DE581502C - Verfahren zur Herstellung von Stromwenderstegen aus zwei Werkstoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Stromwenderstegen aus zwei WerkstoffenInfo
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- DE581502C DE581502C DE1930581502D DE581502DD DE581502C DE 581502 C DE581502 C DE 581502C DE 1930581502 D DE1930581502 D DE 1930581502D DE 581502D D DE581502D D DE 581502DD DE 581502 C DE581502 C DE 581502C
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
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- H01R39/00—Rotary current collectors, distributors or interrupters
- H01R39/02—Details for dynamo electric machines
- H01R39/04—Commutators
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- Manufacture Of Motors, Generators (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM
28. JULI 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2Id1 GRUPPE
Zusatz zum Patent 535
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Dezember 1930 ab
Das Hauptpatent hat angefangen am 10. Dezember 1930.
In dem Hauptpatent ist ein Verfahren zur Herstellung von Stromwenderstegen, aus zwei
Werkstoffen, von denen einer eine hohe elektrische Leitfähigkeit, der andere hohe mechanische
Festigkeit besitzt, wobei die Bestandteile des Endproduktes längs ihrer Schmalseiten
miteinander, verbunden sind, beschrieben. Nach diesem Verfahren wird der elektrisch
gut leitende Werkstoff (z. B. Kupfer) mit einer Platte, die als Träger der mechanischen
Festigkeit dient (z. B. Stahl) derart längs der größten Ausdehnung verbunden,
daß in allen Punkten der sich berührenden Flächen eine innige metallische Verbindung
entsteht. Darauf wird der so erhaltene Rohling in Längsstreifen zerschnitten und diese
endlich auf die gewünschten Abmessungen ausgewalzt oder gezogen,
Die Erfindung verbessert dieses Verfahren
ao dadurch, daß nicht eine Kupferplatte mit einer einzigen Stahlplatte verbunden wird,
sondern daß zwischen zwei parallel gestellte Platten aus Stahl bzw. Werkstoffen großer
mechanischer Festigkeit ein Werkstoff großer Leitfähigkeit* ζ. Β. Kupfer, gebracht wird
und längs der Flächen der größten Ausdehnung mit den Platten innig verbunden wird.
Der so erhaltene Rohling wird in Längsstreifen zerschnitten, diese Streifen werden
dann auf die gewünschten Abmessungen ausgewalzt oder gezogen und nach Fertigstellung
nochmals in der Mitte längsgeteilt. Die fertigen Strom wender stege besitzen dann eine
schmalseitige Verbindung von Kupfer und Eisen.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird der Vorteil erzielt, daß beim Zerschneiden
der miteinander verbundenen Platten gegenüber dem Verfahren des Hauptpatents die doppelte oder mehrfache Anzahl von
Stromwender Segmenten erhalten wird.
Benutzt man die beiden Stahlplatten als Seitenwände einer Gußform, so erübrigen
sich besondere Guß formen. Es ist dann lediglich nötig, für die beiden anderen Seitenwände
und den Boden besondere Platten vorzusehen, die bei entsprechender Behandlung, beispielsweise durch Bestreichen mit Graphit,
immer wieder verwendet werden können.
In den so gebildeten kastenförmigen Hohlraum wird das flüssige Kupfer gegossen, das
sich mit den entsprechend behandelten und erwärmten Seitenwänden der Stahlplatten
innig verbindet.
*) Von dem Patent sucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Franz Zeug in Berlin.
Die Vorrichtung, die nötig wird, um die Teile der so gebildeten Gußform zusammenzuhalten,
kann. gleichzeitig zum Anwärmen dieser Gußform dienen. So können beispielsweise
Teile der Haltevorrichtung als Klemmbacken elektrischer Schweißmaschinen ausgebildet
sein. Dadurch erhält der ganze Block eine größere Wärmekapazität, und überdies kann die durch die Strahlung verlorene
ίο Wärme wieder durch Heizung der Stahlwände durch die Haltevorrichtung zugeführt
werden.
Ein weiterer Vorteil der Herstellung des Rohlings aus drei Platten besteht darin, daß
durch die genannte Methode ein Verziehen der Platten infolge der verschiedenen Ausdehnungskoeffizienten
der beiden Werkstoffe verhindert wird.
An Stelle der beiden als Teile der Gußform dienenden Stahlplatten können drei,
vier oder mehrere Stahlplatten Anwendung finden, zwischen welche das Kupfer eingegossen
wird. Die Anzahl der Stahlplatten des Rohlings muß stets um eins größer sein als jene der Kupferplatten. Die Schnitte
durch die Platten können auch schräg zur Plattenfläche geführt werden, was den Vorteil
hat, daß bei gleicher Dicke der einzelnen Streifen die Berührungsflächen zwischen den
beiden Werkstoffen größer ist. Als weiterer Vorteil ergibt sich, daß durch die Nichtbenutzung
der Ränder der Platte gerade jener Teil der Platten nicht verwendet wird, an welchem das Zusammenhaften der beiden
Werkstoffe möglicherweise nicht so innig ist wie nach der Mitte zu.
Die Abbildungen zeigen schematisch die einzelnen Phasen der Herstellung der Stromwendersegmente.
Abb. ι stellt die beiden parallel gestellten Stahlplatten (Fe) dar, zwischen
welche das Kupfer (Cu) gegossen ist. Abb. 2 zeigt einen durch Längsschnitte aus
dem Kupferstahlblock gewonnenen Längsstreifen. In Abb. 3 ist ein ausgewalzter Stromwenderdoppelsteg angedeutet, der auseinandergeschnitten
die beiden Stromwenderstege (s. Abb. 4) ergibt.
Die Abb. 5 und 6 zeigen schematisch die Gußformen, und zwar Abb. 5 mit zwei und
Abb. 6 mit drei Stahlplatten (Fe).
Claims (6)
- Patentansprüche: i. Verfahren zur Herstellung von Stromwenderstegen aus zwei Werkstoffen, von denen einer hohe elektrische Leitfähigkeit, der andere hohe mechanische Festigkeit besitzt (beispielsweise Kupfer und Stahl), wobei die Bestandteile des Endproduktes längs ihrer Schmalseite miteinander verbunden sind nach Patent 535 666, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei parallel gestellten Platten (z.B. aus Stahl), die als Träger der • mechanischen Festigkeit dienen, ein elektrisch gut leitender Werkstoff eingebracht und derart längs der Fläche der größten Ausdehnung mit den parallel gestellten Platten verbunden wird, daß in allen Punkten der sich berührenden Flächen eine innige metallische Verbindung entsteht, worauf der so erhaltene Rohling in Längsstreifen zerschnitten, die Streifen auf die gewünschten Abmessungen ausgewalzt oder gezogen und endlich in der Mitte nochmals längsgeteilt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die innige Verbindung der beiden Werkstoffe durch Eingießen des gut leitenden Werkstoffes in flüssigem Zustand zwischen die als Träger der" mechanischen Festigkeit dienenden Platten erfolgt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Stahlplatten als Teile der Gußform dienen.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Werkstoffe durch ein Lot- oder Schweißverfahren erfolgt.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, go dadurch gekennzeichnet, daß der Rohling aus 2, 3 ... w-Streifen des Werkstoffes von hoher elektrischer Leitfähigkeit und 3, 4 ... (w + 1)-Streifen des Werkstoffes von großer mechanischer Festigkeit gebildet wird.
- 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsstreifen durch. Schnitte, die schräg1 zur Plattenfliäiche geführt sind, erhalten werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE581502T | 1930-12-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE581502C true DE581502C (de) | 1933-07-28 |
Family
ID=6571066
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930581502D Expired DE581502C (de) | 1930-12-10 | 1930-12-10 | Verfahren zur Herstellung von Stromwenderstegen aus zwei Werkstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE581502C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE921702C (de) * | 1942-10-24 | 1954-12-23 | Aeg | Aus mindestens zwei Werkstoffen bestehender Kollektor, insbesondere fuer elektrische Bahnmaschinen |
| DE1241901B (de) * | 1963-08-24 | 1967-06-08 | Kb Awiazionnij I | Verfahren zur Herstellung von Kollektorlamellen und Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens |
-
1930
- 1930-12-10 DE DE1930581502D patent/DE581502C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE921702C (de) * | 1942-10-24 | 1954-12-23 | Aeg | Aus mindestens zwei Werkstoffen bestehender Kollektor, insbesondere fuer elektrische Bahnmaschinen |
| DE1241901B (de) * | 1963-08-24 | 1967-06-08 | Kb Awiazionnij I | Verfahren zur Herstellung von Kollektorlamellen und Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens |
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