DE548362C - Verfahren zum Schwelen eines Gemisches aus feinkoernigem und groeberem Material - Google Patents
Verfahren zum Schwelen eines Gemisches aus feinkoernigem und groeberem MaterialInfo
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- DE548362C DE548362C DEF61697D DEF0061697D DE548362C DE 548362 C DE548362 C DE 548362C DE F61697 D DEF61697 D DE F61697D DE F0061697 D DEF0061697 D DE F0061697D DE 548362 C DE548362 C DE 548362C
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B57/00—Other carbonising or coking processes; Features of destructive distillation processes in general
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Description
- Verfahren zum Schwelen eines Gemisches aus feinkörnigem und gröberem Material Es ist bekannt, feinkörnige Brennstoffe durch heiße Gase durch Rohrleitungen zu befördern und in den von außen geheizten Rohrleitungen zu schwelen. Es war bisher aber nicht möglich, Gemische verschiedener Korngröße wirtschaftlich zu verschwelen, vielmehr war man gezwungen, den feinsten Anteil des Schwelgutes von den gröberen Anteilen abzutrennen.
- Erfindungsgemäß wird eine wirtschaftliche Verschwelung beliebiger Gemische aus feinkörnigem und grobem Gut dadurch ermöglicht, daß das Gemisch zunächst durch einen Staubofen geführt wird, wo der feinkörnige Anteil verschwelt und die gröberen Anteile nur vorgetrocknet, gegebenenfalls auch von den Ballaststoffen, wie H:S 'und C0_, befreit werden, worauf nach Abscheidung des entstandenen feinkörnigen Kokses die grobstückigen Anteile in einem Ofen weiterbehandelt werden, der zur Verschwelung von Grobgut geeignet ist.
- Es ist zwar bereits bekannt, bei der Verkokung von Gut von durchgehend gleicher Korngröße eine Vorbehandlung des staubförmigen Gutes durch längere Erwärmung bei niedrigerer Temperatur durchzuführen. Der Zweck dieses Verfahrens war lediglich, das spätere Zusammenbacken des feinkörnigen Gutes zu verhindern und so ein Schwelen mittels des Verblaseverfahrens zu ermöglichen. Da das so vorbehandelte Gut durchweg gleiche Korngröße aufwies, konnte eine Teilung des Schwelverfahrens, wie sie gewissermaßen durch die Erfindung angestrebt wird, nicht eintreten.
- Da bei der Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung ein größerer oder geringerer staubförmiger Anteil des Behandlungsgutes für die Durchführung des Schwelverfahrens unschädlich ist, ist es auch möglich, pneumatische Fördermittel anzuwenden, die bisher für die Verschwelung nicht brauchbar waren, da sonst der Staubgehalt zu groß wurde.
- Das Verfahren nach der Erfindung kann wie folgt durchgeführt werden: Das Behandlungsgut wird durch pneumatische Förderung zweckmäßig mittels der Ofenabgase in einen kleinen Vorbunker gebracht, von dem es zunächst in einen Staubofen gelangt, der mit heißen Feuerungsabgasen oder den Abgasen des Schwelofens beheizt wird. In diesem Staubofen wird der feine Staub vollkommen verschwelt. Die größeren Stücke werden nur vorgetrocknet, unter Umständen werden auch die Ballaststoffe, wie H"S, C0_ usw., ausgetrieben. Die gas- und dampfförmigen Schwelerzeugnisse können aus dem Staubofen abgeleitet werden, während das Gemisch von verschweltem Staub und vorgetrockneter Knorpelkohle aus dem Staubofen in einen `Vindsichter gelangt. Hier erfolgt die Trennung des aus dem Staub entstandenen Schwelkokses von der Knorpelkohle, die dem unter dem W indsichter angebrachten Schwelofen zugeführt wird. Der anfallende Schwelkoks kann abgeleitet und einem beliebigen Verwendungszweck zugeführt werden.
- In der Zeichnung ist eine Anlage gemäß der Erfindung beispielsweise schematisch dargestellt.
- Die Kohle wird zunächst in den Bunker h geschüttet, von wo sie durch den Saugrüssel i und die Förderleitung k in den Vorbunker (l gelangt. Die Förderung geschieht mittels heißer Abgase des Schwelofens a. Der nötige Unterdruck wird durch eine Luftpumpe f erzeugt, vor die Staubabscheider e geschaltet sind. Aus dem Vorbunker d gelangt die Kohle durch die Schleuse g1 in den Staubofen c, in dem der feine Staub vollständig verschwelt, die größeren Stücke aber nur vorgetrocknet und gegebenenfalls von Ballaststoffen befreit werden. Zur Beheizung werden heiße, aus dem Schwelofen a kommende Abgase mittels des Gebläses t in den Staubofen c eingeblasen. Die in den Staubofen gelangende Gasmenge kann sowohl durch Änderung der Umdrehungszahl des Gebläses t wie auch durch Ventil m eingestellt werden. Die im Staubofen c entstehenden Gase und Dämpfe werden durch das Rohr o abgeführt, während das Kohle-Schwelkoks-Gemisch durch eine zweite Schleuse g_ in den Windsichter b gelangt. Hier wird der verschwelte Staub abgeschieden und durch das Rohr r einer Verwendungssteile zugeführt. Die zurückbleibenden vorgetrockneten Kohle-Knorpel gelangen durch eine dritte Schleuse g;, in den zur Schwelung von Grobgut geeigneten Schwelofen a, in dem sie ohne Schwierigkeiten verschwelt werden können.
- Es ist nicht unbedingt erforderlich, daß zur Förderung der Kohle Abgase des Schwelofens benutzt werden; es können hierzu auch Abgase einer fremden Feuerung oder beliebige andere Gase zur Verwendung gelangen. Ebenso kann der Staubofen mit aus einer fremden Feuerung -stammenden Abgasen oder auf irgendeine Weise erzeugten indifferenten heißen Gasen betrieben werden. Die pneumatische Förderung des Schwelgutes mittels heißer Gase kann auch in der Weise betrieben werden, daß der feinste Staub in der Förderleitung selbst zur Verschwelung gelangt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Schwelung eines Gemisches aus feinkörnigem und gröberem Material, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch zunächst durch einen Staubofen (c) geführt wird, wo der feinkörnige Anteil verschwelt, die gröberen Anteile aber nur vorgetrocknet und gegebenenfalls von den Ballaststoffen, wie H,S und CO" befreit werden, worauf nach Abscheidung des feinkörnigen Kokses die gröberen Anteile in einem zur Verschwelung von Grobgut geeigneten Ofen weiterbehandelt werden.
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwelung des staubförmigen Anteiles bereits in der Förderleitung (k) erfolgt, während die gröberen Anteile des Gutes in der Leitung vorgetrocknet werden.
- 3. Schwelanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Staubofen (c) bzw. die als Staubofen dienende Förderleitung (k) und den Ofen (a), in dem die gröberen Anteile verschwelt werden, ein Windsichter geschaltet ist, durch welchen der feinkörnige Schwelkoks ausgeschieden wird. Schwelanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Staubofen (c) bzw. die als Staubofen dienende Förderleitung (k), der Windsichter (d) und der anschließende Schwelofen (a) baulich unmittelbar miteinander verbunden sind oder baulich ein Ganzes bilden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF61697D DE548362C (de) | 1926-07-10 | 1926-07-10 | Verfahren zum Schwelen eines Gemisches aus feinkoernigem und groeberem Material |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEF61697D DE548362C (de) | 1926-07-10 | 1926-07-10 | Verfahren zum Schwelen eines Gemisches aus feinkoernigem und groeberem Material |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE548362C true DE548362C (de) | 1932-04-15 |
Family
ID=7109351
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF61697D Expired DE548362C (de) | 1926-07-10 | 1926-07-10 | Verfahren zum Schwelen eines Gemisches aus feinkoernigem und groeberem Material |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE548362C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750816C (de) * | 1937-12-14 | 1945-01-29 | Herbert Dipl-Ing Pitz | Verfahren und Vorrichtung zur Waermebehandlung von in einem Gas schwebenden Stoffen verschiedener Koernung, insbesondere Brennstoffen |
-
1926
- 1926-07-10 DE DEF61697D patent/DE548362C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750816C (de) * | 1937-12-14 | 1945-01-29 | Herbert Dipl-Ing Pitz | Verfahren und Vorrichtung zur Waermebehandlung von in einem Gas schwebenden Stoffen verschiedener Koernung, insbesondere Brennstoffen |
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