelodie benutzen, nebeneinander
stehen, ist somit sehr hoch.
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Die Lösung, die darin besteht, die
Anzahl von voraufgezeichneten Melodien zu erhöhen, ist nicht verwirklichbar.
Diese Melodien würden
nämlich
in einer Zone des Speichers des Telefons gespeichert, auf die nur
bei einem Läuten
oder bei der Auswahl der Läutmelodie
zugegriffen würde.
Dies stellt eine Vergeudung dar, auch wenn vorgesehen wird, die Läutmelodien,
die nicht verwendet werden, zu komprimieren.
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Im Stand der Technik sind auch Mobiltelefone
bekannt, die sich an einen entfernten Melodienserver anschließen. Der
entfernte Server umfasst Tausende von Läutmelodien, die nach Belieben
von den Benutzern eines solchen Mobiltelefons konsultiert werden
können.
Diese Lösung
hat zwei Nachteile. Ein erster Nachteil ist die Zeit, um die auf
dem entfernten Server aufgezeichneten Melodien zu konsultieren.
Tausende von Melodien zu konsultieren erfordert nämlich Zeit,
und deren Speicherung erfordert einen beträchtlichen, wenn nicht unmöglichen
Aufwand. Es ist somit für
den Benutzer nicht einfach, seine Wahl zu treffen. Ferner ist es
sehr gut möglich, daß die Autonomie
des Mobiltelefons für
die Konsultation aller auf dem Server gespeicherten Melodien nicht
ausreicht. Wenn bei dieser Lösung
die Auswahl auch groß ist,
wird sie keinesfalls leichter.
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Das zweite Problem dieser Lösung kommt von
der Tatsache, daß die
Konsultation erfolgt, während
das Mobiltelefon angeschlossen und mit dem Netz in Verbindung ist.
Bei der Wahl seiner Läutmelodie
eignet sich der Benutzer somit einen Teil des Frequenzbereichs des
Netzes an. Dieser Vorgang verursacht somit Kosten für den Betreiber.
Ferner hat der Betreiber den Läutmelodienserver
zu warten.
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Im Stand der Technik ist auch das
Dokument EP-A-0 851 649 bekannt.
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Die Erfindung löst diese Probleme, indem sie es
dem Benutzer ermöglicht,
seine Läutmelodie
zu personifizieren. Dazu kann der Benutzer entweder eine im Mobiltelefon
vorhandene Läutmelodie
verändern
oder seine eigene Melodie erzeugen. In beiden Fällen handelt es sich um ein
Editieren. Das erfindungsgemäße Verfahren
ermöglicht
es, auf einem Bildschirm des Mobiltelefons eine Läutmelodie
anzuzeigen. Bei einer bevorzugten Ausführung handelt es sich um ein
Notensystem, das die Noten umfasst, die der Läutmelodie entsprechen, die
der Benutzer gerade editiert. Während
dieses Editierens und dank der Tastatur des Mobiltelefons kann der
Benutzer die Eigenschaften der Noten, die bereits auf der Partitur vorhanden
sind, verändern,
neue einfügen
oder welche weglassen. Wenn das Editieren beendet ist, validiert
der Benutzer die Melodie, die nun in einem Wiedergabespeicher des
Mobiltelefons aufgezeichnet wird. Nun ist die Melodie, die soeben
editiert wurde, jene, die beim Läuten
des Mobiltelefons eingesetzt wird.
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Die Erfindung betrifft somit ein
Verfahren zum Auswählen
und Wiedergeben einer komplexen akustischen Nachricht, die über ein
Mobiltelefon ausgestrahlt wird, das folgende Schritte umfasst:
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- – Aufzeichnung
der digitalen Informationen, die der komplexen akustischen Nachricht
entsprechen, in einem Wiedergabespeicher,
- – Wiedergeben
der komplexen akustischen Nachricht, die in dem Wiedergabespeicher
enthalten ist, über
einen Lautsprecher des Mobiltelefons,
- – Anzeigen
des Inhalts eines Editierspeichers auf einem Bildschirm des Mobiltelefons,
- – Ändern des
Inhalts des Editierspeichers in Abhängigkeit von den gedrückten Tasten
einer Tastatur des Mobiltelefons,
- – Darstellen
der Änderungen
des Inhalts des Editierspeichers auf dem Bildschirm des Mobiltelefons,
- – Neuzusammensetzen
einer komplexen akustischen Nachricht aufgrund des Inhalts des Editierspeichers,
- – Aufzeichnen
der neu zusammengesetzten komplexen akustischen Nachricht in dem
Wiedergabespeicher,
dadurch gekennzeichnet, daß:
- – ein
Ton, der einem Element des Editierspeichers entspricht, zu dem Zeitpunkt
ausgestrahlt wird, zu dem dieses Element ausgewählt und/oder verändert wird.
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Die vorliegende Erfindung wird durch
die Studie der nachfolgenden Beschreibung und der begleitenden Figuren
besser verständlich.
Diese haben nur hinweisenden und keinesfalls für die Erfindung einschränkenden
Charakter. Die Figuren zeigen:
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1:
eine Darstellung der erforderlichen Mittel für den Einsatz des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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2:
eine Darstellung von Schritten des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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3:
eine Darstellung einer Struktur eines Speichers, in dem eine komplexe
akustische Nachricht gespeichert wird.
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1 zeigt
ein Mobiltelefon 100, umfassend einen Speicher 101 und
einen Mikroprozessor 102. Der Speicher 101 umfasst
eine Speicherzone 103, die die Programme enthält, die
sich aus Befehlscodes zusammensetzen, die den Mikroprozessor 102 steuern.
Der Speicher 101 und der Mikroprozessor 102 sind
durch einen Bus 104 verbunden. Der Bus
104 befördert alle
erforderlichen Signale für
einen ordnungsgemäßen Betrieb
des Telefons 100, nämlich
Adresssignale, Datensignale, Steuersignale und Unterbrechungssignale.
Der Speicher 101 umfasst eine Zone 105, Wiedergabespeicher
genannt, in dem Informationen zur Läutmelodie des Telefons 100 aufgezeichnet
sind. In einem Beispiel sind diese Daten Musterwerte eines akustischen
Signals. Wenn der Mikroprozessor 102 die in dem Speicher 105 aufgezeichnete
Melodie ausstrahlen soll, liest der Mikroprozessor 102 den
Wert der in dem Speicher 105 aufgezeichneten Muster ab
und unterzieht diese Werte über
den Bus 104 einem Digital-Analog-Umsetzer 106. Der Umsetzer 106 ist
einerseits an den Bus 104 und andererseits an einen Lautsprecher 107 angeschlossen.
Das von dem Umsetzer 106 erzeugte Analogsignal wird somit
akustisch von dem Lautsprecher 107 ausgestrahlt.
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In der Beschreibung wird der Inhalt
des Speicher 105 als eine Läutmelodie angenommen, jedoch es
kann sich um eine Melodie handeln, die von dem Telefon 100 entsandt
werden kann, um ein beliebiges Ereignis anzuzeigen, oder einfach
auf einen Befehl des Benutzers des Telefons 100 entsandt
wird.
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Der Speicher 103 umfasst
die Befehlscodes, die dem erfindungsgemäßen Verfahren entsprechen. Das
erfindungsgemäße Verfahren
verwendet Daten, die in einer Speicherzone 108 aufgezeichnet
sind, die Editierspeicher genannt wird.
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2 stellt
Schritte des erfindungsgemäßen Verfahren
dar. 2 zeigt einen Vorschritt 220 zum Editieren
der Partitur. In Schritt 200 verwendet ein Benutzer des
Telefons 100 Tasten 123 bis 126 einer Tastatur 110,
die an den Bus 104 angeschlossen ist. Die Tasten 123 bis 126 stellen
eine Zeigevorrichtung dar. Die Taste 125 ermöglicht es
dem Benutzer, in die Menüs
des Mobiltelefons einzusteigen. Der Benutzer verwendet die Tasten 123 und 124,
um die verschiedenen Wahlmöglichkeiten,
die von diesen Menüs
angeboten werden, durchzusehen, und die Taste 126, um das
Editieren einer Partitur unter diesen Wahlmöglichkeiten auszuwählen.
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Die Einrichtung eines sogenannten
ablaufenden Menüs
in den Mobiltelefonen ist üblich.
Dies besteht darin, auf einem Bildschirm 109 des Mobiltelefons
die Liste aller Verfahren anzuzeigen, die der Benutzer von diesem
Mobiltelefon aus durchführen kann.
Der Benutzer verwendet nun Tasten der Tastatur 110, um
das Verfahren, das er durchführen
möchte,
auszuwählen.
Die Verwendung dieser Tasten verschiebt einen Zeiger auf dem Bildschirm 109.
Dieser Zeiger ermöglicht
es, nacheinander die verschiedenen angezeigten Wahlmöglichkeiten
darzustellen. Wenn die richtige Wahl angezeigt wird, reicht es aus, auf
eine vorbestimmte Taste zu drücken,
um die Ausführung
des Verfahrens durch den Mikroprozessor 102 auszulösen.
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Es wird nun in einen Schritt 201 der
Initialisierung des Editierspeichers 108 übergegangen. 2 zeigt zwei Möglichkeiten
für diesen
Schritt, es gibt aber noch weitere. Bei einer ersten Version des Schrittes
201 ermöglicht
es ein Schritt 202, das Verfahren zwischen dem Editieren
einer neuen Partitur oder dem Editieren einer alten Partitur zu
lenken. Wenn der Benutzer eine neue Partitur editieren möchte, wird
in Schritt 203 zur Aufzeichnung einer vorbestimmten Nachricht übergegangen.
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3 stellt
ein Beispiel für
eine mögliche Struktur
des Editierspeichers 108 dar. Es handelt sich um eine Tabelle
mit zwei Zeilen, von denen jede Spalte einer elementaren Nachricht
entspricht. Jede elementare Nachricht ihrerseits entspricht einer
Note. Jede Zeile ertspricht einem Merkmal der Note. Die Reihenfolge
der Noten in der Tabelle entspricht der Reihenfolge der Noten, in
der sie durch den Mikroprozessor 102 bei der Wiedergabe
der Läutmelodie ausgestrahlt
wird. So entspricht eine erste Zeile 301 der Tabelle 300 der
Höhe der
Noten, und eine zweite Zeile 302 entspricht der Länge der
Noten. Es ist anzumerken, daß Zeilen
hinzugefügt
werden könnten, wenn
zu den Noten Merkmale, beispielsweise die Klangfarbe, hinzugefügt werden
sollen. Die erste Spalte 303 der Tabelle 300 entspricht
somit der ersten Note. In Schritt 301 wird somit mit im
Werk vorbestimmten Werten die Spalte 303 initialisiert.
In dem Beispiel der Figur 303 handelt es sich um ein C,
dessen Länge 4 beträgt.
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In Wirklichkeit wird das C in
Form einer von seiner Frequenz, somit seiner Höhe auf einem Notensystem abhängigen Zahl
gespeichert. Wenn es sich um die tiefste Note handelt, die von dem
Telefon 100 ausgestrahlt werden kann, wird sie also im
Speicher mit dem Wert 1 aufgezeichnet. Die auf die tiefste Note
folgende Note wird mit dem Wert 2 aufgezeichnet und so weiter, bis
zur höchsten
Note. Der Wert 4 entspricht viermal der Länge einer kürzesten Note, die das Telefon 100 ausstrahlen
kann. In der Praxis wird die Länge
dieser kürzesten
Note willkürlich
gewählt,
beispielsweise eine Sechzehntelnote. Dasselbe gilt für die tiefste
Note. Es wird in Schritt 210 zur Anzeige des Notensystems übergegangen.
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Wenn während des Schritts 202 der
Benutzer beschlossen hat, die bestehende Melodie zu ändern, wird
in Schritt 204 zur Zergliederung der komplexen Nachricht übergegangen.
In Schritt 204 analysiert der Mikroprozessor den Inhalt
des Speichers 105. Es handelt sich um eine Frequenzanalyse
der in dem Speicher 105 aufgezeichneten Muster, die ermöglicht,
die Sequenz von Noten, die aneinander gereiht sind, zu bestimmen.
Für die
Analyse ist die minimale Länge
einer Note bekannt. Die Länge
aller anderen Noten ist ein ganzes Vielfaches dieser Länge. Für die Frequenzanalyse
reicht es somit aus, die Muster, die dieser Länge entsprechen, zu studieren, indem
mit dem ersten Muster begonnen wird. Wenn während der Analyse festgestellt
wird, daß mehrere identische
Noten aufeinander folgen, reicht es aus, diese Aufeinanderfolge
von Noten in eine einzige und selbe Note umzuwandeln, die eine größere Länge aufweist.
Es wird nun in einen Schritt 205 der Aufzeichnung der zergliederten
komplexen Nachricht übergegangen.
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In Schritt 205 wird die
Sequenz der Noten, die von der Analyse aus Schritt 204 kommen,
in der Tabelle 300 des Speichers 108 gespeichert. Nach dem
Schritt 205 werden somit in dem Speicher 108 eine
Aufeinanderfolge von Noten sowie ihre Länge aufgezeichnet. Es wird
in Schritt 210 übergegangen.
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Schritt 201 könnte auch
durch einen Schritt 206 initialisiert werden, der ähnlich Schritt 203 ist.
Auf Schritt 206 würde
ein Schritt 207 folgen, der dem Benutzer die Wahlmöglichkeit
gibt, die vorhergehende Melodie zu editieren. Wenn der Benutzer
die vorhergehende Melodie editieren möchte, wird in einen Schritt 208 ähnlich Schritt 204 übergegangen,
gefolgt von einem Schritt 209 ähnlich Schritt 205.
Auf die Schritte 207 und 209 folgt Schritt 210.
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Bei einer Variante der Erfindung
kann vorgesehen werden, daß der
Inhalt des Speichers 105 keine Musterwerte sondern eine
Tabelle vom Typ der Tabelle 300 ist. In diesem Fall ist
vor Abspielen der Melodie der Mikroprozessor 102 nun verpflichtet,
die Daten dieser Tabelle 300 in Musterwerte umzusetzen,
die er dem Umsetzer 106 vorlegt. Diese Umsetzung erfolgt
mit Hilfe einer Übereinstimmungstabelle zwischen
den Daten einer Tabelle des Typs 300 und den Musterwerten.
Diese Musterwerte können
auch durch die Berechnung mit Hilfe einer Funktion erhalten werden,
da es sich für
die von dem Telefon gespielten Noten um reine Harmonische handelt.
Die Sinus- und Cosinus-Funktionen bei der richtigen Frequenz sind
dafür somit
sehr gut geeignet.
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In Schritt 210 wird der
Inhalt des Speichers 108 analysiert, und auf dem Bildschirm 1
09 werden die
in dem Speicher 108 aufgezeichneten Noten angezeigt. Die
Noten werden nacheinander analysiert und von links nach rechts in
der Reihenfolge, in der sie im Speicher vorhanden sind, angezeigt.
Der Bildschirm 109 ist an den Bus 104 angeschlossen.
Jede in der Tabelle 300 des Speichers 108 enthaltene Note wird
auf einem am Bildschirm 109 angezeigten Notensystem positioniert.
Die Höhe
einer Note auf dem Notensystem hängt
vom in dem Feld der Zeile 301 der Tabelle 300 aufgezeichneten
Wert ab, welcher der anzuzeigenden Note entspricht. Jedem möglichen
Wert in der Zeile 301 entspricht eine Höhenposition auf dem am Bildschirm
angezeigten Notensystem.
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Die Länge der Noten ist durch ihre
Darstellung am Bildschirm ausgedrückt. In dem Beispiel wird angenommen,
daß die
kürzeste
Note, die von dem Telefon 100 gespielt werden kann, eine
Sechzehntelnote stützt.
D. h. daß ein
Wert 1 in einem Feld der Zeile 302 bedeutet, daß die entsprechende
Note eine Sechzehntelnote ist.
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So wird je nach Fall in Schritt 210 entweder ein
Notensystem, das nur eine Note umfasst, wenn der Benutzer eine neue
Partitur dieser Note editieren möchte,
die, die vorbestimmt Note oder in unserem Beispiel eine Viertelnote,
die als Höhe
das C hat, ist, angezeigt. Oder es wird die vorhergehende
editierte Melodie angezeigt. In diesem Fall wird nun eine Notensequenz
angezeigt, deren Höhen
von einem C bis zum A der höheren Oktav variieren. Es ist
auch möglich,
einer Note ein Kreuz oder ein Erniedrigungszeichen zuzuweisen, wobei
in diesem Fall das entsprechende Symbol auf dem Notensystem nach
der Note angezeigt wird.
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Der Bildschirm 109 ermöglicht es
nur, einen Teil des Notensystems anzuzeigen. Es wird in Schritt 211 zum
Auslösen
einer Aktion in Abhängigkeit
von der gedrückten
Taste der Tastatur 110 übergegangen.
In Schritt 211 wird gewartet, bis eine Taste gedrückt wird.
Wenn eine Taste gedrückt
wird, wird die entsprechende Aktion ausgelöst.
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In einem Schritt 212 wird
eine Note ausgewählt.
In Schritt 212 wird die Taste 125 verwendet, um
zu der vorhergehenden Note überzugehen,
und die Taste 126, um zu der folgenden Note überzugehen.
Nach Schritt 210 ist die aktive Note, die erste Note des
Notensystems, nämlich
jene, die am weitesten links am Bildschirm 109 angeordnet
ist. In einem Beispiel wird die aktive Note durch einen vertikalen
Cursor 129, der den Bildschirm 109 sperrt und der
punktiert auf Höhe
der aktiven Note dargestellt ist, angezeigt. Wenn sich die aktive
Note am Rand des Bildschirmes 109 befindet und auf eine
der Tasten gedrückt
wird, um über
diesen Rand hinauszuschauen, wird die Gesamtheit der auf dem Bildschirm 109 dargestellten
Noten versetzt, um die neue aktive Note aufscheinen zu lassen. Es
wird ein Ton entsandt, der einer Note des Notensystems entspricht, wenn
die Note neu ausgewählt
wird.
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Wenn die aktive Note die erste Note
des Notensystems ist und wenn gewünscht wird, die ihr vorhergehende
Note zu sehen, ist dies nicht möglich. Ebenso
wenn die aktive Note die letzte Note des Notensystems ist und wenn
gewünscht
wird zu sehen, was auf sie folgt, positioniert sich der Cursor genau hinter
der letzten Note und kann sich nicht mehr darüber hinaus verschieben.
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In Schritt 213 werden die
Tasten 123 und 124 verwendet, um die Höhe der aktiven
Note zu verändern.
Ein Druck auf die Taste 123 ermöglicht es, die Note auf dem
Notensystem, somit hinsichtlich ihrer Frequenz, steigen zu lassen.
Wenn bei der höchsten Note
angelangt wird, die auf dem Bildschirm 109 dargestellt
werden kann, wird die Note nun die tiefste Note. Wenn auf die Taste 124 gedrückt wird,
sinkt die aktive Note um eine Stufe auf dem Notensystem. Wenn bei
der tiefsten Note angelangt wird, die auf dem Notensystem dargestellt
werden kann, wird die Note die höchste
Note. In einem Beispiel wird, wenn die aktive Note ein C ist
und auf die Taste 123 gedrückt wird, die aktive Note nun
ein D. In der Praxis wird angenommen, daß die tiefstmögliche Note
für die
Bildung einer Melodie ein C 135 ist, und daß die höchste Note
das G der nächsten
Oktav ist. So werden alle Noten abgedeckt, die auf einem Notensystem
dargestellt werden können.
Es wird ein Ton entsandt, der einer Note des Notensystems entspricht, wenn
die Note verändert
wird.
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In einem Schritt 214, der
durch Drücken
auf eine Taste 117 ausgelöst wird, wird eine neue Note eingesetzt.
Die neue Note wird an der Position vor dem Cursor eingesetzt, somit
die aktive Note. Die Eigenschaften der neuen Note sind jene der
fehlenden Note, dies ist allerdings nur ein Beispiel. Die neue Note
kann tatsächlich
jede beliebige Eigenschaft aufweisen, die in der Folge verändert wird.
Wenn die neue Note eingesetzt ist, wird sie die aktive Note, um die
Aktualisierung ihrer Merkmale zu erleichtern. Parallel zur Aktualisierung
der Anzeige des Bildschirms 109 beim Einsetzen einer neuen
Note wird die Tabelle 300 in dem Speicher 108 aktualisiert.
Die Aktualisierungsalgorithmen für
die Tabelle sind bekannt. Bei einer Variante der Erfindung könnte die
Tabelle 300 eine Kettenliste von Noten sein, dies sollte
das Einfügen
und Weglassen von Noten vereinfachen. Jedoch der erforderliche Speicherplatz
wäre größer. Jede Aktion,
die mit den Tasten der Tastatur 110 durchgeführt und
auf dem Bildschirm angezeigt wird, wird natürlich in der Tabelle des Speichers 300 eingetragen.
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In Schritt 215, der auf
das Drücken
einer Taste 119 folgt, wird eine Note weggelassen. Die
weggelassene Note ist die aktive Note. Die neue aktive Note ist
die Note, die auf die soeben weggelassene Note folgt. Falls keine
vorhanden ist, wird der Cursor nun genau hinter der letzten Note
des Notensystems positioniert. Wenn auf die Taste 119 in
dieser Konfiguration gedrückt
wird, passiert nichts.
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In einem Schritt 216, der
durch Drücken
einer Taste 118 ausgelöst
wird, wird sequentiell Spalte für
Spalte der Inhalt der Tabelle 300 gelesen. Das heißt es wird
jede Note nacheinander durchlaufen. Jeder Note werden Musterwerte
zugeordnet, die in einer Äquivalenztabelle
zwischen den Notenhöhen und
den Musterwerten enthalten sind. Diese Musterwerte werden nun an
den Umsetzer 106 gesandt. Der Umsetzer 106 erzeugt
ein analoges Signal, das an den Lautsprecher 107 übertragen
wird, um ausgestrahlt zu werden. Dies bedeutet, daß das Telefon 100 das
derzeit im Editieren befindliche Notensystem spielt. In dem Speicher 101 ist
eine Äquivalenztabelle zwischen
den Notenhöhen
und den Musterwerten vorhanden. In dieser Tabelle entspricht jede
Zeile einer Notenhöhe
und jede Spalte einem Musterwert. Es gibt so viele Musterwerte pro
Zeile wie erforderlich, um die Note mit einer minimalen Spieldauer durch
das Telefon 100 zu spielen. Die Anzahl von Werten hängt von
einer Bemusterungsrate und von der gewünschten akustischen Qualität ab. Wenn
die Tabelle 300 angibt, daß die Länge der zu spielenden Note
größer ist,
wird der Inhalt der der Höhe
der Note entsprechenden Zeile in der Schleife wiederholt. Dieser
Vorgang wird wiederholt, bis die Länge der Note erreicht ist.
Nun wird zu der folgenden Note in Tabelle 300 übergegangen.
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In einem Schritt 217 wird
das Notensystem aufgezeichnet. Dies entspricht der Übertragung
des Inhalts des Speichers 108 in den Speicher 105.
Falls der Speicher 105 Musterwerte enthält, wird dieselbe Übersetzung
wie in Schritt 216 durchgeführt, außer wenn dies an Stelle der
Adressierung der Musterwerte an den Umsetzer 106 erfolgt,
werden sie in den Speicher 105 geschrieben. Falls der Speicher 105 Informationen
desselben Typs wie der Speicher 108 enthält, handelt
es sich um eine einfache Datenübertragung
von einem Speicher zum anderen.
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In Schritt 213 kann auch
die Taste 112 verwendet werden, um die Länge der
aktiven Note zu verändern.
Jedes Drücken
auf die Taste 112 vergrößert die
Länge der
aktiven Note. Die möglichen
Längen
für die
Noten sind Vielfache einer Minimallänge. Jedes Drücken auf
die Taste 112 vergrößert die
Länge der
aktiven Note um diese Minimallänge.
Wenn die maximal mögliche
Länge,
die in einem Beispiel bei einer zweimal punktierten halben Note
festgelegt ist, für
eine Note erreicht ist, bewirkt ein neuerliches Drücken auf
die Taste 112, daß die
Länge der
aktiven Note nun die von dem Tontelefon spielbare Mindestlänge wird.
Ein Drücken
auf die Taste 122 ermöglicht es,
der aktiven Note ein Kreuz, ein Erniedrigungszeichen oder nichts
zuzuordnen. Ein erstes Drücken
auf die Taste 122 ordnet der Note ein Kreuz zu, ein zweites
Drücken
ordnet der Note ein Erniedrigungszeichen zu, und wenn wieder gedrückt wird,
während die
Note bereits ein Erniedrigungszeichen besitzt, wird die Note wieder
eine normale Note, d. h. ohne Kreuz oder Erniedrigungszeichen.
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In einem Schritt 218, der
mit der Taste 116 ausgelöst wird, wird das Notensystem
gelöscht.
D. h. der Inhalt der Tabelle 300 wird neu initialisiert,
indem alle Noten, die sie enthält,
gelöscht
werden. Die Anzeige des Bildschirms 109 wird folglich neu
initialisiert, d. h. auf ein leeres Notensystem. Um zu erfahren,
welche Elemente der Tabelle 300 auf dem Bildschirm 109 angezeigt
werden müssen,
reicht es in einem Beispiel aus, einen Zähler zu steuern, der die Anzahl
von Noten des im Editieren befindlichen Notensystems zählt. Wenn
dieser Zähler
auf 0 steht, bedeutet dies, daß keine
Note am Bildschirm 109 anzuzeigen ist, andernfalls wird
eine Note angezeigt, die in der Tabelle 300 enthalten ist,
deren Index von 1 bis zum Wert des Zählers variiert. Das Löschen des
Notensystems bedeutet somit ein Rücksetzen des Zählers auf
0.
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Ein Schritt 219 wird durch
die Taste 111 ausgelöst.
In diesem Schritt wird die vorhergehende Partitur in den Speicher 105 eingelesen,
d. h. jene, die in dem Speicher 105 aufgezeichnet ist.
Dieser Schritt 219 entspricht einer Initialisierung des
Notensystems, gefolgt von der Aneinanderreihung der Schritte 204, 205 und 210.
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In Schritt 213 wird bei
Drücken
auf die Taste 115 der aktiven Note ein Punkt zugeordnet,
wenn noch einmal auf die Taste 115 gedrückt wird, werden der Note zwei
Punkte zugeordnet, und bei nochmaligem Drücken wird die Note wieder eine
normale Note, d. h. ohne Punkt.
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In Schritt 213 wird durch
Drücken
auf die Taste 114 in das Notensystem eine Pause eingefügt. D. h.
eine Note, die keine Höhe,
sondern eine Länge besitzt.
Auf dem Bildschirm 109 wird nun direkt vor der aktive Note
das der Pause entsprechende Symbol angezeigt. Ihre Darstellung in
der Tabelle 300 kann eine Note mit einer Höhe gleich
Null, jedoch mit einer Länge
ungleich Null sein.
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Ein Drücken auf die Taste 113 ermöglicht es, in
einen Schritt 220 überzugehen,
der es ermöglicht, das
Editieren zu quittieren, ohne den Inhalt des Speichers 108 in
den Speicher 105 zu kopieren. Auf den Schritt 220 folgt
unmittelbar ein Schritt 221, der der Wiederaufnahme der
normalen Aktivität
eines Mobiltelefons entspricht.
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Ein Schritt 222, der durch
die Taste 121 ausgelöst
wird, entspricht dem Senden der Partitur, die in dem Speicher 108 enthalten
ist, durch eine SMS-Nachricht. Diese Nachricht wird an ein anderes Mobiltelefon
adressiert. Es wird davon ausgegangen, daß der Speicher 105 einen
Inhalt desselben Typs wie der Speicher 108 aufweist. Dies
vermeidet, daß eine
bereits beschriebene Übersetzung
wieder beschrieben werden muss. In Schritt 121 erfasst
der Benutzer des Mobiltelefons die Telefonnummer der Person, der
er seine Melodie senden möchte.
Wenn dies erfolgt ist, löst
er die Entsendung seiner Melodie aus. Die Melodie kann durch eine
oder mehrere SMS-Nachrichten (Short Message Service oder Kurznachricht)
je nach der Länge
der Melodie gesandt werden. Diese SMS-Nachrichten) enthält nun in
ihrer Kopfzeile Informationen über
ihre Art, eine Ordnungszahl und die Gesamtzahl von Nachrichten, um
den Fall des Eingehens mehrerer Nachrichten steuern zu können. Die
Daten der SMS-Nachrichten) entsprechen dem Inhalt des Speichers 108.
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Wenn ein erfindungsgemäßes Mobiltelefon eine
SMS-Nachricht dieser Art empfängt,
zeichnet es den Inhalt der Datenzone(n) der Nachrichten in dem Speicher 105 auf.
Wenn der Speicher 105 aktualisiert ist, verfügt das Mobiltelefon über eine
neue Läutmelodie.
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Die in dem Speicher 105 aufgezeichnete
Melodie kann auch übertragen
werden, indem jede beliebige Datenübertragungsart verwendet wird,
die von dem Mobiltelefon vorgesehen ist. Diese Übertragung erfolgt über ein
Modem 131, das an den Bus 104 angeschlossen ist.
Andererseits ist das Modem 131 auch an eine Freileitung 132 angeschlossen. Diese
Freileitung 132 ermöglicht
es, eine Verbindung 133 funkelektrischen Typs mit einer Basisstation 134 herzustellen.
Das Telefon 100 ist an ein Netz über die Basisstation 134 angeschlossen.
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In einem Beispiel wird über einen
Anschluss 130, der an den Bus 134 angeschlossen
ist, das Telefon 100 mit einem Computer verbunden, in dem eine
Melodie geschrieben wurde. Es wird nun die Aktualisierung des Speichers 105 vom
Computer aus ausgelöst.
Diese Lösung
ermöglicht
es, über
ein ergonomischeres Umfeld, um die Läutmelodie zusammenzusetzen,
zu verfügen.
Ein Computerbildschirm ist nämlich
wesentlich größer als
ein Bildschirm eines Mobiltelefons, dies gilt auch für die Tastaturen,
die bei einem Computer mehr Tasten umfassen.
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Der Inhalt des Speichers 105 kann
auch mit Hilfe eines Mikrofons 127 aktualisiert werden,
der an einen Analog-Digital-Umsetzer 128 angeschlossen ist,
welcher selbst an den Bus 104 angeschlossen ist. Der Umsetzer 128 stellt
somit dem Mikroprozessor 102 Muster zur Verfügung, die
einer von dem Mikrofon 127 erfassten Melodie entsprechen.
Diese Muster werden nun von dem Mikroprozessor in dem Speicher 105 aufgezeichnet.
Es ist in der Folge möglich, diese
Melodie, die über
das Mikrofon 127 aufgezeichnet wurde, zu editieren. Jedoch
der Übergang
von dem Speicher 105 in den Speicher 108 könnte in
diesem Fall Informations verluste im Vergleich mit der Melodie,
wie sie aufgezeichnet wurde, hervorrufen. Es herrscht nämlich nicht
unbedingt Übereinstimmung
zwischen den aufgezeichneten Noten und den in der Übereinstimmungstabelle zwischen
Musterwerten und Noten, die auf einem Notensystem am Bildschirm 109 darstellbar
sind, gespeicherten Noten. Die darstellbaren Noten sind nämlich auf
die Noten begrenzt, die zwischen einem C und einer vorbestimmten
Oktav und dem G der nächsten
Oktav liegen.